Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Strahlen – Risikokommunikation’ Category

Burschen, ihr seid’s so lächerlich

leave a comment »


Allzeit bereit das bekannte Motto der Pfadfinder wurde dort durch eine besondere Handhaltung signalisiert.

In der Pandemie macht sich nun eine etwas weniger subtile Signalgebung breit, die die Dramatik der eigenen Person durch den Zauber der Montur, also der Berufskleidung signalisiert.

Der Co-Gecko Vorsitzende COO GenMjr Mag Striedinger mag darauf verweisen, dass er als Berufsmilitär zur Uniform gezwungen wird, aber warum er zur Pressekonferenz in Tarnuniform erscheint verwundert. Weshalb der Bundesrettungskommandant routinemäßig in der knallroten Thermojacke unter den Scheinwerfern des TV Studios seine Weisheiten verkündet ist nur mehr absurd. Sollte er mit dieser Jacke aber wirklich Kontakt zu Infizierten gehabt haben, ist es fahrlässig, mit und ohne Mundmaske.

Wenigstens muss man sich um den Testosteron Spiegel der Herren wenig Sorgen machen.

Written by medicus58

7. Januar 2022 at 12:13

Das pandemische Versagen der Verantwortlichen erschließt sich aus jedem Detail

leave a comment »


Ehe ich versuche die Überschrift zu beweisen, möge man mir eine Präambel verzeihen, um nicht von den allzu treuen Befehlsempfängern wieder als „Besserwisser“ gebrandmarkt zu werden.

Mein Interesse an der Infektiologie (zugegeben nicht primär der Virologie) erstreckt sich über Jahrzehnte und war auch damals mein publikatorischer Schwerpunkt, ehe mich mein weiterer medizinischer Weg in eine andere Richtung führte. Ich war also (Gott-sei-Dank) nie Teil der zahlreichen Krisenstäbe, die in endlosen Sitzungen Krisenpläne für das Eintreffen der großen Katastrophe zusammenbastelten, im wohligen Bewusstsein, dass diese ohnehin nie gebraucht würden. Mein weiterer Berufsweg brachte mich aber in Kontakt mit mehreren nationalen und einer internationalen Einrichtung, die viel Papier produzierten, um sich gegen einen andere Katastrophen zu wappnen. So viel sei verraten, um die letzten Reste meiner Anonymität nicht zu verlieren, es handelte sich um das A in der Dreifaltigkeit der A-B-C-Bedrohung. Wenn ich nun in der weiteren Folge das Potemkinsche Dorf der behördlichen Krisenvorbereitung kritisiere, dann basiert das auf meiner tiefen Überzeugung, dass wir nicht nur in der COVID Pandemie erschreckend unvorbereitet und dilettantisch agieren, sondern dass sich das auch bei jeder anderen Krise so abspielen wird, für die zahlreiche Krisenpläne in den Schubladen unserer Verwaltung schlummern.

Auf die Widersprüchlichkeiten zwischen behördlicher Ankündigung bezüglich der Gültigkeit der Covid Impfung (12 > 9 Monate) und der App zum Grünen Pass habe ich bereits kürzlich hingewiesen (Wie der Grüne Covid Pass zum Altpapier gemacht wird). Heute darf ich jedenfalls berichten, dass meine App weiterhin grün leuchtet und mich in die Nachtgastronomie einlädt, ja nicht einmal darauf Hinweist, dass die drei Wochen Übergangszeit begonnen haben. Ob das so ist, weil die Verordnung noch fehlt, oder niemand die App umprogrammiert, oder die EU weiterhin von 12 Monaten Gültigkeit ihres QR-Codes ausgeht, ist eigentlich belanglos.

