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Archive for the ‘Psychopathologie der Medizin’ Category

Bürgermeister Ludwig: Der Wiener Pandemie Weg – my ass

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Auch wenn hier schon mal gesagt wurde: Wenn man dieses Land mit einem Wort beschreiben sollte, wäre es Ludwig kann man Bürgermeister Ludwig durchaus konstatieren, dass er eine einmal eingeschlagene Linie (z.B. ich möcht‘ Bürgermeister werden, auch wenn es dem Häupl nicht passt) konsequent beibehält.

So scheint es auch mit dem Pandemie-Management.
Mit dem Schnitzl Gutschein (2020: 40 Millionen €) und dem Wiener Weihnachtszuckerl (2021: 4 Millionen €) war er zweifelsohne Trendsetter für die Bundesregierung, die inzwischen auch mit Gutscheinen herumwirft als gäbe es kein Morgen.
Auch mit seiner „derf’s a bisserl mehr sein“ Verschärfungen der jeweils geltenden bundesweiten Maßnahmen, erfreute er sich in weiten Teilen der (Wiener) Bevölkerung langsam einer Verehrung, wie sie weiland dem Alten Kaiser entgegenbrandete.

Dass inzwischen aber auch große Teiler der Wiener Öffi-Benutzer die Maskenpflicht eher als unverbindliche Option auffassen, kann man dem Wiener Bürgermeister ja nicht anlasten, oder doch?

Als Ludwig Ende September auf der Kaiserwiesn das allgemeine Schunkeln, Gröhlen und Saufen eröffnete war von einem Maskentragen wenig zu hören. Vielleicht auch, da die Stadt Wien an dem Event einen zunehmendes finanzielles Interesse hat. Mit dem Vorgängerprojekt „Wiener Wiesn“, das zuletzt 2019 stattfand, hat das neue Event nichts zu tun. Deren Organisatoren haben von der städtischen Prater Wien GmbH keinen Vertrag mehr erhalten. Wie es weitergegangen ist, hat Gute Nacht Österreich recherchiert.

Wer, je nach Eigeninteresse so unterschiedliche Signale aussendet, unterscheidet sich nur mehr wenig von der tückisch-grünen Bundesregierung, die über eine Maskenpflicht je nach Ausgang der Bundespräsidentenwahl (Maurer-Interview) und dem Geschrei aus der Wirtschaftskammer entscheidet.

Written by medicus58

14. Oktober 2022 at 17:46

Scheiterhaufen am Boulevard

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Die New York Post ist seit ihrer Gründung vor 220 Jahren zu einem Schund- und Skandalblatt geworden, neben dem sich unser Boulevard fast wie Qualitätsjournalismus anfühlt.

Es mag auch bezweifelt werden, dass sich dort irgendjemand mit der Tragödie ernsthaft und näher auseinandergesetzt hat, so wirr ist die Verquickung von unzusammenhängenden (persönliches Schicksal, VdB Statement, Ende der Impfpflicht) Einzelfakten. Das alles im Lieblingsblatt Trumps, dem zu Österreich nur Forest cities eingefallen sind und trees more explosive as they have in California.

Mir, wie vermutlich den meisten, die sich jetzt für und gegen Kollegin Kellermayr zu Wort melden, fehlen viele Fakten zu den tragischen Entwicklungen, die zu ihrem Suizid geführt haben, und die meisten von uns sollten d. h. besser schweigen.

Auch der menschliche berührende Nachruf auf Puls 4 hinterfrägt erst ganz zum Schluß und zögerlich die Mitschuld des eigenen Mediums und lässt einen unbefriedigt zur3.

Selbst in meiner (medial winzigen und (pseudo)nymen) Ecke des Internets erfährt man, wie aggressiv der Widerstand wird, wenn man Position bezieht.

Das mediale Echo auf diese Tragödie macht deutlich, dass der Boulevard der schlechteste Verbündete ist, um Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen; und auch auf so manches Qualitätsmedium würde ich persönlich nicht setzen wollen.

Written by medicus58

31. Juli 2022 at 18:37

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Scheiterhaufen am Boulevard

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Die New York Post ist seit ihrer Gründung vor 220 Jahren zu einem Schund- und Skandalblatt geworden, neben dem sich unser Boulevard fast wie Qualitätsjournalismus anfühlt.

