Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Was im Alltag so alles nervt’ Category

Pandemiebekämpfung: Absurdität in der Praxis

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Ort der Handlung: Filiale der Bank Austria auf der Mariahilferstrasse; für nicht Ortskundige sei erwähnt, dass diese Filiale eine große 24h Halle mit mehr als einem Dutzend Selbstbedienungsautomaten hat.

Zeitpunkt: kurz vor 16:00 nachdem der Sildenafil-gehärtete Lockdown in die etwas abgeschlaffte Version überging und noch vor der großen Öffnung Mitte Mai von eh irgendwie allem.

Eine lange Schlange an Kunden wartet vor der Filiale, weil der Sicherheitsdienst vorbildlich darauf achtet, dass die behördluch erlaubte Maximalzahl an Kunden in der Filiale und die Abstände im Inneren eingehalten werden und vertröstet die Wartenden mit einem „wos soll’n ma mochen, aber um viere san ma eh weg, wos glauben S‘ wie’s a sie do obspüt jeden Tog…

Das wäre ja alles noch keine Zeile auf diesem Blog wert, wäre da nicht der Bauzaun der U-Bahn Baustelle, die seit Monaten den Gehweg der Begegnungszone gerade vor der Bankfiliale auf nicht viel mehr als einen Meter einengt und die Passantenmassen, die sich an den Wartenden vorbeiquetschen, meist maskenlos, versteht sich, weil erstens das Maskengebot im Freien aufgehoben ist, und zweitens weil es dieses auf der, auch während des harten Lockdowns auf der Mahü nie gegolten hat, obwohl es auch hier um Fressstände und andere offene Einrichtungen (Click ‚N‘ Pick) schon früher sehr dicht wurde.

Schlag 16:00 verabschiedete sich der Ordnerdienst und winkte die Wartenden alle auf einmal in die Filiale.

Sicher, eine Kleinigkeit, aber in dieser oder ähnlicher Form wahrscheinlich im ganzen Land anzutreffen. Natürlich kann man nicht 24h einen Ordnerdienst vor jeden Selfservicebereich aufstellen, aber dass behördlich genehmigte Baustellenzäune das Einhalten von Verordnungen unmöglich machen ist schon kafkaesk.

Written by medicus58

5. Mai 2021 at 08:16

JÖ, Kurz bringt uns den türkise Virus Bonus Club und wir dürfen alle nach China reisen

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Der JÖ Bonus Club verspricht Kunden von REWE, OMV Libro, Pagro Diskont, BAWAG P.S.K., Interio und Zgonc jede Menge Vorteile und exklusive Rechte und ist erhielt 2019 den Big Brother Award,.für das ungenierte  Profiling ihrer Kunden. Die Millionen Clubmitglieder scheint es trotzdem zu freuen, und wenn dafür Staatskünstler Robert Palfrader wirbt, wird es schon in Ordnung gehen. 

2020 erhielt dann auch die Deutsche Bundesregierung den Big Brother Award wegen ihrer rechtlichen und politischen Mitverantwortung für den völkerrechtswidrigen US-Drohnenkrieg, der über die Satelliten- und Datenrelais-Station der US-Airbase Ramstein in der Pfalz abgewickelt wird.

Unser Bundeskanzler Kurz bettelt grad auch darum, der nächste Preisträger zu werden und schwadroniert in einer deutschen Talkshow vom Europäischen Impfpass mit dem wir uns aus der Krise impfen werden. „Wir arbeiten gerade mit den Griechen und vielen anderen europäischen Kollegen daran, dass es zeitnah eine digitale Lösung für einen grünen Impfpass ähnlich dem in Israel gibt“

Ja, Vorbild Netanjahu, der sich durch eine Neuwahl nach der anderen bislang einer gerichtlichen Verurteilung entzieht, hatte erst vor einigen Tagen den Grünen Corona-Impfpass mit Privilegien medienwirksam eingeführt, mit dem 3,2 Millionen Israelis in Fitnessstudios, Hotels, Theater und Sportereignisse strömen dürfen. Wir werden sehen ob dieses Wahlzuckerl Bibi (und Basti?) bei den kommenden Wahlen hilft, Bibi wird das schon im März 2021 wissen, wann unsere tückisch-grüne Regierung gesprengt wird, ist ja noch nicht so klar.

