Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Nationalratswahlen 2019’ Category

Grüne Schizophrenie, die dritte

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Wenn es eine Partei gibt, die politische Korrektheit (PC) wie eine Monstranz vor sich her trägt, dann sind es die Grünen, aber primär bei den anderen, oder wie Bundespräsident VdB sagen würde
„WIR sind nicht SO!
Außer er versitzt sich nach der Sperrstunde, nachdem er die Bevölkerung mehrmals via TV zum Ernstnehmen der Regierungsverordnungen eingemahnt hat.

Da hat er ja mit seiner Nachfolgerin als Parteisprecherin (Superkalifragilistigexpialigetisch – Märchen mit Glawischnig) würdige Nachfolgerin gefunden, die rasch bei Novomatic untergekommen ist, während die Parteifreunde den Glückspielkonzern mit Klagen eingedeckt haben und der beim aktuellen Ibiza-Ausschuss auch keine geringe Rolle spielt.
Woher wissen wir, wer die Guten sind? 

Die Grünen haben es inzwischen zu einer ganzen Reihe gut verdienender Polit-Apparatschiks gebracht (Sigrid Pilz: Von Traumjobs kann man nie genug kriegen), deren Kritik an anderen akut verstummt, wenn die gerade erklommenen Pfründe in Gefahr sind:
In Wien verstummte die Kritik an der seit Jahren angeprangerten Inseraten-Querfinanzierung des Boulevard der Rathaus-Roten (Inserate: Unter Rot Grün wird alles anders?) ebenso schnell wie die Kritik am türkisen Koalitionspartner in Tirol, wenn Dritte als widerwärtiges Luder beschimpft werden, man bleibt und fordert scheinheilig eine Debatte.

Links:
Grüne Schizophrenie, die erste
Grüne Schizophrenie, die zweite


Nicht nur ich seh‘ ROT für die Grünen
Vassilakou untergräbt Glaubwürdigkeit der Grünen
Ich sehe ROT für die GRÜNEN

Written by medicus58

18. Juni 2020 at 07:22

Grüne Schizophrenie, die zweite

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Wie ist es erklärlich, dass sich ein Grüner Sportminister (Kogler) dafür einsetzt, dass sein Heimatbundesland das angebliche Ende der Coronakrise mit zwei Formel 1 Rennen feiert, während eine Grüne Verkehrsstadträtin (Hebein) den normalen PKW Verkehr behindert wo sie kann?

Link: Grüne Schizophrenie, die erste

Written by medicus58

17. Juni 2020 at 07:43

Grüne Schizophrenie, die erste

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Politische Positionen sollen ja vielfältig sein, aber tunlichst nicht in einer Partei, sonst kann man sich des Eindrucks nicht erwähnen, dass es der weniger um die Sache als um sich selbst geht:

Wie kann man gleichzeitig die „AUA retten“ und damit die Investitionen in die dritte Piste am Flughafen Schwechat (Gewessler) und vorgeben das Weltklima zu retten, indem in klammheimlichen Verhandlungen (Hebein) die Autos aus der Wiener Innenstadt verbannt?

So viele Kübel kriegst Du gar nicht in die engen Gassen, was ein Flugzeugstart an Kohlenwasserstoffe verbraucht.

Written by medicus58

16. Juni 2020 at 07:33

Entlarvende Nullen

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Jetzt kann und wird man in der Hektik schon mal ein paar Fehler machen, aber das absurde Theater um das aktuelle Budget ist entlarvend in beide Richtungen.

Das Fehlen einiger Nullen im Abänderungsantrag von Wögingers Club entlarvt die überhebliche Schluddrigkeit der Nullen, die den Antrag verfasst haben, spricht also für ein Übermaß an Nullen an der falschen Stelle.

Der nachgereichte Antrag zu veralteten und dadurch möglicherweise verfassungswidrig zur Abstimmung eingebrachten Budgetzahlen entlarvt auch die Überheblichkeit der Tückisch Grünen Nullen, die bis kurz davor die Notwendigkeit dieses Updates (Patches?) für null und nichtig erklärten.

