Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Oktober 2012

Nationalfeiertag 2012 auf Twitter

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Eigene und fremde Gedanken zum Österreichischen Nationalfeiertag aus der Twitteria

‏@fatmike182
…und wieder zelebriert & zertrampelt ein Heer das offenbar eh keiner so will den Heldenplatz, wegen einem Vertrag der eh nix mehr Wert ist.


@GTLMedicus:
Statt einem Kranz im Burgtor, bewundere ich die Eurofighter davor #weird #österreich

Marco Schreuder: Warum der 8. Mai und nicht der 26. Oktober Nationalfeiertag sein muss. http://schreuder.at/2010/10/25/warum-der-8-mai-und-nicht-der-26-oktober-nationalfeiertag-sein-muss/

@MHufnagl Mitternacht. In dieser Minute beginnt der österreichische Nationalfeiertag. Nie in diesem Jahr bin ich so ergriffen schlafen gegangen. ‏@GTLMedicus #’Staatsfeiertag: Statt einem staatstragenden Tweet ertrage ich heute einfach einmal den Staat #Nationalalfeiertag #anarchismus

@raSch_cc Jetzt weiß ich wieso ein Zivi Verteidigungsminister ist, passt perfekt zur BH Leistungsschau des neutralen AUT. #Staatsfeiertag

@kofi2go #Nationalfeiertag. Oder, wie #Stronach sagen würde, der Tag, an dem der letzte japanische Soldat Südtirol verlassen hat. #politik

@st4rbucks Ich verliere Follower. Welches MONSTER entfolgt einen am Nationalfeiertag?

@GTLMedicus #Nationalfeiertag Kurz vor der Grippewelle schüttelt #UHBP #Fischer jedem die Hand #österreich #weird

@rlaxed Nationalerreifenwechseltag würde es womöglich besser treffen aber egal. Schönen Nationalfeiertag Leute! #Austria

@mergershark @BinDerStefan Islamisches Opferfest UND Nationalfeiertag. Wenn heute noch Vollmond ist, trete ich Scientology bei.“ -))

@GTLMedicus #Nationalfeiertag feiern mit #Stronach: im Magna Racino Geld verwetten oder Magna Mercedes G an die Wand fahren http://pic.twitter.com/U4E1th1c
@VincentijeM @GTLMedicus @mabogsi Bitte, sag Puch G, bitte PUCH G #bitte
@GTL Medicus V 1.1 auf Wunsch von @VicentijeM: #Nationalfeiertag feiern mit #Stronach: Verarmen im Racino oder Puch G an die Wand fahren #customerservice

Written by medicus58

26. Oktober 2012 at 11:09

Risikofaktor medizinische Informatik

with one comment


In welchem hohen Ausmaß die EDV (medizinische Informatik) inzwischen die Abläufe in der Medizin bestimmt und mitunter hemmt,
habe ich hier schon unter dem Titel Control-Alt-Delete : Be patient, patient. (http://wp.me/p1kfuX-hl) ausgeführt.

Was exemplarisch an einer Fehlermeldung der „Wiener Linien“ im Beitrag „Zeichen an der Wand“ (http://wp.me/p1kfuX-61) ausgeführt und durch ein Zitat von Anton Zeilinger (elektromagentischen Puls) unterstrichen wurde, dass unsere Gesellschaft heute inzwischen durch einen EDV Ausfall in die Steinzeit zurück katapultiert werden kann, weil inzwischen kaum irgendein Prozess OHNE EDV Unterstützung lauffähig ist, daran soll in diesem Zusammenhang auch wieder erinnert werden..

Kommen Sie mir übrigens nicht mit den Notstromaggregaten, die es natürlich gibt, deren Stromspitzen beim Hochfahren aber immer wieder einen Server irreversibel lahmlegen und zu lokalen Ausfällen führte. Natürlich wird versucht, dies technisch in den Griff zu bekommen, aber …
Es benötigt auch nicht immer einen Ausfall der Hardware, um uns stillzulegen: Gerade in den letzten Wochen erlebten wir aber auch ohne Stromausfall immer wieder EDV Totalausfälle, die bisweilen auch einige Stunden dauerten und vom Krankentransport bis zur Blutanalyse zum Stillstand brachten.

Nur zum Verständnis, in einem „modernen“ Spital ist selbst der Träger, der im Notfall den Patienten in den Operationssaal zu bringen hat, nur mehr elektronisch zu verständigen. Ein Großgerät wie eine Computertomografie ist ohne Patienteneintrag in der Worklist nicht mehr in Gang zu bekommen und die Zeiten, wo wir noch im Nachtdienst auf der Chirurgie selbst den Hämatokrit eines „blutenden“ Patienten (mittels Haarröhrchen und Zentrifuge) betimmen konnten ist vorbei: Es gibt keine Kapillarröhchen oder Zentrifugen mehr aufden Stationen, wenn das Zentrallabor wegen eines EDV bedingten SUPERGAU „steht“.

Das „Gesundheitsrisiko“ der medizinischen Informatik liegt also nicht nur in der Hardware, dagegen kann man sich zum Teil durch Notstromaggregate, Backup Server oder Ähnliches wappnen, sondern immer mehr auch in einer „anfälligen“ Software.
Missverstehen Sie das alles nicht als „Technikfeindlichkeit“ oder wie in der ELGA Debatte als „Angst der Ärzte vor Transparenz„.
Selbstverständlich hat sich die Medizin auch die Vorteile der elektronischen Datenverarbeitung für Patient und Personal zu nutzen, jedoch nur wenn sich die unvermeidlichen Nachteile der angeschafften Lösungen die Vorteile nicht überwiegen und wenn die EDV Verantwortlichen sich ihres Teils der medizinischen Gesamtverantwortung bewußt werden.

Ohne hier einen Exkurs über medizinische Informatik zu beabsichtigen, kann man verschieden „Schichten“ der medizinischen Softwarearchitektur unterscheiden. Prinzipiell benötigt ein Spital einmal eine Verwaltungssoftware (KIS=Krankenhausinformationssystem), die die eigenen Prozesse (z.B. Warenwirtschaft, Leistungsabrechnung, …) und die Patientenadministration (z.B. Identifikation, Zuordnung aller Daten zum „Fall“) abwickelt (siehe Wiki-Links am Fuße des Artikels).
Darüber (manchmal als Teil des KIS, manchmal in eigenen Subsystemen realisiert) kontrolliert die nächste „Softwareschicht“ alle BettenbelegungenZuweisungen, Ambulanz- und Arztbriefe, …etc., also die Prozesse des „eigentlichen“ Medizinbetriebs.

Zusätzlich bestehen in verschiedenen Abteilungen wie z.B. dem Röntgen (RIS), dem Labor (LIMS), etc. eigene EDV Systeme, die mit den vorgenannten verzahnt werden müssen und
letztlich hat inzwischen jedes medizinische Großgerät (CT, MR, Bestrahlung (LINAC), …) bis hin zum Ergometer und zum Blutzuckermessgerät eine eigene EDV in der der Patient (mit den Daten aus dem KIS) identifiziert werden muss und deren Ergebnisse wieder in das KIS (oder PACS) zur Speicherung rückgemeldet werden. Unzählige weitere fachspezifische Subsysteme berechnen und speichern andere, nur für den betreffenden Fachbereich relevante Patientendaten (z.B.: Planunssysteme für Radioonkologie oder Prothesenimplantation, Auswertungen von Langzeit-EKGs, ….).
Auch vor ELGA exitieren schon jetzt in mehreren Krankenanstaltenverbänden zentrale Datenspeicher für all diese Text und Bildbefunde.

