Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Psychopathologie der Medizin’ Category

Liebe (verbliebene) Leser dieses Blogs

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leset das Dekamaron (oder Decamarone, wenn Sie so wollen).

Die Geschichten, die sich vor der Pest Geflohene hier zur Erheiterung, Erbauung und Tröstung erzählen, sagen viel über Menschen aus, die von einer Gefahr wissen, ohne sie zu erleben.

Nichts könnte besser zu unserer Situation passen als dieses Werk.

Natürlich hat man seit Beginn der Covid-19 Pandemie sofort und immer wieder an Camus Pest gedacht und überraschenderweise nicht an Ionescos Nashörner, was näher an den politischen Implikationen Camus war als Camus an der Epidemiologie.

Heute dröhnen wir unsere Ängste mit Streaming Diensten und Sozialen Medien nieder, niemand erzählt sich mehr Geschichten.

Wäre aber g’scheit.

Written by medicus58

22. Oktober 2020 at 10:38

Veröffentlicht in Herrgottswinkerl, Psychopathologie der Medizin

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Das Kreuz mit dem Roten Kreuz des Herrn Foitik

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Ist doch eine gute Idee gewesen vom Bundesrettungskommandanten Gerry Fotik, bei seinem Interviewtermin in der ZIB2 Werbung für den Mund-Nasen-Schutz zu machen, um Armin Wolf nicht anzustecken.
Schützt Sie, schützt mich, das ist ganz in unserem Sinne, sagte er noch.
Wenn, ja wenn die Aktion nicht so durchsichtig gewesen wäre.
Ehe Sie mich der Trollerei bezichtigen, darf ich erklären:

Gerry Foitik, der mit dem „Tiroler Rettungsdienst“ gegen den dänischen Mitbewerber Falck den Zuschlag für die 2012 (!) von der Tiroler ÖVP ausgeschriebene Rettungsversorgung gewonnen hat, kommentierte das damals mit Keine Kommerzialisierung des Sozialen. Andererseits kostet das Rote Kreuz dann in Tirol trotz Zivildienern und 4000 Freiwilligen fast so viel wie ein kommerzieller Rettungsdienst.
Das hat nichts mit Erpressung zu tun. Das Land Tirol wollte auf den Markt gehen. Jetzt bezahlt es den marktkonformen Preis.

Man kann dem Mann nicht nachsagen, dass er nicht auf’s Geld schaut, schließlich hat er seinen Magister auch an der Wirtschaftsuniversität gemach. All das brachte ihn im Juli 2019 auch in die neue Geschäftsleitung des RK. Dort hat er 1988 aus freiwilliger Rettungssanitäter angefangen und war seit 2012 (!) als kooptiertes Mitglied der Geschäftsleitung für Einsatz und den Blutspendedienst, eine wesentliche Einnahmequelle des Vereins veranwortlich und überdies für Beteiligungen und die Einkauf- und ServiceGmbH.

Zu Beginn der Coronakrise setzte die türkis-grüne Bundesregierung übliche Beschaffungsmechanismen und Ausschreibungsverfahren außer Kraft und das Rote Kreuz wurde zum „Hauptkanal“ aller Beschaffungen (Profil: Die 138 Millionen Euro Liste).
CoV: Rotes Kreuz kauft für Regierung ein

War vielleicht hilfreich, dass Gerry Foitik als Regierungsberater hier an der Quelle saß.
Es wird da auch kein Zufall gewesene sein, wenn er seine Maske mit Schützt Sie, schützt mich, das ist ganz in unserem (!) Sinne
verteidigt, denn die im April auf allen Kanälen georgelte Kampagne des Kurz-Vertrauten Philipp Maderthaner hieß ja auch
Schau auf dich, Schau auf mich, kostete 440.00 Euro und wurde für das Rote Kreuz entwickelt, von Raiffeisen und Erste Bank bezahlt und vom RK an die Bundesregierung weitergegeben.
Auch die ziemlich daneben gegangene Corona-App des RK wurde vom ehemaligen Arbeitgeber des Bundeskanzlers und Ex-Finanzminister Löger (Uniqa) bezahlt und der Regierung geschenkt (Link).

