Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Was im Alltag so alles nervt’ Category

Früher hat man was gelernt, etwas getan, viel publiziert und wurde vielleicht Experte, heute reicht Kommunikationswissenschaft

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Written by medicus58

26. November 2020 at 19:55

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Oft ist der Herbst grau, heuer ist er grauer, vielleicht sogar grauenvoll

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Diesen Gedanken hatte ich erstmals, als sich der Verdacht verhärtet, die Helden vom Schwedenplatz wären graue Wölfe.

Aber noch viel mehr erscheint uns grau, was wir noch kürzlich als schwarz oder weiß wähnten.

9 Minuten soll es gedauert haben, von den ersten Anrufen bei der Polizei bis zur Ausschaltung des Täters, aber auch Monate in denen aus der Meldung des versuchten Munitionskaufes ausschließlich bürokratische Konsequenzen gezogen wurden.

Vielleicht waren Kickls (damaliger FPÖ Innenminister) Motive ganz andere, als eine Abteilung des Innenministeriums bei einer anderen Razzia machte, aber dass im BVT der Wurm drinnen war, hat die Öffentlichkeit erst dadurch erfahren und seither hat sich nichts geändert.

Gut hallt mir noch die Aussage eines ärztlichen Kollegen in Oe1 in den Ohren, wir, also wir Österreicher, wären Weltmeister in der Covid-19 Bekämpfung, da wir in der ersten Welle so glimpflich davon gekommen sind. Viel Aufwand wurde seither in viele Pressekonferenzen, Reisewarnungen, Fremdschämen anderer Staaten und Modellrechnungen, Tracing, Screening gesteckt, bis uns im Herbst, wo wir unter uns sind, die zweite Welle trifft, als ob nichts gewesen wäre.

Für viele nach 1945 waren die USA lange die stärkste demokratische Macht des Planeten, die zwei (von Österreich und Deutschland in jeweils unterschiedlichen politischen Konstellationen) ausgehende Weltkriege zu beenden half. Auch wenn schon früher klar wurde, dass der industriell-militärische Komplex jenseits von Wahlen einen enormen Einfluss auf die US-amerikanische Politik hat, so glaubten doch breite Kreise noch immer, dass die checks and balances in den USA letztlich noch funktionieren.

Wir erleben aber gerade, dass ein (noch amtierender) US Präsident ohne Beweise so lange von Wahlbetrug faselt, bis ihn TV Sender, von Sendung nehmen und seit Wochen wird ganz offen davon gesprochen, dass ein endloser Gerichtskrimi nach der Wahl unumgänglich und ein Bürgerkrieg nicht unwahrscheinlich ist.

Und wie hängt das alles zusammen?

Es ist nicht der islamistische Terror oder das Virus, das uns nachhaltig bedroht, es ist die zunehmende Insuffizienz unserer öffentlichen Strukturen und die fundamentale Spaltung der Gesellschaft, an der wir scheitern.

In den USA erleben wir gerade den ernsthaften Versuch eines Umsturzes von oben, für einen Umsturz von unten sind wir uns längst viel zu uneinig geworden.

Written by medicus58

6. November 2020 at 09:21

Exlusiv: Das sind die Corona Verschärfungen der tückisch-grünen Regierung

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Die Regierung droht nächste Woche mit neuen Regeln, um die Kontrolle in der Pandemie nicht zu verlieren. Was denn die Kontrolle behalten in einer Pandemie bedeutet wird leider zu wenig diskutiert.

Die üblichen Antworten:

Keine exponentielle Entwicklung, obwohl diese längst da ist (Link)

Keinen Kollaps des Gesundheitssystems, die selbst in Norditalien nie stattgefunden hätte, wenn die Ressourcen gleichmäßig genutzt worden wären

sind kaum befriedigend, und sind wir der Meinung, dass die Politik den Brexit, die Wirtschaftskrise oder den Klimawandel noch im Griff hat?

