Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Februar 2012

Das wirklich ungelöste Rätsel von Frau K.

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Bis heute habe ich kein Wort über den Fall von Natascha Kampusch (http://de.wikipedia.org/wiki/Natascha_Kampusch) verloren, weil

1. mir schien, dass ohnehin zuviel darüber berichtet wird,
2. mir die Inhalte des Boulevards i.d. Regel gleichgültig sind und
3. mir beim Voyeurismus des kollektiven Mitleids immer übel wird.

Somit soll hier nicht die Frage der Einzel- versus Mehrtäterschaft oder die mögliche Existenz eines Kinderpornorings abgehandelt werden.
Es soll auch nicht über die Beweggründe von Helfern, Beratern, Experten, Journalisten und Politikern spekuliert werden, die Natascha Kampusch zu TV-Interviews, öffentlichen Briefen, Talkshows, sowie Buch- und Filmprojekte und Talkshows bewegt (oder verführt) haben, weil das einerseits in Ermangelung von Detailkenntnis wenig sinnvoll wäre und andererseits nur Relevanz für den Einzelfall und keine gesellschaftliche Bedeutung hat.

Das wirklich „ungelöste Rätsel“ des Falles ist die zähe Persistenz, mit der er sich, im Gegensatz zum Fall Fritzl (http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Fritzl), immer wieder in die Debatte mengt. Und dass es sich bei den Wortführern nicht um auflagengeile Gratismedien sondern honorige Repräsentanten unseres Staates handelt.

Chronik:

Am 2. 3.1998 wurde Natascha Kampusch um etwa 07.30 Uhr am Rennbahnweg in Wien-Donaustadt entführt. Am 23. 8.2006 gegen 13.00 Uhr konnte Kampusch ihre Gefangenschaft beenden und ihr Entführer starb am Abend desselben Tages auf den Schienen der S-Bahn.

Der später abgelöste Chef des Bundeskriminalamts, Herwig Haidinger übt Kritik an den Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft stellte am 21.9.2006 mit der Feststellung, dass es sich bei ihrem Entführer um einen Einzeltäter gehandelt hat, das Verfahren ein. Ein zweites Verfahren gegen unbekannte Täter wird am 15.11.2006 eingestellt. 
Nachdem die Mitleids- und Bewunderungsorgien für das Opfer abgefackelt waren begann es zu brodeln.

2007 veröffentlichte der Richter (Landtagsabgeordneter, Bundesratsabgeordneter und glückloser Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahlen 1998, 2004 und 2010) Martin Wabl „Natascha Kampusch und mein Weg zur Wahrheit“ und beschuldigte auch Nataschas Mutter der Mitschuld. Diese klagte auf Unterlassung, und bekam im November 2008 vor dem Bezirksgericht Recht.

Am 10.2.2008 setzt das Innenministerium eine „Evaluierungskommission“ für den Fall Natascha Kampusch ein, die am 9.6.2008 ihren Abschlussbericht vorlegt. Zur Aufklärung möglichen polizeilichen Versagens und politischer Vertuschung wurde am 3. 3.2008 auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt, der aber nach der vorzeitigen Auflösung des Regierung Gusenbauer/Molterer am 18.9.2008 „seine Arbeit kurz vor dem Kapitel „Kampusch“ abbrechen“ musste.

Am 26.1.2009 wird die Kommission nach Aufnahme neuer Ermittlungen in der gleichen Besetzung erneut einberufen, um die Erhebungen begleitend zu kontrollieren. In der Folge drängt die Kommission auf eine Weiterführung der Erhebungen und insbesondere zwei Kommissionsmitglieder gehen in die Medien. Ludwig Adamovich (Ex-VGH Präsident) beschuldigte das familiäre Umfeld von Kampusch und wurde später dafür wegen übler Nachrede in erster Instanz verurteilt. Auch Ex-OGH-Präsident Johann Rzeszut erhebt in den Medien wiederholt schwere Beschuldigungen und beharrt auf der Mehrtätertheorie.

