Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Januar 2014

Nachtigall ick hör dir trapsen, nur die Ärztekammer hört das nicht

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Nacht

 

An diesem Samstag eröffnet in Herrenberg bei Stuttgart eine zentrale Notfallpraxis, die die Spitäler des Klinkverbundes Südwest entlasten soll, will heissen die Patienten abfangen, damit sie nicht die eigenen Notfallambulanzen besuchen.

Mehr als 300 Ärzte aus dem gesamten Landkreis sind zum Notdienst in dieser oder verpflichtet, bezahlt wird das System von allen Kassenärzten, wobei die Einrichtung selbst Teil des Krankenhausverbundes.

„In zwei Monaten haben wir dann flächendeckend alle Kreise im Land mit zentralen Notfallpraxen an Krankenhäusern ausgestattet“, sagt Kai Sonntag , der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung. Lediglich im Kreis Tübingen wehren sich die niedergelassenen Ärzte bisher gegen eine Zentralisierung ihrer Wochenenddienste. Dort organisieren weiterhin mehrere Ärzte untereinander die Sonntagsbereitschaft.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.notfallpraxis-im-notfall-stets-ins-krankenhaus.5957cdb6-ad7f-45aa-b369-ed8ebcfcf705.html

Persönlich vertrete ich ohnehin die Ansicht, dass die allgemeinmedizinische Versorgung in der Einzelordination für Ballungsräume problematisch ist, nur hier wird der extramurale Bereich in die Pflicht genommen, um in einem angestellten Verhältnis die Spitäler zu entlasten.
Dass sich das Berufsbild des einsam agierenden Alleswissenden Allgemeinmediziners als freier Beruf aber schon längst aufgehört hat, haben unsere Kammerfunktionäre noch nicht realisiert. Sie verteidigen mit hohem finanziellen Aufwand (aus unseren Pflichtgebühren) einen Status, der schon längst ausgehöhlt wird. Dort wo es der Politik passt, z.B. dass ein Hausarzt rund-um-die-Uhr für seine Patienten da sein muss und sich dies nur durch einen von ihm selbst organisierten Ärztenotdienst erleichtern kann, hält man gerne an dem Bild fest, damit man ihn wie an diesem deutschen Beispiel gezeigt, an den Kosten einer Spitalsentlastung beteiligen kann.

Eine wirkliche Interessenvertretung der Ärzte würde zur Kenntnis nehmen, dass wir unseren Beruf eben nicht mehr wirklich als „freier Beruf“, wie z.B. Rechtsanwälte ausüben.
Die Vorteile dieser Berufsgruppen haben wir verloren, die Nachteile wirken sich aber immer stärker aus.

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Written by medicus58

31. Januar 2014 at 19:01

Accenture im KAV: Wir zahlen doppelt für den Strick an dem sie uns aufhängen

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AccentureNYSE

In Paraphrasierung von Lenins Sager „Kapitalisten werden uns noch den Strick verkaufen, mit dem wir sie aufknüpfen
könnte man im Falle der Stadt Wien wohl sagen, dass die öffentliche Hand den Leute, die sie in die Bredouille gebracht hat,
noch das Geld nach wirft, das sie nicht durch das segensreichen Wirken dieser Typen nicht mehr hat.

Sicher nicht ganz zufällig begannen mit dem segensreichen Wirken GenDirStv Janßen (http://wp.me/p1kfuX-Kd) im Frühjahr 2013 auch die Berater und Outsourcing Experten der Firma Accenture ihren Auftrag über die Sachkostenoptimierung im Rahmen der Umsetzung des Wiener Spitalskonzepts 2030 im Wiener Krankenanstaltenverbund.

Es soll nun gar nicht die Expertise dieser umsatzstärksten Consulting-Firma der Welt hinterfragt werden, $30,39 Milliarden und 275,000 Mitarbeiter in 56 Ländern sprechen eine so deutlich Sprache, dass Accenture gerade auch in den USA beauftragt wurden, das missglückte Health Portal Obamas in Schwung zu bekommen. (http://online.wsj.com/news/articles/SB10001424052702303819704579316944287311118).

Was mir so stinkt, ist die Historie der aus Arthur Anderson hervorgegangen Firma. Arthur Anderson, sie wissen, Enron Skandal und so …

Am 1. Jänner benannte sich  Andersen Consulting in „Accenture“ (Accent on the future) und ging im Juli 2001 in NY an die Börse, während das Headquarter steuerschonend auf die Bermudas verlegt wurde. Dies wurde im Oktober 2002 sowohl vom General Accounting Office des US Kongresses aber auch vom CNN Journalist Lou Dobbs heftigst kritisiert. 2009 wanderte man dann nach Irland aus, das aber ebenfalls dafür bekannt ist, sich mit einem minimalen Anteil an Unternehmensgewinnen zufrieden zu geben. Operativ belässt man aber seinen Schwerpunkt weiterhin in den USA, in New York City und Chicago.

