Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Psychopathologie der Medizin’ Category

Bitte sagt, dass das Fake News sind …

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6 terrible and potentially dangerous health tips from Gwyneth Paltrow

http://read.bi/2sLiVkC

Written by medicus58

5. Juli 2017 at 14:24

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

WHO findet Primärversorgung in Kasachstan seit fast vier Jahrzehnten super

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Während sich die einen freuen, die anderen schäumen, dass das österreichische Parlament per Gesetz die Primärversorgung geregelt hat
(http://www.salzburg24.at/nationalrat-beschliesst-bildungsreform/apa-1436828148)
und noch kaum jemand realisiert hat, dass sich auch schon entsprechende Vereine, sorry wissenschaftliche Kompetenzgruppen formieren
(https://oeph.at/kg-prim%C3%A4rversorgung)
konstituierte sich in Kasachstan (!) eine Beratergruppe der Weltgesundheitsorganisation.
http://www.euro.who.int/en/health-topics/Health-systems/primary-health-care/news/news/2017/06/new-who-advisory-group-launched-in-almaty-to-shape-the-future-of-primary-health-care

Man erinnerte an die Alma-Ata Declaration aus 1978 und fand Formulierungen, die einen doch frappant an den heimischen Diskurs erinnern:

Eines ist klar: Ein Wandel ist nötig.
Kleinere Änderungen reichen nicht

Jetzt muss alles wieder einmal ganz anders werden.

intersektionelles Handeln“
Partnerschaften und neuen Verbindungen
Patienten und Bevölkerungen zunehmend eingebunden
neuen Formen von Verbindungen bei den Gesundheitsdienstleistern sowie zwischen Gemeinschaften und lokalen, regionalen und nationalen Behörden

Alter Wein in Englischen Schläuchen: AGB der Gesundheitsreform müssen her
https://medicus58.wordpress.com/2013/05/16/alter-wein-in-englischen-schlauchen-agb-der-gesundheitsreform-mussen-her/

Gegen die Reform des öffentlichen Gesundheitssystems

Vom PHC zum PVG, von der ÄK in die AK 

Written by medicus58

29. Juni 2017 at 07:23

Nicht mal die Schlümpfe kamen blau in den Dienst

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Ihr Medicus hat sich während seines Studiums durch Nachhilfe etwas Geld dazuverdient und damals von einem dankbaren Nachhilfeschüler diesen Arztschlumpf geschenkt bekommen.

Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass es  mit der Berufsbekleidung im KAV nicht immer zum besten Stand:

7/2015 Warum wir Ärzte aufbegehren: Die Seele dieses Menschen sitzt in seinen Kleidern. http://wp.me/p1kfuX-ZJ

Ob man sich meine damalige Kritik zu Herzen genommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis, aber seit Monaten bekommen immer mehr Bereiche
statt der alten Wäsch‘ eine einheitliche
 blaue Funktionskleidung.

Offenbar hat einer der 40 Millionen Berater zur Reduktion der ungenützen Vorhaltekapazitäten geraten, denn nun hat nicht jeder Mitarbeiter mehrere personalisierten Sets an weißer Berufswäsche in seinem Spind, für dessen Tausch das Reinigungspersonal zuständig war, sondern muss sich, sollte er Hemd und Hose wechseln wollen/müssen,
nach Einwurf der getragenen Stücke persönlich am Wäscheausgabeautomaten anstellen, um einen (!) Ersatz aus blauer Kunstfaser in mehr oder weniger passender Größe zu holen.
Merke, jeder Mitarbeiter verbringt einen Teil seiner Arbeitszeit vor dem Automaten und die EDV stellt sicher, dass jeder sets maximal zwei Sets hat.
Aber wenigstens zwei Sets sind möglich, sonst sähe es vor den Automaten aus, wie im Tröpferlbad.

Hat aber der vorherige Träger des blauen Tuchs versehentlich sein Papiertaschentuch zurückgelassen, oder nicht vermerkt, dass er eine Naht gesprengt hat, hat man eben Pech und muss wieder zurück zum Automaten.