Als nicht mehr der Jüngsten einer, hat sich Ihr Medicus also pflichtschuldig einen Wien Impft Termin für den Booster, vulgo in einfacher Sprache Dritten Stich, vereinbart und wie auf der Homepage empfohlen, dort auch gleich die Einverständniserklärung heruntergeladen, um die sicher nicht unbeträchtliche logistische Herausforderung einer Impfstraße nicht über Gebühr zu entlasten. Beim Ausfüllen des Dokuments (Versionsdatum 3.9.2021) stolpert man aber über den Bereich „Von der Impfstelle auszufüllen“ der ausschließlich die Felder 1. und 2. Dosis enthält. Ein aktuelleres Dokument bietet die Homepage nicht an.
Da macht es sich halt bezahlt auch noch an der Nabelschnur der Alma mater zu hängen, denn für die Impfaktion im AKH wird auch die Version des Formulars vom 21.10.2021 mitgeschickt, wo zwar nicht mehr nach rezenten weiteren Impfungen gefragt wird, aber dafür nach den Reaktionen nach der Grundimmunisierung und die Impfstelle nun auch 3.Dosen oder off-label vermerken kann.
Dass die flächendeckenden PCRTestungen von Wien gurgelt durch ihre lange Turn-around-Zeit (Wien gurgelt, aber wozu?) und logistischen Probleme (Wien gurgelt, grad nicht) hinterfragt werden können, ist hier schon diskutiert worden.

Das Millionengrab Corona-App (Der grüne Pass und die Deppen App: Die Digitalisierung analoger Schwächen) haben wir schon längst verdrängt und ich kenne nur noch wenige, die gebannt auf Pressekonferenzen warten, um sich zu informieren. Und dass zwar alle jetzt irgendwie Gesundheitsdaten der Forschung zur Verfügung stellen wollen, wir aber noch immer nicht so genau wissen, wer von den positiv Getesteten wie schwer erkrankt und wie die Hintergrundimmunität unseres Landes aussieht, sei nur noch kurz nachgeschoben.

Häme ist jedoch fehl am Platz.

Es gibt sie, die Pandemien, AKW-, EDV und Umwelt- Katastrophen. Es wird den urplötzlich von allen mit wohligem Gruseln diskutierten Black out geben und von fast 10 Jahren konnten Sie auf diesem Blog schon ein Zitat von Prof. Zeilinger (Zeichen an der Wand) lesen: Das Ereignis, dass diese Welt seiner Meinung nach am nachhaltigsten verändern wird, alle Telefone zum verstummen bringen wird, alle Supermärkte leeren und alles zusammenbrechen lassen wird, ist ein Absturz aller Computer (ausgelöst durch einen elektromagnetischen Puls).

Es spricht nichts dafür, dass wir durch eine zu Tode verschlankte, verpolitisierte, nur noch auf mediale und politische Verträglichkeit ausgerichtete Verwaltungsbürokratie für diese Szenarien besser vorbereitet wurden als auf den dritten Stich.

Nur wenn zwei Jahre nach den ersten Fällen von Sars Cov2 in Wuhan wir es nicht einmal schaffen die richtigen Formulate auf die Homepage zu stellen, dann mag ich mir gar nicht ausmalen, was sonst hinter den Kulissen alles nicht funktioniert.

Astrazeneca: Venen zu und durch, oder wie war das mit der Triage?

leave a comment »


Es ist immer verlockend komplexe Probleme über einfache Formeln zu kommunizieren, langfristig geht’s aber daneben.

Das „Schützen wir die Spitäler und unsere Ordinationen“, schien vor einem Jahr, zum Beginn der Covid-19 Pandemie, irgendwie logisch obwohl es die Messe Wien in ein gigantisches, jedoch nie benötigtes Lazarett transformierte. Aber wer wollte denn, dass sich das SarsCov2 in allen Ambulanzen, Bettenstationen und Arztpraxen unbehindert weitere Wirte suchen konnte. Nach Monaten, jetzt überraschender Weise weniger, lasen wir dann über nicht-infektiöse Kollateralschäden, der in der Ersten Welle medial geleerten Spitäler und Praxen.

Als die Bereitschaft der Bevölkerung nachließ sich an all die widersprüchlichen Verordnungen zu halten mit denen man jenseits der Arbeitswelt ein Distanzieren in der Freizeit erzwingen wollte, warnte man vor der Triage, also einem methodischem Verfahren zur Priorisierung medizinischer Maßnahmen, um am Ende das bestmögliche Ergebnis für die gesamte Truppe zu erzielen.