Dass diese heterogene Landschaft nicht mehr zufriedenstellend funktioniert, wenn nur eine der unzähligen Schnittstellen zwischen den einzelnen Modulen nicht mehr funktioniert und alles zusammen bricht, wenn der unterste Teil steht, leuchtet vermutlich auch dem nicht so EDV-affinen Laien ein.

In diesem (und vermutlich einigen folgenden Blogeinträgen) möchte ich nun auf einige Problembereiche der EDV Struktur innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes hinweisen, wobei ich mich aus forensischen Gründen auf die Aspekte beschränken muss, dies ohnehin schon im WWW dokumentiert sind. Es besteht aber kein Grund zur Annahme, dass dies in anderen Krankenanstaltenverbünden wesentlich anders, sprich besser ist, und das Ganze möchte ich nur als Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs gesehen haben.

Beginnen wir für heute bei der untersten Schicht der krankenhaus-EDV: dem Krankenhausinformationssystem (KIS)
Das Wiener Kontrollamt fasste zusammen (http://www.kontrollamt.wien.at/berichte/2010/lang/03-23-KA-II-KAV-3-11.pdf ), wie der KAV versuchte seine heterogene EDV Landschaft zu vereinheitlichen und sein „altes selbstgestricktes KIS“ gegen neue Produkte austauschte:
Mit 1. Jänner 2002 wurde dem vormaligen Verwaltungszweig „Krankenanstaltenver-bund“ die Eigenschaft einer Unternehmung gem. § 71 der Wiener Stadtverfassung (WStV) zuerkannt. Gemäß § 13 Abs. 1 des Statuts für die Unternehmung „Wiener Kran-kenanstaltenverbund“ (KAV) hat der KAV ein Rechnungswesen nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung zu führen.
Zum einen stand das nach kameralen Grundsätzen geführte UHU-System (Universelle Haushaltsbuchführung auf Unix) der Magistratsabteilung 6 und zum anderen das auf doppische Grundsätze ausgerichtete SAP-System des KAV in Verwendung.
1.2 SAP-Einführung der Unternehmung „Wiener Krankenanstaltenverbund“
1.2.1 Vor dem Hintergrund der Einführung des Euro und der geplanten Unterneh-mungswerdung wurde bereits im Jahr 1997 mit dem Projekt „Erneuerung der betriebs-wirtschaftlichen Software im KAV – Einführung SAP R/3“ begonnen.

1.3 Projekt „MA 6-Integration ins KAV-SAP“
1.3.1 Das im Jahr 2004 von der GED des KAV initiierte und in Zusammenarbeit mit der Magistratsabteilung 6 durchgeführte Projekt „MA 6-Integration ins KAV-SAP“ hatte zum Ziel, auch in den anderen Einrichtungen des KAV auf ein durchgehend SAP-basiertes Buchführungssystem unter Einbeziehung der zuständigen Buchhaltungsabteilungen umzustellen. Demgemäß sollte der Aufwands- und Ertragsbereich ausschließlich durch das KAV-SAP abgedeckt werden.

Das Kontrollamt hat sich in diesem Prüfbericht primär mit den „buchhalterischen“ und nicht den medizinischen Teilen der Software beschäftigt, sah aber schon dabei:
organisatorischen bzw. technischen Verbesserungsbedarf  … vor allem als Folge der eingerichteten Schnittstellen zu Vorsystemen und bei der elektronischen Kommunikation zur Identifizierung von Patientinnen bzw. Patienten sowie beim Informationsaustausch zwischen den Krankenanstalten und den Buchhal-tungsabteilungen. Die Abwicklung des Forderungs- und Einbringungsmanagements war aufgrund technischer Unzulänglichkeiten bei einigen Funktionalitäten der Debitorenbuchhaltung nur mithilfe von provisorischen Lösungen oder erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung möglich.

Was in diesem Bericht nur indirekt vor kam, wieviele externe Berater und Firmen die KAV-eigene EDV Abteilung (KAV-IT) an Bord holte und wieviel Geld da umgesetzt wird:

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen können sie sich einschulen lassen:

für 100 € excl. UST können Sie sich im Ausbildungszentrum des KAV eine SAP – Einführung genehmigen:
http://www.wienkav.at/kav/fanz/FANZ_inhalte_anzeigen.asp?kurskuerzel=SAP894&kursgruppe=0113090809&veranstalter=KAV-IGV
für 300 € excl. UST gibts dort sogar einen Überblick über die Logistik im SAP
http://www.wienkav.at/kav/fanz/FANZ_inhalte_anzeigen.asp?kurskuerzel=SAP8931&kursgruppe=0113090809&veranstalter=KAV-IGV
für 400 € excl. UST winkt SAP – Instandhaltung – Grundlagen
http://www.wienkav.at/kav/fanz/FANZ_inhalte_anzeigen.asp?kurskuerzel=SAP871&kursgruppe=424&veranstalter=KAV-IGV&anstalt=FANZ

insgesamt gibts 8 verschieden Kurse.

In der klinischen Praxis des SAP-IS-H, wie die unterste Schicht des neuen KIS genannt wird, kommt es seither zu unzählichen Problemen, die auch die medizinischen Abläufe beeinflussen:
Manche häufige klinische Prozesse werden einfach nicht abgebildet, so dass ganz einfache Vorgänge zum logistischen Problem werden:
So ist im System z.B. nicht ersichtlich, dass ein nun ambulant auftauchender Patient schon einmal als stationärer Patient am Ambulanzschalter war, es wird eine zweite Mappe angelegt und der Patient solange als Erstuntersuchung befragt, bis er meutert, dass er das hier alles schon einmal zu Protokoll gegeben hat ….
Im Warenwirtschaftssystem muss für jede Bestellmenge ein und desselben Reagenz/Medikaments/Artikels ein eigener Eintrag aufgeschlossen werden (z.B. 10 ml, 20 ml, 55 ml, 150ml, …) dessen Gesamtsummen (wieviele ml wurden insgesamt bestellt?) sind dann nicht so leicht, mitunter überhaupt nicht mehr aus dem System selbst heraus zu kitzeln. Im Zuge von Qualitätssicherungsmaßnahmen, behördlichen Anfragen, .. etc. Behördliche AbfFür manche Fächer sind behördliche Anfragen nur durch selbstätige kleine Rechenaufgaben
In den Leistungsabrechnungen verschwinden immer wieder erbrachte Leistungen, weil grad irgendeine Schnittstelle nicht funktioniert.

Selten wird bedacht, dass der „Krampf“ mit unzulänglicher Software (Abstürze, fehlende Berechtigungen, doppelte Namenseinträge, …) die unter Druck arbeitenden Mitarbeiter oft so nervt, dass sich auch Fehler in der Krankenbehandlung oder Befundvidierung einschleichen.