Und hier schließt sich der Kreis. es ist ein offenes Geheimnis, dass die öffentliche Hand (neben Krisenfinanzierung, Bankenrettung, etc …) auch deshalb so illiquid ist, weil Steuerbeiträge fast ausschließlich noch über Einkommens- und Verbrauchssteuern hereinkommen. Multinational tätige Firmen haben schon längst Mittel und Wege gefunden ihre Gewinne dorthin zu verschieben, wo sie steuerlich kaum mehr zum Gemeinwohl beitragen müssen. Die Deutsche Bank schaffte es selbst zu Zeiten maximaler Boni in Deutschland keinen Cent Steuern abliefern zu müssen (http://www.amazon.de/Asoziale-Marktwirtschaft-Wirtschaft-enth%C3%BCllen-auspl%C3%BCndern/dp/346203412X).

D.h. die öffentliche Hand, im Falle des Wiener Krankenanstaltenverbundes in Form von Stadträtin Wehsely, bedient sich einer dieser Firmen, deren Steuerspielchen auch dafür verantwortlich sind, dass die Budgets ausgetrocknet sind …

Für die Beraterclique ist das auch aus anderen Gründen ein höchst zukunftsträchtiges Geschäft: Sie bekommt sogar Geld dafür, dass sie tiefe Einblicke in die Geschäftsgebarungen eines der größten öffentlichen Krankenanstaltenverbund Europas bekommt.
Diese Informationen lassen sich dann gewinnbringend dem nächsten Kunden verkaufen.
Eine echte Win-Win-Situation, wie es im Beratersprech so heißt …

Eigentlich zahlen wir für den Strick doppelt an dem sie uns aufhängen!

Image: Wikipedia GFDL

Mir reicht die Scheinheiligkeit mit den Privatpatienten

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hüfte
Seit Jahren wird mittels verdeckter Stichproben immer wieder die Behauptung erhoben, dass Privatpatienten schneller zu operativen Leistungen gelangen als Pflichtversicherte.
Ich zweifle nicht am Wahrheitsgehalt dieser Behauptungen im Einzelfall, aber massiv an der Ehrlichkeit des gesamten Systems.

9.2011:
Gesetzlich Krankenversicherte dürften bei der medizinischen Behandlung gegenüber Privatpatienten nicht benachteiligt werden. Die Praxis sieht anders aus. http://www.konsument.at/cs/Satellite?pagename=Konsument/MagazinArtikel/Detail&cid=318878081077

2012 schickte die Wiener Gebietskrankenkasse „Testpatienten“ in Ordinationen, was zu einem für mich teilweise unverständlichen Aufschrei führte, den ich 7. 2012 mit dem Blogbeitrag Ich bin für noch mehr Magical Mystery Patient Tours http://wp.me/p1kfuX-n4 reflektierte.

4.2013 meldete sich erneut der Verein für Konsumentenformation zu Wort: VKI-Studie: Privatpatienten sind bei der OP-Wartezeit in Österreich klar im Vorteil.
http://kurier.at/lebensart/gesundheit/op-wartezeiten-privatpatienten-bevorzugt/728.552

und schreibt 1.2014 erneut einen Artikel in der Zeitschrift Konsument:
VKI kritisiert Terminvergabe bei Hüft-OPs: Verdacht auf unerlaubte Umgehung der Warteliste in fünf von zwölf Fällen
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140127_OTS0002/vki-kritisiert-terminvergabe-bei-hueft-ops

Es ist absehbar, dass es erneut zum üblichen Kanon der Wortmeldungen kommen wird, die zwischen Empörung über die Praktiken, wie diese Studien zustande kommen und Entrüstung, dass es solche schwarze Schafe gibt, oszillieren werden, wobei die gesetzlichen Rahmenbedingungen der ärztliche Ehrencodex ohnehin völlig klar verbieten, dass dem Privatzahler eine qualitativ bessere (oder schnellere) Medizin geboten werden darf. Geändert hat sich seit Jahren sehr wenig.
Einwände, dass ich mir in einer kapitalistischen Gesellschaft aber ohnehin alles kaufen kann, sind zwar richtig, gehen aber ins Leere, weil diese zusätzlich fließenden Gelder ja NICHT die medizinische Grundleistung bezahlen, sondern für den vermeintlich oder wirklich erleichterten Zugang zu öffentlich finanzierten Leistungen. Darum, dass die Grenzen zwischen der Kuvertmedizin in der Privatordination, den privaten Krankenanstalten und dem Klassegeldsystem in den öffentlichen Häusern fließend sind, soll es heute gehen.

