Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Satanswinkel SKANDALTRACKER’ Category

Ohne Worte im Volksgarten

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1823 als erster Park vom Kaiser der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In der Pandemie von einer demokratisch gewählten Regierung geschlossen und erst nach wilden Protesten wieder zugänglich gemacht.

Irgendwann gehen auch wir wieder auf die Straße.

Written by medicus58

2. Juni 2020 at 10:27

Kurz: Das Werk Gottes

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Die Auferstehung verschoben, Ostern erlassen, diesen Erlass auch gleich wieder aufgehoben. Verkündigung im Minutentakt und sprachliche Bilder die bereits im Wahlkampf wahr wurden, als Sebastian von den betenden Massen in der Stadthalle heilig gesprochen wurde.

Den Mann umwehen Wunder, wie eine makellose Frisur, während tausenden Gläubigen zwangsweise die unfrisierten Strähnen in die Augen und die Gehörgänge hingen, so dass all das widersprüchliche Geschwurbel über Gefahren, Masken, und Fastenzeit übersehen und überhört werden musste.

Aus den Höhen der unabgeschlossenen Einführungsvorlesung in die ihn und seine Jünger und Jüngerinnen das Gailomobil gebracht hat, stieg er zu uns herab, um unter den glosenden Trümmern von gesprengten Regierungen, Parteien und Verfassungsgesetzen das Werk Gottes, also das Opus Dei für den Bildungsbürger, an uns zu vollenden.

Welcher Gott ihn geschickt hat, ist noch unklar, aber trotz der Mannigfaltigkeit der Mahrers, Blümels, Nehammers und der Mutter Köstlingers darf angenommen werden, dass man von einem Eingottglauben ausgehen darf, der sich selbstermächtigt auf uns niederließ, sein eigenes Werk zu vollenden.

Und schließlich waren die biblischen Plagen nicht ganz unzufällig dafür verantwortlich, dass sich das Volk Israel entnervt dem Eingottglauben zu wandte.

Wo kommt denn der Clemens Auer her?

with one comment


War wohl der bisher schwerster Auftritt der Grauen Eminenz der österreichischen Gesundheitspolitik, als er zum missglückten „Oster Erlass“ – Dadaismus auf ganz hohem Niveau! bot: https://youtu.be/ivnPjlVy1Ss

Der Spitzenbeamte, der in trauter Runde gerne von all denen sprach, die unter ihm schon Gesundheitsminister waren, und uns nun stilsicher die Virologie näher bringt, hat natürlich nicht Medizin sondern Philosophie und Politikwissenschaften an der Universität Wien studiert.

Wer nun glaubt, dass der geborene Niederösterreicher ein kritischer Linker wäre, nur weil er bei Sozialphilosophen Norbert Leser dissertierte, ist auf dem Holzweg bzw. versuchte er die Sozialdemokratie als Leiter der Politischen Abteilung der Österreichischen Volkspartei zu reformieren. Spaß beiseite, das Mitglied der katholischen Studentenverbindungen KÖHV Carolina Graz und der KaV Norica Wien im ÖCV machte sich wohl kaum des Linksabweichlertums verdächtig, sonst hätte ihn Gräfin Rauch-Kallert-Mensdorff-Pouilly auch kaum ab 2005 bis 2018 zur mächtigsten Person des Gesundheitsministers als Leiter der Sektion I (Gesundheitssystem, Zentrale Koordination) im Bundesministerium berufen. Auch dass er von Hartinger-Klein 2018 weggelobt wurde, schadete seiner Karriere (WHO, EU, Orden) nicht und als „Sonderbeauftragter Gesundheit“landete er jetzt im Krisenstab, um das Gesundheitssystem, dass er in den letzten eineinhalb Jahrzehnten (zum Teil mit Milliardenaufwand) umgedreht und wie manche sagen kaputt gespart hat , durch die Krise zu bringen.