Da wir in vielen Ländern erleben müssen, dass die, die wir gewählt haben krisenuntauglich sind, wollen wir hier ein paar Tipps geben, welche verschärfte Regeln der Politik noch zur Verfügung stehen:

Der Neigungswinkel von Gesichtsschildern des Kellner wird an die Anzahl der positiv Getesteten am Stammtisch gebunden.

Ab einer roten Coronaampel ist Gruppensex nur mehr für maximal zwei Personen gestattet.

Breitet sich der Volksaufstand von Kuchl auf ganz Salzburg aus, kommt zur Händewaschen Pflicht auch eine Verpflichtung zur Fußwaschung.

Der verpflichtende Mindestabstand wird arbeitstäglich vom jedem Bürgermeister individuell festgelegt.

Ab einer dunkel orange-roten Coronaampel finden Pressekonferenzen der Regierung nur mehr im Stephansdom statt und dafür steigen die Überweisungen an das Opus Dei.

Sollten alle Regeln nicht helfen und die Spitalsbetten voll belegt sein, dann halten alle Österreicher für 10 Minuten die Luft an, um die Aerosolbildung wieder zu reduzieren.

Written by medicus58

16. Oktober 2020 at 20:01

Die Heute Show hat die Lösung

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um mit der Gegenwart umgehen zu lernen.

Written by medicus58

26. September 2020 at 15:22

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Das Ende der Welt wie wir sie fotografieren: virtuell-virtueller-without virtue

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https://youtu.be/K_jWJ7Z-tKI

Bei manchen Aufnahmen war es gar nicht so schwer den Himmel auszumaskieren und einen neuen reinzukriegen. Der Anfänger hat sich meist dadurch verraten, dass er den Rest des Fotos nicht an die neue Lichtstimmung angepasst hat.

Jeder digitale Fotograf hat schon an ausgebleichten, überbelichteten oder dem Wetter geschuldet scheußlichem Himmel herumgespielt.

Adobe hat nun ein Feature in seine Creative Cloud gepackt, das das alles mittels AI automatisiert.

Klass, bei dem miesen Familienfoto hat man nun im Handumdrehen einen dramatischen Himmel drinnen. Jetzt warte ich nur auf die nächste App, die auch den Vordergrund austauscht.

Written by medicus58

25. September 2020 at 10:43

Mich würde es wundern, wenn Sie überhaupt noch was über die Coronaampel lesen würden

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Ich glaube auch nichts mehr zu dem Thema beitragen zu können, das noch nicht gesagt, widerlegt, zerlegt oder wiederholt oder verworfen wurde.

Es geht in dieser Phase der Covid-19 Pandemie, auch wenn es Sie vielleicht jetzt überrascht, auch nicht mal so sehr um Medizinisches, nichtmal um Politisches, denn auch da werden wir kaum mehr so viel praktisch Verwertbares (außer Impfung und/oder antiviraler Therapie) dazulernen wie wir jetzt nicht ohnehin schon wissen. Oder glauben Sie, dass die Erkenntnis auf wieviele Meter welche Tröpfchen noch krank machen können, zu im täglichen Leben brauchbaren Handlungsanweisungen führen, wenn Sie sich in einer U-Bahn zusammendrängen müssen ?

Was wir in dieser Phase endlich erkennen müssen, sind vielleicht zwei Punkte:

Erstens sollten wir uns von Politikern fern halten, die ihren PR-Beratern mehr folgen, als Fachexperten für das eigentliche Problem.

Zweitens sollten wir erkennen, dass es sind, mit denen ich Gruppen führen kann. Natürlich ist es verführerisch für jede Situation, jedes Geschlecht, jedes Lebensalter und jede Himmelsrichtung immer noch detailliertere Regeln zu verordnen. Das scheint Handlungsfähigkeit und Macht zu demonstrieren, nur führt es nach einiger Zeit zu solcher Verwirrung, dass am Ende nichtmal die wichtigsten Regeln mehr befolgt werden.