Der Euro-Schein, der in der Privatordination des Spitalsarztes den Besitzer wechselt, dient ausschließlich dem Einkommen des Arztes. Solange er damit nur seine eigene, in seiner Ordination erbrachte Leistung honorieren lässt, ist das völlig OK, nur wenn er implizit hier das Leistungsangebot seines Stammspitales „mitverkauft“, und da geht es von der Ergometrie, die er bei „seiner Ambulanzschwester“ in „seiner Spitalsambulanz“ ausmacht bis zur angeblich „vorgereihten Operationszeit“, wird es unerträglich. Scheinbar aber nur, wenn es sich hier um ein mit öffentlichen Mitteln finanziertes Spital handelt. Für die nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen geführten Privatspitäler (Belegspitäler) ist diese Praxis ja allgemein anerkannte Geschäftsgrundlage und niemand scheint etwas daran zu finden, auch wenn diese Patienten im Komplikationsfall plötzlich wieder in den öffentlichen Krankenhäusern landen. Auch in diesem Fall wird Geld für eine Vorhalteleistung genommen, für vom öffentlichen Gesundheitswesen bereitgestellt wird, oder kennen Sie private Krankenanstalten mit (z.B.) neonatologischen Intensivstationen?

Also auch wieder ein Beispiel dafür, dass die Öffentlichkeit ruhig zuschaut wenn die Gewinnchancen privatisiert und die unvorhergesehenen Kosten kommunalisiert werden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass diesem Treiben kein Ende gesetzt wird, weil die in Privatordination und Belegspital lukrierten Einkommen die Gehaltsforderungen der Spitalsärzte (Fachärzte, Oberärzte, Primarärzte) an ihre öffentlichen Dienstgeber etwas mildern.

Am Euro-Schein, der im öffentlichen Krankenhaus vom den Privatversicherungen gezahlt wird, partizipieren aber auch viele:  Neben dem Abteilungsvorstand auch noch der „Bringer“ (also der Facharzt, der den Patienten eingeworben hat), nach einem von Gesetzgeber und Ärztekammer vorgegebenen Schema alle nachgeordneten Ärzte aber auch der Spitalserhalter (12% Hausanteil im KAV, in anderen Häusern oft noch mehr) und nicht zuletzt die Verrechnungsgesellschaften, die einen fixen Prozentsatz des Umsatzes für ihre Leistungen abzweigen. Selbstverständlich gilt auch hier, dass für die genannten Ärzte diese „Klassegelder“ ein, allerdings seit einem Jahrzehnt quantitativ abnehmender Gehaltsbestandteil sind, der sich kostendämpfend für ihren Dienstgeber auswirkt. Dass den größten Anteil aller ausbezahlten Privatversicherungen die Privathäuser erhalten und die größte österreichische Privatversicherung (UNIQA) selbst Teilhaber einiger dieser privaten Krankenhäuser ist und dass die dortigen „Hausanteile“ an den ärztlichen Honoraren noch höher als in den öffentlichen Häusern sind, soll nur nebenher erwähnt werden.

Von den Versicherungen, die letztendlich davon leben, dass sie Ihren Versicherten nicht nur ein „luxuriöseres“ Krankenzimmer und die „freie Arztwahl“ verkaufen, sondern natürlich auch den Gesetzesbruch einer (vermeintlichen oder echten)  medizinischen Bevorzugung, sollten wir auch reden. In einem komplexen Vertragswerk zwischen Krankenhausbetreibern und Ärztekammer haben sie sicher gestellt, dass sie auch erbrachte Leistungen nicht bezahlen können, ohne dass man ihnen so schnell auf dem Gerichtsweg entgegentreten kann. Den Urteilen der mit Vertretern der Ärztekammer und der Privatversicherungen besetzten Schlichtungsstelle ist der behandelnde Arzt de facto ausgeliefert, wenn man sich einigt, dass der Patient zum Beispiel während des stationären Aufenthaltes von einem HNO Facharzt gesehen wurde, weil er über Halsschmerzen klagte, aber der Vertrauensarzt der Versicherung die Meinung vertritt, dass diese Leistung auch nach der Entlassung ambulant erbracht hätte werden können.

Wenn wir also zusammenfassen haben wir hier ein klassisches Dramadreieck vor uns, in dem alle Beteiligten (Öffentliche Krankenäuser, Privatkrankenäuser, Private Krankenversicherungen, Ärzte, Patienten …) teilweise Vorteile lukrieren, und nur dann immer wieder lautstark Nachteile (Gesetzesbruch, Glaubwürdigkeitsverluste, Gesamtkosten, …) thematisiert werden, wenn die Aufteilung des Kuchens doch nicht so erfolgt, dass alle zufrieden sind. Und dafür gibt es genügend Gründe:

