Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Hans Jörg, geh voran

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Die Älteren unter uns erinnern sich noch an die Machtübergabe Jörg Haiders an seine Nachfolgerin (Susanne, geh voran) im damaligen Bienenzüchterverein BZÖ, jetzt könnte man den Sager umdrehen.

Hans Jörg Schelling, der als Haupverbandvorsitzender für eine Aufwandsentschädigung von monatilch 3000 € schon einmal die Lösung aller Probleme unseres Gesundheitssystems im Helpdesk gefunden hat (Drücken Sie die 1 wenn Sie krank sind oder die 0 wenn sie tot sind) krönt sein Karriere in dem er mit PRAEVENIRE, dem Gesundheitsforum Seitenstetten erneut uns allen voraus geht und:

den Patient im Mittelpunkt des Miteinander aller Interessensgruppen
stellt und mit Structure follows strategy zum Schluss kommt
PRAEVENIRE ist, dass es um Menschen und nicht Systeme geht.

Im Schlagschatten des Stifts Seitenstetten klingt der Ansatz auf Latein noch humanistischer und zukunftsforscher:

prae-veniō <venīre, vēnī, ventum>

praevenio(m. Akk.)zuvorkommen, überholen

Angesichts des Vorsitzenden und seiner Vita, vom XXXLutz-Steuerschoner und -Millionär zum Wirtschaftskämmerer und Finanzminister, mögen Zweifel aufkommen, ob es im bei seinen Aktivitäten nur um unser aller Gesundheit geht, aber auch dafür würde sich der Name seines Vereins eignen, gibt doch das Wörterbuch als weitere Übersetzungunsmöglichkeit auch Folgendes an:

praeveniovereiteln, verhindern

Aber schließlich findet man unter den Unterstützern auch die ÖÄK und die Wiener Ärztekammer, neben den üblichen Verdächtigen….

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Written by medicus58

19. März 2019 at 17:11

René der Retter meiner Matratze

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Vom HAK-Abbrecher zum Milliardär, der in „seinem“ Unternehmen nach einer Verurteilung keine Funktion mehr hat, aber von allen als Retter in der Not gesehen wird, weil „er“ Unternehmen wie Karstadt wieder flott bekommen hat und nun „KIKA/Leiner rettet„.  Auch Ihr Medicus zählt zur großen Zahl an Kunden, die nach seit Wochen nach eine Anzahlung auf ihr Produkt warten. Also eigentlich muss ich dem René nun auch dankbar sein und da beginnt man sich erstmals zu fragen, wer denn dieser Robin Hood aus Tirol denn eigentlich ist.

Für seine Projekte fand er regelhaft Partner die viel Geld anzulegen hatten. Wenn die Herkunft dieses Geldes (bisweilen rechtskräftig) hinterfragt wurde, zahlte er die Partner aus und trennte sich wieder von ihnen. Daneben umgibt er sich mit auch politisch gut vernetzten Leuten, die nicht nur Geld einbringen, sondern auch ihr Netzwerk und die er auch gleich indie Aufsichtsräte seines Firmengeflechts setzte. Kein rundweg neues Vorgehen, aber wohl sehr wirksam, um „unter cih zu bleiben“.
Wenn man es auf eine dürre Formel bringen möchte, dann beruht sein Erfolg auf der Erkenntnis,die schon McDonald’s groß und seine Franchise-Nehmer arm gemacht hat:
Geld macht man nicht nicht mit dem Backen von Brötchen, sondern mit den Immobilien, in denen sie gebacken werden.

Auch wenn die aktuellen Schlagzeilen Beno als Retter von tausenden Arbeitsplätzen bejubeln, hat er beim KIKA/Leiner Deal mit 80% seines Investments Immobilien erstanden und nur den Rest in das „Möbelgeschäft“ investiert. Obwohl er dieses Know-how gewinnbringend in der Möbelsparte seines Karstadt-Imperiums integrieren wird, ist es ihm weniger Wert als das Betongold. Die in Deutschland breit diskutierten Risiken der Karstadt hat SIGNA auch mit der erstaunlich offenherzigen Antowrt gekontert, auch wenn Karstadt scheitert, finden wir für die Verkaufslokale rasch Nachmieter, so dass unser Risiko gering ist.
Wenig überraschend handelt es sich bei Benkos Geschäftsmodell einmal sicher nicht um ein humanistisches Projekt zu Rettung von Arbeitsplätzen, auch wenn er seit 2011 zum Tiroler des Jahres und 2012 von Trend zum Mann des Jahres gekürt wurde. Ihm vorzuwerfen, dass er halt einfach Geld- und Macht-gierig ist, wäre aber gerade heutzutage kein wirkliches Alleinstellungsmerkmal. Darüber lächelt der der verstorbene Billa/Merkur Gründer Karl Wlaschek nur wissend aus seinem Mausoleum im Palais Kinsky auf der Freyung.

