Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for the ‘Allgemein’ Category

Von den Besorgten und den Predigern

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Unsere längst aus der ORF Quarantäne zur neuen Normalität zurück gekehrten Reportern gehen die Umschreibungen der ewigen Frage nach dem „müssen wir uns fürchten“ aus.

Die Musterschüler auf die sich unser Bundesmaturant noch bis kürzlich in der Covid-19 Krise berufen hat, Netanjahus Israel und Orban Ungarn, haben sich in Selbstisolation begeben.

Der Pool der interviewbaren Experten scheint aufgebraucht und die möglichen Kombinationen im Memory Spiel der einzigen Karten im Anti-Corona Spiel :

MaskenDistanzierungHände waschen

sind längst überreizt.

Wenn selbst ORF Bürger aus dem Fanclub unseres Bundeskanzler nach Experten statt Politikern verlangt (ZIB 17.9.) und das Zentralorgan der Wirtschaft, das ehemalige Qualitätsblatt Kurier von schlecht-schlechter-am schlechtesten titelt, um uns zu erklären, dass wir ja gar nicht wissen was eine Krise ist und wir die Wirtschaft stützen müssen,

Dann ist die zweite Welle der Covid-19 Pandemie für Österreich angebrochen.

Um mit Herrn Klien (Gute Nacht Österreich) zu sprechen

Sie werden lachen, es wird ernst.

Nichts spricht dafür, dass sich plötzlich die Case-fatality-rate geändert hat, die allermeisten von uns werden eine Infektion überleben, aber etwas mehr als bei einer durchschnittlichen Influenza Welle eben nicht.

Diese Zahl wird nicht davon abhängig sein, ob wir das nächste Familientreffen auf 15, 10 oder 5 Leute begrenzen.

Es hängt nicht davon ab, ob Herr Anschober besorgt, Herr Nehammer flext oder sich Herr Kurz in der Stadthalle heilig sprechen lässt.

Es hängt auch nicht davon ab, was Herr Popper auf seinem Atari 64 hochrechnet.

Und sorry Kollegen, es hängt nicht davon ab welche hoch komplexen Lösungen wir uns für Begräbnisse, Kindergärten oder Universitäten einfallen lassen.

Es hängt alles davon ab,

wie wir Hochrisiko-Personen vor Covid-19 Infekten schützen und

die unvermeidlichen 5-15% schwer verlaufenden Infektionen derer, die mit intensiver medizinischer Unterstützung eine gute Prognose haben, ohne Überlastung des Gesundheitssystems und ohne auf den Rest aller anderen Erkrankten zu gefährden, betreuen können.

Für absehbare Zeit bleiben uns nämlich wirklich nur unsere d

Und WTF habt Ihr denn geglaubt, dass wir uns mit Flatten the curve aus der Pandemie stehlen werden?

Written by medicus58

17. September 2020 at 22:13

Veröffentlicht in Allgemein

Zur Schieflage der Situation, oder der verschlissene Kurz

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Nachdem alle Sommerurlauber aus dem Ausland per Reisewarnung heimgestaut wurden, schien es heute unserem Bundeskanzler wieder angebracht uns die Welt zu erklären.

Wie sein Vorgänger BK Figl 1945 uns zu Weihnachten nichts geben konnte, (die obskure Geschichte des Tondukuments finden Sie hier) verspricht uns sein türkise Urenkel wenigstens einen normalen Sommer, 2021.

In der Sonder ZIB mutmaßte man sogleich von Informationen die der Kanzler wohl über Medikamente und Impfungen haben müsste, wenn er uns dieses Versprechen gibt, und vergessen scheint, wie uns der Bundesmaturant noch zu Beginn der Pandemie zuerst den Lock down für vorerst 14 Tage, dann bis Ostern und schließlich bis Pfingsten (also ebenso 2,5 Monate wie in Wuhan) stottern ausweitete.

Auch das Geschwafel über die unter dem Eindruck von Corona auszuweitenden internationalen Kontakte zu anderen Covid Musterschülern und Jugendaustausch Programme ua mit den Vereinigten Emiraten zeigten, dass längst alle Munition verschossen wurde.