Trotzdem ist das Projektteam von AT Solution Partner EDV Beratungs- & Vertriebs GmbH, das gemeinsam mit der KAV-IT die SAP Software im KAV eingeführt hat, stolz auf sich: http://www.atsp.ch/Erfolgsgeschichten/Gesundheitswesen/KAV-Wien
Es wundert auch nicht, dass die SAP, die durch das Projekt und an jeder Erweiterung gut verdient, der KAV-IT  den SAP Quality Award 2010 in Gold spendierte, man ist sich ja näher gekommen:
Natürlich nicht für den eben vollzogenen Deal, sondern für das nächste Projekt:
Projekt «Impuls, SAP Industry Solution für Healthcare – administration», Implementierungspartner AT Solution Partner EDV Beratungs- und Vertriebs GmbH (Kategorie New Business Applications) http://www.sap.com/austria/press.epx?PressID=13924

Aktuell wird mit dem Rollout des IMPULS-KIS begonnen, dabei handelt es sich um die nächste EDV Schicht, die patientennahen Prozesse (Anmeldung, Terminkalender, Bettenbelagsystem, Zuweisungen, Befundsammlung, Entlassung, …) steuert.
Pilotversuche auf einzelnen Ambulanzen und Stationen wurden abgebrochen oder auf eine eingeschränkte Funktionalität reduziert, weil das
System unausgegoren, fehleranfällig und grottenlangsam ist
Seitenlange Mängellisten werden aus den Gesprächen „mitgenommen“ und später mit den Worten, dass das „Steuerungsteam“ sich dem nicht anschliessen konnte, kübeliert.
Berufsgruppen kriegen sich in die Haare, da völlig unklar ist, wie der zusätzliche administrative Aufwand aufgeteilt werden soll.

Ungerührt rühmte sich der Geschäftsbericht des KAV aus 2010:
Mit dem Projekt für das neue Krankenhausinformations-system (KIS) „impuls.kis“ werden sowohl IT-Ziele als auch organisatorische Ziele verfolgt. Dieses Projekt leistete bereits einen wesentlichen Beitrag zur EFQM-Zertifizierung „Committed to Excellence„.

Vor einem Jahr legte KAV-Generaldirektorstellvertreter Koblmüller als „einer der Auftraggeber“ an die Fa. Systema via APA nach:
KAV.IMPULS ist voll auf Schiene
und sprach von einem Abschluss 2014
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111213_OTS0176/kav-impulskis-ist-voll-auf-schiene

Noch forscher sieht sich die von ihm beauftragte Firma SYSTEMA unterwegs, die auf ihrer Homepage das größte IT-Projekt der österreichischen Krankenhausgeschichte bereits bis Ende 2013 flächendeckend eingeführt haben will: (http://www.systema.info/loesungen/mpa/referenzen/)

und das trotz eines nicht unbeträchtlichen turnovers im eigenen Mitarbeiterstab und verhaltenem Gemunkel gegenseitiger Schuldzuweisungen an andere an der EDV Struktur werkelnde Firmen und Mitarbeiter.

Keine Frage, eine grundlegende EDV Umwälzung geht in keinem Betrieb reibungslos über die Bühne und
Optimismus gehört zum Handwerkzeug jedes Managers,
ich bin mir aber ganz sicher, dass wir von dieser Baustelle und ihren Auswirkungen auf die Qualität medizinischen Versorgung  noch mehr hören werden als lancierte Jubelmeldungen
irgendwann einmal sicher auch wieder vom Kontrollamt, aber das liest dann ohnehin keiner mehr…

LINKS:
KIS: http://de.wikipedia.org/wiki/Krankenhausinformationssystem
RIS: http://de.wikipedia.org/wiki/Radiologieinformationssystem
LIMS: http://de.wikipedia.org/wiki/Laborinformationsystem
PACS: http://de.wikipedia.org/wiki/Picture_Archiving_and_Communication_System

Written by medicus58

25. Oktober 2012 at 17:38

Haltet die Polizei

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Beim letzten Wiener Derby zwischen Austria und Rapid ist es wieder zu Ausschreitungen mit Verletzten gekommen.
Dass für den einheimischen Boulevard von ÖSTERREICH
Polizei schuld an Derby-Krawallen
http://sport.oe24.at/fussball/Polizei-schuld-an-Derby-Krawallen/82641334)

bis HEUTE
Etwa 200 der rund 1.000 Rapid-Anhänger hatten sich versammelt und waren (von der Polizei Anm. medicus58) fehlgeleitet über einen Verbindungsweg zum Parkplatz und zum Austria-Fanshop marschiert, wo sie auf den violetten Anhang vor der Osttribüne trafen.
http://www.heute.at/sport/fussball/art23663,809450

der Schuldige klar ist, verwundert nicht:
Die Kiberer
(http://de.wikipedia.org/wiki/Kiberer)

Aber für die Sportwelt scheint klar, dass es sich da um ein Versäumnis der Exekutive handeln muss:

Der Weg, sowie der Bereich hinter der Fantribüne dürfte von der Exekutive nur schwach gesichert gewesen sein. „Da muss man schauen, wie das passieren konnte“, musste auch Polizei-Sprecher Roman Hahslinger zugeben.
http://sport10.at/home/fussball/bundesliga/1304162/DerbyAusschreitungen_Wer-war-schuld

Und auch der angeblich qualitätsvollere Journalismus schiebt der Polizei die Schuld in die ungesponserten Schuhe:

KURIER: Inoffiziell gesteht die Polizei Fehler ein
http://kurier.at/sport/fussball/4516658-offene-fragen-aber-keine-zeit-fuer-rapid.php

DERSTANDARD: Polizei ortet Fehler bei sich
http://derstandard.at/1350259068055/Polizei-ortet-Fehler-bei-sich

ORF: Wiener Polizei jetzt damit beschäftigt zu analysieren, wo Fehler passiert sind
http://wien.orf.at/news/stories/2555551/

HALLO, geht’s noch?

Nur weil nicht noch mehr Steuergeld dafür aufgewendet wurde,
damit jeder einzelne dieser gewaltsuchenden (nicht gewaltbereiten) Wahnsinnigen mit einem persönlichen Aufpasser daran gehindert wird,
andere zu verletzen, sprechen wir nicht mehr von deren Schuld sondern von einem Versagen der Exekutive? Das ist krank!

Als ich im Mai 2011 selbst unfreiwilliger Zeuge der Zustaände beim Abmarsch der sogenannten „Fans“ nach dem damaligen Derby wurde,
verlangte ich hier
Verbietet Fussball(fans)!
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=38253
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=38325

Auch die Zeichen an der Wand die offenbar einer der RAPID Ultras 1988 hinterließ:
I FICK DEI MOTTER
von dem ich ein Jahr später bloggte (http://wp.me/p1kfuX-dS), erweckten in mir erneut den Wunsch nach einem rigorosen Verbot dieser Veranstaltung.

Die jetzige Schuldumkehr läßt mich aber zweifeln, dass dieser Wunsch jeh in Erfüllung gehen wird.

Obwohl es für mich völlig klar scheint, dass Veranstaltungen, die offenbar ein so großes Sicherheitsrisiko darstellen, dass sie trotz Großaufgebot der Polizei
immer wieder zu Ausschreitungen und Verletzten führen, gehören endlich verboten.

