Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Psychopathologie der Medizin’ Category

Rote Rüben mit Kren

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Damit Sie mich für einen alten Trottel halten dürfen:
Es gibt viele Dinge, die es zu meiner Jugend nicht gegeben hat, die aber heute völlig unhinterfragt akzeptiert werden.

Ich bezweifle, dass ein großer Teil des Publikums regelmäßig an der Börse spekuliert, jedoch werden wir seit mindestens zwei Jahrzehnten verlässlich von den Massenmedien mit all den Dow Joneses, Nikkeis und FTSEs versorgt.

Es gab noch Zeiten, in denen in öffentlich-rechtlichen Sendern die Produktionformationen nicht mit Spuren von Programmen verunreinigt wurden.

Und, wie absurd es Ihnen auch heute erscheinen mag, ich arbeitete schon im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, als es dort noch niemanden gab, der sich um Public relation bemühte. Das Neue AKH unter seinem Direktor Krepler benötigte selbstverständlich jede Menge externe und interne Mitarbeiter um sich entsprechend zu präsentieren.

Ich habe hier schon im September 2016 unter dem Titel Miniwahr KAV: Recht v.s. Propaganda und noch was anderes in dem Zusammenhang darüber berichtet, dass der Vorstandbereich Kommunikation im KAV mehr Mitarbeiter hat, als die Rechtsabteilung.
Kritik wird meistens entgegen gehalten, dass auch öffentliche Einrichtungen in einem Wettbewerb, um die Gunst des Steuerzahlers, um das Wohlwollen der Politik, … etc., stehen und daher an ihrer Außenwirkung arbeiten müssen. Allein im Rahmen meiner Managementausbildung hörte ich dazu zwei Stunden Frontalvortrag, übrigens von einem Ex-ORF Journalisten, der zufällig eine auf gerade diese Dienstleistung spezialisierte Firma gegründet hat.

An all das musste ich denken, als ich auf Twitter die oben abgebildete Zwitscherei von @wienkav sah:
Rote Rüben mit Kren
Halten Sie mich wirklich für einen alten Trottel, ich sehe die Aufgabe einer öffentliche Gesundheitseinrichtung nicht darin, sich mit pürierten Suppen bekannt oder beliebt zu machen, auch wenn sie farblich ansprechend sein mögen.
Auf Wienerisch bezeichnet man übrigens auch als Kren denjenigen, der die Rechnung übernehmen muss, jedoch wollen wir die Analogie nicht zu weit treiben.

Übrigens wenn Sie das Rezept vielleicht doch benötigen: http://www.wienkav.at/kav/ZeigeText.asp?ID=34676
Ich finde übrigens, dass ein säuerlicher Apfel den Geschmack verbessern würde ……

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Written by medicus58

15. Januar 2018 at 21:23

Als ginge es um Gangbetten

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Der Boulevard kocht, Gangbetten jetzt auch schon auf einer Kinderchirurgie.
Pflichtschuldig erklärt uns der SPÖ Gesundheitssprecher Wagner natürlich wieder:
Die Versorgung der Wiener Kinder ist zu 100 Prozent sichergestellt

Verlässlich sieht das die Opposition wieder ganz anders:

NEOS Wien/Gara zu Gangbetten auf Kinderchirurgie: Unerträgliche Situation
VP-Korosec zu Gangbetten: Neuer Skandal erfordert endlich konkrete Lösungen
FP-Seidl: Kinder in Gangbetten ist endgültige Bankrotterklärung des KAV

Nein, es geht mit heute aber nicht um die Gangbetten, das haben wir hinter uns:
Gangbetten gibt’s net
Indische Betten: Die Betten am Ende des Ganges (Director’s Cut)
Rock ’n’ Roll in der Geriatrie; Warum Wien bald mehr neurochirurgische Gangbetten hat

Ich erzähle Ihnen eine andere, wahre Geschichte aus der Kinderheilkunde, die m.E. ein schlimmeres Problem zeigt, als eine Nacht am Gang:

Ein etwa 10-jähriges Mädchen klagt plötzlich über starke Bauchschmerzen, der Hausarzt schickt sie unter dem Verdacht auf „Blinddarm“ in ein Spital.
Niemand sagt dort Kind und Mutter was Genaues, außer, dass das kein Blinddarm wäre und transferiert die Patientin folgerichtig nach einem Ultraschall in eine Universitätsklinik.
Dort wird ein riesiger Tumor entfernt und die kleine Patientin nach dem Ziehen der Nähte entlassen. Man möge am kommenden Montag zur Befundbesprechung in die Ambulanz kommen.

