Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Hackordnung

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2016 suchte Noch-BGM Häupl wieder dringend Personal für das Wiener Gesundheitswesen und streute dem Zilk’schen Erbstück Peter Hacker rote Rosen, pardon rote Nelken, von wegen Topmanager und so.  KAV-Generaldirektor oder Gesundheitsstadtrat, da wäre alles drinnen meinte Die Presse zu wissen: Wiener Postenkarussell: Hacker auf Weg nach oben

Immerhin war ihm (dem Vernehmen nach) bereits 2004 das Gesundheitsressort angeboten worden, nach der Ablöse von Elisabeth Pittermann. Damals soll Hacker aber abgelehnt haben, weil er sich mehr als Manager denn als Politiker sieht.

Im Jänner 2017 konnten Sie hier lesen, dass der Herr über große Teile des Wiener Sozialbudgets dieses lieber weiterhin außerhalb des medialen Scheinwerferlichts verteilen wollte und somit blieb was er war:
Herr über den unter seiner Führung rasant angewachsenen Fond Soziales Wien.

Wenn DIE Hackn nicht einmal der Hacker will !?!

Nun aber scheint die Stunde geschlagen zu haben, in der die Stadtpartei Gehorsam einfordert für die bisherige Karriere:
There is no free lunch.

Die meisten aktuellen Presseportraits erinnern nur an Hackers Funktionen als Drogenkoordinator (1992-2003) und Flüchtlingskoordinator (ab 2015) und erwähnen nur beiläufig die über eineinhalb Milliarden Euro, über deren Verwendung Hacker entscheiden konnte. Das wenigste leistet der FSW selbst, er ist vielmehr das Füllhorn an dem die zahnlosen Einrichtungen hängen, die dann die eigentliche Sozialarbeit leisten. Hier zu entscheiden, wer was bekommt ist schon was.

Der FSW hat weniger als 800 Mitarbeiter, von denen (Hallo, KAV) 2016 gerade mal noch 20% bei der Stadt Wien angestellt waren: https://2016.fsw.at/uploads/2016/downloads/FSW_Zahlen_2016.pdf

Hacker hätte sich wohl gut mit GD Janßen und seinem Stv. Thomas Balázs verstanden, die ja auch stets von „Leistungen, die man zukaufen muss“ schwärmten, weil ja ein riesiges Spital z.B. keinen eigenen Tischler mehr braucht, der rasch einmal einen kaputten Sessel repariert, wenn man ja dafür auch Leistungen ausschreiben kann …. Auf die Kernkompetenz beschränken und entscheiden wer dran kommt:
Der Teufelskreis der Auslagerung – oder wie macht man Cash?

Richtig spanned wird es aber nun in der Gangbetten-Frage, denn ein Dauerbrenner dieser Stadt war, dass in der Vergangenheit viele Akutbetten mit Patienten belegt sind, die schon längst in eine Pflegeeinrichtung überstellt werden konnten,
deren „pro curatio“ Antrag aber im Fond Soziales Wien „abliegt“, der wieder ein Bett in einer der vielen Einrichtungen zuteilt.
Einen besonderen Schachzug leistete man sich dort, als Kritik an den Wartezeiten laut wurde, in dem man nicht die Zeit zwischen Posteingang und Zuweisung als „Wartezeit“ berechnete, sondern erst ab dem Zeitpunkt die Uhr tickte, da der betreffende Akt erstmals bearbeitet wurde …

Eigentlich keine schlechte Idee von Bald-BGM Ludwig nun den ehemaligen FSW-Chef zum „Manager, nicht Politiker“ beider Einrichtungen zu machen, des KAV mit seinen Pflegeheimen und des FSW.
Ist eine sportliche Leistung, die Hacker da bringen muss, aber die Agenden Sport hat er eh auch noch bekommen…

Written by medicus58

16. Mai 2018 um 19:54

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