Innerhalb der Ärzteschaft sind die Verdienstmöglichkeiten in diesem Bereich äußerst unterschiedlich.
Diagnostische Fächer (Labor, Röntgen, Pathologie, …) hatten früher sehr gute Klassengeld-Tarife, um zu kompensieren, dass sie an den Privatpatienten nur verdienen können, wenn diese  von anderen ins Spital gebracht wurden, die Möglichkeit eigener Ordinationen bestand ja nicht.
Die operativen Fächer hatten traditionell sehr gute Tarife, jedoch konnten sie – plakativ gesagt – an jedem operierten Organ nur einmal verdienen und ihren Patienten bestenfalls vorher einmalig zur Festlegung des Operationstermines und einmal zur Nachkontrolle in der Privatordination begrüssen,
während nicht-operative Fächer (Innere Medizin, Neurologie, …)  zwar während des stationären Aufenthaltes relativ wenig dafür bekamen, dass sie sich um eine Diagnose und den Therapiebeginn bemühen, aber ohnehin vorher und nachher einen Dauerpatienten für die Privatordination haben.
Unruhe brachte aber stets ins System, dass die Verdienstmöglichkeiten zwischen den einzelnen Fächern sehr heterogen sind, oder kennen Sie viele Kinder mit einer Privatversicherung oder glauben Sie dass das Multitrauma bei der Einlieferung auf seine Privatversicherung verweist? Weiters sind die durch Privatpatienten lukrierbare Gelder seit Jahren im Sinkflug, weil die Tarife der Privatversicherungen massiv unter dem VPI blieben und die Begehrlichkeiten der Spitalserhaltern auch an den ärztlichen Tarifen mitzunaschen, obwohl sie ohnehin für die sogenannte „Hotelkomponente“ zusätzlich Tagsätze lukrieren, zu nahmen.

Was bleibt ist ein zunehmend aus den Fugen geratenes System, das von allen Beteiligten nie auf ein transparentes und faires Finanzierungssystem umgestellt wurde, weil jede Gruppe nach ihren Möglichkeiten versuchte, trotz fallender Summen innerhalb des Systems den eigenen Anteil möglichst überproportional zu vergrößern. Und damit meine ich neben den Ärzten auch die Spitalserhalter, die Versicherungen und  – die Patienten. Letztere deshalb, weil ich von keiner Selbstanzeige Kenntnis habe, dass man sich durch sein Kuvert einen früheren Termin verschaffen konnte!

Selbst beim VKI gewinnt man den Eindruck, dass man sich dort mit dem Aufzeigen der Missstände begnügt, um die Zeitschrift Konsument verkaufen zu können, während man nachhaltig die Interessen der Konsumenten nur schützen könnte, wenn man die entdeckten Verfehlungen auch zur Anzeige brächte.
Auch der Gesundheitspolitik nehme ich nicht ab, dass es ihr um etwas anderes geht als um das Mitnaschen am Kuchen (bzw. durch Wegschauen die Gehaltsforderungen der eigenen Ärzteschaft zu mildern), wenn vor etwas weniger als zwei Jahren die Wiener Gesundheitsstadträtin Wehsely plötzlich mehr Privatpatienten einwerben wollte (PPP: Plötzlicher Paradigmenwechsel zu Privatpatienten? http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=77432).

Ich hielte es für dringend wünschenswert, wenn all die im aktuellen VKI Bericht beschriebenen Fälle vor ein ordentliches Gericht gebracht würden. Entweder es handelte sich hier wirklich um eine für Geld erkaufte Bevorzugung zahlender Patienten, dann gehören die Beteiligten verurteilt, oder die Fälle lassen sich nicht beweisen oder sind nicht eindeutig rechtswidrig, dann sollten sie nicht „alle-Jahre-wieder“ in die Medien gebracht werden. Es muss zwar damit gerechnet werden, dass dann auch die anderen oben genannten finanziellen Aspekte  des Gesundheitssystems offen thematisiert werden, jedoch wäre es mittelfristig für alle besser, wenn Geld für wirkliche Leistungen fließt und nicht die individuell sinkenden Einkommen in Einzelfällen auf Kosten eines öffentlichen und solidarischen Gesundheitssystems aufgebessert werden und das Restvertrauen ins öffentliche Gesundheitsversorgung völlig schwindet.

Der aktuelle Bericht über die Hüftprothesenoperationen widerspiegelt nicht das wirkliche Problem in der Gesundheitsversorgung: Ob eine sich über Jahre abgenützte Hüfte nun innerhalb von 2 oder 4 Monaten operiert wird, ist – auch wenn es der Betroffene dann nicht wahrhaben will – nicht das dringlichste Problem. Und nach meiner Wahrnehmung haben wir noch ein öffentliches Gesundheitswesen, wo noch die meisten wirklich dringenden Gesundheitsprobleme ohne Kuvert einer Behandlung zugeführt werden. Trotzdem wird es enger (Spitalskonzept 2030 und die „wehsentliche“ Wandlungen seiner Produktdeklaration http://wp.me/p1kfuX-K9) und immer mehr Patienten werden zukünftig versuchen, die verspürten Einschränkungen zu umgehen. Diese werden bei kleineren Problemen gerne Komplizen der „Kuvertmedizin“ und Kunden der Privatspitäler werden. Offenbar finden sie immer wieder KollegInnen, die hier gerne mitspielen.
Hoffnungen, dass sich die breite Mehrheit die Behandlung schwerwiegender und chronischer Erkrankungen jemals in einem gänzlich privatisierten Gesundheitswesen finanzieren wird können, sollten durch Blicke in die USA aber auch in die stark privatisierte Krankenhauslandschaft Deutschland rasch schwinden. Andererseits zeigen die massiven Abwanderungstendenzen heimischer Jungmediziner, dass sich ohne einer adäquaten Honorierung keine kompetenten Ärzte innerhalb des Systems halten lassen.