Es mag auch bezweifelt werden, dass sich dort irgendjemand mit der Tragödie ernsthaft und näher auseinandergesetzt hat, so wirr ist die Verquickung von unzusammenhängenden (persönliches Schicksal, VdB Statement, Ende der Impfpflicht) Einzelfakten. Das alles im Lieblingsblatt Trumps, dem zu Österreich nur Forest cities eingefallen sind und trees more explosive as they have in California.

Mir, wie vermutlich den meisten, die sich jetzt für und gegen Kollegin Kellermayr zu Wort melden, fehlen viele Fakten zu den tragischen Entwicklungen, die zu ihrem Suizid geführt haben, und die meisten von uns sollten d. h. besser schweigen.

Auch der menschliche berührende Nachruf auf Puls 4 hinterfrägt erst ganz zum Schluß und zögerlich die Mitschuld des eigenen Mediums und lässt einen unbefriedigt zur3.

Selbst in meiner (medial winzigen und (pseudo)nymen) Ecke des Internets erfährt man, wie aggressiv der Widerstand wird, wenn man Position bezieht.

Das mediale Echo auf diese Tragödie macht deutlich, dass der Boulevard der schlechteste Verbündete ist, um Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen; und auch auf so manches Qualitätsmedium würde ich persönlich nicht setzen wollen.

Written by medicus58

31. Juli 2022 at 18:37

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

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Ist diese Ärztekammer noch eine Kammer für Ärzte?

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In den selten stillen Kämmerchen unserer Standesvertretung ist es gerade wieder einmal lauter.
Das wäre kein wirklich schlechtes Zeichen, wenn es so wie im Wahlkampf 2017 auch vor der Wahl der Ärztevertreter zu lebhaften Diskussionen gekommen wäre. Da war aber so viel Funkstille, dass es sich hier nicht mal lohnte gesondert darauf einzugehen.
Wird nach einer Entscheidung plötzlich diskutiert ist das ein untrügliches Zeichen, dass da viel falsch gelaufen ist.
Ja, man fürchtete sich vor der Wiener Wahl medial begleitet vor der MFG, was letztendlich aber dann kaum wahlentscheidend war. Außer von Steinharts Vereinigung, flatterten von den großen Fraktionen nur vereinzelte Folder ins Postfach, von den kleinen, kostenbedingt, gar nix.
Viele hatten nach zwei Amtsperioden vom Szekeres genug, er scheinbar auch, und es war klar, dass Steinhart sein langes Kammerleben endlich mit der Funktion des Kammerpräsidenten krönen wollte und dafür auch genug Finanzen hatte. Das dann als Reformkoalition über Steinharts beliebteste PR Agentur (B&K – Bettschart und Kofler Kommunikationsberatung) bezeichnen zu lassen war Eingeweihten gleich etwas des weniger Guten zu viel, aber: Hart geht`s weiter in der Wiener Ärztekammer, Steinhart

Während ich bereits 2017 andiskutierte, dass die von Szekeres gezimmerte Koalition die beiden großen ärztlichen Kurien (Niedergelassene, wo Steinhart stark ist und Angestellte) nicht abbildet (WÄK Wahl: Die Würfel scheinen gefallen), hat die jetzige Koalition das umgekehrte Problem, auch wenn das von den Medien nicht so berichtet (oder verstanden) wurde.
Ja, wie die meisten Kammern sind Frauen in der oberen Etage der ÄK traditionell massiv unterrepräsentiert, was auch zu einigen Medienberichten führte.
Traditionelle Kritiker der Ärztekammer wie der nach Eigendefinition Versorgungswissenschaftler Pichlbauer bewarfen im Netz Steinhart mit ganz anderen Kritikpunkten:
rezeptblog als 1996 in der Regierung beschlossen wurde bis 2001 eine einheitlicher Leistungskatalog zu entwickeln, war es STEINHART, der dagegen war, als 2005 die Entwicklung dann begonnen wurde, war es STEINHART, der sie boyokttierte, als 2014 ein solcher Katalog für die Spitäler entwickelt wurde, war es STEINHART, der die Mitarbeit der Ärztekammer untersagte. Als 2019 die KAssenfusion anstand und eine einheitlicher Katalog zu verhandeln gewesen wäre, war es STEINHART, der jede Verhandlung ablehnte. Statt dessen wurde eine Katalog quodlibet kammerintern entwickelt, der jetzt das Resultat der „langjährigen Forderung“ der Ärztekammer sein soll – es ist ein reines MAchtspiel eines alten weißen mannes Link