Als Geschäftsführer der Bundesgesundheitsagentur (-Sept 2018) und Vorsitzender des Fonds zur Finanzierung der Privatkrankenanstalten saß er auch an den Schalthebeln der Geldflüsse unseres Gesundheitssystems, als die Privatkrankenhäusern mehr Geld aus dem Topf erhielten.

Auch die letzte Studienreform, Aufnahmeprüfungen und die Reduktion der postraduellen Ausbildungsplätze zur Reduktion der teuren Fachärzte, die zum Ärztemangel in diesem Land führten wurden von Auer maßgeblich mitgestaltet.

2011 sah er weniger ein Problem in den Ärztezahlen als vielmehr einen Mangel in bestimmten Fächern bzw. Regionen. Die Zahl der ÄrztInnen sei in letzter Zeit stark angestiegen, in den letzten zehn Jahren um etwa 25 Prozent, in den letzten zwanzig Jahren gar um 73 Prozent auf aktuell österreichweit etwa 40.000 ÄrztInnen. Als wesentlich für die Zukunft erachtete Auer eine Reform bei der postgradualen Ausbildung zum AllgemeinmedizinerIn bzw. FachärztIn.

2013 wurden dann Aufnahmeprüfungen an den Med-Unis eingeführt und die privaten Medunis (Karl Landsteiner Privatuniversität 2013, Salzburger Privatuniversität mit Standort Nürnberg 2014, Siegmund Freud Privatuniversität 2015) begannen zu sprießen.

Um hier von Eminenz zu Evidenz über den wahren Ärztebedarf zu kommen, gab es zwar eine Bedarfsstudie, aber Bei der bereits mehrmals angekündigten Ärztebedarfsstudie verwies Auer auf „methodische Interpretationsschwierigkeiten“ zwischen den Partnern der Studie. Sie sei aber „auf dem Weg“.

Als er 2016 dann plötzlich „Feuer am Dach, trotz so vieler Ärzte wie nie, sah“ erfand er in einem scheinbaren Geniestreich die Primärversorgungszentren.

Zwischen 2011 und 2016 liegt weniger als eine Studiengeneration.

Der Mann, der keine Aufwand scheute um Milliardenprojekte wie die elektronische Krankenakte (ELGA, e-Medikation) den Menschen als ausschließlich ihrem Vorteil dienend zu verkaufen, fand sich auch den aktuell diskutierten Corona-Trojaner völlig OK.

Schließlich hat er doch beim EU Health Forum in Gastein noch im Oktober 2019, also vor der Coronakrise sein Weltbild offenbart:

To achieve such things I believe you have to give up sovereignty and, yes, some rights. This needs trust and you must do it voluntarily – that’s the trick. It means a lot of work, but I think we in Austria have achieved this.”

Was Auer von den Ärzten hält, die seinen Sicht nicht teilen und auf Probleme aufmerksam machen, hat er schon 2014 sehr deutlich gemacht:

„Ärzte die glauben, dass sie ELGA als Hilfsmittel nicht brauchen, sollten sich überlegen, ob sie ihre Rolle als Primärversorger in Zukunft überhaupt noch wahrnehmen wollen. An IKT – und somit auch ELGA – kommt man im Gesundheitswesen in Zukunft nicht mehr vorbei. Und dabei geht es weniger um konkrete Lösungen, als um die dahinterliegenden Prozesse“.

Man könnte das auch so verstehen, dass es da weniger um das Gesundheitswesen geht, als um die dahinterliegenden Prozesse …

Written by medicus58

8. April 2020 at 16:57

Best of Böse

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Seit Jahren listet Der Falter die nach Meinung der Redaktion 100 wesentliche Bösewichter des Jahres auf. Die Inseratenpreise für 2020 stehen übrigens schon fest.

Wenig überraschend führte 2019 Der Heilige Christian Strache die Liste an, nur scheint dies ungerecht:

Wirklich Böse sind erfolgreich, vom Auftritt im Ibizavideo bis zur Auswahl seiner Leibwächter hatte Strache kein erfolgreiches Händchen und letztendlich selbst in die Bedeutungslosigkeit gesprengt. Ja, er hat seiner Partei und den Rechten geschadet, aber noch ist unklar, wie nachhaltig das war.

