Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Nationalratswahlen 2019’ Category

5 Stunden Medientraining reicht

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Ich kann nicht sagen, dass meine bisherige (kurze) persönliche Erfahrung mit Kollegen Mückstein mich zu seinem Fan gemacht hat, nur ist das ziemlich irrelevant, denn die Auswahl halbwegs einschlägiger Fachleute für das Resort war bei den Grünen stets überschaubar und durch das „segensreiche Wirken“ Glawischnigs und Felipes ausgemendelt.

So gesehen ist Mückstein nicht das Schlimmste, was die Grünen für das Ministerium hervorbringen konnten, wären nicht einige der üblichen Verdächtigen (Sigrid Pilz!) lieber auf ihren gut dotierten Pöstchen verblieben.

Mitleid scheint auch für Minister Mückstein zumindest finanziell nicht angebracht, wenn er (Miteigentümer einer Grupprenpraxis mit PVC, Kassenfunktionär) im Standard Interview versichert, dass er durch seinen Jobwechsel keine finanzielle Einbuße erlitten hat. Sicher bemerkenswert für viele andere Praktiker, da das monatliche Bruttogehalt eines Ministers bei 18.000 Euro liegt. Wie oft das ausgezahlt wird, fand ich leider auf die Schnelle nicht.

Auch eine andere Aussage des Interviews ist bemerkenswert. Mückstein, der Nervengigant in Turnschuhen, gestand, dass er vor seinem ZIB-2 Interview weniger als 5 Stunden Medientraining hatte, wo ihm breitbeinig Stehen und Hände runterhängen lassen abgewöhnt wurde.

Dass dafür in den wenigen Stunden seit seiner Amtseinführung überhaupt Zeit gewesen ist, macht hoffnungsvoll, dass die Lage nicht so ernst sein dürfte, denn an geschulten Hände-Fuchtler und PR-Marionetten hätte die tückisch-grüne Regierung ohnehin keinen Mangel.

Halten Sie mich für naiv, aber mir fiele in dieser Zeit Nutzbringenderes ein um diese Krise zu bewältigen, aber vielleicht geht’s eh primär nur um den Anschein.

Written by medicus58

24. April 2021 at 14:22

Der Kommissions-Cluster

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Ein Screenshot der aktuellen news.orf.at offenbart das Dilemma der politischen Pandemiebekämpfung: Vor und nach den medialen Auftritten der politischen Balletttänzer tagen inzwischen eine unübersehbare Anzahl an Ampel-, Schließungs- und Öffnungskommissionen, bundesweiten und regionalen Haupt- und Nebenkommissionen, Krisenstäben, Sanitäts- und Impfgremien, AGES, BASG,….

Am Ende sperrt dann der Bundesmaturant auf oder zu, darf sich der Gesundheitsminister mit den Erklärungen dss Unerklärbaren abmühen und der Vizekanzler das gute Klima loben.

Wir lehren inzwischen bereits in den Volksschulen Projektmanagement und Selbstpräsentation, bis in die Regierungen hat sich zumindest das eine noch nicht herumgesprochen.

Written by medicus58

23. April 2021 at 07:56

Gesundheitsminister: Da sieht man wieder, wer die besten Drähte hat

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Kurz nach Anschobers Rücktritt mutmaßen die Medien noch, Sigrid Pilz könnte ihn beerben, bald darazf tippen Heute und Krone auf Mückstein, den Grünen in der Ärztekammer, dessen Gruppenpraxis zum Primärversorgungszentrum hochsubventioniert wurde und der den Wiener Ärztekammerpräsidenten „gemacht“ hat.

Fellner hat schon 7h vorher ein großes Interview mit ihm geführt.

Written by medicus58

13. April 2021 at 11:00

Veröffentlicht in Gesundheitssystem, Nationalratswahlen 2019

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Astrazeneca: Venen zu und durch, oder wie war das mit der Triage?

