Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Juli 2022

Scheiterhaufen am Boulevard

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Die New York Post ist seit ihrer Gründung vor 220 Jahren zu einem Schund- und Skandalblatt geworden, neben dem sich unser Boulevard fast wie Qualitätsjournalismus anfühlt.

Es mag auch bezweifelt werden, dass sich dort irgendjemand mit der Tragödie ernsthaft und näher auseinandergesetzt hat, so wirr ist die Verquickung von unzusammenhängenden (persönliches Schicksal, VdB Statement, Ende der Impfpflicht) Einzelfakten. Das alles im Lieblingsblatt Trumps, dem zu Österreich nur Forest cities eingefallen sind und trees more explosive as they have in California.

Mir, wie vermutlich den meisten, die sich jetzt für und gegen Kollegin Kellermayr zu Wort melden, fehlen viele Fakten zu den tragischen Entwicklungen, die zu ihrem Suizid geführt haben, und die meisten von uns sollten d. h. besser schweigen.

Auch der menschliche berührende Nachruf auf Puls 4 hinterfrägt erst ganz zum Schluß und zögerlich die Mitschuld des eigenen Mediums und lässt einen unbefriedigt zur3.

Selbst in meiner (medial winzigen und (pseudo)nymen) Ecke des Internets erfährt man, wie aggressiv der Widerstand wird, wenn man Position bezieht.

Das mediale Echo auf diese Tragödie macht deutlich, dass der Boulevard der schlechteste Verbündete ist, um Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen; und auch auf so manches Qualitätsmedium würde ich persönlich nicht setzen wollen.

Written by medicus58

31. Juli 2022 at 18:37

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

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Scheiterhaufen am Boulevard

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Die New York Post ist seit ihrer Gründung vor 220 Jahren zu einem Schund- und Skandalblatt geworden, neben dem sich unser Boulevard fast wie Qualitätsjournalismus anfühlt.

Es mag auch bezweifelt werden, dass sich dort irgendjemand mit der Tragödie ernsthaft und näher auseinandergesetzt hat, so wirr ist die Verquickung von unzusammenhängenden (persönliches Schicksal, VdB Statement, Ende der Impfpflicht) Einzelfakten. Das alles im Lieblingsblatt Trumps, dem zu Österreich nur Forest cities eingefallen sind und trees more explosive as they have in California.

Mir, wie vermutlich den meisten, die sich jetzt für und gegen Kollegin Kellermayr zu Wort melden, fehlen viele Fakten zu den tragischen Entwicklungen, die zu ihrem Suizid geführt haben, und die meisten von uns sollten d. h. besser schweigen.

Auch der menschliche berührende Nachruf auf Puls 4 hinterfrägt erst ganz zum Schluß und zögerlich die Mitschuld des eigenen Mediums und lässt einen unbefriedigt zur3.

Selbst in meiner (medial winzigen und (pseudo)nymen) Ecke des Internets erfährt man, wie aggressiv der Widerstand wird, wenn man Position bezieht.

Das mediale Echo auf diese Tragödie macht deutlich, dass der Boulevard der schlechteste Verbündete ist, um Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen; und auch auf so manches Qualitätsmedium würde ich persönlich nicht setzen wollen.

Written by medicus58

31. Juli 2022 at 18:37

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

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Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 16

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Generated by SWISS Economy

15 Minuten Verspätung angekündigt, letztlich waren es 35 Minuten, eine Kleinigkeit gegen alles was in den letzten zwei Wochen so passierte.

Einmal pro Woche verirrt sich die SWISS auf die Azoren und, hurra, nahm uns wie gebucht an Bord. Man kann es den Eidgenossen, die längst schon unter der finanziellen Fuchtel der Lufthansa fliegen, nicht verdenken, dass sie nach Genf und nicht direkt in unser Heimatland fliegen, doch die Zeiten, wo man aus VIE viele Destinationen direkt anfliegen konnte, sind trotz Milliarden an Steuergeld und politischen Versprechen längst dahin.

Die SWISS fliegt übrigens nackt. Seit über zwei Jahren sitzen wir wieder maskenlos in einem Flieger. AUA, TAP und SATA bestehen weiterhin (Juli 22) auf den Mundbedeckungen (glücklicherweise nicht beim Essen und Trinken), die Schweiz hat sich hier, trotz hoher Ansteckungszahlen längst anders entschieden.

