Sprechstunde

über alles was uns krank macht

SCHÜSSEL WOLFGANG und seine Unschuldsvermutung

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WEGBEREITER RECHTER KORRUPTION
Als Wendekanzler ließ sich Schüssel mit Hilfe Jörg Haiders FPÖ 2000 zum Bundeskanzler machen lassen. Die Mehrzahl der im Satanswinkerl erwähnten Personen hat Schüssel an die Schalthebel gebracht. Befürworter von Schüssels Poker glaubten, dass er so die (FPÖ) marginalisieren könnte. Die Selbstzerstörung der letzten Jahre war aber eher durch die Psychostruktur Haiders als durch das „Genie“ Schüssels bedingt.

VERSCHLEUDERER VON VOLKSVERMÖGEN
Seine Priviatisierungen von Staatsbetrieben (Staatsdruckerei, Flughafen, OMV, voestalpine, Böhler, AUA, Telekom, Post, VA-Tech, BUWOG, Austria- Tabak , …) verschleuderten Volksvermögen und schufen die Basis für Bereicherungen und Korruption (Grasser, Meischberger, Hochegger). Die Staatsverschuldung wurde dadurch (?) marginal gesenkt, die Abgabenquote stieg massiv an.

WEGBEREITER DES NEOLIBERALISMUS
Die enormen Geldmengen, die die Privatisierung des Pensionssystems in den Casinokapitalismus spülte (2. und 3. Pensionssäule) führten auch in Ö zu billigem Geld, das irgendwie angelegt werden musste. Dadurch befeuerte es Spekulationsgeschäfte, die schliesslich zur Finanzkrise 2008 führten.

KONFRONTATION STATT KONSENS
Die Speed Kills (Kohl) Politik überrumpelte Parteifreunde und – gegener, indem Begutachtungsfristen extrem kurz waren und verschiedene Themen (Gesundheit, Pensionen, …) junktimiert wurden. Das bisherige Zusammenspiel der Interessensvertretungen (Sozialpartnerschaft) wurde aufgebrochen und gezeigt, dass auch ohne Rücksprache geht. Bezeichnet wurde dies als „demokratiepolitische Normalität“ hingestellt.

SOZIALHILFESTAAT STATT WOHLFAHRTSSTAAT
Als neoliberaler Musterschüler bezeichnete er es als soziale Marktwirtschaft, indem die Lohnnebenkosten gesenkt wurden und dadurch dem Wohlfahrsstaat beendete.

MARGINALISIERUNG ALLER VERTRETUNGEN DER BÜRGERGESELLSCHAFT
Ob Gewerkschaften oder Caritas, Schüssel bewies, dass es auch ohne geht und deckte die Schwäche dieser Mitspieler im Prozess der Meinungsbildung auf. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung gewannen an Macht und hatten ihre Mitarbeiter selbst direkt im Ministerium.

WENDE
Schüssel hatte vor den Wahlen angekündigt, in Opposition zu gehen, falls die ÖVP auf den dritten Rang der Wählergunst falle. Tatsächlich fiel die ÖVP mit 26,9 % der gültigen Stimmen auf den dritten Platz hinter SPÖ und FPÖ (die um 415 Stimmen mehr als die ÖVP erhielt) zurück. Nach der Nationalratswahl am 3. Oktober 1999 kam es dennoch zu von der SPÖ unter der Führung Viktor Klimas angestrengten Koalitionsgesprächen. Im Dezember wurden die Gespräche als gescheitert betrachtet und schon am 4.Februar wurde das Kabinett Schüssel I unter wütenden Protesten aus dem In- und Ausland angelobt. http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%BCssel
Nach einem Jahr zog das Profil Bilanz:  http://www.profil.at/articles/0842/560/222230/ein-jahr-wende-abschied-konsens
2010 schrieb der Stv. Chefredakteur der Salzburger Nachrichten: Unser Land braucht eine wirkliche Wende
Erstens: Ein erschreckend großer Teil des Wende-Personals war charakterlich ungeeignet dafür, Verantwortung in der Politik zu übernehmen. Sie fuhrwerkten wie Minioligarchen in vordemokratischen Systemen. Zweitens: Der Verdacht liegt sehr nahe, dass Steuergelder nicht nur in private Taschen, sondern auch in die Kassen von politischen Parteien geflossen sind, Stichwort: Illegale Parteienfinanzierung.
Und drittens: Dieser unschöne Verdacht wird schwer zu beweisen sein, weil die Parteien praktischerweise das Privileg haben, die Liste ihrer Spenden (und Spender) nicht offenlegen zu müssen.
http://mein.salzburg.com/blog/koller/2010/01/unser-land-braucht-eine-wirkli.html