Hinter der Fassade der teuren und wie geölt laufenden PR-Machine des Kurzschen Verehrungsvereines erblickt man fachliche Flachwurzler, die zwar behaupten von Evidenz geleitet (ÖVP die Wirtschaftspartei, Grüne die Partei der Transparenten und Guten) zu sein, in Wahrheit jedoch nicht regieren sondern nur im Sinne des Machterhalts reagieren.

Erbärmlich, dass es eines roten Steuerberaters bedarft einen tückischen Finanzminister und Wiener Spitzenkandidaten auf den Unterschied von ein paar Zehnerpotenzen hinzuweisen, über die die Abstimmungsmaschine der Regierungsparteien schon bedenken- und besinnungslos hinweggefahren ist. Da weiß man das Land in guter Hand.

Erbärmlich der Auftritt des regierungstreuen Oberrechners aus der TU, dessen andere Prognosen sich bereits als falsch erwiesen haben, das unruhige Volk davon zu überzeugen, dass die Regierungsmaßnahmen uns vor dem Armageddon bewährt haben, weil sie nicht schon vor der WK Wahl in Tirol aber keinen Tag später zur größten Wirtschaftskrise seit was auch immer geführt haben.

Arbeitslosigkeit und Perspektiven hat er in sein SIMS Game offenbar noch nicht einprogrammiert. Egal, seien wir dankbar für solche Führer.

Eine Nullnummer Milliarden zu versprechen aber nicht auszuzahlen wenn sie gebraucht werden. Erst ein paar Millionen locker zu machen, als der Unmut der Kunstschaffenden ein Regierungsmitglied gekillt hat, weil jetzt geht es ans Eingemachte. Den Claqueuren im Kleinwalsertal ist das Kellertheater eh Blunzengröstl. 

Ein paar Millionen in den nächsten Jahren in den Bahnausbau zu kippen, damit der Regierungspartner nicht so blass sondern wieder etwas grün aussieht, aber AUA und Laudamotion mit Steuergeld unters Gefieder zu greifen, damit sich der Ausbau der dritten Schwechater Piste doch noch lohnt, das macht auch Nicht-mehr-Grüne blass.

Jetzt mag man diskutieren, ob hier die Nullen im Budget entlarvend waren oder die Nullen dahinter entlarvt wurden.

Jedenfalls verdanken wir der tückischen Kurzbewegung und ihren Trittbrettfahrern ein Nullbudget, dass nichtmal die Kurz’schen PR Profis mehr schön reden können.

Written by medicus58

29. Mai 2020 at 08:24

Kurz: Das Werk Gottes

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Die Auferstehung verschoben, Ostern erlassen, diesen Erlass auch gleich wieder aufgehoben. Verkündigung im Minutentakt und sprachliche Bilder die bereits im Wahlkampf wahr wurden, als Sebastian von den betenden Massen in der Stadthalle heilig gesprochen wurde.

Den Mann umwehen Wunder, wie eine makellose Frisur, während tausenden Gläubigen zwangsweise die unfrisierten Strähnen in die Augen und die Gehörgänge hingen, so dass all das widersprüchliche Geschwurbel über Gefahren, Masken, und Fastenzeit übersehen und überhört werden musste.

Aus den Höhen der unabgeschlossenen Einführungsvorlesung in die ihn und seine Jünger und Jüngerinnen das Gailomobil gebracht hat, stieg er zu uns herab, um unter den glosenden Trümmern von gesprengten Regierungen, Parteien und Verfassungsgesetzen das Werk Gottes, also das Opus Dei für den Bildungsbürger, an uns zu vollenden.

Welcher Gott ihn geschickt hat, ist noch unklar, aber trotz der Mannigfaltigkeit der Mahrers, Blümels, Nehammers und der Mutter Köstlingers darf angenommen werden, dass man von einem Eingottglauben ausgehen darf, der sich selbstermächtigt auf uns niederließ, sein eigenes Werk zu vollenden.

Und schließlich waren die biblischen Plagen nicht ganz unzufällig dafür verantwortlich, dass sich das Volk Israel entnervt dem Eingottglauben zu wandte.

Möge die Regierung Kurz seinem Namen alle Ehre machen.

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Was hier abgeht sollte die Alarmglocken läuten lassen, der Bundesmaturanten lässt uns zwar auferstehen, mobilisiert aber zum ersten Mal in der 2.Republik die Miliz. Weil Ausschreitungen drohen?. Weil wir uns an die Abstandsregeln nicht halten, uns um die ersten Bürger prügeln?