Auch der Patient, der zwischen Arzt, Pflege und Reinigungspersonal unterscheiden möchte, hat Pech, denn alle sind blau, … also blau gekleidet, um da nicht Gerüchte aufkommen zu lassen.

Kein Wunder, dass sich den Jüngeren unter uns, die sich nicht mehr an Maos blaue Ameisen erinnern können, der Vergleich mit den Schlümpfen aufdrängte und
alle nur mehr von der Schlumpfwäsche sprechen.

Aber als ich aber wieder meinen alten Arztschlumpf zur Hand nahm, sah ich unseren Irrtum.

Nicht einmal bei den Schlümpfen trug der Arzt blau, sondern war leicht an seiner weißen Berufserkleidung zu identifizieren,
nur im KAV …..

Written by medicus58

8. Mai 2017 at 16:52

Mampfurbastion – ein Trend der durch den Magen geht

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Nix, gegen gute Nahrung, aber irgendwie kommt mir der Grad an Aufmerksamkeit, den viele der Art ihrer Kalorienzufuhr widmen, schon etwas pathologisch vor.
Pizza war gestern, heute belegt man Naan.
Bekämpfte man in unseren Breiten noch bis vor einer halben Generation die Grün- und Rotalgen ausschließlich im heimischen Aquarium, gelten Grün- Rot- und Braunalgen inzwischen als unumgängliches Powerfood.

Pulverisierte Früchte des Affenbrotbaums binden unsere die Saucen,
Die Jackfruit ersetzt das gequälte Huhn aus der Massentierhaltung,
ja, eh gut.
Wer sich an den Meriten einheimischer Körndeln satt gegessen hat, greift ungeniert zu Quinoa, das in den letzten Jahren eine solche Preissteigerung hingelegt hat, dass es für den Indio vor Ort kaum mehr zu bezahlen ist.

Ich entsinne mich noch des abschätzigen Blicks, den man früher für die Erwähnung von Kokosfett erntete, so von wegen Amazonas-Abholzen und so.
Heute schwärmen die Propheten gehobener oraler Befriedigung von seinem Gehalt an Eiweiß, Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink, Eisen, Selen, Kupfer, Phosphor, sowie den Vitamine A, B1, B2, B6, C und E,
es muss natürlich natürliches Kokosfett sein, nicht dieses raffinierte.

Die Fokussierung auf die eigenen Ernährung war schon immer als der Sex des Alters verschrien, jedoch ist die besessene Beschäftigung mit immer neuen Brain- und Superfruits heute das Hobby der Jüngeren, zumindest in Bobo-affinen Land- und Stadtstrichen.
Liefen früher die gesellschaftliche Trennlinien zwischen Marcuse und Spengler, trennen uns heute Burger und Baobab.
Die Aufmerksamkeit, die dem eigenen Gemampfe, also letztendlich dem eigenen Körper gegenüber gegenüber aufgewandt wird, erinnert in seiner Ich-Bezogenheit schon daran,
wie Woody Allen einmal die Selbstbefriedigung definiert hat:

Sex mit einem Menschen den man wirklich liebt.
Also im vorliegenden Fall: Mampfurbastion

Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Onan, dem Gatten der Tamar, denn dass war, wie Otto Grünmandl gesagt hätte, etwas ganz anderes.

PS: Das Bild zeigt übrigens eine Brotfrucht, nur falls Sie Ihren Gemüsehändler in den Wahnsinn treiben wollen.

Written by medicus58

8. April 2017 at 17:43

Ärzte waren gestern, heute diagnostizieren neuronale Netze, oder?

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Der Europäische Röntgenkongress (ECR 2017) in Wien ging vor wenigen Tagen mit einer Rekordbeteiligung von über 21.000 Teilnehmern zu Ende. Unter den 10 am häufigsten online angesehenen Beiträgen auf dem Portal der Tante Minnie zählte ein Artikel, der sich mit einer am ECR präsentierten Studie der Universitätsklinik Zürich beschäftigte, die fand,
dass EDV-basierte Neuronale Netzwerke Mammografien ebenso gut diagnostizieren können wie Radiologen. 

