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Pandemiebekämpfung: Absurdität in der Praxis

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Ort der Handlung: Filiale der Bank Austria auf der Mariahilferstrasse; für nicht Ortskundige sei erwähnt, dass diese Filiale eine große 24h Halle mit mehr als einem Dutzend Selbstbedienungsautomaten hat.

Zeitpunkt: kurz vor 16:00 nachdem der Sildenafil-gehärtete Lockdown in die etwas abgeschlaffte Version überging und noch vor der großen Öffnung Mitte Mai von eh irgendwie allem.

Eine lange Schlange an Kunden wartet vor der Filiale, weil der Sicherheitsdienst vorbildlich darauf achtet, dass die behördluch erlaubte Maximalzahl an Kunden in der Filiale und die Abstände im Inneren eingehalten werden und vertröstet die Wartenden mit einem „wos soll’n ma mochen, aber um viere san ma eh weg, wos glauben S‘ wie’s a sie do obspüt jeden Tog…

Das wäre ja alles noch keine Zeile auf diesem Blog wert, wäre da nicht der Bauzaun der U-Bahn Baustelle, die seit Monaten den Gehweg der Begegnungszone gerade vor der Bankfiliale auf nicht viel mehr als einen Meter einengt und die Passantenmassen, die sich an den Wartenden vorbeiquetschen, meist maskenlos, versteht sich, weil erstens das Maskengebot im Freien aufgehoben ist, und zweitens weil es dieses auf der, auch während des harten Lockdowns auf der Mahü nie gegolten hat, obwohl es auch hier um Fressstände und andere offene Einrichtungen (Click ‚N‘ Pick) schon früher sehr dicht wurde.

Schlag 16:00 verabschiedete sich der Ordnerdienst und winkte die Wartenden alle auf einmal in die Filiale.

Sicher, eine Kleinigkeit, aber in dieser oder ähnlicher Form wahrscheinlich im ganzen Land anzutreffen. Natürlich kann man nicht 24h einen Ordnerdienst vor jeden Selfservicebereich aufstellen, aber dass behördlich genehmigte Baustellenzäune das Einhalten von Verordnungen unmöglich machen ist schon kafkaesk.

Written by medicus58

5. Mai 2021 at 08:16

Astrazeneca: Venen zu und durch, oder wie war das mit der Triage?

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Es ist immer verlockend komplexe Probleme über einfache Formeln zu kommunizieren, langfristig geht’s aber daneben.

Das „Schützen wir die Spitäler und unsere Ordinationen“, schien vor einem Jahr, zum Beginn der Covid-19 Pandemie, irgendwie logisch obwohl es die Messe Wien in ein gigantisches, jedoch nie benötigtes Lazarett transformierte. Aber wer wollte denn, dass sich das SarsCov2 in allen Ambulanzen, Bettenstationen und Arztpraxen unbehindert weitere Wirte suchen konnte. Nach Monaten, jetzt überraschender Weise weniger, lasen wir dann über nicht-infektiöse Kollateralschäden, der in der Ersten Welle medial geleerten Spitäler und Praxen.

Als die Bereitschaft der Bevölkerung nachließ sich an all die widersprüchlichen Verordnungen zu halten mit denen man jenseits der Arbeitswelt ein Distanzieren in der Freizeit erzwingen wollte, warnte man vor der Triage, also einem methodischem Verfahren zur Priorisierung medizinischer Maßnahmen, um am Ende das bestmögliche Ergebnis für die gesamte Truppe zu erzielen.

ZeroCovid und NoCovid war der Buzz, mit dem man das Virus in Schach halten wollte, bis es durch die Impfung (Pocken!) endgültig ausgerottet werden sollte, trotz Mutationen, Produktionsproblemen, Impfdränglern und nationalen Politrabauken.

Seit dem Jahreswechsel ging das mehr oder wenig Große Impfen los und es kam mit oder durch die Covid Impfung zu Todesfällen. Natürlich, wie auch in den Zulassungsstudien bei allen Vakzinen, nicht nur bei AstraZeneca.

Seither macht scheinbar jedes Land was seine Politiker, Impfgremien, Journalisten, Influencer und wer weiß wer noch will.