Ohne echte Not werden (zwar zeitlich limitiert bis Jahresende) Tabus gebrochen, wie die Möglichkeit der Arbeitgeber zur Zwangsanordnung von Gebührenurlaub.

All das finden Sie nicht in irgendwelchen Verschwörungsforen sondern heute auf orf.at, dem Nachrichtenportal unseres nicht gerade Regierungs-feindlichen Staatsrundfunk.

Und die Beweis Kette, dass Kurz von den Umfragen geblendet an Neuwahlen in Richtung absoluter Mehrheit bastelt, um sich seiner ohnehin willfährigen grünen JaSagergruppe zu entledigen, stammt immerhin vom Blog eines renomierten ORF Nachrichtenjournalisten; https://wp.me/p3YvOX-1lm

Lassen wir uns das wirklich noch lange gefallen.

Written by medicus58

26. April 2020 at 10:31

Veröffentlicht in Allgemein, Nationalratswahlen 2019

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Der Covid-19 Elfer: Ernsthaft Pam?

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Treue Leser wissen, dass ich mich vor der NRW19 als Wähler Rendi-Wagners (Nach Jahrzehnten doch wieder SPÖ?) geoutet habe. Das war einer der Gründe, weshalb ich gestern Puls 24 eingeschaltet habe.

Schaltet heute ein! Wenn unsere Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner gemeinsam mit Rudolf Anschober um 20:15 Uhr im Puls24 Newsroom zu Gast ist. stand da auf der FB Seite PRW zu lesen, die ich heute zum ersten Mal besuchte und bisher 51 Usern einen Kommentar wert war. Meinen Kommentar lesen Sie hier, auch wenn ich mich wohl damit der Kritik der Besserwisserei aussetze, nur bedenken Sie, Kollegin Rendi-Wagner ist im Gegensatz zu mir FÄ für genau das, was uns in der jetzigen Pandemie um die Ohren schlug.

Gleich auf die erste Frage, was sie denn genauso und was sie denn besser gemacht hätte als Gesundheitsministerin kam nach einer Belobigung der guten Arbeit des Gesundheitsministers (eh, OK) nur eine Kritik an den verfassungsrechtlichen Hoppalas des Bundesmaturanten.

Gut, Anschober macht vor dem Hintergrund einer PR-getriebenen türkisen Kampftruppe eine erfreulich unaufgeregte Figur und man kann ihm bei seiner bekannten Vorgeschichte (Ein (aus)gebrannter Gesundheitsminister?) nur bewundern, wie er seinen Job macht, aber mir kämen da schon ein paar Ideen, was am Krisenmanagment dieser Regierung zu kritisieren wäre. Und wenn Rendi-Wagner diesen Elfer verschießt, dann wird sie den Ball in anderen Standardsituationen, die weiter von ihrer beruflichen Qualifikation entfernt angesiedelt sind, auch den Ball nur ins Out befördern:

Die Regierung stellt Selbstmarketing in den Vordergrund:

Gutes Krisenmanagement wählt einen politisch unabhängigen Sprecher, der das erklärt, was die Verantwortungsträger entscheiden. Täglich mehrere TV-Auftritte der Regierungsmitglieder dienen nur der eigenen Eitelkeit. Außerdem würde bei der Dauerpräsenz der Regierungsmitglieder in den Medien nicht die Frage aufkommen, ob die noch was anderes tun, als sich um Mikrofonen zu streiten.

Die aktuell von den NEOS aufgedeckten Finanzströme zwischen türkisen und grünen PR-Agenturen und den Kurz’schen Freundeskreis (Wer hinter der Corona-Kampagne des Roten Kreuzes steht) verstärken den Eindruck, dass da viele mehr mitverdienen als arbeiten wollen.

Allein die Präsentation der SORA-Studie zeigte das Problem. Kurz leakte das Ergebnis vorab, Bildungsminister präsentiert, der Gesundheitsminister ist ausgeschlossen.

