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Erste Welle, Zweite Welle, Dauerwelle, Dritte Welle

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Um gleich zu Beginn klar zu stellen, keine Pandemie, die ihren Namen verdient, verzichtet auf eine Dritte Welle, es sei denn sie bringt ihre Wirte zu nachhaltig um, und wer behauptet, dass die Friseursalons die großen Pandemietreiber wären, soll dafür wissenschaftliche Evidenz vorlegen.

Die CDC berichtete im Juli von zwei nachweislich an Covid-19 erkrankten Friseuren, die offenbar einander angesteckt haben, aber nicht ihre 139 Kunden zwischen 21 und 93 Jahren. Während der Verschönerung trugen übrigens beide Seiten Mund-Nasen-Schutz, ich nehme an, die beiden Figaros während der Kaffeepause nicht.

Der Umkehrschluss funktioniert übrigens nicht. In einer rezenten Analyse der britischen Statistik-Behörde, finden sich Friseure durchaus unter den Jobs, die bisher die meisten Covid-19 Todesfälle in ihren Reihen zu beklagen haben.

Diese Analyse sollte übrigens all den Gstopften, die die Pandemie mehr oder weniger gemütlich im Homeoffice verbracht haben und sich über ihre grauen Strähnchen grämen, auf das Nachtkastl gelegt werden.

Wie immer sterben mehr Hilfsarbeiter als Menschen in höher bezahlten Jobs und btw Lehrkräfte nicht häufiger als gematchte Kontrollgruppen.

Je länger der Tanz dauert, desto mehr hat man das Gefühl, dass die Hektik am falschen Platz stattfindet.

Millionen werden in die Beruhigungstests an den Schulen gepulvert, um bei einer Teilnahmerate von 99%, 0,05% positive Schüler und 0,18% positive Lehrer zu identifizieren.

Nix gegen die Teststrassen, aber auch dort liegt die Entdeckungsrate deutlich unter der sich aus den Sterbezahlen abschätzbaren Prävalenz.

Also, wie bei den Friseuren, investieren wir hier viel zu viel Energie am falschen Ende. Wird wohl auch in der Dritten Welle so weiter gehen. Virlleicht schaffen wir so sogar eine Vierte Welle, ehe sich das Coronavirus, wie damals das „spanische Grippevirus“, als „Influenza C“ einfach unter die Wahrnehmungsschwelle gleitet.

Written by medicus58

13. Februar 2021 at 14:12

Ja warum wirkt der Lockdown nicht, ihr schlimmen Bürger?

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Am 21.Jänner 2021 publizierte Eurostat eine Reihe hochinteressanter Daten über die ersten drei Quartale des letzten Jahres.

Die interessanteste Grafik in dieser Statistik ist wohl die über die Entwicklung des Bruttonationalprodukts der EU.

Wie wir sehen, führte der erste Lockdown in der EU zu einem kurzfristigen massiven Einbruch des GDP mit einer überproportionalen Erholung im gesamten dritten Quartal. Wenn ich meine persönliche Wahrnehmung als Ersatz für das (noch) fehlende 4.Quartal einsetze, nämlich den seither unvermindert gebliebenen Berufsverkehr, dann liegt für mich nahe, dass viele Gründe, die augenblicklich für die geringe Wirksamkeit des x-ten Lockdowns angeführt werden (Disziplinlosigkeit, falsche Masken, Parties,…) weitgehend irrelevant sind.

Die ungestörte Produktivität (trotz immer wieder lahmgelegter Dienstleistungsbetriebe) kann ja nur durch die weitgehend ungestört weiterlaufenden Baustellen, Fließbänder, Logistikcenter und Fabrikshallen erklärt werden, wo (auch wieder nach meiner natürliche nicht flächendeckenden Wahrnehmung) Masken und Babyelefanten im Aussterben liegen.

Natürlich ist es Wahnwitz den Wintertourismus und die Beherbergungsbetriebe augenzwinkernd weiter zuzulassen. Aber ich frage mich, weshalb jede andere Erklärung für die hohen Infektionszahlen (bei geschlossenen Schulen) viel mehr Beachtung geschenkt wird, als der Industrieproduktion und der Bauwirtschaft.

