Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Nimm Dein Bett und geh, Omi

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Für die, die Kaiser Health nicht kennen, dabei handelt es sich um eine Mischform aus einer gewinnorientierten und Non-Profit-Organisation die in den USA die Krankenversicherung von über 12 Millionen Patienten organisiert. In der Regel handelt es sich um ein managed care System, wo angeordnete Maßnahmen in der Diagnostik und Versorgung den ökonomischen Erfolg des betreuenden Arztes schmälern. Positiv kann man es auch so sehen, je gesünder ein Patient ist, desto mehr verdient sein Arzt daran.

Und nun schauen wir uns die Aussage des oben gezeigten Tweets dieser Organisation an. Hier wird als Beweis, dass zu viele Patienten (zu höheren Kosten) hospitalisiert und geschädigt werden, angeführt, dass die bösen Spitäler 83% der über 65-Jährigen, die 2 Wochen vor der Aufnahme laufen konnten und weder dement oder delirant waren im Bett landeten.

Nett, nicht?

Sollen wir nun daraus schließen, dass die Oma, nur weil sie vor ihrer Grippe noch laufen konnte, mit 39 Grad nun heim gehen soll? IMHO ein netter Beitrag zu unserer Rubrik Psychopathologie des Gesundheitssystems.

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Written by medicus58

19. Oktober 2019 at 15:24

Ärztekammer beweist: Marx hatte Recht, „Arbeit ist unangenehm“

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Mehr als die Hälfte der bei einer IMAS-Umfrage teilgenommenen Spitalsärzte empfinde die Arbeit im Krankenhaus als „unangenehm“.

Die Ärzte meckern über die Arbeitszeit, behaupten überlastet zu sein und schleimen, dass sie 42 Prozent nicht mit der Lebensrettung, sondern mit Administration und anderen nicht-ärztlichen Tätigkeiten verbringen, und das 47 Stunden pro Woche.

Der Dauer ÖÄK-VP und –KOAÄ Harald Mayer sprach von einem „Hilfeschrei von hoch qualifizierten Ärzten“, nachdem er seit wievielen Jahren die angestellten Ärzte vertritt?

Völlig ungeniert verabschiedet die Burgenländische Landesregierung ein Gesetz, von dem der Kurier am 16.10. titelt: Landesbedienstetengesetz könnte Gehalt schmälern und so jungeÄrzte abschrecken

Die Krone setzte nach: Im Südburgenland hat es für drei von fünf ausgeschriebenen Kassenstellen keine Bewerber gegeben.

Die Kleine Zeitung berichtet, dass fünf renitenten Hausärzten aus der Region Schladming-Haus-Ramsau gegen ein geplantes Gesundheitszentrum am Dach des Schladminger Schwimmbads protestieren.

Wiener Zeitung und Österreich berichten über einen „massiven Notstand“ in der Neonatologie und in den Geburtenstationen in Wiens Spitälern, aber der KAV antwortete, dass die Versorgung in beiden Bereichen gesichert sei. Herausforderungen gebe es aber in der Neonatologie des AKH, wo die Meldung her kam und zwar von Peter HussleinLeiters der Uniklinik für Frauenheilkunde am Wr. AKH.

Liest man das alles, könnte man doch die Spitalsärzte verstehen, dass ihre Arbeitsbedingungen nicht so völlig supi wären, wenn dann nicht postwendend der IMAS Senior Research Direktor Paul Eiselsberg seine eigene Studie in den Mistkübel entsorgen würde:
Die Studie war, da von den 25.000 Spitalsärzten nur 3570 teilgenommen hätten, „nicht repräsentativ“.

Solange die Ärztekammer unsere Beiträge für solche Wursteln verwendet, ist sichergestellt, dass sich genau gar nix ändern wird, was möglicherweise die Position der meisten Beteiligten sichert.

Wär auch verwunderlich, wenn grad die Ärztekammer Vater Marx beweisen wollte. Dabei ist es doch sehr einfach, fragen Sie mal Ihren Spitalsarzt, auch das ist nicht statistisch signifikant, aber erleuchtender als die Geldverschwendungsaktionen unserer Kammer.

Written by medicus58

18. Oktober 2019 at 07:12

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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Jeder macht sich so sein Bild vom Ärztemangel

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Hurra, bei der Konferenz der Landesgesundheitsreferenten im niederösterreichischen Mauerbach stimmte der steirische (ja, die wählen noch) Ges. LR Christoph Drexler (VP) einer vor der NR Wahl von Frau LH Mikl-Leithner (VP) erhobenen Forderung nach mehr Studienplätzen für Mediziner zu.