Für das Verständnis des aktuellen Tumultes, der seinen Ausgangspunkt schon bei der Wahl zum Wiener Ärztekammerpäsidenten (Voraussetzung, um Bundeskammerpräsident zu werden) hatte sind mE drei Dinge essentiell:

  1. Die meisten Ärzte haben keine Hoffnung mehr, dass sie von der ÄK vertreten werden und sind so mit den Folgen der schlechten Vertretung (Bürokratie) in der täglichen Arbeit beschäftigt, dass ihnen auch keine Zeit bleibt sich mit Standespolitik zu beschäftigen
  2. In der ÄK (vermutlich in allen Kammern) wurde und wird immer alles von wenigen vorbesprochen, so dass Diskussionen vor Abstimmungen völlig sinnlos werden, weil die Positionen vorab bezogen sind. Was bleibt sind Geschäftsordnungstricks.
  3. Die (gesetzlich aufgezwungene) Aufspaltung der Ärzteschaft in einzelne Kurien verstärkt das Gefühl in seiner jeweiligen Position schlecht vertreten zu sein (divide et impera). Damit wurde und wird traditionell auch Politik gemacht.

Um eine Mehrheit in der Wiener Kammer zu bekommen, musste Steinhart zu seiner immer satten Mehrheit bei den Niedergelassenen (warum eigentlich?) auch Unterstützer bei Turnusärzten und Angestellten finden. Wie seine Vorgänger schmiedete er diese aus den traditionellen „Überläufern„, die nach der Wahl sich plötzlich bei einer anderen Fraktion wiederfinden und einem fast 45- jährigen, ehemaligen Finanzreferenten unter Szekeres (Dr. Stefan FERENCI, geb. 15.09.1977), der trotz seiner Vita (2015 bis 2017 Oberarzt, seit 2018 Kassenordination in Baden, Wahlarztpraxis in Wien) nun im Wahlkörper der Turnusärzte für Turnusärzte kandidierte. In der ÄK in NÖ vertritt er übrigens die Fachärzte (Kurier).

Als nun in der Österreichischen Ärztekammer die Gremien gewählt wurden, wurde mit dem Unfallchirurgen Dr. Harald Mayer ein weiteres Urgestein der Kammerpolitik (seit 19 Jahren Obmann der Bundeskurie angestellte Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer) in seinem Amt bestätigt und, sie werden sich vielleicht wundern, sein 1.Stellvertreter wurde der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr. Ferenci.
Bei dem Mangel an Jugendpsychiatern in diesem Land, darf man vielleicht die Frage stellen, ob die wenigen ärztlichen Kapazitäten nicht besser in der praktischen Medizin als in multiplen Kammerfunktionen genutzt werden sollten bzw. wie viel Aufwand all die Posten denn bedeuten, wenn man daneben zwei Praxen in zwei verschiedenen Bundesländern betreiben kann, aber natürlich müssen wir uns freuen, dass es trotzdem noch Kollegen gibt, denen die Standespolitik ein Anliegen ist. <end of irony>
Die Freude war dann aber vielleicht doch nicht so groß, wenn man über die Umstände der Wahl heute im Kurier liest:
Haben die Spitalsärzte die falschen Vertreter bekommen?
Der Vorgang war, nun ja, doch speziell: Als es vergangene Woche in der Bundeskurie der angestellten Ärzte darum ging, einen Chef zu wählen, boykottierten gleich vier Bundesländer die Abstimmung, indem sie den Raum verließen. Der Grund des Protests: Es sei keine Frau und auch kein JungärzteVertreter bei der Postenbesetzung berücksichtigt worden.

Man kann den Vorgang als übliches Polit-Hickhack abtun, das sich schon bald wieder beruhigen wird, wenn alle mit ein paar Pöstchen oder anderen Goodies zufriedengestellt wurden, die Frage, ob diese Ärztekammer noch eine Kammer für Ärzte ist, wird uns aber bleiben. M.E. geht es da in Wirklichkeit auch gar nicht um die fehlende Repräsentanz der einzelnen ärztlichen Funktionen und Geschlechterparitäten, sondern um ein gewachsenes Netzwerk nur mehr formal demokratischer Berufskämmerer.

