Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Wenn DIE Hackn nicht einmal der Hacker will !?!

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hacker

Die Bassena wusste es schon seit Wochen und die Presse greift es seit November immer wieder auf: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5150529/Michael-Haeupls-Drahtseilakt :

Peter Hacker. Der Chef des Fonds Soziales Wien (FSW) soll Wehsely als Gesundheitsstadtrat nachfolgen – oder den Wiener Krankenanstaltenverbund übernehmen.

Grund sich einmal mit nach Originalton einiger SP-Granden „einem der besten Manager des Landes“ näher zu befassen, auch wenn dieser bislang abstritt, einen der angesprochenen Schritte ins politische Rampenlicht überhaupt zu beabsichtigen.

Googelt man sich durch das Netz fällt auf, dass es kaum Fakten über den Mann gibt, der als FSW- Chef im Auftrag der Stadt Wien einen Milliardenumsatz koordiniert.
Keiner spricht übrigens auch davon, dass das chronische Gangbettenproblem des KAV u.a. auch auf die schleppende Übernahme der Pflegefälle durch den 2003 gegründeten FSW (Fond Soziales Wien) verursacht wird.
(Indische Betten: Die Betten am Ende des Ganges (Director’s Cut) https://medicus58.wordpress.com/2017/01/11/indische-betten-die-betten-am-ende-des-ganges-directors-cut/)

Aus den, für einen Spitzenmanager beachtlich dürftigen Informationen lässt sich sagen:

Hacker trat 1982 in den Dienst der Stadt Wien und wurde
1985 von Bürgermeister Zilk als persönlichen Berater installiert.
Dann Drogenkoordinator (1992-2003),
ab 2001 FSW Chef und
seit 2015 Wiener Flüchtlingskoordinator,
waren die weiteren Karriereschritte, so dass Hacker inzwischen der Dreh- und Angelpunkt einer ausgelagerten Sozialpolitik und Flüchtlingspolitik des Roten Wien ist, die im Bewusstsein der meisten Wiener als noch „im Rathaus“ angesiedelt empfunden wird.

Deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass er kaum digitale Fußabdrücke hinterließ. Bei einer anderen der „grauen Wiener Eminenzen„, dem aktuellen Magistratsdirektor (Dr. Erich Hechtner) ist z.B. Googel viel gebefreudiger ….

Das was jetzt mit dem KAV geplant ist, eine Auslagerung insbesondere der Mitarbeiter, ist mit dem FSW schon längst abgeschlossen, so gesehen wäre Hacker aus Sicht der Wiener SPÖ sicher der ideale Macher.

Dem Zehnjahres-Jubiläums-Folder entnimmt man, dass allein 2004 der FSW 70 auf 700 MitarbeiterInnen gewachsen ist, Tochterfirmen gründet, obwohl in vielen Fällen eigentlich nur Aufträge an Dritte verteilt, also gar nicht selbst Leistungserbringer ist (http://zeitreise.fsw.at/)

Natürlich ist Hacker auch beim jüngsten Geniestreich der Gesundheitsreform dabei, dem Wiener Pilotversuch des Teweb, der medizinischen Kummernummer, die Patienten vor Selbstzuweisungen abhalten soll:
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/842863_Eine-Nummer-fuer-alle-Faelle.html 

(Vergleiche auch: Drücken Sie die 1 wenn Sie krank sind oder die 0 wenn sie tot sind https://medicus58.wordpress.com/2014/07/02/drucken-sie-die-1-wenn-sie-krank-sind-oder-die-0-wenn-sie-tot-sind )

Auch hier geht es um nicht wenig Steuergeld ….

Die Kosten für die Errichtung und den laufenden Betrieb in der Probephase in den drei Bundesländern werden vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger mit drei Millionen Euro beziffert, wobei 2,5 Millionen Euro durch die Sozialversicherung erbracht und die restlichen 500.000 Euro zwischen den Partnern Bund, Pilotländer und Sozialversicherung gedrittelt werden.
http://oesterreich.orf.at/stories/2792712/

Hacker steht also in Wien immer mehr im Zentrum einer zwar ausgelagerten aber unter dem Deckmantel der Stadt Wien fungierenden Sozialpolitik und prädestinierte sich schon bei seiner Installierung als FSW Chef Schönredner solcher Auslagerungen. Die damaligen Wortspenden kommen einem doch bekannt vor, nicht?

