Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Reisen’ Category

Eine pandemische Farce: Bundesheer als Gesundheitsbehörde schauen sich den QR Code

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Wer aktuell in Wien Schwechat landet wird über Lautsprecher informiert, dass ihn die Gesundheitsbehörde einem Gesundheitscheck unterziehen wird.

Am Ende des Gedränges trifft man auf einen offensichtlichen Grundwehrdiener, der nach dem Pass greift, wohl über 100-mal pro Stunde, und dann den Zettel oder das Handy mit dem QR Code antappt.

Ob es für ein „Infiziert im Dienst“ einen Orden gibt, kann ich nicht sagen, aber gescannt und überprüft wird der QR Code nach meiner Erfahrung nicht.

Will heißen, eine gescannte Vorlage und etwas Photoshop, um den eigenen Namen einzufügen reicht wohl um einzureisen.

Natürlich wurde ich auch gefragt woher ich komme, was abet wenig zweckdienlich war, weil zu dieser späten Stunde ohnehin nur eine einzige Flugzeugladung an der „Gesundheitsbehörde“ vorbeidrängte.

Einheimische wundert eh nix mehr, aber Fremde mögen argwöhnen in einer Militärdiktatur gelandet zu sein, wenn schon die Gesundheitsbehörde Uniform trägt; und was die wirklich checken, hinterlässt einen voller Fragen.

Written by medicus58

23. Juli 2021 at 23:03

Wegen Corona reisen, warum nicht!

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Reisen: Für ein Drittel der Neuinfektionen verantwortlich weiß die AGES. Sie weiß zwar nicht so genau, wie es dazu kam, weil schon jetzt das Contactracing nicht mehr funktioniert (de ja vué), aber dafür ist jetzt Reisen gefährlicher als früher im Haushalt zu bleiben. Dass jetzt im Sommer einfach der Anteil der Heimkommer größer als der Stubenhocker ist, tut nix zu Sache.

Weshalb ich mich beim Spaziergang im Ausland eher infizieren soll als im Wienerwald sagen die Experten nicht, aber ganz einfach deshalb, weil es besser in den Zeitgeist passt vor dem Marsch in die Fremde zu warnen als vor den Fremden am Marsch und es den eigenen kommerziellen Interessen zuwider läuft auf die Bedeutung des eigenen Verhaltens zu verweisen, denn wir schließen ja weder das Schweizerhaus noch die Heurigen. Nur sollen wur halt nicht unser Geld in den Bistros und Trattorien ausgeben.

Ich wage die (gar nicht) kühne Behauptung, dass sich die Reisrückkehrer mit ihrem Urlaubsverhalten daheim genauso angesteckt hätten, wenn sie da wie dort die Sau rausgelassen hätten. Die Warnung vorm Verreisen ist also blödsinnig, gewarnt sollte vor bestimmtem Verhalten werden.

Andererseits hat man viele Urlaubsorte grad so, wie man sie in Zeiten des Massentourismus schon lange nicht mehr kannte. Man trifft fast ausschließlich Einheimische in den Sehenwürdigkeiten, in den Lokalen und in den Hotels.

Alkein das ist doch schon ein Grund zu verreisen.

Written by medicus58

21. Juli 2021 at 19:22

Charles de Gaulle ist sowas von tot

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Lost places sind in. Irgenwelche vergessene Industrie- oder Tourismusruinen, mehr oder weniger im Würgegriff von Flora und Fauna, füllen Bildbände und Foto-Vernissagen.

Dass man sich nach der Landung am Pariser CDG urplötzlich in so einer Dystopie wiederfindet, hätte sich vor Covid-19 auch niemand albträumen lassen.

Die Ankunftshalle im Terminal 2 B erweckte am späten Nachmittag den Eindruck eines eben beendeten Nachtfluges, aber das war ja jedem klar, der in den letzten Wochen den Himmel nach Linienfliegern absuchte. Auch dass der Schalter des Mietwagen-Verleihers verwaist war und ein handschriftlicher Zettel ein besetztes Büro auf Terminal 2 F versprach, wäre nicht nicht wirklich außergewöhnlich.

Blöd nur, dass am elektronisch gebuchten Mietvertrag die Übernahme auf Terminal 1 vermerkt war, egal Terminalwechsel schien angezeigt.

Was danach kam, war aber schon gespenstisch. Die Verbindungen zu 2 F waren offenbar gesperrt, die Rolltreppen still gelegt und mit Klebebändern abgesperrt wie nach einem Terroranschlag.

