Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Ein Bild sagt mehr über die Krisen Tauglichkeit dieser Regierung als Tausend Pressekonferenzen

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Wenige Stunden nach Inbetriebnahme und eineinhalb Tage vor Beginn der Massentests in Wien, war der Server down.

Dem Kurier schwankte ein Hacker Angriff u/o ein Datenleak, abends war die Seite wieder online und die Verantwortlichen konnten sich den Breakdown selbst nicht erklären.

Sollte ich wieder daran erinnern, dass ich hier seit Jahren anprangern, dass die EDV (Elga) im Gesundheitswesen krank ist? Nein, eh schon egal, ist eh jedem wurscht.

Written by medicus58

2. Dezember 2020 at 18:44

Geschichte und Lockdowns wiederholen sich mit unterschiedlichen Vorzeichen

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Link HP Neuwirth

Ob Marx nun Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal – das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce gesagt hat oder

Hegel bemerkt irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen.
Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.

Ist für uns jetzt einerlei, Fakt ist jedoch, dass es sich bei der ersten und der zweiten Welle der Pandemie andersrum verhalten hat.

Wir fingen im Frühjahr mit der Farce an und erleben nun eine Tragödie:

Als es um den 30.März knapp 10.000 aktiv Infizierte (Gesamtzahl der positiv Getesteten minus Gesundeten minus Verstorbene) gab,

Ging der gesamte aktuelle Dienst des ORF in Wechselquarantäne,

waren die Straßen leer,

Schlugen sich viele ohne rechtliche Absicherung mit Homeoffice und Homeschooling herum

Applaudierten alle

Starben Menschen in Altersheimen

Würden ganze Krankenhausstation trotz negativen PCRs in Quarantäne geschickt.

Jetzt am 30. November, kurz nach dem Höhepunkt mit fast 80.000 aktiv Infizierten

Kehrte lächelnd wie immer Nadja Bernhard nach durchgemachte Covid-19 Erkrankung in das ZIB Studio zurück

Staut es auf österreichischen Straßen fast wie immer

Schlagen sich viele ohne rechtliche Absicherung mit Homeoffice und Homeschooling herum

Applaudierten der Bundespräsident

Sterben Menschen in Altersheimen

Dürfen symptomlose Ärzte und Pflege trotz positivem aber niedrig-titrigen PCR weiterarbeiten.

Written by medicus58

30. November 2020 at 18:10

Die Ruinen der österreichischen Pandemiepolitik

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Für viele sind es die dreistelligen Todesfälle (mit und an SarsCov2) , die wir in diesen Tagen betrauern, die unser Versagen in der Pandemie-Bekämpfung beweisen.

Es ist schwer wegzudiskutieren, dass Österreich normiert auf seine Einwohnerzahl aktuell überproportional hohe Zahlen an positiven PCRs hat, was sich letztendlich, da kausale Therapien fehlen, mit einer relativ konstanten Proportionalität in Todesfällen niederschlägt.

Die tückisch-grüne Regierung sieht die Schuld ohnehin immer bei den Regierten, die sich halt nicht an die Regeln gehalten haben. Wenn man aber offenen Auges durch die (Haupt) Stadt geht, dann fallen einem viele Dinge auf, die das unkoordinierte Auf und Zu der Regierungspolitik bezeugen:

Überall werden die Straßen von verlassenen Schanigärten (siehe Bild aus Bobo-Town) verstellt, weil man der im Frühjahr (ohne große Evidenz) total gesperrten Gastronomie eine Zusatzeinnahme unter dem Heizschwammerl versprochen hat. Jetzt verzichten viele Betriebe auf das jetzt (bei viel höheren Fallzahlen) erlaubte Catering, weil es sich besser von der Verlustabdeckung aus Steuergeld lebt.

Die von Anfang an sinnlosen Rotzrampen hat man erst im Herbst verboten, die vielen selbstgestrickten und schlecht sitzenden Nasenfetzen sind noch in Massenverkehrsmitteln Standard, obwohl hier zumindest ein mehrlagiger Mund-Nasenschutz Sinn machen würde. Für das Geld, das man sinnlos für die Massentests rauspulvert, sollte sich schon so eine OP Maske für jeden UBahn-Benützer ausgehen.