Liest man sich nun durch die im Netz liegenden Informationen, so ist man zwischen der huldigenden Euphorie derer, die hier ein Naturtalent mit dem richtigen Riecher sehen wollen, und den anderen, die in Benko nur den Strohmann gewaltiger Geldwäschereien sehen.

Was auffällt, ist aber seine seit Jugendtagen ausgeprägte Fähigkeit

Geldgeber an Bord zu holen, die offenbar sehr viel ungebundenes Geld haben, bzw. Geld, das schleunigst irgendwo angelegt werden muss.
Eine weitere bemerkenswerte Fähigkeit scheint aber zu sein, dass er
sich, wenn diese Geldgeber größere Schwierigkeiten mit den Behörden haben, rasch von den Geldgebern trennt.

Bislang gelang es Benko bis auf einmal (siehe Verurteilung (2012-2014), sich selbst aus all dem rauszuhalten. Auch wenn ihm das zukünftig vielleicht nicht mehr gelingen sollte, scheint er mir nicht das wesentliche Objekt allfälliger Fragen zu sein.

Die (gesellschafts-)politische relevanteren Fragen wären:

Wieso ist denn so viel volatiles (ungebundenes) Kapital verfügbar, dass innerhalb von weniger als zwei Jahrzehnten daraus ein persönliches Vermögen in Millionen (oder siehe unten Milliardenhöhe) abfällt.
Hat die Gesellschaft von diesen Werten annähernd ebenso viel abgeschöpft, wie von meinem Gehalt (also sicher irgendwas um die 50% in Form von Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Verbrauchssteuer)?
Und wenn, was ich vermute, das nicht so war, weshalb interessiert sich die Politik mehr für Mindestsicherung und Krankenstände, als für die hier entgangenen Gelder.

Eine Materialiensammlung für alle, die sich so wie ich wundern, aber vorab eine Warnung, vieles bleibt unklar:

Kein Erbe, seine Eltern waren ein Gemeindebediensteter und eine Erzieherin. Mit 17 sanierte gemeinsam mit einem Freund und Baumeister Hans Zittera managte er gewinnbringend Dachbödenausbauten in der (auch aus dem DKT bekannten) Innsbrucker Maria-Theresien Straße.

1999

gründet er das Zweipersonenunternehmen Immofina Holding GmbH
Zum Schilling-Millionär wird er, in dem er günstig das Gesundheitshotel Lanserhof nahe Innsbruck kauft und es an den Kitzbüheler Hotelier Christian Harisch weiter gibt.
Viele Kommentatoren berichten auch, dass die Signa Holding GmBh 1999 gegündet wurde, auf der Signa HP liest man jedoch, dass erst 2006 Immofina in die SIGNA Holding GmbH umbennant wurde. 

2000
ging er, geschieden und Vater eine vierjährigen Tochter, nach Wien. Sein erstes Projekt war ein Dachbodenausbau am Naschmarkt und ein Ärztezentrum bei Baden
Karl Kovarik
, der die geerbten Stroh Tankstellen an die ÖMV verkauft hat, überantwortet dem erfolgreichen Jungunternehmer Benko sein Erbe (ca. 25 Millionen Euro (damals 350 Mill Ösis))  und wird danach auch Gesellschafter bei Signa Holding GmbH. Im Zuge eines Scheidungsverfahren 2010 kommt es zu bemerkenswerten APA Aussendungen, Fortsetzung, 2012 starb Kovarik übrigens.
In Berlin werden damals noch günstige Zinshäuser eingesammelt. In Düsseldorf wird ein Fondhaus gegründet.

2004
kauft Benko ein Kaufhaus in Innsbruck und eröffnet 2010 ein Einkaufszentrum. Seither scheint im seine Heimatstadt sehr dankbar.
Nun entstehen neben nationalen Projekten auch internationale Projekte (Prag, Luxemburg, Gardasee, Mailand, Frankfurt) aus selbst errichteten oder zugekauften Objekten, die über Fonds finanziert werden, die viele Investoren anlocken..

2006
aus Immofina Holding GmbH wird Signa Holding GmbH
wobei die Projekte immer größer werden. Wie 2009 beim Kauf von zwölf Bank-Austria Immobilien (Meinl am Graben) und  2012 beim Kauf der BAWAG Immobilien (Otto-Wagner PostsparkasseGoldenes Quartier)

2010
Den immer größer werdenden Kapitalbedarf deckte zwischen 2012 und 2015 der griechische Reeder George Economou ab.  Die Forbes-Liste der reichsten Unternehmer weltweit führte ihn 2008 auf Platz 707. 2015 bekommt er