Natürlich können wir nicht alle Fabriken und Baustellen schließen, aber dort auf systematische Tests zu setzen schiene mir sinnvoller als die Nasenbohrer in den Schulen, irreale Abstandsregeln und weiterer Lickdown derer, die ohnehin schon im Homeoffice arbeiten.

Kann es sein, dass aber der politische Druck so groß ist, schließlich würde ein Stilkstand einzelner Fabriken und Bazstellen viel mehr kosten als eine geschlossene Schule, dass wir lueber mit anderen Verirdnungen abgelenkt werden ?

Written by medicus58

25. Januar 2021 at 22:59

Haben wir das Ziel aus den Augen verloren, verdoppeln wir die Anstrengungen

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Ist ja logisch, trotz hartem Lockdown bleiben die Neuinfektionszahlen hoch, die Statistik Austria verkündet eine Übersterblichkeit gegenüber dem Mittel der letzten 5 Jahre, die britischen Schilehrer-Schüler brachten B 1.1.7. ins schein-heilige Land Tirol, dss Ende der Welt wie wir sie kannten steht bevor, da muss es Verschärfungen geben.

Ein Patient leidet an einer Hypothyreose (zu wenig Schilddrüsen – Hormon) und bekommt eine entsprechende medikamentöse Ersatztherapie. Über mehrere Visiten wird die Tablettendosis immer wieder gesteigert, trotzdem bleiben die Blutwerte zu niedrig. Man verdoppelt die Dosis, obwohl bereits die letzte Dosis das Mehrfache des täglichen Bedarfs abgedeckt hätte. Fällt nur im Trubel der Schilddrüsen-Ambulanz niemand auf. Eigentlich gäbe es nur zwei Erklärungen: Der Patient schluckt die vorgeschriebenen Pulverl einfach nicht richtig (>90 Prozent aller Fälle) oder er resorbiert sie nicht richtig. Im letzten Fall wäre nicht die Dosissteigerung sondern die Abklärung der Resorptionsstörung sinnvoll. Das Beispiel können Sie auch gern für andere Therapiesituationen durchspielen. In der Arbeit mit Asthmatikern habe ich mir immer die Anwendung der Dosieraerosole (Pumperln) vorführen lassen, wenn sie wirkungslos blieben. Ein Patient hat sie dabei de facto als Raumspray benutzt und sich gewundert warum die Lunge noch immer pfeift.

Zurück zur politischen Pandemiebekämpfung:

Funktioniert die Ausgangssperre nicht, verordnen wir Eingangstests.

Kommen wir nach monatelangem Streit drauf, dass dem Virus auch Kinderkehlen schmeckt, verbarrikadieren wir den langjährigen Pisa-Versagern den Präsenzunterricht auf ewig aber führen die Schulen als Hort weiter, damit die letzten noch nicht arbeitslos gewordenen Eltern erwerbstätig bleiben können.

Glaubt man aktuellen Schätzungen sind im Handel 100.000 Menschen gefährdet sich zu den anderen fast 500.000 Arbeitslosen zu gesellen, u. a. weil der Einzelhandel (ich rede nicht von der SCS) seit Wochen geschlossen ist.

Still ist es seit dem Sommer geworden, um die gesundheitlichen Kollateralschäden geworden, die Herz-Kreislauf-, Diabetes- und Krebskranke erleiden, weil keine extramurale zusätzliche Betreuung von nicht intensivpflichtigen Covid-19 Patienten aufgebaut wurde und deshalb jeder weitere Anstieg die seit Jahren am Limit fahrenden Spitäler rettungslos verstopft.

Eine Erreger mit dem noch kein Mensch zuvor konfrontiert wurde erhöht den Bedarf an medizinischer Versorgung, aber daran kann keiner verdienen bzw. mitschneiden.

An immer mehr Masken, Tests, und EDV verdienen einige hervorragend. Deshalb wird in der politischen Pandemiebekämpfung hier der Aufwand exponentiell gesteigert, kollateral-koste es was es wolle.