Exemplarisch hat das heute Hubert Sickinget auf Twitter sehr pointiert zusammengefasst:

Für das meiste, was nun weltweit verordnet wird, fehlt harte Evidenz Lesen Sie dazu die Stellungnahme des Deutschen  EbM Netzwerkes, wenn Sie Sätze wie folgende aushalten:

Eine erste gesundheitsökonomische Modellierung aus Großbritannien beziffert die Kosten für ein durch den Lockdown gerettetes Lebensjahr (QALY) mit 220.000 bis 3,7 Mio Pfund. Im englischen Gesundheitssystem wird als maximaler für die Solidargemeinschaft sinnvoller und zumutbarer Wert 30.000 Pfund pro QALY angenommen.

Aber auch wenn es Sie irritiert, daß man mal nicht mit „Koste es was es wolle“ argumentiert sondern zur Überlegung anregt, dass manches nicht mehr geht, wenn man das Pulver für anderes verschossen, ist die Lektüre allein deshalb zu empfehlen, weil sie so manche von der Politik verordnete Maßnahmen auf ihre wissenschaftliche Evidenz abklopft.

Auch das ist ein Argument für weniger aber konsequent eingehaltene Verhaltensregeln und weniger PR Geschwurbel.

Written by medicus58

11. September 2020 at 20:03

Hurra, ein Gesetz gegen Upskirting und Hass im Netz. Applaus für ein Ablenkungsmanöver

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Nach acht Jahren( Der diskursive Reflexbogen oder PC = das Ende der Aufklärung) ist es wieder Zeit gegen Windmühlen zu kämpfen.

Als Präambel gegen falsche Likes sei festgehalten, dass das Ablichten von nicht freiwillig und gerade zu diesem Zweck zur Schau gestellten Nacktheit ebenso abzulehnen ist, wie die Verleumdung und Beschimpfung im Netz. Zu ersterem fehlt mir die körperliche Interessant, letzteres habe ich bereits selbst erlitten.

Was mich jedoch so aufbringt, ist die Anlassgesetzgebung für ein Verhalten, vor dem einen hoffentlich die tausenden Seiten unseres Gesetzesbestandes bereits vorher geschützt haben sollten.

Es kann nicht sein, dass unsere Rechtsgelehrten mit der Ihnen doch berufseigenen Fähigkeit Gesetze bis zum Äußersten zu interpretieren, gegen besagtes Missverhalten keinen Paragraphen finden könnten, der es verboten hätte, auf der Rolltreppe nachzuschauen, was die Schottin vor mir so drunter trägt.

Wenn der Rechts-Staat bislang nicht die Unversehrtheit seiner BürgerInnen an Leib, Leben, Integrität und sozialer Stellung geschützt hat, dann wird es durch so ein Upskirting-Gesetz nicht besser.

Wenn es aber darum geht, dass sich in den letzten drei Jahrzehnten, in denen das Internet in unser aller Leben verlegt wurde, dieser Staat nicht um die absehbaren Kollateralschäden politisch gekümmert hat, dann soll er das nicht durch billigen Aktionismus kaschieren.

Kein Dermatologe würde den Kampf gegen den Nagelpilz führen, wenn im Nacken das Melanom wuchert. Nur unsere politisch scheinbar so korrekten Politikern lassen sich dafür feiern.

Welcher Jurist hat ein befriedigendes Gefühl, wenn er eine Begründung dafür findet einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss den wichtigsten Beweis (das Ibizavideo) nicht vorzulegen, weil es da rechtliche Bedenken gibt?

Oder es mittels Diversion zu keiner Verhandlung kommen ließ, bei der die Organisationsverantwortung des Bundesheeres hinterfragt hätte werden können (80 Jahre 2. Weltkrieg aber nur 366 Tage Girls‘ Camp beim Bundesheer).

Oder ein Sektionschef im Justizministerium wegen seiner vielleicht zu guten Kenntnis abgesetzt wurde, gerade wegen seiner Expertise reinstallieren wird…

Lassen wir uns durch scheinbar mutige Anlassgesetzgebung nicht die Augen davor verschließen, dass viele Dinge wegen fehlender Gesetze unbestraft blieben, sondern idR wegen eines mangelnden Vollzugswillens.