ZeroCovid und NoCovid war der Buzz, mit dem man das Virus in Schach halten wollte, bis es durch die Impfung (Pocken!) endgültig ausgerottet werden sollte, trotz Mutationen, Produktionsproblemen, Impfdränglern und nationalen Politrabauken.

Seit dem Jahreswechsel ging das mehr oder wenig Große Impfen los und es kam mit oder durch die Covid Impfung zu Todesfällen. Natürlich, wie auch in den Zulassungsstudien bei allen Vakzinen, nicht nur bei AstraZeneca.

Seither macht scheinbar jedes Land was seine Politiker, Impfgremien, Journalisten, Influencer und wer weiß wer noch will.

Zu glauben, dass es bald eine zwingende Evidenz für oder gegen einen Zusammenhang zwischen Medikament und Schaden gibt, wenn wir von Verhältnissen von 1:100.000 oder 1:500.000 reden, scheint mir optimistisch. Es dauerte Jahre bis der Zusammenhang zwischen der Einnahme von Contergan, kindlichen Fehlgeburten und Totgeburten klar wurde.

Die Keine-Toten-koste-es-was-es-wolle – Versprecher finden sich plötzlich in einer anderen Art der Triage:

wieviel (potentieller) Impfschaden des Einzelnen wiegt wieviel (potentiellen) Nutzen für den Einzelnen und die Gemeinschaft auf

Das reflexartige, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen, in den ersten Reaktionen mancher war da ebenso hirnrissig, wie die diabolische Freude der Impfgeger.

Die aktuelle Reaktion der nationalen Impfkommission, die davor die europäische Zulassungsbehörde unbedingt ins Österreichische übersetzen musste (>65 impfen?) aber jetzt nach stundenlangen Beratungen zu einem: warten wir, was die EMA sagt, gelangt, läßt einen auch etwas kopfschüttelnd zurück. Gott sei Dank wird der Spiegel wohl nicht mehr nachfragen was der Ex- Impfkoordinator Auer dazu sagt, aber hoffentlich fragt er auch nicht dessen Nachfolgerin.

Aber ernsthaft, there is no free lunch. Egal, ob es diese oder eine andere (sehr, sehr seltene) Impfnebenwirkung sein wird, ganz ohne wird es nicht gehen.

Bei der Influenza-Impfung geht man davon aus, dass es 1:1 Million zu einem Guillain-Barré-Syndrom kommt, bei der Masern-Impfung kommt es 1:10.000-30.000 zu Blutungskomplikationen (wegen vorübergehendem Abfall der Blutplättchen). Trotzdem sind diese Impfungen sowohl für den Einzelnen als auch für den Schutz der Risikopersonen der Gruppe sehr sinnvoll.

Aber glauben Sie, dass der PR-getriebene Bundesmaturant, der unserer tückisch-grünen Regierung vorsteht, sich das jemals überlegt hat, dass der Preis mit dem man sehr viele Tote verhindern kann auch mal einige Tote inkludiert.

Egal was die Europäische Arzneimittelbehörde in den nächsten Stunden sagt, was die nationalen Experten in die jeweiligen Dialekte übersetzen und die Politiker daraus verordnen, wer den Menschen noch immer verspricht, dass niemand für die Pandemie in der einen oder anderen Art zahlen wird müssen, wird im zweiten Jahr der Pandemie eine Wut entfesseln, die wir im ersten Jahr noch nicht erlebt haben. Aber das wird, gerade jetzt wo es bei uns vielleicht ernster wird als im ganzen letzten Jahr, eine Krisenbewältigung nicht gerade erleichtern.

Written by medicus58

16. März 2021 at 17:46

Anti-Corona Demonstranten und Raver sind sowas wie die Mudschaheddin der Coronakrise

leave a comment »


In gewisser Weise haben wir uns das Erstarken dieser Gruppen selbst zuzuschreiben.