SOZIALE KÄLTE
Trotz Hochkonjunktur stieg die Jugendarbeitslosigkeit
Gebührenlawine (z. B. Reisepässe und Autobahnvignette doppelt so teuer)
Universitätsbudget gekürzt, 2001 Studiengebühr eingeführt
Verteuerung bei Strom, Gas, Kohle, Benzin, Diesel durch Erhöhung der Energieabgabe
Das Nulldefizit 2002 durch Einmaleffekte und Steuern und Abgaben von unselbständigen Erwerbstätigen erziehlt
http://www.arbeit-wirtschaft.at/servlet/ContentServer?pagename=X03/Page/Index&n=X03_999_Suche.a&cid=1197995256668

UMSCHICHTUNGEN VON ARM ZU REICH
2005 Steuerreform:
Senkung der Körperschaftssteuer (KöSt) von 34% auf 25%
Gruppenbesteuerung für Konzerne
Streichung der untersten Lohnsteuerstufe

AUSHÖHLUNG DES STAATES
Justiz:
 2003 6. November „Notstandstag“ der RichterInnen und StaatsanwältInnen; Protestversammlung von rund 900 RichterInnen und StaatsanwältInnen im Justizpalast in Wien gegen die Auswirkungen der Personaleinsparungen in der Gerichstsbarkeit
Polizei: Seit dem Jahr 2000 wurden 3.000 Dienstposten bei der Exekutive abgebaut; auch das Gendarmerie-/ Polizei-Postennetz wurde reduziert: von 1.041 Dienststellen auf 921. 120 Polizeiposten wurden aufgelassen.
Post:  Fast 951 (!) Postämter wurden geschlossen, rund 10.000 Arbeitsplätze bei der Post seit 1999 gestrichen; ebenso wurden 70 Bezirksgerichte zugesperrt, 50 Kasernen und 17 Bahnlinien stillgelegt.
http://www.pvoe.at/?pid=346&id=203

PRIVATISIERUNGEN
„Privat ist besser als Staat – das ist unsere gemeinsame Überzeugung“ (Karl-Heinz Grasser zur gemeinsamen Überzeugung hinsichtlich Privatisierungen, Pressekonferenz mit Wolfgang Schüssel, 17.11.2002)
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Industrieholding
In Summe beliefen sich die Privatisierungserlöse in der Schüssel-Grasser-Ära auf über 7,5 Mrd. Euro (ohne Grundstücksverkäufe der Bundesforste, für die keine gesammelten Daten vorliegen).
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/2422116/privatisierungen-schuessel-grasser-aera.story
Die Installierung von Peter Michaelis als ÖIAG Vorsitzender 2001 geht auf Schüssel zurück.
Staatsdruckerei
Flughafen
OMV
Böhler
AUA   
die nach teuren Managementwechsel zur politischen Umfärbung 2009 an die Lufthansaverschenkt werden musste
Telekom
Post
Österreichische Postsparkasse AG
 2003 an BAWAG, die 2006 Pleite ging
VA-Tech
BUWOG
(siehe Eintrag Grasser)
Austria- Tabak an Gallaher Group, seither 3 Standorte geschlossen und > 400 Mitarbeiter gekündigt
Bundesforste 

VOEST PRIVATISIERUNG
2003 Präzisierund des Privatisierungsauftrag der „voestalpine“ an die ÖIAG. Die Vollprivatisierung ist ein Teil des Regierungsprogramms. Dieser Präzisierung ging eine eine heftige Kontroverse um die Vollprivatisierung voran, besonders nachdem geheime Verkaufsabsichten an den Magna-Konzern von Frank Stronach (Geheimplan „Minerva„) bekannt wurden. Die nunmehrige Präzisierung enthält die Auflagen eines Verkaufes entweder über die Börse oder ein Anteilsverkauf an Finanzinvestoren, bei Wahrung eines Österreichischen Kernaktionärs sowie der Einheit des Unternehmens, so kam Raiffeisenbank Oberösterreich zum Zug .
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/494488/Privatisierung_Heisse-Debatten-um-Schlussverkauf