So arg überraschend ist das zwar nicht, schließlich haben das schon spanische Wissenschafter im International Journal of Neural Systems für die PET- und MR-Diagnostik des Morbus Alzheimer oder US-amerikanische und japanische Forscher für die Karzinome in der CT-basierten virtuellen Colonoskopie beschrieben. Ich selbst war schon Ende der 90er fasziniert von den Fähigkeiten der damaligen EDV Befundmuster in anamnestischen und Bilddaten identifizieren zu können und jeder bessere CT bringt heute schon mehr oder weniger überzeugende Algorithmen mit, in denen aus Lungen-CTs kleinste Karzinom-suspekte von nicht suspekten Läsionen gefiltert werden können.
IBM investiert Unsummen in Dr. Watson und verspricht aus dem unstrukturierten Heuhaufen der Big Data Risikoprofile und Diagnosevorschläge destillieren zu können. Und jeder hat vermutlich schon von Google gehört, die von sich behaupten den Beginn einer Grippewelle an Hand der Häufung bestimmter Suchanfragen erkennen zu können und so rechtzeitig den Apothekern die Einlagerung von entsprechenden Produkten empfehlen zu können.

Man braucht gar nicht auf die aktuellen Geheimdienstenthüllungen zu verweisen, welche Gefahren in hochvernetzten, gläsernen Strukturen schlummern. Es reicht sich genauer mit derlei Studien zu beschäftigen, um zu erkennen, dass der Feuchttraum der Gesundheitspolitik, die teuren Ärzte durch schweigende Algorithmen ersetzen zu können, eine gefährliche Science Fiction ist:

Die Forscher unserer Mammografiestudie inkludierten 3,271 Mammografien aus dem Jahr 2012 und identifizierten darunter 143 Krebspatienten. Knapp über 140 Fälle reichten aus, um die Algorithmen so zu „trainieren“, dass sie sich mit erfahrenen Radiologen matchen konnten. Das klingt eigentlich so, als ob sich damit die Forscher selbst wegrationalisiert hätten, denn wer will sich denn mit einem hoch bezahlten Radiologen mit all seinen Urlaubs- und Fortbildungswünschen herumschlagen, wenn er durch ein kleines Computerprogramm ersetzbar ist.
Heuer werden etwa 300 Millonen $ weltweit mit Analysesoftware allein für die medizinische Bildgebung umgesetzt,
bis 2021 wird von Signify Research eine Verdoppelung erwartet.

Liest man den Artikel über die Mammografie jedoch weiter, und ein ähnliches Vorgehen findet man bei den meisten dieser Studien, erfährt man, dass die Forscher natürlich einige Fälle ausgeschlossen haben. Alle Patienten, in denen Narben, oder Blutergüsse von vorausgegangenen Interventionen vorlagen, hat man exkludiert, angeblich um dadurch eine fälschlicherweise hohe diagnostische Performance („da steckt wohl was dahinter“) des Algorithmus zu vermeiden. In Wahrheit offenbart das Vorgehen auch, dass all diese Algorithmen nur in Standardsituationen gut performen.

Vieles Mit-Bewusstes was im Alltag den Diagnoseprozess kennzeichnet (Clinical Decision Making not only for Dummies) lässt sich nur schwer in Algorithmen einbringen, Leitlinien funktionieren im Einzelfall nachweislich schlecht.

Es gibt inzwischen kein Brettspiel mehr, in dem Algorithmen nicht den regierenden Weltmeister demütigen,
aber legen Sie einmal einem Dreijährigen eine rasche Skizze einer einfachen Struktur vor, die er rasch erkennen kann und bestellen Sie dann bei Ihrem Programmierer einen Algorithmus, der Strichzeichnungen von Autos erkennen kann und legend diesem Algorithmus dann irgendeine Muttertagszeichnung eines Dreijährigen vor. Wetten, dass der in manchem Blumenstrauß dann ein Auto findet?