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Es ist immer verlockend komplexe Probleme über einfache Formeln zu kommunizieren, langfristig geht’s aber daneben.

Das „Schützen wir die Spitäler und unsere Ordinationen“, schien vor einem Jahr, zum Beginn der Covid-19 Pandemie, irgendwie logisch obwohl es die Messe Wien in ein gigantisches, jedoch nie benötigtes Lazarett transformierte. Aber wer wollte denn, dass sich das SarsCov2 in allen Ambulanzen, Bettenstationen und Arztpraxen unbehindert weitere Wirte suchen konnte. Nach Monaten, jetzt überraschender Weise weniger, lasen wir dann über nicht-infektiöse Kollateralschäden, der in der Ersten Welle medial geleerten Spitäler und Praxen.

Als die Bereitschaft der Bevölkerung nachließ sich an all die widersprüchlichen Verordnungen zu halten mit denen man jenseits der Arbeitswelt ein Distanzieren in der Freizeit erzwingen wollte, warnte man vor der Triage, also einem methodischem Verfahren zur Priorisierung medizinischer Maßnahmen, um am Ende das bestmögliche Ergebnis für die gesamte Truppe zu erzielen.

ZeroCovid und NoCovid war der Buzz, mit dem man das Virus in Schach halten wollte, bis es durch die Impfung (Pocken!) endgültig ausgerottet werden sollte, trotz Mutationen, Produktionsproblemen, Impfdränglern und nationalen Politrabauken.

Seit dem Jahreswechsel ging das mehr oder wenig Große Impfen los und es kam mit oder durch die Covid Impfung zu Todesfällen. Natürlich, wie auch in den Zulassungsstudien bei allen Vakzinen, nicht nur bei AstraZeneca.

Seither macht scheinbar jedes Land was seine Politiker, Impfgremien, Journalisten, Influencer und wer weiß wer noch will.

Zu glauben, dass es bald eine zwingende Evidenz für oder gegen einen Zusammenhang zwischen Medikament und Schaden gibt, wenn wir von Verhältnissen von 1:100.000 oder 1:500.000 reden, scheint mir optimistisch. Es dauerte Jahre bis der Zusammenhang zwischen der Einnahme von Contergan, kindlichen Fehlgeburten und Totgeburten klar wurde.

Die Keine-Toten-koste-es-was-es-wolle – Versprecher finden sich plötzlich in einer anderen Art der Triage:

wieviel (potentieller) Impfschaden des Einzelnen wiegt wieviel (potentiellen) Nutzen für den Einzelnen und die Gemeinschaft auf

Das reflexartige, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen, in den ersten Reaktionen mancher war da ebenso hirnrissig, wie die diabolische Freude der Impfgeger.

Die aktuelle Reaktion der nationalen Impfkommission, die davor die europäische Zulassungsbehörde unbedingt ins Österreichische übersetzen musste (>65 impfen?) aber jetzt nach stundenlangen Beratungen zu einem: warten wir, was die EMA sagt, gelangt, läßt einen auch etwas kopfschüttelnd zurück. Gott sei Dank wird der Spiegel wohl nicht mehr nachfragen was der Ex- Impfkoordinator Auer dazu sagt, aber hoffentlich fragt er auch nicht dessen Nachfolgerin.

Aber ernsthaft, there is no free lunch. Egal, ob es diese oder eine andere (sehr, sehr seltene) Impfnebenwirkung sein wird, ganz ohne wird es nicht gehen.

Bei der Influenza-Impfung geht man davon aus, dass es 1:1 Million zu einem Guillain-Barré-Syndrom kommt, bei der Masern-Impfung kommt es 1:10.000-30.000 zu Blutungskomplikationen (wegen vorübergehendem Abfall der Blutplättchen). Trotzdem sind diese Impfungen sowohl für den Einzelnen als auch für den Schutz der Risikopersonen der Gruppe sehr sinnvoll.

