Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Was im Alltag so alles nervt’ Category

Männliche Stereotypen regen niemand auf, warum eigentlich

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Wir verknoten unsere Zungen, um Bi(e)n(n)en Is und Stern*innen stotterfrei über die Zahnreihe zu würgen, feiern die eine Automechanikerin und Kernphysikerin ab, die es anders als ihre Geschlechtsgenossinen geschafft hat, angebliche Männerdomänen zu erobern und crashen kaum noch Beziehungen, um zum Weihnachtsfest oder Muttertag Mixer und Waschmaschinen den weiblichen Hälften vor verbissenes Lächeln zu halten.

Jede Anrede dupliziert mehrere genetische und psychiatrische Lehrbücher, um niemand mehr in unerwünschte Rollenbilder zu pressen, zum Vatertag, geht’s aber eh wieder.

Und wenn Sie nun überlegen kontern, dass es die ja auch selber so wollen, das Bierdosenleeren bei der CO2-Produktion am Hochleistungsgrill, wechseln Sie das Subjekt gegen ein anderes (Mädchen, Mütter, Diverse,…) und prüfen dann ihr Argument erneut.

Written by medicus58

18. Mai 2022 at 09:17

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Wenn der Abstand zwischen den Realitäten immer weiter wächst

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Vor einer Woche sprach unsere tückisch-grüne Regierung vom Frühlingserwachen aus der Corona Pandemie, in unseren Spitälern fehlt das Personal (nein, nicht nur in ddr Pflege) und heute Morgen schoss ich dieses Foto in einer von Wiens Einkaufsstraßen.

Dutzende westliche Geheimdienste versprachen letzte Woche dast täglich den großen russischen Einmarsch in die Ukraine, jetzt kommen sie zwar, aber in den Donbas und nicht durch das Sperrgebiet von Tschernobyl und in eine seit Jahren sich praktisch als russisch bezeichnende Separatisten-Zone.

Putin erklärt uns seine Geschichte, dass die Ukraine schon immer Teil Russlands war (teils falsch, teils richtig) Außenminister Schallenberg kriegt für seine Erzählung, dass Österreich beim Anschluss 1938 von der Welt alleine gelassen wurde schallende Ohrfeigen, obwohl auch das teils falsch (wir hatten schon eine faschistische Diktatur, die wenige, nicht mal Italien, retten wollte) teils richtig ist (Mexico war das einzige Land, das im Völkerbund protestierte).

Wir könnten die Beispiele auseinander laufender Erzählungen nahezu endlos fortsetzen. Wen wundert es noch, dass die Demos für und gegen alles aneunander geraten?

Und das hat leider wenig mit fehlender Bildung zu tun, sondern mit immer besser gewordener Propaganda, die sich in Millisecs Argumente für und gegen alles zusammen googelt und als wahr verkauft.

Wer das alles NUR auf die Algorithmen der Social Media und die Dummheit ihrer Benutzer schiebt, macht es sich zu leicht.

Wir machen es uns zu leicht und schreiten zum nächsten Streitthema.

Written by medicus58

22. Februar 2022 at 07:48

Die Geschichte lehrt, dass wir unbelehrbar sind.

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Was wir aktuell in der Ukraine Berichterstattung erleben ist das Revival alter medialer Routinen, die wenig zur Lösung aber viel zum Verständnis unserer Vorfahren beitragen, über deren vermeintliche politische Dummheit sich gerade heute so viele empören, denen das Glück der späten Geburt zuteil wurde.

Am Anfang steht ein ungelöster Konflikt, im Fall der Ukraine seit gut zwei Jahrzehnten.

Parallele 1

Auch vor 1914 gab es mehrere Konflikte mit Serbien. Wer Krieg will stellt unerfüllbare Forderungen. Damals taten dies nur die Österreichisch – Ungarische Monarchie und das Deutsche Reich, heute tun dies sowohl Putin als auch die NATO.

Parallele 2

Wer Wahlen gewinnen will, versteckt seine Intentionen hinter einem Lügengebäude.

1914 musste Serbien sterbien, obwohl es an der Ermordung des Thronfolgers nur sehr indirekt beteiligt war.

1939 steckte das III. Reich eigene Soldaten in polnische Uniformen und überfiel einen Radiosender, um einen Grund für den Krieg zu konstruieren.

2003 begründeten die USA und UK den 2. Irakkrieg mit Massenvernichtungswaffen und Al-Qaida. Beide Vorwürfe konnten nie erhärtet werden.