 

Written by medicus58

11. März 2017 at 16:49

irgendwie krank

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der-standard

DieStandard junktimiert im heutigen Online-Standard (Siehe Screenshot) zwei grundverschiedene Dinge und wirft dadurch doch eine sehr relevante Frage auf, die sich für unsere Rubrik „Psychopathologie der Medizin“ eignet.

Natürlich geschieht die in vielen Ländern praktizierte weibliche Genitalverstümmelung gegen den Willen der betroffenen Mädchen und Frauen, obwohl es sehr häufig wieder Frauen sind, die den den Eingriff vornehmen.
Die betreffenden Gesellschaften sind aber meist von Männern dominiert und hinter der vorgeschobenen Begründung einer „Tradition“ stehen offensichtlich männliche Ängste und Aggressionen.
Mit der zunehmenden Migration schwappte nun das Problem auch in westliche und angeblich so aufgeklärte westlichen Gesellschaften:

In Deutschland leben schätzungsweise rund 47.300 Opfer weiblicher Genitalverstümmelung.

Im folgenden Artikel berichtet DieStandard über den Der Trend zur Barbie-VaginaImmer mehr Frauen unterziehen sich offenbar einer Labioplastik,
bei der meist die inneren Schamlippen verkleinert werden. 2015 waren es weltweit mehr als 95.000, so dass dieser Eingriff inzwischen auf Rang 19 der „beliebtesten“ kosmetischen Eingriffe liegt.
Natürlich, werden Sie vielleicht einwenden, kann man die oft tödlich endende Verstümmelung nicht mit der freiwillig eingegangenen „Verschönerung“ unter den Händen plastischer Chirurgen vergleichen,
aber welcher gesellschaftlich Druck treibt denn eine gesunde Frau dazu, sich eines solchen Eingriffs zu unterziehen?
Der Verdacht liegt nahe, dass es sich zumindest zum Teil auch hier um eingebildete oder wirklichen männlichen Wunschvorstellungen handelt, denen man glaubt folgen zu müssen,
um den eigenen Marktwert zu steigern.

Vielleicht sind die Unterschiede zwischen den Gesellschaften gar nicht so groß, wie wir glauben ….

Irgendwie kommt mir da wieder der gute alte John Lennon in den Sinn:

Woman is the nigger of the world
Yes she is…think about it
Woman is the nigger of the world
Think about it…do something about it

We make her paint her face and dance
If she won’t be slave, we say that she don’t love us
If she’s real, we say she’s trying to be a man
While putting her down we pretend that she is above us

Vergleiche die 2012 aufgekommenen und augenblicklich aber wieder abgeebbte Diskussion der männlichen Beschneidung:
Zuerst das Kopftuch und jetzt die Vorhaut? Für eine säkulare Diskussion https://medicus58.wordpress.com/2012/07/01/zuerst-das-kopftuch-und-jetzt-die-vorhaut-fur-eine-sakulare-diskussion/

und eine eigenartige Mail des Europäischen Collegs für ästhetische Medizin und Chirurgie erhielt, die ich 2013 erhielt und hier dokumentierte:
Ohne Worte https://medicus58.wordpress.com/2013/08/27/ohne-worte/

 

Written by medicus58

6. Februar 2017 at 21:21

Neues Organ entdeckt, nein, nicht das Großhirn

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Doktorrolle

Dass die Medizin immer teurer wird, beschert uns im Quartalsrhythmus Gesundheitsreformen und eine unüberschaubare Anzahl an Experten, die diese Kostenflut einzudämmen versprechen.
Dabei liegt es doch auf der Hand, dass der Fortschritt halt seinen Preis hat.
Die Alarmglocken mögen bei den Zuständigen und Sich-Zuständig-Fühlenden läuten,
seit eine neue medizinische Sensationsmeldung durch die Medien geistert,
die ohne Zweifel erneut Kosten aufwerfen wird.