BAWAG TELEKOM MOBITEL ARAFAT
Schüssel flog 2003 auf Einladung der Bawag im Privatjet nach Bulgarien. Mit von der Partie: Helmut Elsner, Martin Schlaff, Leo Wallner und Josef Taus, allesamt Akteure im Bawag-Skandal.
http://www.profil.at/articles/0638/560/151956/exklusiv-in-gesellschaft
Gut ein Jahr zuvor hatte die Bawag gemeinsam mit Schlaff, dem Investmentbanker Herbert Cordt und dem ehemaligen ÖVP-Obmann Josef Taus den bulgarischen Mobilfunkbetreiber Mobiltel um umgerechnet rund 800 Millionen Euro übernommen.  An diesem 26. März 2003 sollte die Einweihung der neuen Mobiltel-Zentrale mit einem Festakt in der Oper Sofia gebührend zelebriert werden. Die Bawag hatte die Übernahme des Mobilfunkanbieters 2002 mit einem Kredit in der Höhe von annähernd 800 Millionen Euro finanziert und nach offiziellen Angaben vorübergehend einen 30-prozentigen Anteil übernommen. Der Kredit wurde zwar später zurückgezahlt. Gute Geschäfte sehen dennoch anders aus. Die Bank zog sich aus bis heute nicht restlos geklärten Gründen 2004 überhastet aus Mobiltel zurück und kassierte dafür dem Vernehmen nach rund 78 Millionen Euro. Ein Klacks verglichen mit dem Betrag, den die verbliebenen Mobiltel-Eigentümer Schlaff, Taus und Cordt im Jahr darauf kassierten. 2005 ging das bulgarische Unternehmen für 1,6 Milliarden Euro an die Telekom Austria. Die Bawag, welche ja zunächst 30 Prozent an Mobitel gehalten hatte, begab sich damit rein rechnerisch eines Erlöses in der Höhe von rund 400 Millionen Euro.
Über des Kanzlers Motive, auf Einladung und auf Kosten der Gewerkschaftsbank im Privatjet nach Bulgarien zu reisen, um dort die Bawag im Allgemeinen und Bösendorfer im Besonderen zu preisen, kann nur gerätselt werden. Die Canadair Challenger 604 gehörte zum damaligen Zeitpunkt Jassir Arafat. Finanziert wurde der 23 Millionen Dollar teure Ankauf des Jets einst von – erraten – der Bawag, so wie das Casino in Jericho.
http://www.profil.at/articles/0638/560/151956/exklusiv-in-gesellschaft

RADIKALE POLITISCHE UMFÄRBUNGEN
ASFINAG (Christian Trattner, Franz Lückler, Mathias Reichhold 2007
mit Millionen abgelöst)
ÖBB (Huber
dzt ermittelt die Justiz)
ÖIAG (Peter Michaelis)
ORF (Monika Lindner, Stifungsrat)
http://derstandard.at/1151673?seite=2
STRASSERS INNENMINISTERIUM
„POLIZEIREFORM“
„E-Mail AFFÄRE“
GEHRERS UNTERRICHTSMINISTERIUM
Direktor Wilfried Seipl (Eigenverkäufe, Feste, Freunderlpolitik)
ORF Posten für Sohn
(bis heute)

FORSCHUNGSZENTRUM SEIBERSORF / Austrian Industries
Die Umfärbung brachte eine Reihe von FPÖ-Burschenschafter in Führungsfunktionen, die das Zentrum fast in den Ruin trieben. http://sciencev1.orf.at/science/news/144187

PENSIONSSICHERUNGSREFORM
Unter Schüssels wurde 2003 unter dem Versprechen einer langfristigen Finanzierbarkeit der Pensionssysteme der Umstieg von einem Umlage- auf ein Kapitaldeckungssystem getan und eine sogn. einer zweiten und dritten Pensionssäule („Abfertigung neu“, staatlich geförderte „Zukunftsvorsorge“), umgesetzt. Somit wurden den Finanzmärkten riesige Kapitalströme für Ihr Casino zur Verfügung gestellt.  Selbst das Mastermind der Pensionsreform Winfried Pinggera (nun Generaldirektor der PVA !!!) spricht nicht heute nicht mehr von einer Pensionssicherung.