BTW, Jugendaustausch mit den Emiraten, einem hot spot einer anderen Coronavirus Erkrankung, nämlich MERS, hätte keinem informierten Ghostwriter passieren dürfen. Auch die Streicheleinheiten für die betagteren Kurzwähler, denen jetzt plötzlich soziale Kontakte auch in der Pandemie versprochen werden, lösen nur mehr Kopfschütteln aus über eine Regierung, die gerade Distanzregeln in der Eigentumswohnung gesetzlich vorschreiben will.

Ich frage mich, wie lange die salbungsvollen Widersprüche noch medial funktionieren. Dem politisch an der Leine zappelnden ORF TV war der Auftritt eine Sonder ZIB wert und auch die großen Online Zeitungen übertrugen, aber nach den Kommentaren in den Sozialen Medien, locken die Selbstdarstellung-Piruetten unseres Kanzlers wenige mehr hervor, so dass irgendwann die Diktatur der Einschaltziffern schlagend wird.

Man kann es auch einfacher sagen:

Hätte Kurz geschwiegen, hätte man ihn für einen Bundeskanzler halten können.

Written by medicus58

28. August 2020 at 17:26

So wird das nix mehr, und das freut die Macht

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The Times of India, eine der größten Zeitungen des Subkontinent, der sich größtenteils durch passiven Widerstand vom Kolonialismus befreit hat, wundert sich über den weltweiten Bilder Sturm, mit dem angeblich Rassismus bekämpft wird.

Es gibt verschiedene Wege, wie die zu Unrecht Mächtigen gestürzt werden können, aber wer glaubt, dass das Zertrümmert von Statuen (oder das Umbenennen von Orten und Plätzen) an den Machtverhältnisse etwas ändert, der verdient keine andere Welt als die unsere.

Written by medicus58

13. Juni 2020 at 14:16

Ohne Worte im Volksgarten

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1823 als erster Park vom Kaiser der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In der Pandemie von einer demokratisch gewählten Regierung geschlossen und erst nach wilden Protesten wieder zugänglich gemacht.

Irgendwann gehen auch wir wieder auf die Straße.

Written by medicus58

2. Juni 2020 at 10:27

Man mag Fleischhacker nicht mögen weil man Tierarzt ist, aber

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Aber sein aktueller Letter aus dem Homeoffice seiner Covid-19 Selbstisolation ist lesenswert:

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Written by medicus58

12. Mai 2020 at 07:36

1.Mai 2020: was Jazz und die Sozialdemokratie verbindet und das Coronavirus damit zu tun hat

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Gestern, den 30.April,feierte Ö1 den International Jazz Day der UNESCO, heute, am 1.Mai, kann kein Genosse mehr den Bundeskanzler auspfeifen. Letzteres, weil das Coronavirus den Mai-Aufmarsch verhinderte, aber irgendwie auch, weil die SPÖ nicht mehr den Bundeskanzler stellt, und kein Genosse willens ist einen anderen in diesen Job hochjazzt.

Die Koinzidenz, die Jazz und Sozen Rücken an Rücken stellt, bringt uns zu mehreren Parallelen:

Weder Jazz noch Sozialismus reißen die Jungen zu Begeisterungsstürmen hin, und was mal radikal war, mutierte zum gepflegten Gesprächsthema innerhalb von Risikogruppen.

Die Geburtsstunden beider Patienten (Jazz und SPÖ) lagen zeitlich eng beisammen. Viel wurde in sie bis zur Unkenntlichkeit hinein verfrachtet, von Satchmo zu Sade, von Viktor Adler zu Viktor Klima. Tribute an vergangene Heroen und Leistungen vermeiden die unbequeme Konfrontation mit der Gegenwart.

Gestern in der Ö1 Kinderuni wird den staunenden Kleinen die Verjazzung von Kinderlieder vorgeführt, die SP Kritik an der Türkis-grünen Basti-Regierung erschöpft sich in einem noch more of the same als in der Beweisführung, dass andere Maßnahmen die Kollateralschäden minimiert hätten.