Am 29.9.2010 löste er mit einem 25-seitigen Bericht (http://www.erstaunlich.at/images/pdf/priko01.pdf) Ermittlungen gegen fünf Staatsanwälte aus, wobei diese Causa am 24.9.2011 von der Justiz abgeschlossen wurde. Kurz danach kündigte Justizministerin Karl aber eine erneute, unabhängige Prüfung an.

Am 21.10.2010 beantragten FPÖ, Grüne und BZÖ die „Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur näheren Untersuchung der politischen und rechtlichen Verantwortung im Zusammenhang mit dem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren im Abgängigkeitsfall Natascha Kampusch“. Der Antrag wurde vorerst von SPÖ und ÖVP abgelehnt, danach wurde jedoch eine erneute Prüfung in einem Unterausschuss des Innenausschusses des Parlaments zur Causa Kampusch vereinbart. Am 1.12. 2011 nahm der Unterausschuss die Arbeit auf.

Als sich im aktuellen (Februar 2012) parlamentarischen Untersuchungsausschuss über staatsnahe Korruption die Meldungen überschlagen geht der Vorsitzende des Unterausschusses zur Untersuchung des Falles Kampusch, der ÖVP Abgeordnete Werner Amon, an die Öffentlichkeit: „Einzeltätertheorie nicht mehr zu halten, Selbstmord des Entführers Wolfgang Priklopil nicht ausreichend untersucht“. Ein endgültiger Bericht wird erst Ende März erwartet.

Diejenigen, die trotz der langen Einleitung bis hier her gelesen haben, muss ich – wie angekündigt – enttäuschen: 

Ich habe natürlich auch keine Ahnung was wahr war.

Aber, etwas anderes gibt mir zu denken:

innerhalb von fast sechs Jahren scheint es keinen Grundkonsens zwischen Instanzen und Proponenten unserer Gesellschaft zu geben, ob es sich hier um:

a.) eine schlampig aufgearbeitete Entführung,
b.) um die Vertuschung eines österreichischen Falles Dutroux
     (http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Dutroux) durch Teile von Exekutive,
     Legislative und Judikative oder
c.) irgendwas dazwischen handelt.

Die Parallele zu Belgien ist auch deshalb so beunruhigend, weil die pannenhafte Aufarbeitung derartige Fälle auch schwerwiegende gesellschaftliche Auswirkungen hat: (Zitat Wikipedia:)
Viele Bürger wurden mit der Zeit dem Staat gegenüber misstrauisch. Sie glauben, dass die Reichen und Mächtigen des Landes gedeckt werden, während der Staat, Justiz und Polizei die Normalbürger nicht zu schützen wissen.

Für mich ist das auch einer der Gründe, dass es den belgischen Bürgern offenbar schon ziemlich egal war, dass sie 535 Tage keine Regierung hatten. http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=48236  

Wenn das Grundvertrauen in die eine Gesellschaft konstituierenden Institutionen so weit verloren gegangen ist, dass man nahezu alles für möglich hält, dann bahnt man den Weg dafür, dass passieren wird, was man für unmöglich hält.

Meine persönliche Schlussfolgerung aus der enormen Diskrepanz zwischen den oben angeführten Szenarien a.) und b.) lautet:

  • Die trotz Befassung nahezu sämtlicher einschlägiger staatlicher Institution (Polizei, Innen- und Justizministerium, Staatsanwaltschaft, Parlament, …) nicht zu einem Konsens führende Groteske deckt für mich gegenläufige Interessen mächtiger Strömungen in unserem Staat auf, die offenbar von dem Dauerbrenner Kampusch profitieren.
  • Dass ausnahmsweise hier nicht der Boulevard das Heft in der Hand hat sondern der Fall immer wieder durch hohe Justizbeamte und Parteienvertreter angeheizt wird, spricht dafür, dass es eigentlich nicht um den Fall an sich geht und legt den Verdacht nahe, dass primär von anderen Sachverhalten abgelenkt wird.
  • Entweder weiß man was, kann es aber nicht beweisen, oder
    man benützt die Unklarheiten nur als Waffe