Originell ist Bibis und Bastis Idee ja wahrlich nicht. Die IATA, International Air Transport Association hat bereits im November des Vorjahres bekannt gegeben, dass man einem elektronisches Gesundheitsdokument einführen möchte, Der digitale Gesundheitspass würde die Test- und Impfstoffinformationen eines Passagiers enthalten und Informationen für Regierungen, Fluggesellschaften, Labors und Reisende verwalten und überprüfbar machen. Und auch die bekannt liberale NYT geht inzwischen fix von so einem (in diesem Fall orangen) Pass aus.

Merke, da geht es nicht mehr nur um den Nachweis einer bestimmten Impfung, wie dies z.B. für die Gelbfieberimpfung schon lange für die Einreise in viele Länder obligat war, da geht es, wie bei JÖ, Payback et al. um das Sammeln und Vernetzen einer Reihe von persönlichen Einzelinformationen über die das Individuum keinen Kontrolle mehr hat. Viel Spaß wenn ein Server wieder wo hängt und Sie am anderen Ende der Welt einchecken wollen …

Selbst die Frage, ob es denn genügend Evidenz gibt, Genesene, Geimpfte u/o Negativ-Getestete anders zu behandeln als Nicht-Getestete und Nicht-Geimpfte ist zur Recht äußerst strittig.
Gerade bei Asymptomatischen sind AG-Teste nicht sensitiv genug, die nicht-quantitativen PCRs oft zu sensitiv, verschiedene Vakzine wirken nach heutigem Wissen unterschiedlich je nach Mutation, Alter, Begleitmediktaion und all das kann sich in der weiteren Entwicklung der Pandemie auch drastisch ändern. Keine guten Voraussetzungen für so ein digitales Konstrukt. Völlig unklar ist auch die Langzeitwirkung. Wenn wir wirklich in einigen Ländern bis zum Herbst eine Durchimpfungsrate von 70% schaffen, stehen wir spätestens vor der nächsten Wintersaison vor der Frage der Auffrischungsimpfung. Soll man eine schwarzen Punkt bekommen, wenn man den ersten zwei Impfungen nicht den gerade von BIONTEC angepriesenen dritten Shot zulässt?

Wenn jetzt unser Bundesmaturant bei Meischberger vom aus der Krise testen schwadroniert und sich vermutlich viele von uns für die Hoffnung auf „Normalität“ wieder ein Stückchen Freiheit abkaufen lassen, dann haben wir wieder einen Schritt auf der Modernen Seidenstraße Richtung Osten gemacht.

Nur zwei Dinge sollten wir uns nicht einreden: 

Erstens, dass diese Maßnahmen irgendwann wieder gelockert werden wenn die akute Bedrohung weg ist, oder kennen Sie eine Maßnahme, die nach 9/11 wieder gelockert wurde?

Zweitens, dass Xi Jinping nicht schon längst Recht hat, wenn er das Chinesische Gesellschaftssystem als Systemsieger bezeichnet; und auch hier wird es kein zurück mehr geben.

再见
Zàijiàn

 

Written by medicus58

25. Februar 2021 at 17:58

Bitte, bitte, macht eine vernünftige Corona Demo

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Unter dem gütigen Auge der Wiener Polizei zog bei uns zuletzt am Sonntag, aber auch in vielen anderen Ländern ein bunter Tross aus Besorgten und Beknackten Abstands- und Masken-los durch die Innenstädte.
Die FPÖ jubelt über den Schulterschluss mit der Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen und
FPÖ Kickl bringt einen Misstrauensantrag gegen seinen Nachfolger ein. Die Grüne verlangen postwendend eine Antwort von der „eigenen“ Regierung und der Innenminister geilt sich an den angehobenen Strafen für die Masken-Verweigerung auf. Der Wiener Bürgermeister übt den medialen Schulterschluss mit dem Bundesmaturanten Kurz in der Ankündigung minimale Lockerungen, seine Parteichefin Rendi-Wagner warnt eindringlich davor.

Es gäbe so viel, wogegen ich gerne demonstrieren würde:

Gegen die Planlosigkeit, die stets ihre Ziele wechselte, um die Misserfolge zu kaschieren: Zuerst haben wir es für die Alten getan, die von Anfang bis heute präferentiell mit und an SarsCov2 verstorben sind, dann haben wir allerlei Masken getragen, um die anderen zu schützen, nur um zum Weltmeister in Sterbefällen zu werden, jetzt tragen wir die FFP2-Masken um uns selbst zu schützen.