In diesem Sinne hoffe ich nicht nur, wie schon einmal gesagt, nicht nur auf immer mehr Testpatienten sondern endlich auch auf entsprechende Anzeigen, wo man glaubt nachweisen zu können, dass sich medizinische Vorteile im öffentlichen Gesundheitswesen erkaufen lassen. Dies wäre entschieden besser, als alljährlich das unwürdige Spielchen der Aufgeregtheit zu wiederholen.

Persönlich habe ich es satt, immer wieder in den Generalverdacht der Bestechlichkeit gestellt zu werden.
Ich will für meine Arbeit ein angemessenes Entgelt und nicht einen Graubereich, in dem wenige sehr viel und viele sehr wenig dazuverdienen können!

Written by medicus58

27. Januar 2014 at 19:00

Was in Österreich so vier Sterne hat

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Einige Facetten meines Berufes bringen es mit sich, dass man mitunter an Orte fahren muss, die man privat meiden würde. Dazu zählen auch weit über die Landesgrenzen beworbene Hochburgen des heimischen Tourismus jenseits des Wiener Gürtels …
Bucht man z.B. online einen idyllischen 4-Sterne Landgasthof landet man in einem offenbar günstig zugekauften und umfunktionierten Einfamilienhaus am Hang. Die Rezeption findet man 500 m weit entfernt in einem richtigen Hotel anderen Namens.

Zimmer.jpg
Holt man sich dort seinen Schlüssel „glaubt“ der junge Mann an der Rezeption,  dass das gebuchte Zimmer im zweiten Stock der vorgeschriebenen Hütte liegt, dort war er vermutlich noch nie.
Vor Ort versteht man das, wenn man sich über eine knarrende, mit nicht mehr ganz sauberem Filz belegte Treppe hochquält. Das Ambiente weckt böse Erinnerungen an mieseste Schulschikurse.
Das Zimmer ist in „frühem IKEA“ eingerichtet, der abgesteckte und ziemlich demolierte Radiowecker lässt sich sogar in Betrieb nehmen, die Badezimmerbeleuchtung leider nur gemeinsam mit einem grässlich schepperndem Abzug.
Da das Ablagebrett im Kasten einem prompt entgegen fällt, wird es vermutlich nicht das Zwischenlager meines mitgebrachten Schlepptops werden. Beim Zusammenbau des Kastens schien irgendwo ein Brett verloren gegangen zu sein:
Kasten

Es gibt wie versprochen einen Safe, aber das etwa schuhschachtelgroße Kisterl ist einfach in den Kasten gelegt … für den Kronschatz wohl etwas zu unsicher und selbst für  ein altes Smartphone kaum ein sicherer Aufbewahrungsort …

Safe

Nun habe ich endlich auch die im Zimmer angebrachten Kunstdrucke entdeckt.

wpid-2014-01-21-20.49.51.png

Nicht an jedem der in die Wände gerammten Nägel hängt so ein Bild, doch an mehreren ..
Die anderen stecken einfach so im Verputz.
Sollten Sie das Gemälde hinter dem billigen Glasscherben nicht erkennen,  ist das auch nicht schlimm, es findet sich sicher noch irgendwo ein anderes Exemplar des ADEG Kalenders aus dem es herausgerissen wurde.

Letztendlich ist das Bauernfängerei, weil die 80€ pro Tag für dieses Zimmer mit Frühstück im Nebengebäude (wohin es sich  übrigens innerhalb von 4 Tagen nicht herumgesprochen hat, dass ich dort auftauchen werde und somit kein Essplatz vorgesehen war) durchaus im Preisrange der umgebenden, wirklichen 4 Stern Unterkünfte war, schließlich handelt es sich um die Nebensaison …

Ich frage mich jetzt nur noch welcher Tourismusexperte hier geschmiert wurde, um diese Hütte mit 4 Sternen zu adeln.

Written by medicus58

21. Januar 2014 at 22:28

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Rudolfstiftung: Nichts scheint mehr unmöglich

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Heute 20_1_2014

 

Sie kennen vielleicht den alten Witz, wie man einen misstrauischen Patienten in Panik versetzen kann? Sagen Sie ihm einfach, dass alles in Ordnung ist!