Ein tägliches Stakkato von immer gravierenderen Einzelschritten in den totalen Shut down als von Anfang an ein klares Konzept:

Dass einer Infektionskrankheit, für die es keine Therapie gibt, nur durch die Reduktion von interpersonellen Kontakten beizukommen ist, war von Anfang an klar. Auch dass man zuerst situationsadäquat (nach Eintreffen neuer Informationen!!) nachbessern muss. Unprofessionell war aber initial den Eindruck zu erwecken, dass man nun eine Woche ein paar Einschränkungen verordnet, danach aber alle 24 Stunden neue Einschränkungen bis zum nahezu kompletten shut down zu verordnen, ohne abzuwarten, wie sich die Maßnahmen vom Vortag ausgewirkt haben. (Dass man immer erst nach ca 2 Wochen Effekte nachweisen kann, war jedem klar). Man hätte das Gesamtpaket an einem Tag verkünden müssen und nicht durch das scheibchenweise vor und zurück einerseits die Menschen zu verunsichern, andererseits sich selbst einige Stolpersteine (Ostererlass !) in den Weg zu legen.

Nichts verunsichert so sehr, wie Widersprüche:

Seit Beginn bekamen wir immer wieder widersprüchliche Zahlen auf dem Dashboard des Gesundheitsministeriums zu lesen und aktuell präsentieren Innenministerium und Gesundheitssystem unterschiedliche Zahlen über die Verstorbenen (Verwirrung um neue Toten-Zahlen: 393 vs. 338 Tote). Wer seine Entscheidungsgrundlagen nich im Griff hat, wird durch Computermodelle nicht gescheiter.

Der Shut down war zu radikal:

Mit dem shut down fast aller Geschäfte hat man innerhalb eines Monate 30-40% unseres Bundesbudgets „verbraten“, Geldmittel, die uns zukünftig auch im Gesundheitssystem fehlen werden.
Andererseits waren die freigeräumten Spitalskapazitäten auch im Bereich der kritischsten Ressource (Intensivbetten) stets unter 20% ausgelastet, während man für die Versorgung aller anderen Kranken einen weitgehend unbekannten Nachholbedarf, im schlimmsten Fall auch Nicht-COVID Tote produziert hat. Volles Verständnis dafür, dass man das nicht auf den Zehntel Prozentpunkt steuern kann, aber mir scheint, die Regierung hat sich da entweder von ihren eigenen Exponentialkurven schockieren lassen, oder, was mir wahrscheinlicher scheint, wollte primär den starken Mann (Trennscheibe zum Durchschneiden der Infektionsketten) spielen.

Die Auferstehungs-Normalität ist unkoordiniert und zum Teil absurd:

Niemand möchte den Teufel an die Wand malen, aber die Sterblichkeit an SARS CoV2 ist mind. 3x höher als bei Influenza (ungeachtet der unterschiedlichen Altersgipfel und Risikogruppen) und bei einer offenkundigen Durchseuchung von unter 1% ist zu erwarten, dass die meisten an dieser Erkrankung noch nicht erkrankt bzw. verstorben sind. Überspitzt, wir haben die erste Welle noch nicht gesehen, auch wenn die meisten von uns diese überleben werden.

Wir werden ein gewisses Distanz halten beibehalten müssen, aber ob die Geschäfte über oder unter 400 Quadratmeter haben, Bohrmaschinen oder Unterhosen verkaufen, ist belanglos.

Wenn gestern Sportminister Kogler als Zeichen des Aufbruchs Sportarten wie Segelfliegen, Reiten, Formel 1 und die Öffnung der Schießstände verkündet, klarerweise (siehe ersten Punkt) gemeinsam mit türkisem Aufpasser Nehammer, ist dies aus mehreren Gründen absurd, nicht zuletzt weil es sich hier um gefahren geneigte Sportarten handelt, die gar nicht so selten zu Verletzungen führen, ein Spitalsbett blockieren, das noch für COVID-19 freigehalten wird.
Koglers Empfehlungen, dass beim Tennis jeder nur mit seinem eigenen Bällen spielen soll und den Ball des Gegners nicht angreifen soll, schrammt ja schon fast am Kabarett vorbei. Wenn ich davon ausgehe, dass der Ball voller Viren ist, dann brauche ich den nicht angreifen, allein die Aerosolbildung nach einem Schlag auf den mit bis max 200 km/h daher kommenden Ball wäre vermutlich gefährlicher als das Kitzloch am Höhepunkt des Apres Ski.