Gegen die verlogene Manipulation , die seit einem Jahr glaubt mit dem versprochenen Licht am Ende des Tunnels Zustimmung und Disziplin erreichen zu können, ob wohl sich dieses Licht (Erleichterung nach den Semesterferien, nach Ostern, nach Pfingsten, im Sommer, Weihnachten retten, Impfung, …) seit letztem Frühjahr immer wieder als der Rückfahrscheinwerfer des Vordermanns entpuppt hat.
Sie haben ja nicht ernsthaft geglaubt, dass ich nochmals den Gegenzug in Ihr Kopfkino projiziere?

Gegen die Leugnung des Bildungsraub einer Generation von der Volksschule über die Lehre bis an die FHs und Unis bei gleichzeitiger Leugnung der Infektionsketten auf Baustellen, Werkshallen, Großraumbüros und Logistikzentren.


Gegen die Verlogenheit, die Infektionscluster nur dort (Haushalt, Auslandsurlauber, …) finden will, wo sie den Parteispendern nicht weh tun.

Gegen die Vordrängler und Schlauerln, die es sich wie immer in diesem Lande richten und in Südafrika Golfen, Party feiern oder hohe Summen einstreifen während andere im Lockdown zu wenig mehr als Arbeit kommen.

Gegen die, die jeden Blödsinn, jede Transferleistung, jede Unzulänglichkeit, mit der besonderen Lage in der Pandemie verteidigen.

Gegen die Milliarden die verschleudert werden und überproportional bei politischen Freunden, Multis und in sinnlosen Ankäufen (Millionen Nasenbohrern und danach Gefälligkeitsgutachten der AGES) landen aber viel zu wenig den wirklich Betroffenen zu Gute kommen, die am Ende den Zirkus bezahlen müssen.

Gegen die Missachtung des Rechtsstaates und das Reagieren statt Regieren durch Notverordnungen.

Gegen eine seit Monaten anhaltendes Datenchaos, das mit positiven Testergebnissen und Intensivbetten schockieren und disziplinieren möchte, aber tunlichst jede tiefere Analyse (Verhältnis zwischen positiv Getesteten und klinischen Verläufen, sozioökonomischer Hintergrund, Infektionswege am Arbeitsplatz ehrlich identifizieren, …) verhindert.

Gegen die unsanktionierten Lockdown-Ausreisser im türkisen Umfeld (illegal geöffnete Beherbergungsbetriebe (z.B. Tirol seit April 20!), Britische Schilehrerkurse, …).

Gegen die Aufhebung jeglicher naturwissenschaftlicher Standards in Berichterstattung und Zulassungsbehörden (Nein, die Ergebnisse mit AstraZeneca sind nicht gleich gut wie mit den mRNA Impfstoffen; Nein, die Behauptung AstraZeneca schützt auch vor Übertragung ist falsch; Nein, die Entscheidung für AstraZeneca fiel lokal und nicht in Brüssel; Nein, ein Impfstoff dessen optimales Impfschema unklar ist, dessen Produktion schon fehlerhaft war kann so nicht zugelassen werden).

Gegen das unseelige Tandem aus PR-getriebener Politik und alarmistischer Jouraille die maßgeblicher als jede andere Gruppe unseren Weg durch die Pandemie bestimmt.

Gegen all das würde ich gerne seit Monaten auf die Straße gehen, natürlich mit Nadke und Abstand.

Also wenn sie sowas auf die Beine stellen kontaktieren Sie mich, ich wäre Ihr Fahnenträger.

Written by medicus58

4. Februar 2021 at 20:13

Ja warum wirkt der Lockdown nicht, ihr schlimmen Bürger?

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Am 21.Jänner 2021 publizierte Eurostat eine Reihe hochinteressanter Daten über die ersten drei Quartale des letzten Jahres.

Die interessanteste Grafik in dieser Statistik ist wohl die über die Entwicklung des Bruttonationalprodukts der EU.

Wie wir sehen, führte der erste Lockdown in der EU zu einem kurzfristigen massiven Einbruch des GDP mit einer überproportionalen Erholung im gesamten dritten Quartal. Wenn ich meine persönliche Wahrnehmung als Ersatz für das (noch) fehlende 4.Quartal einsetze, nämlich den seither unvermindert gebliebenen Berufsverkehr, dann liegt für mich nahe, dass viele Gründe, die augenblicklich für die geringe Wirksamkeit des x-ten Lockdowns angeführt werden (Disziplinlosigkeit, falsche Masken, Parties,…) weitgehend irrelevant sind.