Die Versprechungen waren absurd:
„In den nächsten fünf Jahren werden die Pensionsfonds in der EU um 50 Prozent steigen“. “ (Wolfgang Schüssel, Kronen Zeitung, 29.12.2000)
Schüssel versteht das neue Abfertigungsmodell auch als Anreiz für den Kapitalmarkt. Mit dieser Zusatzpension – „zweite Säule des Pensionssystems“ – werde eine starke nachfragende Gruppe von Pensionsfonds entstehen. (Wolfgang Schüssel, APA, 9.1.2001)
Über die Abfertigung-neu erwachse nicht nur eine zweite Säule im Pensionssystem, sondern mit den Pensionsfonds eine der „ganz großen Nachfrager auf dem Kapitalmarkt“, er gehe von 20 Mrd. S (1,45 Mrd. Euro) aus, die additiv jedes Jahr dazu kommen würden. (Wolfgang Schüssel, APA, 1.6.2001)
Durch Pensionskürzungen wurden die Menschen in das neue System gezwungen:
„Wir haben die richtigen Ansätze geboten, damit jeder für sich mögliche Verluste verringern oder verhindern kann“, so der Bundeskanzler und
nannte als Begleitmaßnahmen die bereits bestehende 2. und 3. Säule der
Pensionsvorsorge.“ (Wolfgang Schüssel, BKA-Pressedienst, 6.5.2003)
Man sollte auch den Mut haben, die Menschen darauf hinweisen, dass sie mit der zweiten und dritten Säule die Möglichkeit haben, derartige Verluste auszugleichen. (Wolfgang Schüssel im Nationalrat, ÖVP-Pressedienst, 4.6.2003)
Ein bisschen Etwas für die Eigenvorsorge ist zumutbar, und die Menschen wissen das“ (Wolfgang Schüssel im Nationalrat, ÖVP-Pressedienst, 18.11.2004)

Vier Monate hat sich Wolfgang Schüssel mit der Regierungsbildung Zeit gelassen – aber den Umbau des Sozialstaats will er in sechs Wochen bewältigen. Warum bloß diese Eile, fragt sich die Nation bis hinauf zum Staatspräsidenten.
Wer nicht 45 Jahre durchgehend gearbeitet hat, erleidet herbe Verluste. Vor allem Frauen, Teilzeitkräfte und zeitweilig Arbeitslose werden nach ÖGB-Berechnung bis zu 41 Prozent weniger bekommen als nach heutigem Recht
http://www.focus.de/politik/ausland/oesterreich-der-rasende-reformer_aid_198037.html
Kurz nach der Pensionsreform folgte eine teilweise Pensionsharmonisierung, mit dem Ziel die unterschiedlichen Pensionssystem in Österreich zu vereinheitlichen.
http://www.trend.at/articles/1034/580/276395/grosse-pensionsluege-warum-ihre-pension-polit-beteuerungen
Reale Pensionskürzungen
Der Kaufkraftverlust durch Pensionsanpassungen weit unter der Teuerungsrate liegt bei rund 10 Prozent, wirkt dauerhaft und ist nicht mehr einholbar„Pensions-Kürzungs- Reform“

GESUNDHEITSREFORM
Reform des Hauptverbandes musste nach dem Spruch des Verfassungsgerichtshofes repariert werden
Einführung von Ambulanzgebühren (mussten später wieder abgeschafft werden)
Anhebung der Selbstbehalte und Erhöhungen des Krankenvers.-Beitrages
Pflegenotstand zuerst geleugnet (Schüssels Familie beschäftigte selbst illegal Pflegerinnen) dann „legalisiert)
Unfallrenten sollten besteuert werden (vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben)
Einführung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner
Externe Kosten ruinierten Krankenkassen
Das neue System der Gesundheitsagenturen und Fond wird im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen (§15a) eingeführt.

ZERSCHLAGUNG ÖBB
Es wurden fünf Aktiengesellschaften (Personenverkehr, Güterverkehr/Rail Cargo und Infrastruktur) gegründet und der aus der PORR stammende Martin Huber wird zum Holdingvorsitzenden. Viele Pöstchen wurden geschaffen.
2010 erklärte der jetzige ÖBB Chef Kern, dass die Zerschlagung Unsinn wr und die Politik legt die Bereiche wieder zusammen. Gegen Huber wird wegen Immobilien- und Finanzspekulationen ermittelt.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/363035/OeBB_Huber-im-Visier-der-Jagdgesellschaft
Erst nach Streik wird erreicht, dass das Dienstrecht von den Solzialpartnern und nicht per Gesetz von der Regierung festgelegt wird.
http://www.profil.at/articles/0346/560/69237_s1/oebb-streik-aus-bahn