Selbstverständlich können Masken getragen werden, um uns herum tut es aber keiner, während Portugal aktuell noch auf allen Fahr- und Fluggeschäften zumindest eine OP Maske verlangt. Theoretisch auch im Taxi und Bus, praktisch wird das aber auch längst negiert.

Swiss Economy ist aber zu rund einem Drittel unbesetzt, was erklärt, warum im Bord Magazin, ja sowas anachronistisches haben die dort auch noch auf der Kurzstrecke, der aktuelle CEO kryptisch meint, dass man 20 Jahre nach der Gründung auf einem guten Weg seu wieder erfilgreich zu werden. Das haben vermutlich auch die anderen, im Schnitt alle 4 Jahre ausgetauschten CEOs, mal von sich gegeben.

Noch eine (Schweitzer?) Besonderheit fällt auf. Anders als viele andere Carrier verteilt die SWISS gratis Schweizer Alpenwasser aus dem Glarner Serenftal, was positiv hervorgehoben werden muss, auch wenn es, wie eh schon überall, Snacks dann nur gegen Bezahlung gibt. Dem schlug aber das mittelalterliche Pärchen neben mir ein Schnippchen und verzehrte mitgebrachten Lunch aus der  Frischhaltedose.

Da sich seit meinem letzten Aufenthalt die Preise am Genfer Flughäfen wohl kaum zum Schnäppchen gewandelt haben, vielleicht verständlich, angesichts eines 3,5h Fluges aber auch verwunderlich. Schließlich bestellte sie doch einen Becher Earl Gray (300ml um 3.90 CHF), um noch einen mitgebrachten Schokokuchen aus dem Handgepäck zu zaubern.

Gesättigt begann sie sich rote Wintersocken zu stricken. Der Frau traue ich zu als CEO die Fluglinie zu sanieren. Als Vielflieger könnte sie aber jede Linie in den Ruin treiben.

Ankunft in Genf zwischen sonnenbeschienenen Berggipfeln, AUA Anschlussflug kurz darauf gelandet, schaut mal gut aus.

Gesprächsfetzen der AUA Flugbegleiterinnen:

Na, auf Französisch hätt‘ i’s eh net verstaunden.

Na, Sandwiches san aus, want something from the Melangerie? Oimdudla?

We don’t accept cash, only cards. Have you cards?

Da half es garnicht, dass auf dem Flieger außen nur Staralliance stand, drinnen war AUA.

Eigentlich war jetzt eh alles Rodger, zumindest in Genf sollte mein Koffer noch dabei gewesen sein, denn beim Einstieg aufbden Azoren konnte ich ihn noch kurz sehen, wie er das Förderband hinauf ruckelte. Ob er es ausnahmsweise auch gemeinsam mit mir nach Wien geschafft hat? Soviel Cliffhanger muss noch sein.

Muss eigentlich nicht. Due Rückreise klappte wie als wäre alles in bester Ordnung mit der Fliegerei.

Written by medicus58

15. Juli 2022 at 21:57

Veröffentlicht in Allgemein, Reisen

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Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 16

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Es ist ja irgendwie absurd, was man alles anstellt (Beginn der Geschichte) um wohin zu kommen, um dann zu zittern dort auch wieder weg zu kommen. In Zeiten des wieder Fahrt aufnehmenden Massentourismus bleibt einem aber gar nichts anderes übrig als den selbst gestrickten Reiseplan einzuhalten, um nicht sinnlos für bereits vorbestellte und – bezahlte Leistungen zu zahlen.

Allein die bis jetzt 27 Stunden Verzögerung durch den gestrichenen Flug von Madalena (Pico) nach Ponta Delgada (Sao Miguel) kostete uns eine Nacht 5* Hotel und einen ganzen Tag Bummel in der Stadt.

Anders als die TAP haben SATA Azores Airlines für Transfer und Unterkunft im 4* Hotel gesorgt, aber das ersetzt nicht einen entspannten Urlaubstag.

Aber wie das Titelbild schon andeutet hob letztendlich der eingeschobene Flug ab und setzte 50 Minuten später auf der Hauptinsel der Azoren auf. Mein Koffer war zwar der letzte, der auf dem Band lag, aber, wofür man in diesen Zeiten auch schon dankbar sein muss, er hatte die Reise auch schon geschafft.

