Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Julius Meinl: Einen kleinen Braunen, bitte.

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Das Unternehmen Julius Meinl kaufte 1969 eine Bank und verschmolz sie 1979 mit ihrer Spar- und Kreditvereins-Genossenschaft zur Meinl Bank.
Julius Meinl V.  http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Meinl übernahm 1983 die Leitung der Bank und wandelt sie in eine Privat- und Investment-Bank angelsächsischer Prägung um. Wegen Anlegerbetrug läuft ein Verfahren. Meinl ist dzt. gegen eine Kaution 100 Mill€ auf freiem Fuss.
Siehe auch unter http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33552

Als Julius Meinl V. vor ca. 25 Jahren den Konzern übernahm, liquidierte er die Filialen der Feinkostkettte und transformierte die Meinl Bank in einen Finanzdienstleister.
Von 2003 bis 2006 erhöht sich die Bilanzsumme von 659 Millionen auf 6500 Millionen Euro. Der Überschuss verfünffacht sich von 24 auf 118 Millionen Euro. Die Meinl Bank war Market Maker für MEL, MAI und MIP und war für Börseplatzierung verantwortlich.
MEL Meinl European Land: Immobilienfonds auf Südosteuropa spezialisiert
MAI Meinl Airports International: Flughafeninvestitionen
MIP Meinl International Power: Kraftwerke in Osteuropa
MPM Managementgesellschaft Meinl (2/3) und Grassers (1/3), über die wirklich an den Konstruktionen verdient wurde ( Management-Fee, Managementgebühr) 1997 erfolgte die Gründung der MEL, damals noch als „Central European Land Limited“ 2002 erfolgt die Umfirmierung / Namensänderung auf „Meinl European Land Limited“. Die Gesellschaft wurde im November 2002 zu 11,10 Euro je Anteilschein zur Gänze an das Publikum emittiert. Nach dem Höchstwert von 21,33 (Das Papier wurde von der Börse als mündelsicher bezeichnet und massiv öffentlich beworben) http://www.conserio.at/meinl-european-land-in-turbulenzen/  kostet es nach Verkauf und Umbenennung in Atrium Real Estate weniger als 3 Euro. Provisionen für Börsengeschäfte, Managementgebühren für die Verwaltung der MEL-Immobilien – sogar die Verwendung des Namens lässt sich Meinl von der MEL vergüten. Ein Notenbankprüfbericht stellt 2008 zahlreiche Organverflechtungen zwischen der Bank, der MEL, MAI und MIP sowie der Julius Meinl AG fest. Gegenüber MEL hat sich die Meinl-Bank verpflichtet, bei Kapitalerhöhungen eine Art Ausfallhaftung zu übernehmen. Wenn neu aufgelegte Papiere nicht plazierbar wären, griffe die Bank diese auf. Dieser Fall trat mehrfach ein. Denn das Interesse der Investoren hielt sich seit dem Frühjahr 2006 in Grenzen. Für die Meinl-Bank entstand das Problem, dass sie die Papiere nicht in die eigenen Bücher nehmen konnte, weil sie damit die gesetzlichen „Großveranlagungsgrenzen“ überschritten hätte. Der Ausweg führte in die Karibik. Dort gab es eine Zweckgesellschaft namens Somal. Auf diese Weise wurde ein Finanzkarussell in Gang gesetzt: Da Somal nicht genug Kapital hatte, um den Überhang an MEL-Zertifikaten aufzukaufen, zeichnete die MEL Anleihen von Somal. Mit diesem Geld erwarb Somal MEL-Zertifikate. http://www.faz.net/s/RubFDD3C7AC2DA84A62B07572E50A34044D/Doc~EF539A62EE909420DA3A8F477EB59FDA1~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
2005 Finanzminister Grasser setzt seinen früheren Pressesprecher Lepuschitz als Staatskommissär bei der Julius Meinl Investment GmbH ein. Flöttl war in unterschiedlichen Aufsichtsratsfunktionen bei der Meinl-Bank tätig. Yachturlaub von Julius Meinl, Karl-Heinz Grasser & Fiona und Wolfgang Flöttl.