2012
Am 2. November wird Benko am LG WIen gemeinsam mit seinem Steuerberater wegen „versuchter verbotener Intervention“ zu einer bedingten Haftstrafe von einem Jahr verurteilt, weil Michael Passer im Auftrag von Benko den früheren kroatischen Premierminister Ivo Sanader 150.000 Euro angeboten hat, um ein in Italien anhängiges Verfahren zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Das Urteil wurde am 11. August 2014 vom OGHbestätigt
Signa kauft KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München

2013
Am 18. Juni zieht sich Benko aus der operativen Führung der Signa Holding GmbH zurück und übernimmt Vorsitz des Beirates der Signa-Gruppe

2013
übernimmt Benko das deutsche Warenhaus-Imperium Karstadt. Jetzt kommt das Kapital vom israelische Minen- und Diamanten Milliardär Beny Steinmetz  der zuletzt 2017 gemeinsam mit dem auch hier wohlbekannten Tal Silberstein in unseren Medien genannt wurde, weil er wegen des Verdachts auf Geldwäsche, Urkundenfälschung und Bestechung in Israel verhaftet wurde. Benko hatte schon 2015 nach FBI Ermittlungen seinen neuen Geschäftspartner mit 15 Karstadt-Warenhausimmobilien in verschiedenen Städten ausgekauft.

In diesem Jahr stieg auch Roland Berger Strategy Consultants, einer der weltweit führenden Unternehmensberatungsgruppen, bei Signa ein, nachdem sie sich selbst (!) von den Gesellschaftsrechtsexperten von Dorda Brugger Jordis beraten haben lassen.

2016

erhielten laut TT die Signa-Eigner insgesamt 72 Millionen Euro an DividendenDer Großteil davon, insgesamt knapp 41 Millionen Euro, gingen an mehrere Signa-Gesellschaften, die mehrheitlich im Eigentum der Familie Benko stehen, sowie direkt an die Familie Benko Privatstiftung. Knapp 8,7 Millionen Euro erhielt die Falcon Private Bank des Scheichtums Abu Dhabi, die nach einer Geldwäsche-Affäre in der Schweiz inzwischen nicht mehr an Signa beteiligt ist. An die Privatstiftung von Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner flossen 3,6 Millionen Euro. Insgesamt 15 Aktionäre werden aufgelistet, darunter etwa die Privatstiftung von Airliner Niki Lauda, die Icarus Invest Anstalt von Harti Weirather, die Novo Invest von Novomatic-Gründer Johann Graf oder der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster aus dem deutschen Nordrhein-Westfalen.

2017
Laut Trend betrug Benkos Vermögen 2017 3,73 Milliarden, andere sprechen noch immer vom Millionär, vermutlich weil die wahren Besitzverhältnisse des Firmenimperiums nicht leicht zu durchschauen sind.

SignaHolding GmbH hat laut eigenen Angaben ein Immobilienvermögen von rund EUR 7,5 Mrd. und ein Umsatzvolumen in Retailbeteiligungen von rund EUR 3,8 Mrd., in 17 Jahren geschaffen und hat ein ziemlich unübersichtliches Beteiligungsnetz.

Mit Hilfe der genannten, inzwischen verstorbenen oder ausbezahlten  Geldgebern wurde ein Imperium geschaffen, dessen Spitze nun zum überwiegenden Teil der Benko Privatstiftung gehört. Dahinter kommt offenbar Ernst Tanner, Verwaltungsratspräsident von Lindt & Sprüngli, der sich über einen 10% Anteil freut und seit 2017 „Fressnapf-Gründer“ Torsten Töller mit 5 % an der Signa Holding.
Wie schon in früheren Jahren, hat man sich von Investoren, denen die Justiz zu nahe gekommen ist, wie der Falcon Private Bank aus Abu Dhabi rechtzeitig getrennt. Angeblich ist sie noch in zwei Töchtern drinnen. Ob die  Investmentgesellschaft Aabar aus Abu Dhabi noch dabei ist, der besagte Bank gehört, könnte man Niki Lauda fragen, der seit 2011 Markenbotschafter von Aabar ist und das Unternehmenslogo auf seinem Kapperl trägt.

Ende des Jahres übernimmt Signa (u.a. auf Intervention von BK Kurz) die Immobilie des Stammhauses von Möbel Leiner in Mariahilf.

2018 kauft Signa Holding Kika/Leiner von der insolventen Steinhoff-Gruppe und ich hoffe meine Matratze noch doch bald zu bekommen.

Neben finanzkräftigen Freunden umgibt er sich Benko gern mit Fachleuten, die auch eigenes Geld mitbringen:

„Ich habe mir immer Topleute geholt, weil mir als junger Unternehmer die Berufserfahrung und die Netzwerke fehlten“
Benko nahm in den Jahren 2015, 2016 sowie 2017 an der Bilderberg-Konferenz teil.

