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über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Was im Alltag so alles nervt’ Category

Zentralmatura 2021: Charakterisieren Sie den Wissenschaftsminister mit einem Bild

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news.orf.at 20.11.2021

Written by medicus58

20. November 2021 at 10:48

Distance learning

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Written by medicus58

19. November 2021 at 17:39

Pandemie Bingo: Vokabel, um alles und das Gegenteil zu plausibilisieren

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Die Schützengräben sind besetzt und die Bullen und Bären, die Verharmloser und Endzeitpropheten sowie Wissenschafter und Googler beschießen sich mit Worthülsen. Um Sie aufzumunitionieren hier ein paar Geschoße:

Durchseuchung: grad hoch im Kurs im Zusammenhang mit „unseren Kindern,“ unseren Alten“,… und von beiden Seiten eingesetzt, weil von mittelalterlicher Kraft. Man wirft es entweder den Verharmlosern vor oder denen, die prinzipiell richtig, darauf hinweisen, dass über die Luft verbreitete Infektionen letztlich jeden treffen können und werden, wenn sie nicht gänzlich ausgerottet werden. D. h. das Geschoß brandmarkt auch jeden als Verharmloser.

Experte: Jeder hat einen, jeder kennt einen und nach Bedarf fördert Google für jede Meinung einen zutage.

Studie: allein zum Suchbegriff Covid findet Pubmed 200.000 Einträge und dabei handelt es sich fast ausschließlich um die wissenschaftlich hochwertigeren Publikationen. Irgendeine in vitro Studie, zB, dass man Viren auch durch Antiwurmmittel „ersticken“ kann, findet sich wohl für jeden Blödsinn.

Long Covid: für die Warner scheinbar besser verwendbar als für Verharmloser und wissenschaftlich gesichert, lässt sich der Begriff durch seine inflationäre Verwendung und seine naturgemäß nicht so einfach an einem Parameter wie dem Blutdruck festzumachende Diagnose sowohl dazu verwenden unser aller Ende zu prophezeien als auch Betroffene lächerlich zu machen.

Betroffene, Kinder, Alte,.. : Dritte vor seine Argumente zu spannen lässt jede Aussage altruistisch erscheinen. Kirchen leben seit Jahrtausenden davon. Jedes Gegenargument lässt sich als gegen so die paternalistisch Geschützten umlenken.

Wirtschaft: drei Jahrzehnte kapitalistisch-neoliberaler Gehirnwäsche führten dazu, dass inzwischen jede Diskussion über die Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung zur Warnung vor einer Erkrankung der Wirtschaft führt. Das Mantra Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut wird sehr selten von hinten nach vorne gelesen.

Als ich gestern (allein aber geimpft, getestet und hungrig) in einem Beisl mein Surschnitzerl mampfte, lauschte ich notgedrungen einem Gespräch am Nebentisch, mutmaßlich unter Lehrern aus der nahen HTL. Beinahe hätte ich schamerfüllt meine universitäre Lehrbefugnis rüberreichen willen, so virtuos wurde das Covid Bingo dort gespielt.

Written by medicus58

19. November 2021 at 08:21

Besser kann man die Dominanz des Geldes im Kapitalismus nicht darstellen, als die Presse

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Ob sich die Presse der Doppelbödigkeit ihrer Werbung bewusst war, oder einfach mal Klartext im Sinne ihrer Sponsoren reden wollte?

Written by medicus58

14. November 2021 at 11:09

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Das pandemische Versagen der Verantwortlichen erschließt sich aus jedem Detail

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Ehe ich versuche die Überschrift zu beweisen, möge man mir eine Präambel verzeihen, um nicht von den allzu treuen Befehlsempfängern wieder als „Besserwisser“ gebrandmarkt zu werden.