Der NÖ LR Eichtinger verlangte auch Anreize, weil wir ja längst wissen, dass der Ärztemangel in der Versorgung weniger an der Anzahl der Studierenden liegt, sondern daran, dass die fertigen Doctores einfach das Land verlassen. Der Facharzt für Allgemeinmedizin müsse her und ein Staatsvertrag mit der Slowakei. Der Tiroler LR (VP) und der Salzburger LR (VP) machte sich für die Pflege stark und der Wiener Gesundheitsstadtrat Hacker (SP) wurde mit seiner Freude zitiert, dass das alles „ohne dem (!) alltäglichen Polit- Hickhack“ beschlossen wurde.

Ehe wir nun alle aufatmen, dass die ärztliche Versorgung nun gesichert wäre, sollen noch zwei Auffälligkeiten beachtet werden, ehe man zur Entwarnung trompetet:

Die eine war schon im NR Wahlkampf augenfällig: Ex-und Neo-BK Kurz (VP) stand schon vor der Wahl dem Vorschlag seiner Parteikollegin reserviert gegenüber. Ich vermeide den Zynismus, dass er ihr keines seiner nicht-kleinen Ohren geliehen hat, aber UNIVERSITÄTEN SIND EINE SACHE DES BUNDES und der müsste den autonomen Universitäten mehr Geld überweisen, wenn er mehr Studienplätze wollte.
Und selbst wenn man das Geld überweisen würde, fehlte es an Lehrpersonal und Räumlichkeiten an den Unis (letztendlich wohl auch an Praktikumsplätzen an in den Spitälern). Da können die Landesgesundheitsreferenten noch so viel verlangen, sie zahlen es ja nicht. Auch wenn die in Mauerbach lächelnde Ministerin das selbst in die Hand nähe, würde eine allfällige Realisierung in die anstehenden 15a Vereinbarungen eingepreist werden oder eben leider nicht realisierbar sein …. und im nächsten Jahr würde es wieder beim Bundeskanzler Kurz landen und: siehe oben

Und noch ein zweiter Punkt lässt Übles ahnen. Über das Treffen haben Kurier und NÖ Heute berichtet und da fällt schon auf, dass im überregionalen Kurier das Originalfoto des NÖGUS verwendet wurde und und 8 Personen zeigt, während NÖ Heute eine Version aus dem Büro des NÖ Landesrates Eichtingers verwendet, auf der dieser nicht nur in der Mitte sondern unter Inkaufnahme des Verlustes von drei flankierenden Personen noch Format-füllender ins Bild gerückt wurde …

Mag sein, dass es (Originalton Hacker) dort ohne Hickhack herging, die (digitale) Schere hat man aber in NÖ dann doch gleich wieder angesetzt, was an einer konsensualen Umsetzung all der genannten Vorschläge doch stark zweifeln lässt und BTW u.a. auch Hackers Lächeln verschwinden hat lassen.

Written by medicus58

17. Oktober 2019 at 17:32

Gedanken zur DACH-Studie über Ärztemangel in Österreich

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DACH-Studie belegt eklatanten Ärztemangel in Österreich schallte es durch den Medienwald und machte der Gesundheitsökonomen liebstes Spielzeug, die OECD Vergleiche madig:

Österreich gibt im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz viel weniger für das Gesundheitssystem aus (10,3% vs. 11,2% v.s. 12,2 %) und die Studie widerspreche der OECD, wonach Österreich die zweithöchste Ärztedichte Europas habe.

Die Krone berichtet eher ambivalent: So teuer ist uns Gesundheit,
das OÖ Volksblatt liest daraus unnötig hohe Kosten im stationären Bereich und auch Die Presse nahm aus der Pressekonferenz eher mit, was sie schon immer trommelte Zu viele stationäre Aufenthalte, zu wenig Jungärzte und weniger die Kritik an den OECD Daten, weil ihr und ihren heimlichen Herausgebern (Wirtschaftskammer und I.V.) das ja das eigene ideologische Konzept vermasseln würde. Schließlich ist die OECD eine Vereinigung von 36 Mitgliedstaaten, die sich satzungsgemäß neben der Demokratie explizit auch der Marktwirtschaft verpflichtet fühlen …

Laut OECD-Konvention geht es der Organisation schließlich um optimale Wirtschaftsentwicklung, hohe Beschäftigung, steigenden Lebensstandard, Wirtschaftswachstum und Ausweitung des Welthandels auf multilateraler Basis. Gesundheit und Bildung (PISA) sind wohl implizite aber nicht explizite Ziele!