Ein anderes Mahnmal der unkoordinierten Pandemie-Politik sind Schulen, in denen nicht unterrichtet wird, die aber als Wärmestuben offen stehen.

Der schlimmste Flop der Regierungspolitik ist aber die viel langsamere Reaktion der Inzidenzen auf die Hunderten Maßnahmen und Verordnungen als wir es in den meisten anderen Ländern sehen.

Auch ein Blick auf den Straßenverkehr und der Vergleich mit dem ersten Lockdown zeigen, dass die Regierung die Reaktion der Bevölkerung trotz aller PKs, PR und Dauerberieselung mit Regierungsmitteilungen nicht mehr kontrollieren kann, weil sie offenbar das Vertrauen verloren hat.

Versuchen Sie jetzt am frühen Nachmittag so ein Foto von der Reichsbrücke zu schießen, wie ich es im ersten Lockdown geschafft habe:

Written by medicus58

28. November 2020 at 23:31

Eine der interessantesten Artikel über die Geschichte der mRNA Impfstoffe, die ich bis jetzt gelesen habe

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The story of mRNA: How a once-dismissed idea became a leading technology in the Covid vaccine race

LINK zum Artikel

Written by medicus58

27. November 2020 at 13:41

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Die neue S2k Leitlinie zur stationären Covid-19 Therapie ist auch für interessierte Laien lesenswert

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Der Text gibt einen klaren (völlig unaufgeregten und objektiven) Überblick über das derzeitige Wissen und auch viele Daten zu Prognose, Langzeitfolgen und Rehabilitationsmöglichkeiten von Covid-19.

In der Kakophonie zwischen Alarmismus und Leugnung, bzw. Über- und Unterbewertung bisher bekannter therapeutischer Maßnahmen und persönlicher Anekdoten tut es gut, empirisch abgesicherte und aktuelle (Erscheinungsdatum 23.11.) Daten lesen zu können.

LINK: S2K AWMF Leitlinie

Written by medicus58

25. November 2020 at 08:02

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Wenn die nächtliche Ausgangskontrolle nicht funktioniert hat, was sagt uns das?

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Komplexizitätsforscher, Wittgenstein Preisträger, Statistiker, Journalisten und letztendlich wir alle haben seit dem Frühjahr so unsere Theorien, was alle anderen falsch machen, wenn die Infektionszahlen steigen.

Bemerkenswert aber, dass sich keiner dann kümmert, wenn die aus den verfochtenen Theorien abgeleiteten Maßnahmen nicht zum Ziel führten.

Konkret wurde über Wochen getrommelt, dass es die nächtlichen Parties und Clubs waren, die die Infektionen angefeuert haben. So gesehen waren die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen eine zielsicher Gegenmaßnahme.

Da sich, soweit das bei dem Datenchaos überhaupt sagen lässt, die Maßnahme nicht ausgewirkt hat, bleiben eigentlich nur zwei Erklärungen:

Die Bedeutung der Garagenparties wurde überschätzt und die „Expertenlagen erneut falsch, wie im Frühjahr wo die Krankenhäuser leer blieben, im Sommer, wo uns die Paare am Donaukanal doch nicht umgebracht haben und das Virus doch nicht Auto fuhr,

nur das wird keiner zugeben, also werden wir die zweite Erklärung bekommen

Die ungehorsame Bevölkerung ist wieder selbst schuld und deshalb müssen die Maßnahmen verschärft werden.

Lasst uns hoffen, dass der Totale Lockdown wirkt, dass er so stark wirken wird wie im Frühjahr, würde ich mal bezweifeln.

Übrigens könnte man die Ampeln jetzt wieder abschalten.