Das alles ist ja per se nicht ungesetzlich, nur scheint Foitik die Aufgaben des Roten Kreuzes, das sich schließlich auch durch Spenden finanziert, sehr weit zu fassen.

Genauso, wie er jetzt in einem von Falter und Standard geleakten Dokument für viele ziemlich eindeutig sich Gedanken machte, wie man den Wintertourismus retten könnte.


Frau Toth vom Falter sieht dann zwar plötzlich eine Rüge des schwarzen Kanzlers heraus, nur macht es das m.E. nicht viel besser, was da an weiteren Vorschlägen kommt:

komplette Digitalisierung der 1450-Gesundheitshilfe. Binnen drei Wochen ließe sich das umsetzen, Kosten: drei Millionen Euro

Wie offenbar bereits in Tirol, ein Online-Portal um seinen Kontaktpersonen anzugeben, um die Arbeit der Contact-tracer zu erleichtern (Datenschutz?, Missbrauch? so schicke ich meinen unliebsamen Nachbarn in die Quarantäne)

Tägliche Gratis FFP2 Masken für alle älteren Mitbürger, klingt zwar auch gut, die Frage ist aber auch hier, ob im Hintergrund nicht ein erneutes Beschaffungsprojekt gesehen wird.

Armin Wolf hat ihn zwar auf das Maskentragen angesprochen, nicht aber weshalb er heute nicht, wie praktisch bei allen öffentlichen Auftritten, seine rote Sanitäterschutzkleidung trägt.
Die ist nämlich bei Pressekonferenzen und im ORF Interview wirklich völlig sinnentleert und lässt darauf schließen, dass es ihm eben nicht vorrangig darum geht, irgendwen zu schützen.
Es handelte sich eben nicht um eine dumme Formulierung.
Was ist missverständlich an:

„Wintertourismus: Wenn Zahlen eine Zeit lang sinken, aber immer noch zu hoch sind für eine ‚grüne‘ Einschätzung der EU-Partner, könnten wir innerhalb weniger Tage aufhören, Kontaktpersonen ’1′ zu testen: Die Inzidenz sinkt dann sofort um 500 täglich (absolut – Zahlen der vergangenen Woche) bei gleichzeitigem leichten Sinken der Positivitätsrate (vermutlich).“

Armin Wolf verzichtete auf ein Hinterfragen.

Und auch die weitere Verteidigungslinie:
Das war nicht für die Öffentlichkeit gedacht auch nicht für die Medien. Fest steht, Sie sollten das jedenfalls nicht haben.
zeigt eher die wahren Absichten als dass sie zur Entschuldigung dient.

Es stimmt schon, dass nicht alle Länder K1 Personen testen und das darunter die Vergleichbarkeit von epidemiologischen Daten leidet, so wie durch unterschiedliche Definitionen des „an und mit COvid-19 verstorben„, das Fehlen von Informationen, wie viele positiv Getestete jetzt oder später symptomatisch werden, …etc.

Aber wenn das dem Bundesrettungskommandanten seit Anfang März, wo er als Sonderberater des Gesundheitsministers und Mitglied der Taskforce Corona installiert wurde, nicht aufgefallen ist, aber pünktlich am Beginn der Wintersaison in den Sinn kommt, dann gehöre ich nicht zu denen, für die seine Maske, seine Kleidung und seine Rolle nun geklärt ist.

Ach ja, noch ein Zitat aus dem März 2020:
„Ich trage dazu bei, mit meinen Kolleginnen und Kollegen die Welt zu retten – zumindest die Welt von einigen Menschen, die vielleicht noch gar nicht wissen, dass Rettung naht.“



Written by medicus58

20. Oktober 2020 at 13:57

Exlusiv: Das sind die Corona Verschärfungen der tückisch-grünen Regierung

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Die Regierung droht nächste Woche mit neuen Regeln, um die Kontrolle in der Pandemie nicht zu verlieren. Was denn die Kontrolle behalten in einer Pandemie bedeutet wird leider zu wenig diskutiert.