Negierte man die Absperrung und schleppte den Koffer nach oben, ging es weiter, durch menschenleere Gänge, an geschlossenen Läden vorbei, unter still gelegten Klimaanlagen und schließlich zu geschlossenen Türen. Quer über die gesamten Halle spannte sich ein Bretterverschlag.

Der Übergang zur nächsten Sektion schien versperrt, der Weg zur Verbindungsbahn zu Terminal 1 noch gefühlt einen Kilometer entfernt.

Es wäre aber nicht die Grande Nation, wenn da nicht doch eine der Türen unverschlossen wäre und man in den nächsten halbdunklen, menschenleeren und mit Planen abgedeckten Terminalabschnitt gelangen würde, wenn auch zunehmend erschöpft und zunehmend verzweifelt.

Endlich die Einstiegstelle der fahrerlosen Verbindungsbahn zu Parkplatz 1,Terminal 3, Parkplatz 2 und endlich Terminal 1.

Dort aber alles versperrt und ein dienstbarer Geist versichert, dass AVIS NUR auf F2 existiert.

Also zurück mit der schaffnerlosen Bahn, zum Terminal 2F und über einige Treppen, verdutzte Kontrolleure, denen erst das Zauberwort Car rental ein verständnisvolles Lächeln ins Gesicht zaubert.

Noch durch ein Labyrinth von Absperrungen, die unter Normalbedingungen die drängenden Taxi-Kunden bändigen sollen und dort waren die Hüttchen der Autovermieter.

Als ich 2010 auf CDG strandete, weil auf Island der Eyjafjallajökull grad den Flugverkehr lahmgelegt hat, musste man unter den drängenden, diskutietenden und ungewaschenen Menschenmassen Tote befürchten. 2021 scheint Paris Charles de Gaulle selbst verstorben zu sein.

Written by medicus58

12. Juli 2021 at 22:14

Veröffentlicht in Allgemein, Reisen

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Fliegen wird wieder zum Abenteuer Teil 2 oder das vierte G

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Wie das so am Wiener Flughafen zu Coronazeiten abläuft habe ich hier begonnen zu erzählen.

Vom Betreten des Flughafens bis zum Platznehmen in der Maschine interessierte sich kein Schwein für irgendwelche Covid-19 Dokumente.

Typisch Wiener Schlamperei, denkt man sich und wundert sich noch mehr über die medialen Ankündigungen, dass zu Beginn der Hauptreisezeit das Bundesheer bei den Kontrollen unterstützt. Offenbar so effektiv, wie es uns vor einem Überfall der Liechtensteiner Streitkräfte beschützt.

Von VIE ging nach Paris, wo noch bis vor wenigen Tagen bei der Einreise auch von Geimpften ein Antigentest verlangt wurde. Penibel wurde sogar spezifiziert, welche Antigentests anerkannt werden und welche nicht.

Selbst von Geimpften verlangte man eine Eidesstattliche Erklärung noch 48h vor der Abreise gesund gewesen zu sein und mit keinem Kranken Kontakt gehabt zu haben. Ein entsprecheneds Formular konnte man auf Französich und Englisch aus dem Netz laden und sollte es bei der Einreise abgeben.

Sie erraten wohl, wie das die Grande Nation auf CDG handhabte: Auch hier interessierte sich kein Schwein für Impfpässe, QR-Codes in lächerlichen Apps oder das mitgebrachte Dokument.

Ich schlage also vor, dass zu den bekannten 3 Gs (Geimpft, Gesundet oder Getestet) ein 4.G kommt:

G wie Gefrozzelt

Ich bin wohl der Letzte, der einem hysterischen Covid-Alarmismus das Wort redet, aber wir können uns die Thinktanks, das Verordnungslabyrinth und das ganzen Europäische Abstimmungs-Blabla sparen, wenn es dann negiert wird.

Wer sagt den ganzen Schreibtischtätern, dass mit Verordnungen alleine keine Ordnung herbei geschrieben werden kann.

Wir sind am besten Wege den evolutionären Wettlauf gegen ein bisschen virale RNS zu verlieren.

Written by medicus58

12. Juli 2021 at 07:04

Veröffentlicht in Allgemein, Reisen

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Fliegen wird wieder zum Abenteuer

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Wer den legendären Sketch des unvergessen Loriot über das Fliegen nicht kennt, möge ihn hier nachsehen. In Zeiten der Pandemie hat das Unternehmen wieder an Unabwägbarkeit gewonnen und überrascht auch den gewieftesten Vielflieger.

