Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Juni 2016

Wessen Anwalt ist denn ein Patientenanwalt?

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Shutdown

Der sogenannte Patientenanwalt Bachinger verlangt in der Wiener Zeitung die freie Artztwahl abzuschaffen und will chronisch Kranke für drei Jahre an ein PHC binden.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/827955_Das-Dogma-der-freien-Arztwahl-muss-weg.html

 

PHC: Für wie blöd halten uns die eigentlich? https://medicus58.wordpress.com/2015/08/31/phc-fuer-wie-bloed-halten-uns-die-eigentlich

Dann schwärmen wir auch noch im Chor mit Wirtschafts- und Arbeiterkammer, den sicher die ausgewiesensten Patientenvertreter,  von einem Telefondienst nach Schweizer Vorbild:

Drücken Sie die 1 wenn Sie krank sind oder die 0 wenn sie tot sind
https://medicus58.wordpress.com/2014/07/02/drucken-sie-die-1-wenn-sie-krank-sind-oder-die-0-wenn-sie-tot-sind/

Da braucht man nicht lange zu überlegen auf welcher Seite diese politisch eingesetzten Patientenanwälten denn stehen, auf der Seite derer, denen sie ihren Posten verdanken.
Man kann nicht einmal sagen, auf seite derer, die sie bezahlen, denn bezahlt werden sie von den Steuer- und Abgabenzahlern.

In diesem Zusammenhang ist auch eine Bestandsaufnahme der PHCs
des sogenannten Bürgerlandtages lesenswert:

Die Primärversorgung in Österreich wird endgültig aussterben – es sei denn, wir drehen die Reformpläne um 180 Grad!
Wenn die Allgemeinmedizin ausstirbt, ist das System unfinanzierbar
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160627_OTS0113/die-primaerversorgung-in-oesterreich-wird-endgueltig-aussterben-es-sei-denn-wir-drehen-die-reformplaene-um-180-grad

Auch wenn man der Partei FRANK nicht ohne Grund reserviert gegenüber steht, vieler der vorgebrachten Aussagen treffen den Kern des Problems:

„Wir brauchen einen neuen, einheitlichen und kostendeckenden Katalog für alle Leistungen, die unter Primärversorgung fallen. Auch für nicht-medizinische Leistungen. Wir brauchen im Idealfall auch ein Hausarztmodell, also eine verpflichtende Langzeitbindung an einen Hausarzt bei freier Arztwahl.“

„Wir brauchen keine neuen bürokratischen Strukturen, die nur behindern und sich ohne Subventionen nicht finanzieren lassen, weil sie zumindest teilweise am Bedarf vorbeigehen.“

„Dann wird alles noch teurer und es muss noch mehr rationiert werden. Wollen wir das wirklich?“

Während wir alle über den BREXIT plappern übersehen wir, dass unser Gesundheitssystem inzwischen den freien Fall nachholt, den das britische Gesundheitssystem bereits in den 80ern hingelegt hat. Die Kräfte, die das betreiben sind dieselben, die Wähler haben aber nicht mehr die Ausrede nicht gewusst zu haben, wohin dies führen wird ….

Written by medicus58

29. Juni 2016 at 20:52

Veröffentlicht in Allgemein, Gesundheitssystem

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Bei uns redet man nicht über Geld und sowas, drüben schon

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19,200 Ärzte aus über 26 Spezialisierungen beantworteten Fragen zu Ihrem Einkommen, wie viele Stunden sie Arbeiten und wie viele Minuten sie davon mit ihren Ärzten verbringen. Der Medscape Physician Compensation Report 2016 brachte wieder ein paar interessante Details über Medizin in den USA zu Tage:

Über alle Fächer verdienen die Orthopäden das meiste und über das doppelte der Summe, die ein Kinderarzt verdient.

Einkommen

… und sagen’s nicht „klar“, die operieren halt und tragen mehr Riskio, Kardiologen, Dermatologen, Gastronenterologen und Radiologen folgen auf den Plätzen. Die ehemals gut verdienenden Gynäkologen und Geburtshelfer sind noch hinter den Lungenfachärzten.

Wie überall hat die Höhe des Einkommens nicht all zu viel mit dem persönlichen Gefühl der Angemessenheit zu tun:

Compensate

Ja, und ob es die Standesvertretungen, die noch immer vom „freien Arztberuf“ und den „Einzelkämpfern in der einsamen Landpraxis“ träumen, einsehen oder nicht, der Arzt ist überwiegend ein Angestellter.