Die üblichen Antworten:

Keine exponentielle Entwicklung, obwohl diese längst da ist (Link)

Keinen Kollaps des Gesundheitssystems, die selbst in Norditalien nie stattgefunden hätte, wenn die Ressourcen gleichmäßig genutzt worden wären

sind kaum befriedigend, und sind wir der Meinung, dass die Politik den Brexit, die Wirtschaftskrise oder den Klimawandel noch im Griff hat?

Da wir in vielen Ländern erleben müssen, dass die, die wir gewählt haben krisenuntauglich sind, wollen wir hier ein paar Tipps geben, welche verschärfte Regeln der Politik noch zur Verfügung stehen:

Der Neigungswinkel von Gesichtsschildern des Kellner wird an die Anzahl der positiv Getesteten am Stammtisch gebunden.

Ab einer roten Coronaampel ist Gruppensex nur mehr für maximal zwei Personen gestattet.

Breitet sich der Volksaufstand von Kuchl auf ganz Salzburg aus, kommt zur Händewaschen Pflicht auch eine Verpflichtung zur Fußwaschung.

Der verpflichtende Mindestabstand wird arbeitstäglich vom jedem Bürgermeister individuell festgelegt.

Ab einer dunkel orange-roten Coronaampel finden Pressekonferenzen der Regierung nur mehr im Stephansdom statt und dafür steigen die Überweisungen an das Opus Dei.

Sollten alle Regeln nicht helfen und die Spitalsbetten voll belegt sein, dann halten alle Österreicher für 10 Minuten die Luft an, um die Aerosolbildung wieder zu reduzieren.

Written by medicus58

16. Oktober 2020 at 20:01

Das umgekehrte Präventionsparadoxon oder auch das Gegenteil war umgekehrt falsch

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Kritikern des Lockdown im Frühjahr schleudert unser Gesundheitsminister und seine Berater gern das Präventionsparadoxon entgegen:

Ein Szenario steht in Aussicht – im aktuellen Fall der Coronavirus-Krise war das die Überforderung des Gesundheitssystems –, und um diesem zu entgehen, werden Präventionsmaßnahmen gesetzt, das Szenario dadurch wiederum verhindert.

Oder einfacher, wenn Maßnahmen im öffentlichen Gesundheitssystem wirksam werden, wird bezweifelt, dass es dieser Maßnahmen überhaupt bedurft hat.

So interpretiert das auch Martin Rümmele (einst?) einer der durchblickendsten Gesundheitsjournalisten des Landes:

Jetzt zeigt sich das Paradoxon der Prävention.

Wobei aber im Zitat des Begriffserfinders Geoffrey Rose schon klar wird, dass der damals was anderes gemeint hat, als jetzt insinuiert wird:

Rose behandelte eigentlich die Frage, ob sich ein Gesundheitssystem auf die Hochrisikogruppen konzentrieren soll, die dann auch einsehen, dass ihnen Ungemach zugemutet wird (wenig Patienten mit schwerer Angina bezweifeln den Sinn eines Herzkatheters), oder ob man nicht mehr erreicht, wenn mit breiten Maßnahmen auch Gruppen mit niedrigem Risiko erfasst werden, obwohl die viel schwieriger zu überzeugen sind, da sie einen geringeren Leidensdruck haben.

„a large number of people at a small risk may give rise to more cases of disease than the small number who are at high risk“

Egal welches Ende der Begriffsdefinition des Präventionsparadoxon man nun für sich verwendet, wundert mich, weshalb man eine wesentliche Frage heute nirgends hört:

Haben wir, von der WHO bis zu unserer tückisch-grünen Regierung nicht den maximal einmal möglichen Lockdown zum falschen Zeitpunkt ausgerufen und würden wir die bereits verpulverten Ressourcen jetzt notwendiger brauchen als damals im Frühjahr?