Im virtuellen Mai-Aufmarsch feiern alte Apparatschniks und karrieregetriebene auch nicht mer so Jungpolitiker die früheren Leistungen und wollen deshalb kampflos wieder an die Macht. Den Kampf gegen die Indoktrinierung neokonservativer/neoliberaler Gehirnwäsche vermeiden Sie tunlichst und die Mitschuld vieler vergangener Entwicklungen an der gegenwärtigen Krise erklären Sie lieber nicht, um Sponsoren und Wähler nicht zu verschrecken:

Überbesteuerung der Arbeitskraft, Begünstigung der Auslagerung wesentlicher Produktionen in Billiglohnländer, Explosion einer unproduktiven Beraterindustrie mit geringer Bedeutung für die Kernprozesse, Ökologische Maximalforderungen lokal, Negieren der Produktionsbedingungen vor Ort, Subventionsbedingte Verzerrungen, staatlich tolerierte Steuervermeidung, Demontage der Kleinproduzenten und – Dienstleister,…

Jazz und Sozialdemokratie verbindet, dass sie eh von vielen irgendwie geschätzt werden, aber sie in der Traditionspflege erstarrt sind, weil es ihren heutigen Missionare an intellektueller Radikalität fehlt.

Das Coronavirus sollte den letzten im Publikum klar gemacht haben, dass beide, Jazz und Sozialismus Publikum brauchen, um zu funktionieren, weil sie einen solidarischen Ansatz haben, der im Home Office eben nicht funktioniert, weil gegenseitige Ansteckung eine Grundvoraussetzung wäre.

Written by medicus58

1. Mai 2020 at 11:57

Möge die Regierung Kurz seinem Namen alle Ehre machen.

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Was hier abgeht sollte die Alarmglocken läuten lassen, der Bundesmaturanten lässt uns zwar auferstehen, mobilisiert aber zum ersten Mal in der 2.Republik die Miliz. Weil Ausschreitungen drohen?. Weil wir uns an die Abstandsregeln nicht halten, uns um die ersten Bürger prügeln?

Ohne echte Not werden (zwar zeitlich limitiert bis Jahresende) Tabus gebrochen, wie die Möglichkeit der Arbeitgeber zur Zwangsanordnung von Gebührenurlaub.

All das finden Sie nicht in irgendwelchen Verschwörungsforen sondern heute auf orf.at, dem Nachrichtenportal unseres nicht gerade Regierungs-feindlichen Staatsrundfunk.

Und die Beweis Kette, dass Kurz von den Umfragen geblendet an Neuwahlen in Richtung absoluter Mehrheit bastelt, um sich seiner ohnehin willfährigen grünen JaSagergruppe zu entledigen, stammt immerhin vom Blog eines renomierten ORF Nachrichtenjournalisten; https://wp.me/p3YvOX-1lm

Lassen wir uns das wirklich noch lange gefallen.

Written by medicus58

26. April 2020 at 10:31

Veröffentlicht in Allgemein, Nationalratswahlen 2019

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Wer Flüchtling ist, bestimme ich… ein bisschen Polemik und etwas mehr Kritik

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Auch wenn das alles vordergründig nichts miteinander zu haben scheint, Österreich schafft es aktuell weder Glyphosat noch Afghanen außer Landes zu bringen.

Ob das alles schlicht Unfähigkeit oder das Resultat innerer Grabenkämpfe ist, dass wahlweise Beamtenkanzlerin oder (medienwirksam in der Presse verkündet) Bundespräsident einschreiten mussten/wollten, soll da nicht diskutiert werden, jedenfalls scheint nichts mehr ohne einen Deus Ex machina zu gehen, wenn der Rechtsstaat versagt.

Die Deutschen glauben Göring hätte es gesagt, die Österreicher glauben, dass es Lueger gesagt hätte, jedenfalls hält sich das feudalistisch, rechtsfeindliche Denken „Wer Jude ist bestimme ich“ bis zum heutigen Tag und erlaubt ein gutes Gewissen, wenn der Einzelne gerettet wurde.

Jetzt kann man ja darüber jubeln, dass da die Menschlichkeit den Sieg über Kurz & Kickl davongetragen hat und „Zia“ (Ziaulrahman Zaland) bleiben darf und das Gesetz, dass 800 Asylwerber die Lehre abschließen dürfen, ehe sie abgeschoben werden, als Zeichen unseres Humanismus sehen.