Die ungestörte Produktivität (trotz immer wieder lahmgelegter Dienstleistungsbetriebe) kann ja nur durch die weitgehend ungestört weiterlaufenden Baustellen, Fließbänder, Logistikcenter und Fabrikshallen erklärt werden, wo (auch wieder nach meiner natürliche nicht flächendeckenden Wahrnehmung) Masken und Babyelefanten im Aussterben liegen.

Natürlich ist es Wahnwitz den Wintertourismus und die Beherbergungsbetriebe augenzwinkernd weiter zuzulassen. Aber ich frage mich, weshalb jede andere Erklärung für die hohen Infektionszahlen (bei geschlossenen Schulen) viel mehr Beachtung geschenkt wird, als der Industrieproduktion und der Bauwirtschaft.

Natürlich können wir nicht alle Fabriken und Baustellen schließen, aber dort auf systematische Tests zu setzen schiene mir sinnvoller als die Nasenbohrer in den Schulen, irreale Abstandsregeln und weiterer Lickdown derer, die ohnehin schon im Homeoffice arbeiten.

Kann es sein, dass aber der politische Druck so groß ist, schließlich würde ein Stilkstand einzelner Fabriken und Bazstellen viel mehr kosten als eine geschlossene Schule, dass wir lueber mit anderen Verirdnungen abgelenkt werden ?

Written by medicus58

25. Januar 2021 at 22:59

Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff, wer hätte das gedacht ?!?!

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Wie hier zuletzt unter Zum Unterschied zwischen SarsCov2 Vakzin und Mon Chéri schon gesagt, gehört es zu den Todsünden im Marketing einen Bedarf (z.B. durch Showimpfungen) anzufeuern, dem dann das Angebot nicht entsprechen kann.
Genau das hat unsere tückisch-grüne Regierung gehörig versemmelt, aber wer hätte das den wissen können, dass Pfizer Biontech in Lieferrückstand kommen werden?

Klar setzt man sich mit einer solchen Frage der Besserwisserei im Nachhinein aus, nur hätte unsere Politik mehr auf Fachleute gehört als auf ihre PR Berater, wäre auch ihnen schon lange klar, dass die Probleme in der Bugwelle der Operation Warp Speed lauern. Ein kurzer Überblick, dass die Probleme der Massenproduktion und Distribution dieser Impfstoffe schon lange vielen klar war.

ARUP im Mai 2020: Producing the cure: how can the pharmaceutical industry meet global demand for a COVID-19 vaccine? Questions of supply chain management are always about how many elements interlock, and this challenge is no different. To succeed, and stay successful, producers will need to examine every upstream and downstream factor in the vaccine’s supply chain, from raw materials to energy supply to packaging, storage, security and fulfilment. It’s a case of designing in the resilience now, by exploring these factors and assessing risk.

Bloomberg schrieb im Juli 2020: The World’s Supply Chain Isn’t Ready for a Covid-19 Vaccine

PWC hat im September 2020 geschrieben: COVID-19 vaccines are being developed at a breakneck pace, but a broken supply chain could derail that momentum

Aircargo News im September 2020: This week, several logistics parties have cited that not only the development of the vaccine is a feat, but that rolling out the logistics chain for the distribution of a Covid-19 vaccine will be particularly challenging. IATA, the international airline federation, said this week that the transportation of the Covid-19 vaccines would require more than 8,000 747 jumbo freighters.

The last mile distribution: the potential quality killer …

ABC News November 2020: But with limited supplies of each vaccine available at first, enough to vaccinate only 20 million Americans by the end of the year, experts agree the U.S. needs multiple vaccines to fight the pandemic. That includes not only Pfizer and Moderna’s vaccine but also even more that are further behind in development.

Bruce Y. Lee, der seit 15 Jahren das Public Health Informatics, Computational, Operations Research (PHICOR) team leitet warnte im noch im Dezember 2020: The success of vaccines against it depends not only on the characteristics of vaccines but whether they are actually delivered to everyone. As history has shown, vaccine supply chains are far more complex than many people realize.

Global News 3. Dezember 2020: Pfizer had adjusted its supply outlook in 2020 from 100 million to 50 million in November in publicly available statements, but had promised up to 100 million doses as late as September.