Wenn man in der österreichischen Politik einen Oberbösen sucht, dann würde ich einen anderen Christian vorschlagen: Christian Deutsch

Der gescheiterte Medizinstudent schafft es seit mindestens einem Jahrzehnt die SPÖ zu ruinieren.

Ob er als Konsulent für Marketing und Werbung der SPÖ-nahen Zentralsparkasse maßgeblich an deren Ende mitarbeitete, entzieht sich meiner Kenntnis, seine Beteiligung am Sturz von Bürgermeister Häupl (Wer nix ist und wer nix kann, der patzt den Bürgermeister an) ist amtsbekannt. Er brachte für seine Rache weniger als vier Jahre, dass er von Häupl 2014 abgesetzt wurde, nachdem er offenbar kein Interesse an einer Parteireform hatte.

Letztlich hat sich Ex-SP-Chef Kern im Oktober 2018 selbst in die Luft gesprengt, jedoch half Deutsch kräftig mit ihn sturmreif zu schießen.

Als Belohnung durfte Christian Deutsch dann für die SPÖ und Rendi-Wagner die Nationalratswahl 2019 versemmeln.

Was den Matura ten eines privaten katholischen Gymnasiums zu all seinen Jobs in der Zentralsparkasse, der ARWAG, Bezirks- und Gemeinderat und dazwischen der Mietervereinigung, fachlich befähigt, ist unklar, alle aufgelegten Elfer (Ibiza, ÖVP Schulden, Kurz Freundeskreis, FPÖ Zwistigkeit um HC,…) hat der Wahlkampfleiter der SPÖ verschossen.

Die Groteske um das Gehalt von SP Lercher hätte nichtmal einem Politik-Frischling do aus der Hand gleiten dürfen.

Hilflos den maroden Parteifinanzen gegenüber tappte er in den Spin „Kündigung per Mailund ließ Rendi-Wagner uninformierte Interviews über Verhandlungen geben, obwohl die Personen, die gekündigt werden sollen, schon hinter ihrem Rücken ausgemacht wurde.

Im Dezember überstand die SPÖ nur knapp einen offenen Putsch und das Betteln um Parteispenden wurde an die ZIB geleakt.

Sowas passiert nicht, sowas muss beabsichtigt sein. Sowas ist nicht dumm, sowas ist Best of Böse.

Wenn Bruno Aigner sagt: Deutsch ist Partei in der Partei, dann ist das euphemistisch, eher ist er ein Torpedo mit Umkehrschub: Es sprengt zielsicher seine Abschussbasis und überlebt das bereits mehrfach.

Legen Sie Machiavelli zur Seite und nehmen Sie das Deutsch-Buch zur Hand, da können Sie noch was lernen, das selbst den Borgia zu brutal gewesen wäre.

Written by medicus58

23. Dezember 2019 at 13:53

Keine Weihnachtslegende: Und es übergab sich

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Vor zwei Tagen vermeldete der ORF zur Prime Time, dass die Ermittlungen im Falle des Bootsunfall beim Girls‘ Day des Bundesheeres entgültig eingestellt wurden.

Verkürzt lautete die Begründung des Sachverständigen (?), dass allfällige Fehler in der Rettungskette des Bundesheeres eh egal gewesen wären, weil es „keinen Unterschied gemacht hätte, ob die beiden nach 5 oder erst nach 50 Minuten gefunden worden wären“.

In Kenntnis des Zustandes beider Verunglückten ist dies nicht nur zynisch sondern IMHO sachlich nicht nachvollziehbar! Nur es interessiert keinen mehr.

Es gibt keine Verhandlung mehr, es gab nie eine öffentliche Verhandlung mit Zeugenaussagen, es gab auch nie ein Urteil, es gab einer Diversion … und es interessiert auch außerhalb von den involvierten Ministerien auch niemanden mehr.