Der Mythus der Impfung wird völlig unreflektiert aufrecht erhalten:

Gegen die längst vergessene Schweinegrippe wurde schlussendlich ein Impfstoff entwickelt, der in den Folgejahren unter schwere Kritik kam (GlaxoSmithKline Hersteller von Schweinegrippe-Impfstoff ignorierte Risiken). Auch ist bekannt dass COVID-19 vor allem bei älteren Menschen kritisch verläuft, aber gerade ältere Menschen eine schlechtere Impfantwort haben.
Und beim nächsten Schnupfen überlegen Sie mal, seit wann es ein wirkungsvolles Medikament gegen Schnupfen gibt und wie teuer ein wirkungsvolles Hepatitis C Medikament (Sofosbuvir) ist, aber OK, das war polemisch und vielleicht haben wir Glück und es läuft wie bei HIV, CMV, Influenza A oder Hepatitis B.

Ein paar dieser, oder ganz andere Aussagen hätte ich mir von einer Fachärztin für Hygiene und Tropenmedizin erwartet, Rendi-Wagner schoss den Ball (politisch) aber wieder ins eigene Tor, Schade.

Das Beste aus beiden Welten: Gummigeschosse an der Grenze, echte Munition in den Herkunftsländern

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Diese Regierung hat uns das Beste aus zwei Welten versprochen. Nehme an, gemeint war rechtskonservatives Law n Order und links konservatives Gutmenschentum. Blöd war halt, dass man glaubte, dass sich das nur auf die Klimakrise bezog, wo der Wähler wähnte, dass so die Wirtschaft und das Windrad brummen würde.

Nur haben wir, dank der neuerlichen türkischen Offensive in Syrien und rechtzeitig vor dem Ablauf der EU Bestechungsgelder an den lauten Mann am Bosporus plötzlich wieder eine Flüchtlingskrise, wo Kanzler Kurz von den notwendigen aber schlimmen Bildern, Vizekanzler Kogler von Kinder zuerst und de facto Oppositionschef Kickl überhaupt von Warnschüssen mit schärfer Munition schwadroniert.

Es scheint also schwierig politische Haltung, Rechtschaffenheit und Menschlichkeit auf einen Nenner zu bringen. Dabei wäre es eigentlich ganz einfach, wenn die Protagonisten es ernst nehmen würden, zu einer Haltung zu finden, die das Problem einer Lösung näher bringt:

Schützen wir unsere Grenzen vor jenen, die sich einem Asylverfahren durch einen Chicken run widersetzen wollen, durch wirksame Maßnahmen.

Wer sich an schon an der Grenze der Rechtsstaatlichkeit widersetzt, wird das im Landesinneren wohl auch tun. Dass viele von Erdogan instrumentalisiert wurden hat hier wenig zu bedeuten.

ABER gehen wir endlich mit scharfer (wirtschaftlich und politischer) Munition in den Herkunftsländern vor, dass dort nicht Menschen vertrieben werden, das dort kein Krieg geführt wird und ganz wesentlich, dass „unsere Wirtschaft“ dort nicht Gewinne lukriert, egal ob Waffen-, Fischfang-, Bergbau- oder Produktionswirtschaft. Das alte, leider in Vergessenheit geratene Lied:

Für die Gewinne der einen zahlen immer die anderen. Für die billigen Fischstäbchen oder das importierte T-Shirt zahlen wir nun an unseren Grenzen.

So bekäme Kogler seine Kinder von der Grenze und Kurz hätte auch mal eine Botschaft an sein Klientel.

Written by medicus58

3. März 2020 at 09:01

Regierungserklärung: Erklären Bilder die Regierung?

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Wie sich doch die Bilder (Copyright der Originale Kleine Zeitung & APA) gleichen.
Der Beginn war definitiv heiterer, die Versprechungen zum Teil die gleichen: Test (Copyright Der Standard)
Finden Sie die Unterschiede (Copyright Kronenzeitung):
Ein Tip: Der Blümel war immer dabei, zumindest bis zur Wiener Wahl …

Written by medicus58

10. Januar 2020 at 16:01

Wie kam der Karl Farkas in die Regierung?

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Kennen Sie den (noch), den Karl Farkas, legendärer Blitzdichter und Conferencier des Kabarett Simpl? Sein Spruch, mit dem er sein Publikum in einen neuen Sketch geleitete, „Schau´n Sie sich das an“ wurde bald sein Markenzeichen.

