Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Februar 2016

Hilfe, wer berät mich in meiner Ratlosigkeit?

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Master

Auf die Frage gibt es prinzipiell eigentlich nur Antwort:
Ich lasse mich von denen beraten, die nachweislich das geschafft haben, wohin ich erst will.

Wenn ich zum Beispiel merke, dass ich mit dem Milliardenprojekt Krankenhaus Nord nicht weiter komme, dann nehme ich mir Berater, die sowas schon einmal gestemmt haben.
Der KAV hat offensichtlich erkannt, dass er mit den bisher aus eigenen Reihen oder von außen verpflichteten Planern beim KH Nord nicht gerade optimale Erfahrungen gemacht hat und sucht sich nun neue Berater:

Die international tätige Firma Moser Architects sei jetzt verantwortlich für die Projektsteuerung und solle einen reibungslosen Ablauf der Übersiedlung garantieren, sagt Bauprojektleiter Wolfgang Strenn: „Die Aufgabe prinzipiell ist, in einem Terminplan eindeutig zu takten, wann welcher Bereich, welches Geschoß, welche Station hochfährt, technisch eingeschalten wird, wenn man so sagen kann.“(http://wien.orf.at/news/stories/2759509/)

Ob eine u.a. am SkyLink Vienna beteiligte Firma (http://www.moserarchitects.at/de/projekte/vie-skylink), deren größtes Einzelprojekt nach Angaben auf der eigenen HP (Exemplarischer Auszug. Von groß bis klein) offenbar einen Gesamtrahmen von 276,73 Mio. € (Krankenhaus Barakat) nicht überschritten hat, den Karren dort wieder auf Schiene bekommen wird, werden wir sehen.

Auch die vom KAV nun in Presseaussendungen und auf sogenannten Roadshows abgefeierte Projekte Masterplan und Masterbetriebsorganisation
(vergl.: 2014: Master-Betriebsorganisation im KAV: Da fährt die Eisenbahn drüber http://wp.me/p1kfuX-NS ) wurden von externen Beratern ausgeheckt.

Nach dem Köck auch den Bock zum Gärtner …
http://wp.me/p1kfuX-cy

Dr. Ebner – Die „objektive“ Krake im Gesundheitssystem http://wp.me/p1kfuX-xw

Reich wird, wer das Seine jedem verkauft: Die Gesundheitsberater http://wp.me/p1kfuX-P7

Wer macht da den Köck zum Gärtner? http://wp.me/p1kfuX-cs

Was der KAV vom Billa lernen kann oder Je suis IFES
http://wp.me/p1kfuX-10X

Wird der KAV privatisiert? Ein Indizienprozess bei dem wir baden gehen. http://wp.me/p1kfuX-Y2

I had a Dream: KAV for Sale http://wp.me/p1kfuX-L1

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Written by medicus58

28. Februar 2016 at 15:06

Kampf um hausärztliche Versorgung in Murau und Neumarkt

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Quelle: Salzburger Woche vom 25.2.2016 Murau. Die steiermärkische Gebietskrankenkasse will in den beiden größten Gemeinden im Bezirk Murau Planstellen für Hausärzte reduzieren. Der Regionale Strukt…

Quelle: Kampf um hausärztliche Versorgung in Murau und Neumarkt

Written by medicus58

28. Februar 2016 at 12:12

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Viribus unitis: Jeder für jeden und alle gegen Asklepios, ein Wiener Unsittenbild

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Download

Was ein Kommentator (https://medicus58.wordpress.com/2016/02/17/titel/#comment-1461) auf diesem Blog bereits am 17.2. mitteilte, wird nun auch im Profil online am 27.2. „offiziell“:

Written by medicus58

27. Februar 2016 at 21:04

EIN TARIF FÜR ALLE, was könnten wir aus Hamburg lernen?