Angestellte

… und warum ist das so? Ganz einfach, dadurch wird’s billiger:

 

Geld

Egal ob in der Basisversorgung oder als Facharzt tätig, als Angestellter verdient man weniger. Interessant aber,  dass angestellte PCPs (also Allgemeinmediziner im Vergleich zum Vorjahr finanziell aufholten (10%), im Vergleich zu den freiberuflich tätigen PCPs (8%) und sogar zu den Fachärzten (6%). Warum wohl? Ich vermute, dass eben immer mehr Tätigkeiten, die vormals vom Facharzt gemacht wurden, nun von angestellten Allgemeinmedizinern verrichtet werden …

hours

2/3 der US- Amerikanische Ärzte verbringen im Mittel zwischen 30 und 55 Arbeitsstunden pro Woche mit Ihren Patienten. Diese Kontakte dauern (nach eigenen Angaben) offenkundig länger als bei uns!

ninute

Bürokratie ist aber auch „drüben“ ein zunehemndes Problem. 2014 haben 35% der angestellten und 26% der freiberuflichen Ärzte mindestens 10 Stunden pro Woche mit Administration verbracht, während heuer bereits über die Hälfte aller Ärzte so viel Zeit mit Papierkram zu erledigen hatten:

paper

 

Trotzdem scheint die Realtion zwischen Arbeit am Patienten und Bürokratie für uns hier paradiesisch. Gerade für die angestellten Ärzte muss aber bedacht werden, dass in den US-amerikanischen Spitälern schon seit Jahrzehnten die Pflege (aber natürlich gemeinsam mit einer ganzen Armada an Hilfsdiensten) Tätigkeiten übernommen hat, die hier noch immer Ärzte erledigen müssen.

Auch ganz interessant, dass etwa zwei Drittel aller Ärzte, allen voran die Allgemeinmediziner, am Beginn ihrer Laufbahn sich erneut für den Arztberuf entscheiden würden:

again

Aktuelle Zahlen für die Berufszufriedenheit österreichischer Ärzte zu finden ist mir nicht gelungen, der Tenor in meinem Umfeld ist aber katastrophal.

Ja, un dass die bei uns frisch gebackenen Jungärzte scharenweise das Land verlassen, das kann man auch in der Süddeutschen lesen: http://www.sueddeutsche.de/karriere/medizinstudium-gekommen-um-wieder-zu-gehen-1.2940743

Link: http://www.medscape.com/ (kostenlose Registrierung erforderlich)

Written by medicus58

25. Juni 2016 at 13:56

Was ist der Unterschied zwischen einem Diskonter und einem öffentlich Krankenanstaltenbetreiber?

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Ludl

Wenn Sie nun gleich Schwachsinn der höheren Form hinter der Frage vermuten, liegen sie vielleicht falsch, aber entscheiden Sie selbst…..

Als sich heute Ihr ungefragter Berater in Sachen Gesundheitswesen für seine gefräßigen Mitbewohner durch das Tierfutter bei seinem nächstgelegenen Diskonter wühlte, machte er zwei bemerkenswerte Erfahrungen, die ihn fatal an seine eigene Arbeitgeberin erinnerten:

Ein Mitarbeiter rief einer Mitarbeiterin, die aus der Mittagspause kam und gerade begann große Kartons in den Verkaufsraum zu wuchten, zu:
Meld‘ dich zuerst bei „ihr“ (=Filialleiterin) aus der Pause z’ruck, sunst glaubt’s wieder wir san nur auf Pause ….

Ich schloss daher, der Betrieb hat ein Problem mit seiner Personalpolitik, da es für den Mitarbeiter sinnvoller ist sich zu melden als zu arbeiten ….

Bei der Kasse kam dann die zweite Erleuchtung, ich muss aber für Ihr besseres Verständnis etwas ausholen.

Nachdem sich mein Pelzgetier an den meisten Nobelmarken satt gefressen hat, stolperte ich im Zuge einer generalstabmäßigen Testung auf die Eigenmarke besagten Diskonters, die zwar überwiegend freudig angenommen wurde, aber für zwei Sorten doch nicht ganz unter das Stupsnäschen gehen wollte.

Ersparen Sie mir Erklärungsversuche, alle Dosen riechen grauenhaft und ich bezweifle, dass in den klingenden Gerichten nur ein Bruchteil des versprochenen Lachses, der Hühnerfilets oder der Wild-Pasteten drinnen ist, aber egal.
Zwei der Sorten müssen immer mühevoll aussortiert werden, sonst wandern sie unangetastet und ausgetrocknet am Folgetag in den Müll.
Bei meinen Einkäufen in immer derselben Filiale bemerkte ich, dass die eine Hälfte der Kassenkräfte eine Dose einscannt und mit der Gesamtzahl an gekauften Dosen multipliziert,
während die andere Hälfte von jeder Sorte eine Dose einscannt  und sie dann mit der jeweils gekauften Anzahl multipliziert.
Ich schloss daher, der Betrieb hat ein Problem mit der Mitarbeiterschulung und seinem Warenwirtschaftssystem. Letzteres wird der Generaldirektion kaum die Frage beantworten können, welche Sorten besser gehen und früher nachzubestellen sind.