Aber glauben Sie, dass der PR-getriebene Bundesmaturant, der unserer tückisch-grünen Regierung vorsteht, sich das jemals überlegt hat, dass der Preis mit dem man sehr viele Tote verhindern kann auch mal einige Tote inkludiert.

Egal was die Europäische Arzneimittelbehörde in den nächsten Stunden sagt, was die nationalen Experten in die jeweiligen Dialekte übersetzen und die Politiker daraus verordnen, wer den Menschen noch immer verspricht, dass niemand für die Pandemie in der einen oder anderen Art zahlen wird müssen, wird im zweiten Jahr der Pandemie eine Wut entfesseln, die wir im ersten Jahr noch nicht erlebt haben. Aber das wird, gerade jetzt wo es bei uns vielleicht ernster wird als im ganzen letzten Jahr, eine Krisenbewältigung nicht gerade erleichtern.

Written by medicus58

16. März 2021 at 17:46

Aus aktuellem Anlass

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Written by medicus58

26. Februar 2021 at 09:05

Veröffentlicht in Nationalratswahlen 2019

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Ja warum wirkt der Lockdown nicht, ihr schlimmen Bürger?

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Am 21.Jänner 2021 publizierte Eurostat eine Reihe hochinteressanter Daten über die ersten drei Quartale des letzten Jahres.

Die interessanteste Grafik in dieser Statistik ist wohl die über die Entwicklung des Bruttonationalprodukts der EU.

Wie wir sehen, führte der erste Lockdown in der EU zu einem kurzfristigen massiven Einbruch des GDP mit einer überproportionalen Erholung im gesamten dritten Quartal. Wenn ich meine persönliche Wahrnehmung als Ersatz für das (noch) fehlende 4.Quartal einsetze, nämlich den seither unvermindert gebliebenen Berufsverkehr, dann liegt für mich nahe, dass viele Gründe, die augenblicklich für die geringe Wirksamkeit des x-ten Lockdowns angeführt werden (Disziplinlosigkeit, falsche Masken, Parties,…) weitgehend irrelevant sind.

Die ungestörte Produktivität (trotz immer wieder lahmgelegter Dienstleistungsbetriebe) kann ja nur durch die weitgehend ungestört weiterlaufenden Baustellen, Fließbänder, Logistikcenter und Fabrikshallen erklärt werden, wo (auch wieder nach meiner natürliche nicht flächendeckenden Wahrnehmung) Masken und Babyelefanten im Aussterben liegen.

Natürlich ist es Wahnwitz den Wintertourismus und die Beherbergungsbetriebe augenzwinkernd weiter zuzulassen. Aber ich frage mich, weshalb jede andere Erklärung für die hohen Infektionszahlen (bei geschlossenen Schulen) viel mehr Beachtung geschenkt wird, als der Industrieproduktion und der Bauwirtschaft.

Natürlich können wir nicht alle Fabriken und Baustellen schließen, aber dort auf systematische Tests zu setzen schiene mir sinnvoller als die Nasenbohrer in den Schulen, irreale Abstandsregeln und weiterer Lickdown derer, die ohnehin schon im Homeoffice arbeiten.

Kann es sein, dass aber der politische Druck so groß ist, schließlich würde ein Stilkstand einzelner Fabriken und Bazstellen viel mehr kosten als eine geschlossene Schule, dass wir lueber mit anderen Verirdnungen abgelenkt werden ?

Written by medicus58

25. Januar 2021 at 22:59

Haben wir das Ziel aus den Augen verloren, verdoppeln wir die Anstrengungen

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Ist ja logisch, trotz hartem Lockdown bleiben die Neuinfektionszahlen hoch, die Statistik Austria verkündet eine Übersterblichkeit gegenüber dem Mittel der letzten 5 Jahre, die britischen Schilehrer-Schüler brachten B 1.1.7. ins schein-heilige Land Tirol, dss Ende der Welt wie wir sie kannten steht bevor, da muss es Verschärfungen geben.