Immer mehr fordert der Herr Foitik, FFP 2,3,4,5,6 Masken, Nasen-, Rachen- und Analabstriche für 250% Abdeckung für zuhause. Natürlich über das RK beschafft. Und dann fehlen die Nadeln für die Impfungen, nicht nur in Salzburg sondern auch in Wien.

Vielleicht müssten wir die Anstrengungen gar nicht verdoppeln, wenn wir die einfachen Regeln flächendeckend durchsetzen könnten. Vielleicht könnten wir uns Schulkontakte leisten, wenn wir sie in vollgestopften Gondeln und illegal geöffneten Beherbergungsbetrieben einsparen würden.

Vielleicht könnten wir Impfnadeln besorgen, wenn man nicht Millionen für das Kaufhaus Österreich verpulvern würden.

Vielleicht könnten wir uns auch auf das Ziel einigen, das medizinische, soziale, intellektuelle und ökonomische Überleben von Covid-19 und Nicht Covid-19 Kranken UND Gesunden zu optimieren.

Written by medicus58

14. Januar 2021 at 19:13

Anything goes bei den SarsCov2 Impfstoffen, aber gehen Sie weiter, da gibt’s nichts zu sehen

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Dass es bei dem AstraZeneca Impfstoff in der Zulassungsstudie zu einem kleinen Hoppala gekommen war und eine in UK ansässige Produktionsfirma nur die halbe Stoffmenge in die Impfung gepackt hat, erwies sich als Glücksfall, denn dadurch war die Sensibilisierung gegen den Virusvektor geringer und die zweite Impfung mit der vollen Dosis plötzlich ebenso wirksam wie die Konkurenz.

Beim Biontech Pfizer Produkt läuft die Sache in der anderen Richtung schräg. Seit Mitte Dezember wunderte man sich, dass nach korrekter Verdünnung des Vakzins ein nicht unbeträchtlicher Rest im Fläschchen blieb und manche Apotheker jubelten, dass sie nicht 5 sondern bis zu 7 (?!?) Impfdosen ziehen konnten. Die FDA entschied sich pragmatisch für einen Resteverbrauch.

Die Pharmazeutische Zeitung schrieb das am 17.12.2020:

Biontech und Pfizer geben an, dass eine Ampulle des Impfstoffs BNT162b2 nach Verdünnung fünf Impfdosen à 0,3 Milliliter enthalten soll. Die 2-ml-Fläschchen sind laut britischer und US-Fachinformation mit 0,45 ml Konzentrat vorgefüllt. Dies muss innerhalb der Originalampulle mit 1,8 ml isotoner Kochsalzlösung verdünnt werden. Das ergibt 2,25 ml, was bei einer Einzeldosis von 0,3 ml rein rechnerisch mehr als sieben Dosen in der gewünschten Antigen-Konzentration ergibt.

Am 18.12. hieß es aber plötzlich in der Pharmazeutischen Zeitung:

BMG bestätigt
Biontech-Ampullen können sechs Impfdosen entnommen werden

Dem Wunder von Kanaan widerspricht jedoch Experte Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia und rät  davon ab zu improvisieren: „Wir hoffen tatsächlich eher darauf, dass wir jetzt in Kürze, der Impfstoff der Firma Moderna soll ja am 6. Januar zugelassen werden, mehr richtige Impfstoffdosen bekommen“, sagt er gegenüber RTL. „Also es sollte nicht versucht werden zu improvisieren, jetzt am Anfang.“

Also ist das deutsche Vorzeigeprodukt Biontech Pfizer keine richtige Impfdosis?

Gänzlich aus dem Ruder scheint die Sache in UK gelaufen, wo man (vermutlich wegen Lieferproblemen mit der Boosterimpfung) nicht nur das in der Zulassungsstudie getestete Intervall zwischen beiden Impfungen verlängert sondern ohne jede Evidenz auch verschiedene Impfstoffe kombinieren will.