Parallele 3

Egal ob 1914, 1939, 2003 oder 2022, man kann noch soviele Berichte lesen, was auch immer wahr ist, lässt sich vielleicht in einem Jahrzehnt, keinesfalls im Augenblick klären.

Wer der Boss und wer der Gauner ist, ist anders als im Onlinespiel Mafia unklar.

Da passt das gerade von @kolbapeter getwittert wurde:

Die Oberen reden von Frieden. Kleiner Mann mache Dein Testament.

Bert Brecht

Written by medicus58

20. Februar 2022 at 18:05

Aktivisten beim Lernen zusehen macht auch keine Freude

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Es geht eine Woche zu Ende, in der zwei medial hochgeschriebene Umweltaktivistinnen an der realen Welt scheiterten. Gewinnen können wir dabei wenig.

Eine seit dem Lobaucamp medienbekannte Frau Schilling, Studentin der Politikwissenschaft, Friday-for-Future Aktivistin, wortgewaltig, von FM4 als „die vielleicht politisch aktivste junge Frau des Landes“ bezeichnet, musste erkennen, dass einen noch so viele Minuten im Scheinwerferlicht nicht davor bewahren, dass der zusammengezimmerte Robinson Spielplatz (ja sowas betreibt auch die Stadt Wien) irgendwann von Baggern geräumt wird, wenn man glaubt die Welt dadurch retten zu können, knapp über 3 km Straße zu verhindert.

WTF IS STADTSTRASSE?

Eine andere Aktivistin hat es sogar in ein Ministeramt gebracht. Die glühende Europäerin Frau Gewessler erkannte in diesen Tagen, dass in dieser EU Atomkraft plötzlich grün, nachhaltig und klimarettend ist, wenn Herr Macron seine staatliche Atomindustrie retten möchte.

Ich schäme mich nicht für den Gedanken, dass ich es beiden Maulheldinnen, von denen ich bisher überwiegend selbstgerechte Auftritte und einseitige Forderungen aber wenig Leistung bemerkt habe, irgendwie sogar vergönne, dass sie auch einmal an diese Wände knallen, an denen ich mir selbst schon zu viele Beulen zugezogen habe.

Freuen kann ich mich darüber nicht. Freuen können wir uns alle nicht, weil die Probleme, denen die beiden Damen ihre politische und mediale Präsenz verdanken ja durchaus real und schwerwiegend sind.

Um diese Probleme politisch zu lösen scheinen die beiden aber weniger geeignet als in NGOs und TV Studios zu brillieren.

Written by medicus58

4. Februar 2022 at 21:22

Hilfe, die Regierung durchseucht uns und unsere Kinder

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Während die einen unter dem Geleitschutz der Ultrarechten brüllend auf den Straßen vor dem Ende von Freiheit und Demokratie warnen, sitzen die anderen daheim und twittern zitternd vom vermeintlichen Beschluss der Regierenden uns alle unkontrolliert durchseuchen zu lassen.

Vorzugsweise sieht man im weiter aufrecht erhaltenen Schulbetrieb ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Früchte unserer Lenden zynisch in MIS-C, Long Covid und Myokarditis getrieben werden.

In Parenthese, damit haben sich beide Seiten übrigens in einem Punkt gefunden: SarsCov2 ist ein Projekt der Mächtigen die Weltbevölkerung auf das von Bill Gates vorgegebene Maß zu resetten.

Den in der Pandemie nachweislich chaotisch und unkoordiniert agierenden Regierungen überhaupt die Befähigung zu solchen Plänen zu unterstellen ist an sich ja schon absurd, aber angesichts eines Dickichts an widersprüchlichen Verordnungen, Milliardenausgaben für sinnlose Teste und mehr Krisenstäben als in allen bisherigen Krisen zusammen nur mehr vertrottelt.

Niemand der jetzt Besorgten hat sich darüber aufgeregt, als die Regierung sich vor 5 Jahren gegen den kostenlosen Impfschutz gegen HPV (HTA oder ob wir eine Diagnose bezahlen hängt nicht nur von deren Qualität ab) aus gesprochen hat, der unsere Kinder vor Gebärmutterhalskrebs, Genitalwarzen und Rachenkrebs geschützt hätte. Niemand sprach da von Durchseuchen.

Die Spitäler kamen alljährlich während der Grippewelle für einige Wochen an den Rand der Funktionstüchtigkeit. Kritik an der traditionell nur in einstelligem Prozentsatz wahrgenommenen Gratisimpfung kam nur spärlich und schon gar nicht aus dem alternativen Eck.