Ein Patient leidet an einer Hypothyreose (zu wenig Schilddrüsen – Hormon) und bekommt eine entsprechende medikamentöse Ersatztherapie. Über mehrere Visiten wird die Tablettendosis immer wieder gesteigert, trotzdem bleiben die Blutwerte zu niedrig. Man verdoppelt die Dosis, obwohl bereits die letzte Dosis das Mehrfache des täglichen Bedarfs abgedeckt hätte. Fällt nur im Trubel der Schilddrüsen-Ambulanz niemand auf. Eigentlich gäbe es nur zwei Erklärungen: Der Patient schluckt die vorgeschriebenen Pulverl einfach nicht richtig (>90 Prozent aller Fälle) oder er resorbiert sie nicht richtig. Im letzten Fall wäre nicht die Dosissteigerung sondern die Abklärung der Resorptionsstörung sinnvoll. Das Beispiel können Sie auch gern für andere Therapiesituationen durchspielen. In der Arbeit mit Asthmatikern habe ich mir immer die Anwendung der Dosieraerosole (Pumperln) vorführen lassen, wenn sie wirkungslos blieben. Ein Patient hat sie dabei de facto als Raumspray benutzt und sich gewundert warum die Lunge noch immer pfeift.

Zurück zur politischen Pandemiebekämpfung:

Funktioniert die Ausgangssperre nicht, verordnen wir Eingangstests.

Kommen wir nach monatelangem Streit drauf, dass dem Virus auch Kinderkehlen schmeckt, verbarrikadieren wir den langjährigen Pisa-Versagern den Präsenzunterricht auf ewig aber führen die Schulen als Hort weiter, damit die letzten noch nicht arbeitslos gewordenen Eltern erwerbstätig bleiben können.

Glaubt man aktuellen Schätzungen sind im Handel 100.000 Menschen gefährdet sich zu den anderen fast 500.000 Arbeitslosen zu gesellen, u. a. weil der Einzelhandel (ich rede nicht von der SCS) seit Wochen geschlossen ist.

Still ist es seit dem Sommer geworden, um die gesundheitlichen Kollateralschäden geworden, die Herz-Kreislauf-, Diabetes- und Krebskranke erleiden, weil keine extramurale zusätzliche Betreuung von nicht intensivpflichtigen Covid-19 Patienten aufgebaut wurde und deshalb jeder weitere Anstieg die seit Jahren am Limit fahrenden Spitäler rettungslos verstopft.

Eine Erreger mit dem noch kein Mensch zuvor konfrontiert wurde erhöht den Bedarf an medizinischer Versorgung, aber daran kann keiner verdienen bzw. mitschneiden.

An immer mehr Masken, Tests, und EDV verdienen einige hervorragend. Deshalb wird in der politischen Pandemiebekämpfung hier der Aufwand exponentiell gesteigert, kollateral-koste es was es wolle.

Immer mehr fordert der Herr Foitik, FFP 2,3,4,5,6 Masken, Nasen-, Rachen- und Analabstriche für 250% Abdeckung für zuhause. Natürlich über das RK beschafft. Und dann fehlen die Nadeln für die Impfungen, nicht nur in Salzburg sondern auch in Wien.

Vielleicht müssten wir die Anstrengungen gar nicht verdoppeln, wenn wir die einfachen Regeln flächendeckend durchsetzen könnten. Vielleicht könnten wir uns Schulkontakte leisten, wenn wir sie in vollgestopften Gondeln und illegal geöffneten Beherbergungsbetrieben einsparen würden.

Vielleicht könnten wir Impfnadeln besorgen, wenn man nicht Millionen für das Kaufhaus Österreich verpulvern würden.

Vielleicht könnten wir uns auch auf das Ziel einigen, das medizinische, soziale, intellektuelle und ökonomische Überleben von Covid-19 und Nicht Covid-19 Kranken UND Gesunden zu optimieren.