Written by medicus58

6. September 2020 at 14:15

Zur Schieflage der Situation, oder der verschlissene Kurz

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Nachdem alle Sommerurlauber aus dem Ausland per Reisewarnung heimgestaut wurden, schien es heute unserem Bundeskanzler wieder angebracht uns die Welt zu erklären.

Wie sein Vorgänger BK Figl 1945 uns zu Weihnachten nichts geben konnte, (die obskure Geschichte des Tondukuments finden Sie hier) verspricht uns sein türkise Urenkel wenigstens einen normalen Sommer, 2021.

In der Sonder ZIB mutmaßte man sogleich von Informationen die der Kanzler wohl über Medikamente und Impfungen haben müsste, wenn er uns dieses Versprechen gibt, und vergessen scheint, wie uns der Bundesmaturant noch zu Beginn der Pandemie zuerst den Lock down für vorerst 14 Tage, dann bis Ostern und schließlich bis Pfingsten (also ebenso 2,5 Monate wie in Wuhan) stottern ausweitete.

Auch das Geschwafel über die unter dem Eindruck von Corona auszuweitenden internationalen Kontakte zu anderen Covid Musterschülern und Jugendaustausch Programme ua mit den Vereinigten Emiraten zeigten, dass längst alle Munition verschossen wurde.

BTW, Jugendaustausch mit den Emiraten, einem hot spot einer anderen Coronavirus Erkrankung, nämlich MERS, hätte keinem informierten Ghostwriter passieren dürfen. Auch die Streicheleinheiten für die betagteren Kurzwähler, denen jetzt plötzlich soziale Kontakte auch in der Pandemie versprochen werden, lösen nur mehr Kopfschütteln aus über eine Regierung, die gerade Distanzregeln in der Eigentumswohnung gesetzlich vorschreiben will.

Ich frage mich, wie lange die salbungsvollen Widersprüche noch medial funktionieren. Dem politisch an der Leine zappelnden ORF TV war der Auftritt eine Sonder ZIB wert und auch die großen Online Zeitungen übertrugen, aber nach den Kommentaren in den Sozialen Medien, locken die Selbstdarstellung-Piruetten unseres Kanzlers wenige mehr hervor, so dass irgendwann die Diktatur der Einschaltziffern schlagend wird.

Man kann es auch einfacher sagen:

Hätte Kurz geschwiegen, hätte man ihn für einen Bundeskanzler halten können.

Written by medicus58

28. August 2020 at 17:26

Maskenpflicht Kurz gedacht

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Wer heute (19.7.) früh am Sonntag Morgen OE24, das Verkündigungsorgan der tückisch-grünen Bundesregierung, liest, der erkennt ihre ganze innere Widersprüchlichkeit. Ehe Kanzler Kurz heute offiziell die Wiedereinführung der Maskenpflicht in ganz Österreich verordnen wird, sitzt er (sichtlich ohne Babyelefanten und ohne Maske) der Interviewerin gegenüber und lächelt in die Kamera.

So geht Vorbild, wie im Kleinwalsertal, so in Österreich: Es mag bezweifelt werden, dass es sich auch hier um einen Familienverband handelt, oder hat man Fellners Radau-Blatt schon so viel Steuergeld zu gesteckt, dass man sich auch hier ganz familiär fühlt.

Written by medicus58

19. Juli 2020 at 12:25

Hilft die SPÖ oder benötigt sie Hilfe?

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Schwierige Frage und nicht einfach zu beantworten in Zeiten, wo ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zum Thema ob man sich in Österreich Posten und Gesetze kaufen kann (btw zweifelt irgendwer daran?) niemanden interessiert.

Wenn man aber im Stau steht, weil just im Nachmittagsverkehr das obige Plakat affichiert wird, dann dämmert einem die Antwort.

Written by medicus58

18. Juli 2020 at 15:33

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