EUROFIGHTER
Der Ankauf der Eurofighter war der teuerste Beschaffungsvorgang der Zweiten Republik.
2000: Schwarz-blaue Regierung beschließt Anschaffung neuer Abfangjäger.
Vor der Wahl behauptete Schüssel noch, dass eine private Plattform die Fighter zahlen werde.
2.7.2002: Nachdem InsiderInnen bei dem Vergabeverfahren lange Zeit Saab in Führung gesehen hatten, fällte die Schüssel-Regierung bei einem Kanzlerfrühstück im Juli 2002 überraschend eine Entscheidung zugunsten des EADS-Kampfjets.,
http://www.woz.ch/artikel/print_15473.html
 http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=270070
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=270034

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel beziffert die Kosten für 24 Jets mit 1,791 Mrd. Euro.
14.8.2002: Regierung beschließt wegen des Hochwassers eine Reduktion von 24 auf 18 Stück.
16.5.2003: Kosten für die 18 Eurofighter mit 1,969 Mrd. Euro inklusive Finanzierung und allem Zubehör.
1.7.2003: Eurofighter-Vertrag unterzeichnet.
9.3.2004: Rechnungshof bestätigt in einem von insgesamt drei Prüfberichten, dass der Eurofighter „zutreffend als Bestbieter ermittelt“ wurde.
1.10.2006: SPÖ Wahlversprechen „Keine Eurofighter unter einem Kanzler Gusenbauer“
13.10.2006:ÖVP übergibt SPÖ nach Wahl den Eurofighter-Vertrag.
30.10.2006: SPÖ, Grünen, FPÖ: Eurofighter-Untersuchungsausschuss
Steuerakt Steiningers: „Bundesheer, EADS“ und „1.822 Euro Kosten fürs Büffet“.
EADS-Lobbyist Erhard Steininger überwies im Vorfeld des Eurofighter-Kaufs 86700 Euro an die Werbeagentur der Frau von Generalmajor Erich Wolf
6,6 Mill € 
an 100 % Communications, die PR-Agentur Gernot Rumpolds
Die effektiven Aufwendungen beliefen sich auf 2,3 Millionen Euro, der Rest versickerte
Der Ausschuss hatte 48 Sitzungen und produzierte über 6000 Protokollseiten
6.11.2006: Verteidigungsminister Günther Platter (V) gibt die Ausstiegskosten mit 1,2 Mrd. Euro an.
8.1.2007: SP-VP Regierung, Eurofighter bleibt im Regierungsprogramm ausgespart. Verteidigungsminister Darabos bekommt von Bundeskanzler Gusenbauer den Auftrag, mit EADS über Ausstieg oder Verbilligung zu verhandeln.
6.4.2007: 87.600-Euro-Zahlung vom EADS-Lobbyisten Erhard Steininger an die Firma der Frau des für die Eurofighter-Einführung zuständigen Generalmajors Erich Wolf wird bekannt. Darabos zeigt Wolf, der im Firmenbuch als Kommanditist sowie Prokurist des Unternehmens aufscheint, wegen „des Verdachts der falschen Zeugenaussage und verbotener Geschenkannahme“ an.
10.4.2007: „Airchief“ Wolf  vorläufig suspendiert.
26.6.2007: Vergleich mit der Eurofighter GmbH: 15 statt 18, Vertragsvolumen um 370 bis 400 Mio. Euro reduziert.
27.6.2007: Die ÖVP stimmt im Ministerrat dem neuen Deal nicht zu
3.7.2007: SPÖ verlässt im Ausschuss die rot-grün-blaue Allianz
12.7.2007:  Der erste österreichische Eurofighter landet

Schüssel junktimierte Olympiabewerbung mit Eurofightern
Schüssels Bedingung für die Olympiabewerbung war, dass Salzburgs Bürgermeister Schaden in absehbarer Zeit für die Abfangjäger eintreten müsse“, sagte Schweitzer der Zeitung. Tatsächlich hatte Schaden 2006 entgegen der SPÖ-Linie die Eurofighter verteidigt.
http://news.orf.at/stories/2014784/