Zu glauben, dass es bald eine zwingende Evidenz für oder gegen einen Zusammenhang zwischen Medikament und Schaden gibt, wenn wir von Verhältnissen von 1:100.000 oder 1:500.000 reden, scheint mir optimistisch. Es dauerte Jahre bis der Zusammenhang zwischen der Einnahme von Contergan, kindlichen Fehlgeburten und Totgeburten klar wurde.

Die Keine-Toten-koste-es-was-es-wolle – Versprecher finden sich plötzlich in einer anderen Art der Triage:

wieviel (potentieller) Impfschaden des Einzelnen wiegt wieviel (potentiellen) Nutzen für den Einzelnen und die Gemeinschaft auf

Das reflexartige, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen, in den ersten Reaktionen mancher war da ebenso hirnrissig, wie die diabolische Freude der Impfgeger.

Die aktuelle Reaktion der nationalen Impfkommission, die davor die europäische Zulassungsbehörde unbedingt ins Österreichische übersetzen musste (>65 impfen?) aber jetzt nach stundenlangen Beratungen zu einem: warten wir, was die EMA sagt, gelangt, läßt einen auch etwas kopfschüttelnd zurück. Gott sei Dank wird der Spiegel wohl nicht mehr nachfragen was der Ex- Impfkoordinator Auer dazu sagt, aber hoffentlich fragt er auch nicht dessen Nachfolgerin.

Aber ernsthaft, there is no free lunch. Egal, ob es diese oder eine andere (sehr, sehr seltene) Impfnebenwirkung sein wird, ganz ohne wird es nicht gehen.

Bei der Influenza-Impfung geht man davon aus, dass es 1:1 Million zu einem Guillain-Barré-Syndrom kommt, bei der Masern-Impfung kommt es 1:10.000-30.000 zu Blutungskomplikationen (wegen vorübergehendem Abfall der Blutplättchen). Trotzdem sind diese Impfungen sowohl für den Einzelnen als auch für den Schutz der Risikopersonen der Gruppe sehr sinnvoll.

Aber glauben Sie, dass der PR-getriebene Bundesmaturant, der unserer tückisch-grünen Regierung vorsteht, sich das jemals überlegt hat, dass der Preis mit dem man sehr viele Tote verhindern kann auch mal einige Tote inkludiert.

Egal was die Europäische Arzneimittelbehörde in den nächsten Stunden sagt, was die nationalen Experten in die jeweiligen Dialekte übersetzen und die Politiker daraus verordnen, wer den Menschen noch immer verspricht, dass niemand für die Pandemie in der einen oder anderen Art zahlen wird müssen, wird im zweiten Jahr der Pandemie eine Wut entfesseln, die wir im ersten Jahr noch nicht erlebt haben. Aber das wird, gerade jetzt wo es bei uns vielleicht ernster wird als im ganzen letzten Jahr, eine Krisenbewältigung nicht gerade erleichtern.

Written by medicus58

16. März 2021 at 17:46

Dr. Watson und kein Wort über das Coronavirus

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Ich machte mir hier vor ziemlich genau 4 Jahren unter der Überschrift Ärzte waren gestern, heute diagnostizieren neuronale Netze, oder? so einige Gedanken über künstliche Intelligenz in der Medizin. So nebenher erwähnte ich auch IBMs Watson, der angeblich Krebs besser therapierte als US Onkologen.

IBMs Wunderwaffe sollte vereinfacht gesagt durch einen trainierbaren Algorithmus sowohl aus medizinischen Publikationen als auch aus individuellen Krankengeschichten gesundheitsrelevante Erkenntnisse ziehen. Bereits 2014 sah ich im Rahmen einer entsprechenden Präsentation die Augen von Gesundheitspolitikern, Versicherungsvertretern, Gesundheitsökonomen und Patientenanwälten vor Begeisterung glühen, als Big Blue ihnen bestmögliche Medizin ohne teure Ärzte versprach. 2015 weitete IBM den Bereich zu Watson Health aus, der neben Watson auch noch ander AI Tools entwickelte, z. B. automatisierte Bildbefundungen.

Aus meiner näheren Beschäftigung mit dem Algorithmus entstand auch ein relativ leicht zu realisierendes Projekt, um aus den unstrukturierten Datenbergen, die im Wiener Krankenanstaltenverbund, jetzt Gesundheitsverbund, als ASCI, Word, PDF Dateien herumliegen rasch ein paar wesentlich Informationen zu destillieren. Selbstverständlich endete das damals in den Mistkübeln der IT.