Und jetzt zu Onkel Udos Gesundheitsladen und zum ersten Punkt:
Personalüberwachung:

Der KAV kam in den letzten Monaten immer wieder in die Schlagzeilen, weil er nach seiner finanziell und organisatorisch in den Sand gesetzten Dienstzeitreform nachträglich versucht seine Mitarbeiter elektronisch und mit selbst zu führenden „Stricherlisten“ zu überwachen, um Stelleneinsparungen rechtfertigen zu können.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151222_OTS0125/ueberwachung-der-arbeitsbelastung-im-nachtdienst-aerztekammer-korrigiert-kav
Nichts hat sich seither an der Praxis geändert, es gilt die Schuldvermutung.

Auch Lidl hatte hier vor Jahren massive Probleme, vielleicht erinnern Sie sich noch:

2008 Spitzel-Skandal: Lidl entschuldigt sich für Stasi-Methoden
Lidl preist sich für eine Firmenkultur der Fairness, des Lobs, der Anerkennung. Nun kommt heraus: Der Discounter ließ Mitarbeiter systematisch ausspionieren – mit Methoden, die an die Stasi erinnern. Datenschützer und Gewerkschafter sind entsetzt – der Konzern bittet nun um Entschuldigung.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/spitzel-skandal-lidl-entschuldigt-sich-fuer-stasi-methoden-a-543597.html

Zumindest in Deutschland scheint die Trendwende geschafft:

2016 Neue Lidl-Kultur: Vertrauen statt Angst
http://www.stimme.de/heilbronn/wirtschaft/wirtscha/Neue-Lidl-Kultur-Vertrauen-statt-Angst;art86979,3648767

Irgendwann wird sich das vielleicht auch in jede Wiener Filiale durchgesprochen haben.
Der Wiener Krankenanstaltenverbund setzt „seine Personalpolitik“ jedoch auch gegen die Kritik der Volksanwaltschaft (http://derstandard.at/2000038666609/Causa-Rainer-Volksanwaltschaft-kritisiert-Vorgangsweise-des-KAV) unbehindert fort.

Vielleicht sollte der Herr Generaldirektor wieder mal in sein Heimatland fahren und nachlernen, dass man sich dort schon längst von den Konzepten löst, für die er nach Ösi-Land geholt wurde, aber egal.

Und nun zum Problem der Mitarbeiterschulung und dem Warenwirtschaftssystem:

Möglicherweise ist es Lidl ohnehin egal, ob er weiß, welche Futterdosen die Kundschaft bzw. ihre Vierbeiner enthusiasmieren, weil er den Mist ohnehin palettenweise einkauft, aber dann verzögert die eine Hälfte seiner Mitarbeiter die Abfertigung an der Kasse völlig unnötig, aber das ist nicht mein Problem. Ein schon größeres Problem ist es, dass ich hier seit Jahren schreibe, dass Statistiken in unserem Gesundheitssystem nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie stehen, noch die vielen Berater und Expertenstunden, in denen auf Basis dieser Luftschlösser Entscheidungen gefällt und Prognosen getroffen werden.

Ich stolperte schon vor über einem Jahrzehnt im ÖBIG (jetzt Gesundheit Österreich) über Haarsträubendes:

Die Versorgung von Schilddrüsenpatienten basierte auf der Annahme von knapp über 2000 codierten Fällen, obwohl auch damals alle Schilddrüsenambulanzen überquollen und alle wissen, dass die Zahl der morphologisch fassbaren Schilddrüsenveränderungen mit zunehmendem Alter mehr als die Hälfte der Bevölkerung erfasst..
Kein Wunder, dass sich nun alle wundern, dass es vor allem in Ostösterreich die Wartezeiten für die Erstbegutachtungen im Bereich von 6 -12 Monaten bewegen.
http://kurier.at/wissen/schilddruese-sechs-monate-wartezeit-auf-untersuchung/26.982.141

Deutschland hatte auch das Problem, scheint es aber jetzt zu lösen:
Für uns SchilddrüsenpatientInnen ist das monatelange Warten auf einen Facharzttermin beim Endokrinologen oder Nuklearmediziner in der Vergangenheit nichts Ungewöhnliches gewesen. Aber ab heute soll das anders werden. Die regionalen kassenärztlichen Vereinigungen sind zur Einrichtung von sogenannten Terminservicestellen verpflichtet worden. Diese sollen hilfesuchenden PatientInnen binnen vier Wochen zu einem Termin bei einer/m Ärztin/Arzt der erforderlichen Fachrichtung verschaffen.
http://schilddruesenguide.de/thyreoiditis/terminservicestellen-wartezeit-facharzttermin-endokrinologen-oder-nuklearmediziner/

Bei uns verweigern die Krankenkassen Verträge und nahezu zeitgleich schloss Stadträtin Wehsely in Wien das „Kropfspital – Elisabethspital“: http://wiev1.orf.at/stories/504757 und der jetztge Innenminister und frühere NÖ Finanzlandsrat Sobotka die Schilddrüsenversorgung im Krankenhaus Melk http://www.noen.at/nachrichten/lokales/aktuell/melk/Nuklearmedizin-wird-nach-St-Poelten-verlegt;art2383,13759. PArdon, eigentlich wurde nur verlegt oder zusammen gelegt, nur spricht keiner über die nun erbrachten Fallzahlen der neuen Strukturen …

Die „Anzahl der Melanome“ sind bis heute im Krebsregister massiv unterschätzt, weil die Mehrzahl der Patienten ambulant in den Ordinationen operiert werden und hier die Erfassungsqualität schlecht ist. Ja, soll sich ändern durch die Novelle der Krebsstatistikverordnung, aber letztendlich hängt es wieder an der Eingabequalität Hunderter, dafür nicht bezahlter, nicht eingeschulter und durch andere „Verördnungen“ demotivierter Mitarbeiter.