Unser Exportimmunologe Florian Krammer am New Yorker Mt. Sinai sieht das zwar kritisch, andere offenbar weniger, weil sie, nicht zuletzt unter dem Eindruck einer infektiöseren Mutation des SarsCov2 lieber viele ein bisschen als weniger ganz immunisieren wollen.

Kann man alles machen, wenn die Apokalypse drohnt und eh schon alles geht. Nur sind wir angesichts der fatality rates nicht in einer Situation in der nach vielen rechtsstaatlichen nun auch wissenschaftliche Prinzipien über Bord geworfen werden müssen.

Einem immer stärker verängstigten Teil der Öffentlichkeit aber auch der Wissenschaft scheint wirklich schon alles egal zu sein, sonst wäre der Aufschrei gegen unklare Dosierungen, off label use und Vakzin-Cocktails größer. Von Millionen Arbeitslosen, mit Steuergeld verschleppten Konkursen und geschlossenen Bildungs- und Kultureinrichtungen ganz zu schweigen.

Written by medicus58

3. Januar 2021 at 22:27

Würden nicht Menschen dran sterben, dann müsste man der tückisch-grünen Regierung und uns zu unserem Humor in der Pandemie gratulieren.

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Es ist schon absurd, wie Ösi-Land der Pandemie einen KURZen Prozess macht.

Während der ORF das Verimpfen der ersten Impfdosen auf Wagnerische Dimensionen dehnt und Kanzler Kurz mehr Airtime zugesteht, als der Aufklärung über die Impfung an sich, drängen sich Tausende im harten Lockdown vor den Liften, weil das von Anschober so erlaubt wurde. Würdige Weihnacht eben.

Im Frühjahr schickte der ORF seine Journos in Quarantäne als man die täglichen Covid-19 Todesfälle an einer Tischlerhand abzählen konnte, jetzt kündigt die genesene Nadja Bernhard die Operübertragung mit der genesenen Netrebko ebenso an, wie den Gesang des von Covid-19 genesenen Jonas Kaufmann. Also wer sich da noch vor Long Covid fürchtet, der muss schon schwer schreckhaft sein.

Der Herr Außenminister warf seit dem Sommer mit Reisewarnungen nur so um sich, zwischenzeitlich hat es Ösi-Land an die Weltspitze der täglichen Todesfälle gebracht, trotzdem hoffen die Tiroler Adler auf den fremden Gast. Da sind wir Ösis unsern Schweizer Nachbarn fast so ähnlich wie beim Geldwaschen. Wie weiland in Ischgl nehmen es auch die Eidgenossen mit der Quarantäne nicht so ernst und lassen Briten im Scharen abhauen. Würde es jemand wundern, wenn einige von denen in Privatunterkünften bei uns Aufnahme fänden?

Die tückisch-grüne Regierung hat das Stakkato von weichem und harten Lockdown und seine Regeln mit dem Ermöglichen eines würdigen (christlichen) Weihnachtsfests begründet, obwohl man dadurch eher 2020 Chanukka (10.-18.12) ermöglicht und das russisch-orthodoxe Weihnachtsfest (7.1.) verunmöglicht hat.

Egal, wen kümmert meine Pressekonferenz von gestern.

Beschlossen hat man auch, dass alle über 65-Jährigen 10 FFP2-Masken kriegen sollen. Soll so 24 Millionen Euronen kosten. Während über die durchschnittliche Verwendbarkeit sehr unterschiedliche Angaben gemacht werden, sind sich die meisten darüber einig, dass diese Masken nur einmal getragen werden sollen, was die Frage aufwirft, ob man mit 10 Masken bis zum Ende der Pandemie durchkommen soll, oder iv das der PR Abteilung der Regierung ohnehin egal ist. Die Frage, ob man dieses Geld nicht sinnvoller in andere Initiativen zum Schutz älterer Bürger investieten hätte sollen, wären mir nicht aufgefallen.

Wir retten, koste es was es wolle:

Eine vergeigte App, eine verschwurbelde Ampel, eine weitere für die Schulen, die auch nichts wirklich regelte, leere Massentests und Gedränge danach,…. es ist schon großes (absurdes) Theater, was uns da geboten wird.