Als die Impflücken bei der Masernimpfung zu immer häufigen Ausbrüchen in Kindergärten und Schulen führten sprach niemand vom Durchseuchen lassen, sondern lutschte Globuli und immunisierte sich mit TCM.

Das einzige was uns wirklich unkontrolliert durchseucht ist Inkonsequenz, Halbwissen und Hysterie, und es beschleicht einen langsam die Befürchtung, dass dahinter ein Grand Design stehen muss.

Written by medicus58

30. Januar 2022 at 11:31

Burschen, ihr seid’s so lächerlich

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Allzeit bereit das bekannte Motto der Pfadfinder wurde dort durch eine besondere Handhaltung signalisiert.

In der Pandemie macht sich nun eine etwas weniger subtile Signalgebung breit, die die Dramatik der eigenen Person durch den Zauber der Montur, also der Berufskleidung signalisiert.

Der Co-Gecko Vorsitzende COO GenMjr Mag Striedinger mag darauf verweisen, dass er als Berufsmilitär zur Uniform gezwungen wird, aber warum er zur Pressekonferenz in Tarnuniform erscheint verwundert. Weshalb der Bundesrettungskommandant routinemäßig in der knallroten Thermojacke unter den Scheinwerfern des TV Studios seine Weisheiten verkündet ist nur mehr absurd. Sollte er mit dieser Jacke aber wirklich Kontakt zu Infizierten gehabt haben, ist es fahrlässig, mit und ohne Mundmaske.

Wenigstens muss man sich um den Testosteron Spiegel der Herren wenig Sorgen machen.

Written by medicus58

7. Januar 2022 at 12:13

Coronaregeln einfach zusammen gefasst

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Ich kann’s Ihnen jetzt nicht auswendig sagen, weil ich mir da nicht ganz sicher bin, antwortete die Generaldirektorin für Öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, das Kaninchen, dass der Ex-Gesundheitsminister aus dem Hut gezaubert hat und der Nachfolger des damaligen Bundeskanzlers gemeinsam mit einen befreundeten Bundesheerler zu den Obersten GECKOs gemacht hat.

Wenn Sie dieses System genauso wenig durchschauen wie die aktuellen Coronaregeln, dann sind Sie hier richtig.

Also, jetzt kommt Omikron, das altbekannte Coronavirus, dass sich ein paar neue Aminisäuren an den Hut, pardon Spike) gesteckt hat und dadurch infektiöser wurde. Aber eigentlich ist das falsch, denn das Ding ist längst da, in Europa, und u. a. am Innsbrucker Flughafen gelandet

Aber wir müssen was tun, und sei es nur wieder Zeit gewinnen, weil zwei Jahre Pandemie-Dauerübung war noch nicht genug Lehrzeit.

Kein Wunder, wenn wir dauern das Personal tauschen und noch eine Kommission dazu erfinden, meist mit den gleichen Leuten, weil soviele Experten haben wir dann doch nicht.

Fassen wir zusammen, seit zwei Jahren tagen Kommissionen in mehreren Ministerien um die Wette, interpretieren Landeshauptläute und Kammerpräsidenten schleissig gemachte Verordnungen und Gesetze klientelgerecht wie es ihnen beliebt und machen aus dem altbekannten drei Schrauben (Distanz, Maske, Impfung) ein pandemisches Pandemonium.

Bestiarium, also eine moralisierende Tierdichtung bzw eine Sammlung meist reich bebilderter, allegorischer Tiergeschichten, stabreimt zwar nicht so gut, wäre aber der Erfindung von GECKO (=gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination) adäquater, dem Reptilienzoo, der den Chor der bisherigen Debattierclubs vervollständigt.

Simon Rosner in der Wiener Zeitung hat das so zusammengefasst:

An Krisen- und Beraterstäben mangelt es während dieser Pandemie nicht: das Nationale Impfgremium, die Corona-Ampelkommission und das Prognose-Konsortium.

Auf Beamtenebene gibt es eine interministerielle Koordinierungsgruppe, dazu auch den Obersten Sanitätsrat, der im März neu konstituiert wurde. Das Innenministerium ist wiederum für das Staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement (SKKM) zuständig und auch die Bundesländer unterhalten Berater- und Krisenstäbe.

Übrigens die AGES hat er da noch nichteinmal erwähnt.

