Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Mai 2015

10 Millionen € pro Monat und noch meutern, die Ärzte sind unersättlich

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In diesen Tagen flattert den KAV Ärzten eine 40-seitige Hochglanzbroschüre von Gen. Dir. Janßen ins private Postfach, um ihnen die Vorzüge der „Neuen ÄrztInnenarbeitszeit im KAV“ zu erklären,  weil sie offenkundig von ihrer Kammer nicht objektiv aufgeklärt wurden.

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Auf Seite 32 wird dann aufgelistet, welches Füllhorn sich ab 2017 über einen OA in der höchsten Gehaltsstufe ergießen wird.
Wenn er trotz vorgerücktem Alter (nicht viele werden vor der Pension diese Gehaltsstufe überhaupt erreichen können) einmalig bereit ist (monatlich geht sich das ohnehin nicht aus), innerhalb seiner 40 Wochenstunden Dienstverpflichtung 4 verlängerte Dienste zu leisten, einen davon am Tag des Herrn und einen zusätzliche zu seinen 40 Stunden in Form von 25 Überstunden,  dann hat er im Juni (siehe Foto der Seite oben)
10 Millionen 839 Tausend und 375 Euro verdient.

Kein Wunder, dass die Gesundheitsstadträtin angesichts ihrer Großzügigkeit (ab 2017) kein Verständnis für den Unmut ihrer Ärzte aufbringt.

Uns Eingeweihten zeigt es nur die Qualität mit der im KAV Kalkulationen erfolgen und es stellt sich die Frage an den Herrn Generaldirektor, ob es nicht genügt hätte diesen Schwachsinn per E-Mail zu verteilen.
Da hätte es wenigsten eine reelle Chance gegeben, dass diese tiefen Einblicke in das Innenleben des Wiener Krankenanstaltenverbundes im Spam-Ordner verschwunden wären und man hätte sich die Druckkosten erspart.

Nachtrag: 

Am 3.6. sandte das „Redaktionsteam“ der GD eine Korrektur der Informationsbroschüre ins Intranet, um einen redaktionellen Fehler auf Seite 26 zu korrigieren, weil die zweite Etappe nicht wie fälschlich in der Druckversion angegeben am 1. Juli 2017 sondern schon am 1.Jänner 2017 in Kraft treten soll.
Daneben tobt eine Mail-Schlacht zwischen Wiener Ärztekammer und GD Janßen, ob die errechneten Gehalterhöhung in dieser Broschüre nun stimmen oder nicht, aber auch in der aktualisierten Version im Intranet, hat es der KAV noch nicht der Mühe wert gefunden den hier aufgezeigten Darstellungsfehler (10.839,38 € statt der angegebenen 10.839,375 €) zu berichtigen…..

Written by medicus58

30. Mai 2015 at 14:34

Andreas Schieder: Ehe für alle außer für mich

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Schiederhly2

SPÖ Klubchef Schieder macht diese Woche im Fahrwasser des irischen Volksentscheid, vielleicht auch ein bisschen angestachelt durch den auch von der Wiener SPÖ medial ausgeschlachteten Eurovision Song Contest und möglicherweise auch als Antwort auf Vassilakous Ampelmännchen, plötzlich
massiv Druck für die Einführung der Schwulenehe auch in Österreich:

„Ich appelliere an die ÖVP, sich nicht nur bei Parteitagen liberal zu gebärden, sondern diesen Worten Taten folgen zu lassen.“
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/politik/sn/artikel/homo-ehe-auch-in-oesterreich-spoe-erhoeht-druck-fuer-oevp-kein-thema-151719/

Nur ein Schelm denkt, dass er durch diesen Vorstoß lediglich einen „medialen Aufreger“ steigen lässt, um aus eigenem Interesse dem Hypo-Ausschuss die Themenherrschaft am Stammtisch streitig zu machen, schließlich war er von 2008–2013 Staats­se­kre­tär im Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fi­nan­zen https://hypo.neos.eu/person/andreas-schieder/), nehmen wir ihm doch einfach ab, dass ihm das Institut der staatlichen Ehe so wichtig ist, dass er es allen Staatsbürgern (ungeachtet ihrer sexuellen Neigung) öffnen will.