Written by medicus58

13. November 2020 at 19:34

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Wenn Sie vor einem Parameter in der Pandemie Respekt haben wollen, dann hätte ich einen Vorschlag und eine Antwort an Herrn Wolf

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Seit Wochen haben wir gesehen, wie erratisch die Zahlen der positiven PCRs eingemeldet werden, so dass man längst nur mehr über den gleitenden Durchschnitt spricht und nicht mehr über das tägliche Auf und Ab.

Viel relevanter als Infektionszahlen scheint mir aber der Anteil der positiv gemeldeten Teste.

Rein pragmatisch (für die Unterstufen Mathefreaks) korrigiert dieser Wert, als Ratio zwischen gemachten und positiven Tests praktisch automatisch für nicht in Echtzeit erfolgende Meldungen. Natürlich ist die Aussagekraft diese Ratio davon abhängig mit welcher Strategie getestet wird und klarerweise wissen wir nicht, weil uns das die Behörde nicht mitteilt, wie oft hier ein und derselbe Proband getestet wurde.

Trotzdem zeigt die Graphik schön, dass die jetzigen Probleme seit Anfang Oktober sich klar abgezeichnet haben. Selbst im Frühjahr lagen wir bei niedrigen einstelligen Prozentsätzen, während wir schon länger im satt zweistelligen Bereich landeten.

Auch hat Zahl der Teste zugenommen, nur erklärt das keineswegs die steilen Anstiege im Westen. So weit, so gut. Wer also bis jetzt nicht realisiert hat, dass wir ein Problem haben, der wird es wohl nie realisieren. Wie wir aber damit umgehen, das steht auf einem anderen, gleichfalls sehr unschönen Blatt.

Herr Klien kann sein Sie werden lachen, es wird ernst anbringen, aber wenn ORF Reporter plötzlich ernsthaft fragen (Wolf ZIB 10.11.), warum man sich darauf I’m letzten Sommer nicht vorbereitet hat, dann überlegen Sie mal, seit wieviele Jahren hier vor unseren Potemkinschen Spitälern gewarnt wurde. Zu glauben, ich fahre plötzlich in ein paar Monaten einen personell, baulich und technisch seit Jahren überforderten Bereich rasch mal hoch, ist doch absurd für einen gut informierten Journalisten.

Wenn im oben verlinkten Interview der ZIB Ankermann alles versucht, um von einem Arzt zu hören, was denn passieren wird, wenn die Belastungen in den Spitälern noch weiter zunehmen, dann frage ich mich langsam, ob nicht die einzig adäquate Antwort gewesen wäre:

Wenn alle Ressourcen zur Neige gehen, werden wir letztendlich den Karren von Reportern, PR-Beratern, Politikern und Gesundheitsökonomen aus dem Dreck holen lassen.

Das Gegenargument, dass sie dafür nicht ausgebildet wären gilt nicht, schließlich verordnen die überlasteten Spitalsbetreiber in der Pandemie längst ihrem Personal auch fachfremde Tätigkeiten.

Written by medicus58

11. November 2020 at 14:50

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Covid-19: Wer hat Angst vorm kleinen Mann

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Vorab, ich habe keine persönliche Meinung dazu, ob wir die Welt dadurch retten, dass wir die Schulen sperren und sich die Lehrer von ihren Schülern distanzieren oder nicht. In Ermangelung von schulpflichtigen Kindern in meinem Haushalt tangieren mich allfällige Entscheidungen nicht wirklich.
Der stete Wechsel der Schuldigen für die zweite Infektionswelle (Urlaubsrückkehrer, Donaukanalfeten, Garagenparties, …) lässt zwar prinzipiell an einer kongruenten Theorie zweifeln, jedoch ist mir das auch ziemlich schnuppe, da ich (leider heuer) Österreich-Urlaub machte, die Lokalmeile am Donaukanal nie so prickelnd empfunden habe und zwar zwei Garagenplätze für einen einzigen 12 Jahre alten Kübel mieten muss, weil ich ihn vor lauter Parkraumbewirtschaft nirgends stehen lassen kann, während ich öffentlich verkehre und beide Stellplätze in öffentlichen Massengaragen liegen, in denen eine Party doch ziemlich unpassend wäre.