Natürlich kann die Universitätsklinik nichts dafür, dass das 200 km An- und Abreise bedeutet, natürlich muss sich das zwischen zwei Universitätskliniken liegende Bundesland nicht eine eigene auf kinderonkologische Probleme spezialisierte Einrichtung leisten, aber erzählen wir weiter.

Der Ambulanzbesuch verlief frustran.
Zur Begrüßung erfahren die Eltern, dass der Befund (nach einer Woche) nicht da wäre, danach lange Wartezeit, weitere Unklarheit, eine nicht gerade beruhigende Erwähnung, dass man damit auf der Chirurgie ohnehin nicht befasst sein wird und man sich darauf einrichten muss, an ein kinderonkologisches Zentrum zu gehen. Man möge in einigen Tagen wieder anrufen ob der Befund fertig wäre, aber man wird am Telefon ohnehin nichts sagen dürfen.

Die Eltern rufen vereinbarungsgemäß an, erfahren aber nur, dass das „nichts Gutartiges“ war und das Kind morgen in einem kinderonkologischen Zentrum aufgenommen wird, man hätte alles schon ausgemacht.

Erneute Anreise, die Aufnahme/Entlassung  weiß von nichts und schickt die Familie in die ambulante Anmeldung, von dort in die Ambulanz, von dort in die Aufnahme/Entlassung, die nun doch weiß, dass ein Bett reserviert ist.

Aufnahme von Mutter und Kind auf einer Station, Warten, Befunde liegen nicht vor. Alle sind freundlich, können aber noch nichts sagen.
Am nächsten Tag weitere Untersuchungen, Aufklärung über die Chemotherapie, dann plötzlich die Entlassung und Neuaufnahme zu Beginn der nächsten Woche, man müsse noch Laborbefunde abwarten.

Erneute Anreise, erneute Aufnahme, dann die Entscheidung, keine Chemo nur engmaschige Kontrolle und erneute Entlassung.

Für Außenstehende wäre es leicht, alle Beteiligte als einfach unfähig zu bezeichnen.
Als Insider weiß man wie das alles zustande kommt, man nennt es Schnittstellenproblematik.
Der Laie würde vielleicht sagen, die Rechte weiß nicht was die Linke tut, und hat damit einen Teil des Problems benannt.

Das Bemerkenswerte scheint mir, soweit ich den Fall fachlich beurteilen kann, dass alle Beteiligten durchaus immer das Richtige entschieden haben.
Es mag aber hinterfragt werden, ob die Verunsicherung, die unnötigen Kilometer, die unser Gesundheitssystem den Betroffenen aufbürdet, wirklich unumgänglich sind.
Ich bezweifle das, sehe aber täglich vergleichbare Fälle, so dass es sich um keine Einzelfälle handelt, so wie es immer Gangbetten bei Belastungsspitzen geben wird, außer man lebt mit einer durchschnittlichen Auslastung von nicht viel mehr als 50%!
Weshalb zeigen wir aber so eine klägliche Performance, obwohl ohnehin fast alle in diesem System schon „am letzten Loch pfeifen„?
Weil wir am letzten Loch pfeifen!
Weil niemand mehr Zeit hat zuerst mit den anderen Disziplinen zu sprechen und erst dann zum Patienten mit einer Stimme zu sprechen.

Um eine aktuelle Werbekampagne eines kinderonkologischen Zentrums zu paraphrasieren:
Vielleicht fürchtet sich der Krebs vor den Patienten, was ich übrigens für eine geschmacklos falsche Parole halte,
das Gesundheitssystem ist so gestresst, dass sich inzwischen die Patienten vor dem System fürchten:

 

 

Krippe statt Krankem Kreissaal?

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In wenigen Tagen feiern viele von uns die Geburt des Christkinds.

Andererseits wurde Plazentophagie, also das Essen der eigenen Plazenta, vielen „alternativ denkenden“ Müttern populär.
Ob dafür die Dauerberieselung mit Tierdokumentationen verantwortlich ist oder ob der auf alternativmedizinischen Seiten gepriesene hohe Eisengehalt des Mutterkuchens dafür ausschlaggebend ist muss vorerst unbeantwortet bleiben.
Das Problem scheint allerdings schon so drängend, dass es sogar schon einer wissenschaftlichen Bearbeitung zugeführt wurde.
Gryder, LK et al. Effects of Human Maternal Placentophagy on Maternal Postpartum Iron Status: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Pilot Study. Journal of Midwifery and Women’s Health
McCabe, F. UNLV Study Finds No Iron Benefit from Eating Placenta.