Mein Interesse an der Infektiologie (zugegeben nicht primär der Virologie) erstreckt sich über Jahrzehnte und war auch damals mein publikatorischer Schwerpunkt, ehe mich mein weiterer medizinischer Weg in eine andere Richtung führte. Ich war also (Gott-sei-Dank) nie Teil der zahlreichen Krisenstäbe, die in endlosen Sitzungen Krisenpläne für das Eintreffen der großen Katastrophe zusammenbastelten, im wohligen Bewusstsein, dass diese ohnehin nie gebraucht würden. Mein weiterer Berufsweg brachte mich aber in Kontakt mit mehreren nationalen und einer internationalen Einrichtung, die viel Papier produzierten, um sich gegen einen andere Katastrophen zu wappnen. So viel sei verraten, um die letzten Reste meiner Anonymität nicht zu verlieren, es handelte sich um das A in der Dreifaltigkeit der A-B-C-Bedrohung. Wenn ich nun in der weiteren Folge das Potemkinsche Dorf der behördlichen Krisenvorbereitung kritisiere, dann basiert das auf meiner tiefen Überzeugung, dass wir nicht nur in der COVID Pandemie erschreckend unvorbereitet und dilettantisch agieren, sondern dass sich das auch bei jeder anderen Krise so abspielen wird, für die zahlreiche Krisenpläne in den Schubladen unserer Verwaltung schlummern.

Auf die Widersprüchlichkeiten zwischen behördlicher Ankündigung bezüglich der Gültigkeit der Covid Impfung (12 > 9 Monate) und der App zum Grünen Pass habe ich bereits kürzlich hingewiesen (Wie der Grüne Covid Pass zum Altpapier gemacht wird). Heute darf ich jedenfalls berichten, dass meine App weiterhin grün leuchtet und mich in die Nachtgastronomie einlädt, ja nicht einmal darauf Hinweist, dass die drei Wochen Übergangszeit begonnen haben. Ob das so ist, weil die Verordnung noch fehlt, oder niemand die App umprogrammiert, oder die EU weiterhin von 12 Monaten Gültigkeit ihres QR-Codes ausgeht, ist eigentlich belanglos.

Als nicht mehr der Jüngsten einer, hat sich Ihr Medicus also pflichtschuldig einen Wien Impft Termin für den Booster, vulgo in einfacher Sprache Dritten Stich, vereinbart und wie auf der Homepage empfohlen, dort auch gleich die Einverständniserklärung heruntergeladen, um die sicher nicht unbeträchtliche logistische Herausforderung einer Impfstraße nicht über Gebühr zu entlasten. Beim Ausfüllen des Dokuments (Versionsdatum 3.9.2021) stolpert man aber über den Bereich „Von der Impfstelle auszufüllen“ der ausschließlich die Felder 1. und 2. Dosis enthält. Ein aktuelleres Dokument bietet die Homepage nicht an.
Da macht es sich halt bezahlt auch noch an der Nabelschnur der Alma mater zu hängen, denn für die Impfaktion im AKH wird auch die Version des Formulars vom 21.10.2021 mitgeschickt, wo zwar nicht mehr nach rezenten weiteren Impfungen gefragt wird, aber dafür nach den Reaktionen nach der Grundimmunisierung und die Impfstelle nun auch 3.Dosen oder off-label vermerken kann.
Dass die flächendeckenden PCRTestungen von Wien gurgelt durch ihre lange Turn-around-Zeit (Wien gurgelt, aber wozu?) und logistischen Probleme (Wien gurgelt, grad nicht) hinterfragt werden können, ist hier schon diskutiert worden.

Das Millionengrab Corona-App (Der grüne Pass und die Deppen App: Die Digitalisierung analoger Schwächen) haben wir schon längst verdrängt und ich kenne nur noch wenige, die gebannt auf Pressekonferenzen warten, um sich zu informieren. Und dass zwar alle jetzt irgendwie Gesundheitsdaten der Forschung zur Verfügung stellen wollen, wir aber noch immer nicht so genau wissen, wer von den positiv Getesteten wie schwer erkrankt und wie die Hintergrundimmunität unseres Landes aussieht, sei nur noch kurz nachgeschoben.