Ich sehe es nicht ein, weshalb das nächste Mal für diese paar Deppen aus Steuergeldern ein Polizeischutz aufgeboten wird, wie für einen Staatsbesuch.

In diesem Zusammenhang möchte ich zu meinem Beitrag vom 8.12.2011
Geld hamma ja, aber nur für Brot und Spiele – Regenbogenkoalition  (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=48679)
in dem ich aus dem FALTER zitierte, dass die Wiener Stadtregierung mitten in der Krise noch schnell Herrn EX-SPÖ-Finanzminister Edlinger und seiner RAPID
fast 8 Millionen Euro nachgeschmissen hat, um das Weststadion erneut zu renovieren und auszubauen.
Ein aktueller Presseartikel (http://diepresse.com/home/sport/fussball/1269354/RapidChef-Edlinger-hofft-weiter-auf-HanappiAusbau-) spricht nun von
26,4 Millionen Euro und zitiert Edlinger:
„Aus subjektiver Sicht kann man nie genug Förderung bekommen. Aber aus objektiver Sicht sind 26 Millionen Euro in Zeiten wie diesen sensationell“

Da sind die paar Überstunden für die schuldbewussten Kiberer auch schon egal, oder?

Written by medicus58

23. Oktober 2012 at 18:13

Schenken wir den Patienten doch einfach reines Wasser ein

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Es gibt Dinge, gegen die kann eigentlich, zumindestens öffentlich, nichts sagen:
die treuherzigen Augen kleiner Hunde
Ökonomisierung durch Privatisierung,
Qualitätsmanagement und
alles was mit Ökologie zu tun hat.

OK, gegen die Privatisierung im Gesundheitswesen wird hier laufend polemisiert (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53958 , http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54026)
am Qualitätsmanagement ließ ich unter dem Titel „Im Wiener Gesundheitswesen sind Zertifizierungen wie Totenscheine“ (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=74818) auch kein gutes Haar, bleiben also noch die Hunde und die Ökologie.
Nun, Hunde mag ich einfach, da wird nichts zu machen sein und die Ökologie ist mir seit vielen Jahren ein persönliches Anliegen (auch wenn das Grüne Nationalratsabgeordnete nach meinen Bemerkungen über die Wiener Parkraumbewirtschaftung (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=65272 , http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=75443) nicht verstehen wollten.

Trotzdem oder gerade deswegen möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen, auf die mich ein Tweet des Gesundheitsökonomen @EPichlbauer erinnert hat, in dem er sich darüber aufregte, dass der oberösterr. Krankenhausträger GESPAG ab sofort Fruchtsäfte und Sodawasser nur mehr Privatpatienten vorbehalten will (http://www.heute.at/news/oesterreich/ooe/art23653,809463).

Es ergab sich einst, dass der Wiener Gemeinderat u.a. den Wiener Krankenanstaltenverbund beauftragte in allen seinen Häusern ein Umweltmanagementsystem zu etablieren (5. November 1999, PrZ. 319/99-GUV, das „Klimaschutzprogramm Wien-KliP“)
und mit Prof. Bruno Klausbruckner ein Extrembergsteiger und Greenpeaceaktivist als Leiter des Umweltschutzes der Generaldirektion des Wiener Krankenanstalten Verbundes tätig war.
In allen KAV Häusern wurden rasch Umweltkoordinatoren rekrutiert, die (selbstverständlich zusätzlich zu ihrer bisherigen Arbeit) ein multiprofessionelles Umweltteam um sich versammelten.
Die ersten Zertifizierungen und Auszeichnungen wurden vom KAV werbewirksam verkündet:

Als erstes Wiener Spital wurde das Preyer´sche Kinderspital im August 1999 nach EMAS und ISO 14001 zertifiziert. Neben deutlichen Umweltentlastungen konnten durch das Umweltmanagementsystem beachtliche Kosteneinsparungen und zahlreiche Verbesserungen in der Kommunikation, Zusammenarbeit und bei den Arbeitsabläufen erzielt werden.
Dazu kommt eine hohe Werbewirksamkeit nach außen.  
Seit Juni 2005 besitzt die Serviceeinheit Wäsche und Reinigung ein Integriertes Managementsystem (Umweltmanagementsystem nach EMAS und ISO 14001, Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001).   Seit dem Jahr 2006 nehmen fast alle Spitäler und Pflegewohnhäuser des KAV im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien am Ökoprofit Programm teil.  
Seit Februar 2008 ist das Sozialmedizinische Zentrum Floridsdorf nach der Norm ISO 14001:2004 zertifiziert und nach EMAS validiert.
Seit 30. September 2008 ist das Sozialmedizinische Zentrum Baumgartner Höhe nach der Norm ISO 14001 zertifiziert und EMAS validiert.
http://www.wienkav.at/kav/umweltschutz/ZeigeText.asp?ID=6671

Später wird das Kontrollamt der Stadt Wien über die anlaufenden Aktivitäten eher resigniert vermerken:
Die Befassung mit den Maßnahmen zur Einführung von Umweltmanagementsystemen (UMS) in den Krankenanstalten der Teilunternehmung „Krankenanstalten der Stadt Wien“ der Unternehmung „Wiener Krankenanstaltenverbund“ (WKAV) ergab, dass im Jahr 2001 ein „Umweltentwicklungsplan für den Wiener Krankenanstaltenverbund“ erstellt worden war. Dieser enthielt allerdings zu wenig konkrete Vorgaben für die Krankenanstalten, weshalb nicht unerhebliche Unterschiede in den einzelnen Krankenanstalten hinsichtlich der Fortschritte in Bezug auf die Etablierung von Umweltmanagementsystemen festzustellen waren. Für eine gezielte und erfolgreiche Umweltarbeit wäre auch die Schaffung entsprechender organisatorischer und personeller Rahmenbedingungen eine unumgängliche Voraussetzung.

2004 wurde der Ersatz von Mineralwasser durch Hochquellwasser (Leitungswasser) in die Zielvereinbarungen zwischen Generaldirektion und den einzelnen Häusern aufgenommen, aber nicht von allen Kollegialen Führungen unterzeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt war Mineralwasser im Spital bereits zu einer unabdingbaren Voraussetzung für die Genesung der Patienten geworden.
Der Verbrauch stand im übrigen in keiner Relation zu Bettenzahl, so dass der Zyniker mutmaßt, dass auch andere Personen ab und an einen herzhaften Schluck aus der Flasche taten.
Vielleicht ohnehin besser, als wenn die Kohlensäure das Zwerchfell der Bettlägrifen nach oben drückt und dieser mit einem Roemheld Syndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Roemheld-Syndrom) auf der Intensiv landet oder der mitunter hohe Natriumgehalt mancher Wässer die medikamentöse Blutdrucksenkung konterkariert.

Wir wollen gar nicht der Frage nachgehen, weshalb das in Wien das früher so hoch gelobte Hochquellwasser von unseren Esstischen verdrängt wurde, insbesondere von Tafelwasser, das qualitativ oft schlechter ist als das was aus Wiens Hähnen tropft, von wegen langen Transportwegen und Lagerung in Plastikgebinden….
Wer das Leitungswasser anderer europäischer Metropolen einmal probiert hat, versteht den Griff zu Perrier et al., aber in Wien macht das wenig Sinn.
Böse Zungen meinten auch, dass früher der Wiener Krankenanstaltenverbund den Verbrauch von Mineralwasser gar nicht so ungern gesehen hat, solange nahestehende Institutionen Aktionäre des Lieferanten waren …
Auch gab es vereinzelte Stimmen, dass es weniger um die Ökologie als um die nicht mehr bewältigbaren Warenströme (zuerst von Mehrwegflaschen später um die Entsorgung tausender Einwegflaschen) ging, egal.