Was das mit der gerade angelobten schwarz türkisen, sehr dunkel grünen Regierung zu tun hat?

Nun, nach 100 Tagen sondieren, verhandeln und 326 übereinkommenden Seiten (Tükisch-Grüne Gesundheit: Programm oder Übereinkommen) beantworten die frisch eingesetzten Regierungsmitglieder konkrete Fragen extrem vage und einem Appell doch darauf zu vertrauen, dass das alles gut werden wird, weil man ja zu den Guten zählt:

Ausweichend fiel die Antwort Kurz’ auf die Frage aus, warum im Regierungsprogramm nicht die Abschaffung des Dieselprivilegs festgeschrieben sei. Das Programm schaue so aus, wie es ausschaue. Er werde jetzt keine Frage beantworten, bei der man sich in der Koalition geeinigt habe, sie noch weiter zu diskutieren.
Aufs Ausweichen verstand sich freilich auch Kogler gut, als die Sprache auf die geplante Sicherungshaft kam. Auf die Frage, ob die Grünen bei einer womöglich nötigen Verfassungsänderung mitstimmen würden, verwies der Vizekanzler auf die entsprechende Stelle im Regierungsprogramm. „Wir gehen von der bestehenden Verfassung aus“, so Kogler. Ausschließen wollte er eine Änderung dann aber doch nicht, „weil die Formulierung grammatikalisch diese Möglichkeit zulässt“. Link

Offen ließ der Kanzler, ob die Abschaffung der Kalten Progression in dieser Legislaturperiode kommen werde. 
Ob der erhöhte Spitzensteuersatz von 55 Prozent tatsächlich auslaufen wird (weil im Regierungsprogramm nicht erwähnt), ist laut Kurz ebenso „noch nicht entschieden“.
Bei der Frage der (in der vergangenen Legislaturperiode von der Opposition heftig kritisierten) Generalsekretäre ließ Kogler die Möglichkeit offen, einen solchen etwa im großen Umwelt- und Verkehrsressort von Leonore Gewessler zu installieren. „Das kann da und dort schon Sinn machen“, so Kogler. Gewessler wollte sich hier im ORF-„Report“ noch nicht festlegen. Link

Erster Ministerrat – Kogler und Blümel verraten nicht viel

Wählte man Kogler bei der EU-Wahl für seinen Anspruch die Union zu verändern, sitzt dort neben Köchin Sarah Wiener, … ja wer eigentlich? 

Wählte man einst die Liste Pilz vulgo Liste Jetzt wegen deren eloquenten Justizsprecherin Zadic fand man jene ab Oktober 2019 bei den Grünen und ab sofort als Bundesministerin für Justiz.

Wählte man Altkanzler Kurz wegen seines Versprechens einer ordentlichen Mitte-Rechts-Politik erklärt er nun, dass Mitte und Rechts schon allen von seiner ÖVP repräsentiert wird und sein Koalitionspartner halt eine Ökobewegung wäre.

Nahm man das Angebot der ehemaligen EU-Abgeordneten Lunacek (Grüne) bei der vorletzten Wahl nicht an, bekam man sie nun in letzter Minute als Kulturstaatssekretärin wieder.

Das Spielchen könnte man noch lange weiterführen um zu beweisen, dass wir die Old School Demokratie (Parteien sagen was sie wollen und werden dafür proportional zum Wählerwillen gewählt) längst hinter uns gelassen haben und uns nach der Wahl halt anschauen dürfen, was da mit unseren Stimmen aus der Wahlurne gemacht wird.

Wählen dürfen wir ja noch, danach tritt dann irgendwer vor den Vorhang und sagt: Schau’n Sie sich das an.

Leider ist das aber nicht mehr der Farkas. Bei dem wusste man wenigstens noch, dass er auf der Bühne stehen wird, als man sich die Eintrittskarte gekauft hat. Heute sucht man ihn vergeblich.

Liegt aber voll im Trend, oder war ihnen vor der EU-Wahl klar, dass wir einen Green Deal mit der ehemaligen Bundesverteidigungsministerin Frau Kollegin Van der Leyen gewählt haben?

Written by medicus58

8. Januar 2020 at 16:53

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