Um in Ihrem Kopfkino nicht blutverschmierte Muttermünder aufkommen zu lassen sei gleich gesagt, dass die Plazenta-Ergänzungsmittel in Kapselform eingenommen wurden.

10 Frauen nahmen über drei Wochen die Plazenta-Kapseln zu sich während 13 Frauen eine Placebo-Pille schluckten, die dehydriertes Rindfleisch enthielt.
Bluttests wurden knapp vor und kurz nach der Geburt gemacht sowie etwa eine und drei Wochen postpartal und zeigten keine signifikanten Unterschiede des Eisenstatus.

Und wenn Sie nun glauben, dass dieser Wahnsinn nur in Trumps Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten stattfindet, kann ich Ihnen diesen 2017 bei uns erschienene Artikel nicht ersparen:
Die Plazenta kann roh, gegart, gekocht oder geröstet gegessen werden, in Form von Kapseln, Smoothies, Tinkturen oder als „Fleischersatz“ in konventionellen Gerichten verzehrt werden. Die am häufigsten verwendete
Einnahmeform scheinen Plazentakapseln zu sein, wobei diese aus gegarter oder roher Plazenta gewonnen werden können. Zahlreiche Anbieter werben vor allem online um die Weiterverarbeitung der eigenen Plazenta zum Verzehr.
Es gibt Tutorials und Kochrezepte, welche meist esoterisch geprägt sind.

So, und nun wenden Sie sich wieder der Weihnachtslegende zu und verlassen unsere Rubrik: Psychopathologie der Medizin

 

Written by medicus58

19. Dezember 2017 at 18:31

Lesen Sie das nicht: Enttäuschung oder keine Empfehlung

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Lesen Sie diesen Beitrag nicht, empören Sie sich lieber über den Wahlkampf oder die Ärztekammer.
Dieser Text ist ein rein persönlicher (Eminence based) und kann Ihnen wirklich völlig am Pürzel vorbeischrammen.

In der Oberstufe der Mittelschule, ja so nannte man die Gymnasien vor unzähligen Schulreformen, las ich irgendwann auch einmal, in einem Anfall bildungsbürgerlichen Nachholwahns Thomas Manns Buddenbrocks.
Zu meiner Entschuldigung sei erwähnt, dass der Band bei uns herumstand und schließlich mit einem Literaturnobelpreis geadelt wurde. (Einige im Komitee legten schon damals Wert auf die Feststellung, dass der Preis explizit nicht für Manns später erschienene  Zauberberg vergeben wurde.)
Soweit ich mich an meine Gedanken während der Lektüre erinnern kann, hätte es vermutlich auch genügt, sich der Verfilmung aus 1959 auszusetzen und
im Gegensatz zu John Galswortys Forsyte Saga ließen mich die geschilderten Charaktere und Vorgänge bei Mann ziemlich kalt.

Soweit, so gut.

Nicht lange danach, als ich bereits den verhängnisvollen Entschluss eines Medizinstudiums in die Tat umsetzte, legte mir ein Schulfreund Thomas Manns Zauberberg nahe.
Soweit ich mich entsinne, war er ziemlich begeistert davon und argumentierte in der Art, dass man das als angehender Arzt gelesen haben muss.

Nun gut, lassen Sie mich in Parenthese voranstellen, dass ich schon vorher der Überzeugung war, dass man gar nix … haben muss.
Jetzt abgesehen von den Dingen in meinem Herrgottswinkerl hier …
weder als Arzt noch in sonst einer Rolle.

Denke ich an die heutigen Diskussionen über Anstellung von Ärzten bei Ärzten, wäre – ungeachtet seiner hinterfragbaren sprachlichen Qualität – Archibal Chronins Zitadelle allemal empfehlenswerter als Noah Gordons Der Medicus.
Aber natürlich fällt es mir schwer zu verstehen, weshalb wenige Berufskollegen sich so lange nicht in Kafkas Landarzt wiedergefunden haben:
„Einmal dem Fehlläuten der Nachtglocke gefolgt – es ist niemals gutzumachen“

Egal, was wir aus der Kunst für unser Leben schöpfen ist sehr individuell, also hören Sie auf keine Empfehlungen, nicht einmal auf meine, so sehr Sie das bereuen werden.