Written by medicus58

14. Januar 2021 at 19:13

Anti-Corona Demonstranten und Raver sind sowas wie die Mudschaheddin der Coronakrise

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In gewisser Weise haben wir uns das Erstarken dieser Gruppen selbst zuzuschreiben.

Einen gewissen Bodensatz von allem gibt es in jeder Gesellschaft. An einem Ende der Glockenkurve finden wir die handvoll Überdurchschnittlichen, die uns weiterhelfen, auf der anderen Seite, die denen nicht zu helfen ist.

Welche diese beiden Gruppen gesellschaftlich dauerhaft wirksam werden, bestimmen aber die Mächtigen dazwischen, die selbst höchst selten zu den intellektuell oder spirituell Überdurchschnittlichen gehören. Marc Aurel, Gandhi,… sind leider Ausnahmen.

Nun zur Erklärung der Überschrift:

In der Operation Cylone haben die USA, Saudiarabien und Pakistan fundamentalistische Widerstandskämpfer gegen den sowjetischen Einfluß der Sowjets unterstützt, um seit dem Rückzug der Sowjetunion in einem endlosen Kampf mit Al Qaida und Taliban weltweit eine Welle religiösen Fundamentalismus (auch in christlichen und hinduistischen Kreisen) auszulösen.

So wie die Mehrheit religiöser Menschen die Forderungen ihrer fundamentalistischen Glaubensgenossen mit Kopfschütteln quittieren, sind brüllende Anti-CoronaDemos und Schulter-reibende Rave-Parties für Menschen, die selbst manchen staatlichen Zwangsmaßnahmen in der Pandemiebekämpfung kritisch gegenüber stehen, kein Kampf um Freiheitsrechte sondern schlicht und einfach hirnlos blöd.

Ich stelle nun aber die Behauptung in den Raum, dass eine sachliche Krisenbekämpfung mit ganz wenigen evidenzbasierten Regeln statt mit einem Bulkshitbingo aus mal 1 m, mal 1.5 m, 2 Menschen aus 3 Haushalten mit oder ohne Kinder, keine Familienfeier aber Masken-freies Hackeln auf Baustellen und Großraumbüros,… zu einer größeren Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen der breiten Masse geführt hätte und den verbliebenen Rest der Religiösen oder Allesleugner einfach weggelacht hätte.

Anti-Corona Demonstranten und Raver sind sowas wie die Mudschaheddin der Coronakrise

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In gewisser Weise haben wir uns das Erstarken dieser Gruppen selbst zuzuschreiben.

Einen gewissen Bodensatz von allem gibt es in jeder Gesellschaft. An einem Ende der Glockenkurve finden wir die handvoll Überdurchschnittlichen, die uns weiterhelfen, auf der anderen Seite, die denen nicht zu helfen ist.

Welche diese beiden Gruppen gesellschaftlich dauerhaft wirksam werden, bestimmen aber die Mächtigen dazwischen, die selbst höchst selten zu den intellektuell oder spirituell Überdurchschnittlichen gehören. Marc Aurel, Gandhi,… sind leider Ausnahmen.

Nun zur Erklärung der Überschrift:

In der Operation Cylone haben die USA, Saudiarabien und Pakistan fundamentalistische Widerstandskämpfer gegen den sowjetischen Einfluß der Sowjets unterstützt, um seit dem Rückzug der Sowjetunion in einem endlosen Kampf mit Al Qaida und Taliban weltweit eine Welle religiösen Fundamentalismus (auch in christlichen und hinduistischen Kreisen) auszulösen.

So wie die Mehrheit religiöser Menschen die Forderungen ihrer fundamentalistischen Glaubensgenossen mit Kopfschütteln quittieren, sind brüllende Anti-CoronaDemos und Schulter-reibende Rave-Parties für Menschen, die selbst manchen staatlichen Zwangsmaßnahmen in der Pandemiebekämpfung kritisch gegenüber stehen, kein Kampf um Freiheitsrechte sondern schlicht und einfach hirnlos blöd.