Einen gewissen Bodensatz von allem gibt es in jeder Gesellschaft. An einem Ende der Glockenkurve finden wir die handvoll Überdurchschnittlichen, die uns weiterhelfen, auf der anderen Seite, die denen nicht zu helfen ist.

Welche diese beiden Gruppen gesellschaftlich dauerhaft wirksam werden, bestimmen aber die Mächtigen dazwischen, die selbst höchst selten zu den intellektuell oder spirituell Überdurchschnittlichen gehören. Marc Aurel, Gandhi,… sind leider Ausnahmen.

Nun zur Erklärung der Überschrift:

In der Operation Cylone haben die USA, Saudiarabien und Pakistan fundamentalistische Widerstandskämpfer gegen den sowjetischen Einfluß der Sowjets unterstützt, um seit dem Rückzug der Sowjetunion in einem endlosen Kampf mit Al Qaida und Taliban weltweit eine Welle religiösen Fundamentalismus (auch in christlichen und hinduistischen Kreisen) auszulösen.

So wie die Mehrheit religiöser Menschen die Forderungen ihrer fundamentalistischen Glaubensgenossen mit Kopfschütteln quittieren, sind brüllende Anti-CoronaDemos und Schulter-reibende Rave-Parties für Menschen, die selbst manchen staatlichen Zwangsmaßnahmen in der Pandemiebekämpfung kritisch gegenüber stehen, kein Kampf um Freiheitsrechte sondern schlicht und einfach hirnlos blöd.

Ich stelle nun aber die Behauptung in den Raum, dass eine sachliche Krisenbekämpfung mit ganz wenigen evidenzbasierten Regeln statt mit einem Bulkshitbingo aus mal 1 m, mal 1.5 m, 2 Menschen aus 3 Haushalten mit oder ohne Kinder, keine Familienfeier aber Masken-freies Hackeln auf Baustellen und Großraumbüros,… zu einer größeren Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen der breiten Masse geführt hätte und den verbliebenen Rest der Religiösen oder Allesleugner einfach weggelacht hätte.

Anti-Corona Demonstranten und Raver sind sowas wie die Mudschaheddin der Coronakrise

leave a comment »


In gewisser Weise haben wir uns das Erstarken dieser Gruppen selbst zuzuschreiben.

Einen gewissen Bodensatz von allem gibt es in jeder Gesellschaft. An einem Ende der Glockenkurve finden wir die handvoll Überdurchschnittlichen, die uns weiterhelfen, auf der anderen Seite, die denen nicht zu helfen ist.

Welche diese beiden Gruppen gesellschaftlich dauerhaft wirksam werden, bestimmen aber die Mächtigen dazwischen, die selbst höchst selten zu den intellektuell oder spirituell Überdurchschnittlichen gehören. Marc Aurel, Gandhi,… sind leider Ausnahmen.

Nun zur Erklärung der Überschrift:

In der Operation Cylone haben die USA, Saudiarabien und Pakistan fundamentalistische Widerstandskämpfer gegen den sowjetischen Einfluß der Sowjets unterstützt, um seit dem Rückzug der Sowjetunion in einem endlosen Kampf mit Al Qaida und Taliban weltweit eine Welle religiösen Fundamentalismus (auch in christlichen und hinduistischen Kreisen) auszulösen.

So wie die Mehrheit religiöser Menschen die Forderungen ihrer fundamentalistischen Glaubensgenossen mit Kopfschütteln quittieren, sind brüllende Anti-CoronaDemos und Schulter-reibende Rave-Parties für Menschen, die selbst manchen staatlichen Zwangsmaßnahmen in der Pandemiebekämpfung kritisch gegenüber stehen, kein Kampf um Freiheitsrechte sondern schlicht und einfach hirnlos blöd.