Da ich aber ein ganzes Leben lang den literarischen Geschmack meines damaligen Mitschülers schätzte, lag seine Empfehlung bleischwer auf meiner Seele und ich kam ihr – wenn auch nach Jahrzehnten – schließlich nach.
Ich las Thomas Manns Zauberberg.

Das vollmundige Versprechen in der Wikipedia:
Während seines siebenjährigen Aufenthalts in der abgeschlossenen Welt eines Sanatoriums im Hochgebirge trifft der junge Hans Castorp auf weltentrückte Figuren, die ihn mit Politik, Philosophie, aber auch Liebe, Krankheit und Tod konfrontieren.
schien das Machwerk schließlich auf das Bücherbrett der Jahrhundertromane zu hieven, von denen ich mich in den Jahrzehnten seit meiner Schulzeit mit sehr unterschiedlichem Behagen doch einige ins Hirn gelesen habe:
(hier eine Auswahl in absteigender Reihenfolge des persönlichen Gewinns)
Kafkas Romantrilogie: Amerika-Prozess-Schloß
Prousts Suche nach der verlorenen Zeit
Camus Fremder
Heinrich Manns Untertan
Heinrich Manns Professor Unrat
Adams Per Anhalter durch die Galaxy
Döblins Alexanderplatz
Orwells 1984
Feuchtwangers Erfolg
Huxleys Schöne neue Welt
Kunderas Unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Joyces Ulysses
Canettis Blendung
Fitzgeralds Großer Gatsby
Musils Mann ohne Eigenschaften

Ich habe aber noch selten einen solchen Schwachsinn gelesen, wie Thomas Manns Zauberberg!

Sprachlich in manchen Passagen noch meilenweit unter meinen hier zu flüchtig ins Handy getippten Texten:

Sie war eine sehr liebliche, wenn auch überäugige und asthenische Erscheinung gewesen, den Photografien nach zu urteilen,
die überall in des Hofrats Dienstwohnung standen, sowie auch den Ölbildnissen zufolge, die von einer eigenen Liebhaberhand stammend, dort an den Wänden hingen.


Medizinisch schaumgeschlagenes Lexikonwissen
, das selbst ein Karl May besser hingekriegt hätte.
Überhebliches, pseudophilosophisches Gebrabbel und klischeehafte Personenzeichnung.
Das angeblich zentrales Kapitel (Schnee), unwahrscheinlich in seiner Handlung, widersprüchlicher Schrott in seinem Inhalt:
Mochte dem nun aber wie immer sein und mochte er Morgen um sich haben oder Nachmittag (ganz ohne Zweifel war es noch immer frühabendlicher Nachmittag): auf jeden Fall lag nichts in den Umständen oder in seinem persönlichen Zustande, was ihn gehindert hätte, nach Hause zu laufen, und das tat denn Hans Castorp, großzügig, sozusagen in der Luftlinie, fuhr er zu Tal, wo, als er eintraf, schon Lichter brannten, obgleich die Reste von schneebewahrtem Tageslicht ihm unterwegs vollauf genügt hatten.
Zeilen 16-24 GKFA

Was meines Erachtens aber schwerer wiegt, ist die verschenkte Chance, einen wirklich guten Roman über die irrwitzige Welt einer Lungenheilstätte zu verfassen.
Was Mann hier aus eigenen und den Erfahrungen seiner Frau in einem Davoser Kurbetrieb als „eine Art von humoristischem, auch groteskem Gegenstück zu seinem Tod in Venedig“ machte und was Jahrzehnte als Bildungsroman verehrt wurde, ist reine Unbildung.
Was sich für ein Panorama der mit dem ersten Weltkrieg untergegangenen bürgerlichen Gesellschaft hält ist gegen vergleichbare Werke platte Karikatur.
Statt Kritik an der gewinnorientierten Kurmedizin mit all ihrem Brimborium (Röntgenröhren und Tiefenpsychologie waren damals grad der heißeste Scheiß) scheint sich Mann da an seinem Ärger über einzelnen Personen abzuarbeiten,
nicht zuletzt an dem Arzt, der seine Frau Katia Mann – wie man heute weiß unnötigerweise – gegen Tuberkulöse behandelt hat.