Häme ist jedoch fehl am Platz.

Es gibt sie, die Pandemien, AKW-, EDV und Umwelt- Katastrophen. Es wird den urplötzlich von allen mit wohligem Gruseln diskutierten Black out geben und von fast 10 Jahren konnten Sie auf diesem Blog schon ein Zitat von Prof. Zeilinger (Zeichen an der Wand) lesen: Das Ereignis, dass diese Welt seiner Meinung nach am nachhaltigsten verändern wird, alle Telefone zum verstummen bringen wird, alle Supermärkte leeren und alles zusammenbrechen lassen wird, ist ein Absturz aller Computer (ausgelöst durch einen elektromagnetischen Puls).

Es spricht nichts dafür, dass wir durch eine zu Tode verschlankte, verpolitisierte, nur noch auf mediale und politische Verträglichkeit ausgerichtete Verwaltungsbürokratie für diese Szenarien besser vorbereitet wurden als auf den dritten Stich.

Nur wenn zwei Jahre nach den ersten Fällen von Sars Cov2 in Wuhan wir es nicht einmal schaffen die richtigen Formulate auf die Homepage zu stellen, dann mag ich mir gar nicht ausmalen, was sonst hinter den Kulissen alles nicht funktioniert.

Krisenbewältigung im 21.Jahrhundert: Jeder weiß was der andere tun muss

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Von der Klimakrise zur Migrationskrise zur Covid Pandemie kristallisiert sich ein absurdes Konstanzverhalten heraus, das den Eindruck engagierter Problemlösung erweckt, aber wenig mehr bewirkt als den Aktivisten selbst ein gutes Gefühl zu geben auf der richtigen Seite zu stehen.

Wenn Weterfrosch @marcuswadsak twittert: Wenn die Zusagen aller Staaten zum Klimaschutz bis 2030 umgesetzt  werden, klettert die Erderwärmung Forschern zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts immer noch auf etwa 2,4 Grad. Das ist zuviel

werden ihm wohl wenige widersprechen, aber da für das Problem ohnehin schon eine prinzipielle Akzeptanz besteht, wären wohl Lösungen jenseits des Veganismus und des E-biken gefragt, zu denen sich die Kassandras bekennen.

Schön, dass uns die Gretas dieser Welt immer erklären, dass die Politik was tun soll, nur solange sie nicht konkret sagen was und was sie dazu beitragen wollen, ist das so hilfreich, wie Appelle an die Menschlichkeit oder die Impfwilligkeit.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele von uns die Zustände im Mittelmeer, an der polnisch-weißrussischen Grenze oder in Flüchtlingslagern völlig egal sind, und Appelle an die Menschlichkeit prasseln seit Jahren auf uns herein, die jeweils ein paar Dutzend Menschen doch bitte aufzunehmen. Zahlreiche NGOs stellen dann kostenlosen Rechtsbeistand, die Übernahme der finanziellen Verantwortung für die Integration von Menschen, die bereits hohe Schutzgelder kriminellen Organisationen gezahlt haben, bietet aber keiner an.

Und auch in der Pandemie sehen wir das Muster, dass mit steigendem medialen Aufwand gewarnt, verhetzt und verbürokratisiert wird, ohne Lösungen auf Basis realistischer Szenarios anzudenken.

Natürlich wäre ein höherer Immunisierungsgrad hilfreich, nur haben auch Länder mit einer höheren Durchimpfungsrate als Österreich das Ende der Pandemie etwas vorzeitig ausgerufen.

Die Immunität nach durchgemachter Erkrankung hält kürzer als die Impfung, d. h. egal ob Durchseuchung oder Impfung das stachelige Ding bleibt uns.