Widmen wir uns den nachfolgenden Szenen, die das Kontrollamt nur ansatzweise erfasst hat:
3.2.2 Als Beispiel für die Umsetzung WKAV-weiter Umweltschutzaktivitäten hat das Kontrollamt das Projekt „Hochquellwasser an Stelle von Mineralwasser“ einer näheren
Betrachtung unterzogen und dabei festgestellt, dass der Grad der Umsetzung desselben in den Anstalten sehr unterschiedlich war. Einzelne Krankenanstalten hatten Mineralwasser zur Gänze durch Leitungswasser ersetzt und boten Patienten nur in Einzelfällen Mineralwasser an. Andere führten zum Zeitpunkt der Einschau auf einzelnen Stationen Umstellungsversuche durch, während eine Krankenanstalt noch keine konkreten Umstellungsaktivitäten gesetzt hatte. Die vorgebrachten Argumente bei Verzögerungen in der Umsetzung waren vielfältig, wobei insbesondere hygienische Bedenken ins Treffen geführt wurden. So wurde es in einer Anstalt als Auflage des Hygieneteams für notwendig erachtet, Einhandmischarmaturen durch konventionelle Mischbatterien zu ersetzen, in einer anderen wurde an der Ausarbeitung eines Hygienestandards für die Reinigung der Wasserkrüge gearbeitet.

Die tägliche Reinigung der Wasserkrüge (nicht der Trinkgläser) hätte die Geschirrspüler in Dauerbetrieb versetzt, was einen großen Teil des ökologischen Gewinns der Aktion gefährdet hätte. 2008 hat zB. das AKH eine eigene HygienerichtlinieAusgabe von Leitungswasser für Trinkzwecke“ erarbeitet.
http://www.meduniwien.ac.at/orgs/fileadmin/krankenhaushygiene/HygMappe/Richtlinien/044_Leitungswasser_Trinkzwecke.pdf (Version 2010)

Externe Berater wurden engagiert, um Wiener Wasser als DAS Businessgetränk hochzujubeln …
(http://wenigermist.natuerlichwien.at/uploads/2010/06/Endbericht_Wiener_Wasser_2004.pdf)

Manche Abteilungsleiter weigerten sich einen einzigen Schluck des Leitungswassers zu sich zu nehmen, da „das sicher aus der Donau stammen würde“, obwohl sie wenig Bedenken hatten, genau mit diesem Wasser ihren Kaffee zubereiten zu lassen.

Die Gefahr der Bleivergiftung durch Trinkwasser wurde ausführlich diskutiert, obwohl in Neubauten schon längst keine Bleirohre mehr verlegt werden und die Hauptrohre in ganz Wien schon längst „bleifrei“ sind.

Die Pflegeleitungen boykottierten das Projekt mit dem Hinweis auf mögliche Revolutionen unter den Patienten auch dann noch, als dies auf den ersten Musterstationen ausgeblieben war.

NephrologInnen bestanden auf das tägliche Mineralwasser für ihre Patienten, da „diese sonst austrocknen würden“, auch wenn man sie auf das ungünstige Elektrolytprofil hinwies.

Engagierte Küchenleitungen boten eine Fülle von Säften und Tees als Ersatz an, was wiederum die Pflege im Namen der Stationsgehilfinnen boykottierte, da „das alles aus Zeitgründen niemand zubereiten könne“.

Mit Hinweis auf die Legionellengefahr in nicht regelmäßig mit heissem Wasser gespülten Leitungen wurden „Spülpläne hunderter Wasserhähne erstellt, was bei einmaliger Befolgung zu einer ziemlichen Dampfbelastung in manchen Räumen führte und anschliessend nicht mehr befolgt wurde

Selbstverständlich waren „Klassepatienten“ ausgenommen, weil die in ihrem Vertrag – wie hier schon öfters erwähnt – einen Passus haben, dass ihnen zur täglichen (Kronen-)Zeitung ein Getränk nach Wahl zusteht.

Nach Monaten mit vielen Gesprächen, Foldern und Expertisen konnte in einigen Häusern eine massive Reduktion des Mineralwasserverbrauches erreicht werden, ohne dass es zu Patientprotesten oder ungeklärten Todesfällen kam.
Von 2003 auf 2004 jubelte man über: 117.000 € Einsparungen und träumte von 467.000 €, die eingespart werden könnten, wenn der gesamte KAV auf Leitungswasser umgestellt wäre.
http://www.wienkav.at/kav/gzw/texte_anzeigen.asp?id=5773

Aus der Verwaltung eines Hauses war aber nach einigen Monaten zu vernehmen, dass man den Patienten das Mineralwasser doch nicht vorenthalten kann und der Verbrauch stieg wieder.
Ob das etwas mit einem neuen Lieferantenvertrag zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf alle Fälle werden nun weiterhin viele Einwegflaschen in die Spitäler gebracht und von der MA 48 entsorgt.
Und ich mach mir nun einen Tee mit Wiener Hochquellwasser und lese, was sich die GESPAG so zur Frage „Welches Wasser WOLLEN wir unseren Mitarbeitern/Patienten anbieten?“
einfallen hat lassen: http://www.oegkv.at/fileadmin/docs/Hygienetage_2008/Palmisano_Wasser.pdf ….

Nur Laien glauben, dass alles eigentlich nichts mit den wahren Problemen im Spital zu tun hat. Als die Berliner Charitè 2006 den Mineralwasserkonsum einschränkte, war das für die Berliner Morgenpost ebenso ein Thema, wie jetzt HEUTE über die GESPAG herzieht und prompt erklärte die Spitalsleitung, dass natürlich „Keinem Patienten die Flasche weggenommen wird„.
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article251236/Charite-rationiert-Mineralwasser.html

Und wenn Ihnen, als Laie wie ich annehme, das immer noch als Randproblem vorkommt, dann fragen Sie einmal Ihren Spitalsombudsmann,
welchen Anteil an den Gesamtbeschwerden über ein Krankenhaus der Bereich der Verpflegung einnimmt

Essen „zu kalt – zu heiß“, „zu viel – zu wenig“
Kaffee „zu stark – zu schwach“

Links:
Kontrollamtsbericht: http://www.kontrollamt.wien.at/berichte/2005/lang/3-07-KA-II-WKAV-1-5.pdf
Umweltschutz im KAV: http://www.wienkav.at/kav/umweltschutz/
Drei Liter Regel gegen Legionellen:  http://www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/wasser/gesundheit/1202gerhardy.pdf http://www.dvgw.de/wasser/trinkwasser-und-gesundheit/legionellen/

Written by medicus58

22. Oktober 2012 at 19:06

Geschüttelt und Gerührt: UltraHD

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Noch immer stehen in unseren Schlafzimmern viele der alten Röhren-TVs herum, die mit ihren lauen Standardauflösungen von 50 Halbbildern pro Sekunde mit gerade einmal schlappen 312½ ungeraden und mit 312½ geraden Zeilen langweilen.