Ich stelle nun aber die Behauptung in den Raum, dass eine sachliche Krisenbekämpfung mit ganz wenigen evidenzbasierten Regeln statt mit einem Bulkshitbingo aus mal 1 m, mal 1.5 m, 2 Menschen aus 3 Haushalten mit oder ohne Kinder, keine Familienfeier aber Masken-freies Hackeln auf Baustellen und Großraumbüros,… zu einer größeren Nachvollziehbarkeit der Maßnahmen der breiten Masse geführt hätte und den verbliebenen Rest der Religiösen oder Allesleugner einfach weggelacht hätte.

Das Virus schaffte, was mehrere Wahlkämpfe nicht schafften, und die Wähler noch immer nicht wahrhaben wollen

leave a comment »


Das was wir Regierung nennen, regiert nicht, es reagiert auf PR-Berater und Sponsoren.

Selbst in einer weltweiten Krise, nein nicht dem Weltuntergang, es ist der Welt schon Schlimmeres als SarsCov2 passiert, aber addiert man die epidemiologischen, ökonomischen und bildungspolitischen Auswirkungen der Pandemie so darf man schon von einer Krise reden; aber diese tückisch-grüne Regierung schaffte es in keiner Phase einen vorausschauenden Plan vorzulegen.

Statt, wie man es in jedem Buch über Krisenmanagement lesen kann, einen oder mehrere Sprecher zu designieren, der für die Menschen dann das Gesicht für objektive Information ist, drängte man sich selbst von PK zu PK und ZIB zu ZIB Spezial. Dabei meine ich explizit weder die Drostens und Faucis, denn auch die stehen innerhalb des Diskurses.

Zu Beginn verschoss man einen Großteil der Munition, obwohl schon früh klar wurde, dass die erste Welle Österreich weitgehend veschont. Mit absurden Vorhersagen gewann man kurzfristig Aufmerksamkeit und verlor langfristig das Vertrauen.

Danach sonnte man sich in den guten Statistiken und verteilte bis zum Herbst Zensuren an andere (Reisewarnungen für Inländer, detailverliebte Verordnungen ohne Evidenz,…).

Im Herbst verschlief man die erste wirkliche Welle ohne sich andere Konzepte als Schließungen zu überlegen.

Das Publikum wurde mit Erleuchtungen, wie Corona-Apps, Ampeln und Aufrufen zur Serumspende (dzt. übrigens eine der Theorien zur Entstehung der britischen Mutation) in Atem gehalten, bis zu den nächsten Schulschließungen.

Zu keinem Zeitpunkt hat man klar gestellt, wie lange die neue Normalität dauern wird, denn dann hätten sich ja viele aus dem Ärmel geschüttelte Regeln als auf diese Dauer unbrauchbar herausgestellt.

Jetzt haben sich die Widersprüche in unserer Pandemiebekämpfung bis zur New York Times (Austrian Lockdown covers Schools and Stores but Not Ski Hills) herumgesprochen.

Wie zum Beginn der Krise, Stichwort Ischgl, können sich Liftbetreiber und Hoteliers des gütigen Wegschauens der Regierung sicher sein. Lebensgefährten von positiv Getesteten, die trotz gültiger Meldung die gemeinsame Wohnung nicht verlassen werden erbarmungslos abgestraft.

Planlos, autoritär und PR-getrieben und einflussreichen Gruppen willig, so präsentiert sich diese Regierung am Ende eines schweren Jahres.

Wenn im kommenden Jahr zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie erst die ökonomischen Auswirkungen kommen und wir den Konkurs nicht länger durch noch mehr Verschuldung unsichtbar machen können, dann wird dies die Unfähigkeit der Regierung noch viel deutlicher machen.

Wenn aber zwei Jahrgänge von jungen Menschen, von der Volksschule bis zu Uni ihre Defizite in ihr Erwachsenenalter mitgenommen haben, dann werden sich die meisten Mitglieder der jetzigen Regierung längst auf lukrative Versorgungsposten davon gestihlen haben.

In diesem Sinn, Prosit Neujahr.

Würden nicht Menschen dran sterben, dann müsste man der tückisch-grünen Regierung und uns zu unserem Humor in der Pandemie gratulieren.

leave a comment »


Es ist schon absurd, wie Ösi-Land der Pandemie einen KURZen Prozess macht.