Glauben Sie einem ehemaligen Kurarzt, aus dem Thema hätte sich so mehr machen lassen als diese über 1000 Seiten!
Lassen Sie Mann und lesen Sie lieber House of God, wenn Sie eine treffende Satire über den Irrwitz in der Medizin lesen wollen oder bleiben Sie bei einigen der oben genannten Bücher, wenn Sie etwas über die Gesellschaft um die vorletzte Jahrhundertwende lesen wollen.

 

Written by medicus58

5. Oktober 2017 at 19:47

Urlaubs Qualen: Quallen

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Strandfotos, mit und ohne Sonnenuntergang sind unverzichtbare Beweise, dass man einen schönen Urlaub hatte.
Meist zeigen sie aber nicht das versiffte Hotelzimmer mit Blick in den Hinterhof oder andere weniger erbauliche Kollateralschäden des mehr oder weniger wohlverdienten Erholungsurlaubs am Meer.
Es muss ja nicht immer die Portugiesische Galeere oder Seewespe sein, aber Quallen mögen einem das Urlaubsvergnügen schon ziemlich vermiesen.
Der Focus fand die schöne Charakterisierung. uralt, hirnlos und sehen harmlos aus,
um einen videographischen Crash-Kurs über die Gefahren einer solchen Begegnung nachzulegen.
Während der Boulevard den Griff zum Rasierschaum empfiehlt, um die unangenehmen Folgeerscheinungen dieser Urlaubsbekanntschaft zu mildern,
vertreten andere „Experten“ die Meinung, dass das nur bei den europäischen Varianten hilft und setzen auf die Eis-Kühlung, Sand und Abschabe Methode,
während wiederum andere, inkl. eines interviewten Tropenmediziners, auf die Hyperthermie und Essig-Methode schwören:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/gesundheit/Achtung-Quallen-7-Tipps-fuer-die-Erste-Hilfe;art114,2616089

Mein Tipp: Bleiben’s im Gänsehäufel und verstopfen’s mir nicht den Rest der Welt!

PS: Diese schöne Exemplare einer Geisterqualle (Cyanea nozakii) oben, können Sie übrigens auch im Schönbrunner Zoo besuchen, ohne mit ihrem Gift in Kontakt zu kommen:
https://www.zoovienna.at/tiere/andere-tierklassen/geisterqualle/

 

Written by medicus58

24. Juli 2017 at 18:29

Bitte sagt, dass das Fake News sind …

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6 terrible and potentially dangerous health tips from Gwyneth Paltrow

http://read.bi/2sLiVkC

Written by medicus58

5. Juli 2017 at 14:24

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

WHO findet Primärversorgung in Kasachstan seit fast vier Jahrzehnten super

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Während sich die einen freuen, die anderen schäumen, dass das österreichische Parlament per Gesetz die Primärversorgung geregelt hat
(http://www.salzburg24.at/nationalrat-beschliesst-bildungsreform/apa-1436828148)
und noch kaum jemand realisiert hat, dass sich auch schon entsprechende Vereine, sorry wissenschaftliche Kompetenzgruppen formieren
(https://oeph.at/kg-prim%C3%A4rversorgung)
konstituierte sich in Kasachstan (!) eine Beratergruppe der Weltgesundheitsorganisation.
http://www.euro.who.int/en/health-topics/Health-systems/primary-health-care/news/news/2017/06/new-who-advisory-group-launched-in-almaty-to-shape-the-future-of-primary-health-care

Man erinnerte an die Alma-Ata Declaration aus 1978 und fand Formulierungen, die einen doch frappant an den heimischen Diskurs erinnern:

Eines ist klar: Ein Wandel ist nötig.
Kleinere Änderungen reichen nicht

Jetzt muss alles wieder einmal ganz anders werden.

intersektionelles Handeln“
Partnerschaften und neuen Verbindungen
Patienten und Bevölkerungen zunehmend eingebunden
neuen Formen von Verbindungen bei den Gesundheitsdienstleistern sowie zwischen Gemeinschaften und lokalen, regionalen und nationalen Behörden

Alter Wein in Englischen Schläuchen: AGB der Gesundheitsreform müssen her
https://medicus58.wordpress.com/2013/05/16/alter-wein-in-englischen-schlauchen-agb-der-gesundheitsreform-mussen-her/

Gegen die Reform des öffentlichen Gesundheitssystems

Vom PHC zum PVG, von der ÄK in die AK 

Written by medicus58

29. Juni 2017 at 07:23

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