Statt einen Tag durch die Stadt zu bummeln blieb nur noch Zeit für ein gutes Abendessen und einen kleinen Spaziergang zum Hafen.

Bis jetzt haben uns die Umstände 2 von 15 Urlaubstagen gestohlen, es sei denn man nennt das bange Warten auf Flughäfen, nächtliche Taxifahrten, das einchecken in nicht gebuchte Ersatzquartiere, Urlaub.

Vielleicht ist dies ja die wesentliche Lehre für Reisen mit Covid 2022: Es geht, aber der „Preis“ ist doch deutlich höher als vor der Abreise geplant.

Heute geht es auf die Heimreise, laut schon elektronisch gelöstem Boardingpass mit der SWISS 12:00 nach Genf und dort mit SWISS/AUA weiter nach Wien.

Ob das alles so geklappt hat, werden Sie hier lesen.

Written by medicus58

15. Juli 2022 at 09:53

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Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 15

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Warten

Laur Plan wären wir längst in Pinra Delgado (Pico) und streiften durch die Altstadt, hätten SATA Airlines gestern nicht alle Nachmittagsflüge gestrichen.

Ob (wie am Gate versichert) wegen Motorschaden oder (wie auf den Essensgutscheinen angekreuzt) witterungsbedingt blieb unklar. Das Hotel war OK, das Abendessen sehr gut, nur rückt der morgige 12:00 Rückflug (via Genf nach Wien) immer näher und die Umbuchung gestern knapp vor Mitternacht von 15:35 auf 18:25 trug wenig zur Entspannung bei.

Inzwischen wurden von der SATA noch ein 19:00 Flug eingeschoben, so dass ein Hoffnungsschimmer bleibt noch heute die läppiscgen 50 Flugminuten zu schaffen und wenigstens eine der bezahlten Nächte im Grand Hotel Azores Atlantico zu konsumieren.

Das Informieren der Hotels über die verschobene Ankunft und das Ersuchen, das Zimmer nicht weiterzugeben, habe ich inzwischen drauf. Das Gefühl wieder mit ungwissem Ausgang gestrandet zu sein, auch.

Check out aus dem Hotel war 12:00, jetzt hängen wir in einer Hafenbar herum und schlagen die 4 Stunden bis zum Sammeltaxi zum Flughafen tot. Madalena (Pico) kenben wir inzwischen so gut, dass Spazierengehen wenig ergiebig erscheint. Außerdem ist es relativ schwül und, wenn sie mal durch die Wolken dringt, die Sonbe stechend.

Es bewahrheitet sich auch unter diesen Umständen die Erkenntnis, dass einen alle Reisen immer wieder zu sich selbst führen.

Written by medicus58

14. Juli 2022 at 15:30

Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 14

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Deja vue

Begonnen hat alles hier.

Habe ich zu Beginn von Teil 13 noch das Hohelied der kleinen Fluglinien, konkret der SATA Azores Airline gesungen, wurde es kurz vor dem für 13:55 geplanten Boarding wieder unfreiwillig spannend.

Kein Flug mehr für heute.

Wieder endloses Anstellen, dazwischen eine SMS, dass der Flug auf morgen 15:35 verschoben wurde, endlich am Transferschalter angelangt, spricht die Dame dort von 18:25. Handy heraus holen, auf die 15:35 SMS verweisen, Nicken der Dame also dann 15:35…

Meinem Verweis, dass das nicht gerade Vertrauen erweckt, wird weggelächelt. Im Ggs. zur TAP, die sich um nichts kümmerte, organisierte man ein Samneltaxi und ein Hotel in der Stadt (Madalena, Pico).

Dann kurz vor Mitternacht eine weitere SMS, dass der Flug doch auf 18:25 verschoben wird.

Langsam macht sich ein ungemühtliches Gefühl breit, da unser Abflug von den Azoren für übermorgen 12:00 gebucht ist, d.h. jede weitere Verschiebung würde uns diesen Termin nicht mehr halten lassen. Nachtflüge gibt es nicht zwischen den Azoren. Irgendwie lassen sich die Gedanken kaum mehr verdrängen, ob der Versuch diesen Urlaub zu erzwingen eune gute Idee war…

Written by medicus58

14. Juli 2022 at 02:05

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Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 13

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Wie alles mit unserem heurigen Trip auf die Azoren begann lesen Sie ab hier.