Ex-Bundeskanzler Gusenbauer, dessen Verbindungen in den Osten ja medienbekannt sind, sitzt auch gleich in „befreundeten Aufsichtsräten“
Ex-Porsche Chef Wendelin Wiedeking, dessen Signa Engagement in der Wikipedia verschwiegen wird
Ex-Generaldirektor der Casinos Austria AG Karl Stoss, der 2017 mit dem Komturkreuz mit dem Stern des Fürstlich Liechtensteinischen Verdienstordens ausgezeichnet wurde (?!?)
Ex Chef der bundeseigenen österreichischen Immobiliengesellschaft, Christoph Stadlhuber wurde CEO der Signa Holding
Ex-Vizekanzlerin und Wüstenrot-Generaldirektorin Susanne Riess sitzt im Beirat
Ex-Rewe/Migros Manager Ernst Dieter Berninghaus ist Chairman der Signa Holding
Ex Rewe-Manager Stephan Fanderl wurde zum Chef von Karstadt, aber dann von
Immobilien- und Investitions-und Sanierungs Spezialisten Wolfram Keil abgelöst
Ex-Geschäftsführer der Bundesimmobilien Gesellschaft DI Christoph Stadlhuber sitzt in der Geschäftsführung von Signa Holding GmbH

Die Liste und Netzwerke ist erwartungsgemäß sehr lang, die drei Premiumwarenhäuser z.B. führen die italienisch-thailändische La-Rinascente-Gruppe und mit ihr Vittorio Radice („Mr. Selfridge“).
Signa interessiert eben weiterhin das Betongold und nicht so sehr das darin ablaufende Geschäft, wobei das auf der Homepage auch ganz offen gesagt wird:

SIGNA wurde in nur 17 Jahren von einem Zwei-Mann-Unternehmen zu einem internationalen Player im Immobilienbusiness. SIGNA Real Estate ist mittlerweile einer der größten privaten Immobiliendeveloper in Europa. Mit rund 20.000 Mitarbeitern an 125 Standorten zählt auch SIGNA Retail zu den Großen in Deutschland

Allen, die sich nun über den Retter René freuen, oder in ihm die Spitze eines gewaltigen Geldwäsche-Kartells vermuten, sei gesagt, dass es nicht so sehr um die Person geht, sondern um ein hoch vernetztes und sich dadurch selbst politisch und rechtlich absicherndes System, das (scheinbar?) enorme Werte ans Licht bringt.

Ganz sollten wir Honoré de Balzac nicht aus den Augen verlieren, der schon vor über zwei Jahrhunderten argwöhnte:  Hinter jedem großen Vermögen steht ein Verbrechen.
So sehr ich im Prinzip Oskar Lafontaines Überlegungen aus 2015 folgen könnte (siehe unten) zeigt uns gerade das Beispiel SIGNA, dass „die Linke“ lernen muss neue Fragen, eben solche die ich oben gestellt habe, zu fragen, denn das „alte Modell, dass Kapital überwiegend aus gestohlener Arbeit gebildet“ wird, erklärt uns das Phänomen René Benko sicher nicht:

Die 55 reichsten Deutschen“ nennt und feiert heute die Bildzeitung. Mit kleineren Buchstaben erklärt das Blatt: „Milliarden mit Lebensmitteln, Autos, Kosmetik.“ Das ist beschönigend oder besser gelogen. Es müsste da stehen: „Milliarden durch die Arbeit von Millionen Beschäftigten“. Schon der große französische Schriftsteller Honoré de Balzac wusste: Hinter jedem großen Vermögen steht ein Verbrechen. Durch welches Verbrechen sind diese Leute so reich geworden? Sie haben das, was Millionen andere erarbeitet haben, sich angeeignet oder gestohlen und sind dadurch reich. Wir leben in der „Privatwirtschaft“. Privare ist ein lateinisches Wort und heißt rauben. Zur Zeit der Aufklärung waren die Leute noch klüger. Sie sagten: Eigentum entsteht durch Arbeit. Diese „Reichen“ sagen: Milliardenvermögen entsteht dadurch, dass wir anderen das Ergebnis ihrer Arbeit wegnehmen. Bild schreibt: „Deutschlands Unternehmer sind erfolgreich wie nie“ und vergisst hinzuzufügen, erfolgreich wie nie darin, anderen den Ertrag ihrer Arbeit wegzunehmen. Das ist verständlich. Unter den 55 reichsten Familien befindet sich auf Platz 29 Friede Springer mit 4 Milliarden Euro. Wie sagte der Gründungsherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Paul Sethe?: „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu verbreiten.“ Dazu gehört auch die Freiheit, die Lüge oder das Märchen zu drucken, die vielen Milliarden seien von ihnen selbst durch ihre „unternehmerische Leistung“ erarbeitet worden.

Damit sei aber nicht gesagt, dass hinter den neuen Vermögen nicht auch eine Art Raub steht!