Wie der thematisch nahe liegende Fall Dutroux, erinnern mich die medialen Vorgänge (Buchpräsentationen, Untersuchungsausschüsse, Rücktritte, Selbstmord, …) auch an den inhaltlich völlig anders gelagerten Fall Lucona (http://de.wikipedia.org/wiki/Lucona) wo es 16 Jahre bis zu einem Urteil dauerte und am Weg dorthin sehr viele politische Verwicklungen (Club 45, Nationalratspräsident Gratz, Innenminister Blecha, …)

Kommt uns das späte Resümee der Presse zum Fall Lucona nicht bekannt vor?

„Jeder war jedem dienstbar . . .“
In einem Zusatz schreibt der grüne Mandatar Pilz: „Wichtige Teile der Bürokratie waren gemeinsam mit hohen Politikern in einem bisher unbekannten Ausmaß bereit, die Aufklärung eines kriminellen Vorgangs zu behindern und die strafrechtlich Verantwortlichen vor Verfolgung zu schützen. Von den Spitzen der Staatspolizei bis zur Oberstaatsanwaltschaft existierte im Fall Lucona ein dichtes Netz aus Beziehungen . . .“
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/weltbisgestern/350317 
 
Und somit ist die wahre Bedeutung des „Falls Kampusch“ seine aufdeckende Wirkung.

Er deckt das „Beziehungsgeflecht“ Österreich auf.

Da aber dieser Aspekt offenbar von keinem der Sprecher so wirklich ausgesprochen werden kann (höchstwahrscheinlich weil die Sprecher selbst  durch dieses Beziehungsgeflecht „etwas geworden sind“ oder zumindest dadurch „bleiben wo sie sind“) bleibt es bei Andeutungen, Vermutungen und Verdächtigungen

Diese Diskussion hat jedoch einen gefährlichen Effekt auf das, bereits durch Dutzende Skandale und Korruptionsfälle zerschossene, Grundvertrauen in unsere Gesellschaft.

Das wirklich ungelöste Rätsel im Fall Kampusch ist also die Frage, 
weshalb die Entscheidungsträger unseres Staates diese Gefahr nicht erkennen können oder wollen bzw. sich nicht zu einer konsensualen Sicht durchringen können, die die Diskrepanz zwischen Szenario a.) und b.) etwas verkleinert und somit zumindest ein Signal gibt, dass ggf. Fehler, Pannen und Instrumentalisierungen passieren können, diese aber nicht an den Kern der Struktur gehen. 

Wittgenstein hat in seinem Tractatus den Satz gesagt: 

Wovon man nicht reden kann, darüber sollte man schweigen… 

würde man dies immer beherzigen, wären viele Blogs plötzlich leer.

Andererseits muss es trotz aller Unsicherheit möglich sein, sich darauf zu einigen, ob die Welt untergeht oder nur ab und an ein Schiff ….

Links:
http://www.peterpilz.at/vorwort-1.htm  
http://www.peterpilz.at/die-affaere.htm  
http://www.bmi.gv.at/bmireader/documents/557.pdf 
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/723564/Das-UAusschussEinmaleins  
http://derstandard.at/1330389794140/Amons-Vorstoss-Politik-reagiert-zurueckhaltend-bis-befremdet  
http://derstandard.at/1330389821859/Kritik-am-Ausschussleiter-Kampusch-Staatsanwalt-bezweifelt-Amons-Fachkenntnis