Jetzt schließt sich der Kreis zur Diskonterkasse!

Selbst dort, wo eigentlich der ganze Prozess elektronisch abläuft (Krankenhausinformationssystem, Labormedizin, Radiologie, …) und es ein Leichtes sein sollte, die Zahlen einfach zu übernehmen, klappt es nicht, weil die gekauften EDV Systeme Widersprüchliches und Unzulängliches auswerfen , weil von vielen ohne klare Vorgaben irgendwas codiert wird … bzw. keine koordinierten Kodierungssysteme vorliegen. In zumindest einem großen Krankenanstaltenverbund nimmt man die Selbstzahlerkataloge, die eigentlich nur für die Rechnungslegung besonderer Leistungen an Privatpatienten gedacht sind, für die Erfassung von erbrachten Leistungung im Regelbetrieb. Da die KAtaloge natürlich für jeden Verbund aber auch für jedes Bundesland unterschiedlich sind, wird munter transkodiert, bis sich keiner mehr auskennt.

KAV-IT: Ohne Worte https://medicus58.wordpress.com/2015/06/25/kav-it-ohne-worte/
Risikofaktor medizinische Informatik https://medicus58.wordpress.com/2012/10/25/risikofaktor-medizinische-informatik/
Männchen oder Weibchen? An alle ELGA Fans https://medicus58.wordpress.com/2012/05/11/mannchen-oder-weibchen-an-alle-elga-fans/
Meine Paranoia mit der Spitals-EDV oder wenn alles steht, geht’s weiter wie bisher https://medicus58.wordpress.com/2014/05/16/meine-paranoia-mit-der-spitals-edv-oder-wenn-alles-steht-gehts-weiter-wie-bisher/

Also, zurück zu unserer Anfangsfrage: Was ist der Unterschied zwischen einem Diskonter und einem öffentlich Krankenanstaltenbetreiber?

Wenn Sie die Lösung finden verrate ich Ihnen, dass KAV – King of the World ist

und Sie dürfen sich auf http://www.kavblaggers.com/ den

Free Bonustrack from KAV „Get Freak Money“

holen, um an der Ernsthaftigkeit des Problems nicht zu verzweifeln ….
KAV-Dirty

 

Written by medicus58

18. Juni 2016 at 14:08

Eine Kasse für alle?

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Quelle: Ärzte Woche vom 16.62016 Eine radikale Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger steht – wieder einmal – auf der politischen Agenda. Und dieses Mal könnte es tatsächlich etwas werden, denn fast alle sind dafür. Nur über das geeignete Modell wird noch diskutiert. Bundeskanzler Mag. Christian Kern hat gleich in einem seiner ersten Pressefoyers nach dem Ministerrat bezüglich […]

via Eine Krankenkasse für alle — Best Point of Service

Written by medicus58

16. Juni 2016 at 19:02

Veröffentlicht in Allgemein

Da glurrt einen doch der blanke Wahnwitz an

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Flowchart

Dass die Stadt Wien völlig überraschend Pleite ist, wissen Zeitungsleser seit langem, für die Stadtregierung und den Magistrat kam das aber offenbar etwas plötzlich. D
er Rechnungshof rechnet dem „Konzern Wien“ gerade vor, wie die Finanzschulden zwischen 2008 und 2012 von 1,46 Milliarden € auf 4,25 Milliarden angewachsen sind und kritisiert die Budget-Prognosen bis 2016 als unnachvollziehbar. Überdies bemängelt er das Fehlen tragfähigen Mittelfristplanung. Der Zeitraum zwischen 2012 und 2016 harrt noch einer Prüfung.
http://kurier.at/politik/inland/pruef-rohbericht-rechnungshof-zeigt-chaos-im-konzern-wien-auf/113.864.580

Wobei das alles nur die Spitze des Eisberges ist: Dazu kommen die ausgelagerten Schulden in den Firmen und Beteiligungen der Stadt. Die Verbindlichkeiten von Wiener Wohnen, Wien Kanal und dem Krankenanstaltenverbund gibt der RH mit 3,12 Milliarden Euro an – und geißelt die Intransparenz:
Vermögen und Schulden dieser Unternehmen „waren der Stadt Wien zuzurechnen, eine gesamthafte Darstellung fehlte im Rechnungsabschluss„.