Links: 
Der kaufwütige Tiroler
Immobilien-Shootingstar Benko: aus „Immofina“ wird „Signa“
René Benko und seine Freunde
Lektion gelernt
Rene Benko kauft Steinhoff-Tochter in Österreich
Vom Schulabbrecher zum Multimillionär
Signa Holding
Wikipedia

Written by medicus58

23. Juni 2018 at 15:09

Lesen Sie das nicht: Enttäuschung oder keine Empfehlung

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Lesen Sie diesen Beitrag nicht, empören Sie sich lieber über den Wahlkampf oder die Ärztekammer.
Dieser Text ist ein rein persönlicher (Eminence based) und kann Ihnen wirklich völlig am Pürzel vorbeischrammen.

In der Oberstufe der Mittelschule, ja so nannte man die Gymnasien vor unzähligen Schulreformen, las ich irgendwann auch einmal, in einem Anfall bildungsbürgerlichen Nachholwahns Thomas Manns Buddenbrocks.
Zu meiner Entschuldigung sei erwähnt, dass der Band bei uns herumstand und schließlich mit einem Literaturnobelpreis geadelt wurde. (Einige im Komitee legten schon damals Wert auf die Feststellung, dass der Preis explizit nicht für Manns später erschienene  Zauberberg vergeben wurde.)
Soweit ich mich an meine Gedanken während der Lektüre erinnern kann, hätte es vermutlich auch genügt, sich der Verfilmung aus 1959 auszusetzen und
im Gegensatz zu John Galswortys Forsyte Saga ließen mich die geschilderten Charaktere und Vorgänge bei Mann ziemlich kalt.

Soweit, so gut.

Nicht lange danach, als ich bereits den verhängnisvollen Entschluss eines Medizinstudiums in die Tat umsetzte, legte mir ein Schulfreund Thomas Manns Zauberberg nahe.
Soweit ich mich entsinne, war er ziemlich begeistert davon und argumentierte in der Art, dass man das als angehender Arzt gelesen haben muss.

Nun gut, lassen Sie mich in Parenthese voranstellen, dass ich schon vorher der Überzeugung war, dass man gar nix … haben muss.
Jetzt abgesehen von den Dingen in meinem Herrgottswinkerl hier …
weder als Arzt noch in sonst einer Rolle.

Denke ich an die heutigen Diskussionen über Anstellung von Ärzten bei Ärzten, wäre – ungeachtet seiner hinterfragbaren sprachlichen Qualität – Archibal Chronins Zitadelle allemal empfehlenswerter als Noah Gordons Der Medicus.
Aber natürlich fällt es mir schwer zu verstehen, weshalb wenige Berufskollegen sich so lange nicht in Kafkas Landarzt wiedergefunden haben:
„Einmal dem Fehlläuten der Nachtglocke gefolgt – es ist niemals gutzumachen“

Egal, was wir aus der Kunst für unser Leben schöpfen ist sehr individuell, also hören Sie auf keine Empfehlungen, nicht einmal auf meine, so sehr Sie das bereuen werden.

Da ich aber ein ganzes Leben lang den literarischen Geschmack meines damaligen Mitschülers schätzte, lag seine Empfehlung bleischwer auf meiner Seele und ich kam ihr – wenn auch nach Jahrzehnten – schließlich nach.
Ich las Thomas Manns Zauberberg.

Das vollmundige Versprechen in der Wikipedia:
Während seines siebenjährigen Aufenthalts in der abgeschlossenen Welt eines Sanatoriums im Hochgebirge trifft der junge Hans Castorp auf weltentrückte Figuren, die ihn mit Politik, Philosophie, aber auch Liebe, Krankheit und Tod konfrontieren.
schien das Machwerk schließlich auf das Bücherbrett der Jahrhundertromane zu hieven, von denen ich mich in den Jahrzehnten seit meiner Schulzeit mit sehr unterschiedlichem Behagen doch einige ins Hirn gelesen habe:
(hier eine Auswahl in absteigender Reihenfolge des persönlichen Gewinns)
Kafkas Romantrilogie: Amerika-Prozess-Schloß
Prousts Suche nach der verlorenen Zeit
Camus Fremder
Heinrich Manns Untertan
Heinrich Manns Professor Unrat
Adams Per Anhalter durch die Galaxy
Döblins Alexanderplatz
Orwells 1984
Feuchtwangers Erfolg
Huxleys Schöne neue Welt
Kunderas Unerträgliche Leichtigkeit des Seins
Joyces Ulysses
Canettis Blendung
Fitzgeralds Großer Gatsby
Musils Mann ohne Eigenschaften

Ich habe aber noch selten einen solchen Schwachsinn gelesen, wie Thomas Manns Zauberberg!

Sprachlich in manchen Passagen noch meilenweit unter meinen hier zu flüchtig ins Handy getippten Texten:

Sie war eine sehr liebliche, wenn auch überäugige und asthenische Erscheinung gewesen, den Photografien nach zu urteilen,
die überall in des Hofrats Dienstwohnung standen, sowie auch den Ölbildnissen zufolge, die von einer eigenen Liebhaberhand stammend, dort an den Wänden hingen.


