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Personen kommen und gehen, was bleibt ist der Stil im KAV

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Vor vier Jahren haben wir hier unter dem Titel So funktioniert die Generaldirektion des KAV: Chronik der Unwahrheiten Kritik geübt.

War damals eine turbulente Zeit und die wesentlichen Mitspieler haben sich seither verlaufen, nur hat sich was geändert?

17.6.2019 Presse Wilhelminenspital: FPÖ fordert Rücktritt von KAV-Chefin
Erweiterung der Notaufnahme kann aus Personalmangel nicht in Betrieb gehen

27.9.2019 Kurier Krankenhaus Nord: „Von einem Vollbetrieb kann keine Rede sein“
Zwei OP-Säle wegen Personalmangels gesperrt.

26.11.2019 Gibt es im KH Nord einen akuten Ärztemangel?
Herwig Wetzlinger (AKH/KAV Direktor; Wer ist denn der Wetzlinger? ):
Dass wir bei den Ärzten einen Personalnotstand haben, ist schlichtweg falsch! …. Fakt ist, dass von 440 Stellen aktuell 20 nicht besetzt sind.

8.12.2019 Krone: Am Montag werden die Mitarbeiter ihre Arbeit niederlegen und eine Dienststellenversammlung abhalten. Damit soll dem Vernehmen nach neben der knappen Personalsituation auch gegen bauliche Probleme und mangelnde Einschulungen protestiert werden. 

9.12.2019 Prozesse evaluiert
70 neue Dienstposten im Krankenhaus Nord

14.12.19 KAV-Direktorin im Talk
Proteste im KH Nord „ganz normaler Prozess“ Wir haben am Montag 70 neue Dienstposten für Pflege, Medizin und Schreibkräfte angewiesen.

15.12.19 Die Presse: „Idioten“, „Tabubruch“: Gesundheits­stadtrat und Ärztekammer­präsident im Infight
Seit der Eröffnung des KH Nord im Sommer vergeht kaum eine Woche, in der Ärzte und Pfleger nicht auf den Personalmangel hinweisen. Sie, Herr Hacker, sprechen dennoch von einem „fulminanten Start“…

Peter Hacker:
 Und dabei bleibe ich auch …. Die Übersiedlung in die Klinik Floridsdorf war eine Meisterleistung des Krankenanstaltenverbundes. Das Herunterfahren des Äquivalents eines ganzen Spitals haben wir in der Gesundheitsversorgung der Stadt nicht gespürt. Diese großartige Leistung der Mitarbeiter sollte auch die Ärztekammer anerkennen, anstatt ihnen auf riesigen dunklen Plakaten auszurichten, was für Idioten sie sind.

Jetzt finden sind natürlich auch die Kritiker nicht ausschließlich von heeren Motiven bewegt und schreiben eben brav, was ihnen befreundete Oppositionspolitiker so einflüstern. Über vielleicht eben so große Probleme im Gesundheitsproblem anderer Bundesländer liest man deutlich weniger, nur entsprechen die aufgezeigten Probleme durchaus den Fakten. In der Wiener Gesundheitspolitik und im KAV Management hat man aber noch immer nicht gelernt damit konstruktiv um zu gehen.

Nichts hat sich am inadäquaten Konstanzverhalten geändert:

Ableugnen – partiell Nachgeben – Anpflaumen

Link: Addendum Hausgemachter Personalmangel

Written by medicus58

19. Dezember 2019 at 18:04

Aus NEOS werden ALTOS, lassen die jetzt schon beim Kickl arbeiten?

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Niemand kann mir vorwerfen, dass hier auf diesem Blog nicht sehr viel und aus meiner Sicht sehr berechtigte Kritik am Wiener Krankenanstaltenverbund KAV geübt wird. Aber die Bildmontage der Neos in ihrem gestrigen Tweet über den KAV bzw. den Gesundheitsstadtrat Hacker hätte FPÖ Kickl zu allen Ehren gereicht.

Muss das sein? Schaut so die immer beschworene konstruktive aber faire Kritik aus? Graphisch verständlich, aber irgendwie ist die Umfärbung des neos Schriftzuges von pink auf schwarz in diesem Zusammenhang schon auch programatisch.

Written by medicus58

21. November 2019 at 12:57

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

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KAV: wird der Wahnwitz niemals enden?