Seit 5 bzw. 6 Tage nach unserer Ankunft auf Sao Miguel auch unser Gepäck nachkam, lief der Urlaub wie geplant und langsam wirklich erholsam ab. Weshalb eine kleine lokale Fluglinie (SATA Azores Airline) ihre Flüge wie geplant und ohne größere Verspätungen abwickeln kann, während die Riesen wie Lufthansa einen Flug nach dem anderen streichen ist schwer verständlich. Am Virus kann es nicht liegen, denn Portugal hatte am 5.Juli seinen höchsten Omikron Peak.

Da hier Binnenflüge auch während der Pandemie aufrecht erhalten werden mussten, da der Fährverkehr zwischen den weiter auseinanderliegenden Inseln längst keine Option für den Personenverkehr darstellt, wird wohl ein Grund sein, dass nicht Mitarbeiter gekündigt wurden, die man nun nicht mehr bekommt. Ob es der einzige Grund ist, oder die großen Airlines einfach too big to adapt wurden, sei mal in den Raum gestellt.

Da wir inzwischen auf unseren letzten Binnenflug, von Pico nach Sao Miguel, warten, kommt wieder ein mulmiges Gefühl hoch, da wir für die Heimrwise in drei Tagen erneut auf das innereuropäische Flugchaos stossen werden.

Diesmal hängt unser Weiterkommen von der Swiss und ab Genf wieder von der AUA ab. Das war im Mai die einzige gangbare (besser fliegbare bzw. buchbare) Option mit nur einem Stopp over gewesen.

Noch scheinen die Flüge planmäßig zu gehen, und zur Sicherheit meiner Dienstgeberin, haben wir theoretisch 3 Tage bis zum Arbeitsantritt am Montag.

Je nachdem, wie die Sache ausgeht, plane ich eine Zusammenfassung, was man aus meiner Sicht beim Fliegen 2022 beachten soll und was nicht in all den Zeitungsaetikeln steht, die dazu augenblicklich erscheinen.

Ein kleiner Teaser? Nirgends fand ich einen Hinweis darauf, dass Koffer schwerer werden, wenn man gezwungen ist, sich am Urlaubsort eine neue Bekleidung zuzulegen, weil der eigene Koffer irgendwo liegengeblieben ist.

PS: Während ich das schrieb, teilte SATA eine Flugverspätung mit…. dann, dass der Flug für heute gestrichen wurde.

Written by medicus58

13. Juli 2022 at 15:24

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Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 12

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I can’t see clearly now

Nach all den Widrigkeiten vor unserer Abfahrt (Teil 1) und vorallem in den gepäcklosen Tagen danach (Teil 6) verläuft der Urlaub gerade entspannend normal. Sogar das Mietauto auf Pico (Azoren), dessen Buchung so schwierig war, wartete am Flughafen und brachte uns zur gebuchten Unterkunft. Diese stellte sich als so hübsch heraus, wie erwartet.

Zeit also etwas darüber zu philosophieren, wie sich Erwartung und Realität am Urlaubsort im Zeitalter des Internets zueinander verhalten.

Während früher ein flappsiger Nebensatz im Lonely Planet Survival Kit entziffert werden musste, um sich einen Eindruck zu verschaffen, ob sich der Besuch eines Ortes, eines Restaurantes oder einer Sehenswürdigkeit lohnen wird, überhäufen uns heute Google, Traveladvisor und Reiseblogs mit Fotos und Infos, bei welchem Licht das Taj Mahal am schönsten ist und wo (um vom gestrigen Nachtmahl zur reden) der in Weißwein gegarte Tunfisch mit Süßkartoffel in Madalena (Pico) wirklich grandios ist (Link).

Plötzlich spielt mir mein Langzeitgedächtnis einen alten W. Ambros Text ins Ohr:

Geplante Zukunft, solider Background, und langsam werd ma oid

Ja, wenn da nicht die Fluglinien (da capo al fine) und das Wetter wären, die unsere Erwartungshaltungen durchkreuzen können.

Auf der Azoreninsel Terzeira ist der Miradouro da Serra do Cume ein beliebter Aussichtspunkt. Hier die etwas holprige Googlesche Übersetzung des portugiesischen Wikipedia Eintrages:

Auf 542 Metern über dem Meeresspiegel , die Bucht und die Stadt Praia da Vitória zusammen mit der Ebene von Lajes und dem Luftwaffenstützpunkt Lajes und auf der anderen Seite andererseits ein anderer, 545 Meter über dem Meeresspiegel, die große Ebene im Inneren der Insel, mit ihren typischen „Cerrados“, getrennt durch Mauern aus Vulkangestein und Hortensien .