Man muss sich doch nur die Frage stellen, weshalb Steinhart es seit 33 Jahren in der Kammer erst jetzt und noch dazu einstimmig zum Österreichischen Ärztekammerpräsidenten geschafft hat, obwohl sein Mentor Dorner ihn bei seinem Rückzug schon als Nachfolger empfohlen hat. Schwer vorstellbar, dass jemand wie der ehrgeizige Oberösterreichische Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser, der noch ein starker Gegenkandidat gegen Szekeres war, nicht auch Ambitionen auf den Job hat, mit dem Steinhart seine Karriere endlich krönen konnte.

Niedermoser war bereits in der Hochschulpolitik tätig, dann bis 2001 stellvertretender Kurienobmann der angestellten Ärzten in Oberösterreich, gleichzeitig Obmann der Bundessektion der Turnusärzten in der Österreichischen Ärztekammer. Zwischen 2003 und 2005 war er Vizepräsident der Ärztekammer für Oberösterreich, bis er bis heute nach Otto Pjeta das Präsidentenamt in Oberösterreich mit satten Mehrheiten innehat. Daneben ist er Vorsitzender des Bildungsausschusses der ÖÄK, und seit 2013 Präsident des wissenschaftlichen Beirats der Akademie der Ärzte, also dieses Gremium, das u.a. aus Turnusärzten fertige Ärzte macht. Kurz vor der jetzigen Wahl zum Österr. Ärztekammerpräsidenten ließ er jedoch ausrichten, dass er nicht zur Wahl antreten werde.

Dieser Sinneswandel wird erst klarer, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Niedermoser so wie Mayer aus der OÖ Kammer kommen und dies wohl zu der unbeliebten Kampfabstimmung geführt hätte, die möglicherweise beiden das Amt gekostet hätte. Es liegt daher sehr nahe, dass der ganze Wahlvorgang, wie ohnehin das meiste in der Ärztekammer von einigen wenigen im stillen Kämmerchen akkordiert wurde und halt manche anderen da dazugehören müssen, weil es sich sonst nicht ausgeht, oder man (weshalb auch immer) in deren Schuld steht.
Dass das der Wiener Kammeramtsdirektor und Jurist Holzgruber schon bei der Wiener Kammerwahl alles korrekt fand wundert wenig, da er, übrigens ebenso wie Steinhart, von Langzeitpräsidenten Walter Dorner über die ÖVP-nahe Vereinigung mit multiplen Quervernetzungen zum CV in die Standespolitik geholt wurde.

Also, ja, es ist ein Irrwitz, dass ein Beruf, der inzwischen mehr Frauen als Männer zählt, mit wenigen Ausnahmen seine Standesvertreter nur unter Männern findet, und ja, junge Ärzte in Ausbildung müssten in der Standesvertretung ihre Sicht einbringen können, aber vor allem sollten wir Ärzte uns endlich einmal dafür interessieren, wer was mit unseren Kammerumlagen so macht.
Solange dieses verständliche aber desaströse Desinteresse besteht, dürfen wir uns nicht wundern, wenn der Kongress nach seinen eigenen Regeln tanzt!

Written by medicus58

28. Juni 2022 at 17:27

MedUni brennt? Nein, aber der Steuerzahler

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Erinnern Sie sich noch an die Studentenproteste 2009/10: Uni brennt? Im Wesentlichen ging es damals um Studienbeschränkungen, um die Ausgaben der öffentlichen Hand für die staatlichen Universitäten zu senken.

Inzwischen regt es niemanden mehr auf, dass es kaum ein Studium ohne Knock-out Aufnahmeprüfung für beschränkte Studienplätze gibt. Diesen Wahnwitz an den Medizinischen Universitäten habe ich schon 2019 unter Es mangelt nicht nur an Ärzten, es mangelt auch an Ehrlichkeit und Verstand beschrieben.

Immer mehr private Medunis mit immer höheren Studiengebühren entstanden und wenn einem schon das Mitleid mit denen, die dort abgezockt werden, fehlt, könnte man sich wenigstens als Steuerzahler darüber freuen, dass man sich die Finanzierung dieser Studienplätze an den staatlichen Unis erspart, aber weit gefehlt.