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Hamburg

Wie in vielen deutschen Städten wurde auch in Hamburg der Großteil der ehemals öffentlichen Krankenhäuser privatisiert bzw. teilprivatisiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Krankenhaus

Liest man sich die im Februar 2016 eingebrachte
EINGABE 82/16 AN DIE HAMBURGISCHE BÜRGERSCHAFT UND DEN SENAT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
durch, dann findet man überraschende Parallelen zu aktuellen Entwicklungen in Wien, obwohl der Wiener Krankenanstaltenverbund de jure und de facto noch von der öffentlichen Hand betrieben wird. Zum Verständnis, Asklepios Kliniken (https://de.wikipedia.org/wiki/Asklepios_Kliniken) sind ein primär in Deutschland agierender Klinikbetreiber mit Hauptsitz in Hamburg, zu dessen Portfolio auch die Luxushotels Kempinski Hotel Falkenstein sowie die Villa Rothschild und das Hotel Atlantic gehören. Es handelt sich um ein Musterbeispiel dafür, welche Veränderungen die Privatisierung der öffentlichen Gesundheitsversorgung für Mitarbeiter und Patienten nach sich ziehen.

Sehr geehrte Frau Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Olaf Scholz,
sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
sehr geehrte Damen und Herren des Senats,

wir wenden uns an Sie in der Sorge um die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung in Hamburg und um die Arbeitsplätze und die Qualität der Arbeit in den Asklepios-Krankenhäusern. Asklepios Hamburg will weitere Bereiche in so genannte Konzerntöchter ausgliedern. In der Folge verlieren nach unseren Kenntnissen 450 Beschäftigte die direkte Tarifanbindung an den Tarifvertrag TV KAH in Hamburg. Weitere 550 sollen nach unseren Informationen von einer Konzerntochter in die andere geschoben werden. Die Konsequenz daraus ist, dass diese Frauen und Männer erhebliche Einbußen beim Einkommen und bei weiteren Standards ihrer Arbeitsverhältnisse hinnehmen müssten. Außerdem sollen weitere Arbeitsplätze abgebaut werden. Dies geschieht aus reinen Profitgründen und nicht etwa aus Gründen der Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung – wozu Asklepios als Betreiberin Tausender Planbetten verpflichtet ist.

Asklepios hat extrem günstige Bedingungen, zu wirtschaften: So zahlt das Unternehmen keinerlei Pacht oder Miete für die Betriebe und Krankenhäuser. Investitionskosten durch Um- oder Neubauten werden überwiegend von der Stadt und somit von Steuergeldern gezahlt. Asklepios verdient gut mit den überlassenen Grundstücken und Gebäuden und den Steuergeldern: Pro Jahr liegt sein Gewinn bei 60 Millionen Euro.

Wir möchten Ihnen veranschaulichen, wie die Situation aussieht, denn der Krankenhausbetrieb hat sich, seit Asklepios die Krankenhäuser gehören, bereits sehr verändert: Viele Bereiche und Berufsgruppen sind bereits ganz oder teilweise in einzelnen Kliniken in „Töchter“ ausgegliedert, z.B. Küchen, Catering, Patientinnen- und Patiententransport, Reinigung, Warentransportlogistik, Poststellen, Sekretariate (incl. Arztbriefe schreiben), Physiotherapie, Sozialdienst, Labore, und andere. Keine der bereits vorhandenen Konzerntöchter hat einen abgeschlossenen Tarifvertrag mit einer Gewerkschaft. Es werden lediglich die Löhne unterschiedlicher Branchentarifverträge angewandt, die deutlich unter dem Lohnniveau des TV KAH sind. Nun sollen diese neu aufgeteilt werden.

Außerdem sollen noch weitere Bereiche hinzukommen: Technik, IT, Zentrale Sterilgutaufbereitung, Einkauf, Krankengeschichtenarchiv, Debitoren, Kreditoren und Finanzbuchhaltung, Post. Letztere gehörten bislang jeweils zu jeweils einem Krankenhaus, also in einem betrieblichen Organismus. Das soll nunmehr zerstört werden, denn beabsichtigt ist, dass wie in einer Fabrik Arbeitsprozesse gleichgeschaltet werden:
Für jeden Vorgang sollen künftig Standards gelten, in allen Kliniken und medizinischen Abteilungen, soll mit identischen Mitteln gearbeitet werden. Was vielleicht für Außenstehende gut klingt, ist der blanke Horror für Menschen, die mit Engagement und Hingabe ihre Arbeit verrichten, die Teil von sensiblen Lösungsprozessen sind und nicht selten Erfinderinnen von Lösungen in komplexen Situationen. Es ist für den Erfolg der Arbeit unabdingbar, als Individuum im Arbeitsalltag wahrgenommen zu werden und die wissenden Ressourcen einzubringen. Sie stehen schließlich nicht am Fließband! Bei ihnen geht es um erkrankte Menschen, ihre Pflege, ihre Genesung, ihre Gesundheit!