Natürlich erwartet man, dass der G-Status penibel kontrolliert wird, ehe man sich in den Vogel begibt und erhält auch Tage vorhet mehrere Mails der AUA, dass man die Dokumente vorab zur Überprüfung hochladen möge. Funktionieren tut das natürlich weder mit der Buchungsnummer noch der Ticketnummer noch den e-ticket Nummern.

Längst ist man inzwischen gewöhnt sich den Gepäck-Aufkleber selbst ausdrucken zu müssen, nur funktioniert das dann am Flughafen weder mit dem Pass, noch dem Barcode des Boarding Passes.

Der Typ vor dem Baggage-drop sitzt zwar vor einem Kisterl mit dem Aufdruck Covid-19 Check, reagiert aber völlig desinteressiert, wenn ihm Zettel mit QR Code unter die Nase gehalten werden. Wozu man aufgefordert wird früher zum Flughafen aufzubrechen bleibt unklar. Die sinnlose Zeit sitzt man bei ejnem schlappen Jamie Oliver Brötchen ab.

Fortsetzung folgt.

Written by medicus58

11. Juli 2021 at 12:35

Reisen am Ende der Pandemie, my ass

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1. Juni und seit einigen Wochen knallen mir alle Reisebüros und Reise-Suchmaschinen das Postfach mit den verlockendsten Schnäppchen voll:

Malediven 9 Stern-Resort zum Jugrndherbergspreis, Insel-Hopping auf den Azoren oder Overwater-Bungalows am Gardasee.

In mehreren Ländern vermelden mehrere Besserwisser das Ende der Pandemie und der Grüne Pass ersetzt bald die ÖBB-Jahreskarte.

Cut und Schwenk in die Realität:

das Reisebüro rät von einer Azorenbuchung ab, weil die TAP noch keinen der Juni-Flüge bestätigt,

keine Reise nach Frankreich ohne PCR (ungeachtet des Impfstatus),

ob Sputnik auch zum dritten G gehört? Belieben zu scherzen.

Reisewarnungen auf allen Außenministerien, um im Schadensfall die Reiseversicherungen schadlos zu halten.

Kann sich alles schon morgen wieder geändert haben, aber in beide Richtungen.

Seit einem Jahr werden politisch und medial Schreckens- und Glücksszenarios aufgebaut, die mit der Realität wenig zu tun haben. Wir diskutieren heftig das Impfen von Kindergartenkindern und kommen mit den 50-somethings nicht weiter. Die Regierung läßt sich im beliebtesten Sodawasser-Tempel des Praters auspfeifen und die Nasenlöcher bluten für Trefferquoten, die zum 5-fach Jackpot der Euro-Millionen führen.

Ich treff‘ mich mit drei LBGTs aus fünf Haushalten im Inundationsgebiet und warte, bis die Reichsbrücke wieder einstürzt, ist auch ganz lustig.

Written by medicus58

1. Juni 2021 at 18:01

Pandemische Katharsis

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Katharsis, also die Läuterung der Seele von Leidenschaften als Wirkung des [antiken] Trauerspiels, tritt augenblicklich in Form der sich langsam wieder einstellenden Leidenschaft auf oralem Wege ein.

Für all diejenigen von uns, die sich am Höhepunkt des Lockdowns weder in Onkel Ho’s Schneehöllen noch am südafrikanischen Green ihren Leidenschaften hingeben durften, deren Schweizerhaus-Besuch dafür auch ohne Rücktritts-Gejohle begleitet wird, tastet sich seit Mittwoch grad zögerlich in eine Pseudonormalität zurück.

Der Kellner ratscht fröhlich die „seid’s eh ane von der 3 Gs“ runter, vertraut auf die elektronische Registrierung oder schiebt lustlos die alten Vordrucke der letzten Restaurant – Registrierungen hin, die schon beim ersten Einsatz kaum irgendein erfolgreiches Contactracing erlaubt haben.

Fast egal, wie das Schnitzl oder Hendl schmeckt, Hauptsache keine Asianudeln, Schlapp-Pizza oder Semifredo vom Lieferservice. Wir sind ja mit ganz wenig zufrieden, wenn man uns viel genommen hat.

150 € kostete der gefakte Impfpass, laut HEUTE im April. Heute vermeldet HEUTE, dass es ihn schon um 90 Euronen gibt.