Volksbanken, die Banken des Volkes oder ANNA, DIE BANK HAMMA

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Die Volksbank Gruppe ist eine österreichische Gruppe von Genossenschaftsbanken einschließlich der angeschlossen Spezialbanken und sonstigen Dienstleistungsunternehmen innerhalb und außerhalb Österreichs.
Die Volksbank Gruppe setzt sich aus den Volksbanken, dem Konzern der Volksbank AG und deren Tochterbanken im Ausland zusammen. Sämtliche zur Volksbank Gruppe gehörenden Unternehmen sind Mitglieder des Österreichischen Genossenschaftsverbandes (Schulze-Delitzsch).
Der Volksbank-Sektor besteht aus der Volksbank Primärstufe (regionale Volksbanken) und dem ÖVAG-Konzern.
http://de.wikipedia.org/wiki/Volksbank_Gruppe

Überrascht? Aber, geh …

17.7.2011:
Nach dem Stresstest: Österreichische Volksbank soll saniert werden

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/nach-dem-stresstest-oesterreichische-volksbank-soll-saniert-werden/4402996.html

8.11.2011:
Jeder Zweite muss gehen
http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/4313361-volksbank-ag-jeder-zweite-muss-gehen.php

20.12.2011:
Die ÖVAG trennt sich von ihrer Beteiligung an den Victoria-Volksbanken Versicherungen in Österreich und in Osteuropa.

http://derstandard.at/1324170308201/OeVAG-Versicherungsbeteiligungen-verkauft

DOCH KURZ VOR DEM TILT, NOCH EINE ERFOLGSMELDUNG

25. 2. 2011:
VB Wien 2010 mit Rekordergebnis
Mag. Ulrike Steiner Leitung Marketing & Kommunikation Volksbank Wien AG Peregringasse 2, 1090 Wien Tel.: +43 (1) 40137 – 3930 mailto: ulrike.steiner@volksbankwien.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/12045/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***
OTS0056 2011-02-25/09:49

http://derstandard.at/1297818934791/VB-Wien-2010-mit-Rekordergebnis

26.2.2012:
Wie auch immer das Gemurkse ausgeht: Die Bank wird gerettet, koste es, was es wolle
http://derstandard.at/1329870383235/Rettungssuche-fuer-Volksbanken-Zu-spaet-zum-Sterben

27.2.2012
Volksbank AG wird teilverstaatlicht
http://kurier.at/wirtschaft/4486508-volksbank-ag-wird-teilverstaatlicht.php
27.2.2012:
Volksbanken bleiben verlässlicher Partner für den österreichischen Mittelstand
http://www.volksbank.com/m101/volksbank/m074_40000/de/presse/details/eigene_pressemeldungen_12/120227_bund_vb_staerken_oevag.jsp                   

Der alte „Anna, den Kredit hamma“ Spruch, scheint leider nirgends mehr im Netz zu stehen, bekannt dürfte er aber noch sein:
http://www.krone.at/Das-freie-Wort/.-Story-306488

OH TANNENBAUM
OH TANNENBAUM
WOS KOST DE WÖD
WEIHNOCHT IS
DO RENNT DES GÖD

SILVESTER MEIN BESTER
ANNA ANNA
I HOB GLAUBT
DENN KREDIT HAMMA
http://www.unart-forum.com/post102524.html

PS:

20.5.2015: Volksbanken auf Ramschniveau

http://derstandard.at/2000016066070/Fitch-senkt-Rating-fuer-UniCredit-und-Commerzbank-gesenkt

Was lange totgesagt …

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Im Dezember 2010
 habe ich vermutet, dass auch die Internet-Revolution, so wie alle ihre Vorgänger, bald ihre Kinder fressen wird, als das bis zu diesem Zeitpunkt nur „Nerds“ bekannte Wikileaks begann, diplomatische Mails der USA ins Netz zu stellen.
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32920

Auch (einer) der Gründer der Plattform (Wer war bitte der Herr Assange?, http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34236) wurde plötzlich auch der breiten Öffentlichkeit bekannt, als ein absurder Spin aus lokaler Gesetzgebung und einem unwidersprochen initial einverständlichen aber ungeschützten Sex zu seiner Verhaftung führte. 