All diese Privatunis benötigen den Spitalsbetrieb der öffentlichen Krankenhäuser für die praktische Ausbildung der Studierenden. Ja, sie zahlen auch etwas dafür, nur stehen die überwiesenen Summen in keiner Relation zu den Kosten, die eine selbst betriebene Universitätsklinik aufgeworfen hätte. Mit anderen Worten subventioniert so die öffentliche Hand die Ausbildung an den Privatunis.

Das ist aber nicht alles. Seit 2019 subventioniert das Land Burgenland 5 Studienplätze an der Donau Privatuniversität Krems (DPU) für burgenländische Medizinstudenten. Ab kommenden Herbst wird das Kontingent auf 55 aufgestockt und steht auch Nicht-Burgenländern frei, wenn sie danach im Bundesland bleiben.

In drei Jahren sponsert dann das Burgenland eine Metastase der DPU in Pinkafeld.

Noch teurer sind die Studiengebühren an der Sigmund Freud Universität (SFU). Das Land Steiermark übernimmt nun, ohne Rücksprache mit der Grazer Meduni, dort die Studiengebühren für 60 Studierende, 9.000.000 Euro.

2016 ergab überdies eine parlamentarische Abfrage, dass die meisten Privatuniversitäten gar nicht wirklich privat sind (Link). Damals galten aber zumindest die DPU und die SFU als nicht direkt von Bundesländern, Städten, Kammern, Kirchen oder öffentlichen Unis geführt. Zumindest für deren Medizinstudien fließt aber nun auch reichlich Steuergeld.

Es wäre mE längst an der Zeit nachzurechen, ob der jetzige Weg nicht dem Steuerzahler viel teurer kommt, als hätte man die staatlichen Unis, die übrigens auch die Vortragenden an den Peivatunis ausgebildet haben, nicht gleich ordentlicher dotiert und die offenbar fehlenden Ärzte dort ausgebildet hätte.

Und man kommt ins Grübeln ob der Wahnwitz nur passiert ist, oder sich da (frei nach W. Ambros) wer ins Fäustchen lacht.

Written by medicus58

3. April 2022 at 23:28

Just another Day in Pandemia

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Während wir im Standard lesen können, wie sich sogenannte Experten von der Politik gängeln lassen (Corona-Kommission rudert nach „Anruf“ mit Empfehlung zurück), die Intensivstationen nicht genug Luft haben, um das Ersticken der anderen Bereiche verhindern zu können, und der Politprofi im Gesundheitsministerium zu den Öffnungsschritten das tut, was Politprofis halt so können, wortreich schweigen, schaut das woanders nicht viel anders aus.

In UK hebt die Regierung die Impfpflicht für Gesundheitspersonal im staatlichen Gesundheitssystem auf, die Berufsvertretung bezweifelt, dass das die zurück bringt, die längst gekündigt haben. BA.2 ist nicht gefährlicher als BA.1, die Rate der täglich neuen positiv Getesteten ist um 24%, die Hospitalisierung aber trotzdem nur um 8% gefallen.

In Frankreich fiel die Anzahl der täglich neu gemeldeten Fälle sogar um 27% und die Hospitalisierung um 15%, der Prozentsatz der kritisch Kranken liegt aber noch 60% über der als kritisch angesehenen Marke, um mehr zu öffnen.

Deutschland und Österreich haben inzwischen Novavax, aber wenige wollen es.

In der Schweiz fielen wie in Österreich die meisten Einschränkungen, nach einem Abfall steigen die positiven Tests wieder und die Zahl der kritisch Kranken bleibt hoch.

Belgien und Italien zeigen bei allen Pandemieindikatoren eine günstige Entwicklung, nur scheint in Italien ein Plateau in der Impfwilligkeit (auf hohem Niveau) erreicht und hat vielleicht überraschend noch kaum BA.2 des Omicron.

Auch Portugal und Spanien entwickeln sich gut, von der Maske verabschieden will man sich noch nicht.

Die USA setzten vermehrt auf eine Test to Treat Strategie, was die Pharmaindustrie freut, da sie zuletzt sowohl bei den Impfungen für die unte 5-Jährigen,noch mit den an Omicron adaptierten Impfungen erfolgreich war.