Für all die Länder mit sehr wenigen Covid-19 Fällen zu Beginn der Pandemie, also auch Österreich, würde ich das mal vorsichtig mit Ja beantworten.

Written by medicus58

7. Oktober 2020 at 17:11

Kein Grund zur Sorge, wir haben inzwischen so viel über das Coronavirus gelernt

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So ähnlich wird seit Wochen von der tückisch-grünen Regierung argumentiert, wenn sich medial angesichts von konstant hohen Zuwachsraten an PCR-Positiven ein unangenehmes Bauchgefühl ausbreitet.

Fast 406.000 Personen ohne Job, ein heute kolportiertes Minus an 17 Milliarden Staatseinnahmen seit Beginn der Krise sind zwar das wahre Problem, aber wie gestern bereits hier  angesprochen, ist Gelassenheit angesagt.

Vermutlich soll uns auch die aktuelle Statistik (nur 90 von 640 Intensivbetten belegt) gelassen machen, obwohl auch diese Zahl irrelevant ist, weil ein Intensivbett in Salzburg nicht viel bringt, wenn es in Wien knapp wird, außer wir haben schon jetzt eine funktionierende Verteilungslogistik überlegt, was mich angesichts der föderalen Alleingänge (Sperrstunden, Restaurant Registrierungen,…) wundern würd‘.

Aber was haben wir den wirklich jetzt  gelernt, was nicht schon im Frühjahr bekannt war?

Also das Eingrenzen von neuen Fällen kann es wohl kaum sein, sonst würden nicht die Weltmeister des Frühjahrs (Israel, Ungarn, Tschechien,…) in oder vor dem Lockdown stehen.

Die medikamentöse Therapie wird es wohl auch nicht sein, denn ein kurativ wirksames Medikament fehlt. Am ehesten wurden Fortschritte bei der supportiven (=unterstützenden) Therapie gemacht, nur kann ich mich an Diskussionen im Frühjahr erinnern, wo die damalige Beatmungseuphorie schon in der chinesischen Literatur kritisch hinterfragt werden konnte.

Nun trotz hektischem Verordnungswahn der Politik ist auch in Sachen Prophylaxe neben den alten Bekannten (Distanz, Maske, Händewaschen) nicht viel neues Kraut gewachsen. Ja, und auch wenn uns in absehbarer Zeit sicher viele Impfungen geben wird, gehen alle seriösen Analysen davon aus, dass es sicher viele Monate dauern wird, bis wir die Wirkung abschätzen können, insbesondere in Risikogruppen, weil die in den Phase 3 Studien unterrepräsentiert sind.

Was wir wirklich gelernt haben (Achtung jetzt bleibt es zwar faktenbasiert aber wird zynisch) sind folgende Erkenntnisse:

Der gefährlichste Mitmensch ist der asymptomatische, er könnte ein Superspreader sein.

Covid-19 ist so gefährlich, dass wir es aus allen Arztpraxen und Spitäler draußen halten müssen. Falls uns das misslingt, fahren wir den Betrieb dort schon prophylaktisch hinunter und lassen Privatkliniken etwas Geld verdienen, weil wir dort operieren.

Was da in den meisten Ländern mit freien Wahlen an Regierungen gewählt wurde hat bewiesen, dass ihr Krisenmanagement völlig insufficient ist. Wenn wir vom Virus was lernen könnten dann dass wir in Zukunft andere Politiker wählen sollten.

Written by medicus58

30. September 2020 at 17:27

Rettungsschirm für Beerdigungsinstitute

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Nachdem die tückisch-grüne Regierung gleich zu Beginn der SarsCov2 Pandemie den Paragraphen aufgehoben hat, der sie eigentlich verpflichtet hätte jeden Geschäftsausfall auszugleichen, den ihre Verordnungen verursachten, wirft sie seit damals mit Geld herum, als gäbe morgen kein Budget.

Die beklatschten Helden der Krise warten zwar noch auf die Überlebensprämie, aber allen anderen verspricht man den Umsatzausfall zu ersetzen.