Insgesamt leistet sich der „Konzern Wien 219 Teilbilanzen für drei Großunternehmungen (Wiener Wohnen, Wien Kanal, KAV) und 224 weitere Unternehmungen, was schwerlich als gänzlich ohne Absicht „passieren“ kann.
Der RH fand auch heraus, dass die Stadt Wien (ohne Gegenleistung) allein für dem Komplex Bank Austria zusätzlich noch (Stand 2012) mit 8,5 Milliarden Euro haftet.

Während das Land Kärnten aber wenigstens eine jährliche Provision für die Haftungen von der Hypo kassiert hat, verzichtet Wien überraschenderweise auf diese Einnahmequelle.

Egal, zu Jahresbeginn 2016 dämmerte es offenbar doch, dass was  passieren musste und man verkündete „die größte Verwaltungsreform der Geschichte“ und WiSta ward geboren: http://kurier.at/chronik/wien/wien-startet-groesste-verwaltungsreform-der-geschichte/194.075.741

Alle Prozesse sollen hinterfragt werden und alles soll für alle besser werden.

Auf der Ideenbörse des Magistrats tummeln sich so einschneidende Vorschläge, wie dass bei Sitzungen im Magistrat zukünftig Kaffee und Kekse eingespart werden sollen.

Auch die Abteilungsleiter des KAV erreichte vor Wochen eine Mail, die Presse berichtete, in der innerhalb einer Woche Vorschläge für eine 10%-ige Einsparung des gerade in den Zielvereinbarungen akzeptierten Budgets 2016 verlangt wurden.

Den vorläufigen Höhepunkt der hektischen Betriebsamkeit bot jedoch eine Mail, in der Anfang Juni ein neuer Prozess im KAV etabliert wurde:
Sollte eines der zum Teil schon sehr betagten Ultraschallgeräte ausfallen, wird ein einem mehrstufigen Verfahren geprüft, ob man das Ding überhaupt ersetzen muss. 

Kurz zusammengefasst soll das so gehen:

Fällt das Gerät aus, ist von den Ärzten ein mehrseitiges Formular auszufüllen,
in dem die Anzahl der täglichen Untersuchungen
(wäre eigentlich in einem modernen RIS auf Knopfdruck ablesbar, nur hat sowas der KAV halt nicht flächendeckend!),

die Regelbetriebszeit, Gerätebezeichnung, Schallkopfausstattung
(sollte das nicht aus der Inventarliste hervorgehen?,
haben Ärzte nichts anderes zu tun?,
wäre das laut aktuellem Master-Plan Aufgabe der Stationsassistentinen- schwestern, die für die täglichen Abläufe zuständig sind?
)

auszufüllen und eine mehrzeilige Fehlerbeschreibung anzugeben
(waren nicht einmal Ärzte für die PAtientenfehler und Techniker für die Gerätefehler zuständig?).

Danach geht der Prozess mit Unterschrift des Arztes UND Unterschrift des Abteilungsvorstand
(sonst haben die ja eh nix zu tun!)
an die Medizintechnik im Haus, die auch ein paar Blätter ausfüllen darf und sich vor dem weiteren Prcedere einmal bei der zentralen Medizintechnik zwecks Prüfung der Alternativen rückversichern muss.

Dann prüft die lokale Medizintechnik selbst weiter und suchen eine Alternative.
(dass, sollte wider Erwarten am Ende eine Beschaffung heraus kommen, inzwischen die angegebenen Untersuchungen nicht durchgeführt werden können und wer das den Patienten erklären soll, verschweigt das Flowchart)

Unklar bleibt, ob einbrauch ma net“ aus dem Munde der Medizintechnik eine valide Alternative ist, um den Prozess zu beenden. Wenn sich niemand traut, statt eines Ultraschalls zum Beispiel eine Diaphanoskopie zu empfehlen, dann muss die Kollegiale Führung,
wohlgemerkt alle, also neben dem Ärztlichen Direktor auch Pflegedirektion, Verwaltungsdirektor und Technischer Direktor den Reinvestantrag unterschreiben.

Dann wandert das Schriftstück in den Vorstandsbereich Health Care Management.
Der prüft und auch wenn dort keine Lösung zu finden war, wird das Schriftstück auch von dort unterschrieben, um es dann dem Generaldirektor Stellvertreter persönlich vorzulegen.

Natürlich hat auch der noch die Möglichkeit eine alternative Lösung zu finden und das ganze abzuwürgen. Gelingt ihm das nicht, dann unterschreibt er eine Beschaffung.
Ob die dann unter dem aktuellen Budgetrestriktionen erfolgt mag nicht nur ein Pessimist bezweifeln.

Wenn Sie bisher weitergelesen haben, dann haben Sie Kafkas Roman Der Prozess sicher schon dreimal gelesen. Ich habe es nur auf einmal gebracht.

Das scheint mir schon ein Glanzstück, wie das Zeitbudget des Personals effizient eingesetzt wird, um ein paar Ultraschallgeräte einzusparen.