Leider online nicht mehr auffindbar, aber vor zwei Tagen fand ich zuerst in der Gratiszeitung HEUTE die Jubelmeldung,
dass Ärzte ein neues Organ entdeckt hätten.
Was mir zuerst als typisches APA-Hoppala erschien, fand ich aber auch auf Gesundheit.at (http://www.gesund.at/a/neues-organ-mesenterium), einer Seite, die von sich behauptet,
dass dort Ein Team aus Medizin-Redakteuren und medizinischen Experten eine qualitativ hochwertige laiengerecht verfasste medizinische Berichterstattung sichert.

Unter Hurra, Hurra Ein neues Organ ist da liest man euphorisch:
Kleinere Fortschritte stehen in der Wissenschaft ja nahezu an der Tagesordnung, die neueste Entwicklung ist aber doch sehr beeindruckend.
Denn mit dem sogenannten Mesenterium haben Forscher tatsächlich ein neues Organ entdeckt.
(Der Link hier stammt aus dem Artikel und führt gleich zu einer anderen medizinischen Sensation)

Recherchiert man weiter erfährt man, dass es sich dabei um das Gekröse handelt, ein „Aufhängeband“ innerer Organe, das seit Jahrhunderten jeder Medizinstudent im Seziersaal seit Leonardo da Vinci bewundert.
Auch Wikipedia kennt dieses Ding, ohne aber darob in vergleichsweisen Jubel verfallen zu sein:

Umgangssprachlich wird das Wort Gekröse auch synonym für den Ausdruck Innereien gebraucht,
der heute meist negativ oder ekelhaft belegt ist
. (https://de.wikipedia.org/wiki/Gekr%C3%B6se )

Wissenschafter waren seit 2012 (!) damit beschäftigt herauszufinden, dass das Gekröse nicht aus Einzelteilen besteht, sondern ein großes Ganzes darstellt, so dass nunmehr in der Bibel der Anatomie,
nein Gray’s Anatomy ist im Gegensatz zu Grey’s Anatomy kein Werberahmenprogramm, das Gekröse als Organ anführt wird.

Bravo

Selbst CNN jubelt (http://edition.cnn.com/2017/01/04/health/new-organ-mesentery/) und
TIME Magazine ist die Story online eine nette Animation wert (http://time.com/4621074/mesentery-organ-human-body/).

Liest man den Originaltext der wissenschaftlichen Sensation in The Lancet (http://www.thelancet.com/journals/langas/article/PIIS2468-1253(16)30026-7/fulltext) erkennt man, dass Arbeit von der irischen Universität Limerick stammt.

Die Gegend war in Form verblüffender Reimchen, eben den Limericks, stets gut für so manchen Schmunzler:

An old man from Denver named Lee
Had a prostate as big as a tree.
Because of his plight,
His sphincter was tight,
And it took him two hours to pee.

Andere Beispiele auf: https://howardjbennett.com/medical-humor/take-one-as-needed-medical-limericks/

Jetzt will ich die bahnbrechenden Erkenntnisse der Kollegenschaft in einer der Top-Zeitschriften der medizinisch-wissenschaftlichen Literatur nicht klein reden
(Ich selbst habe es dort nie zu einer Originalarbeit sondern nur zu einem abgedruckten Letter-to-the-Editor geschafft)
und erkenne durchaus die Brisanz der Erkenntnisse,
auch wenn selbst die Autoren zugeben, außer der nun als zusammenhängend erkannten Struktur noch nicht viel mehr erkannt zu haben.
Ich verstehe auch ihre Schlussfolgerungen, dass da noch viel Forschungsarbeit vor uns liegt, um zu verstehen, ob diese neue Auffassung eines alten Körperteils nun in der Praxis irgendwas bedeutet.

Schlussendlich zeigt dieser kleine Ausflug an die vorderste Front der medizinischen Wissenschaft, wo der Fortschritt herkommt und weshalb er halt seinen Preis hat.
Lasset die Forschungsgelder in Richtung des Gekröses fließen, vielleicht entdecken wir dereinst auch die Bedeutung des Wurmfortsatzgekröses.

(Für die die sich nicht mehr daran erinnern Können, auch der Blinddarm hatte zu meiner Studienzeit noch sein Meso.)

Written by medicus58

6. Januar 2017 at 13:01

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