Sag mir noch einer, dass DAS ein Rechtsstaat ist.

Well done.

Written by medicus58

9. Oktober 2019 at 07:33

Faket die Faker oder die weiche Birne der Populisten

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Zufällig finden sich diese Woche zwei köstliche Beweise, wie weich die Birne jener ist, die uns stets mit großem Getöse versprechen die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu berichten, während sie selbst auf jeden dummen Fake reinfallen und wie diese Erkenntnis ins Volk zu bringen ist. Nein, es geht nicht primär um das Ibiza-Video, mit dem sich offensichtlich die FPÖ selbst in die Luft gesprengt hat, so wie ich es mir bereits 2013 in meiner kranken Fantasie ausgemalt habe (Der FPÖ Wähler). Aber irgendwie dann doch auch.

Die sich thematisch und stilistisch noch im Selbstfindungsprozess befindliche ORF SendungGute Nacht Österreich“ demonstrierte wie schnell der mit Steuergeldern gefütterte Boulevard auf billige Fakes rein fällt, wenn die Quote winkt: https://www.derstandard.at/story/2000109484431/peter-klien-zeigt-mit-fake-skorpion-panikmache-von-krone-oesterreich (ab 10:30)

Den Vogel schoss aber am Freitag die ZDF Heute Show ab, die uns bildlich vor Augen führte, dass auch die Rest-FPÖ auch ohne Strache und Gudenus sich zum Narren machen, wenn man glaubt unter sich zu sein.
Man schickte einfach einen gefakten Reporter des „Alternativen Fernsehen Deutschlands (AfD TV)„, den genialen Fabian Köster, zu den Blauen.
(Für die mit der AfD und dem running Gag der Heute Show nicht so vertauten Ösis: Der AfD Politiker, den sie auf Aufforderung Kösters so anfeuern heißt natürlich Björn Höcke, aber:
Im März 2015 gab die Thüringer Allgemeine Höckes Vornamen irrtümlich mit „Bernd“ an. Nachdem Höcke sich darüber öffentlich empört hatte, benutzte Oliver Welke in der heute-show absichtlich den falschen Vornamen. Andere Satiriker taten es ihm nach. Später benutzten auch Sprecher der Tagesschau, das heute-journal, B.Z.DWDL.deFAZNeue Osnabrücker ZeitungNordwest-ZeitungSpiegel TV, Hamburger MorgenpostHuffpostMünchner MerkurSüdwestrundfunk und weitere absichtlich oder versehentlich den falschen Vornamen. Auch der FDP-Politiker Hans-Ulrich Rülke nannte im Oktober 2017 in einer Landtagsrede mehrfach den falschen Vornamen und bekräftigte auf Nachfrage: „Der Mann heißt Bernd. Ich weiß es definitiv aus der heute-show.“ Am 25. Januar 2018 erschien der Name „Bernd Höcke“ sogar in einer Pressemitteilung des Bundestages, die noch am selben Tag korrigiert wurde. Oliver Welke feierte dies in der heute-show als ultimativen Erfolg seines running gags.

Unsere Blauen, die sich dem deutschen Gast gegenüber natürlich bewundernd über den brauen Bruder AfD äußerten, vorzuführen, dass sie in Wirklichkeit keine Ahnung haben, wer dort das sagen hat, in dem sie gröllend „Bernd, Bernd“ skandieren und dass sie selbst genauso in eine plumpe Falle tappen wie ihr Ex-Heiliger Strache, ist schon ein Höhepunkt dessen, was aufklärerische Satire leisten kann.