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Niemand bezweifelt, dass bisweilen ein Blick von außen erhellt, was den inzwischen betriebsblind gewordenen Mitarbeitern längst nicht mehr auffällt, aber das hier schon viel zu oft angesprochene Beraterunwesen im KAV sollte inzwischen auch den Steuerzahler interessieren.

Dreimal kommen da eine Handvoll FastHochschüler um den „Lagerbestand“ eines Abteilungskühlschranks zu kontrollieren, um dann zu frohlocken, dass sie den angeblichen Überbestand von Arzneien und Reagenzien erfolgreich innerhalb eines Jahres um 10% reduziert haben.

Was vielleicht bei der VW Generalvertretung Sinn machen kann, nicht Kapital in zu vielen Ersatzteilen zu binden, ist in einem Krankenhaus absurd, wenn ein vorausschaubarer Bedarf an diesen Produkten besteht und nachweislich über Jahre keine einzige Packung verworfen wurde, weil das Haltbarkeitsdatum überschritten wurde.

Wenn aber der Inhalt des besagten Kühlschranks über das gesamte Jahr nichtmal 10% der Gesamtkosten aller Verbrauchsmittel der Abteilung ausmacht und die gezogenen Stichproben eher die Schwankungsbreite der Lieferungen als die absichtlich Hortung reflektiert, dann wird das alles nur noch absurd. Die Einsatzkosten der externen Kontrolleure waren sicher ein Vielfaches vom kontrollierten Warenwert.

Über den Esoteriker haben sich die Medien gar nicht mehr einkriegen können, über diesen viel teureren Wahnsinn, der in Berichten des Stadtrechnungshofes gut nachzulesen wäre, herrscht offenbar billigende Duldung.

Links:

Wien: Den Sound vernahm ich wohl, allein mir fehlte der Glaube 

Von Beratern, großen Zahlen, der Klimakatastrophe und der einfachen Lösung 

Beraten – Verraten: Das wahre Problem hinter externen Beratern

Der KAV beschäftigt die falschen Berater

Reich wird, wer das Seine jedem verkauft: Die Gesundheitsberater

Sicherheitsberater: Widerstand zwecklos

Wien: Den Sound vernahm ich wohl, allein mir fehlte der Glaube

Gangbetten – Liebe Kunden wir eröffnen in Kürze Kassa 3

Written by medicus58

10. Mai 2019 at 18:46

Der KAV ist tot, welchen Namen er trägt ist nebensächlich

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Der Wiener Krankenastaltenverbund, der seit etwas über 17 Jahren als „Unternehmung der Stadt Wien“ das Dach aller verbliebenen städtischen Krankenhäuser, Pflegeheime und Ausbildungsstandorte für Pflegepersonal und der nicht-ärztlichen Strukturen des Allgemeinen Krankenhauses (exklusive Meduni Wien) bildet, ist kaputt gemacht worden. Wie er und seine einzelnen Standorte dann im Nachruf genannt werden ist einerlei; das sei denen ins Stammbuch vermerkt, die jetzt dazu aufrufen einen Krieg mit Gesundheitsstadtrat Hacker über dessen Umbenennungpläne vom Zaun zu brechen, weil sie lieber im Wili als in der Klinik Ottakring arbeiten wollen (Klinik unter Psalmen).

Das ist ein Nebenschauplatz und wenn die PR Maschine des Rathauses die KH Nord Geschichten durch Umbenennung aus dem kollektiven Gedächtnis streichen wollen, sei ihr dieses Scheitern vergönnt.

Worüber wir diskutieren sollten wäre, wie ein zwar behäbiger und nicht ganz billiger Betrieb durch permanente politische Interventionitis an Kopf und Gliedern systematisch kaputt gemacht wurde. Beginnen wir mit den Köpfen in der Generaldirektion:

Univ.-Prof. Dkfm. Dr. Eugen Hauke (1997-28.2.2005) , ein universitärer Theoretiker schien durch seine Ausbildung als Krankenhausökonom und Tätigkeit im Kontrollamt der Stadt Wien zumindest fachlich prädestiniert den „Konzern“ zu managen. Überdies hat er seit 1997 den Übergang von einer Magistratsabteilung zu einer Unternehmung verantwortet. Mit einer Übergangszeit von 3 Monaten durfte er ab Dezember 2004 noch bleiben, aber nun glaubten Bürgermeister Brauner und Gesundheitsstadträtin Brauner, dass der Konzern besser durch den Gynäkologen, Gewerkschafter und ehemaligen Ärztlichen Direktor der Rudolfstiftung
Dr. Wilhelm Marhold (1.3.2005-31.5.2014) geführt werden sollte. Ob die in seiner Ära getroffenen Entscheidungen zum KH Nord nun gut oder schlecht waren, bemühen sich viele Kontrollamts/Stadtrechnungshofberichte und ein U-Ausschuss zu klären, doch darum geht es nicht. Hier geht es um den drastischen Führungswechsel von einem gelernten Wirtschafter zu einem gut vernetzten Arzt.

Wie Marhold zuerst als Teildirektor installiert wurde, kam der nächste Kurswechsel mit dem auf diesem Blog hinlänglich besprochenen multi Prof. Gynäkologie, Gerontologie, Betriebswirt, Wirtschaftsjurist, Arbeits- und Organisationspsychologe Dr. Udo Janßen (1.11.2014 -20.3.2017) (Mann, ist der Mann gut, der nun im KAV aufräumt …. ), in gleicher Weise. Die Politik setzte den Nachfolger dem amtierenden Generaldirektor als Teildirektor in den Nacken, um eine politisch gewollte Radikalwende (Spitalskonzept 2030 und die „wehsentliche“ Wandlungen seiner Produktdeklaration) durchzuboxen.

Der Rest (Skandale, Beraterkosten, Abgang Janßen, Abgang Wehsely, Ausslagerungsdiskussion, Abgang Frauenberger) darf dem Kurzzeitgedächtnis als bekannt vorausgesetzt werden. Irgendwann hat man nach einem Führungsvakuum dann die jetzige Direktion auf Abruf berufen und alle warten, wie und durch wen eine noch unbekannte ausgelagerte Struktur zukünftig geführt werden soll, und das auch schon seit fast zwei Jahren.

Natürlich können und müssen sich Führungsstrategien in einem Großkonzern an geänderte Rahmenbedingungen anpassen, aber nicht um 180° alle vier Jahre und nicht um den parteipolitischen Wünschen, sondern den medizinischen Bedürfnissen zu folgen.

Mein und Ihr Zeitbudget (sollten Sie nach einem unvorsichtigen Mausklick bis hier her weitergelesen haben) verbietet es auf noch mehr Details einzugehen, aber kein Betrieb mit rund 30.000 Mitarbeitern, die übrigens nach wie vor und auch in Zukunft von der MA 2 verwaltet werden, können dieses Hü und Hott unbeschadet überleben.

Darüber müsste man mit dem Gesundheitsstadtrat streiten, dass er endlich klar stellt, welche Struktur der KAV haben wird, wer in der Generaldirektion das Sagen hat, damit die Horden sündteurer externer Berater uns im Kernprozess nicht mehr von der Arbeit abhalten.

Den Namen auf dem Totenschein füllt ohnehin ein Turnusarzt aus, verdammt, die gibt es ja auch nicht mehr ….

Sollten Sie weiterlesen wollen:

Die stillste Zeit im KAV: revisited
KAV, und wer wird’s?

KAV wird Anstalt öffentlichen Rechts ab 1.1.2019

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 1: Kafkaeskes Prozessmanagement )

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 2: Hilfe gegen den Helpdesk)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 3: Drinnen und draußen)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 4: Primaten raus)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 5: Persönliches zum Personal)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 6: Der Dank)

Written by medicus58

24. März 2019 at 14:28

Klinik unter Psalmen

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Der Begriff Psalm leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet so viel wie in die Saiten schlagen.

Ganz treffend für das, was uns am Faschingsdienstag (!) vom Gesundheitsstadtrat Hacker lautstark mitgeteilt wurde: die verbliebenen Spitäler Wiens mit Ausnahme des AKH werden nun allesamt in Kliniken umbenannt.

Nicht besonders originell, das haben’s in Niederösterreich schon mit jedem Pimperlspital gemacht und so die Patienten glauben gemacht, sie würden von Dr. Frank Hofmann (alias Klaus Jürgen Wussow, Klinik unter Palmen) behandelt werden, wenn sie es schon nicht in die Schwarzwaldklinik geschafft haben.