Scientific American (!) 4. 1.2021: New COVID Vaccines Need Absurd Amounts of Material and Labor
Pfizer and Moderna have been building supply networks to shift from clinical to large-scale production. But each step in the manufacturing process requires raw materials that, before COVID, were only produced in the amounts needed for clinical research—“not sustained production of billions of doses.

NPR 17. Dezember 2020: Pfizer makes hundreds of medicines and vaccines and operates at least 40 manufacturing facilities registered with the FDA around the world. Despite being founded a decade ago, Moderna has never had a product win FDA approval. And it only has one factory registered with the FDA — and the registration occurred just this week.

DW 11.1.2021:

More shots per vial and new factories
A dilution of the vaccine was approved by EU regulators on Friday, which means each vial can now be used for six shots instead of five.
BioNTech also said it has added a new manufacturing site in Marburg, Germany, which is set to go online in February and will boost annual production capacity by up to 750 million doses.
The vaccine is currently being produced at BioNTech’s headquarters in Mainz, Germany, a location in Belgium, and at several factories in the US.
50 million doses already made.

Naja, treue Leser dieses Blogs haben das natürlich auch schon früher gewusst:

30. Dezember 2020: Was in dem Gezwitscher um die Wirksamkeit von Impfungen untergeht: Der Herstellungsprozess
13. Dezember 2020: Wann und wie wird die SarsCov2 Pandemie enden?
9. Dezember 2020: Das Covid-19 Impf-Dilemma hat schon Hippokrates vorhergesehen (Update 6.1.2021)
1. Dezember 2020: Regelmäßig aktualisierter Überblick über mögliche Impfungen gegen das Coronavirus

27. November 2020: Aus dem Lockdown in die Gondel: das Kleingedruckte, das der Bundesmaturant verschweigt
27. November: Einer der interessantesten Artikel über die Geschichte der mRNA Impfstoffe, die ich bis jetzt gelesen habe

Written by medicus58

19. Januar 2021 at 17:52

Es gibt heute Schlimmeres, aber es ist schlimm genug

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In der Innenstadt oder in BoBo-City werden den Lockdown genug Restaurants überleben, es gibt genug. Am Stadtrand gibt es zwar beruhigend viele  Kebab-Schnitzl-Pizza-Buden oder Eat-as-much-as-you-can All-Asia-Futtertröge, aber klassische Speiselokale sind da schon sehr selten geworden.

Der Lahodny im 22. ist so ein Lokal gewesen, auch wenn der Begriff gutbürgerlich angesichts wild tätowierter Bedienung und der trotz netter Weinkarte gern bestellten Krügerln als lokale Spielart des Bürgerlichen anzusprechen war.

So spottbillig war der Lahodny auch nicht, aber angesichts der gebotenen Qualität wurde er gerne besucht. So einen butterweichen Zwiebelrostbraten mit krispen Zwieberln servierten auch so manch bekannterer Speisetempel in der Innenstadt nicht täglich. Auch bei den wechselnden saisonalen Spezialitäten konnte man wenig falsch machen. Bis zuletzt versuchte man es noch mit take away Menüs, jetzt ist es wohl endgültig aus.

Als ich im Lockdown vor Weihnachten beim Lieblings-Griechen ums Eck wieder was zum Abholen bestellen wollte, war er nur mehr am Privathandy zu erreichen. Er entschuldigte sich hörbar betroffen dafür, dass er nun gänzlich zugesperrt hat, aber der Take away hat einfach zu wenig gebracht. Keine Ahnung ob er noch aufsperren wird.

Beim deutschen Nachbarn ist dieses Restaurant-Sterben längst schon in den Medien angekommen.

Der Viktualien-Markt, mit dem München in der ganzen Welt geworben hat, liegt im Sterben hieß es in einen Interview im letzten November.

Die Suppenfabrik zählte im April zu den ersten Corona-Opfern in Dortmund. hieß es im Dezember unter der Überschrift: Das große Corona-Aus: Diese Gastro-Betriebe und Läden sind schon dicht

Klar ist das Sterben von Menschen tragischer als das Sterben von gastronomischen Einrichtungen, aber durch die sinnlose Lockdownerei kleiner Familienrestaurants dürfen wir uns jetzt schon darauf freuen das Ende der Pandemie entweder in anonymen Fressketten feiern zu dürfen oder daheim in der frohen Erwartung lauwarmer Pizzen, die uns die Neuzeitlichen Radl-Kulis aus uns unbekannten Kellerlokalen vorbei bringen.