Ich stelle nun aber die Behauptung in den Raum, dass eine sachliche Krisenbekämpfung mit ganz wenigen evidenzbasierten Regeln statt mit einem Bulkshitbingo aus mal 1 m, mal 1.5 m, 2 Menschen aus 3 Haushalten mit oder ohne Kinder, keine Familienfeier aber Masken-freies Hackeln auf Baustellen und Großraumbüros,… zu einer größeren Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen der breiten Masse geführt hätte und den verbliebenen Rest der Religiösen oder Allesleugner einfach weggelacht hätte.

Das Virus schaffte, was mehrere Wahlkämpfe nicht schafften, und die Wähler noch immer nicht wahrhaben wollen

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Das was wir Regierung nennen, regiert nicht, es reagiert auf PR-Berater und Sponsoren.

Selbst in einer weltweiten Krise, nein nicht dem Weltuntergang, es ist der Welt schon Schlimmeres als SarsCov2 passiert, aber addiert man die epidemiologischen, ökonomischen und bildungspolitischen Auswirkungen der Pandemie so darf man schon von einer Krise reden; aber diese tückisch-grüne Regierung schaffte es in keiner Phase einen vorausschauenden Plan vorzulegen.

Statt, wie man es in jedem Buch über Krisenmanagement lesen kann, einen oder mehrere Sprecher zu designieren, der für die Menschen dann das Gesicht für objektive Information ist, drängte man sich selbst von PK zu PK und ZIB zu ZIB Spezial. Dabei meine ich explizit weder die Drostens und Faucis, denn auch die stehen innerhalb des Diskurses.

Zu Beginn verschoss man einen Großteil der Munition, obwohl schon früh klar wurde, dass die erste Welle Österreich weitgehend veschont. Mit absurden Vorhersagen gewann man kurzfristig Aufmerksamkeit und verlor langfristig das Vertrauen.

Danach sonnte man sich in den guten Statistiken und verteilte bis zum Herbst Zensuren an andere (Reisewarnungen für Inländer, detailverliebte Verordnungen ohne Evidenz,…).

Im Herbst verschlief man die erste wirkliche Welle ohne sich andere Konzepte als Schließungen zu überlegen.

Das Publikum wurde mit Erleuchtungen, wie Corona-Apps, Ampeln und Aufrufen zur Serumspende (dzt. übrigens eine der Theorien zur Entstehung der britischen Mutation) in Atem gehalten, bis zu den nächsten Schulschließungen.

Zu keinem Zeitpunkt hat man klar gestellt, wie lange die neue Normalität dauern wird, denn dann hätten sich ja viele aus dem Ärmel geschüttelte Regeln als auf diese Dauer unbrauchbar herausgestellt.

Jetzt haben sich die Widersprüche in unserer Pandemiebekämpfung bis zur New York Times (Austrian Lockdown covers Schools and Stores but Not Ski Hills) herumgesprochen.

Wie zum Beginn der Krise, Stichwort Ischgl, können sich Liftbetreiber und Hoteliers des gütigen Wegschauens der Regierung sicher sein. Lebensgefährten von positiv Getesteten, die trotz gültiger Meldung die gemeinsame Wohnung nicht verlassen werden erbarmungslos abgestraft.

Planlos, autoritär und PR-getrieben und einflussreichen Gruppen willig, so präsentiert sich diese Regierung am Ende eines schweren Jahres.

Wenn im kommenden Jahr zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie erst die ökonomischen Auswirkungen kommen und wir den Konkurs nicht länger durch noch mehr Verschuldung unsichtbar machen können, dann wird dies die Unfähigkeit der Regierung noch viel deutlicher machen.

Wenn aber zwei Jahrgänge von jungen Menschen, von der Volksschule bis zu Uni ihre Defizite in ihr Erwachsenenalter mitgenommen haben, dann werden sich die meisten Mitglieder der jetzigen Regierung längst auf lukrative Versorgungsposten davon gestihlen haben.

In diesem Sinn, Prosit Neujahr.

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