Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Archive for Februar 2022

Öffentliche Gesundheitsplanung für ein wachsende Wien: Bettenreduktion

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Augenblicklich zirkuliert der Planungsstand des Regionalen Strukturplanes (RSG) für 2025 auf das sich der Wiener Gesundheitsfonds und die Wiener Sozialversicherungsträger geeinigt hat und da fällt auf, dass im Vergleich zu den 2018 systemisierten Bettenkontingent, das ohnehin nicht ausgeschöpft wurde (=tatsächliche Betten) für 2025 ca 10% weniger Betten geplant werden.

Zusätzlich wird aber noch ein Kontingent für inländische Gastpatient*innen abgezogen! Das reduziert die Betten für Wien noch weiter.

Mit anderen Worten finden es die Wiener Gesundheitsbürokratie und die Wiener Sozialversicherungsträger nach zwei Jahren Pandemie und einem nachweislich überlasteten Krankenhaus-System für sinnvoll einer auf 2 Millionen angewachsenen Wiener Bevölkerung im Vergleich zu 2018 in Summe 17% Spitalsbetten zu streichen.

Würde man die ambulante Versorgung der Pflichtversicherten parallel hoch fahren, wäre darüber zu diskutieren. Da sich aber letztlich nix tut außer ein paar Versorgungszentren zu subventionieren, während immer mehr Kassenstellen unbesetzt bleiben, ist das mE ein Affront.

Written by medicus58

25. Februar 2022 at 13:48

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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Wie weit würden wir gehen, um eine russische Aggression zu stoppen? Frage wurde bereits in den 80ern beantwortet

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Die geniale BBC Serie Yes, Minister (später Yes, Prime Minister) hat in den 80ern unter Salami Tactics and Nuclear Deterrent bereits durchgespielt, wie absurd westliche Verteidigungsrhetorik ist, da demokratische Systeme (aus guten Gründen) viel zu lange zögern, eine Aggression mit allen Mitteln entgegen zu stellen.

Besser kann man das Dilemma in dem wir aktuell stehen kaberettistisch nicht aufzeigen, als so:

https://youtu.be/o861Ka9TtT4

https://youtu.be/ESIJ_C9mUBI

Written by medicus58

23. Februar 2022 at 12:16

Veröffentlicht in Allgemein

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Wenn der Abstand zwischen den Realitäten immer weiter wächst

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Vor einer Woche sprach unsere tückisch-grüne Regierung vom Frühlingserwachen aus der Corona Pandemie, in unseren Spitälern fehlt das Personal (nein, nicht nur in ddr Pflege) und heute Morgen schoss ich dieses Foto in einer von Wiens Einkaufsstraßen.

Dutzende westliche Geheimdienste versprachen letzte Woche dast täglich den großen russischen Einmarsch in die Ukraine, jetzt kommen sie zwar, aber in den Donbas und nicht durch das Sperrgebiet von Tschernobyl und in eine seit Jahren sich praktisch als russisch bezeichnende Separatisten-Zone.

Putin erklärt uns seine Geschichte, dass die Ukraine schon immer Teil Russlands war (teils falsch, teils richtig) Außenminister Schallenberg kriegt für seine Erzählung, dass Österreich beim Anschluss 1938 von der Welt alleine gelassen wurde schallende Ohrfeigen, obwohl auch das teils falsch (wir hatten schon eine faschistische Diktatur, die wenige, nicht mal Italien, retten wollte) teils richtig ist (Mexico war das einzige Land, das im Völkerbund protestierte).

Wir könnten die Beispiele auseinander laufender Erzählungen nahezu endlos fortsetzen. Wen wundert es noch, dass die Demos für und gegen alles aneunander geraten?

Und das hat leider wenig mit fehlender Bildung zu tun, sondern mit immer besser gewordener Propaganda, die sich in Millisecs Argumente für und gegen alles zusammen googelt und als wahr verkauft.

Wer das alles NUR auf die Algorithmen der Social Media und die Dummheit ihrer Benutzer schiebt, macht es sich zu leicht.

Wir machen es uns zu leicht und schreiten zum nächsten Streitthema.

Written by medicus58

22. Februar 2022 at 07:48

Die Geschichte lehrt, dass wir unbelehrbar sind.

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Was wir aktuell in der Ukraine Berichterstattung erleben ist das Revival alter medialer Routinen, die wenig zur Lösung aber viel zum Verständnis unserer Vorfahren beitragen, über deren vermeintliche politische Dummheit sich gerade heute so viele empören, denen das Glück der späten Geburt zuteil wurde.

Am Anfang steht ein ungelöster Konflikt, im Fall der Ukraine seit gut zwei Jahrzehnten.

Parallele 1

Auch vor 1914 gab es mehrere Konflikte mit Serbien. Wer Krieg will stellt unerfüllbare Forderungen. Damals taten dies nur die Österreichisch – Ungarische Monarchie und das Deutsche Reich, heute tun dies sowohl Putin als auch die NATO.

Parallele 2

Wer Wahlen gewinnen will, versteckt seine Intentionen hinter einem Lügengebäude.

1914 musste Serbien sterbien, obwohl es an der Ermordung des Thronfolgers nur sehr indirekt beteiligt war.

1939 steckte das III. Reich eigene Soldaten in polnische Uniformen und überfiel einen Radiosender, um einen Grund für den Krieg zu konstruieren.

2003 begründeten die USA und UK den 2. Irakkrieg mit Massenvernichtungswaffen und Al-Qaida. Beide Vorwürfe konnten nie erhärtet werden.