So ähnlich kommt mir die mediale Aufarbeitung der Gratiszeitung heute.at vor, wenn sie titelt:

Rudolfstiftung: Stadt nennt Gerüchte „Blödsinn“

Natürlich ist es nicht wahr, dass das kürzlich renovierte Spital ersatzlos geschliffen wird, wird Stadträtin Wehsely zitiert …
http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,976181

BTW, ich kann mir das auch nicht vorstellen, aber in der Belegschaft scheint das vor Ort so befürchtet zu werden. Wie Leser dieses Blogs wissen, befürchte ich zwar eine Aushöhlung, nicht aber die komplette Schließung …

Aber letztendlich ist dies egal, wenn ein System einmal so instabil ist, dann ist alles befürchtbar und nichts scheint unmöglich …

Für gefahrengeneigte Bereiche, wie die Medizin, ist es hochproblematisch, wenn die Beschwichtigung der Belegschaft über den Boulvard und nicht über interne Kanäle erfolgen.
Wozu leistet sich der KAV eine Presseabteilung und die Stadt Wien für viele Millionen eine ständige PR Berieselung?

Klartext und das was gesagt wird, sollte mal für ein paar Jahre halten, wäre so eine Strategie, aber Weihnachten ist vorbei …

Written by medicus58

20. Januar 2014 at 17:34

Mann, ist der Mann gut, der nun im KAV aufräumt ….

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Pic

Udo Janßen
Mediziner, Wissenschaftler, Gerontologe, Dipl.Betr.wirt, Dipl.Wirt.jurist, Master of Organizational Psychology, Master of Business Administration, KlinikIngenieur und Professor für Allgemeine BWL und Health Care Management wurde zum GDStv (CFO) des KAV und ist somit nach dem Rücktritt GD Marholds (Warum ordiniert der Generaldirektor wieder? http://wp.me/p1kfuX-Jg)
der oberste „Macher“ im Wiener Spitalswesen.

Die Vita des 46-Jährigen ist beeindruckend, und zeugt von höchstem akademischen Ehrgeiz.
Sein Medizinstudium schloss er in rekordverdächtiger Zeit mit einer Dissertation zum Thema „Funktion des anorektalen Kontinenzorgans nach vaginaler Geburt: manometrische und klinische Langzeitresultate unter besonderer Berücksichtigung der Episiotomie“ ab, nur um größtenteils parallel zu seiner Tätigkeit als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter noch berufsbegleitend BWL (an der FH des Deutschen Ordens), Public Health (in Bern, Basel und Zürich) und „seinen Klinikingenieur“ zu machen.

Von der Klinik eilte er dann in die Arme von ThyssenKrupp Health Care Services wo er es zum Prokurist brachte, obwohl oder weil er so nebenher einen MBA an der FH Berlin und seinen M.O.B. am Kurt Lewin Institut für Psychologie der FernUniversität in Hagen ablegte.

Dem ehernen Gesetz Karrierebewusster gehorchend, seinen Job im 2-3 Jahresrhythmus zu wechseln, kehrte er ThyssenKrupp den Rücken und nutzte er das erste Jahr nach der Akkreditierung der Fernhochschule Riedlingen, sich dort bis zum „Professor of Health Care Management“ auszubilden. Da das ganze natürlich auch irgendwie bezahlt werden muss, ging er natürlich auch noch einigen Brotberufen nach:

Prokurist der contec GmBH Beratung in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft publizierte er u.a. über „Die Keimzelle des Erfolges – die strategische Entwicklung eines Zuweisermarketingkonzeptes. Zuweisermarketing im Economia Verlag. Als Geschäftsführer des IEGUS (Inst. Europ. Gesundheits- und Sozialwirtschaft) suchte er (nach Eigenaussage der Homepage) die systematische Weiterentwicklung des Gesundheits- und Sozialsektors in Europa voranzutreiben, um den „zu kurzfristigen politische Entscheidungsprozesse“ einen längerfristigen Planungshorizont zu verschaffen, um schließlich für vier (!) Jahre zum Geschäftsführenden Vorstand des Deutschen Krankenhausinstitutes zu werden.
Ooopps, irgendwann war er auch noch Interim-Geschäftsleitung für Medizin und Pflege in einer nordrhein-westfälischen Klinik der Grund- und Regelversorgung, absolvierte berufsbegleitend an der privaten Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) einen Dipl.Betr.wirt, bildete sich trotz des noch jugendlichen Alters in angewandter Gerontologie aus und war als Vortragende an Hochschulen (Hochschule für Ökonomie und Management in Essen, der Universität Düsseldorf und der Hochschule Ravensburg-Weingarten) und Berater in Beratungsfirmen beschäftigt, ehe er zum Stv.GD des Wiener Krankenanstaltenverbundes wurde.