Die, die dann die Gewinne einstreifen kommen nicht mehr an unseren Tisch und fragen, ob eh alles passt. Bei jedem 10. Schnitzl mit Industriefritten ist zwar eine Gratis-Cola dabei, nur kommt niemand mehr mit verschmitztem Lächeln vorbei, um uns noch auf einen Ouzo aufs Haus einzuladen oder auf einen kleinen Nachtisch, weil er stolz ist, dass der grad heute so gut gelungen ist.

Vielleicht folgt das aber ohnehin einem höheten Plan. Das Sterben kleiner, personalintensiv arbeitender Betriebe steigert ja nur die ohnehin schon  generierten Arbeitslosenheere, die sich aber derartige Lokale längst nicht mehr leisten können. So stehen dann einfach noch mehr Rad-Kuriere bereitstehen, die für noch weniger Geld noch billigeres Futter ausfahren können. Die verbliebenen Kunden kennen weder ihre Kulis noch die Produzenten ihres Essens.

Natürlich ist die Ansteckungsgefahr in jeder rammelvollen U-Bahn, jedem Großraumbüro und jeder Rave-Party höher gewesen, als in kleinen Familienrestaurants, aber wen schert das, wenn Medien und ein Teil des Wählervolks auf Maßnahmen bestehen.

Written by medicus58

5. Januar 2021 at 19:12

Es gibt heute Schlimmeres, aber es ist schlimm genug

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In der Innenstadt oder in BoBo-City werden den Lockdown genug Restaurants überleben, es gibt genug. Am Stadtrand gibt es zwar beruhigend viele  Kebab-Schnitzl-Pizza-Buden oder Eat-as-much-as-you-can All-Asia-Futtertröge, aber klassische Speiselokale sind da schon sehr selten geworden.

Der Lahodny im 22. ist so ein Lokal gewesen, auch wenn der Begriff gutbürgerlich angesichts wild tätowierter Bedienung und der trotz netter Weinkarte gern bestellten Krügerln als lokale Spielart des Bürgerlichen anzusprechen war.

So spottbillig war der Lahodny auch nicht, aber angesichts der gebotenen Qualität wurde er gerne besucht. So einen butterweichen Zwiebelrostbraten mit krispen Zwieberln servierten auch so manch bekannterer Speisetempel in der Innenstadt nicht täglich. Auch bei den wechselnden saisonalen Spezialitäten konnte man wenig falsch machen. Bis zuletzt versuchte man es noch mit take away Menüs, jetzt ist es wohl endgültig aus.

Als ich im Lockdown vor Weihnachten beim Lieblings-Griechen ums Eck wieder was zum Abholen bestellen wollte, war er nur mehr am Privathandy zu erreichen. Er entschuldigte sich hörbar betroffen dafür, dass er nun gänzlich zugesperrt hat, aber der Take away hat einfach zu wenig gebracht. Keine Ahnung ob er noch aufsperren wird.

Beim deutschen Nachbarn ist dieses Restaurant-Sterben längst schon in den Medien angekommen.

Der Viktualien-Markt, mit dem München in der ganzen Welt geworben hat, liegt im Sterben hieß es in einen Interview im letzten November.

Die Suppenfabrik zählte im April zu den ersten Corona-Opfern in Dortmund. hieß es im Dezember unter der Überschrift: Das große Corona-Aus: Diese Gastro-Betriebe und Läden sind schon dicht

Klar ist das Sterben von Menschen tragischer als das Sterben von gastronomischen Einrichtungen, aber durch die sinnlose Lockdownerei kleiner Familienrestaurants dürfen wir uns jetzt schon darauf freuen das Ende der Pandemie entweder in anonymen Fressketten feiern zu dürfen oder daheim in der frohen Erwartung lauwarmer Pizzen, die uns die Neuzeitlichen Radl-Kulis aus uns unbekannten Kellerlokalen vorbei bringen.

Die, die dann die Gewinne einstreifen kommen nicht mehr an unseren Tisch und fragen, ob eh alles passt. Bei jedem 10. Schnitzl mit Industriefritten ist zwar eine Gratis-Cola dabei, nur kommt niemand mehr mit verschmitztem Lächeln vorbei, um uns noch auf einen Ouzo aufs Haus einzuladen oder auf einen kleinen Nachtisch, weil er stolz ist, dass der grad heute so gut gelungen ist.