Es herrschte in den Medien weitgehende Einigkeit, dass hier ein krasses Missverhältnis zwischen Anschuldigung und Maßnahmen bestand. (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33042

Seit Dezember 2010 ist Assange, nachdem er sich freiwillig gestellt hat, in britischer Untersuchungshaft. http://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

Jetzt, geht offenbar der Rechtsstreit über eine mögliche Auslieferung an Schweden in die Endphase und

Was lange totgesagt wurde …

Wikileaks meldet sich mit der Veröffentlichungen der E-Mails von STRATFOR ….. http://derstandard.at/1329870405525/Infos-von-Sicherheitsfirma-Wikileaks-Veroeffentlichen-Millionen-E-Mails-von-Stratfor

Strategic Forecasting, Inc (abgekürzt STRATFOR) ist eine 1996 gegründete, privatwirtschaftlich betriebene Firma, die Analysen, Berichte und Zukunftsprojektionen zur Geopolitik anbietet. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Stratfor

Der Veröffentlichung auf Wikileaks ging ein Hackerangriff (Anonymous) im Dezember 2011 voraus, der zum Rücktritt des Gründers und Vorsitzenden der Firma führte:

Dear Stratfor Subscriber,

I wanted to warn you that individuals continue to send out false communications that appear to be from Stratfor. These spam emails may contain malware and attachments, and may attempt to lead you to websites that look like our own. They may also attempt to convince you to provide your private information.
In an effort to guard against the dangers posed by these false emails, I have decided to implement a no-link policy with our subscribers for the time being. We will continue to send you emails — status updates as well as analysis reports — but we will not include any links in those emails. And we will never include attachments.

Be assured: Our website — Stratfor.com — is the most secure place for you to interact with us.

Best,
George Friedman
(gekürzt aus http://www.stratfor.com/hacking-news)

Halten wir fest, 

  • Wikipedia lebt und erlaubt erneut einen Blick in die Mechanik der Macht.
  • Die Experten und Berater einer Firma, die uns (oder eher unseren Konzernen und Regierungen) mit unserem (Steuer)geld die Welt erklären 
    The State of the World: A Framework
    gehen mit ihren (Kunden)Daten genau so fahrlässig um, wie Krankenkassen, das ORF Inkassobüro (GIS), Kreditkartenfirmen, Banken, …. usw.
  • die Vernetzung unserer Datenspeicher hat die Welt zwar flach gemacht („The World is flat“ eines anderen Friedman, nämlich des Thomas L. Friedman; erschienen 2005), die Fallgruben müssen aber noch ausgelotet werden!

Bemerkenswert ist, dass der Schock des Hacks dazu geführt hat, dass die Website http://www.stratfor.com/ ihre sonst nur gegen Bares zu erreichenden Inhalte nun gratis anbietet, ehe das andere tun: 
temporarily offering all content for free

Somit hätten wir auch gleich wieder einen Übergang zum derzeit heissesten Web – Thema, nämlich des Urheberschutzes (ACTA. Anti-Counterfeiting Trade Agreement) …. wird sich alles bald erübrigen

nicht zuletzt deshalb, weil es ohnehin keiner lesen wird und es keinen interessiert, …. oder lesen Sie sich noch durch die Gitmofiles, die 779 Wikileaks Guantànamo Dokumente, die alle im April 2011 so aufgeregt haben? 
http://wikileaks.org/gitmo/

PS: Da seit 2010 mehr als 1000 Leute diesen Blog gelesen haben, gibts „Assange nach Guantánamo ausgeliefert“ nur mehr als Link:
 http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33002 

http://wikileaks.org/

Written by medicus58

27. Februar 2012 at 08:58

and the Oscar® goes to

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angeblich schon verraten: http://www.berliner-kurier.de/promi—show/insider-informationen-mark-wahlberg-verraet–wer–angeblich–die-oscars-gewinnt,7169226,11706056.html

eine Tragödie: http://diepresse.com/home/kultur/film/oscar/735159/Der-Oscar-spielt-sich-selbst_Eine-Tragoedie?