Wie gesagt, eine beeindruckende Karriere, gekennzeichnet von einer multiprofessionellen Ausbildung an privaten Fachhochschulen und ökonomischer Beratungstätigkeiten im Gesundheitswesen, die ihm zu folgenden Einsichten verholfen hat:

Auch hat die Ökonomisierung der Krankenhausmedizin dazu geführt, dass Absolventen der Humanmedizin und angestellte Ärzte eine Beschäftigung außerhalb der kurativen Tätigkeit als ernst zu nehmende Alternative zur Anstellung im Krankenhaus in Erwägung ziehen.“

Diese Erkenntnis hat Prof. Janßen ganz offenkundig auf seine eigene Karriereplanung angewandt; weg von der kurativen Tätigkeit am Krankenbett, getreu dem hier auch schon abgehandelten Motto:
Stop working, Start counselling http://wp.me/p1kfuX-g0.

Er liegt somit auch voll auf Linie des Gesundheitsministers, der „sein“ ÖBIG seit Jahren beauftragte zu prüfen, in welchem Ausmaß ärztliche Tätigkeiten auch (billiger) durch Pflegekräfte erbracht werden können.
Stichwort: Operierende Krankenschwestern (http://derstandard.at/1379291686733/Krankenschwestern-die-operieren)

In seinen Worten hörte sich das so an:

Eine dritte Lösungsstrategie kann in der Personalbedarfsdeckung durch Neuallokation bzw. Substitution von Tätigkeiten des Ärztlichen Dienstes und Pflegedienstes bestehen. Bereits heute zeichnet sich eine Entwicklung ab, die Berufsbilder des Ärztlichen Dienstes und des Pflegedienstes durch „paramedizinische“ und „pflegeergänzende“ Berufsbilder zu erweitern.“

und schwärmt davon, dass „die Basisversorgung durch Medizinische Assistenzberufe im Sinne eines „Dr. Light“ durchgeführt werden“ können. Um kryptisch fortzufahren: „Eine hohe Servicequalität der Patientenversorgung wird durch entsprechende Servicekräfte verantwortet.

Zitate: http://www.deutscher-krankenhaustag.de/de/vortraege/pdf/Dr_Udo_Janssen_DKI_Manuskript.pdf

Aus der Sicht seiner Vita vermutlich schlüssig, mit einem „Dr. Mc“ das System solange am Laufen zu halten,
bis die lukrativen Teile von den privaten Anbietern übernommen worden sind, deren Beratung er bisher viel seiner beruflichen Tätigkeit gewidmet hat.
Aber letztendlich auch schlüssig, weshalb Stadträtin Wehsely für das Aushöhlungswerk ihres Spitalkonzeptes 2030 (Spitalskonzept 2030 und die „wehsentliche“ Wandlungen seiner Produktdeklaration http://wp.me/p1kfuX-K9) sich jemanden wie Prof. Janßen geholt hat.
Nur dass er so lange an Bord bleibt, darf nach seiner Vita bezweifelt werden.

 

Nachtrag 18.2.2015:
Wien: Spitäler-Chef bewohnte zwei Sozialwohnungen
http://diepresse.com/home/panorama/wien/4665985/Wien_SpitaelerChef-bewohnte-zwei-Sozialwohnungen

Spitalskonzept 2030 und die „wehsentliche“ Wandlungen seiner Produktdeklaration

with one comment


Konzept

Wir schrieben das Frühjahr 2011 als die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely an den Ufern des Neusiedlersees ihr Spitalskonzept 2030 verkündete (http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110317_OTS0256/spoe-klubtagung-rust-sp-wehsely-praesentiert-wiener-spitalskonzept-2030-1).

Wie berichtet habe ich zwar zuerst davon Kenntnis bekommen, weil die spätere Patientenanwältin Dr. Pilz und ehemals scharfe Kritikerin von Wiens Gesundheitspolitik Wehsely dazu online gratuliert hat ehe noch die Präsentation Wehselys auf der Hompage des KAV zu sehen war (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34517), aber das ist hier nicht der Punkt.

Was als klassisches „alles bleibt besser Konzept“ präsentiert wurde, war letztendlich ein Gesundschrumpfen (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=43022) von 12 auf 7 Standorte, für das man durchaus ökonomisches Verständnis aufbringen konnte, wenn man davon ausgeht, dass eben kleinere Häuser, wie das inzwischen geschlossene Kaiserin Elisabethspital, in Ermangelung einiger kleinerer Fächer (HNO, Neuro, Derma, …) keine Vollversorgung garantieren können und es in Ballungsräumen sinnvoller ist, die Versorgung in Schwerpunktspitälern, die einen nahezu kompletten Fächerkanon aufweisen, zu bündeln.

Um die Qualität der medizinischen Versorgung weiter zu verbessern, werden bis 2030 die medizinischen Angebote in Wien in sieben zentralen Spitalsorganisationen gebündelt.“ hießt das in Wehselys Original OTS und wird auch für viel Geld medial ins Land getrommelt (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35009).

Klang gut und schien meinem ständigen Lamento, dass die Österreichische Gesundheitspolitik letztendlich immer zu einer Angebotsreduktion und Qualitätsverschlechterung führt, zu widersprechen.