Als wir dort waren, bot die Aussichtsplattform jedoch nichts anderes als eine Nebelsuppe und eine Sichtweite von knapo 10 Metern.

Ehrlicherweise war aber selbst das keine Überraschung mehr im Internetzeitalter, denn auf dem Google Maps Eintrag findet man neben der versprochenen Aussicht auch zahllose Beweise, dass man auch so wie wir, eine Nebelsuppe serviert bekommen kann.

Written by medicus58

10. Juli 2022 at 10:16

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Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 12

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Terzeira

1 Woche nach unserer Abreise kehrte scheinbare Normalität ein. Bis lang haben die Reservierungen trotz anfänglicher Probleme (Teil 1) gehalten und nach einer Odyssee mit der portugiesische TAP mit abgesagten Flügen und für 5 bzw 6 Tage verschollener Koffer (Teil 6) suchen wir hier auf Terzeira (Azoren) Wale und vermeiden Quallen. Beides nicht so leicht, aber gegen Tumulte um 2 Uhr früh am Flughafen LIS fast schon idyllisch.

Was bleibt ist das schale Bauchgefühl, ob der nächste Flug, die nächste Teservierung klappt und ob der Heimflug etwas planmäßiger als der Herflug ablaufen wird.

Ich weiß nicht, ob es das Lebensalter mit sich brachte, oder die immer praller gebuchten Flüge heute, vielleicht ist es auch eine Art Post-Covid, dass ich immer mehr dazu neige Schwierigkeiten zu erwarten, aber auch zu bekommen, wenn ich mich auf Reisen begebe. Mit 15kg im Rucksack in den späten 80ern durch China oder Papua Neuguinea zu trampen war sicher ein größeres Risiko, als heute mit mehreren Kreditkarten, Mietauto und Google Maps durch die Welt zu streunen, aber absurderweise passierte damals weniger Außerplanmäßiges als heute.

Zugegeben benötigte man damals auch nicht mehrere Ladegeräte für Kamera (Knopfbatterie hielt Jahre), Handy (gab es nicht) und Reiseplaner (war aus Papuer).

Written by medicus58

8. Juli 2022 at 14:28

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Reisen mit Covid 2022 Auf ein Neues: Teil 11

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Sie steigen hier am vorläufigen Ende einer Odyssee unserer Gepäcks auf seiner und unserer Reise auf die Azoren ein, die hier begann.

Wenn es Sie interessiert, wie alles begann, dann seien Sie auf Teil 1 verwiesen.

Der sechste Tag unserer Individualreise auf die Azoren sollte uns von Ponta Delgada auf Terzeira bringen. Unsere Kalamitäten haben sich etwas gebessert, seit einer der beiden Koffer seit gestern uns erreicht hat, da er jeweils die Hälfte der Bekleidungsstücke des anderen enthielt, also ab sofort nicht jeden Abend Socken, Unterwäsche und T-Shirt Waschen angesagt war. Nachdem unsere Hotelrezeption über unsere nächsten Ziele instruiert wurde (die einzeln Inseln liegen ohnehin nur 100-200 km auseinander) meldete sich völlig überraschend (Anrufe und Mails blieben bislang unbeantwortet) am Handy und verkündete, dass der Koffer am Flughafen von Ponta Delgada auf uns wartete. Das ganze fand ca 5h vor unserem Weiterflug statt.

Eine kurze Autofahrt, eine Schrecksekunde als der gerade voll getankte Mietwagen einen halb leeren Tank anzeigte (Elektronik, 1l mehr, 2x starten und alles war wieder OK) und in der Ankunftshalle wartete wirklich der zweite unserer Reisebegleiter (Foto).

Das gute Stück hatte von Wien bis hierher geschlagene 144 Stunden benötigt und mich zur frustranen Suche nach den notwendigsten Bekleidungsstücken und bare necessities gezwungen.

Da jann man es nur als Hohn auffassen, wenn auf dem Gepäckanhänger Priority zu lesen ist.

Written by medicus58

6. Juli 2022 at 13:45

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