Um also der Überschrift gerecht zu werden, nun zur versprichenen Handlungsanleitung: Machen Sie was Sie wilken und suchen Sie sich einen Experten, der das so irgendwann, irgendwo einmal empfohlen hat.

Wenn es Ihnen in all dem Wahnwitz aber doch auch noch um Ihre Gesundheit und jene ihrer Umgebung geht, dann machen Sie das weiter, was Sie hoffentlich bisher schon getan haben (und wenn Sie es bisher nicht getan haben, nehme ich jede Wette an, dass Sie es in dieser Pandemie nie mehr tun werden!)

Treffen Sie sich mit möglichst wenig und möglichst immer mit denselben Personen.

Halten Sie in Innenräumen Abstand, lüften Sie und Tragen Sie Maske wo eine dieser Bedingungen im Umgang mit Haushaltsfremden nicht möglich ist.

Unterschätzen Sie weder den Schutz noch das statistisch geringe Risiko von Impfungen nicht, seien Sie sich aber dessen bewusst, dass alle bislang verfügbaren Impfungen ihren hohen Schutz nach ein paar Monaten wieder verlieren.

Unterschätzen Sie die von den meisten als bewiesen angesehene höhere Ansteckungskraft der Omikron Variante nicht, aber vertrauen Sie den bisherigen Daten, dass diese Variante klinisch nicht gefährlicher wurde.

Diskutieren Sie nach Möglichkeit mit keiner der verschiedenen Seiten über all die Maßnahmen, denn ehe Sie ausdiskutuert haben, haben sie sich schon wieder geändert.

Written by medicus58

23. Dezember 2021 at 10:16

Ehe wir die Köpfe darüber einschlagen, ob die Gesellschaft gespalten ist, sollten wir ein paar Kleinigkeiten klar stellen

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Überzuckerten Rum für irgendeinen guten Zweck am Graben zu trinken vermittelt einem rasch die innere Wärme unter Gleichgesinnten zu sein. Stimmt ja auch irgendwie, denn alle um einen herum haben offenbar den gemeinsamen Wunsch zu punschen. So, what?

Ob es da aber um den Tratsch mit alten oder neugefundenen Freunden geht, um die gesellschaftlich saisonal akzeptierte Berauschung, den gute Zweck (welcher denn? , egal, Lions wird es schon wissen) oder einfach der Wunsch an einem der schönsten Orte der Wiener Innenstadt innehalten zu können, bleibt unklar. Jeder der Gründe ist OK , ich bezweifle aber ein gemeinsames Ziel der Mittrinker.

Ebenso unklar ist die inhaltliche Klammer der demonstrierenden Horden, die den heurigen Advent stärker prägen als die meist geschlossenen Weihnachtsmärkte, Punschbuden oder Beisln.

Über die wirre Mischung an Verfassungsschützenden, EsoterikerInnen, NeoNaziInnen, ImpfgegnerInnen und Berufsrandalierern habe ich schon gebloggt (Ich versuch Euch ja zu verstehen, liebe Demonstranten, Weihnacht in Wien, wie w1812, w1212, w0612,… ) nur scheint mir die Gegendemo vom letzten Sonntag Yes we care mindestens ebenso für das Missverständnis zu stehen, dass die, die gemeinsam demonstrieren nicht in sich ebenso gespalten sind wie die Adressaten ihrer Demo.

Es wurde der Toten der Pandemie gedacht, als ob uns deren Zahl nicht seit Monaten auf allen Kanälen mehrfach täglich in Erinnerung gebracht würde.

Es wurde der Gesundheitsberufen gedacht, und? Schloss sich irgendjemand der Forderung nach mehr Personal, besserer Arbeitsbedingungen, alters- und familiengerechten Arbeitszeiten an? Beschloss irgendwer der Demonstranten für eine bessere extramurale Versorgung einzutreten, damit nicht alles sofort in den Spitälern aufschlägt oder zukünftig nicht in der Nacht die Notaufnahme aufzusuchen, weil das irgendwie einfacher ist als sich mit chronischen Beschwerden einen Hausarzt zu suchen.

Haben die anwesenden Bedenkenträger im Taumel des Ereignisses beschlossen freiwillig ihre Krankenversicherungsbeiträge zu erhöhen? Oder werden sie morgen (hallo, ÖVP, NEOS, FPÖ) genauso überzeugt wieder die Senkung der Lohnnebenkosten fordern? Sie werden.