Was mich aber dann doch irgendwie wundert, dass für ihn selbst dieses Recht verzichtbar ist:

Unter Meet SPÖs First Couple (http://wp.me/p1kfuX-Jl) lässt sich nachlesen, dass er bislang keine Zeit finden konnte oder wollte mit seiner Lebensgefährtin und Kindesmutter, Wiens Gesundheitsstadträtin Wehsely, den Schritt ins Standesamt zu wagen (oder umgekehrt …).

Natürlich ist das die persönliche Entscheidung der beiden und liberal heißt Möglichkeiten öffnen und nicht notwendigerweise auch alles selbst zu tun.
Irgendwie befremdlich wirkt das plötzliche Engagement für mich trotzdem.

Weshalb sich die ÖVP so ziert, ist aber auch befremdlich, denn wenn schon die Heteros nicht mehr heiraten, dann muss doch irgendwer all die süßen Torten konsumieren und kitschigen Glückwunschkarten verschicken….

PS: Sorry, anfänglich verwendete ich im Titel dieses Beitrags die Vornamen. Jetzt heisst es richtig: Andreas

Written by medicus58

29. Mai 2015 at 16:50

• Korruption: Inserate für Hofberichterstattung (NDR)

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Über die Inserate österreichischer Politiker macht sich nun auch schon die ARD (NDR) Gedanken …
Wir hier schon seit langem:
10/14 Zuerst beschließt Rot/Grün ein PR Budget und schon meldet sich der Boulevard http://wp.me/p1kfuX-Rp
5/13 Inserate: Unter Rot Grün wird alles anders? http://wp.me/p1kfuX-DG
10/12 Dossier lesen! http://wp.me/p1kfuX-u6
2/12 Stoppt die Impertinenz http://wp.me/p1kfuX-97
3/12 Heute mache ich es mir leicht http://wp.me/p1kfuX-e4
6/12 Als gäb’s kein Morgen und wär das Gestern nie passiert: Inserate eines Wr. Wohnbaustadtrats http://wp.me/p1kfuX-lC
3/11 Nebelgranaten mit Steuergeld im Gesundheitssystem, oder wie uns Generaldirektor Marhold mit u… http://wp.me/p1kfuX-1h

Meduni-Wien (Archiv)

Österreich ist das letzte EU-Land mit einem Amtsgeheimnis in der Verfassung. Ein Überbleibsel aus der Monarchie, das es Journalisten beinahe unmöglich macht, Informationen von Behörden einsehen zu können. Informanten sind oft ihre einzige Quelle.  Doch selbst wenn sie eine heikle Geschichte recherchiert haben, kann es sein, dass die Veröffentlichung gestoppt wird.

Inserate gegen freundliche Schlagzeilen

Printmedien in Österreich werden zu einem großen Teil über politische Inserate finanziert. Zum Vergleich: Obwohl Deutschland ungefähr zehn Mal so viele Einwohner hat, werden von der öffentlichen Hand hier weniger Inserate in Zeitungen geschaltet, als in Österreich.

Mehr Infos zu dieser Reportage finden Sie hier: Inserate für Hofberichterstattung (NDR)

Mehr zum Thema: Korruption in Österreich

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Written by medicus58

27. Mai 2015 at 12:04

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• Einigung im Ärztestreit – Markus Müller wird MUW-Rektor

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Nett , dass die Überschrift die überraschende Koinzidenz der beiden prinzipiell unabhängigen Ereignisse zusammenfasst 😉

Meduni-Wien (Archiv)

Am AKH hat der Betriebsrat das Angebot des Rektorats der Medizinischen Universität Wien angenommen. Dieses sieht unter anderem eine Einmalzahlung von 8.000 Euro pro Arzt vor. Der angedrohte Streik ist damit erst einmal vom Tisch.