Während der ORF das Verimpfen der ersten Impfdosen auf Wagnerische Dimensionen dehnt und Kanzler Kurz mehr Airtime zugesteht, als der Aufklärung über die Impfung an sich, drängen sich Tausende im harten Lockdown vor den Liften, weil das von Anschober so erlaubt wurde. Würdige Weihnacht eben.

Im Frühjahr schickte der ORF seine Journos in Quarantäne als man die täglichen Covid-19 Todesfälle an einer Tischlerhand abzählen konnte, jetzt kündigt die genesene Nadja Bernhard die Operübertragung mit der genesenen Netrebko ebenso an, wie den Gesang des von Covid-19 genesenen Jonas Kaufmann. Also wer sich da noch vor Long Covid fürchtet, der muss schon schwer schreckhaft sein.

Der Herr Außenminister warf seit dem Sommer mit Reisewarnungen nur so um sich, zwischenzeitlich hat es Ösi-Land an die Weltspitze der täglichen Todesfälle gebracht, trotzdem hoffen die Tiroler Adler auf den fremden Gast. Da sind wir Ösis unsern Schweizer Nachbarn fast so ähnlich wie beim Geldwaschen. Wie weiland in Ischgl nehmen es auch die Eidgenossen mit der Quarantäne nicht so ernst und lassen Briten im Scharen abhauen. Würde es jemand wundern, wenn einige von denen in Privatunterkünften bei uns Aufnahme fänden?

Die tückisch-grüne Regierung hat das Stakkato von weichem und harten Lockdown und seine Regeln mit dem Ermöglichen eines würdigen (christlichen) Weihnachtsfests begründet, obwohl man dadurch eher 2020 Chanukka (10.-18.12) ermöglicht und das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest (7.1.) verunmöglicht hat.

Egal, wen kümmert meine Pressekonferenz von gestern.

Beschlossen hat man auch, dass alle über 65-Jährigen 10 FFP2-Masken kriegen sollen. Soll so 24 Millionen Euronen kosten. Während über die durchschnittliche Verwendbarkeit sehr unterschiedliche Angaben gemacht werden, sind sich die meisten darüber einig, dass diese Masken nur einmal getragen werden sollen, was die Frage aufwirft, ob man mit 10 Masken bis zum Ende der Pandemie durchkommen soll, oder iv das der PR Abteilung der Regierung ohnehin egal ist. Die Frage, ob man dieses Geld nicht sinnvoller in andere Initiativen zum Schutz älterer Bürger investieten hätte sollen, wären mir nicht aufgefallen.

Wir retten, koste es was es wolle:

Eine vergeigte App, eine verschwurbelde Ampel, eine weitere für die Schulen, die auch nichts wirklich regelte, leere Massentests und Gedränge danach,…. es ist schon großes (absurdes) Theater, was uns da geboten wird.

Da passte das Saxophon Solo von Corona Erklärer Günther Mayr gegen Ende des Interviews schon ganz gut, um dieses Jahr ausklingen zu lassen

Corona-Erklärer Günther Mayr

Konzepte und andere Illusionen

leave a comment »


Ich weiß ja nicht, wie es in Ihrer Arbeitsumgebung vor Covid ausgesehen hat, aber in den letzten zwei Jahrzehnten beschlich mich das Gefühl, dass sich eine ganze Industrie etabliert hat, die ihre Existenzberechtigung daraus zieht, schriftliche Lösungen für mögliche aber noch nicht eingetretene Probleme auszuarbeiten.

Diese Pamphlete werden dann als Risikoanalysen, Sicherheitskonzepte, Krisenkonzepte, Hygienekonzepte, Strahlenschutzkonzepte,… ut sim an das P. T. Publikum verkauft. Ja, verkauft, nicht nur verbreitet, weil es parallel dazu immer gesetzliche Vorgaben gib, dass der weitere Betrieb der Welt ohne diese Papiere gar nicht mehr gestattet werden kann.