Weiter auf Impfverweigerer medial hinzudreschen wird somit wenig bringen. Religionen und Kirchen mögen mit dem ewigen Versprechen, dass alles gut würde, wenn endlich alle einmal folgen würden, Jahrtausende überleben.

Von rationaler Politik erwarte ich mir Konzepte für den Ist-Zustand nicht moralische Appelle derjenigen, die glauben als Geimpfte alles getan zu haben, um ins Paradies eingehen zu dürfen.

Natürlich ist es bequemer sich über die echten und vermeintlichen Covidioten, Klimasünder und Nationalisten zu echauffieren, als sich mit der Tatsache anzufreunden, dass Krisen nicht bewältigt werden, weil jeder das beigetragen hat, was er eh gerne gemacht hat und glaubt, dass es jetzt für ihn keiner weiteren Einschränkungen mehr bedarf.

Mein Flughafentaxler zuletzt: Die Maske können’S abnehmen, ich bin eh geimpft.

Der grüne Bobo unterm Heizschwammerl: ich brauch kein Auto, ich bestell mir eh alles bei Amazon und Gurkerl.at.

Der Pfarrgemeinderat, der sich über den zum christlichen Glauben konvertierten Afghanen freut.

Alle sind sich sicher auf der richtigen Seite zu stehen und verlangen zu dürfen, dass sich nun für den Rest des Problems die anderen kümmern müssen.

Ergänzend sollten wur nun alle noch eine Online-Petition ausfüllen…

Written by medicus58

10. November 2021 at 16:39

Kickln für alle: Jeder weiß es besser

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Unser kleiner Pferdenarr machte es seinen Kritikern zuletzt leicht, als er die Pandemie mit Vitaminen und NSARs beenden wollte, dass man an seinem angeblich so scharfen Verstand kaum mehr glauben kann.

Nur ist er leider kein Einzelfall.

Seit sich jede und jeder mit einem Klick im Netz ein paar Vokabel runterholen kann, scheint eine Besessenheit umzugehen sich gerade zu den Themen zu äußern zu denen einem jegliche Ausbildung und Kompetenz fehlt.

Informatiker lassen sich von ihren Algorithmen sagen, was medizinisch zu tun ist, Zahnarzthelferinnen belehren Zahnärzte, Hygieniker sprechen über Therapien und Therapeutiker über Ökonomie.

Gerade die Pandemie zeigt, dass sich Aussagen umso lockerer formulieren lassen, je weniger man davon versteht. Natürlich gilt das mitunter auch für Ihren Medicus, der aber zumindest mit seinem Decknamen verrät, in einem bestimmten Gebiet auf eine tiefere Aus- und Weiterbildung verweisen zu können.

Früher war es nur Priestern, Juristen und Wirtshaustischbewohnern vorbehalten mit allem recht zu behalten, heute nehmen sich immer mehr das Recht heraus mit ihrer Meinung missionieren zu dürfen.

Es muss ja nicht immer der es besser wissen, der es gelernt hat, aber der Umkehrschluss, dass das blinde Huhn immer zu gackern hat, ist doch sehr hinterfragbar.

Written by medicus58

7. November 2021 at 09:58

Österreichisches Allerheiligen

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Nach GrabsteinvoyeurismusOoops, bald hätte ich auf die heurigen Friedhofsfotos vergessen, Praktischerweise gedenken wir am besten der Toten, Familie Engel, und Friedhöfen aus aller Welt,  wollen wir heuer uns mit dem Abfeiern bislang sträflich unbedankter österreichischer Säulenheiliger beschäftigen.

Wie wichtig uns in hierzulande das Fest Allerheiligen ist, erkennt man auch daran, dass in mehreren Bundesländern ganze Orte danach benannt wurden.

Um sich der Heiligen und Märtyrer zu besinnen, führte man im Osten bereits im 4. Jahrhundert jährliche Gedenktage ein (jeweils an ihren Sterbetagen). Da es aber mit fortschreitender Zeit unmöglich schien, jedem der Heiligen einen eigenen Tag des Gedenkens zu widmen, wurde Allerheiligen als Fest geschaffen.