Um Ihnen zu veranschaulichen, wie schlecht viele Beschäftigte in der Sterilgutaufbereitung künftig verdienen würden: Mit Fachkundelehrgang I hätten sie lediglich einen Stundenlohn von 9,93 Euro die Stunde statt 16,12 Euro (in EG 4a, Stufe 4 des Tarifvertrages TV KAH). Oder anders gesagt: Asklepios beschäftigt jede Menge Menschen am untersten Level der Einkommensskala. Wir vermuten, dass nicht wenige ihr monatliches Einkommen mit staatlichen Leistungen aufstocken müssen. Auch hier treten höchstwahrscheinlich Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mit Lohnersatzleistungen ein, weil Asklepios so schlecht bezahlt – und künftig noch schlechter zahlen will.

Konkret besteht zum Beispiel die akute Gefahr, dass Chefärztinnen und Chefärzte wie auch Operateurinnen und Operateure künftig keine oder nur eine mühsame Entscheidungsfreiheit haben, welche Implantate oder Inhalte in die Siebe zu der von ihnen durchzuführenden OP bereit gehalten wird. Zur Erläuterung: Als Siebe bezeichnet man Behältnisse, in den Materialien und Instrumente enthalten sind, die für eine bestimmte Operation benötigt werden. Zum Beispiel benötigt die Operateurin, bzw. der Operateur für die OP bei einem Beinbruch bestimmte Schrauben, Drähte, Bohrer, Metallplatten, Nahtmaterial, Pinzetten, Scheren und vieles andere mehr. Was und in welcher Anzahl und Größe hängt wiederum von der Art des Bruches, Alter der Patientin, bzw. des Patienten, Unverträglichkeiten oder Allergien ab. Die Entscheidung darüber würde künftig in dem zentralen Einkauf entschieden. Welche Inhalte in die Siebe kommen, entscheiden dann nicht mehr die Operateurin/Operateur und das Krankenhaus, sondern die Richtlinien der Konzerntochter zentrale Sterilgutaufbereitung. Dieses Beispiel macht deutlich, dass sich die Qualität der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung höchstwahrscheinlich verschlechtern wird. Stellen Sie sich vor, Sie oder einer Ihrer Familienangehörigen sind Patientin/Patient und solchen Bedingungen im Operationssaal ausgesetzt!

Es ist damit zu rechnen, dass in einem weiteren Schritt Abrechnung, Personalabteilung, aber auch als medizinischer Bereich die Röntgenabteilung ausgegliedert werden. Auch die Ambulanzen könnten sich verselbstständigen, also als eigene Wirtschaftseinheit betrachtet werden, in dem sie in Medizinische Versorgungszentren umgewandelt werden. Als Beispiel dafür nennen wir nur das chirurgische Zentrum. Es ist eine „eigenständige“ Tochter im Haus. Die Beschäftigtenzahl wird gesenkt; die betriebliche Interessenvertretung – der Betriebsrat – fortlaufend geschwächt. Es wird immer schwerer, in neu gegründeten, ausgegliederten Unternehmensbereichen, wieder neue Betriebsräte zu wählen. Mitbestimmung, Mitwirkung und Mitgestaltung betrieblicher Abläufe und sozialer Rahmenbedingungen können so immer schlechter noch im Sinne des Gesetzes wahrgenommen werden. Am schlimmsten ist jedoch, dass die Bedingungen aufgrund nicht mehr geltender Tarifanbindung immer unterschiedlicher und willkürlicher für die Beschäftigten werden. Gerechtigkeit und Transparenz bleiben auf der Strecke. Das senkt die Motivation und führt zu seelischen Belastungen.