Spätestens seit in der Covid-19 Pandemie von jedem Beis’l ein (selbstverständlich) strenges Hygienekonzept von jedem Greißler eine Risikoanalyse verlangt wurde, darf ich davon ausgehen, dass der Konzeptwahn auch in der breiten Bevölkerung angekommen ist.

Entsprechend meiner beruflichen Qualifikation musste ich in der Vergangenheit an so manchem Konzept mitarbeiten und staunte über den Realitätsverlust mit dem hier unschuldiges Papier vernichtet wurde, in dem Szenarien mit Mitteln gelöst wurden, von denen alle am Tisch wußten, dass sie nicht zur Verfügung standen. Da aber ohnehin nur davon ausgegangen wurde, dass das alles nie eintreffen würde, verstummten kritische Stimmen, da die Deadline für die Abgabe des Werks unmittelbar vor der Türe stand, das Konzept spätestens in zwei Jahren ohnehin einer Revision unterzogen wird, oder einfach nicht erwähnt werden dürfte, dass allfällige Daten, personelle, finanzielle oder intellektuelle Ressourcen fehlten.

Ich war zwar daran nie beteiligt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es bei dem Pandemiekonzept vor Corona ähnlich war. Man hatte es zufrieden in der Schublade und das verströmte Sicherheit.

Nach neun Monaten Pandemie und unzähliche Revisionen von Gesetzen und Konzepten, Dutzenden widersprüchlichen Verordnungen später, warte ich auf den ersten, der hinterfragt, ob wir uns den Aufwand, den wir in all diese Schreibtischkonzepte steckten, die sich einerseits als unbrauchbar entpuppten und andererseits von der Politik ohnehin negiert wurden, nicht ganz sparen hätten sollen.

Ob wir einfach zu dumm oder nur zu oberflächlich sind uns auf Katastrophen vorzubereiten ist letztlich egal.

Woran es in der Praxis scheitert, darf ich Ihnen an einem Beispiel aus meinem Umfeld illustrieren:

Selbstverständlich haben wir auch in unserem Spital für alles und jedes Notfallpläne. Als vor 2 Jahren zu kühlende Reagenzien für einige Tausend Euronen dadurch kaputt wurden, dass sich ein Kühlschrank defektbedingt als Backrohr verhalten hat, wurde er durch ein Modell ersetzt, das über das Netzwerk Alarm abgeben kann. Nachdem erneut Reagenzien kaputt gingen, weil der Kühlschrank überhitzt, stellte sich heraus, dass nicht ein Temperaturfühler den Alarm auslöst sondern die Geräte Elektronik.

Mit anderen Worten, im Falle eines Gerätedefektes vertraute man auf das Gerät, dass es seinen eigenen Defekt erkennen und melden sollte. Also irgendwie ein Konzept, bei dem sich der Patient mit Kammerflimmern selbst defibrilliert.

Beruhigend vermerkt aber unsere Risikoanalyse, dass die Kühlschränke für wichtige Medikamente und Reagenzien über das Netzwerk monitiert werden.

Nun legen wir das auf nationale Risikoanalysen und Lösungskonzepte um und hoffen gesund zu bleiben.

Written by medicus58

22. November 2020 at 12:48

Actio est Reactio, oder Politik ist nicht Physik

leave a comment »


Für Newton war es klar, je größer die angewandte Kraft, je stärker die Gegenkraft oder die ausgelöste Reaktion. Auch wenn viele von uns Probleme mit der Vorstellung haben, dass wir die Erde genauso anziehen, wie sie uns, aber egal.

So ungefähr scheint das Denken von Politik und Wahlvolk zu laufen, wenn im Tagesschnitt nach immer schärferen Maßnahmen gerufen wird, wenn das Virus seine Spikes zeigt.

Nur leider reagieren biologische (und gesellschaftliche) Systeme anders als die konventionelle Physik es vorhergesehen hat. Übrigens herrechen auch in atomaren Dimensionen andere, als die von Newton postulierten Gesetze.