Vielleicht folgt das aber ohnehin einem höheten Plan. Das Sterben kleiner, personalintensiv arbeitender Betriebe steigert ja nur die ohnehin schon  generierten Arbeitslosenheere, die sich aber derartige Lokale längst nicht mehr leisten können. So stehen dann einfach noch mehr Rad-Kuriere bereitstehen, die für noch weniger Geld noch billigeres Futter ausfahren können. Die verbliebenen Kunden kennen weder ihre Kulis noch die Produzenten ihres Essens.

Natürlich ist die Ansteckungsgefahr in jeder rammelvollen U-Bahn, jedem Großraumbüro und jeder Rave-Party höher gewesen, als in kleinen Familienrestaurants, aber wen schert das, wenn Medien und ein Teil des Wählervolks auf Maßnahmen bestehen.

Written by medicus58

5. Januar 2021 at 19:12

Anti-Corona Demonstranten und Raver sind sowas wie die Mudschaheddin der Coronakrise

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In gewisser Weise haben wir uns das Erstarken dieser Gruppen selbst zuzuschreiben.

Einen gewissen Bodensatz von allem gibt es in jeder Gesellschaft. An einem Ende der Glockenkurve finden wir die handvoll Überdurchschnittlichen, die uns weiterhelfen, auf der anderen Seite, die denen nicht zu helfen ist.

Welche diese beiden Gruppen gesellschaftlich dauerhaft wirksam werden, bestimmen aber die Mächtigen dazwischen, die selbst höchst selten zu den intellektuell oder spirituell Überdurchschnittlichen gehören. Marc Aurel, Gandhi,… sind leider Ausnahmen.

Nun zur Erklärung der Überschrift:

In der Operation Cylone haben die USA, Saudiarabien und Pakistan fundamentalistische Widerstandskämpfer gegen den sowjetischen Einfluß der Sowjets unterstützt, um seit dem Rückzug der Sowjetunion in einem endlosen Kampf mit Al Qaida und Taliban weltweit eine Welle religiösen Fundamentalismus (auch in christlichen und hinduistischen Kreisen) auszulösen.

So wie die Mehrheit religiöser Menschen die Forderungen ihrer fundamentalistischen Glaubensgenossen mit Kopfschütteln quittieren, sind brüllende Anti-CoronaDemos und Schulter-reibende Rave-Parties für Menschen, die selbst manchen staatlichen Zwangsmaßnahmen in der Pandemiebekämpfung kritisch gegenüber stehen, kein Kampf um Freiheitsrechte sondern schlicht und einfach hirnlos blöd.

Ich stelle nun aber die Behauptung in den Raum, dass eine sachliche Krisenbekämpfung mit ganz wenigen evidenzbasierten Regeln statt mit einem Bulkshitbingo aus mal 1 m, mal 1.5 m, 2 Menschen aus 3 Haushalten mit oder ohne Kinder, keine Familienfeier aber Masken-freies Hackeln auf Baustellen und Großraumbüros,… zu einer größeren Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen der breiten Masse geführt hätte und den verbliebenen Rest der Religiösen oder Allesleugner einfach weggelacht hätte.

Anti-Corona Demonstranten und Raver sind sowas wie die Mudschaheddin der Coronakrise

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In gewisser Weise haben wir uns das Erstarken dieser Gruppen selbst zuzuschreiben.

Einen gewissen Bodensatz von allem gibt es in jeder Gesellschaft. An einem Ende der Glockenkurve finden wir die handvoll Überdurchschnittlichen, die uns weiterhelfen, auf der anderen Seite, die denen nicht zu helfen ist.

Welche diese beiden Gruppen gesellschaftlich dauerhaft wirksam werden, bestimmen aber die Mächtigen dazwischen, die selbst höchst selten zu den intellektuell oder spirituell Überdurchschnittlichen gehören. Marc Aurel, Gandhi,… sind leider Ausnahmen.

Nun zur Erklärung der Überschrift:

In der Operation Cylone haben die USA, Saudiarabien und Pakistan fundamentalistische Widerstandskämpfer gegen den sowjetischen Einfluß der Sowjets unterstützt, um seit dem Rückzug der Sowjetunion in einem endlosen Kampf mit Al Qaida und Taliban weltweit eine Welle religiösen Fundamentalismus (auch in christlichen und hinduistischen Kreisen) auszulösen.