„Es war klar, dass wir aus den traditionellen Organisationsformen ausbrechen müssen, um völlig neue Wege zu gehen.“ Peter Hacker, FSW-Geschäftsführer

„Es war die grundlegendste Veränderung, die das Gesundheits- und Sozialwesen im letzten Jahrzehnt erfahren hat. Ich war absolut überzeugt, dass es in der Person Peter Hacker liegt, dass diese Idee zum Erfolg geführt wird. Heute sehe ich, dass ich Recht behalten habe.“
Elisabeth Pittermann, ehemalige Stadträtin für Gesundheit und Spitalswesen

„Zum einen ging es damals darum, die auf mehrere Ressorts verteilten Zuständigkeiten zu bündeln. Außerdem wollten wir trennen zwischen der Finanzierung der Leistungen und der Aufsicht und Überprüfung.“
Sepp Rieder, ehemaliger Vizebürgermeister

Er scheint auch ein eiserner sparer, was all die Einrichtungen, die am Trop der Förderungen hängen bestätigen:

„Wir haben erst lernen müssen, alles zu berechnen und vorzulegen. Unsere Verhandlungsbasis war immer gut, gekämpft haben wir trotzdem.“
Schwester Josefa, ehemalige Generalökonomin Barmherzige Schwestern

Insgesamt verwaltet und verteilt Hacker laut Medienberichten ein Jahresbudget von fast 1,5 Milliarden €.

„Mit diesem Modell gelingt es dem FSW, die Steuergelder noch besser und wirtschaftlicher einzusetzen.“
Alexandra Nuster, Leiterin Controlling

2012 sah es Grünen-Schattenchef Ellensohn aber noch kritischer:

Klubobmann David Ellensohn kritisiert im Heute-Gespräch vor allem die massiven Kostensteigerungen in den Führungsetagen und den offenbar nur sehr dezent ausgeprägten Sparwillen: „Die Kosten für den Bereich Geschäftsführung und Stabsstellen haben sich von 2009 auf 2010 um rund zehn Millionen Euro exorbitant erhöht“, so der Grünen-Klubchef.
Betrugen die Aufwendungen im Jahr 2009 „nur“ 19,4 Millionen Euro, waren es im Jahr darauf bereits 29,5 Millionen Euro. Schwarz auf weiß dokumentiert im Rechnungsabschluss. Interessantes Detail rund um die „Grundversorgung“: Sie wurde vom FSW an die Caritas ausgelagert. http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/Harte-Kritik-der-Gruenen-an-Fonds-Soziales-Wien;art23652,655110

Medial taucht Hacker aber nur sehr selten auf.
Im Auto-Standard z.B., um sich als kompromissloser Audi-Nutzer zu outen, dem die Grüne Verkehrspolitik am Auspuff vorbei geht ….

Der Flüchtlingskoordinator leistet sich „als wirklich einzigen Luxus in meinem Leben einen teuren Audi, für den ich hart gearbeitet habe“. Das Modell wird verschwiegen, aber: „Mein Audi kann all das, wovon die Generation K.I.T.T., aus der ich komme, immer geträumt hat.“
http://derstandard.at/2000036468282/Was-mich-bewegt-Peter-Hacker-Fluechtlingskoordinator

 

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Written by medicus58

12. Januar 2017 um 21:21

4 Antworten

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  1. Ich hab vor zwei Jahren mal versucht etwas Licht in das Gestrüpp der in der wiener Umgebung am Thema Gesundheit beteiligten Firmen und Organisationen zu bringen – chancenlos ausgelagert und verstrickt.

    Hansi

    12. Januar 2017 at 23:22

  2. Sonja Wehsely geht zu Siemens http://wien.orf.at/news/stories/2819690/

    Christine Kainz

    13. Januar 2017 at 12:11

  3. Sonja Wehsely verlässt Politik, wechselt nach Deutschland http://www.profil.at/oesterreich/wehsely-haeupl-wien-siemens-7938255

    Christine Kainz

    13. Januar 2017 at 12:12


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