Zu meiner Überraschung kaufte dsr KAV aber im Rahmen einer Wiener Digitalisierungsinitiative dann Watson, mein Projekt blieb trotzdem rundgeordnert. In den folgenden vier Jahren habe ich aber von keiner realisierten Anwendung erfahren.

2018 habe ich mir nochmals über medizinische Anwendungen der AI unter Babylonische Zustände in der Medizin Gedanken gemacht, weil die Erfolgsstories in der Presse nicht abrissen.

Jetzt liest man plötzlich, dass sich IBM von seinem Wunderwerk Watson Health trennen möchte, weil sie mit den erzielten Gewinnen unzufrieden sind.

Auch andere groß beworbene IT Revolutionen in der Medizin, wie z. B. Haven, ein joint venture zwischen Amazon, JPMorgan Chase und Berkshire Hathaway, das versprach die Kosten der Gesundheitsversorgung zu senken, haben sich wieder aufgelöst.

Besser als David Shaywitz, der Gründer einer Health Tech Beratungsfirma kann man es nicht auf den Punkt bringen:

“To date, there’s been far more heat than light. There’s a lot of complexity to health data that requires domain expertise to understand, and just sticking a lot of values in a data lake or data swamp and then setting algorithms loose on it hasn’t proved especially productive to date.

Wieviel IBM in Wien verdient hat habe ich leider nie erfahren. Späteren Einladungen zu Watson Health Präsentationen bin ich nicht mehr gefolgt.

Written by medicus58

10. März 2021 at 22:25

Aus aktuellem Anlass

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Written by medicus58

26. Februar 2021 at 09:05

Veröffentlicht in Nationalratswahlen 2019

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Erste Welle, Zweite Welle, Dauerwelle, Dritte Welle

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Um gleich zu Beginn klar zu stellen, keine Pandemie, die ihren Namen verdient, verzichtet auf eine Dritte Welle, es sei denn sie bringt ihre Wirte zu nachhaltig um, und wer behauptet, dass die Friseursalons die großen Pandemietreiber wären, soll dafür wissenschaftliche Evidenz vorlegen.

Die CDC berichtete im Juli von zwei nachweislich an Covid-19 erkrankten Friseuren, die offenbar einander angesteckt haben, aber nicht ihre 139 Kunden zwischen 21 und 93 Jahren. Während der Verschönerung trugen übrigens beide Seiten Mund-Nasen-Schutz, ich nehme an, die beiden Figaros während der Kaffeepause nicht.

Der Umkehrschluss funktioniert übrigens nicht. In einer rezenten Analyse der britischen Statistik-Behörde, finden sich Friseure durchaus unter den Jobs, die bisher die meisten Covid-19 Todesfälle in ihren Reihen zu beklagen haben.

Diese Analyse sollte übrigens all den Gstopften, die die Pandemie mehr oder weniger gemütlich im Homeoffice verbracht haben und sich über ihre grauen Strähnchen grämen, auf das Nachtkastl gelegt werden.

Wie immer sterben mehr Hilfsarbeiter als Menschen in höher bezahlten Jobs und btw Lehrkräfte nicht häufiger als gematchte Kontrollgruppen.

Je länger der Tanz dauert, desto mehr hat man das Gefühl, dass die Hektik am falschen Platz stattfindet.

Millionen werden in die Beruhigungstests an den Schulen gepulvert, um bei einer Teilnahmerate von 99%, 0,05% positive Schüler und 0,18% positive Lehrer zu identifizieren.

Nix gegen die Teststrassen, aber auch dort liegt die Entdeckungsrate deutlich unter der sich aus den Sterbezahlen abschätzbaren Prävalenz.

Also, wie bei den Friseuren, investieren wir hier viel zu viel Energie am falschen Ende. Wird wohl auch in der Dritten Welle so weiter gehen. Virlleicht schaffen wir so sogar eine Vierte Welle, ehe sich das Coronavirus, wie damals das „spanische Grippevirus“, als „Influenza C“ einfach unter die Wahrnehmungsschwelle gleitet.

Written by medicus58

13. Februar 2021 at 14:12

Ja warum wirkt der Lockdown nicht, ihr schlimmen Bürger?