Wehsely (Meet SPÖs First Couple http://wp.me/p1kfuX-Jl ), inzwischen auch bundespolitisch, gemeinsam mit OÖ Landeshauptmann Pühringer zu einer Schlüsselfiguren der Österreichischen Gesundheitspolitik geworden (Stichwort (bitte nicht lachen): Gesundheitsreform), nimmt weiterhin den Terminus Spitalskonzept 2030 gerne in den Mund, nur hat sich der Inhalt in den drei Jahren mehrfach gewandelt.

Auf einen der wesentlichen Punkte aus dem Zylinder der Beratertätigkeit von Ebener und Hohenauer (Dr. Ebner – Die „objektive“ Krake im Gesundheitssystem http://wp.me/p1kfuX-xw), habe ich hier schon hingewiesen:
Während es in der Präsentation des Spitalskonzeptes 2030 noch schien, dass man 7 Schwerpunktspitäler anstrebte, ist die neueste Variante, dass es eigentlich nur noch drei + AKH sein sollen, wobei in jeder Versorgungsregion zwei Spitäler nur mehr gemeinsam den vollen Fächerkanon anbieten sollen.
(Wien entledigt sich der Unbequemen an der Front http://wp.me/p1kfuX-J2)

Also konkret heißt das, dass es nach diesen Planungen reicht, wenn das Partnerspital z.B. eine Neurologie hat, weil beim Auftreten eines neurologischen Problems eben entweder der Patient oder der Konsiliararzt in das andere Spital reisen lässt.

Es heißt aber auch, dass es zwar eine internistische Abteilung mit dem Schwerpunkt der Kardiologie geben soll, diese aber im Akutfall oder zur näheren Diagnostik nicht angiografieren kann und wieder der Patient durch das Verkehrsgewühl in das andere Spital geschickt wird.
Das kann man nun für eine Reihe von therapeutischen und diagnostischen Situationen durchspielen und man kommt immer wieder auf den ebenfalls bereits hier vor fast zwei Jahren geprägten Befund, den der Potemkinschen Spitäler (http://wp.me/p1kfuX-n8), für die bundespolitisch im ÖSG (Österr. Strukturplan Gesundheit) ja schon viel länger die gesetzlichen Grundlagen gelegt wurden, als man, wohl unter dem Druck vieler Landespolitiker und ohne Rücksprache mit uns Ärzten von „reduzierten und dislozierten Organisationsformen“ zu schwadronieren begann.

Das ist zwar für schwer kranke und instabile Patienten ein mitunter ebenso großes Problem, wie für einen, seiner üblichen Diagnostik und kollegialen Rücksprachemöglichkeit beraubten Konsiliararzt, aber das tut nichts zur Sache.
Ein von mir sehr geschätzter, „alter“ Neurologe, dessen breite Kenntnis seines Faches ich stets bewunderte, meinte mir gegenüber einmal, dass er selbst sich eine derartige Konsiliartätigkeit, weitab vom Mutterschiff und den bekannten klinischen Situationen, nicht zugetraut hätte, … aber diese Eminence Based Medicine stinkt natürlich gegen das gesundheitsökonomische Wunderwerk von Ebner und Hohenauer gänzlich ab. Zumindest werden das sein ehemaliger Geschäftspartner, der im „Aufsichtsrat des KAV“ sitzende Gesundheitsökonom DDr.Köck (http://wp.me/p1kfuX-cs) und der Ernst & Young geschulte Vorsitzende des Gremium Dkfm. Dr. Bock (http://wp.me/p1kfuX-cy) so sehen.

Und noch ein wesentlicher Punkt scheint sich geändert zu haben, seit Wehsely ihr Konzept erstmals präsentierte. Die Rudolfstiftung, durch die Übersiedlung von Chirurgie und Nuklearmedizin aus dem Kaiserin Elisapethspital aufgewertet und auf ihrem Blog (http://www.sonja-wehsely.at/tag/spitalskonzept-2030/) kürzlich noch ob des Südzubaus mit „Hubschrauberplattform für Schlaganfallpatienten optimiert“ steht offenbar ebenso vor einem Downsizing, dass sich die Stimmen mehren, dass der vorzeitige Abgang des KAV Generaldirektors (Warum ordiniert der Generaldirektor wieder? http://wp.me/p1kfuX-Jg) und ehemaligen Direktors der Rudolfstiftung damit in Zusammenhang gebracht wird.

Wir lernen also daraus, dass sich die Politik gerne mit zukunftsweisenden Konzepten mit endlos langer Laufzeit schmückt, dass sich der Inhalt aber rascher ändert, als die Produktdekleration angepasst wird.

Also wann werden wir ein ausgeglichenes Budget haben, Herr Finanzminister?
Link: Reform=Stillschweigen zur Errichtung eines Potemkinschen Dorfes (8/2011) http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=43022

Written by medicus58

13. Januar 2014 at 18:00

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