Nicht besonders originell, um Skandale vergessen zu machen, so wurde schon Lainz zum KH Hietzing, Skylink zum Terminal 3 und jetzt eben das KH Nord zur Klinik Floridsdorf.

Nur wird das Google genau so wenig beeindrucken wie die Bevölkerung, die weiter Pepi- oder Triester-Spital zum Kaiser Franz Joseph Spital (alias KFJ) sagen wird ohne die Hütte je als Sozialmedizinisches Zentrum Süd angenommen zu haben, ebenso wie der Steinhof immer der Platz bleiben wird wo bald einmal das OWS gewesen sein wird.

Auch wird für die Ottakringer das Klinikum Ottakring noch die „Wilhelmine“ heißen, wenn das schon wieder eine neue ärztliche Direktion haben wird.

Schon etwas ärgerlicher könnten jene reagieren, die in Arbeitsgruppen und Wettbewerben die Bezeichnung Wien Kliniken sich ausgewählt haben, was nun Wiener Gesundheitsverbund genannt werden will, weil es nicht mehr der KAV sein will und darf.

Die, die das Ganze wieder einmal zuerst in der Zeitung lasen und nicht von ihrer Dienstgeberin hörten, wundert eh nix mehr,

aber in Wirklichkeit ärgert einfach, dass die strukturellen und organisatorischen Probleme des KAV weiterhin völlig offen sind.

Und damit meine ich jetzt nicht wie manche wahlkämpfenden Personalvertreter die emotionale Bindung an Namen, unausbezahlte Überstunden oder die in die Hose gegangene Besoldungsreform, da meine ich

die ungeklärte Führung und Struktur im Unternehmen (Masterplan, Master BO, Spitalspärchen mit Zusatzdirektionen, Doppelprimariate, zentrale Einkauf und externen Berater, … ) ,

das destruktive Spiel zwischen Stadtpolitik, Gewerkschaft/Personalvertretung und Generaldirektion und

die ungelöste Lastverteilung zwischen Niederlassung und Spital , also das Patt zwischen (noch) rot-grünem Wien, grüner Patientenanwältin und roter Gebietskrankenkasse.

Das endlich zu machen, wäre von den Machern zu erwarten gewesen und nicht ein paar PR-wirksame Benamsungen. Da unterscheidet sich das rot-grüne Wien nicht mehr von der Message-Control der Tückisch-blauen Regierung:

Gold gab ich für Eisen, Urlaubstage für die persönlichen Feiertage.

So befällt einen wirklich noch das Gefühl in einer Bananenrepublik zu leben und in einer Klinik unter Palmen zu arbeiten und es fehlt nicht mehr viel bis man sie zur Klinik unter Dolmen umbenennen sollte.

Written by medicus58

6. März 2019 at 19:55

Die stillste Zeit im KAV: revisited

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So wirklich still ist es UM den Wiener Krankenanstaltenverbund ja nie, der heißt übrigens noch immer so und nicht Wien Kliniken, trotz Preisausschreiben und Medienkampagne. Ob er schon 2019 so heißen wird, mag übrigens augenblicklich auch bezweifelt werden.

Da für den Boulevard ohnehin nur der „KH Nord Skandal“ und von allem der skurrile Energetiker interessant scheinen
„Quelle der Liebe“: Das steht im Protokoll des KH Nord-Energetikers
(als ob diese 95.000 € bei einem Bauprojekt dieser Größe im Endergebnis einen Unterschied machen) lenkt das die Öffentlichkeit wohltuend von anderen Dingen ab.
Die strukturellen Probleme, wie das Missverhältnis zwischen letztendlich dort einziehenden Schwerpunkten und dem geplanten Layout, kommen auch im Untersuchungsausschuss kaum zur Sprache, vermutlich weil die Materie den Beteiligten zu komplex ist. Gerade solche Planungsfehler sind es aber, die den laufenden Betrieb unnötig verteuern; dies gilt für das KH Nord aber auch für die anderen Häuser, die sich nicht wie geplant von manchen Leistungen freispielen können. Von den Spitalspärchen mit ihren geplanten Regionaldirektionen aber immer mehr Doppelprimariaten zwischen den Pärchen, wollen wir gar nicht erst anfangen zu reden.
Die (nächstes Jahr sind Personalvertretungswahlen !) aufgezeigten Personalprobleme (unrealistisch hohe Arbeitszeiten und unrealistisch niedrige Ausfallszeiten, um den Personalmangel wegzurechnen) interessieren die Öffentlichkeit ohnehin nicht nachhaltig, so dass die Notlügen gar nicht von Nöten gewesen wären.