TRIVIA

RICHTIGE SAU
Sommer 1997 „Frühstücksaffäre“: Während einer informellen Frühstücksrunde mit österreichischen Journalisten am Rande des EU-Gipfels in Amsterdam habe der damalige Außenminister gemäß den Aussagen mehrerer Anwesender den deutschen Bundesbankpräsidenten Hans Tietmeyer als „richtige Sau“, (weil dieser den deutschen Finanzminister Theo Waigel hintergangen habe) und den dänischen Ministerpräsidenten und Außenminister als „Trottel“ bezeichnet. Um den Schaden seiner Äußerungen zu minimieren, reiste Schüssel unverzüglich nach Frankfurt, wo er in einem Vier-Augen-Gespräch mit Tietmeyer die Wogen glättete. Schüssel bestritt die Äußerungen öffentlich, die von mehreren Zeugen teilweise in eidesstattlichen Erklärungen bestätigt wurden. Der Chefredakteur der Salzburger Nachrichten, Ronald Barazon, schrieb einen Leitartikel mit dem Einleitungssatz „Wolfgang Schüssel lügt.“Im Nationalrat sagte Schüssel zu den Vorwürfen: „Die ganze Geschichte ist von Österreichern erdacht, ins Ausland weitergespielt und lanciert worden.“
http://www.zeit.de/2000/07/200007.schuessel_.xml
http://www.parlinkom.gv.at/PAKT/VHG/XX/NRSITZ/NRSITZ_00083/SEITE_0082.html

GRASSER
Nach seinem Rücktritt 2007 wollte Schüssel Karl Heinz Grasser als Vizekanzler und Finanzminister installieren. Wilhelm Molterer war als Parteiobmann und Innenminister vorgesehen. Grasser wurde von Schüssel und seiner Frau Gigi tagelang bearbeitet, bis er endlich einwilligte. Ver hindert haben dies Andreas Khol und der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa .
http://modernpolitics.at/17623/?MP=61-14463

Schweigekanzler Schüssel schwieg:

GRASSER SKANDALE NOCH WÄHREND SEINER REGIERUNG
siehe unter Grasser

VERFOLGUNG DER OPPOSITION
Haider forderte am Höhepunkt der europ. Proteste die strafrechtliche Verfolgung der Opposition, Böhmdorfer sah das als verfolgenswerte Idee. Beide sind studierte Juristen!

FORTSETZUNG DER REGIERUNG MIT ANDERER PARTEI
Als sich nach dem Knittelfelder Putsch  und im Zuge des umstrittenen Eurofighter-Kaufs, Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Klubchef Peter Westenthaler im September 2002 aus der FPÖ austraten, rief Schüssel Neuwahlen aus, holte sich Grasser als Parteifreier in den Bundesvorstand der ÖVP und erreichte bei der Wahl mehr als 42 Prozent. Als Koalitionspartner nahm er die auf 10% geschrumpfte FPÖ Haider-Schwester Ursula Haubner (Parteichefin),  Hubert Gorbach (Vizekanzler, Infrastrukturminister) . Das BZÖ wurde im April 2005 gegründet.

Wir schätzen uns glücklich, mit ihm arbeiten zu können und seine Freunde zu sein. Andreas Khol, Reinhold Lopatka, Wilhelm Molterer http://www.oevp.at/download/lopatka/Vorwort_FestschriftSchuessel.pdf

Am 5. September 2011 tritt Schüssel überraschend zurück, „um die Ermittlungen in der TELEKOM -Affäre“ nicht zu behindern“. Seither schweigt er.

LOL

3 Antworten

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  1. […] Wolfgang Schüssel (https://medicus58.wordpress.com/2012/02/15/schussel-wolfgang-und-seine-unschuldsvermutung/) nannte schon Berlusconi seinen Freund, sein stiller Vize Jörg Haider schwänzelte bis zu seinem […]

  2. Nach den Skandalen in denen Schüssel mitgewirkt hat sollte man ihm die Staatbürgerschaft entziehen.
    Schade dass er nicht mit Jörg Haider in die Hölle gefahren ist.(Jetzt kostet er uns nur viel Geld. Wegen seiner hohen Pension.)

    Janos Johann

    20. Juli 2015 at 12:59

    • Auch wenn sich die Beitraege hier im Satanswinkerl meist auf eine bestimmte Person beziehen, muss man sich schon bewusst sein, dass dahinter immer ein Gruppe an Leuten stehen, die da vieles mitermoeglichten. Ich darf da nur an Herrn Kohl und seinen Verfassungsbogen erinnern, und der ist noch immer aktiv.

      medicus58

      22. Juli 2015 at 17:51


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