Der Universitätsrat habe den Betrag von knapp 13 Millionen Euro ebenfalls bereits abgesegnet, berichtete Betriebsrat Martin Andreas. Auch mit der Stadt Wien habe man sich heute geeinigt: Hier waren die Streitpunkte vor allem die Finanzierung und die Umsetzung des mitverantwortlichen Tätigkeitsbereiches gewesen. Nun sollen ab 1. Juli 2015 50 zusätzliche Abteilungshelfer und 35 zusätzliche Administrationskräfte für eine Entlastung des Pflegepersonals sorgen.

Streikabstimmung läuft weiter

Die Diskussion über die Umsetzung der neuen Arbeitszeitrichtlinien im AKH dauert nun bereits mehrere Monate – mehr dazu in AKH-Ärzte wollen rasche Lösung. Der Einigung waren mehrere – vom Betriebsrat als nicht ausreichend bewertete – Angebote des Rektorats vorangegangen. Vor allem in Sachen Gehalt spießte es sich bis zuletzt.

Die…

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Written by medicus58

27. Mai 2015 at 11:53

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Wird der KAV privatisiert? Ein Indizienprozess bei dem wir baden gehen.

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KAV for sale

Irgendwie verstehe ich die Politiker sogar, wenn sie abstoßen womit sie keine Stimmen mehr gewinnen aber immer mehr verlieren werden:

Öffentliche Krankenhäuser

Im Gegensatz zur Bau- und Immobilienwirtschaft, wo man es mit ein paar wohlbekannten Player zu tun hat, ist das Gesundheitswesen

personalintensiv, d.h. teuer und man muss sich mit dem eigenen Personal herumschlagen, das gleichzeitig auch noch Wähler ist,

diversifiziert, d.h. es gibt zu viele Mitwiss… pardon -spieler, so dass der einzelne Kickback keine große Summe ausmachen wird, aber trotzdem ein mediales Risiko bleibt.

ein nicht zu sättigender Bedarf, bei dem jede Befriedigung (Doppelzimmer statt Vierbettzimmer) nur das Verlangen nach Steigerung (Einzelzimmer mit Bio-Frühstück) induziert.

In Zeiten der klammen Kassen ist es für die Politik leichter mit Radwegen, Ampelmännchen und Inselfesterln medial zu punkten, als in einer Großstadt ein öffentliches Krankenhaus zu betreiben. Von den mit den Parteifreunden besetzten Krankenkassen ist auch wenig Unterstützung zu erwarten und eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge verprellt sowohl Wähler als auch Wirtschaft.

Was liegt daher näher als die Aufgabe denjenigen zu überlassen, deren Kapital nur danach lechzt auch im Gesundheitsmarkt zu „arbeiten“.

Der Slogan vom verschwenderischen Staat hat sich schon so eingeprägt, dass auch kaum ein Wähler die Frage aufwerfen wird, ob ein privates Krankenhaus seinen Versorgungsauftrag anders interpretiert als es die Patienten jetzt von der öffentliche Hand erwarten.
Würde ein Privater eine vergleichbare Vorhaltequalität bieten, also die Fähigkeit den viralen Infekt ebenso professionell erkennen und behandeln zu können, wie die schwere Lungenentzündung, fährt er ebenso keine Gewinne ein, aber danach fragen wir ja nicht, denn neben den Konservativen und Neoliberalen können sich auch die Sozen darauf verlassen, dass wir unser Glücksmantra gelernt haben: Mehr Privat Weniger Staat

Unsere Gesundheitspolitik darf sich auch darauf verlassen, dass unsere Medien kaum ein Wort darüber verlieren, weshalb die zu großen Teilen privatisierte Spitalslandschaft in Deutschland jetzt wieder von der öffentlichen Hand zurückgekauft werden muss (NDR Doku 2014, die dzt. nur mehr über YouTube nachgesehen werden kann https://youtu.be/4FU-m1CNivw) und welche „Unerwünschte Wirkungen“ die Kommerzialisierung des Krankenhauswesens so mit sich bringt: Burn out und hohe Suizidraten beim Personal und Unterversorgung mit teuren Maßnahmen beim Patienten
Private Angebote für absehbar unkomplizierte Geburten werden sicher nie knapp werden, Risikoschwangere müssen sich halt was im öffentlichen Bereich suchen müssen.