Noch ausgespart von dieser Verehrung sind jedoch einige, deren Wirken für das Verständnis unseres Landes sträflich unterschätzt wird, obwohl sie nachgeradezu als Märtyrer für die Offenbarung der innersten Werte unserer kleinen, verlogenen Alpenrepublik in die Geschichte eingehen werden.

Allen voran soll Bumsti, ein österreichischer Held oder HC, der Heilige Christian genannt werden. Was da scheinbar als Red bulliges Geprahle aufgezeichnet wurde, strafte den Bundespräsi Lügen: Wir sind so. In wenigen Clips wurde ausgesprochen, wofür die Staatsanwaltschaft nun Monate braucht um es, allerdings der türkisen Reichshälfte nachzuweisen.

Auch dem Bundesmaturanten, JÖ, Kurz bringt uns den türkisen Virus Bonus Club und wir dürfen alle nach China reisen wollen wir an diesem Tag dafür danken, dass er einerseits erneut bewiesen hat, dass sich die Tragödien der Geschichte als Farce wiederholen und andererseits, dass man uns dasselbe Ferkel, mal als Haider, mal als Grasser und nun als Basti immer wieder durchs politische Dorf treiben kann und von der Omi bis zur Jungtussi, vom Schüssel bis zum Khol fallen wir alle wieder auf den selben Schmäh rein.

Zuletzt gedenken wir auch und bejubeln die Bundespräsidenten. Nicht einen bestimmten, das wär zu viel der Ehre, sondern all den Ersatzkaisern, die uns das Gefühl geben, dass hinter all dem Treiben noch ein Gerechter auf uns schaut, wahlweise Sümpfe trocken legt, ohne die Verursacher zu benennen, sich nicht mehr wie noch als Abgeordeter während mancher Abstimmung im WC versteckt, sich aber nach Ende seiner Amtszeit gefühlt wöchentlich als moralisches Gewissen medial präsentiert, oder uns versichert, dass wir nicht so sind, wie es uns die WKSTA täglich beweist.

Gedenken wir heute diesen Säulenheiligen unseres Landes, die verstehen machen, was dieses wohlhabende und tief korrupte Land zu dem machte, woran es zugrunde gehen wird: Eine in der sauren Milch der frommen Denkungsart ertrinkende korrupte Bananenrepuplik, die Bananen ebensowenig hat wie Löschflugzeuge, um einen brennenden Wald zu löschen.

Written by medicus58

31. Oktober 2021 at 18:01

Assistierter Suizid, ganz ohne Medikament

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Nachdem die konservativen Kräfte in den Resten unserer tückisch-grünen Regierung  augenblicklich mehr mit der Wiederauferstehung ihres Kurz-Zeit-Heilands beschäftigt sind, als mit dessen assistierten Selbsttötung, war ihr Widerstand gegen eine Neuregelung des assistierten Suizids überraschend leise.

Wir erinnern uns noch schaudernd an mehrfache Aussagen eines namhaften Paliativmedizinerers, dass man so eine Regelung nicht benötigt, schließlich brauche der septische Endstage-Diabetiker ja nur die Antibiotika verweigern und Gottes Willen freien Lauf lassen. (Name auf Anfrage)

Dass der Standard (absichtlich kein Link) dann auch den Namen des nun unter bestimmten Bedingungen aus der Apotheke abzuholenden Mittels unter die Leute brachte, mag man als Aufklärungsarbeit, aber auch als Clickbait sehen.