Nach Katharsis und Erleichterung, wird die Ernüchterung kommen und die Fragen, ob das alles so g’scheit gelaufen ist und noch läuft.

Nein, jetzt kommt keine Coronaleugnung, die Spitäler haben ja nicht aus Spass die Leute beatmet, aber das Schnitzl muss uns schon sehr lange sehr gut schmecken, auf dass uns nicht doch noch ein paar Fragen zum Pandemiemanagement aufpoppen.

Written by medicus58

21. Mai 2021 at 17:00

Es gibt heute Schlimmeres, aber es ist schlimm genug

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In der Innenstadt oder in BoBo-City werden den Lockdown genug Restaurants überleben, es gibt genug. Am Stadtrand gibt es zwar beruhigend viele  Kebab-Schnitzl-Pizza-Buden oder Eat-as-much-as-you-can All-Asia-Futtertröge, aber klassische Speiselokale sind da schon sehr selten geworden.

Der Lahodny im 22. ist so ein Lokal gewesen, auch wenn der Begriff gutbürgerlich angesichts wild tätowierter Bedienung und der trotz netter Weinkarte gern bestellten Krügerln als lokale Spielart des Bürgerlichen anzusprechen war.

So spottbillig war der Lahodny auch nicht, aber angesichts der gebotenen Qualität wurde er gerne besucht. So einen butterweichen Zwiebelrostbraten mit krispen Zwieberln servierten auch so manch bekannterer Speisetempel in der Innenstadt nicht täglich. Auch bei den wechselnden saisonalen Spezialitäten konnte man wenig falsch machen. Bis zuletzt versuchte man es noch mit take away Menüs, jetzt ist es wohl endgültig aus.

Als ich im Lockdown vor Weihnachten beim Lieblings-Griechen ums Eck wieder was zum Abholen bestellen wollte, war er nur mehr am Privathandy zu erreichen. Er entschuldigte sich hörbar betroffen dafür, dass er nun gänzlich zugesperrt hat, aber der Take away hat einfach zu wenig gebracht. Keine Ahnung ob er noch aufsperren wird.

Beim deutschen Nachbarn ist dieses Restaurant-Sterben längst schon in den Medien angekommen.

Der Viktualien-Markt, mit dem München in der ganzen Welt geworben hat, liegt im Sterben hieß es in einen Interview im letzten November.

Die Suppenfabrik zählte im April zu den ersten Corona-Opfern in Dortmund. hieß es im Dezember unter der Überschrift: Das große Corona-Aus: Diese Gastro-Betriebe und Läden sind schon dicht

Klar ist das Sterben von Menschen tragischer als das Sterben von gastronomischen Einrichtungen, aber durch die sinnlose Lockdownerei kleiner Familienrestaurants dürfen wir uns jetzt schon darauf freuen das Ende der Pandemie entweder in anonymen Fressketten feiern zu dürfen oder daheim in der frohen Erwartung lauwarmer Pizzen, die uns die Neuzeitlichen Radl-Kulis aus uns unbekannten Kellerlokalen vorbei bringen.

Die, die dann die Gewinne einstreifen kommen nicht mehr an unseren Tisch und fragen, ob eh alles passt. Bei jedem 10. Schnitzl mit Industriefritten ist zwar eine Gratis-Cola dabei, nur kommt niemand mehr mit verschmitztem Lächeln vorbei, um uns noch auf einen Ouzo aufs Haus einzuladen oder auf einen kleinen Nachtisch, weil er stolz ist, dass der grad heute so gut gelungen ist.

Vielleicht folgt das aber ohnehin einem höheten Plan. Das Sterben kleiner, personalintensiv arbeitender Betriebe steigert ja nur die ohnehin schon  generierten Arbeitslosenheere, die sich aber derartige Lokale längst nicht mehr leisten können. So stehen dann einfach noch mehr Rad-Kuriere bereitstehen, die für noch weniger Geld noch billigeres Futter ausfahren können. Die verbliebenen Kunden kennen weder ihre Kulis noch die Produzenten ihres Essens.

Natürlich ist die Ansteckungsgefahr in jeder rammelvollen U-Bahn, jedem Großraumbüro und jeder Rave-Party höher gewesen, als in kleinen Familienrestaurants, aber wen schert das, wenn Medien und ein Teil des Wählervolks auf Maßnahmen bestehen.