Nur an eine Berufsgruppe denkt niemand: Die Totengräber.

Blickt man nach Bergamo dann wird rasch klar, welcher Umsatz diesem Gewerbe entgangen ist, weil Ischgl nicht bis Ostern weitermachen durften, weil die Corona-App im Playstore lauerte und der Innenminister die Parkbankerl leer flexte.

Reich hätten sie werden können die Beerdigungsinstitute und niemand denkt an sie, nur weil der Kanzler nicht mehr schwarz sondern Türkis trägt.

Written by medicus58

25. September 2020 at 18:43

Coronakrise: Verampelt und veräppelt

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Wir wissen noch nicht, ob der Flexer Nehammer uns auseinandertreiben, auspeitschen oder stärker Kontroll-Schrauben wird, aber die Bundeshauptstatt ist gelb.

Eigentlich eh ganz gut:

Gelb ist die Farbe des Sonnenlichts und des Adels, gilt aber auch als Zeichen des Neids.

Weniger gut ist, dass das weniger Evidenz basiert ist als, nicht untypisch für unser Land, von einer Kommission unter einem der gefährlichsten Beamten des Gesundheitsministeriums (Wo kommt denn der Clemens Auer her?) beschlossen wird, und dann erst Recht politisch interpretiert wird.

Damit verwischen sich die Verantwortungsketten, damit ist es zum Schluss keiner gewesen, da bleibt immer noch Platz für einen klären den Anruf eines Landesfürsten, um das Schlimmste abzuwehren.

Der Bürger erfährt halt dann an seinem Urlaubsort, dass er da gar nicht sein dürfte, der Veranstalter, dass die Hütte dicht bleibt und die alleinerziehende Mutter, dass morgen die Schule mit und ohne Maske sowie trotz einem Bad im Desinfektionsmittel, einfach zu bleibt.

Er laßt die Hand küssen (Ebner-Eschenbach, für Bildungsbürger), der Bürger und erwartet demütig des Fürsten Urteil, da kann noch so viel Evidenz und Popper’scher Algorithmus davor stehen.

Written by medicus58

4. September 2020 at 07:56

Hier ist er, der Corona-Plan für den Herbst

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Während sich unsere Regierungsmitglieder noch für den nächsten Pressekonferenz-Marathon in Form bringen (Kogler hatte offenbar vor dem Sommergespräch seinen Visagistentermin schon hinter sich), aber noch völlig unklar ist, wie wir im zweiten Halbjahr Ampeln, Kindergärten, Schulen, Schnupfen Saison, Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise zusammen kriegen sollen, darf ich Ihnen hier schon mein eigenes Konzept präsentieren.

Das Naserl im Fetzerl (für den Insider der Wiener Verkehrsbetriebe) und die Zungenspitze im Wangerl (für den Angliophilen) finden Sie hier gereiht nach Ihrer Wichtigkeit meine Vorschläge :

Wenn die Ampel GRÜN blinkt :

Als Erstmaßnahme zieht sich der gesamte ORF in die Quarantäne zurück und Armin Wolf macht einen Denial of Service Angriff auf die Socialen Medien.

Öffentliche Toiletten sind nur mehr in Schutzkleidung zu betreten.

Kindergärten werden ausnahmslos geschlossen und frei werdende, akademisierte PädagogInnen heben auf 1450 ab.

Wenn die Ampel GELB zeigt:

ORF III wird in SARS CoV2 umbenannt und bringt in Dauerschleife einander widersprechende Expertinnen, Experten und solche unbestimmter sexueller Rolle, die darum würfeln ob superspreadende Kinder nur im Home schooling oder im Präsenzunterricht aktiv werden dürfen.

Eine Verordnung des Gesundheitsminister erhöht den Mindestabstand in Laufhäusern auf 6 Meter.

Schulen bekommen 365 schulautonom zu vergebene Tage an denen der Unterricht schon vor 8 Uhr beendet wird.