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Am 21.Jänner 2021 publizierte Eurostat eine Reihe hochinteressanter Daten über die ersten drei Quartale des letzten Jahres.

Die interessanteste Grafik in dieser Statistik ist wohl die über die Entwicklung des Bruttonationalprodukts der EU.

Wie wir sehen, führte der erste Lockdown in der EU zu einem kurzfristigen massiven Einbruch des GDP mit einer überproportionalen Erholung im gesamten dritten Quartal. Wenn ich meine persönliche Wahrnehmung als Ersatz für das (noch) fehlende 4.Quartal einsetze, nämlich den seither unvermindert gebliebenen Berufsverkehr, dann liegt für mich nahe, dass viele Gründe, die augenblicklich für die geringe Wirksamkeit des x-ten Lockdowns angeführt werden (Disziplinlosigkeit, falsche Masken, Parties,…) weitgehend irrelevant sind.

Die ungestörte Produktivität (trotz immer wieder lahmgelegter Dienstleistungsbetriebe) kann ja nur durch die weitgehend ungestört weiterlaufenden Baustellen, Fließbänder, Logistikcenter und Fabrikshallen erklärt werden, wo (auch wieder nach meiner natürliche nicht flächendeckenden Wahrnehmung) Masken und Babyelefanten im Aussterben liegen.

Natürlich ist es Wahnwitz den Wintertourismus und die Beherbergungsbetriebe augenzwinkernd weiter zuzulassen. Aber ich frage mich, weshalb jede andere Erklärung für die hohen Infektionszahlen (bei geschlossenen Schulen) viel mehr Beachtung geschenkt wird, als der Industrieproduktion und der Bauwirtschaft.

Natürlich können wir nicht alle Fabriken und Baustellen schließen, aber dort auf systematische Tests zu setzen schiene mir sinnvoller als die Nasenbohrer in den Schulen, irreale Abstandsregeln und weiterer Lickdown derer, die ohnehin schon im Homeoffice arbeiten.

Kann es sein, dass aber der politische Druck so groß ist, schließlich würde ein Stilkstand einzelner Fabriken und Bazstellen viel mehr kosten als eine geschlossene Schule, dass wir lueber mit anderen Verirdnungen abgelenkt werden ?

Written by medicus58

25. Januar 2021 at 22:59

Haben wir das Ziel aus den Augen verloren, verdoppeln wir die Anstrengungen

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Ist ja logisch, trotz hartem Lockdown bleiben die Neuinfektionszahlen hoch, die Statistik Austria verkündet eine Übersterblichkeit gegenüber dem Mittel der letzten 5 Jahre, die britischen Schilehrer-Schüler brachten B 1.1.7. ins schein-heilige Land Tirol, dss Ende der Welt wie wir sie kannten steht bevor, da muss es Verschärfungen geben.

Ein Patient leidet an einer Hypothyreose (zu wenig Schilddrüsen – Hormon) und bekommt eine entsprechende medikamentöse Ersatztherapie. Über mehrere Visiten wird die Tablettendosis immer wieder gesteigert, trotzdem bleiben die Blutwerte zu niedrig. Man verdoppelt die Dosis, obwohl bereits die letzte Dosis das Mehrfache des täglichen Bedarfs abgedeckt hätte. Fällt nur im Trubel der Schilddrüsen-Ambulanz niemand auf. Eigentlich gäbe es nur zwei Erklärungen: Der Patient schluckt die vorgeschriebenen Pulverl einfach nicht richtig (>90 Prozent aller Fälle) oder er resorbiert sie nicht richtig. Im letzten Fall wäre nicht die Dosissteigerung sondern die Abklärung der Resorptionsstörung sinnvoll. Das Beispiel können Sie auch gern für andere Therapiesituationen durchspielen. In der Arbeit mit Asthmatikern habe ich mir immer die Anwendung der Dosieraerosole (Pumperln) vorführen lassen, wenn sie wirkungslos blieben. Ein Patient hat sie dabei de facto als Raumspray benutzt und sich gewundert warum die Lunge noch immer pfeift.

Zurück zur politischen Pandemiebekämpfung:

Funktioniert die Ausgangssperre nicht, verordnen wir Eingangstests.

