Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Janßen identifizierte sich nicht mit dem Gesamtinteresse der Stadt Wien und musste gehen

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Spätestens seit dem noch immer beim Arbeitsgericht anhängigen Verfahren Dr. Rainer gegen die Stadt Wien wissen wir, dass sich die Stadt Wien von Mitarbeitern – unabhängig von ihren sonstigen herausragenden fachlichen Fähigkeiten – trennt, wenn diese sich „nicht mit dem Gesamtinteresse der Stadt Wien“ identifizieren.
Hier haben wir das vor über einem Jahr unter Dr. Rainer kann nicht KAV Generaldirektor werden: Fehlendes Gesamtinteresse der Stadt Wien gegenüber  thematisiert.
Es darf zwar bezweifelt werden, dass es sich nun beim unfreiwilligen Abgang von Udo Janßen aus dem KAV genauso zugetragen hat,
jedoch hat es die frisch-gebackene Gesundheitsstadträtin Frauenberger ähnlicho dargestellt: Das Vertrauen ist verloren gegangen“ und aus die Maus!

Wenn für Sie, liebe Leser, die beiden Vorgänge auf den ersten Blich wenig miteinander zu tun haben, beweist dies nur, dass wir es bereits völlig akzeptiert haben, dass ungenügend definierte „Befindlichkeiten“ für die Berufskarriere bei der Gemeinde Wien wesentlicher geworden sind, als harte Fakten.
Wenn Sie aber nun glauben, dass ich Herrn Janßen auch nur eine Träne nachweine, darf ich Sie auf die nachfolgenden Links verweisen,
nur ist das nicht der Punkt.

Da die neue Organisationsstruktur (Auslagerung, …) des KAV zumindest in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt wurde, wird es auch in dieser Phase kaum gelingen, einen ernsthaften Manager als Nachfolger zu finden. Wer übernimmt die Kapitänswürde auf einem Schiff, von dem weder bekannt ist, wohin es fahren wird, noch, ob es nicht überhaupt fliegen oder tauchen muss! Bis zu dieser Entscheidung, hätte man vom ehemaligen Heilsbringer vielleicht noch eine Gegenleistung für sein Salär verlangen können, und wenn es wie bei der Post-Auslagerung in einer Stiftung wäre …..

Vielleicht werden Sie auch sagen, dass durch den Abgang Wehselys (Ciao, Sonja Ciao; Leider nicht (16.5.) aber JETZT !!! ) das Trachtenpärchen der KAV Priviatisierung (Kleine(r) Mann/Frau was nun) gespalten war und es nur eine Frage der Zeit war, dass sich Wehselys Nachfolgerin einen Generaldirektor suchen wird, der auch ihr Vertrauen genießt, nur ist mir Vertrauen und Identifikation, so wichtig das AUCH ist, als Hauptargument zu wenig!

Der Punkt ist, weshalb die Stadt Wien plötzlich kein Vertrauen mehr in den Mann mehr hat, den man als Wunderwuzzi von seinem deutschen Schreibtischposten weggeholt und zuerst in die Direktion eines der größten Krankenanstaltenbetreibers Europas gehievt hat.
Der Punkt ist, weshalb die Stadt Wien einst so großes Vertrauen in Janßen hatte, dass er, sobald sein Vorgänger Marhold knapp nach einer Vertragsverlängerung als Generaldirektor mehr Interesse für seine Privatordination verspürte als für den KAV, Janßen vom Direktor zum Generaldirektor emporhob, obwohl sein Führungsstil, seine Tendenz zur Fremdvergabe, ….. ja alle seine Qualifikationen schon längst offenkundig waren:
16.4.2014 Mann, ist der Mann gut, der nun im KAV aufräumt ….
14.9.2014 Miniwahr KAV: Recht v.s. Propaganda und noch was anderes in dem Zusammenhang

Wer aber dem Ex-General nun das Debakel um das KH Nord anhängen möchte, hat zwar seit 1.1.2017 (Hat der weiße Murl seine Schuldigkeit getan?) formal Recht, negiert aber, dass die wesentlichen Fehlentwicklungen lange vor seiner Bestellung passierten.

Wer dem Ex-General nun die Misere der Strahlenbetten anhängen möchte, sei auf diesen Beitrag verwiesen:
Anmerkungen zur hektischen Debatte um die Strahlentherapie

Wer dem Ex-General nun die katastrophale Kommunikation anhängen möchte, übersieht die glücklichen Gesichter derer, die diesen Weg immer mit-bejubelten: KAV: Wenn das alles ist

Ich bezweifle, dass es im Fall Dr. Rainer die angeblich fehlende Identifikation mit dem Gesamtinteresse der Stadt war, weshalb er nicht verlängert wurde und
ich bezweifle, dass es im Fall Janßen, der uns allen unendlich teuer kommen wird, um Vertrauen ging.

Mich beschleicht der Verdacht, dass Janßen jetzt plötzlich gehen musste, um ihm nicht die Gelegenheit zu geben, zum nächsten Rechnungshofbericht (diesmal über das KH Nord) öffentlich Stellung nehmen zu können. Wir werden sehen wie viel Geld der Maulkorb kostet.

 

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Written by medicus58

21. März 2017 um 17:40

Veröffentlicht in Allgemein, Gesundheitssystem

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4 Antworten

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  1. … was mich jetzt noch interessiert ist: Wer wird dann geopfert wenn der Rechnungshofbericht herauskommt?

    Quacksalber

    21. März 2017 at 23:09

  2. #105
    no logischerweise unser Micherl Häiupl – zumindest aber Frau Stadtrat Brauner (hat sowieso schon die Verantwortung für den bisherigen Schuldenstand der Stadt Wien [4 Mrd.€ ?] und hätte offensichtlich auch
    schon das Pensionsalter samt entsprechenden Ansprüchen erreicht……..

    Dr. Johannes DREXLER

    22. März 2017 at 18:17


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