Parallele 3

Egal ob 1914, 1939, 2003 oder 2022, man kann noch soviele Berichte lesen, was auch immer wahr ist, lässt sich vielleicht in einem Jahrzehnt, keinesfalls im Augenblick klären.

Wer der Boss und wer der Gauner ist, ist anders als im Onlinespiel Mafia unklar.

Da passt das gerade von @kolbapeter getwittert wurde:

Die Oberen reden von Frieden. Kleiner Mann mache Dein Testament.

Bert Brecht

Written by medicus58

20. Februar 2022 at 18:05

Österreich stirbt aus

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Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass uns eine schrumpfende und überalterte Bevölkerung prophezeit wurde, wenn wir uns nicht als Immigrationsland begreifen. So flächendeckend begrüßt schien mir das nicht nicht geworden zu sein, aber irgendwie haben wir DAS Problem jetzt nicht mehr.

Written by medicus58

15. Februar 2022 at 23:02

Veröffentlicht in Generationen

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Österreich stirbt aus

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Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass uns eine schrumpfende und überalterte Bevölkerung prophezeit wurde, wenn wir uns nicht als Immigrationsland begreifen. So flächendeckend begrüßt schien mir das nicht nicht geworden zu sein, aber irgendwie haben wir DAS Problem jetzt nicht mehr.

Written by medicus58

15. Februar 2022 at 23:02

Veröffentlicht in Generationen

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Impfpflicht Lotterie

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Ein paar Tage in Absurdistan:

Die tückisch-grüne Regierung wollte, nachdem der frühere Häuptling die Pandemie für beendet erklärt hat im Herbst was tun, eine Impfpflicht einführen.

Die rötliche Rendi-Wagner wollte einen Impfprämie, damit die Menschen der Pflicht auch Neigung entgegen bringen.

Da man die Stimmen der Roten für die Einführung einer Impfpflicht brauchte, aber natürlich nicht deren Impfprämie übernehmen konnte, erfand man die Impflotterie.

Lotterie macht irgendwie schon Sinn, weil man zu einer Impfung mit Impfstoffen verpflichtete, die für die Virusvarianten, die grad aufkamen nicht mehr so wirklich wirkte, wenn die Impfpflicht scharf gestellt wurde, was man dann aber noch gar nicht wirklich überprüfen konnte, weil das Milliardengrab ELGA nicht automatisch erkennen konnte, wer impfbefreit, inzwischen genesen oder überhaupt mit dem falschen Impfstoff geimpft wurde.

Also alles wie bei einem Kapitän, dessen Befehle den Steuermann erreichen, wenn dessen Ruder längst gebrochen ist. Aber keine Panik auf der Titanic, wir sinken planmäßig.

Als die Zustimmung der rötlichen Hygienikerin erreicht wurde, fand verlässlich der gerade eingesetzte türkise ORF General, dass man einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk doch nicht vor den Karren einer rechtlich verordneten Impflotterie spannen kann. Vor unentgeltliche Einschaltungen im öffentlichen Interesse, weihnachtlichen Politikeraufmärschen zur LID Bettelei und einer eigenen Impflotterie zwar schon, aber sogleich war die Voraussetzung für Rendi-Wagners Zustimmung zur Impfpflucht wegadministriert, gern geschehen, hat halt nicht sein wollen.

Der Ex-Innenminister weiß aber sofort, dass man das Geld u. a. unter der Polizei verteilen soll, weil die ja mutig die Dutzenden Demos der Ungeimpften im Lockdown beschützt haben.

Wer da nicht an seinem Erbrochenen erstickt, der hat eine bleibende Immunität gegen das Zerrbild einer Politik aufgebaut und wohl in den letzten Jahrzehnten zu oft in Italien geurlaubt.

Apropos Grüne

Aktivisten beim Lernen zusehen macht auch keine Freude

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Es geht eine Woche zu Ende, in der zwei medial hochgeschriebene Umweltaktivistinnen an der realen Welt scheiterten. Gewinnen können wir dabei wenig.

Eine seit dem Lobaucamp medienbekannte Frau Schilling, Studentin der Politikwissenschaft, Friday-for-Future Aktivistin, wortgewaltig, von FM4 als „die vielleicht politisch aktivste junge Frau des Landes“ bezeichnet, musste erkennen, dass einen noch so viele Minuten im Scheinwerferlicht nicht davor bewahren, dass der zusammengezimmerte Robinson Spielplatz (ja sowas betreibt auch die Stadt Wien) irgendwann von Baggern geräumt wird, wenn man glaubt die Welt dadurch retten zu können, knapp über 3 km Straße zu verhindert.

WTF IS STADTSTRASSE?

Eine andere Aktivistin hat es sogar in ein Ministeramt gebracht. Die glühende Europäerin Frau Gewessler erkannte in diesen Tagen, dass in dieser EU Atomkraft plötzlich grün, nachhaltig und klimarettend ist, wenn Herr Macron seine staatliche Atomindustrie retten möchte.

Ich schäme mich nicht für den Gedanken, dass ich es beiden Maulheldinnen, von denen ich bisher überwiegend selbstgerechte Auftritte und einseitige Forderungen aber wenig Leistung bemerkt habe, irgendwie sogar vergönne, dass sie auch einmal an diese Wände knallen, an denen ich mir selbst schon zu viele Beulen zugezogen habe.

Freuen kann ich mich darüber nicht. Freuen können wir uns alle nicht, weil die Probleme, denen die beiden Damen ihre politische und mediale Präsenz verdanken ja durchaus real und schwerwiegend sind.

Um diese Probleme politisch zu lösen scheinen die beiden aber weniger geeignet als in NGOs und TV Studios zu brillieren.

Written by medicus58

4. Februar 2022 at 21:22

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