Brasilien hofft auch das Schlimmste hinter sich zu haben fürchtet aber noch allfällige Nachwirkungen illegaler Karnevalfeiern.

In Afrika bessern sich die Indikatoren, außer in Lesotho, der VR Kongo und Ghana. Marokko sperrt erstmals nach 2 Jahren die Fußballstadien auf.

In Asien erleben gerade die Staaten, die bislang mit einer No Covid Strategie (Hongkong, Neuseeland,..) gut durch die Pandemie kamen, eine starke Omicronwelle. Indien sieht fallende Indikatoren, Delhi hebt viele Sanktionen auf, behält aber die Maske bei.

In The Lancet glaubt man mit enormen statistischem Aufwand nachweisen zu können, dass weltweit zwei Drittel aller Covid Toten nicht erfasst wurden, kann die großen Unterschiede zwischen einzelnen Ländern und Regionen auch nicht wirklich klären.

Und in der Ukraine sterben Menschen mit, an und trotz Corona vorzeitig.

Ein Teil der Meldungen stammen von hier, wo es auch weiterführende Links zu den Statements gibt.

Written by medicus58

11. März 2022 at 17:00

Woody Allens Bruder als Österreichs Gesundheitsminister

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Vergleiche:

Nachruf auf Mückstein a la Kronen Zeitung

Written by medicus58

8. März 2022 at 19:55

Impfpflicht Lotterie

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Ein paar Tage in Absurdistan:

Die tückisch-grüne Regierung wollte, nachdem der frühere Häuptling die Pandemie für beendet erklärt hat im Herbst was tun, eine Impfpflicht einführen.

Die rötliche Rendi-Wagner wollte einen Impfprämie, damit die Menschen der Pflicht auch Neigung entgegen bringen.

Da man die Stimmen der Roten für die Einführung einer Impfpflicht brauchte, aber natürlich nicht deren Impfprämie übernehmen konnte, erfand man die Impflotterie.

Lotterie macht irgendwie schon Sinn, weil man zu einer Impfung mit Impfstoffen verpflichtete, die für die Virusvarianten, die grad aufkamen nicht mehr so wirklich wirkte, wenn die Impfpflicht scharf gestellt wurde, was man dann aber noch gar nicht wirklich überprüfen konnte, weil das Milliardengrab ELGA nicht automatisch erkennen konnte, wer impfbefreit, inzwischen genesen oder überhaupt mit dem falschen Impfstoff geimpft wurde.

Also alles wie bei einem Kapitän, dessen Befehle den Steuermann erreichen, wenn dessen Ruder längst gebrochen ist. Aber keine Panik auf der Titanic, wir sinken planmäßig.

Als die Zustimmung der rötlichen Hygienikerin erreicht wurde, fand verlässlich der gerade eingesetzte türkise ORF General, dass man einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk doch nicht vor den Karren einer rechtlich verordneten Impflotterie spannen kann. Vor unentgeltliche Einschaltungen im öffentlichen Interesse, weihnachtlichen Politikeraufmärschen zur LID Bettelei und einer eigenen Impflotterie zwar schon, aber sogleich war die Voraussetzung für Rendi-Wagners Zustimmung zur Impfpflucht wegadministriert, gern geschehen, hat halt nicht sein wollen.

Der Ex-Innenminister weiß aber sofort, dass man das Geld u. a. unter der Polizei verteilen soll, weil die ja mutig die Dutzenden Demos der Ungeimpften im Lockdown beschützt haben.

Wer da nicht an seinem Erbrochenen erstickt, der hat eine bleibende Immunität gegen das Zerrbild einer Politik aufgebaut und wohl in den letzten Jahrzehnten zu oft in Italien geurlaubt.

Apropos Grüne

Hilfe, die Regierung durchseucht uns und unsere Kinder

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Während die einen unter dem Geleitschutz der Ultrarechten brüllend auf den Straßen vor dem Ende von Freiheit und Demokratie warnen, sitzen die anderen daheim und twittern zitternd vom vermeintlichen Beschluss der Regierenden uns alle unkontrolliert durchseuchen zu lassen.

Vorzugsweise sieht man im weiter aufrecht erhaltenen Schulbetrieb ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Früchte unserer Lenden zynisch in MIS-C, Long Covid und Myokarditis getrieben werden.