In meinen Augen zeigt es aber nur, dass die Caritas wieder das Recht ersetzt und versetzt uns hinter das Zeitalter der Aufklärung zurück.

Vorbei die Zeit, wo man für alle Menschen Rechte erkämpfen wollte, heute tröstet man sich mit dem Einzelfall und freut sich über billige Azubis.

Klar, diese Welt prinzipiell besser zu machen mag man aks gescheitert betrachten, da lassen wir wenigstens unsere Vorgärten mit LED-geschmückten Rentieren erstrahlen, setzen uns für den einen integrierten Asylwerber ein und irgendwann schaffen wir es dann auch noch das Glyphosat zu verbieten, Amen.

Jetzt fände ich es persönlich auch viel besser Zia für immer im Land und Glyphosat für immer draußen zu lassen, dazu wäre es aber neben dem Aktionismus der heute die Tat ersetzt hat, notwendig zu klären, weshalb unser Parlament keine gescheiten Gesetze mehr zusammen bringt und wem das nutzt?

Wer hat absichtlich oder unabsichtlich vergessen die EU vom beabsichtigten Beschluß in Kenntnis zu setzen, dass wir mehrheitlich das Gift nicht im Lande haben wollen?

Wer verschleiert absichtlich oder unabsichtlich Flüchtlings- und Asylwerber-Status?

Ich behaupte dass im Vergleich zu uns in Österreich mindestens ein Drittel der Menschheit als verfolgt gelten kann, zum Teil auch von unserem eigenen Wirtschaftssystem. Nur hat das mit dem Bild der „alten Flüchtlingskonvention“ wenig zu tun. Andererseits sollten wir doch in unser Rechtssystem so viel Vertrauen haben, dass ein letztinstanzlich abgelehnter Flüchtlingsstatus nicht per Intervention aufgehoben wird. Nur heißt das zwingend, dass der Bewerber sich halt verkalkuliert hat und deshalb zu bestrafen ist?

Warum finden sich so viele Rechtsanwälte, die Asylverfahren hinauszögern und niemand, der eine gesetzliche Möglichkeit schafft, dass abgelehnte, aber arbeitswillige Migranten in Mangelberufen arbeiten dürfen und sich, so sie sich selbst erhalten können und der Gesellschaft nützlich sind, selbstverständlich auf Einbürgerung hoffen dürfen.

Das wäre übrigens ein positiver Pullfaktor, der die Richtigen anzieht. Billige Azubis zum späteren Abschieben ist das nicht.

Written by medicus58

12. Dezember 2019 at 20:00

Veröffentlicht in Allgemein

Doskozil kann das Wort Narrativ nicht mehr hören

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Dank dem Online Standard für die geniale Montage und bitte erklärt dem Doskozil den Begriff mal, dass er sich nicht mehr weiter aufregen muss.

Written by medicus58

29. November 2019 at 08:53

Veröffentlicht in Allgemein

Ist hier Niemand oder Rot im Dunkel oder eh schon alles scheißegal

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Radioblogger Kappacher und Ziegen-f… Böhmermann bringen einerseits das Dilemma von SPÖ und SPD aber andererseits auch jenes unserer anderen Parteien ziemlich auf den Punkt.

Eine absolute Lese- (Kappacher) und Seh-Empfehlung (Böhmermann) jenseits aller süffisanten Politberater-Wuchteln von The Filz und Co.

Nicht nur aber auch den Niemanden reicht es, dass die Diskrepanz zwischen Sein und Schein in unserer Politik bis ins Wahllokal stinkt.

Die Gratwanderung von Werner Kogler, Sigrid Maurer & Co. ist in vollem Gange findet Kappacher so beiläufig, aus eigener Erfahrung kann ich ihm als Ex-Grünwähler und Rot-Grün-regierter Wiener nur zustimmen. Mein Optimismus hält sich in Grenzen. Egal, genießen Sie die Lese-Hör-und Denkempfehlung, sie löst rein gar nix, aber man fühlt sich verstanden – und das könnte doch ein Anfang sein?

Written by medicus58

28. November 2019 at 11:41

Veröffentlicht in Allgemein

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