Da passte das Saxophon Solo von Corona Erklärer Günther Mayr gegen Ende des Interviews schon ganz gut, um dieses Jahr ausklingen zu lassen

Corona-Erklärer Günther Mayr

Privat bin I vielleicht a Trottel, aber beim Covid kenn I mi aus

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Sorry Grünmandl für den Titel, aber wos woahr is isch holt woahr.

Eigentlich wollte ich mich ja nicht Impfen lassen. Influenza, FSME, Pneumokokkennund und all das neumodische Zeug hab ich auch ohne Impfung überlebt und Masern war halt a einfache Kinderkrankheiten zu meiner Zeit. Die Punkterln haben wir alle einmal gehabt, auch wenn es vielleicht die Röteln waren.

Jetzt aber, wenn ich mich erstmal Impfen lassen will, gegen das Corona, da hat die Regierung zu wenig von dem Stoff bestellt, die Dodln.

Seit ein paar Tagen ist der Impfstoff zugelassen und noch immer nicht im Land. Jetzt fangen’s zwar nach Weihnachten an, aber statt der versprochenen 4000 Dosen kriegt Niederösterreich jetzt nur 1500.

Viel zu wenig von dem Superimpfstoff der Pfizer, des sind die mit die blauen Pulverln, du weißt schon, hat der Kurz gekauft, weil’s ihm für uns zu teuer waren. Den kriegen’s nur in die Spitäler und Altersheime.

Für die Masse setzen’s auf den AstraZeneca. Aber dieser braucht bereits Hilfe vom russischen „Sputnik V“. (Zitat Zackzack.at)

Die werden auf dem Astra sitzen bleiben. Ich nehme sicher den Biontech oder Moderna. (Zitat Standard Forum)

In Kärnten wird der erste Impfstoff erst Anfang Jänner geliefert. Zu wenig für die Bewohner und das Personal in den Pflegeheime, die zuerst geimpft werden sollen. (Zitat ORF Kärnten)

Ein Planungsdesaster. Im Kampf gegen Corona versagen EU und Bundesregierung bei der Impfstoffbeschaffung, Hunderte Millionen Dosen wurden abgelehnt. Nun kommt der Stoff zu spät – und reicht nicht für alle. (Zitat Der Spiegel)

In den USA: 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen/3 Monaten! Warum müssen EU-Bürger noch länger zwischen Lebensgefahr und Lockdown vegetieren? Bürokratie ist keine Entschuldigung! Die ist von Menschen gemacht und muss von Menschen überwunden werden, wenn sie sich als hinderlich erweist. Die Menschen sind nicht für die Bürokraten da, sondern die Bürokraten für die Menschen! Da wäre ein Horizont von 6 Monaten für die paar Österreicher? Gehts noch? Anschober und Auer könnens einfach nicht…. Ablösen! (Zitat Standard Forum)

Ich lass mich in den USA impfen ,wenn überhaupt. Ich vertraue den anderen Impfstoffen hier nicht. (Zitat Standard Forum)

Oder, wenn ich es mir genau überlege, und ich habe mich schon tief in die Materie eingelesen, dann lass ich mich überhaupt nicht Impfen. Da sollen ja Nanochips drinnen sein und man weiß gar nicht ob von Intel oder Apple.

Written by medicus58

22. Dezember 2020 at 22:27

Wie unterstützt man Ertrinkende oder sollte man ihnen nicht besser helfen?

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Diese Woche laufen auf Oe1 in der Serie Betrifft:Geschichte eine hörenswerte Geschichten der Behindertenbewegung und der Ersten österreichischen Krüppelarbeitsgemeinschaft.

Siegfried Braun setzte sich vor 100 Jahren für die Hilfe zur Selbsthilfe für diejenigen ein, die wir später als Behinderte bezeichneten und rezent nur mehr als Personen mit speziellen Bedürfnissen an zu sprechen haben.

Dass die Sendereihe quasi nebenher  aufdeckt, wie stark sich die Wortwahl und wie relativ wenig sich die sozialen Probleme ändern, passt sehr gut zu einem mich zunehmen verärgernden Phänomen.