Ähnliches gilt für Dutzende andere Projekte (Sound!), wo enorm viel Zeit von verschiedenen Personalgruppen damit verbracht wird Listen zu schreiben, nur weil der KAV kein vernünftiges Warenwirtschaftssystem zusammenbringt.

Ärzte schreiben im Nachtdienst Tätigkeitsprotokolle über ihre laufende Tätigkeit, um zu beweisen, dass sie mit der Routine voll ausgelastet sind (merken Sie die Perfidie dieses Catch 22?).

Wir verbringen Stunden, die uns von der Patientenbetreuung abgehen, um hochbezahlten, jedoch völlig uninformierten externen Beratern die Medizin zu erklären, nur damit sie uns letztendlich mitteilen, dass wir nicht managen können.

Das kann nicht die Realität sein, das ist ein Albtraum.

Kafka hätte heute seinen Roman wohl Das Prozess-Management  genannt.

„,Wie ein Hund!‘ sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/kafkas-saetze-51-scham-bedeutet-hoffnung-1667164.html

Written by medicus58

14. Juni 2016 at 21:48

Europas Vertrauenskrise: Einer der zum Schießen einreist

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Europastudio

Paul Lendvai versammelte in seinem Europastudio wieder einmal eine Gruppe von „wichtigen“ Journalisten“ von „angesehenen europäischen Medien“ (FAZ, NZZ, …) um über die Ursachen von Europas Vertrauenskrise zu diskutieren.
Unter wiederholter Anrufung von Nitsche, Hegel und Churchill zerbrach man sich den Kopf, weshalb die Menschen das Friedensprojekt der Europäischen Union so gar nicht schätzen. Etwas uneinig war man, ob der Widerstand nur Sache des kleinen Mannes oder vielleicht auch doch von Teilen der Eliten ist.

Wie stets in derlei Erörterungen, brachte der Herr Professor wieder das Totschlag-Argument vor, dass die Menschen sich schon daran gewöhnt haben innerhalb von Europa die bestehenden  Nationalgrenzen nach Belieben überschreiten zu dürfen, dass sie diese Freiheit gar nicht mehr als wesentlichen Gewinn der Euorpäischen Einigung erkennen.

Möglicherweise liegt es daran, dass Lendvai und seine Gesprächspartner zwar in Zeitungen schreiben, diese aber nicht lesen, sonst würden sie die Löchrigkeit des Arguments erkennen.

Die Abreise des Österr. Fußball-Nationalteams zur EM 2016 nach Frankreich verzögerte sich letzten Mittwoch deshalb, weil Offensivspieler Martin Harnik seinen Reisepass im Hotel vergessen hatte und ihm das Dokument vom Hotel zum Flughafen nachgebracht werden musste. http://diepresse.com/home/sport/fussball/euro/5007089/Harnik-vergisst-Pass_OFBAbreise-mit-Verzogerung?
Das zeigt doch sehr schön, dass wir europäische Grenzen im Schengenraum wie auch vor unserem EU-/Schengen-Beitritt nur mit dem Zücken eines Reisepasses überwinden dürfen.
Visa zwischen Österreich und Frankreich benötigte man zu meinen Lebzeiten ohnehin nicht. Also was hat sich da für den Einzelnen geändert, das er nun als großen Gewinn erkennen soll?
Im kleinen Grenzverkehr, wurden Einheimische auch schon früher einfach durch gewunken.

Über diese eigenartige Diskrepanz habe ich mich hier schon im Mai 2011
Das können wir uns Schengen https://medicus58.wordpress.com/2011/05/19/das-konnen-wir-uns-schengen/

und im November 2013 Gedanken gemacht
Grenzen https://medicus58.wordpress.com/2013/11/20/grenzen/  .

Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht mit der angespannten Sicherheitslage um die EM 2016.
Den Grenzbeamten möchte ich gerne kennen lernen, der einen im Rahmen der Nationalmannschaft reisenden Fußballer, dessen Identität wohl jeder seiner Gruppe glaubhaft bestätigen könnte, die Einreise verweigern muss, weil er ihn ohne Reisepass für eine Sicherheitsbedrohung erachtet.

Millionen passierten in den letzten Monaten europäische Grenzen ohne Ausweisleistung und Registrierung.

Ein österreichischer Fußballer aus einem Schengenland braucht aber einen Reisepass um in ein anderes Schengenland zu fliegen, obwohl seine Identität völlig klar war und er sogar zugeben würde, dass seine einzige Absicht war, in Frankreich möglichst viel herum zu schießen:
Tore aber, nur Tore und (mit größter Wahrscheinlichkeit) nix anderes.