Wir waren, sind und werden immer gespalten sein, weil niemand sich die Mühe macht Voraussetzungen und Folgen jeder Forderung mitzudenken, weil genau das das wohlige Gemeinschaftsgefühl jeder Demo gefährden würde.

Ehe wir (hallo, Ärztekammer) jede abweichende Meinung mit Flamme und Schwert verfolgen nur um die Illusion des Gemeinschaftsgefühl, einer einheitlichen wissenschaftlichen Antwort oder des Guten und des Bösen aufrecht zu halten, täte es allen gut mit kleinen und mittleren Widersprüchlichkeiten zu leben und uns nur mehr gegen wirklichen Wahnwitz auszusprechen.

Eine Pandemie ist nicht dazu um Wahlen zu gewinnen oder Regierungen zu stürzen, nicht dazu Geld zu verdienen und die Abstände zwischen uns im Zentimetertakt per Verordnung festzulegen.

Eine Pandemie wird bekämpft in dem man das wenige, das man beeinflussen kann, rechtzeitig und dosiert anwendet.

Auch wenn der Typ neben einem am Punschstand freundlich rüber grinst. Gehen wir davon aus, dass uns möglicherweise nichts anderes mit ihm verbindet als der Alkoholspiegel.

Written by medicus58

21. Dezember 2021 at 11:09

Weihnacht in Wien, wie w1812, w1212, w0612,…

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Selten hat man als Normalsterblicher die Gelegenheit in einem Stanley Kubrick Film mitzuspielen.

Grad jetzt (16:00) auf der Mahü kommt man dem jedoch beklemmend nahe.

Menschenmengen wälzen sich die Begegnungszone hinunter, die einen stehen Schlange um sich Sneakers über die Schweißfüsse zu stülpen um vielleicht auch mal Gesundheitsministet zu werden, die andern brüllen unter Österreichischer und Israelischer (!) Flagge Unverständliches; ob für oder gegen Impfung und Holocaust ist durch das Geknattere eines Polizeihubschraubers aus dem Dunkel der Dezembernacht nicht zu unterscheiden. Letztlich auch einerlei.

Mag sein, dass der Hubschrauber zu einer Miss Saigon Aufführung ins Raimundtheater fliegt, die grad wieder (oder auch nicht?) für Dreimal-Geimpfte und Getestete Grenzüberschreiter stattfindet.

Space Odyssey 1968, Saigon im Mai 1975, Full Metal Jacket 1987, Wien im Dezember 2012.

Der Plot wird immer enger: Scheint in Kubricks Film aus 1968 die Menschheit in einer Farb- und Klangorgie in ihrem Untergang ihre eigene Wiedergeburt zu erleben, beginnt 75 in Saigon der Untergang der westlichen Führungsmacht.

Auch wenn es sich in Kubricks Full Metal Jacket um den Vietnamkrieg handelt, spielt ein Großteil des Films nur im Ausbildungslager und selbst für die Kampfszenen ließ der Meister nur Londoner Fabrikshallen zerschießen und setzte keinen Fuß nach Südostasien. Dad Thema bleibt groß, der Radius wird enger.

Und was hat das alles mit heute auf der Mahü zu tun?

Zwar brechen bei uns auch reihenweise Regierungen zusammen, aber keinen kümmert es mehr, es sterben Menschen, aber nicht die Menschheit und bedeutend wenige als sonst wo in der Welt, aber ist Chaos.

Nichts Lebensbedrohliches, zumindest für die meisten, aber Geschrei, Hubschrauber, Blaulicht, ungeimpfte Polizei winkt ungeimpfte Demonstranten durch, damit sie sich noch Sneakers kaufen können.

Ja, Lichtermeer wird’s auch geben, so wie damals gegen Holocaustleugner, jetzt halt gegen Coronaleugner und für mich und all die anderen im Gesundheitssystem.

Und dann singen die einen vorm Thalia wieder von Jesus, der für uns starb, ehe wir noch seine Geburt hinter uns gebracht hat, gegenüber predigt der kleine Dicke auch von Jesus, mehrsprachig, und auch vor dem Footlocker steht eine Schlange, die fast so lang ist wie die vor Snipes.

Roll,… and Action

Schade, dass ich ihnen den Soundtrack nicht bieten kann

Written by medicus58

18. Dezember 2021 at 17:52

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Was einem wirklich wichtig ist liest man am besten vom Zettel ab. #w1112

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#NOT

Written by medicus58

11. Dezember 2021 at 14:06

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