„Hugo“ hat gewissen Chancen auf den besten Film, Georges Mellies hat nie einen Oscar bekommen … http://www.youtube.com/watch?v=vzmw_Vl5oDk http://de.wikipedia.org/wiki/Georges_M%C3%A9li%C3%A8s Hugo Cabret Regie: Martin Scorsese, Drehbuch John Logan basierend auf Brian Selznicks Roman ’Die Entdeckung des Hugo Cabret’ gewann den Regiepreis bei den Golden Globe Awards 2012 und ist heute  für elf Oscars nominiert.

Ich bisher auch noch nicht, weil Österreicher natürlich nie einen Oscar® bekommen… shit http://de.wikipedia.org/wiki/Die_F%C3%A4lscher
und Billy Wilder hat 1961 gleich drei Stauten bekommen, aber kam auch im heutigen Polen zur Welt, was Wikipedia nicht hindert ihn als Österreicher zu bezeichen: http://de.wikipedia.org/wiki/Billy_Wilder war ein US-amerikanischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent österreichischer Herkunft.

Written by medicus58

26. Februar 2012 at 12:41

21.12.2011: Florian Pilz gegen Peter Klenk

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Weitgehend unbemerkt vom Skandalgetriebe der Republik verhaken sich derzeit zwei ihrer erfolgreichsten Aufdecker in einen nur schwer verständlichen Privatkrieg.

Peter Pilz (www.peterpilz.at) Grünabgeordneter, Buchautor und politisches Enfant terrible der seit Jahrzehnten Wiener Bauskandale, Kurdenmorde und Eurofighter beleuchtet und -allein dies ist ein gewisser Beweis seiner Integrität – trotz Millionenklagen seiner Gegner in keinem relevanten Punkt der Lüge überführt bzw. verurteilt wurde, besteht auf einer parlamentarischen Untersuchung der staatsanwältlicher Handlungen in der Affäre Kampusch und spricht von 1. die Vertuschung: Wie die ÖVP-Beamten und Kabinettssekretäre nach der Selbstbefreiung von Kampusch alle Fehler vertuscht und alle Mitwisser mundtot gemacht haben; 2. die Entführung: die Vorgeschichte – wie Sonderkommissionen der Polizei von 1998 bis 2006 der Aufklärung verpfuscht haben; 3. die Abwürgung: wie die Untersuchung der Affäre „Kampusch“ von 2006 bis heute in Parlament und Justiz manipuliert und abgewürgt worden ist.

http://www.peterpilz.at/die-affaere-kampusch-1.htm?PHPSESSID=840aae48ba0b4fbcdc5208be8e24c940

Florian Klenk (www.florianklenk.com) preisüberhäufter Aufdeckungsjournalist beim Falter, studierter Jurist und u.a. Mastermind der Veröffentlichung der „Wos woar mei Leistung“ Abhörprotokolle, stellt sich vor die Staatsanwaltschaft und wirft Peter Pilz und der FPÖ vor, mit einem Untersuchungsausschuss nur ploitisches Kleingeld wechseln zu wollen.
http://www.florianklenk.com/2011/12/06/das-kampusch-komplott/

Nur der Vollständigkeit halber soll darauf hingewiesen werden, dass andere Persönlichkeiten, wie die pensionierten Höchstgerichtspräsidenten Johann Rzeszut (Oberster Gerichsthof) und Ludwig Adamovich (VfGH) seit Jahren massive Zweifel an der „offiziellen Sicht“ der Affäre äußern und sogar gerichtliche Verurteilungen auf sich nahmen.