 

 

 

 

 

 

 

Written by medicus58

12. Juni 2016 at 12:42

Der Gesundheitsministerin dreingeredet

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Oberhauser

Gesundheitsministerin Oberhauser gab dem Kurier ein Interview (http://kurier.at/wissen/oberhauser-mehr-zeit-fuer-patienten/202.343.468), das mit „Mehr Zeit für die Patienten“ übertitelt wurde.
Wer wie ich täglich in Administration, Fehlersuche, Dokumentation et al. erstickt, kann manche Aussagen nicht unkommentiert lassen und da kommt dann auch noch einiges mehr zur Sprache:

KURIER: Selbst im Akutfall eines Bandscheibenvorfalls wartet man wochenlang auf eine Magnetresonanztomografie (MRT). Verschärft sich aus Spargründen die Zweiklassenmedizin?
Sabine Oberhauser: Nicht aus Spargründen, sondern zum Teil aus Managementfehlern. Bei einem Bandscheibenvorfall muss der zuweisende Arzt differenzieren: Wenn der Patient Lähmungserscheinungen hat, braucht er rasch eine OP. Es gibt aber auch Situationen, wo man warten kann, hier muss der Arzt den Patienten informieren. Wir haben zum Teil auch ökonomische Interessen bei den Instituten, daher wird mitunter auch verknappt.

Wäre neugierig, ob Frau Minister mit Managementfehler auch Radiologen, wie Ihren Gatten meint und ob sie von ihm erfahren hat, dass privatwirtschaftlich geführte Röntgeninstitute – oh Wunder – ökonomische Interessen haben. Wenn beide, als hochrangige Gewerkschafter, das ändern wollten, wäre es doch leicht den Krankenkassen zu verbieten täglich kündbare Verträge mit Röntgeninstituten abzuschließen, einen konstanten Prozentsatz von erbrachten Leistungen nicht zu zahlen und überdies Deckelungen abzuschließen.

Warum muss übrigens der Arzt dem Patient erklären, dass die Versprechungen der Gesundheitspolitik und Pflichtversicherung (Alles sofort in Spitzenqualität) gelogen waren? Dieses Ärgernis war übrigens vor vielen Jahren mein Beweggrund mit diesem Blog zu beginnen. Ich hatte es satt, dass täglich das Schalterpersonal einer Ambulanz sich von Patienten beschimpfen lassen musste, wenn sie ihm erklärte, was seine Versicherung für ihn zu bieten hatte und was nicht.

 Ist es nicht eher die Krankenkasse, die limitiert? International nehmen Kernspintomografien um acht Prozent zu. Doch die Krankenkasse bezahlt nur eine Erhöhung von 0,5 Prozent.
Die Verträge werden von der Sozialversicherung und den Anbietern unterschiedlich ausgelegt. Hier gibt es Gespräche auf allen Ebenen, auch mit uns.

siehe oben

 

Die Zahl der MR-Untersuchungen wird steigen. Aber man muss sich auch anschauen, ob jede MR-Untersuchung nötig ist. Ein alter Kreuzbandriss kann noch warten.
Siehe: Wartezeiten, stilles Regulativ im Gesundheitssystem (https://medicus58.wordpress.com/2016/02/08/wartezeiten-stilles-regulativ-im-gesundheitssystem)
Wieso ein Mangel durch Schieben in die Zukunft gelöst werden kann, hätte ich auch gern mal von Politik und Gesundheitsökonomie erfahren.

Schilddrüsenärzte auf Krankenschein gibt’s in Wien so gut wie keine – und zu wenig Spezialambulanzen, obwohl die Zahl der Krankheitsfälle steigt.
Die Wiener Gebietskrankenkasse hat mir zugesagt, hier Abhilfe zu schaffen.
Dieses Problem (keine Kassenverträge für thyreologisch tätige Nuklearmediziner und Endokrinologen; keine Tarife für thyreologische Leistungen (Schilddrüsenscan, Feinnadelaspirationszytologie, Calcitonin-Bestimmung…)  existiert in Wien seit Jahrzehnten und Frau Reischl von der WGKK lässt den Ärzten nur ausrichten: „Kassenverträge nur über ihre Leiche“
Würde gerne wissen, WAS man Frau Minister seitens Wehsely und Reischl zugesagt hat….

Wahlarzt heißt: 100 Euro bezahlen und 20 Euro von der Kasse rückerstattet bekommen.
Ich kann keinen Arzt in einen Vertrag zwingen. Immer mehr Ärzte weichen in die Privatmedizin aus. Ich will mit den Sozialversicherungen nach Gründen suchen. Wir müssen das Kassensystem so gestalten, dass es mehr Zeit für die Patienten gibt. Die Chance gibt’s – auch wenn die Ärztekammer das nicht hören will – mit der neuen Primärversorgung. Dort kann eine diplomierte Krankenschwester oder eine Sozialarbeiterin Aufgaben übernehmen und sich Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit einem Team ganzheitlicher um Patienten kümmern. Dazu gehört auch ein anderes Honorierungssystem mit einer gescheiten Fallpauschale pro Patienten.
Es fällt schwer hier den Ton zu wahren.
Die Gründe für das Ausweichen in die Privatmedizin sind allen klar:
Deckelungen, lächerliche Tarifstrukturen, fehlende Leistungen im Sozialversicherungssystem.
Das Wahlarztsystem ist ein politisch gewollter Selbstbehalt für pflichtversicherete Patienten.
Weiters macht die Antwort klar, dass es bei den PHCs NICHT darum geht eine bessere extramurale Versorgung der Pflichtversicherten anzubieten, sondern Ärzte, Ärztekammer aus dieser Versorgung rauszuhalten und damit die Art „Kollektivvertrag der Ärzte und dem Hauptverband“ auszuhebeln. Für Ärzte bedeutet das als Einzelner mit dem Hauptverband Tarife ausverhandeln zu müssen und letztendlich als Angestellte bei nicht-ärztlichen PHC Betreibern anheuern zu müssen.