Ein Betrieb kann nur gut funktionieren, wenn die Arbeit gut bezahlt ist, die Beschäftigten sich sicher fühlen, ihre Arbeit wertgeschätzt wird und die Instrumente, die die Gesetzgeberin für das soziale Gefüge und das Miteinander vorsieht, greifen können. Das würde durch die erneute geplante Auslagerung um Umstrukturierung zerstört! Neue Firmengründungen bedeuten immer auch neue, kleinere und unerfahrenere Betriebsräte, falls überhaupt welche zustande kommen. Bereits jetzt sind große Teile der Belegschaft verunsichert und fühlen sich durch die Absichten des Asklepios-Managements eingeschüchtert.

Es ist uns Unterzeichnerinnen und Unterzeichner klar, dass es gesetzlich möglich ist, dass Asklepios Bereiche in andere und neue Betriebseinheiten zusammenfassen darf. Allerdings muss dies nicht zwangsläufig die Arbeitsbedingungen verschlechtern. Die soziale Verantwortung darf nicht gegenüber Wirtschaftsinteressen aufgegeben werden.

Die Stadt hat 25,1 Prozent Anteil an den ehemals städtischen Kliniken, die nach dem Verkauf des Landesbetriebs Krankenhäuser an Asklepios verkauft wurden. Daher halten wir es für recht und billig, verehrte Damen und Herren, dass Sie Ihren Einfluss geltend machen und nicht zulassen, dass Asklepios die Hamburger Krankenhäuser behandelt wie seelenlose Wirtschaftseinheiten.

WIR ERWARTEN VON IHNEN STELLUNGNAHMEN, ANTWORTEN UND IM RAHMEN IHRER MÖGLICHKEITEN FOLGENDE AKTIVITÄTEN:
ERGREIFEN SIE FÜR DIE PATIENTINNEN UND PATIENTEN UND FÜR DIE BESCHÄFTIGTEN PARTEI!
SETZEN SIE SICH GEGEN EINE AUSGLIEDERUNGEN VON BEREICHEN UND/ ODER BERUFSGRUPPEN BEI ASKLEPIOS EIN.
IST BEABSICHTIGT, DASS DIE KLINIKEN KÜNFTIG DIE LEISTUNGEN AUS DEN KONZERNTÖCHTERN KAUFEN MÜSSEN, GIBT ES EINEN KONTRAHIERUNGSZWANG UND WAS BESAGT DIESER?
GIBT ES „SERVICE LEVEL VEREINBARUNGEN“, WAS BESAGEN DIESE?
WIR FORDERN DEN SENAT AUF, DAFÜR SORGE ZU TRAGEN, DASS ALLE HAMBURGER TÖCHTERBETRIEBE DER ASKLEPIOS HAMBURG GMBH ALS VOLLMITGLIEDER IN DEN ARBEITGEBERVERBAND EINTRETEN UND DAMIT DEN TARIFVERTRAG KAH ANWENDEN.
LEGEN SIE DEN KAUFVERTRAG OFFEN, DER ANLÄSSLICH DES VERKAUFS DES EHEMALIGEN LANDESBTRIEBS KRANKENHÄUSER MIT ASKLEPIOS ABGESCHLOSSEN WURDE SOWIE ALLE WEITEREN ABREDEN, VEREINBARUNGEN UND PROTOKOLLE, DIE IN ZUSAMMENHANG MIT DEM VERLAUF GETROFFEN WURDE.
EXPLIZIT: LEGEN SIE UNS BITTE DAR, WAS EIGENTLICH IN DEM VERKAUFSVERTRAG ZWISCHEN DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG UND ASKLEPIOS ZUR TARIFBINDUNG GEREGELT IST.
WENN SIE DEN KAUFVERTRAGS BZW. TEILE DAVON, NICHT OFFENLEGEN WOLLEN/KÖNNEN, WARUM NICHT? WELCHE ANDEREN MÖGLICHKEITEN GIBT ES, Z.B. FÜR DIE ABGEORDNETEN DER HAMBURGISCHEN BÜRGERSCHAFT, DEN KAUFVERTRAG EINZUSEHEN?
EIN TARIFVERTRAG FÜR ALLE!
DER “TV KAH” MUSS FÜR ALLE GELTEN!
GESUNDHEIT IST KEINE WARE!
Mit freundlichen Grüßen

Unterschriften im Original

https://eintarifvertragfueralle.wordpress.com/2016/02/16/ein-tarifvertrag-fuer-alle-gesundheit-ist-keine-ware/#more-2

Die Wiener Gesundheitspolitik behauptet, dass sie gerade diese Entwicklung verhindern möchte, gleichzeitig steht sie voll hinter der Leistungsauslagerung aus dem KAV:
Das St. Josef-Krankenhaus im 13. Bezirk soll bis 2020 umfassend saniert werden. Im Rahmen einer gemeinsamen Feier von Politik, Mitarbeitern des Krankenhauses und Anrainern erfolgte am Donnerstag, den 21. Jänner die Grundsteinlegung für den Neubau.