Trotzdem erlaubte ich mir kurz in die PubMed zu schauen und suchte nach Metaanalysen in Bezug auf Covid-19/Coronavirus, Schulen, Übertragung und Kinder:

Das erste, so treffsicher waren die Terms offenbar nicht, fiel mir eine Cochrane Analyse aus dem April in die Hände, die bereits im Frühjahr die im Sommer von unserer und anderen Regierungen gesetzten Reisewarnungen und Quarantänen als ziemlich sinnlos darstellte, aber jetzt zum eigentlichen Thema.

Im August stellte eine andere Metaanalyse von Übertragungen im Haushalt fest, dass Kontakte im eigenen Haushalt 10x häufiger für Infektionen verantwortlich sind, als andere Kontakte und dass die Übertragung zwischen Erwachsenen 3x häufiger statt finden als zwischen Kindern.

Nicht uninteressant auch die Frage, ob man Kinder maskieren soll:
To mask or not to mask children to overcome COVID-19
Die Antwort ist ein vielleicht überraschend klares JA.

School closure and management practices during coronavirus outbreaks including COVID-19: a rapid systematic review
Hier fand man in den Untersuchungen keinen zwingenden Beweis, dass Schulschließungen einen großen Effekt haben. In Modellrechnungen waren Schulschließungen weniger (2-4% Tote verhindert) effektiv als andere Maßnahmen.

Children are unlikely to be the main drivers of the COVID-19 pandemic – A systematic review

In COVID-19 and the re-opening of schools: a policy maker’s dilemma wird auch darauf hingewiesen, dass Schulschließungen sozio-ökonomische Chancenunterschiede zwischen Schülern verstärken.

Einig sind sich alle, dass selbstverständlich auch Kinder das Coronvirus mit sich tragen können, auch (meist weniger schwer) in Covid-19 erkranken können und es natürlich auch weitergeben können. Schon aus diesem Grunde sind sie in jeder Hygienemaßnahme zu berücksichtigen.

Ob man sie aber nur aus den Schulen draußen haben möchte (und damit viel mehr unkontrollierte Kontakte zu anderen Personen riskiert), oder sie in den Schulen belassen will, scheint, wie so vieles in dieser Pandemie eher durch den eigenen Standpunkt, die eigenen Ängste und das eigene Kopfkino bestimmt.

Written by medicus58

11. November 2020 at 07:34

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Triage der Atemlosigkeit: Fürchtet Euch vor den Ärzten

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Offenbar ist „Schützen wir unsere Liebsten“ medial durch, ohne die erwünschte Erziehung erzielt zu haben, jetzt wird es mit der Warnung vor der drohenden Triage probiert.

Abgesehen davon, dass Erziehung mit Drohungen nirgends auf Dauer Früchte trug, offenbart sie im Zusammenhang mit Triage eine erhellende Sicht darauf, wie sich Journalisten und Politiker unser Gesundheitssystem so vorstellen:

Alles ist möglich, Ärzte und die medizinische Wissenschaft dürfen Wunder vollbringen, aber Angst davor Ärzte würden harte Entscheidungen fällen.

Wenn diese Entscheidungen von Mathematiker, Physiker, Theoretiker gefördert werden (Angesehene Wissenschaftler fordern  Schulschließungen) ist das scheinbar leichter zu ertragen, als von der Berufsgruppe, der wir früher ganz selbstverständlich unser Leben anvertraut haben, weil wir davon ausgingen, dass sie die notwendigen Fertigkeiten gelernt haben. Ich sage ja nicht, dass wir und unsere Standesvertreter ganz unschuldig an dieser Situation sind, das nimmt ihr aber nicht gänzlich ihre Absurdität.

Kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass sich Ärzte untereinander auch selten einig sind, denn das liegt in der Natur eines neu aufgetretenen Krankheitserreger. Dass noch weniger Detailwissen Urteile erleichtert, ist aber eine Binsenweisheit.