Nicht erst seit der Pandemie, aber jetzt natürlich flächendeckend verspricht und verlangt jedermann und jederfrau Unterstützung.

Natürlich wollen alle Hilfe, und letztendlich Geld, das der Staat rausrücken soll, der es sich klarerweise wieder von denen zurückholen will, die ihn bisher schon finanzierten, also genaugenommen hilft und unterstützt da eh niemand irgendwen. Es handelt sich um einen höchst effizienten jedoch längst nicht mehr resilienten Tauschprozess von dem wir hoffen, und im Parlament beten, dass sich das irgendwann noch irgendwie ausgehen wird. 

Deshalb verlangt auch niemand Kredit, weil den müsste man ja selbst zurück zahlen. Sogar ein Ruf nach Ausgleich oder Konkurs, schiene mir eine bessere Umschreibung für das was abläuft, da im Rahmen der geltenden Rechtsnormen das eigene Problem auf andere, mehr oder weniger Willige, aufgeteilt wird.

Beim ubiquitären Unterstützen schwingt karitative Freiwilligkeit und teleologische Wiedergutmachung mit, aber es steht immer weniger dahinter.

Klar, Hilfe klingt so gönnerhaft und so will ein Staat nicht wirken, der stark sein will, der uns vermitteln will die Kontrolle zu haben.

Wer unterstützt wird, der darf sich oben wähnen, der Unterstützer ist unten und hebt, der Unterstützte wird gehoben.

Ja aber warum der ganze Tanz, das ganze rhetorische Gesülze, die begrifflichen Kunstgriffe im Randbereich des Religiösen?

Meiner Meinung nach nur aus einem Grunde, weil man den Begriff der Solidarität unbedingt vermeiden will.

Viel Steuerggeld zahlten Regierung und Rotes Kreuz an eine befreundete Agentur für die „Schau auf mich, schau auf dich Kampagne“, statt eine solidarische Gesellschaft einzufordern.

Immerhin hat zuletzt SP Gusenbauer mit der Forderung nach einer solidarischen Hochleistungsgesellschaft einen Spagat zwischen Klassik und Moderne versucht und sogar eine NR Wahl gewonnen, in seinen jetzigen Tätigkeiten für die Vereinigung der Oligarchen und Diktatoren aller Länder scheint er sich aber auch schon meilenweit davon entfernt zu haben.

Irgendwie führt das alles zum Schluss, dass viele Begriffe so desavouiert wurden, dass wir immer neue erfinden müssen, ohne dass wir noch an die Probleme selbst heran kommen. Auch deshalb beten wir im Nationalrat, dass die Ertrinkenden noch irgendwer von draußen aus dem Wasser ziehen möge, damit wir sie dann wieder unterstützen können.

Written by medicus58

11. Dezember 2020 at 13:50

Massentests zur Verbesserung des Seelenzustandes

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Gute Kommunikation holt die Leute ab wo sie stehen, die Selbstbeweihräucherung des Bundesmaturanten, der offenkundig für alle überraschend Massentests am Ende von Herbstferien (=Schulschließungen), Lockdown light und Lockdown hart angekündigt hat, holt die Menschen offenkundig nicht ab und brachte nicht zu den Teststrassen.

Aktuell liegen die gefundenen Positivraten mit zT deutlich unter einem Prozent und somit drastisch unter dem statistisch (ungebiaste Probanden Selektion, PCR basiert) aussagekräftigen Ergebnis der letzten Dunkelziffer Studie, die 3,1% Positivrate unter den >16-Jährigen fand.

Auf Grund früherer eigener Studien zu Blutdruck- und Blutfett-Screenings bin ich mir ja völlig sicher, dass freiwillige Screening Angebote immer die Falschen erreichen. Die Kurz’schen Massentests sind Geldverschwendung und auch nicht die vom Wiener Gesundheitsstadtrat Hacker erhofften Seelentröster, weil zuerst nur die Ängstlichen mit niedriger Vortestwahrscheinlichkeit kommen, die – zu Recht, weil Momentaufnahme – nach kurzem Aufatmen wieder Angst entwickeln werden. Die Angst wird aber dann größer werden, denn es kommt zu einem Teufelskreis, einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Das Unterbewusstsein hat gelernt, dass die Gefahr ja wirklich groß sein muss, weil sonst würde man ja nicht mit großem Aufwand Massentests veranstalten.