Kommen wir nach monatelangem Streit drauf, dass dem Virus auch Kinderkehlen schmeckt, verbarrikadieren wir den langjährigen Pisa-Versagern den Präsenzunterricht auf ewig aber führen die Schulen als Hort weiter, damit die letzten noch nicht arbeitslos gewordenen Eltern erwerbstätig bleiben können.

Glaubt man aktuellen Schätzungen sind im Handel 100.000 Menschen gefährdet sich zu den anderen fast 500.000 Arbeitslosen zu gesellen, u. a. weil der Einzelhandel (ich rede nicht von der SCS) seit Wochen geschlossen ist.

Still ist es seit dem Sommer geworden, um die gesundheitlichen Kollateralschäden geworden, die Herz-Kreislauf-, Diabetes- und Krebskranke erleiden, weil keine extramurale zusätzliche Betreuung von nicht intensivpflichtigen Covid-19 Patienten aufgebaut wurde und deshalb jeder weitere Anstieg die seit Jahren am Limit fahrenden Spitäler rettungslos verstopft.

Eine Erreger mit dem noch kein Mensch zuvor konfrontiert wurde erhöht den Bedarf an medizinischer Versorgung, aber daran kann keiner verdienen bzw. mitschneiden.

An immer mehr Masken, Tests, und EDV verdienen einige hervorragend. Deshalb wird in der politischen Pandemiebekämpfung hier der Aufwand exponentiell gesteigert, kollateral-koste es was es wolle.

Immer mehr fordert der Herr Foitik, FFP 2,3,4,5,6 Masken, Nasen-, Rachen- und Analabstriche für 250% Abdeckung für zuhause. Natürlich über das RK beschafft. Und dann fehlen die Nadeln für die Impfungen, nicht nur in Salzburg sondern auch in Wien.

Vielleicht müssten wir die Anstrengungen gar nicht verdoppeln, wenn wir die einfachen Regeln flächendeckend durchsetzen könnten. Vielleicht könnten wir uns Schulkontakte leisten, wenn wir sie in vollgestopften Gondeln und illegal geöffneten Beherbergungsbetrieben einsparen würden.

Vielleicht könnten wir Impfnadeln besorgen, wenn man nicht Millionen für das Kaufhaus Österreich verpulvern würden.

Vielleicht könnten wir uns auch auf das Ziel einigen, das medizinische, soziale, intellektuelle und ökonomische Überleben von Covid-19 und Nicht Covid-19 Kranken UND Gesunden zu optimieren.

Written by medicus58

14. Januar 2021 at 19:13

Anything goes bei den SarsCov2 Impfstoffen, aber gehen Sie weiter, da gibt’s nichts zu sehen

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Dass es bei dem AstraZeneca Impfstoff in der Zulassungsstudie zu einem kleinen Hoppala gekommen war und eine in UK ansässige Produktionsfirma nur die halbe Stoffmenge in die Impfung gepackt hat, erwies sich als Glücksfall, denn dadurch war die Sensibilisierung gegen den Virusvektor geringer und die zweite Impfung mit der vollen Dosis plötzlich ebenso wirksam wie die Konkurenz.

Beim Biontech Pfizer Produkt läuft die Sache in der anderen Richtung schräg. Seit Mitte Dezember wunderte man sich, dass nach korrekter Verdünnung des Vakzins ein nicht unbeträchtlicher Rest im Fläschchen blieb und manche Apotheker jubelten, dass sie nicht 5 sondern bis zu 7 (?!?) Impfdosen ziehen konnten. Die FDA entschied sich pragmatisch für einen Resteverbrauch.

Die Pharmazeutische Zeitung schrieb das am 17.12.2020:

Biontech und Pfizer geben an, dass eine Ampulle des Impfstoffs BNT162b2 nach Verdünnung fünf Impfdosen à 0,3 Milliliter enthalten soll. Die 2-ml-Fläschchen sind laut britischer und US-Fachinformation mit 0,45 ml Konzentrat vorgefüllt. Dies muss innerhalb der Originalampulle mit 1,8 ml isotoner Kochsalzlösung verdünnt werden. Das ergibt 2,25 ml, was bei einer Einzeldosis von 0,3 ml rein rechnerisch mehr als sieben Dosen in der gewünschten Antigen-Konzentration ergibt.