Marie-Theres Egyed im Standard setzte andere Schwerpunkte und verwendete ein Drittel des Platzes, den ein darüber abgedrucktes Kampusch-Interview einnahm, für die von der Ärztekammer gewünschte Hauptaussage:
Österreich gibt weniger als Deutschland und Schweiz aus

In der Wiener Zeitung traf Petra Tempfer mit ihrer Schlagzeile und einem ganzseitigen Artikel aber überraschend den Punkt:
„Katastrophal falsche Schlüsse gezogen“

In dem Artikel finden sich auch viele mehr oder weniger deutlich die alt bekannten aber seit Jahrzehnten ungelösten Probleme:

Gesundheitskosten steigen weniger „explosiv“als oft behauptet, aber sie steigen in Relation zur Wirtschaftsleistung (BIP) und stärker als die Inflation. Warum die Kosten der Medizin immer der Inflationsrate vorauslaufen werden habe ich schon 2016 hier erklärt.

Ein Großteil der Versorgung beruht in Österreich auf dem stationären Bereich, nur haben sich die Krankenhäuser nicht darum bemüht, sondern müssen die Defizite des ambulanten Bereiches ausgleichen, den Krankenkassen und Ärztekammern seit Jahren aushandeln. Zu Recht zitiert der Artikel hier eine Aussage des StÄK-VP Eiko Meister, dass Patienten nur dann von den Spitälern in den niedergelassenen Bereich umgeleitet werden könnten, wenn man ihnen dort ähnliche Strukturen wie in den Spitalsambulanzen böte.

Und solange es keine Finanzierung aus einer Hand gibt, werden Aufgaben und Patienten weiterhin von einem Eck ins andere geschoben werden.

Ja, und solange man die Versorgungswirksamkeit einzelner Mitspieler (Ärzte in Ausbildung, Privat- und Wahlärzte, Arbeitsteilung zwischen Ärzten, Pflege, Administration, …) nicht berücksichtigt, sind alle Aussagen Müll.

Tags darauf krähte ohnehin keine Krähe mehr nach der Studie, die übrigens (lt Presse) von der Wirtschaftsuniversität finanziert wurde …

Der nach Selbstdefinition einzige unabhängige österreichische Gesundheitsökonom (eigentlich Versorgungswissenschafter) – jetzt mit unbequemem Blog für Z,D,F und Hintergründe @EPichlbauer geiferte aber auf Twitter nach:
rezeptblog wer braucht einen #ÄRztemangel? die Ärztekammer, um Ihr Pensionssystem (Wohlfahtsfonds), das einem Pyramidenspiel gleicht, zu retten! und wer wird beim Ärztemangel immer als „Experte“ zitiert, der sogar gescheiter ist als WHO und OECD? L.Chini! warum? Darum!

und verwies nicht ganz zu Unrecht darauf, dass einer Studienautoren Controller des Wohlfahrtsfonds der Wiener und Salzburger Ärztekammern ist, wobei der intendierte Rufmord mit Anlauf es bei Andeutungen beließ und ad hominem ging, wo eigentlich Fakten abzufragen wären.

Leider ist das alles nur allzu typisch für die Diskussions(un)kultur in dem was bei uns als Gesundheitsökonomie, ja Gesundheitspolitik überhaupt verkauft wird.

Zahlen sind gut, solange sie mir passen, schlecht, wo sie meiner Agenda zuwiderlaufen, notfalls besorge ich sie mir. Studien werden diskutiert, ohne dass ihr Originaltext beigelegt wird.

Jeder nur halbwegs in der Materie Eingelesener weiß, dass natürlich alle internationale Vergleichszahlen immer irgendwie Äpfel und Birnen vergleichen. Im privaten Gesprächen geben das natürlich auch hochrangige Experten u.a. aus OECD und NICE zu und beschäftigen sich sehr kritisch und wissenschaftlich auf hohem Niveau mit dem Problem, wie man zu belastbaren Parametern kommt.

Andererseits sind ja seiten der Patienten erlebte Wartezeiten, Doppelläufigkeiten, Verunsicherung, vermutete und nachweisbare Kunstfehler und seitens der Ärzte Überlastung, Burn out und Flucht außer Landes nicht wegzudiskutieren, egal wie schlecht die OECD Zahlen nun sind.

All das ist komplex, aber nicht so kompliziert. Solange sich aber jeder aus der Diskussion nur das rausholt, was ihm und seinen Auftraggebern passt, freue ich mich schon auf die Zeit, da ich mir in diesem Spiel nicht mehr meinen Lebensunterhalt verdienen muss.

Links:

2015 Die OECD irrt, unsere Spitäler sind billig und werden jetzt ohnehin geschlossen

2012 Was für die Finanzmärkte unvorstellbar ist, ist im Gesundheitssystem Realität: Der Deckel

Written by medicus58

12. Oktober 2019 at 09:10

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Lesenswertes über den Stand der Dinge am Radioblog

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Es tut ab und an gut den alltäglichen (Polit-)Wahnsinn auf den Punkt zu schreiben. Dies gelingt Kappacher erneut in seinem Radioblog:
Krypto-Siegfried

Written by medicus58

11. Oktober 2019 at 10:22

Veröffentlicht in Allgemein

Keine Weihnachtslegende: Und es übergab sich

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Vor zwei Tagen vermeldete der ORF zur Prime Time, dass die Ermittlungen im Falle des Bootsunfall beim Girls‘ Day des Bundesheeres entgültig eingestellt wurden.