Um den „Laden“ jedoch für private Investoren interessant zu machen (Vorbild: Post) muss man den Personalstand drücken, koste es was es wolle. Ein Blick nach Deutschland würde vielleicht auch die unmöglichen Arbeitsbedingungen (insbesondere für die Pflege) in diesen privatisierten Strukturen zeigen (Whistleblowing im Gesundheitswesen erlaubt, aber: Altenpflege http://wp.me/p1kfuX-j6), nur wird auch darüber in unseren Medien nicht berichtet.

Wie kommt man nun angesichts gegenteiliger Beteuerungen und offensichtlicher Investitionen der öffentlichen Hand aber auf die Idee, das Rathaus möchte sich schrittweise die Führung der Krankenhäuser in die Hände Privater legen?

Man kann einem Albtraum erliegen: I had a Dream: KAV for Sale http://wp.me/p1kfuX-L1

oder Indizien sprechen lassen:

I. Der Umbruch wird angedeutet:

Bei der internen Führungskräftetagung „Vision und Wirklichkeit“ im Dezember 2014 lud man sicher nicht unbewusst Redner ein, die den Weg in die Privatisierung „schön redeten“:

Pflegedirektorin Möhlenkamp kam von der Berliner Charite, einer Einrichtung, die seit 2003 stückweise privatisiert wurde und wird (http://labournet.de/branchen/dienstleistung/gw/charite.html). Dass das ganz aktuell wieder zu einem Arbeitskampf führt (http://www.berlinonline.de/nachrichten/mitte/nun-auch-im-krankenhaus-potentieller-streik-an-der-charit-64344) wird Frau Möhlenkamp nicht irritieren, denn schon bei ihrem Wiener Vortrag erklärte sie das „Reiz-Reaktionsmuster auf der Mitarbeiterebene bei Ankündigung von Veränderung:
In der ersten Phase kommt es zu Verneinung und danach zu Widerstand. Es muss einkalkuliert werden, dass die Leistung dramatisch sinkt und einige Mitarbeiter weggehen. Über eine nachfolgende Phase der Anpassung auf niedrigem Leistungsniveau versprach sie auf ihrer Folie eine Phase des Commitments, in der die Leistung über das ursprüngliche Niveau hinausschießen wird.

So eine Rednerin lädt man nicht ohne Grund ein. Auch Herr DI Mündl, dem nach eigener Aussage max.mobil den Aufstieg vom „Startup“ zur „Hyper Growth Company“ und HT mobile (Kroatien) den Übergang vom „Verlierer zum Gewinner“ verdankt, pries die von ihm mitentwickelten „Selbstbedienungs- und Abholzonen“ unserer (teilprivatisierten) Post an, um mit weniger Personal auskommen zu können:  „Veränderung schafft Erfolg“

II. In die obersten Etagen des KAV wurden in den letzten Jahren ausschließlich Leute berufen, die nachweislich für private Krankenhausbetreiber arbeiten, bzw. selbst solche Einrichtungen betreiben:

Wer macht da den Köck zum Gärtner? http://wp.me/p1kfuX-cs
Nach dem Köck auch den Bock zum Gärtner … http://wp.me/p1kfuX-cy

III. Die rege Bautätigkeit im Bereich der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen kann man natürlich als Investition in die Zukunft sehen, theoretisch aber auch als Herausputzen, wie das vor früheren Privatisierungen geschah:

Eine große Familie baut sich viele Häuser http://wp.me/p1kfuX-kg

Dass dabei das klamme Gesundheitsbudget durch sachlich schwer nachvollziehbare Querfinanzierungen aus dem Wohnbau-Budget versorgt wurde blieb im Jubel der Eröffnungsmeldungen übrigens unhinterfragt (2 Beispiele):

Pflegeheim Donaustadt: Auch die Errichtung des Pflegewohnhauses Donaustadt wurde im Umfang von 14,1 Millionen Euro gefördert“, hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest. (https://www.wien.gv.at/rk/msg/2015/03/12011.html).