Wenn es wenigstens ein 100 Hz Gerät wäre!

Im Wohnzimmer steht eh seit 2005 eh schon der Flachbrüstler, der als HD Ready  seinen 720 Zeilen wenigstens im 16:9 Format an die Mattscheibe knallt, aber eben eines nicht kann, nämlich wirkliches HD, also 
FullHD1920 × 1080 Pixeln

Natürlich benötigt man für seinen FullHD TV auch ein neues Abspielgerät für die BR Scheiben, denn der alte DVD Player schafft nur 720 Zeilen.

Flimmert, was sage ich knallt zum nächsten Weihnachtsfest der neueste James Bond in kristallklarem Bild (1080 Zeilen 24 Hz progressiv) und noch kristallklarerem Surround Sound durch die 7.1 Boxen, dann wird das schon wieder sowas von gestern sein …

Eben hat sich die Industrie auf UltraHD geeinigt, als 4K war das Kennern aber ohnehin schon bekannt.
http://www.ce.org/News/News-Releases/Press-Releases/2012-Press-Releases/Consumer-Electronics-Industry-Announces-Ultra-High.aspx 

MINDESTENS 8 Millionen Pixel PRO BILD 
mindestens 3,840 horizontale und mindestens 2,160 vertikale Pixel!!!

In der Nahaufnahme seines Gesichts bedeutet das für James Bond Daniel Craig, das sich die Dicke seines Barthaares auf locker mal 3-4 Pixel erstreckt! 
Jeder Mitesser wird flächendeckend, auch in 3D!

“Ultra HD is the next natural step forward in display technologies, offering consumers an incredibly immersive viewing experience with outstanding new levels of picture quality,” said Gary Shapiro, president and CEO, CEA. “This new terminology and the recommended attributes will help consumers navigate the marketplace to find the TV that best meets their needs.”

Ich bin geschüttelt und gerührt und freue mich darauf, dass der Speicherbedarf des nächsten Hollywood Blockbusters vermutlich der Gesamtmenge aller (alphanumerischen) Niederschriften der Menschheit von den Anfängen bis vorgestern entspricht ….
 
Links: 
http://de.wikipedia.org/wiki/HD_ready 
http://de.wikipedia.org/wiki/Full_HD

Written by medicus58

22. Oktober 2012 at 07:00

GROSSE CHANCE

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Der Header, mit dem Der Standard auf seiner Homepage auf den Zwischenfall zwischen Sido und Dominik Heinzl hinweist, läßt unsere Hoffnung keimen, dass der gute Geschmack in unserem Staatsrundfunk nun doch noch einen Weg gefunden hat, sich seinr Gegner zu entledigen:

„GROSSE CHANCE“ Dominik Heinzl mit Faust attackiert

Heinzl KO und der ORF beendet Zusammenarbeit mit Sido, zwei weniger.

Eigentlich eine gute Nachricht für den Sonntag oder wie es der Kommentar von Hipbob so trefflich formuliert:

Ich  nenne das eine win win Nachricht !
http://derstandard.at/plink/1350258938499?sap=2&_pid=28541949#pid28541949

Vergleiche auch den erneuten Beweis der Funktionstüchtigkeit der kontextsensitiven Werbung im Internet:
https://twitter.com/smtm/status/259947607370125314/photo/1

Written by medicus58

21. Oktober 2012 at 09:57

Dossier lesen!

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Vor wenigen Tagen erschien eine von jungen Journalisten gemachte Website, die ich den Lesern meines Blogs ans Herz (und ans Hirn) legen möchte: 

DOSSIER http://www.dossier.at/

Impressum der Autoren:

Die Idee
Hinter der Idee, Dossier zu gründen, steht eine bittere Erkenntnis: Recherchen, die tief gehen, die Zeit brauchen, die Themen und Sachverhalte gründlich untersuchen, gibt es in Österreich nicht. So gut wie nicht. Die konzentrierte heimische Medienlandschaft samt ihrer besonderen Abhängigkeiten – von politischen Interessen und von Inseraten, von Anzeigenkunden aus der Privatwirtschaft und von den Geschäftsinteressen einzelner Verlage – verhindert in vielen Fällen, dass Journalisten jene Ressourcen bekommen, die sie für ihre Arbeit brauchen: Zeit, Geld und Unabhängigkeit.

Auf der Strecke bleiben Journalismus, Demokratie und Gesellschaft. Dossier versucht diese Lücke mit Investigativen und mit Datenjournalismus ein Stück weit zu schließen. Dossier greift Themen von öffentlichem Interesse auf, recherchiert diese umfassend und stellt sie unabhängig und übersichtlich dar.

Dossier ist eine unabhängige, nicht auf Gewinn gerichtete Website, die Investigativen und Datenjournalismus betreibt und fördert. Unsere Recherchen handeln von Korruption in Politik und Wirtschaft, von der Ausbeutung Schwächerer, vom Missbrauch durch Stärkere, vom Versagen Einzelner und ganzer Systeme.

An unsere Arbeit legen wir höchste journalistische wie ethische Standards: Wir streben danach, fair und offen zu sein – in der Recherche, in der Berichterstattung und bei öffentlichen Auftritten. Wir schulden unseren Lesern die Wahrheit. Sie müssen vertrauen können, nichts geringeres als diese auf Dossier zu bekommen.

Written by medicus58

19. Oktober 2012 at 16:20

Der perverse Zusammenhang zwischen Angst und Information: Fukushima

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Einer der wesentlichen Grundpfeiler der Aufklärung war die Überzeugung, dass Wissen (Information) dem Menschen die Angst nehmen kann:

Solange jeder Donner als Willensäußerung der Götter gilt ängstigt uns unsere scheinbare Hilflosigkeit,
wenn wir die dahinter stehenden Mechanismen verstehen, verliert der Donner seinen Schrecken
und wir können unsere Sicherheit durch den Bau von Blitzableitern nachweislich vergrößern.

Dass dieser Ansatz in vielen Fällen nicht stimmt, scheint eine aktuell vom Meinungsforschungsinstitut „market“ veröffentlichte Studie zu belegen, die Der Standard so zusammenfasst:
Die Angst der Österreicher, dass sie in ihrem Land von einer Atomkatastrophe heimgesucht werden könnten, ist seit dem Super-GAU von Fukushima regelrecht explodiert. Während unmittelbar nach den Reaktorunfällen im Frühling 2011 in Japan nur 27 Prozent glaubten, dass sie ein derartiges Szenario betreffen könnte, tun das mittlerweile 78 Prozent. Das zeigt eine Umfrage des Linzer „market“-Instituts, deren Ergebnisse am Mittwoch veröffentlicht wurden.
http://derstandard.at/1350258660435/Angst-vor-Atomkatastrophe-in-Oesterreich-explodiert