Mein persönliches Interesse am „Fall Kampusch“ ist, da ich noch immer hoffe, dass es sich um einen extremen Einzefall handelt, nahezu Null.
Es ist aber was faul im Staate, wenn Menschen, die sich beweisbar um die rechtliche Sauberkeit der Gesellschaft bemühen, zu keiner zumindest ansatzweisen gemeinsamen Sicht der Vorgänge kommen können. OK, beim Februar 34 haben wir das in Österreich auch noch nicht geschafft, aber zumindest die Fakten werden von den meisten anerkannt.

Es entspricht meiner tiefen Überzeugnis, dass Derartiges nur durch zwei mögliche Ursachen erklärt werden kann:

1.)  Entweder ein gravierendes Mißverhältnis in die Dateneinsicht oder

2.) ein gravierender, aber Dritten gegenüber nicht bekannter, Konflikt in einem ganz anderen Bereich.

Liest man die Hompages von Pilz und Klenk, könnte man mit Klenk glauben, dass es zwischen den beiden um die unterschiedliche Einschätzung der „Tierschützer-Prozesse“ bzw. „Klenks Abhängigkeit von Informationen aus der Staatsanwaltschaft“ geht, aber das erklärt wohl kaum die Persistenz der beiden „Alten“ (Rzeszut, Adamovich).

Viel schrecklicher als die Vorstellung was Frau Kampusch angetan wurde, ist die Befürchtung, dass die versteckten Bruchlinien unseres Staates inzwischen Personen entzweien, die eigentlich auf der selben Seite stehen.
Freuen wird das nur diejenigen, die definitiv auf der anderen Seite stehen, im Satanswinkerl: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33473

Written by medicus58

24. Februar 2012 at 18:41

14.8.2011: Natürlich kann mein Foto

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der köstlichen Beobachtung auf: http://denkmoment.meinblog.at/?blogId=40208 nicht das Wasser reichen, aber zum Thema „kann uns der Supermarkt zu denken geben“ reicht es hoffentlich.

Samstag vor einer Woche: Billa im Gerngross, Wien Mariahilf

Seit Jahren wird dort mit einer scheinbaren Videothek der Eindruck erweckt, hier gäbe es, abseits des Wein-Mainstream im Regal, die wirklich edlen Tropfen.

Ich weiß ja nicht, wie die Maresi dort ins Weinkisterln gekommen ist. Ob ein Blick ins Börserl dem eiligen Einkäufer signalisierte, dass sich dieser Einkauf nun nimmer ausgeht, ob es ein Schelm der Anonymen Alkoholiker war, oder es die Rache eines Mitarbeiters für die schlechte Bezahlung war, einerlei: unter den „Reservas“, war sie thematisch nichteinmal so fehlgereiht. Der Eindruck der Luxusware Wein war weg, mir zauberte es ein Lächeln ins Gesicht und mein Blog für heute war gerettet ….

Written by medicus58

24. Februar 2012 at 18:38

Veröffentlicht in Rückblick

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17.6.2011: Gott sei Dank Google

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Als ich so in ein paar blogs geschmöckert habe (nicht hier auf „meinblog“ sondern auf einem anderen Server), da stolperte ich über diese Google Anzeigen.

Die Werbeeinschaltungen sind in der Regel vom Kontext abhängig. Da es in dem Beitrag um Zionismus und Antisemitismus ging, sind die ersten beiden Einschaltung ja irgendwie erklärlich.

Den Konnex zur dritten Anzeige möchte ich gar nicht hinterfragen.

Und das Institut gibt’s wirklich als „Medizinisches Versorgungszentrum München„, also wer’s braucht ….

Da lobe ich mir doch dieses Portal …

Über ähnliche unfreiwillige Komik der kontextsensitiven Werbung vergleiche auch: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32139

Written by medicus58

24. Februar 2012 at 18:36

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