Aber auch wenn es UM den KAV ohnehin nie still ist, und Wetten abgeschlossen werden, wann die erste APA Meldung über einen Grippepatienten am Gang daher kommen wird (noch husten die meisten in den öffentlichen Verkehrsmitteln), ist es IM KAV seit einigen Monaten wirklich relativ ruhig.
Wenn wir uns an den 20.12.2015 erinnern, dann jagen uns allein die damaligen Protagonisten wahre Schauer über den Rücken:

Weihnachten im KAV: Leise rieselt das Vertrauen

Inhaltlich hat sich an den damaligen Problemen wenig geändert, aber nach Abgang einiger rücksichtsloser Egomanen und der weitgehenden Ermattung der noch nicht in Teilzeit oder Frühpension entschwundener Mitarbeiter, ist der interne Geräuschpegel, nicht nur jetzt im Advent, wohltuend geringer geworden. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir Lösungen noch immer nicht näher gekommen sind. Das werden auch die absehbaren Jubelmeldungen, wenn der erste Patient im KH Nord seine Blutabnahme hinter sich gebracht hat und in der Gastronomie des Eingangsbereichs die Kasse klingelt, nicht überdecken.

Written by medicus58

20. Dezember 2018 at 21:50

Wien Digital – Qual ohne Wahl

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Dass Ihr Medicus den Segnungen der EDV im Gesundheitswesen nicht ganz vorbehaltslos gegenüber steht, darf als ausreichend dokumentiert gelten:

Krankenhaus EDV: erfassten Widerspruch im Anlassfall
KAV-IT: Ohne Worte
KAV-IT: Die Problemverursacher übernehmen die Macht
und da war da noch ELGA
Meine Paranoia mit der Spitals-EDV oder wenn alles steht, geht’s weiter wie bisher

Was die Wiener Zeitung pointiert wie immer als Die digitale Auferstehung der „1er“ umschrieb, also die Herauslösung der IT-Abteilungen des Allgemeinen Krankenhauses und des Krankenanstaltenverbunds und ihre Vereinigung mit der IT des Magistrats zur MA 1, lässt eine nachhaltige Verböserung der Situation erwarten:
1100 IT-Mitarbeiter überwachen über knapp 86.000 IT-Nutzer, betreuen 931 Breitbandstandorte, 70 Telekommunikationsanlagen mit 69.000 Nebenstellen, knapp 23.000 mobile Endgeräte, 5100 Server, 5400 Datenbanken, 9460 Terabyte Speicher und 113.800 Arbeitsplatz-Endgeräte

Zwar konnte das auf dringlichen Wunsch (?!?) von Ex-Finanz-Stadträtin Brauner bebaute Areal an der Stadtlauerstraße nun auch ausgelastet werden und der Magistratsdirektor konnte durchsetzten, dass er durch eine letztendlich unabwendbare personelle Ausgliederung des KAV nicht die Oberhoheit über all zu viele Personalakten verliert, aber ob das Monster Sinn macht, daran darf täglich gezweifelt werden, wenn man an der IT-Helpline hängt, wenn man wieder mal nicht in seinen PC kommt oder eine Telefonverbindung hakt.

Hat sich nicht Bürgermeister Häupl noch Ende 2016 rhetorisch echauffiert, was denn ein KAV Generaldirektor so für sein Geld macht, wenn er weder Finanz- noch Personalhoheit hat und dies auch noch kurz vor seinem Abgang 2018 bekräftigt:
Umgestaltung des Wiener Spitalsträgers in eine Anstalt öffentlichen Rechts mit eigener Personal- und Budgethoheit

Kann mir irgendjemand einen 30.000 Mitarbeiter Konzern zeigen, der keine eigene IT-Abteilung mehr hat?

Written by medicus58

20. Juli 2018 at 19:12

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