Die Studienautoren fassen ihre Ergebnisse so zusammen:
Die Nähe zu Europa´s Kernkraftwerken und die medialen Berichterstattung über zum Teil große Sicherheitsmängel der AKW hat den Österreichern Angst gemacht.
Die Angst verstärkt sich noch mit höherem Alter, niedrigerem Bildungsstand und auch in den ländlicheren Regionen ist das Vertrauen in die Kernkraftwerke der Nachbarländer massiv gesunken. Fukushima war weit weg und die dramatischen Bilder von damals lehrten uns nicht das Fürchten. Erst die Ergebnisse der Stresstests haben die Einstellung der Österreicher zu Atomstrom wirklich massiv verändert.
http://www.market.at/de/market-aktuell/news/entity.detail/action.view/key.781.html

Jetzt entzieht es sich meiner Kenntnis, wer diese Studie bei market in Auftrag gegeben hat und welche Absicht damit verbunden war.
Die Behauptung, dass erst die „Stresstests“ bzw. deren Ergebnisse die Menschen beunruhigt hätten entspricht nicht ganz der eigenen Erfahrung unmittelbar nach dem Supergau von Fukushima, wo bisweilen der helle Wahnwitz Leute in Österreich getrieben hat, Kaliumjodidtabletten zu schlucken,
jedoch bleibt der beunruhigende Eindruck, dass rationale Information Menschen ängstigt –  und wie schon hier ausgeführt- ,
dass diese Angst zum falschen Zeitpunkt -nämlich zu früh im Sinne einer Ejaculatio präcox (http://wp.me/p1kfuX-39) – auftritt.

Dass dafür neben der hysterisierende medialen Berichterstattung (Nach 100% ist es aus, das Kasperltheater http://wp.me/p1kfuX-cc)
auch die Lust am Fremdfürchten (http://wp.me/p1kfuX-27) und
unsere prinzipielle Unfähigkeit mit statistischen Informationen über Risiko umzugehen verantwortlich ist wurde hier schon ausgeführt (http://wp.me/p1kfuX-1M).

Ich komme im Zuge der jetzigen Veröffentlichung noch einmal auf das Problem zurück, weil es beispielhaft zeigt, dass wir
zuerst lustvoll in Panik geraten,
weil wir keine Informationen haben,  um das Allerschlimmste auszuschliessen 
aber innerlich wissen, nicht direkt betroffen zu sein (Fremdfürchten)
dann aber,
wenn wir durch zwischenzeitliche Information die Dimension eines Problems eingrenzen könnten,
überschiessend reagieren, weil uns die Informationen klar machen, dass wir doch persönlich – wenn auch in geringem Ausmaß – betroffen sind.

Ich kann mich noch an unzählige, hektische Reporter erinnern, die in den Tagen nach dem Unfall in Fukushima von allen österr. Interviewpartnern nur hören wollten, dass nun Japan für Generationen unbewohnbar sein wird und eher unwillig darauf reagierten, wenn man ihnen vorrechnete, dass die maximale Zunahme der Karzinomrate im einstelligen Prozentbereich liegen wird (Bei einem Ausgangswert von etwa einem Drittel der Menschen in den Industriestaaten, die bereits bisher an einem Karzinom versterben.)

Inzwischen haben wir sehr detailierte Analysen, wie hoch die Strahlenexposition der Japaner (vom Tepco-Mitarbeiter bis zum Bewohner der südlichsten Insel) war und ist (eine von vielen rezenten Zusammenfassungen z.B.:  http://www.world-nuclear.org/info/fukushima_accident_inf129.html) und unter Berücksichtigung aller strahlenbiologischen Erkenntnissen des letzten Jahrhunderst können sagen, dass die initiale Abschätzung wichtig war:

Eine expositionsbedingten Zunahme an Karzinomen in der japanischen Allgemeinbevölkerung wird quantitativ so gering sein, dass sie sich dem statistischen Nachweis enziehen wird.
Das heißt nicht, dass hier „nichts passiert ist„, denn auch der statistisch nicht erfassbare zusätzliche Todesfall ist einer, zu dem es ohne der Katastrophe nicht gekommen wäre und selbst Prozentwerte weit in den Rechtskommastellen sind hochgerechnet auf eine große Population eine große Anzahl.

Aber wer will von der „Normalbevölkerung“  verlangen hier adäquat zu reagieren, wenn in der aktuellen Ausgabe der Österr. Ärztezeitung (http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2012/oeaez-18-25092012/politische-kurzmeldungen-ebola-fukushima-stevia-produkte-mutter-kind-pass.html) zu lesen ist:

Fukushima: erster Fall von Schilddrüsen-Krebs
Nach der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 wurde nun der erste Fall von Schilddrüsen-Krebs bei einem Jugendlichen bestätigt. Da die Behörden es verabsäumten, Jodtabletten an Kinder im Umkreis von 100 bis 150 Kilometern auszuteilen, werden seit der Katastrophe alle 360.000 Kinder und Jugendlichen der Region untersucht. Von den bis März 2012 untersuchten 38.000 Kindern hatten 13.382 (36 Prozent) Zysten und Knoten in der Schilddrüse. Hochgerechnet könnten damit insgesamt mehr als 100.000 Kinder bereits Zysten und Knoten haben und im schlimmsten Fall 25.000 ein Karzinom entwickeln. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 wurden offiziell 4.000 Fälle von Schilddrüsen-Krebs registriert; die Dunkelziffer war allerdings viel höher.

Damit bezog man sich auf eine auch in der japanischen Presse diskutierten Report der Forschergruppe, die die Schilddrüsenreihenuntersuchungen von 360,000 Bewohnern organisiert hat, die am 11.3.2011 > 18 Jahre alt waren und bislang 80.000 Personen untersucht hat, aber explizit keinen Zusammenhang zwischen dem gefundenen Fall von Schilddrüsenkrebs (der schließlich auch außerhalb von Japan auftritt) und der Strahlenexposition durch die Freisetzung aus den havarierten Reaktoren herstellt:
Shinichi Suzuki, a professor at Fukushima Medical University performing the medical checks, said that there was no confirmed link between the case and radiation released during the nuclear crisis. „Even in the case of Chernobyl, it took at least four years“ before residents developed thyroid cancer symptoms, Suzuki said.
http://www.japantimes.co.jp/text/nn20120913b7.html

Na, da soll sich nun der Laie noch auskennen!
Trotzdem ein Versuch:

Erstens entspricht 1/80.000 = 0,0013%  der Rate jugendlicher Schilddrüsenkarzinome auch in anderen Ländern.
Zweitens, wie schon in der japanischen Stellungnahme angeführt, wissen wir, dass zwischen Strahlenexposition und Krebsentstehung eine gewisse Latenzzeit verstreicht.
Natürlich scheint diese kürzer, wenn man durch intensive Untersuchungen (Screening), das Karzinom schon früher entdeckt, aber trotzdem wäre eine Latenzzeit von 1,5 Jahren sehr kurz.
Nochmals, das schließt nicht aus, dass gerade diese Person ihr SD-Karzinom dem J-131 aus dem Reaktor von Fukushima „verdankt“, aber es beweist es auch nicht!
Die an 46/62 Personen aus dem Unfallgebiet gemessene mediane Äquivalenzdosis der Schilddrüsen wird bei Kindern mit 4,2 mSv und bei Erwachsenen mit  3,5 mSv angegeben (http://www.nature.com/srep/2012/120712/srep00507/pdf/srep00507.pdf ).
Die Werte unter den Evakuierten nach dem Unfall in Chernobyl lagen um den Faktor 4-5 höher, so dass aus diesem Grunde zu erwarten wäre, dass Anzahl der statistisch auf das in Fukushima freigesetzte Radiojod  zurückzuführenden Schilddrüsenkarzinome nicht höher sondern eher niedriger sein müsste, wenn man eine lineare Wirkungsbeziehung postuliert.
Auch hier kann eingewendet werden, dass exakte Messungen nur an einer im Vergleich zur betroffenen Gruppe kleinen Anzahl an Personen vorliegen, jedoch wurden sehr viele Menschen aus der Region grob gemessen und deutlich höhere Werte wären dabei aufgefallen.
Natürlich sind andere Faktoren (Messungenaugigkeiten, Jodversorgung im Unfallgebiet, bewußte Falschmessungen, unterschlagene Daten, … etc.) zu bedenken, aber aus den 38% Knoten und Zysten auf 25.000 Karzinome hochzurechnen ist unzulässig, da aus dem Vorliegen von kleinen strukturellen Veränderungen (Knoten < 5 mm und Zysten < 20 mm) nicht geschlossen werden darf, dass es sich hierbei um Vorstufen eines Karzinoms handelt. Die Berechnung von 25.000 Karzinome basiert aber darauf, dass etwas jede 4. dieser Veränderungen ein Karzinom darstellt und dafür fehlt die Evidenz.
Die Voraussage der Ärztezeitung ist einfach unwissenschaftlich, nicht weil sie nachweislich falsch, sondern weil sie rein spekulativ,
d.h. ohne naturwissenschaftliche Basis ist
.

Richtiger wäre darauf hinzuweisen, dass die intensive Untersuchung von jugendlichen Schilddrüsen im Unfallgebiet eine deutlich höhere Frequenz von morphologischen Organveränderungen gezeigt hat, als in dieser Altersgruppe erwartet wurde und diese Probanden somit weiter in engmaschiger Kontrolle bleiben müssen,
um einerseits auftretende Karzinome frühzeitig identifizieren zu können
(Knoten und Zysten < 5 mm sind durch Feinnadelpunktion und zytologische Untersuchung nicht sicher abklärbar, so dass es einer Verlaufsbeobachtung bedarf) und
in den nächsten 5-15 Jahren vielleicht eine exakte Aussage über die durch den Supergau verursachten Schilddrüsenkarzinome bei Jugendlichen Unfall möglich wird.
Weiters hätte erklärt werden müssen, dass das nun entdeckte Schilddrüsenkarzinom, ebenso wie die kindlichen Schilddrüsenkarzinome die auch in Österreich seit Jahrzehnten dokumentiert sind, wissenschaftlich nicht durch den Supergau in Fukushima erklärt werden können.

Wenn aber die Österr. Ärztezeitung, eine Publikation die sich ausschließlich an Ärzte richtet, auf Schlagzeilenjournalismus und nicht die naturwissenschaftlichen Grundlagen unseres Berufs setzt, wird verständlich, dass die Menschen durch jede Information verängstigt werden.

Link:
Vergleiche kritische Analyse des Problems (engl.) http://www.japanfocus.org/-Iwata-Wataru/3841
http://www.japantimes.co.jp/text/nn20120828a5.html

Written by medicus58

18. Oktober 2012 at 19:00

Faymann und Baumgartner: Der Absprung ins Nichts

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Felix Baumgartners gestriger Sprung war ja an sich etwas völlig Unösterreichisches,
auch wenn ich erst kürzlich darauf hingewiesen habe,
wie sehr RED BULL nun schon das Image Österreichs im Ausland (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=77329) prägt. 

WIR SIND FELIX

würde die Bildzeitung schreiben, wenn wir eine hätten,
so bleibts halt bei dem nur noch Altphilologen, Historikern und dem Restadel bekannten

TU FELIX Austria ….

Egal. 

Wir erlebten innerhalb von zwei Tagen, zwei Österreicher beim Absprung.

Am Samstag sprang Werner Faymann auf seinem Parteitag ab und errang als einziger Kandidat für den Parteivorsitz 83%, so dass die Süddeutsche schloss:
Sieger sehen anders aus:
http://www.sueddeutsche.de/politik/spoe-straft-kanzler-ab-sieger-sehen-anders-aus-1.1495812

Am Sonntag, pünktlich zur Zeit-im-Bild sprang Felix Baumgartner aus der Stratosphäre,
kam zwar auch ins Trudeln,
landete aber unversehrt in der US-amerikanischen Steppe und
DIE WELT spricht von der Siegerpose, bei der Landung.
http://www.welt.de/newsticker/news3/article109833627/Furchtloser-Felix-schafft-Rekordsprung-vom-Rand-der-Stratosphaere.html

Oberflächlich betrachtet kommt es darauf an, 
wer springt und wohin er springt.
Bei näherer Betrachtung erkennt man aber, 
dass es ganz vordringlich auf die Vorbereitung und das Team ankommt.
Und dieses ist (pardon Herr Mateschitz, pardon Herr Baumgartner) im zweiten Fall ziemlich unösterreichisch.
http://www.redbullstratos.com/the-team/

Frag den Professor – er wartet nur auf Dich – Großes Kino oder medizinische Peepshow?

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Brille auf


Brille ab

Über die absurden medizinischen Blüten des Internet habe ich mich hier schon öfters lustig gemacht oder geärgert,

vom unverblümten Angebot des DOC CHECK: Einmal buchen – zweimal absahnen http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=74915
über das eigenartige Geschäftsmodell von MEDICLASS Klassenkampf in den Ordinationen http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=57513 den übrigens rezent der Geschäftsführer des Portals kommentiert hat
bis zum auch in unseren Medien behandelten DR. ED http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=56206 der ihnen u.a. zu einem Viagrarezept zu verhelfen scheint.

Großes Kino erwartet uns heute:
Wenn Sie auf die Startseite von FRAG DEN PROFESSOR
(http://www.frag-den-professor.de/ ) klicken,
bekommen Sie das Gefühl, dass die medizinischen Kapazitäten des Landes, nur auf Ihren Mausklick warten,
um endlich einmal mit Ihnen persönlich zu kommunizieren.

Nicht die Ordinationshilfe, die Ihnen im Tausch für ein üppiges Privathonorar nur wortkarg ein Rezept des Professors aushändigt,
der sie kurz vorher gerade einmal 2 Minuten angesehen hat
Keine Fließbandmedizin auch in der Ersten Klasse, sondern ausführliche Erklärungen auf dem Niveau der Grundschule.

Aber es kommt noch besser: Mit einem weiteren Klick lassen Sie den Professor verstummen und tauschen ihn einfach gegen den nächsten NObelpreisanwärter aus, wenn er Sie langweilt.
Tun Sie nichts, können Sie die Professoren beobachten, wie sie endlos die Brille abnehmen und wieder aufsetzen, um die Zeit zu überbrücken wie weiland ein österr. Bundeskanzler.

Sie haben die Kontrolle – die Götter in Weiss warten und springen endlich für den mündigen Patienten. Ein Klick und sie machen den Mund auf, oder sonsts was, ein Klick und Sie haben den Professor zum Verstummen gebracht.

Ich habe ja keine Ahnung von sowas, aber angeblich gibt es Vergleichbares auch auf einigen Sexplattformen im Internet …..

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