Für Patienten bedeutet das aber eine KOMPLETTE ÄNDERUNG IHRER VERSORGUNG:
Auch wenn schon heute viele Besuche bei der Abteilungshelferin enden (zur Recht für die unsinnige monatliche Rezeptausstellung für Dauermedikamente), werden Patienten zukünftig im PHC KEINEN Anspruch mehr haben, einem Arzt ihre Beschwerden mitteilen zu können.
Wie in Schweden wird man bestenfalls einer Diplomkrankenschwester von seinem Brustschmerz berichten zu können und im schlimmsten Fall den frischen Herzinfarkt unter der Fehldiagnose spondylogener Beschwerden von einer Physikotherapeutin behandelt bekommen.
Was bei der Übernahme ausländischer Modelle aber stets vergessen wird zu sagen, dass in diesen Ländern nicht-ärztliche Berufsgruppen seit Jahrzehnten ganz andere Ausbildungsinhalte gelehrt bekommen haben.
Nursing ist in den USA seit Berufsgenerationen ein Studium, dass viele Inhalte des Medizinstudiums beinhaltet. Ich kann da nur empfehlen sich einmal die entsprechenden Lehrunterlagen anzuschauen. Ich nehme jede Wette an, dass nur sehr wenige unserer GuKs und MTDGs dort eine Nostrifizierung schaffen würden. Auch wenn derzeit politisch eine Akademisierung der Pflege anstrebt, werden erst nach frühestens einem bis zwei Jahrzehnten genügende ausgebildete Personen im System sein.

Die Ärzte kritisieren an diesen Zentren, die noch verhandelt werden, dass sie teurer wären als das Hausarztmodell, weil es mehr Personal braucht, das es am Markt gar nicht gibt.
Wir wissen, dass es abseits der Kammerfunktionäre Interesse von Medizinern gibt, die nicht allein in einer Ordination sitzen wollen und auch nicht mehr wie die Verrückten Patienten durchschleusen wollen, um auf ihr Geld zu kommen.

Die Gesundheitspolitik missbraucht die prinzipiell sinnvolle Möglichkeit einer niederschwelligen extramuralen Behandlung chronischer Erkrankungen im Rahmen von PHCs für reine Machtpolitik und sucht trotzdem nach Gründen, weshalb sie im Inland keine Ärzte mehr finden, die dumm genug sind das Spiel mitzuspielen.

Soll man Sozialversicherungen zusammenlegen?
Für mich wichtiger ist: gleicher Beitrag, gleiche Leistung. In Deutschland haben sich Großkrankenkassen nicht wirklich gerechnet.
Alle müssen flexibel sein in der Gesundheitspolitik, Patienten, Ärzte, Pflege, …. außer die, die von den Parteien kontrollierten Pfründen der Pflichtversicherungen Entsandten.

Hat sich Ihr Blick aufs Gesundheitswesen durch Ihre eigene schwere Erkrankung geändert?
Man kommt drauf, wie wichtig das Zwischenmenschliche ist. Und ich habe gesehen, wie stark der Druck auf die im Spital Tätigen ist.
Interessant, dass das Frau Minister NICHT zwischen ihrer Promotion 1987 und 1997 während ihrer Ausbildung zur Allgemeinmedizinerin und zur Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde den Druck auf die im Spital Tätigen nicht „gesehen“ hat.
Fragen Sie einmal andere Turnusärzte dieser Zeit, ob sie ihre Tätigkeit damals als so entspannt und ruhig empfunden haben, wie die spätere Personalvertreterin, Stv. ÖGB Präsidentin und postkommotionelle Studentin an der Wirtschaftsuniversität Wien und an der Donau-Universität Krems.

Siehe auch:
Räderwerk der Macht: Wie das alles zusammenhängt https://medicus58.wordpress.com/2016/03/02/raederwerk-der-macht-wie-das-alles-zusammenhaengt/
Oberhauser: Gefährliche Versprechungen des Bestehenden, aber bringt’s das? https://medicus58.wordpress.com/2014/09/08/oberhauser-gefahrliche-versprechungen-des-bestehenden-aber-bringts-das/

Written by medicus58

5. Juni 2016 at 13:32

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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