“Das St. Josef-Spital ist schon jetzt ein verlässlicher Partner für die Stadt. Die Wiener Gesundheitsversorgung funktioniert deswegen so gut, weil es einen starken öffentlichen Bereich mit einer ausgezeichneten, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den gemeinnützigen Spitälern gibt”, betont Gesundheits-Stadträtin Sonja Wehsely.

Kernstück des Bauprojekts ist der Ausbau der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie zu einem Eltern-Kind-Zentrum mit Kinderabteilung und Neonatologie. Mit dem Ausbau ist eine Erweiterung der Kapazitäten von 2.000 auf 3.000 Geburten geplant;

Zusätzlich zur Geburtshilfe wird auch der onkologische Schwerpunkt (Behandlung von Krebserkrankungen) erweitert – das St. Josef-Krankenhaus entwickelt sich zur Fachklinik für Onkologie.

Das rund 70 Millionen schwere Bauprojekt ist in mehrere Phasen unterteilt und soll bis 2020 abgeschlossen sein. Die Baukosten der ersten Bauphase (ca. 50 Millionen) sind zu 95% vom Wiener Gesundheitsfond (WGF) subventioniert, den Rest trägt das Krankenhaus selbst.

http://www.vienna.at/st-josef-krankenhaus-sanierung-kostet-70-mio-euro-grundstein-fuer-bau-gelegt/4598452
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160121_OTS0162/st-josef-krankenhaus-legt-grundstein-fuer-den-neubau
http://www.sjk-wien.at/fileadmin/media/Presse/St._Josef-Krankenhaus_legt_Grundstein_fuer_den_Neubau_FIN.pdf

Ich habe schon 2012 auf diese Verlagerungsbemühungen hingewiesen und u.a. auch darauf, dass das St. Joseph Spital zwar immer mehr Geburten abrechnen möchte, aber die Frühchen dann nicht in einer (natürlich kostenintensiven) eigenen Neonatologie versorgen kann. Damals wurde die Neonatologie für 2016 versprochen!

Fordismus im Spital: Das Geld liegt auf der Strasse? http://wp.me/p1kfuX-gf 

 

Written by medicus58

26. Februar 2016 at 07:10

Bittschrift? Nein! Rechte müssen verlangt werden.

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Betteln

Eine Petition (lateinisch petitio ‚Bittschrift‘, ‚Gesuch‘, ‚Eingabe‘; bildungssprachlich auch Adresse) ist ein Schreiben (eine Bittschrift, ein Ersuchen, eine Beschwerde) an eine zuständige Stelle, zum Beispiel eine Behörde oder Volksvertretung. Dabei kann grundsätzlich unterschieden werden zwischen Ersuchen, die auf die Regelung eines allgemeinen politischen Gegenstands zielen (z. B. den Beschluss oder die Änderung eines Gesetzes durch das Parlament, die Änderung einer Verfahrensweise in einer Behörde), und Beschwerden, die um Abhilfe eines individuell erfahrenen Unrechts (z. B. eine formal zwar zulässige, aber als unverhältnismäßig empfundene Behördenentscheidung) bitten. Der Einsender einer Petition wird Petent genannt.
Die Zulässigkeit von Petitionen ist ein allgemein anerkannter Bestandteil der demokratischen Grundrechte eines jeden Bürgers.