Am 18.12. hieß es aber plötzlich in der Pharmazeutischen Zeitung:

BMG bestätigt
Biontech-Ampullen können sechs Impfdosen entnommen werden

Dem Wunder von Kanaan widerspricht jedoch Experte Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia und rät  davon ab zu improvisieren: „Wir hoffen tatsächlich eher darauf, dass wir jetzt in Kürze, der Impfstoff der Firma Moderna soll ja am 6. Januar zugelassen werden, mehr richtige Impfstoffdosen bekommen“, sagt er gegenüber RTL. „Also es sollte nicht versucht werden zu improvisieren, jetzt am Anfang.“

Also ist das deutsche Vorzeigeprodukt Biontech Pfizer keine richtige Impfdosis?

Gänzlich aus dem Ruder scheint die Sache in UK gelaufen, wo man (vermutlich wegen Lieferproblemen mit der Boosterimpfung) nicht nur das in der Zulassungsstudie getestete Intervall zwischen beiden Impfungen verlängert sondern ohne jede Evidenz auch verschiedene Impfstoffe kombinieren will.

Unser Exportimmunologe Florian Krammer am New Yorker Mt. Sinai sieht das zwar kritisch, andere offenbar weniger, weil sie, nicht zuletzt unter dem Eindruck einer infektiöseren Mutation des SarsCov2 lieber viele ein bisschen als weniger ganz immunisieren wollen.

Kann man alles machen, wenn die Apokalypse drohnt und eh schon alles geht. Nur sind wir angesichts der fatality rates nicht in einer Situation in der nach vielen rechtsstaatlichen nun auch wissenschaftliche Prinzipien über Bord geworfen werden müssen.

Einem immer stärker verängstigten Teil der Öffentlichkeit aber auch der Wissenschaft scheint wirklich schon alles egal zu sein, sonst wäre der Aufschrei gegen unklare Dosierungen, off label use und Vakzin-Cocktails größer. Von Millionen Arbeitslosen, mit Steuergeld verschleppten Konkursen und geschlossenen Bildungs- und Kultureinrichtungen ganz zu schweigen.

Written by medicus58

3. Januar 2021 at 22:27

Würden nicht Menschen dran sterben, dann müsste man der tückisch-grünen Regierung und uns zu unserem Humor in der Pandemie gratulieren.

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Es ist schon absurd, wie Ösi-Land der Pandemie einen KURZen Prozess macht.

Während der ORF das Verimpfen der ersten Impfdosen auf Wagnerische Dimensionen dehnt und Kanzler Kurz mehr Airtime zugesteht, als der Aufklärung über die Impfung an sich, drängen sich Tausende im harten Lockdown vor den Liften, weil das von Anschober so erlaubt wurde. Würdige Weihnacht eben.

Im Frühjahr schickte der ORF seine Journos in Quarantäne als man die täglichen Covid-19 Todesfälle an einer Tischlerhand abzählen konnte, jetzt kündigt die genesene Nadja Bernhard die Operübertragung mit der genesenen Netrebko ebenso an, wie den Gesang des von Covid-19 genesenen Jonas Kaufmann. Also wer sich da noch vor Long Covid fürchtet, der muss schon schwer schreckhaft sein.

Der Herr Außenminister warf seit dem Sommer mit Reisewarnungen nur so um sich, zwischenzeitlich hat es Ösi-Land an die Weltspitze der täglichen Todesfälle gebracht, trotzdem hoffen die Tiroler Adler auf den fremden Gast. Da sind wir Ösis unsern Schweizer Nachbarn fast so ähnlich wie beim Geldwaschen. Wie weiland in Ischgl nehmen es auch die Eidgenossen mit der Quarantäne nicht so ernst und lassen Briten im Scharen abhauen. Würde es jemand wundern, wenn einige von denen in Privatunterkünften bei uns Aufnahme fänden?

Die tückisch-grüne Regierung hat das Stakkato von weichem und harten Lockdown und seine Regeln mit dem Ermöglichen eines würdigen (christlichen) Weihnachtsfests begründet, obwohl man dadurch eher 2020 Chanukka (10.-18.12) ermöglicht und das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest (7.1.) verunmöglicht hat.

Egal, wen kümmert meine Pressekonferenz von gestern.