Wenn die Ampel ORANGE zeigt:

Die Spitäler werden nur mehr für nachweislich Gesunde geöffnet.

Maskenpflicht für Verfassungsjuristen, vorgeschrieben werden luftdicht Masken, über eine optionale Pause alle 2 Stunden entscheidet noch das Arbeitsgericht.

Gasthäuser dürfen nur mehr Flüssig-breiiges anbieten, das über wiederverwendbare Strohröhrchen aufgenommen werden kann. Bezahlt wird in Bitcoins.

Der Volksgesundheit zu liebe wahlfahrtet das Kleine Walsertal nun zu Kurz auf den Ballhausplatz und nicht umgekehrt.

Anschober wird sich das Problem nun einmal anschauen, Edstadler schaut sich an, ob sich das Anschober auch anschaut und Nehammer veranlasst Massenverhaftungen.

Der ORF verzichtet auf jede Neuproduktion aus Rücksicht auf Budget und wiederholt die schönsten Berichte über Massengräber in New York. Den Schülern werden die gerade verteilten Tablets wieder weggenommen, damit auch jeder ORF Redakteur auf Skype gut rüber kommt.

Wenn die Ampel ROT zeigt:

Wahlen werden verboten. Die Beamten des Gesundheitsministerium werden zu einem verpflichtende Deutschkurs geschickt.

Der Bundeskanzler wird ermächtigt mit Not Verordnungen zu regieren, egal ob er gewählt wird oder nicht. Die Reisewarnung für Weißrussland wird aufgehoben.

Ab 10:00 vormittags wirft Mahrer täglich Geldbündel an bedürftige internationale Berater aus dem Fenster.

Tourismusministerin Köstinger bläst die Massentestungen in der Hotellerie ab ehe sie so richtig begonnen haben, da die Wattestäbchen ausgegangen sind während Bundeskanzler Kurz täglich eine Million Testungen verspricht.

Die Bezirksgrenzen zwischen Meidling und dem Waldviertel werden strittig und die Anwendung des bezirksweisen Ampel Systems ist in Gefahr.

Der VGH sieht Farbenblinde durch das Ampelsystem nicht richtig erfasst und bei der Wien Wahl gelten deshalb alle abgegebenen Stimmen als Türkis.

Written by medicus58

12. August 2020 at 17:32

Corona: Who’s fighting and what for?

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OK, der Sager stammt von Mick Jagger als in Altamont gerade ein Konzertbesucher erstochen wurde, aber nach ein paar Monaten Coronakrise sollten wir uns diese Frage auch mal stellen.

In Berlin demonstrieren 20.000 gegen Schutzmaßnahmen, bei uns heben Verfassungsjuristen immer wieder Schutzmaßnahmen auf und lassen den Babyelefant aussterben. Klar ist das ein ungleiches Paar Schuhe, denn die einen haben mit den geltenden Regeln ein persönliches Problem, Juristen eh fast immer nur ein formales (diesmal auch ein grammatikalisches) Problem.

Ja, und für die alte Dame heute in einer Bim, ist eh alles nur ein Problem der mangelnden Disziplin, hat sie wohl noch vom Blockwart (Copyright Klenk) gelernt.

Was in dem Gedröhne zwischen Warnern und Erbosten, Virologen und Rechtsbewahrern irgendwie aus dem Focus verschwunden ist, ist doch die Frage, was wir eigentlich mit all dem Regelwerk erreichen wollen:

Das was wir wohl wollen, alles wird wie früher und niemand wird krank, wird es noch lange nicht spielen (würde übrigens so klar schon zu Beginn nur von den Schweden ausgesprochen).

Schützen wir die lieben Alten hat ja nicht so funktioniert, das Schützen wir die Spitäler haben wir aus heutiger Sicht übertrieben (Link).

Flatten the curve, war auf der Kurzstrecke erfolgreich, löst aber nicht das Problem des jetzigen Marathons.