So definiert aktuell die Wikipedia eine Petition: https://de.wikipedia.org/wiki/Petition

Im Zusammenhang mit dem kommissionell beschlossenen Auslaufen des Arbeitsvertrages von Kollegen Rainer (Dr. Rainer kann nicht KAV Generaldirektor werden: Fehlendes Gesamtinteresse der Stadt Wien gegenüber http://wp.me/s1kfuX-titel) laufen derzeit zwei sogenannte Petitionen, die eine Rücknahme dieses Spruches vom Wiener Krankenanstaltenverbund verlangen:

 
Eine wurde von der Wiener Ärztekammer gestartet:

„Sehr geehrter Herr Generaldirektor Janßen,
Herr Kollege Gernot Rainer hat seitens seines Dienstvorgesetzten und der Patienten Bestnoten für seine fachliche Qualifikation erhalten. Trotzdem hat er den beantragten Dauervertrag nicht erhalten, dies aufgrund unserer Meinung nach berechtigter Kritik im Interesse seiner Patientinnen und Patienten und der Kollegenschaft. Wir fordern Sie auf, Ihre Entscheidung zu revidieren und Dr. Rainer weiter zu beschäftigen.“
http://www2.aekwien.at/py/petition.py

Die andere wurde schon früher von AsklepiosGewerkschaft für angestellte Ärztinnen und Ärzte in Österreich (http://www.activism.com/de_AT/petition/petition-gegen-die-k-ndigung-von-dr-gernot-rainer/195076) ins Netz gestellt und richtet sich explizit an alle Wiener und Wienerinnen:

Wir rufen ALLE Wienerinnen und Wiener, die ihre Gesundheitsversorgung als wichtiges Interesse der Stadt Wien ansehen, ALLE MedizinstudentInnen und JungmedizinerInnen, die ihre Zukunft nicht in diesem KAV sehen, ALLE angestellten und niedergelassenen ÄrztInnen, die sich das Recht auf kritische Reflexion ihrer Arbeitsbedingungen erhalten wollen und die Ärztekammern auf, diese Petition gegen die Kündigung von Dr. Gernot Rainer und somit für Meinungsfreiheit zu unterstützen.
Der Vertrag des Lungenfacharztes Dr. Gernot Rainer wurde nach Beschluss einer Kommission nicht weiter verlängert. Für diese Entscheidung gibt es keinerlei fachliche Begründungen, einzig: er hat eine eigene Gewerkschaft gegründet, um die Interessen der angestellten Ärztinnen und Ärzte realitätsnaher vertreten zu sehen. Dieses Anliegen hat die bestehenden Strukturen angegriffen. Diese Strukturen leben von intransparenten Entscheidungen und fühlen sich in erster Linie ihren eigenen Interessen verantwortlich. Von dieser Willkür im Umgang mit kritisch-konstruktiven Geistern kann jeder existenziell betroffen sein, der sich um Verbesserung des Systems bemüht. Das darf nicht akzeptiert werden!

 

Ich ersuche alle Leser dieses Blog nachdrücklich zu überlegen, ob sie sich nicht einer dieser Aktionen anschließen sollten. Gerade weil ein rezentes Interview von Bürgermeister Häupl mit der Presse noch keinerlei Unrechtsbewusstsein zeigt:

Diese Woche wurde bekannt, dass ein Wiener Pulmologe vom Wiener Krankenanstaltenverbund recht unschön wegbefördert wurde mit dem Argument, er würde sich nicht mit den Gesamtinteressen der Stadt Wien identifizieren.
Und?
Ist das nicht eine komische Erklärung?
Das Nichtverlängern von befristeten Ärzten passiert ungefähr 180 Mal im Jahr in Wien. Wenn der Herr nicht über entsprechende mediale Kontakte verfügen würde, weil er Obmann eines privaten Vereins ist, der sich Gewerkschaft nennt, würde kein Mensch darüber diskutieren. Ich war mit diesem Fall jedenfalls nicht befasst. Und werde mich da auch nicht reinziehen lassen – auch wenn man sich größte Mühe gibt.
Das Ziel ist es also, den Bürgermeister über seine Frau anzugreifen?
Das ist naheliegend. Meine Frau ist Ärztliche Direktorin und hat daher sowohl die fachliche Beurteilung als auch den einstimmigen Beschluss der Kommission an den KAV weitergeleitet. Das ist ihr Job. Weder ich noch sie haben Einfluss genommen auf den Beschluss der Kommission.
Aber sollte nicht die fachliche Qualifikation des Arztes entscheidend sein?
Aber – meine Herren! Es war sicherlich der frühere Chefredakteur der „Presse“, Andreas Unterberger, ein ausgezeichneter Journalist. Trotzdem musste er gehen.
http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4930145/Haeupl_Kein-Doktor-Schussel-weit-und-breit?