Bei mir verdichtet es den Glauben, dass im 21.Jahrhunderte Erkenntnisse nicht mehr über (wissenschaftliche) Argumentation sondern zunehmend über Bilder zu betreiben ist:

80 Jahre 2. Weltkrieg aber nur 366 Tage Girls‘ Camp beim Bundesheer

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Am 1. September 2018, also heute vor einem Jahr, kam es im Rahmen einer Propagandaveranstaltung des Österreichischen Bundesheeres (Girls‘ Camp 2018 Hainburg) zu einem Bootsunfall. Nach tagelanger Vernebelungstaktik wurde klar, dass zwei Opfer lange (10, 20, 30, 40 Minuten) unter Wasser blieben, bis sie gerettet wurden.
Der ORF NÖ dokumentierte eindeutig, dass lange Zeit die zwei am schwersten betroffenen Opfer niemanden abgingen. Auch wenn das Bundesheer diese Dokumente immer in Frage gestellt hat wissen wir inzwischen u.a. durch die Aussage des Bootsführers, dass die Suche zwischenzeitlich eingestellt wurde, weil am Unfallsort jemand (niemand anderer als ein Bundesheerangehöriger kommt dafür in Frage und es war nicht der Bootsführer) behauptet hätte, dass alle Teilnehmerinnen schon gerettet wären.
Der damalige Chefredakteur und Herausgeber des Kurier, der hinter den sehr kritischen Berichte seiner Redaktion stand, wurde bald abgelöst und kandidiert heute für die Neos.
Nach einem medial dann überwiegend als Bootsunglück hätte verhindert werden können kommunizierten Gutachten, das sich ausschließlich mit den technischen Unfallursachen, nicht mit den katastrophalen Vorgänge danach befasst hat, trat der Bootsführer am 13. Mai 2019 vor den Richter:

Er bekannte sich der fahrlässigen Gemeingefährdung schuldig und kam mit einer sogenannten Diversion ohne förmliches Strafverfahrens  davon, in dem er 3.400 Euro Geldbuße zahlte. Er ist somit formal ohne Gerichtsurteil und unbescholten.

Daraufhin verzichtete das Gericht auf die Anhörung angereister Zeugen und die Abklärung, wer denn fälschlich am Unfallort dem Bootsführer und anderen Rettern des Bundesheers gesagt hat:
Es sind alle da,
was erst dazu geführt hat, die Suche am Unfallort abzubrechen und was den tragischen Ausgang für die beiden unter dem Boot eingeschlossenen Teilnehmerinnen verursacht hat.
Aus meiner Sicht liegt hier für die Hauptverantwortung, das das Leben von zwei Teilnehmerinnen (und das ihrer Familien) zerstört wurde.

Durch den Kunstgriff der Diversion, die explizit bei schwerwiegenden Straftaten die z.B. den Tod eines Menschen zur Folge haben aber offenbar für die Staatsanwaltschaft im Falle des Wachkomas anwendbar schien, ersparte Richterin und Staatsanwaltschaft am Bezirksgericht Bruck an der Leitha dem Bootsführer ein formales Urteil und sicherte dem Berufssoldaten seine weitere Berufslaufbahn, was noch menschlich nachvollziehbar ist, aber sie erlaubte es auch dem Bundesheer mit seiner Vernebelungstaktik durchzukommen: Gratulation

Am anschaulichsten zeigt sich das in der bis heute unkorrigierten offiziellen Stellungnahme (FAQ) des BH:

Wann hat man die Suche eingestellt? Die Suche wurde erst eingestellt, als die Bergung abgeschlossen war.
Nein, der fatale Fehler war, dass durch eine Falschmeldung am Unfallort die Suche zwischenzeitlich eingestellt wurde.

Wurden die Angehörigen rechtzeitig informiert? Angehörige einer unmittelbar betroffenen Frau wurde leider zu spät informiert.
Nein, die betreffende Familie wurde überhaupt nicht informiert!

Nach einem Jahr interessiert das alles niemanden mehr und die Betroffenen können bestenfalls privatrechtlich vorgehen. Für Justiz und Medien ist der Fall im wahrsten Sinn des Wortes erledigt ….

Heute gedenken wir des Beginns des II. Weltkriegs, was ja praktisch ist, weil wir da alle nur Opfer waren ….