Theoretisch könnte man die Ergebnisse, die schließlich mit AG Schnelltesten erhoben wurden, die erst bei höherer Viruslast positiv werden, auch als Beweis für die für klinische Belange zu hohe Sensitivität der PCRs sehen.

Aber offenkundig nicht als Ordinarius für Labormedizin, der im Kurier zitiert wird: Viele Positivtests könnten noch negativ werden (Ossi, Ossi, hoffentlich wurdest Du falsch zitiert)

Auch Rendi-Wagner Vorschlag für zweimalige Heimtests pro Woche wirkt vor diesem Hintergrund als sinnbefreiter Aktionismus in einem Land das ohnehin jeden, den es kriegen könnte testet.

In den elektronischen Krankenakten findet man bei chronisch Kranken inzwischen leichter einen SarsCov2 Test als ein aktuelles Blutbild.

Beide Aussagen legitimieren die Kurz-sichtige PR-Maßnahme, mit der er wieder die Lufthoheit erreicht hat und für deren Scheitern (in Wien) natürlich das Land und nicht der Kanzler Schuld sein wird.

Was auch immer hinter der praktizierten Teststrategie dieses Landes steckt, sinnvoll im Sinne einer Kosten effizienten Eindämmung des Infektionsgeschehens und einer bestmöglichen Versorgung schwerer und schwerst Erkrankten ist das alles nicht.

Mit dem Geld, das da an die Labormedizin rausgepulvert wird, wäre eine engmaschige, ambulante Versorgung der Erkrankten zu Entlastung des stationäre Arms des Gesundheitssystems finanzierbar und käme bei den Kranken (Covid und Seelentrost) an und nicht bei Gesunden, die Seelentrost benötigen, weil sie als Kollateralschäden einer PR-getriebenen Politik billigend in Kauf genommen wurden.

Written by medicus58

6. Dezember 2020 at 12:06

Die Ruinen der österreichischen Pandemiepolitik

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Für viele sind es die dreistelligen Todesfälle (mit und an SarsCov2) , die wir in diesen Tagen betrauern, die unser Versagen in der Pandemie-Bekämpfung beweisen.

Es ist schwer wegzudiskutieren, dass Österreich normiert auf seine Einwohnerzahl aktuell überproportional hohe Zahlen an positiven PCRs hat, was sich letztendlich, da kausale Therapien fehlen, mit einer relativ konstanten Proportionalität in Todesfällen niederschlägt.

Die tückisch-grüne Regierung sieht die Schuld ohnehin immer bei den Regierten, die sich halt nicht an die Regeln gehalten haben. Wenn man aber offenen Auges durch die (Haupt) Stadt geht, dann fallen einem viele Dinge auf, die das unkoordinierte Auf und Zu der Regierungspolitik bezeugen:

Überall werden die Straßen von verlassenen Schanigärten (siehe Bild aus Bobo-Town) verstellt, weil man der im Frühjahr (ohne große Evidenz) total gesperrten Gastronomie eine Zusatzeinnahme unter dem Heizschwammerl versprochen hat. Jetzt verzichten viele Betriebe auf das jetzt (bei viel höheren Fallzahlen) erlaubte Catering, weil es sich besser von der Verlustabdeckung aus Steuergeld lebt.

Die von Anfang an sinnlosen Rotzrampen hat man erst im Herbst verboten, die vielen selbstgestrickten und schlecht sitzenden Nasenfetzen sind noch in Massenverkehrsmitteln Standard, obwohl hier zumindest ein mehrlagiger Mund-Nasenschutz Sinn machen würde. Für das Geld, das man sinnlos für die Massentests rauspulvert, sollte sich schon so eine OP Maske für jeden UBahn-Benützer ausgehen.

Ein anderes Mahnmal der unkoordinierten Pandemie-Politik sind Schulen, in denen nicht unterrichtet wird, die aber als Wärmestuben offen stehen.