Medizinisch schaumgeschlagenes Lexikonwissen
, das selbst ein Karl May besser hingekriegt hätte.
Überhebliches, pseudophilosophisches Gebrabbel und klischeehafte Personenzeichnung.
Das angeblich zentrales Kapitel (Schnee), unwahrscheinlich in seiner Handlung, widersprüchlicher Schrott in seinem Inhalt:
Mochte dem nun aber wie immer sein und mochte er Morgen um sich haben oder Nachmittag (ganz ohne Zweifel war es noch immer frühabendlicher Nachmittag): auf jeden Fall lag nichts in den Umständen oder in seinem persönlichen Zustande, was ihn gehindert hätte, nach Hause zu laufen, und das tat denn Hans Castorp, großzügig, sozusagen in der Luftlinie, fuhr er zu Tal, wo, als er eintraf, schon Lichter brannten, obgleich die Reste von schneebewahrtem Tageslicht ihm unterwegs vollauf genügt hatten.
Zeilen 16-24 GKFA

Was meines Erachtens aber schwerer wiegt, ist die verschenkte Chance, einen wirklich guten Roman über die irrwitzige Welt einer Lungenheilstätte zu verfassen.
Was Mann hier aus eigenen und den Erfahrungen seiner Frau in einem Davoser Kurbetrieb als „eine Art von humoristischem, auch groteskem Gegenstück zu seinem Tod in Venedig“ machte und was Jahrzehnte als Bildungsroman verehrt wurde, ist reine Unbildung.
Was sich für ein Panorama der mit dem ersten Weltkrieg untergegangenen bürgerlichen Gesellschaft hält ist gegen vergleichbare Werke platte Karikatur.
Statt Kritik an der gewinnorientierten Kurmedizin mit all ihrem Brimborium (Röntgenröhren und Tiefenpsychologie waren damals grad der heißeste Scheiß) scheint sich Mann da an seinem Ärger über einzelnen Personen abzuarbeiten,
nicht zuletzt an dem Arzt, der seine Frau Katia Mann – wie man heute weiß unnötigerweise – gegen Tuberkulöse behandelt hat.

Glauben Sie einem ehemaligen Kurarzt, aus dem Thema hätte sich so mehr machen lassen als diese über 1000 Seiten!
Lassen Sie Mann und lesen Sie lieber House of God, wenn Sie eine treffende Satire über den Irrwitz in der Medizin lesen wollen oder bleiben Sie bei einigen der oben genannten Bücher, wenn Sie etwas über die Gesellschaft um die vorletzte Jahrhundertwende lesen wollen.

 

Written by medicus58

5. Oktober 2017 at 19:47

Warum unsere Parteien am Ende sind

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Zuerst setzte unter dem kaum überhörbaren Gebrummel seiner Parteigenossen BM Kurz die Querschnitt gelähmte Kira Grünberg an die Spitze der Tiroler ÖVP Landesliste und für die kommende Nationalratswahl. Auch auf der Bundesliste schaffte sie es von Null auf 100 in die nahezu sicheren Plätze.
http://derstandard.at/2000062230902/In-Tirol-waechst-die-Kritik-an-Kurz-Basis-und-OeAAB
Parteimitglied ist sie bis heute nicht.
Ich kenne Frau Grünberg nicht, gehe aber nach Medienberichten davon aus, dass Sie eine integere und willenstarke Person ist.

Bundeskanzler Kern toppte den Coup in dem er die amtierende Bundesministerin Rendi-Wagner auf Platz zwei (!) der Bundesliste setzte.
http://derstandard.at/2000062184315/SPOe-Bundesliste-Rendi-Wagner-auf-Platz-2-hinter-Kern
Ich kenne Frau Kollegin Rendi-Wagner beruflich noch als Sprecherin Ihrer Vorgängerin und bin davon überzeugt, dass sich fachlich kompetent und ebenfalls integer ist.
SPÖ Mitglied wurde sie aber erst in den Tagen unmittelbar vor Ihrer Berufung an die Spitze des Ministeriums, Mitglied im BSA immerhin schon seit fünf Jahren.
http://www.heute.at/politik/news/story/-Wieder-eine-mehr—Kern-scherzt-mit-Rendi-Wagner-20157424

Man kann es sich natürlich leicht machen und liegt vielleicht auch gar nicht sooo falsch, dass die beiden Damen ihre Karriere neben der Optik auch ihrer medialen Wirksamkeit verdanken. Der wesentlichere Punkt ist meines Erachtens aber, dass die Personaldecke der beiden (ehemaligen) Großparteien offenbar schon so dünn geworden ist, dass sich trotz enormer Parteiförderungen aus Steuermitteln für einen ziemlich aufgeblähten Parteiapparat niemand für diese Positionen aufdrängt bzw. heran gelassen wird.