So wie die Mehrheit religiöser Menschen die Forderungen ihrer fundamentalistischen Glaubensgenossen mit Kopfschütteln quittieren, sind brüllende Anti-CoronaDemos und Schulter-reibende Rave-Parties für Menschen, die selbst manchen staatlichen Zwangsmaßnahmen in der Pandemiebekämpfung kritisch gegenüber stehen, kein Kampf um Freiheitsrechte sondern schlicht und einfach hirnlos blöd.

Ich stelle nun aber die Behauptung in den Raum, dass eine sachliche Krisenbekämpfung mit ganz wenigen evidenzbasierten Regeln statt mit einem Bulkshitbingo aus mal 1 m, mal 1.5 m, 2 Menschen aus 3 Haushalten mit oder ohne Kinder, keine Familienfeier aber Masken-freies Hackeln auf Baustellen und Großraumbüros,… zu einer größeren Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen der breiten Masse geführt hätte und den verbliebenen Rest der Religiösen oder Allesleugner einfach weggelacht hätte.

Das Virus schaffte, was mehrere Wahlkämpfe nicht schafften, und die Wähler noch immer nicht wahrhaben wollen

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Das was wir Regierung nennen, regiert nicht, es reagiert auf PR-Berater und Sponsoren.

Selbst in einer weltweiten Krise, nein nicht dem Weltuntergang, es ist der Welt schon Schlimmeres als SarsCov2 passiert, aber addiert man die epidemiologischen, ökonomischen und bildungspolitischen Auswirkungen der Pandemie so darf man schon von einer Krise reden; aber diese tückisch-grüne Regierung schaffte es in keiner Phase einen vorausschauenden Plan vorzulegen.

Statt, wie man es in jedem Buch über Krisenmanagement lesen kann, einen oder mehrere Sprecher zu designieren, der für die Menschen dann das Gesicht für objektive Information ist, drängte man sich selbst von PK zu PK und ZIB zu ZIB Spezial. Dabei meine ich explizit weder die Drostens und Faucis, denn auch die stehen innerhalb des Diskurses.

Zu Beginn verschoss man einen Großteil der Munition, obwohl schon früh klar wurde, dass die erste Welle Österreich weitgehend veschont. Mit absurden Vorhersagen gewann man kurzfristig Aufmerksamkeit und verlor langfristig das Vertrauen.

Danach sonnte man sich in den guten Statistiken und verteilte bis zum Herbst Zensuren an andere (Reisewarnungen für Inländer, detailverliebte Verordnungen ohne Evidenz,…).

Im Herbst verschlief man die erste wirkliche Welle ohne sich andere Konzepte als Schließungen zu überlegen.

Das Publikum wurde mit Erleuchtungen, wie Corona-Apps, Ampeln und Aufrufen zur Serumspende (dzt. übrigens eine der Theorien zur Entstehung der britischen Mutation) in Atem gehalten, bis zu den nächsten Schulschließungen.

Zu keinem Zeitpunkt hat man klar gestellt, wie lange die neue Normalität dauern wird, denn dann hätten sich ja viele aus dem Ärmel geschüttelte Regeln als auf diese Dauer unbrauchbar herausgestellt.

Jetzt haben sich die Widersprüche in unserer Pandemiebekämpfung bis zur New York Times (Austrian Lockdown covers Schools and Stores but Not Ski Hills) herumgesprochen.

Wie zum Beginn der Krise, Stichwort Ischgl, können sich Liftbetreiber und Hoteliers des gütigen Wegschauens der Regierung sicher sein. Lebensgefährten von positiv Getesteten, die trotz gültiger Meldung die gemeinsame Wohnung nicht verlassen werden erbarmungslos abgestraft.

Planlos, autoritär und PR-getrieben und einflussreichen Gruppen willig, so präsentiert sich diese Regierung am Ende eines schweren Jahres.

Wenn im kommenden Jahr zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie erst die ökonomischen Auswirkungen kommen und wir den Konkurs nicht länger durch noch mehr Verschuldung unsichtbar machen können, dann wird dies die Unfähigkeit der Regierung noch viel deutlicher machen.

Wenn aber zwei Jahrgänge von jungen Menschen, von der Volksschule bis zu Uni ihre Defizite in ihr Erwachsenenalter mitgenommen haben, dann werden sich die meisten Mitglieder der jetzigen Regierung längst auf lukrative Versorgungsposten davon gestihlen haben.

In diesem Sinn, Prosit Neujahr.

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