Entlarvend für das ideologiefreie Machtverständnis Häupls ist dies Aussage auch deshalb, weil Chefredakteur Unterberger unter FPÖVP/BZÖ aus der Presse entfernt wurde und es 2005 Schüssel persönlich war (das aktuelle Presseinterview ist schließlich übertitelt: Michael Häupl: „Kein Doktor Schüssel weit und breit“) der ihn in die Wiener Zeitung brachte, eine Zeitung, die im Auftrag der Repuplik erscheint. Danach waren es Rot/Grün, die so lange gegen Unterberger geschossen haben (2007 http://derstandard.at/2921394/Unterberger-soll-bleiben) bis er 2009 auch von dort entfernt wurde. In all seiner Selbstgefälligkeit hat Häupl hier das gesagt, worum es auch im „Falle Rainer“ wirklich geht und was Sperl in seinem oben zitierten Standardkommentar schon 2007 über den „Fall Unterberger“ gesagt hat:

Pressefreiheit gibt es offenbar nur für jene, welche die gleiche oder eine ähnliche Weltanschauung vertreten. 

Sperl, der damals selbst nur noch 2 Wochen Chefredakteur des Standards bleiben sollte, legte in seinem Kommentar auch noch nach:

Nur wenige Kommentare des Kollegen in der „Wiener Zeitung“ könnte ich unterschreiben. Aber das ist medialer Pluralismus. Und Unterbergers Stimme zusammen mit einigen seiner Kolumnisten eine wichtige Abrundung des Meinungsspektrums dieser Republik.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund ist ebenso wie die Wiener Zeitung kein Privatunternehmen, die Eigentümer sind letztendlich die Bürger dieser Stadt bzw. dieses Landes.

Bürgermeister, Stadträtinnen, Generaldirektoren bzw. Bundeskanzler oder Chefredakteure haben ihren Einfluss in diesen Bereichen meines Erachtens nach nur „treuhänderisch“ von der Mehrheit der Wähler verliehen bekommen.
Der Treunehmer ist gebunden, die Sache im Sinne des Treugebers zu verwalten und nur zulässige Verfügungen vorzunehmen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Treuhand

Da zunehmend innerhalb des Krankenanstaltenverbundes die Angst umgeht, in Erwartung ähnlicher Konsequenzen für die eigenen Person, die Petition nicht zu unterzeichnen, sind vor allem definitiv-gestellte Mitarbeiter zur Solidarisierung aufgerufen.
Die Patienten aber mögen sich überlegen, ob sie von Ärzten behandelt werden wollen, denen zunehmend mitgeteilt wird, dass sie, sollten sie sich den Gesamtinteressen der Stadt Wien und ihrer Dienststelle nicht mehr unterwerfen, den Betrieb verlassen sollten.

In einem Betrieb, der per definitionem nicht gemein sondern gemeinnützig sein soll,
der nicht gewinnorientiert und privatisierungsfit gemacht sondern
mit unser aller Steuergeld unser aller medizinische Versorgung unabhängig von der persönlichen ökonomischen Leistungsfähigkeit sichern soll,
und der weder dem Herrn Bürgermeister, noch seiner Frau, noch einem Personalvertreter, noch all denen persönlich gehört, die parallel zu ihrer Tätigkeit im KAV für private Gesundheitsdienstleistungsanbieter arbeiten,
darf auch von diesen nicht geführt werden, als wären sie Mehrheitseigentümer eines börsennotierten Unternehmens oder wäre das einen Bananenrepublik.

Written by medicus58

21. Februar 2016 at 14:00

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Die Sicht bloggender Patienten:

Überall Abenteuer – http://wp.me/p3Nn9f-6

Written by medicus58

21. Februar 2016 at 11:35

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Notarzt kommt mit eigenem Auto – http://wp.me/p4acdm-Iw

Written by medicus58

19. Februar 2016 at 10:55

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