In Parenthese, damit haben sich beide Seiten übrigens in einem Punkt gefunden: SarsCov2 ist ein Projekt der Mächtigen die Weltbevölkerung auf das von Bill Gates vorgegebene Maß zu resetten.

Den in der Pandemie nachweislich chaotisch und unkoordiniert agierenden Regierungen überhaupt die Befähigung zu solchen Plänen zu unterstellen ist an sich ja schon absurd, aber angesichts eines Dickichts an widersprüchlichen Verordnungen, Milliardenausgaben für sinnlose Teste und mehr Krisenstäben als in allen bisherigen Krisen zusammen nur mehr vertrottelt.

Niemand der jetzt Besorgten hat sich darüber aufgeregt, als die Regierung sich vor 5 Jahren gegen den kostenlosen Impfschutz gegen HPV (HTA oder ob wir eine Diagnose bezahlen hängt nicht nur von deren Qualität ab) aus gesprochen hat, der unsere Kinder vor Gebärmutterhalskrebs, Genitalwarzen und Rachenkrebs geschützt hätte. Niemand sprach da von Durchseuchen.

Die Spitäler kamen alljährlich während der Grippewelle für einige Wochen an den Rand der Funktionstüchtigkeit. Kritik an der traditionell nur in einstelligem Prozentsatz wahrgenommenen Gratisimpfung kam nur spärlich und schon gar nicht aus dem alternativen Eck.

Als die Impflücken bei der Masernimpfung zu immer häufigen Ausbrüchen in Kindergärten und Schulen führten sprach niemand vom Durchseuchen lassen, sondern lutschte Globuli und immunisierte sich mit TCM.

Das einzige was uns wirklich unkontrolliert durchseucht ist Inkonsequenz, Halbwissen und Hysterie, und es beschleicht einen langsam die Befürchtung, dass dahinter ein Grand Design stehen muss.

Written by medicus58

30. Januar 2022 at 11:31

Omikron, jetzt wird wieder reagiert

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Nicht völlig überraschend, wenn man vor Weihnachten mal in eine Zeitung geschaut hat, verbreitet sich Omikron auch unter Österreichischern so ungehemmt wie in den Atemwegen Farbiger und anderer Bleicher.

Das hatten sogar unsere komplexen Algorithmen unserer Prognostiker vorher berechnet und, nachdem in den USA der Flugverkehr krankenstandsbedingt zusammengebrochen ist, sah auch der Bundesrettungskommandant hellsichtug wie immer ein Problem auf uns zukommen.

Ja, da müssen neue Regeln her.

Nachdem die Quarantäne für Omikron – Befallene zuerst erbarmungslos verlängert wurde, wurde sie jetzt (für Asymptomatische) verkürzt und das ohnehin von Behörden, Pandemieärzten und Schuldirektoren sehr kreativ interpretierte K1 und K2 Schema brauchen wir plötzlich nicht mehr. Capiche?

Der Babyelefant ist längst vergessen, dafür heißt es nun auch im Freien Maske rauf, wenn sich dsr Feind auf 2 Meter genähert hat. Wird das ein dauerndes Herumfingern an der potentiell außen kontaminierte FFP2.

Ja und die Gültigkeit des Grünen Passes überholt inzwischen die Euro-Inflation um mehrer Nasenlängen.

Da beneidest ja langsam die Ungeimpften. Deren Leben ist wirklich einfacher. Daheimbleiben, außer zum Hackeln und Demonstrieren. Blöd ist es nur, wenn’st grad Weltranglistenerster im Tennis bist und sie dich nicht ein paar Millionen Preisgeld einstreifen lassen down under.

Der tiefere Sinn einzelner Maßnahmen erschließt sich längst nicht mehr, aber die Regierenden haben reagiert.

Weil sonst könnte man ja meinen, sie ließen das Virus so einfach durchlaufen, was es letztlich aber seit zwei Jahren weltweit macht. Aber nein, Österreich hat seinen AstraZeneca Überschuß ja grad gespendet, weil den hier niemand wollte. Blöd halt, dass der gegen Omikron schon so wenig half, wie gegen frühere Varianten. Aber reagiert wurde.

Written by medicus58

6. Januar 2022 at 22:34

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin, Reisen

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