Pflegeheim Innerfavoriten: Bei den Gesamtkosten von 28 Mio Euro wurden auch 6,8 Mio Euro aus Wohnbauförderung zugeschossen.
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: http://www.meinbezirk.at/wien-10-favoriten/chronik/favoriten-pflegewohnheim-innerfavoriten-eroeffnet-d941294.html

Erinnern wir uns, eigentlich wollte man das neue KH Nord auch über PPP finanzieren, was aber dann doch floppte:

Das Projekt Krankenhaus Nord ist ein anschauliches Beispiel für die absurdeste Variante einer Public Private Partnership. http://derstandard.at/1246543377283/Public-Private-Powerplay
Public Private Partnership – ist damit vom Tisch
http://derstandard.at/1269448663185/Wien-Krankenhaus-Nord-wird-neu-ausgeschrieben

IV. Durch Auslagerungen sich immer wieder neue Freunde zu schaffen ist die neue politische Korruption:
Wie schon oben ausgeführt muss es ja nicht ein offener Totalverkauf sein, viel eher wahrt man den Schein des öffentlichen Eigentums, während man aber immer mehr Leistungen zukauft bis einem außer den Kosten nicht mehr viel bleibt außer das Türschild….

Der Teufelskreis der Auslagerung – oder wie macht man Cash
? http://wp.me/p1kfuX-9Y
Warum Häupl das Wiener Wasser nicht privatisieren wird und trotzdem nur die halbe Wahrheit sagt http://wp.me/p1kfuX-zc

Nur weil manchmal etwas schief geht:

AKH-Wien: AGO-Mitarbeiter kämpfen um ihre Jobs http://wp.me/p1kfuX-Eh
AKH-Korruption: Prozess wegen Erpressung, Untreue, Betrug https://meduniwien.wordpress.com/tag/ago/

heißt das noch lange nicht, dass sich dann vor Gericht nicht alles in Luft auflösen kann:

Freisprüche im AKH-Korruptionsprozess Von angeblichem Vergabe-Skandal blieb nach Ansicht des Schöffensenats nichts übrig
http://www.news.at/a/akh-korruptionsprozess-freispruch

 

V. Ja aber geht denn das so einfach hinter dem Rücken der Wähler?

Ja sicher. Ein Test:
Wem gehört die Therme Oberlaa?

Also ich hätte bis vor kurzem hätte ich geglaubt mit gewisser Berechtigung sagen zu können: Der Stadt Wien, was aber nicht so ganz stimmt!

1993 gründete die Wiener Holding die GET und brachte ihren 100%igen Geschäftsanteil an der Kurbetrieb Heilquelle Oberlaa GmbH rückwirkend
zum 31.12.1992 in die GET ein.
Die GET, deren Alleingesellschafter die Wien Holding war, wurde damit alleiniger Gesellschafter der Kurbetriebsgesellschaft.
Schon im April 1993 gingen die GET Anteile der Wiener Holding an die Kommerz Holding, die am 20.04.1994 mit der Bank Austria verschmolzen wurde.
1996 Über einige Zwischenschritte verschmolz die GET Management Gesellschaft für Gesundheit, Energie und Technik mbH mit der KMB Krankenhausmanagement und Betriebsführungsgesellschaft mbH und
die Therme Oberlaa-Wien gehört ab diesem Zeitpunkt zur Vamed Gruppe.
2007  waren die Eigentümer der Therme Wien GmbH schon etwas unübersichtlich:
VAMED-KMB Krankenhausmanagement und BetriebsführungsgesmbH;
Wien Holding GmbH;
Wiener Städtische Versicherung AG;
Raiffeisen-Holding Nö-W;
UniCredit Bank Austria AG;
Erste Group Bank AG.
und die Therme Wien Betriebs GmbH wurde die Therme Wien GmbH & Co KG
http://www.thermewien.at/fileadmin/user_upload/pdf/Dokumente_TW/Zeittafel_Therme_Wien_19022014_neu1.pdf

Glauben Sie allen Ernstes, dass viele der Badegäste wissen, dass die VAMED, der Retter aus dem großen AKH-Debakel 1982, nun u.a. das ehemalige Vorzeigebad der Stadt Wien in Favoriten betreibt, so wie er nach Eigendefinition „als weltweit führenden Gesamtanbieter für Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen in 77 Ländern auf 4 Kontinenten bereits 710 Projekte realisiert hat„?

… und bei der Umstrukturierung der Berliner Charite war auch die VAMED an vorderster Front beteiligt

…. aber letztendlich steht ja noch immer vorne Charite drauf, obwohl selbst der Verkauf des Namens in der Vergangenheit in Diskussion stand: http://www.berliner-zeitung.de/archiv/privatisierung—das-bettenhaus-der-renommierten-charit–verfaellt–weil-300-millionen-mark-fuer-die-renovierung-fehlen–um-einen-investor-zu-locken–will-die-charit–ihr-image-zu-geld-machen–die-charit–will-jetzt-auch-ihren-namen-verkaufen,10810590,9867700.html
so dass wir uns nicht fürchten müssen, vorne wird auch weiterhin Wiener Krankenanstaltenverbund stehen, wie es ja noch immer Therme Wien heißt, geografisch ist es ja auch nicht ganz unrichtig …

VI. Querfinanzierung der Privaten aus der Stadtkasse:

Darauf, dass Gesundheitsstadträtin Wehsely gerne finanziell der Wiener Gebietskrankenkasse unter die Arme greift und damit Steuergeld in die ambulante Versorgung steckt, die eigentlich von den Kassenbeiträgen zu finanzieren wäre und wie das von den Barmherzigen Brüdern betriebene Dialysezentrum finanziert wurde, haben wir schon berichtet (Wehsely finanziert die Wiener Gebietskrankenkasse und keinen stört’s http://wp.me/p1kfuX-Un).
Jetzt nennt sogar schon die Wiener Zeitung das Kind beim Namen, wenn sie über die rezent erhöhten Zuschüsse für die Ordensspitäler aus der Rathauskasse  schreibt: Ob sich Wehselys Erfolg für mehr private Versorgung ökonomisch auswirkt, wird die Zukunft zeigen.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/753829_Baustellen-Sommer-in-Wiens-Gesundheitspolitik.html

Link: Schleichende Privatisierungen
http://www.arbeit-wirtschaft.at/servlet/ContentServer?pagename=X03/Page/Index&n=X03_1.a_2012_06.a&cid=1339416917348

Written by medicus58

26. Mai 2015 at 20:28

Entwarnung, alles wird gut

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smile

Wien heute brachte am 18. Mai 15 einen Beitrag unter dem Titel „Primärversorgungszentrum  (PHC) geht in den Testbetrieb“ (http://tvthek.orf.at/program/Wien-heute/70018/Wien-heute/9784398/Primaerversorgungszentrum-geht-in-den-Testbetrieb/9787605) zu dem ich ein paar Blogbeiträge in Erinnerung rufen möchte:

Der Beitrag möchte glauben machen, dass sich im Wiener Gesundheitssystem etwas Neues tut und alles noch besser wird:

„Neue Dienstzeiten in den Spitälern, mehr Versorgung für die Patienten draußen! „

In Wirklichkeit wurde hier nur eine bestehende Gruppenpraxis (im politischen Naheverhältnis zu den Wiener Grünen) mit massiver finanzieller und logistischer Unterstützung der Wiener Gebietskrankenkasse (Labor, Röntgen) zum PHC umgespritzt.
Was die WGKK bisher gehindert hat, den Patienten der Gruppenpraxis das Labor und Röntgen des benachbarten Ambulatoriums zu öffnen, bleibt unbeantwortet.

Und neu, wie schon mehrfach berichtet, ist da gar nix:

Alter Wein in Englischen Schläuchen: AGB der Gesundheitsreform müssen her http://wp.me/p1kfuX-D7  5/13
Wie oft wird kann man die Sau durchs Dorf jagen, ohne dass es den Medien auffällt? http://wp.me/p1kfuX-Tw 2/15
Aufstand der Primarärzte: einfach wegadministriert http://wp.me/p1kfuX-U2 2/15
Wehsely finanziert die Wiener Gebietskrankenkasse und keinen stört’s http://wp.me/p1kfuX-Un 2/15

Verschwiegen wird, dass das zweite projektierte PHC  weiterhin nicht zustande kommt, weil sich niemand findet, der trotz finanziellen Anreizes unter den sehr bewusst gewählten Bedingungen arbeiten kann oder will:

Zur Quadratur des Primärversorgungszentrum im 22. Wiener Bezirk http://wp.me/p1kfuX-Vz  2/15

Auch welches Spital in der Nähe der Mariahilferstrasse (!) die Betreiber hier entlasten wollen (das im Stadium der Schließung befindliche Sophienspital?) verrät uns dieser Beitrag nicht.

Wirklich ärgerlich wird es aber da, wo der Beitrag den Eindruck erweckt, dass das von über 80% der angestellten Ärzte abgelehnte neue Besoldungs- und Dienstzeitpaket irgendetwas für Ärzte oder Patienten in den Wiener Gemeindespitälern verbessert hätte.

Intern lässt die Generaldirektion permanent erheben, wie viele der Diensträder überhaupt noch bespielt werden können,
muss ein lange angekündigtes Tool für die Einteilung der Ärztedienste kurz darauf zurückziehen, weil offenbar auch dort offenkundig niemand mehr die Fallgruben der Dienstregelungen durchblickt,
und nimmt zur Kenntnis, dass immer mehr Leistungen reduziert, Ambulanzen ausgesetzt und „Lückendienste“ eingeteilt werden müssen …

Konkrete Details darf ich hier nicht ausplaudern, aber sie sind z.B. nachfolgender öffentlich zugänglicher Aussendung zu entnehmen:

„Wie können Patienten und Spitalsärzte bei überbordenden Ambulanzen, immer länger werdenden OP-Wartezeiten und nicht nachbesetzten Stellen gut bedient sein?“ http://www2.aekwien.at/1964.py?Page=1&id_news=8770 

Wer all die veröffentlichten Problemzonen als inexistent hinstellt, der sollte wenigstens den Mut haben, z.B. Notstandspital wegen Verleumdung zu klagen und nicht seinen Einfluss auf den (angeblich) öffentlich rechtlichen Rundfunk für Jubelberichte zu missbrauchen.

Was hilft es da schon, dass der dann auf Ö1 (Zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens http://wp.me/p1kfuX-XP) die Sachlage viel objektiver darstellt.
Auch wenn Ö1 gehört gehört, weiß die Gesundheitsstadträtin genau, wie wenige es tun!

Marktanteil (TV leider nur für das gesamte Bundesgebiet bzw. Ö1 über 24h und nicht sendungsspezifisch erhebbar):
Bundesland heute 54%
Ö1 6%

http://mediaresearch.orf.at/c_fernsehen/console_aktuell/console.htm?y=1&z=3
http://mediaresearch.orf.at/radio.htm

Written by medicus58

20. Mai 2015 at 07:00

Zur Ökonomisierung des Gesundheitswesens

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Hörenswertes Ö1 Kolleg von Margarethe Engelhardt-Kranjek über die Hintergründe der aktuellen Ärzte- und Pflegeproteste, die weit über die reine Gehaltsdebatte hinausgeht, auch wenn der Titel Fit trotz Profit vielleicht anderes erwarten ließ:
http://oe1.orf.at/programm/404659

Für alle Interessierten wärmstens zu empfehlen und ein Beweis, dass es doch gar nicht so schwierig ist das Problem zu überblicken!
Wenn das eine promovierte Kulturwissenschaftlerin (http://oe1.orf.at/team/margaretheengelhardtkrajanek) schafft, weshalb kriegen das unsere Gewerkschafts- und Kammervertreter nicht hin?

Direktlink http://goo.gl/2bzNwR

Written by medicus58

18. Mai 2015 at 07:24

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