Verkürzt lautete die Begründung des Sachverständigen (?), dass allfällige Fehler in der Rettungskette des Bundesheeres eh egal gewesen wären, weil es „keinen Unterschied gemacht hätte, ob die beiden nach 5 oder erst nach 50 Minuten gefunden worden wären“.

In Kenntnis des Zustandes beider Verunglückten ist dies nicht nur zynisch sondern IMHO sachlich nicht nachvollziehbar! Nur es interessiert keinen mehr.

Es gibt keine Verhandlung mehr, es gab nie eine öffentliche Verhandlung mit Zeugenaussagen, es gab auch nie ein Urteil, es gab einer Diversion … und es interessiert auch außerhalb von den involvierten Ministerien auch niemanden mehr.

Sag mir noch einer, dass DAS ein Rechtsstaat ist.

Well done.

Written by medicus58

9. Oktober 2019 at 07:33

Faket die Faker oder die weiche Birne der Populisten

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Zufällig finden sich diese Woche zwei köstliche Beweise, wie weich die Birne jener ist, die uns stets mit großem Getöse versprechen die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu berichten, während sie selbst auf jeden dummen Fake reinfallen und wie diese Erkenntnis ins Volk zu bringen ist. Nein, es geht nicht primär um das Ibiza-Video, mit dem sich offensichtlich die FPÖ selbst in die Luft gesprengt hat, so wie ich es mir bereits 2013 in meiner kranken Fantasie ausgemalt habe (Der FPÖ Wähler). Aber irgendwie dann doch auch.

Die sich thematisch und stilistisch noch im Selbstfindungsprozess befindliche ORF SendungGute Nacht Österreich“ demonstrierte wie schnell der mit Steuergeldern gefütterte Boulevard auf billige Fakes rein fällt, wenn die Quote winkt: https://www.derstandard.at/story/2000109484431/peter-klien-zeigt-mit-fake-skorpion-panikmache-von-krone-oesterreich (ab 10:30)

Den Vogel schoss aber am Freitag die ZDF Heute Show ab, die uns bildlich vor Augen führte, dass auch die Rest-FPÖ auch ohne Strache und Gudenus sich zum Narren machen, wenn man glaubt unter sich zu sein.
Man schickte einfach einen gefakten Reporter des „Alternativen Fernsehen Deutschlands (AfD TV)„, den genialen Fabian Köster, zu den Blauen.
(Für die mit der AfD und dem running Gag der Heute Show nicht so vertauten Ösis: Der AfD Politiker, den sie auf Aufforderung Kösters so anfeuern heißt natürlich Björn Höcke, aber:
Im März 2015 gab die Thüringer Allgemeine Höckes Vornamen irrtümlich mit „Bernd“ an. Nachdem Höcke sich darüber öffentlich empört hatte, benutzte Oliver Welke in der heute-show absichtlich den falschen Vornamen. Andere Satiriker taten es ihm nach. Später benutzten auch Sprecher der Tagesschau, das heute-journal, B.Z.DWDL.deFAZNeue Osnabrücker ZeitungNordwest-ZeitungSpiegel TV, Hamburger MorgenpostHuffpostMünchner MerkurSüdwestrundfunk und weitere absichtlich oder versehentlich den falschen Vornamen. Auch der FDP-Politiker Hans-Ulrich Rülke nannte im Oktober 2017 in einer Landtagsrede mehrfach den falschen Vornamen und bekräftigte auf Nachfrage: „Der Mann heißt Bernd. Ich weiß es definitiv aus der heute-show.“ Am 25. Januar 2018 erschien der Name „Bernd Höcke“ sogar in einer Pressemitteilung des Bundestages, die noch am selben Tag korrigiert wurde. Oliver Welke feierte dies in der heute-show als ultimativen Erfolg seines running gags.

Unsere Blauen, die sich dem deutschen Gast gegenüber natürlich bewundernd über den brauen Bruder AfD äußerten, vorzuführen, dass sie in Wirklichkeit keine Ahnung haben, wer dort das sagen hat, in dem sie gröllend „Bernd, Bernd“ skandieren und dass sie selbst genauso in eine plumpe Falle tappen wie ihr Ex-Heiliger Strache, ist schon ein Höhepunkt dessen, was aufklärerische Satire leisten kann.

Bei mir verdichtet es den Glauben, dass im 21.Jahrhunderte Erkenntnisse nicht mehr über (wissenschaftliche) Argumentation sondern zunehmend über Bilder zu betreiben ist:

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