Written by medicus58

5. Januar 2021 at 19:12

Es gibt heute Schlimmeres, aber es ist schlimm genug

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In der Innenstadt oder in BoBo-City werden den Lockdown genug Restaurants überleben, es gibt genug. Am Stadtrand gibt es zwar beruhigend viele  Kebab-Schnitzl-Pizza-Buden oder Eat-as-much-as-you-can All-Asia-Futtertröge, aber klassische Speiselokale sind da schon sehr selten geworden.

Der Lahodny im 22. ist so ein Lokal gewesen, auch wenn der Begriff gutbürgerlich angesichts wild tätowierter Bedienung und der trotz netter Weinkarte gern bestellten Krügerln als lokale Spielart des Bürgerlichen anzusprechen war.

So spottbillig war der Lahodny auch nicht, aber angesichts der gebotenen Qualität wurde er gerne besucht. So einen butterweichen Zwiebelrostbraten mit krispen Zwieberln servierten auch so manch bekannterer Speisetempel in der Innenstadt nicht täglich. Auch bei den wechselnden saisonalen Spezialitäten konnte man wenig falsch machen. Bis zuletzt versuchte man es noch mit take away Menüs, jetzt ist es wohl endgültig aus.

Als ich im Lockdown vor Weihnachten beim Lieblings-Griechen ums Eck wieder was zum Abholen bestellen wollte, war er nur mehr am Privathandy zu erreichen. Er entschuldigte sich hörbar betroffen dafür, dass er nun gänzlich zugesperrt hat, aber der Take away hat einfach zu wenig gebracht. Keine Ahnung ob er noch aufsperren wird.

Beim deutschen Nachbarn ist dieses Restaurant-Sterben längst schon in den Medien angekommen.

Der Viktualien-Markt, mit dem München in der ganzen Welt geworben hat, liegt im Sterben hieß es in einen Interview im letzten November.

Die Suppenfabrik zählte im April zu den ersten Corona-Opfern in Dortmund. hieß es im Dezember unter der Überschrift: Das große Corona-Aus: Diese Gastro-Betriebe und Läden sind schon dicht

Klar ist das Sterben von Menschen tragischer als das Sterben von gastronomischen Einrichtungen, aber durch die sinnlose Lockdownerei kleiner Familienrestaurants dürfen wir uns jetzt schon darauf freuen das Ende der Pandemie entweder in anonymen Fressketten feiern zu dürfen oder daheim in der frohen Erwartung lauwarmer Pizzen, die uns die Neuzeitlichen Radl-Kulis aus uns unbekannten Kellerlokalen vorbei bringen.

Die, die dann die Gewinne einstreifen kommen nicht mehr an unseren Tisch und fragen, ob eh alles passt. Bei jedem 10. Schnitzl mit Industriefritten ist zwar eine Gratis-Cola dabei, nur kommt niemand mehr mit verschmitztem Lächeln vorbei, um uns noch auf einen Ouzo aufs Haus einzuladen oder auf einen kleinen Nachtisch, weil er stolz ist, dass der grad heute so gut gelungen ist.

Vielleicht folgt das aber ohnehin einem höheten Plan. Das Sterben kleiner, personalintensiv arbeitender Betriebe steigert ja nur die ohnehin schon  generierten Arbeitslosenheere, die sich aber derartige Lokale längst nicht mehr leisten können. So stehen dann einfach noch mehr Rad-Kuriere bereitstehen, die für noch weniger Geld noch billigeres Futter ausfahren können. Die verbliebenen Kunden kennen weder ihre Kulis noch die Produzenten ihres Essens.

Natürlich ist die Ansteckungsgefahr in jeder rammelvollen U-Bahn, jedem Großraumbüro und jeder Rave-Party höher gewesen, als in kleinen Familienrestaurants, aber wen schert das, wenn Medien und ein Teil des Wählervolks auf Maßnahmen bestehen.

Written by medicus58

5. Januar 2021 at 19:12

Testen macht frei

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Langsam kommt der alttestamentarische Hintergrund des Bundesmsturanten und einstigen Gailomobil-Chauffeurs zu Tage.

Auf den Sündenfall (gefloppte Massentests) folgt die Strafe (Freitestung oder Hausarrest).

Wenn die Weihnachtliche Schisaison wegen zu hoher Infektionszahlen ausfällt, dann erzwingen wir die Energieferien, auch wenn wir bis dahin das ganze Land in Zwangsferien schicken.

Das gibt wohl einen Vorgeschmack darauf, wie uns die Impfungen schmackhaft gemacht werden.

Gesundheit ist Pflicht und Impfen macht frei.

Written by medicus58

18. Dezember 2020 at 16:18

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