Stand 15. September 2018:
Das war der Girls’ Day beim Bundesheer, eine Materialiensammlung für alle, die sich ein Urteil bilden wollen

Stand 27. September 2018:
Girls‘ Camp cont.; ORF NÖ verliert die Geduld

Stand 1. Dezember 2018:
Falsche Spuren im Nebel: Der Endbericht des Bundesheeres kann noch nicht das Ende sein

Stand 14. Mai 2019:
Bootsunglück Bundesheer: War’s das? Scheinbar nicht …

Stand 25. April 2019:
Girls Day beim Bundesheer cont.

Das Er

Written by medicus58

1. September 2019 at 08:38

Der Heilige Christian

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Ich habe das gestern mit der Heiligsprechung HCs schon ernst gemeint, denn das was Strache in den paar bekannt gewordenen Minuten Prahlerei auf Ibiza ausgelöst hat, haben selbst renommierten Aufdeckungsjournalisten in einem Jahr nicht geschafft. Dass er sich dabei selbst als koruptionsbereit offenbart hat, bringt ihn zu Recht ins Fegefeuer, aber so ein bisschen Purgatorium wartet wohl auf viele von uns.

Das soll seine Leistung nicht schmälern aufgedeckt zu haben, dass vieles was so scheinbar unvorsehbar passierte den Eingeweihten längst hinter ihrer Unschuldsmiene klar war:

Keine Zeitung hat vor Ibiza und seit der Türkisen Revolution so wirklich versucht zu recherchieren, woher das Geld für Kurz’ens Wahlkampf und Message Control kam. Jetzt plötzlich von der ÖVP (und anderer Parteien) zu erfahren, wer in die Politik (und somit in die Gesetzgebung) investiert zu haben, das verdanken wir dem Heiligen Christian.

Ja und das Wasser, das ja keine Partei und die Neos schon gar nie privatieren wollte: Dort und da wird das aber schon längst teilprivatisiert, Dank HC wissen wir das nun alle.

OK, nicht das russische Rehauge hat letztendlich Teile der Kronenzeitung gekauft sondern der Benko, aber dass da was läuft war offenbar allen klar.

All die Vereine und Thinktanks mit ihren ach so gemeinnützigen Zielen: Beim deutschen Nachbarn haben Kabaretts wie Die Anstalt schon längst Konstrukte wie z. B. Der „Bertelsmannstiftung“ oder „Atlantik Brücke“ kritisch untersucht, bei uns werden Wortmeldungen angeblich unabhängiger Experten noch wie Tafeln vom Berg Sinai gehandelt. Auch hier hat uns der Heilige Christian die Augen geöffnet.

Und sein offenes Bekenntnis, dass in staatsnahen Betrieben wie den Casinos Austria (auch wenn die größtenteils ohnehin schon privatisiert wurden) eben Regierungsparteien Posten besetzten ist in seiner Klarheit ebenso zu loben wie weiland der blauäugige Interviewbeitrag vom damaligen ÖVP Vizekanzler Spindelegger der Kanzler Faymann die Rede verschlagen hat: In Österreich wurden Posten doch immer nur nach Qualifikation und nie nach Parteibuch vergeben.

Bonmont am Rande, Spindelegger hatte den Josef Pröll abgelöst, der nun im Aufsichtsrat der Casinos Austria sitzt und ohne den Heiligen Christian hätten wir wohl nie erfahren, dass der dortige Aufsichtsrat die Qualifikation des FP Kandidaten per Beschluss gar nicht so genau wissen wollte.

All das gereicht dem übermenschlich gewordenen Zahntechniker zur Ehre und dafür sollten Sie ihm danken, nur wählen sollten Sie weder ihn noch die jetzigen Inhaber seiner FB Seite.

Zu dieser Auseinandersetzung zwischen dem Heiligen Christian und seinen strammeren Parteigenossen passt übrigens ein heute doch fast prophetische wirkendes Gespräch mit einem FPÖ Wähler, das wir hier vor 6 Jahren, auch knapp vor einer Wahl aufgezeichnet haben.