Das alles hat mit dem Konzept einer repräsentiativen Demokratie nichts mehr zu tun, wo man noch davon ausging, dass die Probleme „von denen da draußen“ an der Basis aufgenommen werden, in interner Diskussion an Hand einer gemeinsamen Grundüberzeugung  Lösungskonzepte erarbeitet werden, die dann von erfahrenen Abgeordneten in das Parlament gebracht werden.

OK, so ist es eh nie abgelaufen, aber war das Konzept so schlecht, dass wir es unbenutzt völlig zu Grabe tragen?

Written by medicus58

5. August 2017 at 18:05

An das Publikum (Eine Collage)

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1931

O hochverehrtes Publikum,
sag mal: Bist du wirklich so dumm,
wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen?
Jeder Direktor mit dickem Popo
spricht: „Das Publikum will es so!“
Jeder Filmfritze sagt: „Was soll ich machen?
Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen!“
Jeder Verleger zuckt die Achseln und spricht:
„Gute Bücher gehn eben nicht!“
Sag mal, verehrtes Publikum:
Bist du wirklich so dumm?

So dumm, daß in Zeitungen, früh und spät,
immer weniger zu lesen steht?
Aus lauter Furcht, du könntest verletzt sein;
aus lauter Angst, es soll niemand verhetzt sein;
aus lauter Besorgnis, Müller und Cohn
könnten mit Abbestellung drohn?
Aus Bangigkeit, es käme am Ende
einer der zahllosen Reichsverbände
und protestierte und denunzierte
und demonstrierte und prozessierte…
Sag mal, verehrtes Publikum:
Bist du wirklich so dumm?

Ja dann…
Es lastet auf dieser Zeit
der Fluch der Mittelmässigkeit.
Hast du so einen schwachen Magen?
Kannst du keine Wahrheit vertragen?
Bist also nur ein Griesbrei-Fresser-?
Ja, dann…
Ja, dann verdienst dus nicht besser

(Kurt Tucholsky)

14.6.2004 (!)

Molterer: „Anstand“ verpflichtet Gusenbauer zu Rücktritt

19.7.2008

Das Netzwerk des Werner Faymann: Wie Freunde ihn ins Kanzleramt bringen wollen

13.4.2011

Rücktritt von Josef Pröll Scheitern einer Zukunftshoffnung

5.6.2011

Spindeleggers Netzwerk besteht aus Cartellverband und sozialliberalen Christen

9.5.2016:
Faymann ist Geschichte – Der Fahrplan für die nächsten Wochen

13.5.2017

„Mitterlehner nach allen Regeln der Kunst abmontiert“

1977 Heroes

I, I will be king
And you, you will be queen
Though nothing, will drive them away
We can beat them, just for one day
We can be heroes, just for one day

We’re nothing, and nothing will help us
Maybe we’re lying, then you better not stay
But we could be safer, just for one day
Oh-oh-oh-ohh, oh-oh-oh-ohh, just for one day

(David Bowie)

Es war einmal ein Kammerfunktionär oder vor der Wahl ist nach der Wahl

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Auch Ihr Medicus hält sich meist an das ungeschriebene Gesetz nicht das eigene Nest zu beschmutzen nur gibt es halt Situationen, in denen vieles plötzlich klarer wird, wovon hier immer wieder die Rede ist:
Ärzte: Unser Image ist im Arsch, soviel scheint sicher
https://medicus58.wordpress.com/2013/01/06/arzte-unser-image-ist-im-arsch-soviel-scheint-sicher/

Die Kammerwahlen in den Ländern sind geschlagen und Posten und Pöstchen sind gewohnt nepotistisch verteilt worden.
Es wurde vielleicht nicht immer dem Wählerwillen entsprochen aber sicher gestellt, dass die bisherigen Player auf ihren Posten bleiben.
So gesehen frägt man sich, weshalb man sich Wochen nach der Wahl für Scheinverhandlungen verschreibt (in denen z.B. von der Gesundheitspolitik das PV-Gesetz und der ÖSG durchgepeitscht wird), wenn in den meisten Ländern die Koalitionen ohnehin schon in der Nacht des Wahltages paktiert wurden,
aber sei es drum.