In meinen Augen sind die aktuell größten Probleme folgende zwei:

Die Disziplinierung durch Angst (100.000 Tote) unter fleißiger Mithilfe Leser- und Zuschauergeiler Medien führte zu Nulltoleranz jedes neuen Covid-19 Krankheitsfalles. Hätten wir eine ähnliche Haltung zum Unfall- oder Herz-Kreislauf-Risiko, wären viele ärztliche Spezialisten arbeitslos.

Das zweite Problem, und da keimt ein bisschen Verständnis für die überwiegend nur bescheuerten Demonstranten, dass die Politik durch ein Feuerwerk an Anordnungen Aktivität und Kompetenz demonstrieren will, aber sich dabei viel zu sehr im Detail verliert, bis sie selbst die Übersicht in der rechtlichen Kombinatorik verliert.

Vergleichen Sie mal diesen klassischen Monty Python Sketch, wie John Cleese erklärt, wann man duschen und wann man einen Brief an die Eltern schreiben soll (der Rest ist aber auch lustig).

Also was besser machen?

Medial abrüsten, das Virus ist für ältere u/o vorgeschädigten gefährlicher als die meisten Grippewelle, aber wir sind (und waren) noch weit vom Systemkollaps entfernt. Ohne Evidenz anbieten zu können halte ich es überhaupt für wenig wahrscheinlich, dass die Menschheit Ähnliches nicht auch schon früher durchgemacht hat, halt ohne PCR gestütztes Wissen.

Möglichst wenige Regeln, die aber flächendeckend. Die Granulierung durch Bezirksampeln wird nicht die Lösung.

Mut zur Lücke und den zwei Drittel. Alle haben wir mal irgendwas in der Art des Pareto Prinzips gelernt: 80 % des Ergebnisses wird durch 20% des Gesamtaufwandes erreicht.

Erfassen des Problems als global. Ob der serbische Österreicher oder der österreichische Serbe ein- oder ausreist, ist epidemiologisch egal. Wer das Virus heute nicht kriegt, kriegt es vielleicht in den nächsten Monaten, Durchtauchen wird schwieriger als es scheint.

Wenn der Ombudsmann nun findet, dass Schutzmaßnahmen für ältere (und nachweislich häufiger sterbende) Menschen ungesetzliche waren, dann wird er vielleicht in Berlin grad mitmarschieren. In der Sache ist er ebenso kontraproduktiv, wie Regierung und Verfassungsjuristen. Aber das nur als Coda.

Written by medicus58

1. August 2020 at 18:35

Urlaub von Corona – Söderland statt Kurzistan III

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Neue Variante des Corona-traceing knapp hinter Kurzistan im Söderland entdeckt. http://www.s.darfichrein.de eine scheinbar einfache Lösung für ein optimales Nachverfolgen der vom Tode Bedrohten, die innerhalb der letzten 14 Tage mit einem Covid-19 Erkrankten Kontakt hatten.

Ein Projekt des Bayrischen Gaststättenverbandes und der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung zu dem man sich einmal elektronisch anmelden muss. Supi, für die Einheimischen, blöd für den Ausländer ohne Online Zugang. Nach einigen Misserfolge ist man dann in einem lokalen WLAN, nur lädt der QR-Scanner nicht die Seite.

Der Kellner erkundigt sich nach den Getränke-Wünschen.

Irgendwann und irgendwie hat man dann seine Daten eingetippt, Ankunftsdatum und – Uhrzeit muss man natürlich selbst eingeben, das kann man offenbar online nicht…

Schließlich, der Kellner hat auch die Getränke gebracht und die Speisewünsche aufgenommen, bekommt man ein Zertifikat, dass man sich angemeldet hat.

Dieses soll der Kellner dann abfragen, tut er aber nicht, weil es ihm egal ist..

Ein anderes IT-Tool, das Beruhigt und wohl garnix im Kampf gegen SARS CoV2 bewirkt.

Manchmal glaube ich, die EDV ersetzt heute nur die Amulette des Mittelalters. Wir wollen in unserer Hilflosigkeit an was glauben.

Written by medicus58

28. Juli 2020 at 20:37

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