Written by medicus58

22. August 2019 at 15:30

Bumsti, ein österreichischer Held oder HC, der Heilige Christian

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Ihr werdet noch sehen, das einzige Problem das HC Strache bei seinem Videoauftritt auf Ibiza nicht hatte war, dass er übertrieben hätte. Damit hat er, unbewusst und unfreiwillig dieser Republik einen größeren Dienst erwiesen, als wenn er weiter Vizekanzler gespielt hätte.

Dazu passt die Bestandsaufnahme des Herrn Kappacher:

Das sind wir schon: Radioblog

Written by medicus58

21. August 2019 at 07:52

Der Mohr: Update 2011-2019

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Wir wollen auch heuer wieder die alljährliche Leseabstinenz des p.t. Publikums nützen, ein paar alte Beiträge auf den neuesten Stand zu bringen.
2011 haben wir uns mit den rechtlichen Schwierigkeiten eines gewissen Julius Meinl (Einen kleinen Braunen, bitte.) beschäftigt, die ihm bis Ende 2012 schon mehr gekostet hat als der lebenszeitliche Kaffeekonsums einer Kleinstadt. Ein paar Honorarnoten werden wohl noch dazu gekommen sein, aber passiert, also rechtlich passiert, ist ihm bis heute nichts unter der Unschuldsvermutung. Interessieren tut es auch niemanden mehr, so dass es ein super Thema für das Sommerloch darstellt.

Julius Lindbergh Meinl V. (* 9. Juli 1959 in Wien) ist ein seit 2013 in Prag wohnender Bankier mit britischer Staatsbürgerschaft, der mit seiner Immobilienfondsgesellschaft vielen Menschen viel Geld gekostet hat und der 2009 zwei Nächte gesiebte Luft atmen musste, ehe er die Rekordkaution von 100.000 € zusammengekratzt hat.
Vier Jahre rechnete die Justiz nach, um zu erkennen, dass die Kaution um 90.000 € zu hoch war und überwies diese großzügig zurück.


2015 hat das Oberlandesgericht überhaupt die Anklage wieder an die Staatsanwälte zurückgewiesen und im 2018 wurden die Ermittlungen in einem Teilbereich eingestellt. Die Staatsanwaltschaft Wien erhebt aktuell (nicht rechtskräftig) nur Anklage wegen Untreue, nur das zieht sich auch wie ein Strudelteig.

Im Jänner vermeldete der Standard , dass sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Causa European Land gegen J.M.V. trotz des im Herbst 18 vorgelegten Abschlussberichts noch um ein weiteres Gutachten erweitert werden müssen: Laut Schreiben vom 10. Jänner an die Beschuldigten soll ein Sachverständiger eine Expertise „zur Frage des hypothetischen (,richtigen‘) Börsenkurses“ der MEL-Zertifikate zwischen 1. Jänner 2005 und 23. August 2007 erstellen.

Ende Mai 2019 informierte die FMA, dass die Julius Meinl Investment Gesellschaft m.b.H (JMIG) ihre Konzession zurückgelegt hat. Die drei noch bestehenden Fonds der JMIG werden per 31. März 2019 an die LLB Invest Kapitalanlagegesellschaft m.b.H. als neue Verwaltungsgesellschaft und auf die Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG als neue Depotbank übertragen. Es handelt sich um die Vehikel Meinl Capitol 1, Meinl Core Europe sowie Meinl Quattro, in die in den vergangenen Monaten die meisten anderen Fonds der Gesellschaft verschmolzen wurden. Neuer Portfoliomanager ist C-Quadrat.

Ja, 2012 hat sich unser seit 2009 geschiedener Banker erneut verheiratet und erscheint im Gegensatz zu seinem ehemaligen Partner KH Grasser nicht in österreichischen Gerichtssälen.

Was uns übrigens dazu bringt, dass wir auch den Eintrag des einstigen Herzensbubens von Ex- Kanzler Schüssel updaten müssten, und natürlich auch den des „lustigen Radfahrers“, … also ganz schön viel zu tun im Sommerloch.

Written by medicus58

15. Juni 2019 at 18:16

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