Dabei ist es doch heute viel einfacher Assistenten für seine eigene Steinigung zu rekrutieren:

Stellen Sie im richtigen Milieu die Frage, ob die Covid-19 Boosterimpfung nach 6 Monaten für alle wirklich sinnvoll ist (btw die WHI und CDC tun das auch, aber wer unserer selbstermächtigten Googler-Virologen liest das schon) und die Steine fliegen. Andererseits können Sie auch in einem anderen Kreis die 3G-Regel am Arbeitsplatz verteidigen und schon bildet sich verlässlich eine Schlange Hilfsbereiter, der einen in die ewigen Jagdgründe befördert.

Wie diskursiv flach die einstige Kugel wieder wurde….

Written by medicus58

29. Oktober 2021 at 11:55

Die Impfung wirkt, nervt

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Die Regierung verzichtete im Sommer auf Impfaufrufe, um jetzt über alle Kanäle ein Dauerfeuer abzuschießen:

Die Impfung wirkt

also ob sich da irgendwas im Wissenstand während der letzten Monaten geändert hätte.

Ja, auch ich kenne das Mantra der Propaganda, dass Wiederholung notwendig ist, um auch den letzten Zweifler zu überreden, nur funktioniert das bei klaren Botschaften und weniger gut, wenn man früher Kommunikationsfehler gemacht hat, um das Wort Notlügen zu vermeiden.

Ja, die beiden mRNA Impfstoffe haben sich (mit unterschiedlicher Dosierung der Wirkstoffe) als  viel wirksamer erwiesen, als man zu hoffen wagte. Trotz aller Nebeneffekte ein wissenschaftlicher Durchbruch, meinetwegen ein Gamechanger aber für sich genommen nicht das Ende der Pandemie.

Da man aber zu Beginn des Jahres gegen jede Evidenz der Bevölkerung einreden wollte, dass Astra-Zeneca und einmal Johnson&Johnson genauso wirksam wären und nur ganz wenige kleinlaut die richtige Message verbreiteten (in der Phase war jede Impfung besser als keine), liefen wir in die jetzigen Widersprüche:

Astrazeneca wollte (getrieben vom Marketing oder der Überzeugung einen sehr wirksamen Stoff zu haben) ursprünglich wie Johnson&Johnson einen single-shot Impfstoff entwickeln, hat aber angesichts der geringeren Wirkung im Vergleich zu den mRNA Stoffen (wohl auch durch das Pech in Regionen mit ersten Varianten getestet zu haben aggraviert) erst im Sommer auf eine Zweitimpfung gesetzt ohne einen zweiten Transfervirus zu haben (die Sputniks haben das bedacht! Wie gut aber dieser Impfstoff wirkt ist weniger gut dokumentiert).

Dem medizinisch Unbedarftesten fällt aber wohl auf, dass die Beteuerungen des Frühjahrs, alle Impfungen wären gleichermaßen wirksam, hinterfragbar sind und waren, wenn jetzt AstraZeneca mit mRNA geboostert wird und der single shot Johnson&Johnson (der gerade in der jetzt hauptbetroffenen Gruppe der Jüngeren verimpft wurde, doch plötzlich eine zweite Impfung benötigt, da sich die Impfdurchbrüche häufen.

Ob die zwischenzeitliche Atempause in der Impfkampagne durch die Wahlen, die Geldforderungen des Hauptpartners Rotes Kreuz bedingt waren ist einerlei, Herr Fotik hat wie ein nordkoreanischer Despot sich durch den medienwirksamen Drohnenstart zwischenzeitlich ohnehin Airtime verschafft.

Fakt bleibt, dass das jetzige mediale Trommelfeuer (Impfung wirkt, Ungeimpfte blockieren Intensiv) nervt und aus den genannten Gründen die Ressentiments, die Spaltung und den Ärger großer Teile der Bevölkerung steigert, und genau das kann diese Gesellschaft nicht brauchen, wenn wir, mit welcher Durchimpfungs- oder Durchseuchungsrate auch immer langsam wieder in die Normalität kommen willen, um all unsere anderen Probleme anzugehen.

Written by medicus58

30. September 2021 at 08:33

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