Jetzt mag man das Spielchen, Medien fordern dringend einen Lock down und, kaum dass er in Kraft tritt, rufen sie nach seinem Ende, als dialektischen Entscheidungsprozess auffassen, mir scheint das alles eher eine hirnlose Kakophonie, die zeigt, dass der Vertrauensverlust in uns Ärzte schon so weit geht, dass die Entscheidungen aller anderen eher akzeptiert werden kann, als dass in irgendeinem Spital, irgendwelche Ärzte in einer bestimmten Situation das richtige tun dürfen.

Und noch eine Überlegung: Auch die Forderung nach Schulschließungen, die Millionen-Investitionen in mögliche Impfstoffe, die Reservierung von Betten für Covid-19 Kranke sind eine Art Triage. Jeder Entscheidung nimmt anderen Ressourcen weg.

Das aktuelle Totschlag Argument Fürchtet die Triage könnte bald sehr nackt dastehen, wenn das Publikum den vorherigen Absatz mal begreift.

Written by medicus58

10. November 2020 at 08:09

Covid-19: Hören wir auf zu hoffen und beginnen wir an morgen zu denken

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Lassen wir uns von all den Statistiken, Modellen und Prognosen nicht täuschen, bis heute ist der politische Umgang mit der Pandemie primär auf Hoffnung aufgebaut:

Auf die irrationale Hoffnung, der Albtraum wäre bald vorbei.

Der erste Lockdown sollte zuerst Tage, dann bis zur Wiederauferstehung nach Ostern und letztlich bis Pfingsten dauern; schließlich schummelte man sich an den Schulen fast bis zu den Sommerferien hin.

Ob nahenden Therapieoptionen oder fast auslieferungsfertuge Impfungen, immer wieder wurden verbale Lichter am Ende des Tunnels beschworen und stets wurde die Karotte in die unmittelbare Zukunft gehängt.

Aber auch jetzt wird die Frage, wie es denn nach dem zweiten Lockdown weitergehen wird, offiziell nicht gestellt. Hauptsache das Weignachtsgeschäft, Hauptsache die Wintersaison kriegen wir durch!

Das alles, obwohl ein Blick in die Medizingeschichte uns lehrt, dass ein Pandemie Verlauf genau so abläuft, wie wir das jetzt sehen. Ein Blick in die Wikipedia zeigt, dass auch die „spanische Grippe“ z. B. in GB dreigipfelig verlief und sich über zwei Jahre erstreckte (1918-1920).

Auch dort war der zweite Gipfel bedeutend schlimmer als der erste.

Bitte mich nun nicht darüber zu belehren, dass damals ein anderer Virusstamm wütete, dass die Verhältnisse im und nach einem Weltkrieg mit heute nicht vergleichbar waren, geschenkt.

Auch gab es damals kaum Hoffnung auf Therapie oder Impfung, nur ändert das wenig am Verlauf in den nächsten Monaten. Wer glaubt, man könnte mal schnell die Menschheit durchimpfen, der frage mal seinen Hausarzt, wie das mit der Verteilung der Grippeimpfung grad funktioniert.

Trotzdem bereitete sich keiner der Minister nach Ende des ersten Lockdowns darauf vor, wie Schulen-, Universitäten, Home Office, Dienstleistungen und das Gesundheitssystem funktionieren können.

Das müssen wir uns anschauen.

Die Masken und Laptops werden wir bestellen.

Die Triage werden wir zu verhindern wissen.

Zu hoffen, dass irgendwann von irgendwo her die Erlösung kommen wird und man das Problem zwischenzeitlich nur medial aussitzen muss, funktioniert bei religiösen Institutionen, kaum aber in der realen Welt.

Irgendwann wird es auch dem gesalbten Bundesmaturanten und seiner tückisch-grünen Regierung dämmern, dass man auch das kunstvollste Vorspiel nicht ewig ausdehnen kann, ohne dass das Publikum laut zu murren beginnt.

Written by medicus58

8. November 2020 at 13:32

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