Der schlimmste Flop der Regierungspolitik ist aber die viel langsamere Reaktion der Inzidenzen auf die Hunderten Maßnahmen und Verordnungen als wir es in den meisten anderen Ländern sehen.

Auch ein Blick auf den Straßenverkehr und der Vergleich mit dem ersten Lockdown zeigen, dass die Regierung die Reaktion der Bevölkerung trotz aller PKs, PR und Dauerberieselung mit Regierungsmitteilungen nicht mehr kontrollieren kann, weil sie offenbar das Vertrauen verloren hat.

Versuchen Sie jetzt am frühen Nachmittag so ein Foto von der Reichsbrücke zu schießen, wie ich es im ersten Lockdown geschafft habe:

Written by medicus58

28. November 2020 at 23:31

Kam der Totale Lockdown zu früh? oder „Z’weng und z’vü is Dene Narr’n earna Zü“

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Der Spruch stammt von meiner Großmutter, der Verdacht gründet sich auf Erich Neuwirths Zahlen, hier der ganze Tweet:

Am Freitag den 13. verlangte ich hier unter dem Eindruck steigender Neumeldungen positiver Testergebnisse eine kritische Auseinandersetzung mit den Prämissen der bisher gesetzten Maßnahmen ( Wenn die nächtliche Ausgangskontrolle nicht funktioniert hat, was sagt uns das?).

Als noch am Samstag Vormittag das Land vor der nächsten ZIB Spezial mit Pressekonferenz und Worthülsen-Angriff zitterte, weil der Totale Lockdown alternativlos schien, twittert Neuwirth (siehe oben), dass die Zahl der neu eingemeldeten positiven Teste im Vergleich zum Vortag (ca. 10.000 inkl. Nachmeldungen) gefallen waren.

Selbstverständlich wies Neuwirth darauf hin, dass man angesichts des Datenchaos (Nachmeldungen, unterschiedliche Zahlen zwischen den Ministerien, nur positiv Meldungen bei AG Schnelltests) aus dem einen Wert nicht zu viel ableiten sollte.

Heute Sonntag setzt sich der Trend aber sehr deutlich fort:

Bei allen berechtigten Einwänden gegen vorzeitigen Jubel (Zeitverschiebung zwischen Maximum der Neumeldungen und Spitals- und Intensivbelegung) und erwartbar punktuell schwierigen Situationen, wenn der Bundesmaturant in der gerade abgelaufenen Pressestunde von noch mehr Verschärfungen spricht, fällt mir wieder meine Großmutter ein (Hochdeutsch: Zuwenig und zuviel is der Narren Ziel) .

Gerade wenn man die zeitliche Verschiebung zwischen Ansteckung und Hospitalisierungspflicht im Hinterkopf hat, muss es doch klar sein, dass HEUTE jede weiter Verschärfung zu spät käme, wenn man befürchtet, dass die Maßnahmen vor 2 Wochen zu gelinde waren.

Ich behaupte mal auf Basis der jetzt vorliegenden (statistisch nicht signifikanten) Trends zwei Dinge und lasse mich in den nächsten Wochen gerne dafür prügeln.

Wenn man sich seitens der Verantwortlichen seit dem Sommer sicher war (medial wurde es so getrommelt), dass es die nächtlichen Umtriebe der Bevölkerung waren, die das Infektionsgeschehen befeuerten, dann hätten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen mindestens eine Woche früher kommen müssen, um ihre Wirkung besser abschätzen zu können.

Es spricht einiges dafür, dass der erneute totale Lockdown, der Bildung, Wirtschaft und die Psyche der Gesellschaft erneut an die Wand fährt, eine Überreaktion der tückisch-grünen Regierung ist, die sich aus ihrem selbst gewählten Wolkenkuckucksheim aus PR-Beratern, handverlesene Experten und willfährigen Medien weder befreien will noch kann und damit mehr menschliches Leid zu verantworten hat, als es das Virus jeh geschafft hätte.

Written by medicus58

15. November 2020 at 12:28

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