Mulitparametrische biologische und Gesellschaftssysteme reagieren elastisch, oft entlang einer Hysteresis Schleife und zeigen auf Hammer and Dance mitunter sehr unvorhersehbare Reaktionen.

Warum geht das in die Gehirne unserer Regierenden aber auch der Regierten nicht hinein?

Written by medicus58

29. Oktober 2020 at 17:17

Veröffentlicht in Strahlen - Risikokommunikation

Tagged with ,

Covid Quarantäne: auch Nebenwirkungen lassen sich behandeln

with one comment


In den letzten Stunden hat die Bundesregierung massive Freiheitsbeschränkungen beschlossen, über deren Effekt (im Gs. zu aktuellen Aussagen) meiner Meinung nach nicht in ein zwei Wochen sondern aus einer Reihe von Gründen frühestens in einem Monat, eventuell erst später beurteilen zu können. Sie aktuell zu kritisieren wäre aber kontraproduktiv, jedoch sollte man, wie bei jeder schweren Therapie, über die Nebenwirkungen informieren. Nicht um Panik zu verbreiten, sondern um rechtzeitig den Betroffenen Mittel in die Hand zu geben, die Nebenwirkungen gering zu halten.

Aktuell ruft The Lancet, eine der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften, in Erinnerung, dass Quarantäne zu einer Reihe von psychologischen Nebenwirkungen führt, wenn die Menschen nicht Sinn und Zweck teilen und nicht erfolgreich an ihren Altruismus appelliert wird („Schützen wir die Alten“).

Von jeder anderen großräumigen Katastrophe in der Neuzeit liegen genügend Berichte vor, dass neben den psychologischen Nebenwirkungen auch somatische Nebenwirkungen auftreten. Auch die großen AKW Unfälle in Chernobyl und Fukushima haben nachweislich neben psychiatrischen Erkrankungen und Suiziden zu Diabetes und Hypertonie geführt. Nach Chernobyl fand man auch eine signifikante Zunahme kardiovaskulärer Folgeerkrankungen, die nicht durch die Strahlendosis erklärt werden kann, ganz aktuelle Studien aus Japan bestätigten das nicht.

Aus China liegen zunehmend Daten vor, dass die Quarantäne (und wohl der damit verbundene Stress) zu einer Zunahme der häuslichen Gewalt geführt hat.

Es ist also höchste Zeit, den Menschen klare Hilfen zu geben, um all die genannten Nebenwirkungen nicht überhand nehmen zu lassen.

Mir (und ich will da nicht als Psychologe dilettieren, nur fand ich manche bisherige mediale Auftritte wenig hilfreich) scheinen ein paar Tipps sinnvoll:

Geben Sie ihrem Leben weiter eine Struktur (Zeitplan).

Denken Sie an den nächsten Augenblick und nicht „an das was wäre wenn“. Die jetzige Situation wird nehrer Wochen dauern, Sie brauchen ihre Energie nicht nur bis Ostern.

Gönnen Sie sich innerhalb des Zeitplans bewusst Dinge, die Sie positiv stimmen, auch das tun Sie für andere, die gerade in einer gestressteren Situation sind.

Gehen Sie mit den Menschen in Ihrer Umgebung bewusst viel vorsichtiger um, als sonst. Wirken Sie auf andere in Ihrem Umfeld mäßigend ein.

Informieren Sie sich regelmäßig in glaubhaften Medien aber limitieren Sie das auch zeitlich sonst geraten Sie in ein gefährliches Spiegelkabinett.

Gehen Sie nicht davon aus, dass alles überall so schlimm wird, wie Ihnen Medien zeigen (die zeigen immer das, was zu Einschaltquoten und Klicks führt) aber befolgen Sie die von einer breiten Mehrheit unterstützen Maßnahmen.

Und lassen Sie sich nicht dadurch verunsichern, dass auch diejenigen vor den Kameras nicht immer die Zukunft voraussagen können. In manchen Fällen kann das sogar positiv sein 😉

Written by medicus58

15. März 2020 at 22:59

%d Bloggern gefällt das: