Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for März 2016

Radiology Comic: Are You Sure You Want Our Job?

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Written by medicus58

19. März 2016 at 16:46

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

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Masterplan: Wir sparen, koste es was es wolle

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Master

Es ist ein offenes Geheimnis, dass der scheinbar geniale Plan der Wiener Gesundheitsstadträtin Wehsely, trotz der seit 1.1.2015 gesetzlichen Beschränkung der maximal möglich Ärztearbeitszeit in Wien sogar 112 Ärztenachtdiensträder (382 Ärzte Vollzeitäquivalente) einsparen zu können (Lügt der Präsident? http://wp.me/p1kfuX-Ub) auf einer Milchmädchen-Rechnung ihrer Berater (Dr. Ebner – Die „objektive“ Krake im Gesundheitssystem http://wp.me/p1kfuX-xw) beruht:

24(25)-Stunden Dienste sind nur erlaubt, wenn Ärzte in dieser Zeit 5-Stunden Ruhezeiten einhalten können.
Stelle ich flächendeckend auf 12,5 Stunden Dienste (wie in der Pflege) um, erspare ich mir diese (in der Praxis an vielen Abteilungen aber ohnehin virtuellen) Ruhezeiten und kann auf 382 ärztliche Vollzeitäquivalente verzichten
(http://derstandard.at/2000011772492/Spitalsaerzte-Wiener-KAV-kuerzt-382-Aerztestellen).

Auch war man sich der medialen Zustimmung sicher, dass auch der Steuerzahler Ärzte nicht fürs Schlafen im Dienst zahlen möchte.

Mit der im Masterplan des Wiener Spitalskonzept 2030 verkündeten Schwerpunkt- und Pärchenbildung der verbliebenen, ehemaligen 6 Schwerpunktspitäler (Schwerpunktbildung ist das gesundheitspolitische Codewort für Einsparung http://wp.me/p1kfuX-13f ), der zum Beispiel Augen- und Hautabteilungen nur mehr an einem Standort und Urologien nicht mehr an allen Standorten, also z.B. auch nicht im KH Nord anbieten wird, was pflichtschuldig und umgehend von der Wiener PatientInnenanwältin Pilz gut geheißen wurde
(Pilz sieht „richtige Schritte“ http://wien.orf.at/news/stories/2753239/),
tritt plötzlich das Problem der konsiliarische Versorgung auf.

Ein Unfallpatient mit mehreren Brüchen und Wunden hat nicht allzu selten auch eine Augenverletzung.
Ein Patient der Interne mit Harnverhalten hat eine derartig ausgeprägte Prostatavergrößerung, dass ein Urologe benötigt wird, der auch mit einem starren Katheter umgehen kann.
Ein Krebspatient entwickelt unter der Chemotherapie einen ungewöhnlichen Hautausschlag, den sich ein Dermatologe ansehen sollte.

Wenn Ärzte im Zuge unzähliger Gespräche dieses Problem angesprochen haben, wurde stets
eine Lösung mit zwei Lösungswegen präsentiert und
diese wird in vielen der wuchernden Doppel- und Mehrfachprimariaten auch schon längst gelebt:

Entweder wird der Patient mit einem Rettungswagen in ein anderes Spital oder
der eigentlich in einem anderen Spital angestellte Arzt fährt in das betreffende Spital als Konsiliararzt.

Zwischen einigen KAV Häuser spielt sich das – wie gesagt – bereits jetzt ab, mit der Umsetzung des Masterplans wird das wohl für einige Fächer die Regel werden.
D.h. die Dienstgeberin bezahlt die Ärzte nun nicht mehr fürs Schlafen im Spital sondern für’s Herumfahren zwischen den Schwerpunkten!

Wir haben hier schon 2012 (Schwerpunktbildung: Öffis und das neue Mantra der Gesundheitspolitik: Schwerpunktbildung  http://wp.me/p1kfuX-x3) gezeigt, wie lange es dauert, öffentlich oder mit dem Rad zwischen verschiedenen Spitälern zu pendeln. Zwar könnte man argumentieren, dass mehr Ärzte im öffentlichen Raum auch dort einen gewissen Versorgungsauftrag erfüllen, aber die Vorhaltekapazität eines im Notfall wenigstens im Spital weilenden, wenn auch ruhenden Arztes schiene mir eine etwas effizientere Ausnützung der fachlichen Fähigkeiten zu sein.

Irgendwie erinnert mich das alles ein Schildbürgerstreich nach dem Motto:
Wir sparen, koste es was es wolle!

Written by medicus58

16. März 2016 at 18:06

Gesundheitswesen: Ärzteschwund | ZEIT ONLINE

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Klar, Ärztemangel in Österreich ist nur eine Erfindung der bösen Ärztekammer
http://www.zeit.de/2016/05/gesundheitswesen-aerzte-mediziner

Written by medicus58

15. März 2016 at 19:09

Veröffentlicht in Allgemein

Dr. Google: oder versteckten Wahrheiten in Autocomplete

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Autocomplete

Dass das Smarteste an uns schon längst unsere Phones sind und
dass lernende Algorithmen unsere Denken in immer stärkerem Ausmaß beeinflussen, darf als bekannt vorausgesetzt werden.
Das Auto complete von Googles Suchmaschine verrät uns deshalb, wonach die Menschen suchen, wenn sie
ärzte sind “ in ihre Browser tippen.

Das Ergebnis ist aber, wie von Google gewohnt User-spezifisch, d.h. es orientiert sich an den bisherigen Suchanfragen des Users.
Das obige und das nun folgende Beispiel wurde aber von zwei unterschiedlichen Rechnern kopiert, auf denen verschieden Usern mit variabler IP Adressen arbeiten, so dass das Ergebnis doch etwas tiefer in die Seele des Normalnutzers blicken lassen dürfte.

Auto

Mit schwacher Evidenz scheint der kleine Versuch zu zeigen, dass unser Berufstand in erster Linie in folgenden Zusammenhängen er-googelt wird:
Alarmismus
Arroganz und
Ahnungslosigkeit.

Also in gewisser Weise eine Triple-A Wertung.

Vergleiche auch:
Dezember 2015: Wie lange glaubt Ihr noch, dass das hineingeht? http://wp.me/p1kfuX-13d
April 2015: Das Image der Ärzte: Was haben wir falsch gemacht? http://wp.me/p1kfuX-Wg 
Jänner 2015: die spinnen, die Ärzte: Mehr Geld für weniger Arbeitszeit http://wp.me/p1kfuX-SY
Dezember 2014: Ärztemangel: Nimmst Du’s mir, so nehm‘ ich’s Dir – eine Art Viele-Jahre-Rückblick http://wp.me/p1kfuX-Sw
November 2014: USA: Ist Ihre Arzt korrupt, muss nicht immer die Pharmaindustrie dahinter stehen http://wp.me/p1kfuX-S5
Juni 2014: Die Lösung für den Ärztemangel: Wir brauchen einfach keine mehr http://wp.me/p1kfuX-Oi
April 2013: Wann schläft der Spitalsarzt? http://wp.me/p1kfuX-Cr
März 2013: Die Diskussion über Ärztemangel nervt http://wp.me/p1kfuX-Bv
Jänner 2013: Ärzte: Unser Image ist im Arsch, soviel scheint sicher http://wp.me/p1kfuX-yq
Juni 2012: Der typische Arzt ist ein Hausarzt mit Kassenverträgen und reich  http://wp.me/p1kfuX-jY
Februar 2012: Gott in Weiss http://wp.me/p1kfuX-9j

Written by medicus58

14. März 2016 at 18:07

Cochrane für Hebammen

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Rezente Analyse favorisiert Schwangerenbetreuung durch Hebammen, weil das zu weniger Zusatzinterventionem führt und bei noedrigeren Kosten den Frauen auch besser gefällt. Gründe für Letzteres fand man zwar keine, aber was soll’s. Den Freunden der Hausgeburt sei aber das Kleingedruckte ans Auge gelegt: Hebammen waren in den untersuchten Studien in Spitälern oder vergleichbaren
Einrichtungen tätig. Ah, so.

Midwife-led continuity models versus other models of care: review and reflections – http://www.evidentlycochrane.net/midwife-led-care/

Written by medicus58

12. März 2016 at 11:27

Veröffentlicht in Allgemein

5 Jahre Fukushima: Expert: „This is a serious situation“

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Fukushima-Daiichi-Nuclear-Power-Station blast2

In den ersten Wochen nach dem Super GAU von Fukushima, war die HP der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)  http://www.grs.de eine der seriösesten Informationsquellen über den aktuellen Wissenstand. Die 5. Auflage 2016 ihres Berichts über den Unfallablauf und die radiologischen Folgen sind auch für nicht einschlägig ge- oder ausgebildete Leser informativ: http://www.grs.de/sites/default/files/pdf/grs-s-56.pdf

Auch dieser Blog beschäftigte sich seit fünf Jahren immer wieder mit der medialen Aufarbeitung des Ereignisses und hat seither eine eigene Rubrik:
https://medicus58.wordpress.com/category/strahlen-risikokommunikation/

2011: 

Chronologie der Ereignisse  http://wp.me/p1kfuX-1R
Chronologie der Ereignisse II
http://wp.me/p1kfuX-24
wie die IAEA vor lauter Maulkörben zur Lachnummer wurde

Fukushima FF http://wp.me/p1kfuX-1J
war lange Zeit einer der am häufigsten via Google angeklickte Beitrag, aber nicht wegen „Fukushima“ sondern wegen das dort erwähnten PC Ganes „SimCity“

WEGWERF-ARBEITER
http://wp.me/p1kfuX-2m
Wegwerf-Arbeiter http://wp.me/p1kfuX-aR
eine Beispiel, wie inzwischen widerlegte Vermutungen eines WDR Reporter weltweite Schlagzeilen generierten

Copy and Paste ist kein Journalismus http://wp.me/p1kfuX-2j
Ein weiterer Beweis für die Schlampigkeit der Medien

Ejaculatio praecox
http://wp.me/p1kfuX-39
Methodenloser Wahnsinn
http://wp.me/p1kfuX-2e
Zuerst Panik, dann Desinteresse

Fremdfürchten http://wp.me/p1kfuX-aL

Ein kurzer Zwischenbericht: Ein paar Gedanken zu Fukushima
 http://wp.me/p1kfuX-1U

Fukushima revisited http://wp.me/p1kfuX-4d

Auch die Katastrophe muss verrechtlicht werden http://wp.me/p1kfuX-2p

3. März 2012:
Die Leere (sic) aus Fukushima http://wp.me/p1kfuX-bT

8. März 2012: Nach 100% ist es aus, das Kasperltheater http://wp.me/p1kfuX-cc

11. März 2012: @hirn #twitter #fukushima http://wp.me/p1kfuX-co

22. Mai 2012: Nein zum Atom oder Atome sind mir nicht grün http://wp.me/p1kfuX-iy

18.Oktober 2012: Der perverse Zusammenhang zwischen Angst und Information: Fukushima http://wp.me/p1kfuX-tV 

11. März 2014: Wann kommt endlich die Argumentationswende der AKW Gegner? http://wp.me/p1kfuX-LD

6. August 2015: Hiroschima: hier und jetzt http://wp.me/p1kfuX-10T

Written by medicus58

11. März 2016 at 18:36

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Eines der größten Ärgernissen in der Gesundheitspolitik ist die lautstarke Ankündigungspolitik scheinbarer Durchbrüche ehe die wesentlichen Standardprobleme (Durchführungsbestimmungen, Kosten, Kollateralschäden) fest stehen.
Im konkreten Fall:

Wien krempelt das Hausarzt-Modell um – http://wp.me/p4acdm-IL

sind dies die Gesamtkosten und die nur indirekt erkenbare Absicht den niedergelassenen Facharzt im kommunal finanzierten Krankenversicherungssystem einzusparen, um den Rest finanzieren zu können. Das ist vor dem Hintergrund der neuen Allgemeinmedizin, die massive Schwächengerade im Bereich kleiner Sonderfächer hat, sehr problematisch.

Written by medicus58

9. März 2016 at 10:03

Veröffentlicht in Allgemein

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