Die aus mir unverständlichen Gründen von der Wählerschaft in ihrer Bedeutung nahezu völlig übersehene Wahl in der Österreichischen Ärztekammer ist noch ausständig, jedoch kann ich hier aus Erfahrung berichten, dass auch dort für eigentlich Abgewählte noch Funktionen bereitgestellt werden.
Ein als Vorsitzender eines Gremiums nicht mehr zur Verfügung stehender Mandatar, der im Heimatbundesland als Kammerpräsident abgewählt wurde, wird halt in einem ÖÄK Gremium zusätzlich zum neu gewählten aber völlig überlastenden neuen Vorsitzenden zum „geschäftsführender Vorsitzender“ gekürt, Platz am Podium findet sich immer noch …
Praktischer Weise kann der eigentliche Vorsitzende dann die Sitzung überhaupt schwänzen oder zumidnest früher verlassen…

So weit so die österreichische Realverfassung, die in ähnlicher Form auch in Parteien, anderen Kammern, Gewerkschaften vergleichbar abläuft.
Wen man kennt, auf den kann man sich verlassen, …. dass er den Mund hält!
Oder für die eher christlich geprägten Leser:
Wer nicht für mich ist, ist (automatisch) gegen mich
(Matthaeus 12:22-32).
Da sage noch einer das Abendland wäre in Gefahr!

Worum es mir aber heute geht ist die Außenwirkung unserer „Berufsfunktionäre“, die vielleicht nicht ganz unschuldig daran ist, wie die Stimme der Ärzteschaft von anderen wahrgenommen wird.

Diese Woche lud eine medizinisch-wissenschaftliche Forschungsinstitution zu einer  Podiumsdiskussion über Beschaffungsvorgänge in der Medizin ein (Mehr Markt oder auf zu Planwirtschaft und Monopolisierung).

Mag. Günter Fellhofer, Apothekenleiter der Landesapotheke Salzburg,
Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber, Vizedekan der Fakultät für Gesundheit & Medizin der Donauuniversität Krems und
Gen. Dir. Dr. Josef Probst, Generaldirektor, Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger fokusierten ihre Diskussion zwar ausschließlich auf Beschaffungen im Pharmabereich („teure Tabletten“) und wenig verwunderlich, wenn Ökonom, Apotheker und Jurist diskutieren primär auf die ökonomischen Aspekte des Problems, was angesichts der vielen WU-Studierenden im Publikum aber irgendwie verständlich war.
Anwesenden Patientenvertreter brachten dann völlig zu Recht auch die Patientensicht („unübersichtliche Generikaszene“, „Auslaufen von umsatzschwachen aber für wenige Patienten lebenswichtige Substanzen“, …) ein und dann geschah das Bemerkenswerte:

Ein eben mit absoluter Mehrheit wiedergewählter Kammerfunktionär, der auch seit vielen Jahren in der ÖÄK eine führende Rolle spielt, meldet sich zu Wort.
Ich habe ihn vor Beginn der Veranstaltung nicht gesehen, kann also nicht sagen, seit wann er der Diskussion beiwohnte, aber jetzt macht er
– völlig zu Recht – auch die Ärzteschaft zum Sprecher der Patienteninteressen
(„wir sind für die Patienten da“) und spielt
– völlig zu Recht den Ball Hauptverband und Politik zurück
(„nicht wir Ärzte wollen es den Patienten sagen, dass für ihr Medikament kein Geld da ist“).

Bravo, so soll es sein!

Ökonomen, Apotheker und Hauptverband schauen nur aufs Geld,
wir Ärzte im Schulterschluss mit unseren Patienten!

Das Mikro wurde an eine Vertreterin der Selbsthilfe-Gruppe „Cushing Österreich“ weitergereicht, die Probleme in der Beschaffung des Medikaments „Hydrocortison“ ansprach, weil die Pharmandustrie dieses (z.B. für Patienten, ohne Nebenniere) wichtige Medikament offenbar nicht mehr nach Österreich importiert.
Ein großes Problem, das auch viele andere umsatzschwache Medikamente (VierfachimpfstoffeTrijodthyroin, Pentagastrin, …. ) und Diagnostika betrifft.

Als HV GD Probst nach dieser Fragerunde auf die Aussage unseres Kammerfunktionärs replizieren wollte, hatte der, zur allgemeinen Befremdung, den Saal bereits verlassen.

Ich würde gerne annehmen, dass der Betreffende „Bereitschaftsdienst“ hatte und just jetzt zu einem dringenden Notfall gerufen wurde,
wenn sein Arbeitsplatz nicht rund 200 km vom Tagungsort entfernt läge und ich sein Verhalten:
Später kommen,
Wortmeldung zum Protokoll und
wieder gehen
nicht schon bei ihm und anderen so oft erleben habe müssen …..

Aber nur zur Erinnerung, die Liste unseres Kollegen fuhr bei der letzten Wahl erneut die absolute Mehrheit ein ….

Meine Großmutter, eine Tischlersgattin und Nebenerwerbsbäuerin sagte in solchen Fällen immer:

Wia ma si bett so liegt ma 

From USA: The Globe of Death

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Wenn es sich nicht um einen alten Motorrad Stunt eines kleinen Privatzirkus handeln wurde,  hätte man glauben können es ginge um den politischen Weltzirkus.

Written by medicus58

5. Oktober 2015 at 13:38

Veröffentlicht in Satanswinkel SKANDALTRACKER

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