Beschlossen hat man auch, dass alle über 65-Jährigen 10 FFP2-Masken kriegen sollen. Soll so 24 Millionen Euronen kosten. Während über die durchschnittliche Verwendbarkeit sehr unterschiedliche Angaben gemacht werden, sind sich die meisten darüber einig, dass diese Masken nur einmal getragen werden sollen, was die Frage aufwirft, ob man mit 10 Masken bis zum Ende der Pandemie durchkommen soll, oder iv das der PR Abteilung der Regierung ohnehin egal ist. Die Frage, ob man dieses Geld nicht sinnvoller in andere Initiativen zum Schutz älterer Bürger investieten hätte sollen, wären mir nicht aufgefallen.

Wir retten, koste es was es wolle:

Eine vergeigte App, eine verschwurbelde Ampel, eine weitere für die Schulen, die auch nichts wirklich regelte, leere Massentests und Gedränge danach,…. es ist schon großes (absurdes) Theater, was uns da geboten wird.

Da passte das Saxophon Solo von Corona Erklärer Günther Mayr gegen Ende des Interviews schon ganz gut, um dieses Jahr ausklingen zu lassen

Corona-Erklärer Günther Mayr

Privat bin I vielleicht a Trottel, aber beim Covid kenn I mi aus

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Sorry Grünmandl für den Titel, aber wos woahr is isch holt woahr.

Eigentlich wollte ich mich ja nicht Impfen lassen. Influenza, FSME, Pneumokokkennund und all das neumodische Zeug hab ich auch ohne Impfung überlebt und Masern war halt a einfache Kinderkrankheiten zu meiner Zeit. Die Punkterln haben wir alle einmal gehabt, auch wenn es vielleicht die Röteln waren.

Jetzt aber, wenn ich mich erstmal Impfen lassen will, gegen das Corona, da hat die Regierung zu wenig von dem Stoff bestellt, die Dodln.

Seit ein paar Tagen ist der Impfstoff zugelassen und noch immer nicht im Land. Jetzt fangen’s zwar nach Weihnachten an, aber statt der versprochenen 4000 Dosen kriegt Niederösterreich jetzt nur 1500.

Viel zu wenig von dem Superimpfstoff der Pfizer, des sind die mit die blauen Pulverln, du weißt schon, hat der Kurz gekauft, weil’s ihm für uns zu teuer waren. Den kriegen’s nur in die Spitäler und Altersheime.

Für die Masse setzen’s auf den AstraZeneca. Aber dieser braucht bereits Hilfe vom russischen „Sputnik V“. (Zitat Zackzack.at)

Die werden auf dem Astra sitzen bleiben. Ich nehme sicher den Biontech oder Moderna. (Zitat Standard Forum)

In Kärnten wird der erste Impfstoff erst Anfang Jänner geliefert. Zu wenig für die Bewohner und das Personal in den Pflegeheime, die zuerst geimpft werden sollen. (Zitat ORF Kärnten)

Ein Planungsdesaster. Im Kampf gegen Corona versagen EU und Bundesregierung bei der Impfstoffbeschaffung, Hunderte Millionen Dosen wurden abgelehnt. Nun kommt der Stoff zu spät – und reicht nicht für alle. (Zitat Der Spiegel)

In den USA: 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen/3 Monaten! Warum müssen EU-Bürger noch länger zwischen Lebensgefahr und Lockdown vegetieren? Bürokratie ist keine Entschuldigung! Die ist von Menschen gemacht und muss von Menschen überwunden werden, wenn sie sich als hinderlich erweist. Die Menschen sind nicht für die Bürokraten da, sondern die Bürokraten für die Menschen! Da wäre ein Horizont von 6 Monaten für die paar Österreicher? Gehts noch? Anschober und Auer könnens einfach nicht…. Ablösen! (Zitat Standard Forum)

Ich lass mich in den USA impfen ,wenn überhaupt. Ich vertraue den anderen Impfstoffen hier nicht. (Zitat Standard Forum)

Oder, wenn ich es mir genau überlege, und ich habe mich schon tief in die Materie eingelesen, dann lass ich mich überhaupt nicht Impfen. Da sollen ja Nanochips drinnen sein und man weiß gar nicht ob von Intel oder Apple.

Written by medicus58

22. Dezember 2020 at 22:27

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