13. Juni 2007: Julius Meinl V.,Grasser und Ex-Verbund-Chef Hans Haider gründendie MIP. Später wird Grasser behaupten, operativ in der MIP gar nicht tätig sei und der Gesellschaft nur „30 bis 50 Tage“ im Jahr zur Verfügung zu stehen. Damit die Anleger durch fallende MEL Kurse nicht verschreckt werden, wird das Karussell um die MEL Rückkäufe veranstaltet. Grasser wird Manager der Meinl International Power (MIP), der zum Börsestart nützt, dass die Meinl European Land ( MEL) eigene Aktien nicht total an Wert verlieren Die MIP-Anleger verlieren die Hälfte ihres Vermögens. http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/310046/Grasser-und-Meinl-gruenden-InvestmentwbrFonds  Für die MEL gilt nicht das österr. Aktiengesetz, da der Firmensitz nicht in Österreich ist. Der Unterschied liegt beispielsweise bei Aktienrückkäufen: MEL kaufte 88,8 Mio. eigener so genannter Zertifikate (die Aktien dahinter gehören der Kontrollbank) das sind 29,6 Prozent des Stammkapitals zum Preis von 1,8 Milliarden Euro zurück. Die Zertifikate seien zum Durchschnittspreis von 20,43 Euro pro Stück erworben worden. Die 1,8 Mrd. Euro würden vom Eigenkapital abgezogen, das dann 3,1 Mrd. Euro betragen werde. Für 150 Millionen Aktien wurde nur 1 Cent bezahlt (Partly Paid Shares) und diese haben trotzdem Stimmrecht haben (dies wäre nach österr. Aktiengesetz nicht möglich). Der MEL Kurs ging am Montag den 30. August 2007 um ca. 17% zurück ! Aktueller Preis 15,75 Euro. http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/bwien/meinl-power-grasser-wuenscht-eine-rasche-einstellung-der-untersuchungen-259907/index.do
12. September 2007: Der Finanzsprecher der Grünen, Bruno Rossmann, kritisiert die Verbindung zwischen der Finanzmarktaufsicht FMA und Ex-Finanzminister Grasser, dem nunmehrigen Vorsitzenden der Meinl International Power. 17. September 2007: Laut profil haben die Aufsichtsbehörde bereits im Jahr 2006 gewusst habe, dass die Meinl Bank dem im Bawag-Prozess angeklagten Ex-Investmentbanker Wolfgang Flöttl über einen 250.000-Dollar-Kredit Geschäfte mit MEL-Aktien ermöglicht habe.
http://www.wien-konkret.at/wirtschaft/banken-sparkassen/chronologie-meinl-bank-krise-meinl-fonds/
2009 verläßt Grasser den Vorstand der MIP, als Meinl verhaftet wird.
8/2010: Wie Behördensprecher Thomas Vecsey bekanntgab, hat die Staatsanwaltschaft Wien am Freitag das Strafverfahren gegen Grasser im Zusammenhang mit Vorgängen rund um die MIP sowie die MEL eingestellt. http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/grasser-kommt-mit-weisser-weste-aus-mel-affaere-434116/index.do  Bisher hat die Bank 4400 mutmaßlichen MEL-Geschädigten ein Vergleichsangebot gemacht und dafür 18,3 Mio. Euro veranschlagt. Bisher haben es 3353 angenommen, 14,7 Mio. Euro sind bereits geflossen. Man sei bereit, Vergleiche für rund 7000 Anleger abzuschließen, die MEL-Zertifikate bei der Bank bezogen haben. Dafür will man rund 30 Mio. Euro springen lassen. Atrium, die Nachfolgegesellschaft der MEL deckt man lt. Meinl Bank Vorstand Peter Weinzierl bis zum Sommer 2011 mit bis zu 7000 Klagen ein, um an Geld zu kommen. http://derstandard.at/1292462249409/Nach-Vergleich-Meinl-deckt-Atrium-mit-Klagen-ein  Die Meinl Bank fordert 33,4 Mio. € als Ersatz für die Kosten, die ihr aus diversen Zivilverfahren der Anleger und anderen Aktivitäten entstanden sind und beruft sich auf die von Atrium beim Kauf von MEL unterzeichnete Schad- und Klagloserklärung für etwaige juristische Auseinandersetzungen rund um MEL. http://derstandard.at/1295570708766/Meinl-und-Atrium-schenken-einander-ein

Also , alles eh paletti?

 

Im Novermber 2012 bilanzieren die Salzburger Nachrichten, dass Meinl V. bis heute schon 25 Millionen € in Rechtsberatung gesteckt hat um die Justiz zu blockieren:
http://search.salzburg.com/news/artikel.html?uri=http%3A%2F%2Fsearch.salzburg.com%2Fnews%2Fresource%2Fsn%2Fnews%2Fsn1504_15.11.2012_41-43483355

Written by medicus58

4. Februar 2011 um 17:43

Veröffentlicht in Satanswinkel SKANDALTRACKER

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