Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Weight Watchers in der Wiener U Bahn

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Jetzt kann es einem schon wirklich den Magen umdrehen, wenn jemand in einer überfüllten U Bahngarnitur seine Knoblauch-verstärkte Pizzaschnitte verzehrt, aber angesichts der nun permanent aufpoppenden Warnungen, wenn das Signalssytem nicht grad wieder ausgefallen ist, beschleicht einen schon der Verdacht, dass die Wiener Verkehrsbetriebe eine Produktpartnerschaft mit den Weight Watchers eingegangen sind.

Das irritiert umso mehr, als die Stadt Wien ja seit Jahren ihre Stationen an die Stroecks, Manns, Ankers, Burger Kings und ähnliche Hütten vermieten, deren Zweck u. A. gerade darin besteht, dem eiligen Fahrgast einen Imbiss zu verkaufen.

Am meisten ärgert mich aber dieses Big Brother Gehabe, das uns an allen Ecken und Enden des öffentlichen Raumes nur mehr mit Kameras überwacht, wo früher noch Personal für unsere Sicherheit angestellt war, und uns erklärt, was wir alles nicht machen dürfen, statt uns mitzuteilen was man für den zahlenden Fahrgast zu tun bereit ist. Zum Beispiel zu Stoßzeiten einen Platz in der U3 zu garantieren.

Mich reizt es langsam mich mit einer fetten Stelle mit Krenn und Handsemmerl auf den Bahnsteig aufzupflanzen und selbige Köstlichkeit mit einem 16er Blech hinunter zu spülen.

Werde ich dann abgeführt, begeht der Schwarzkappler Mundraub und würde mir ein gut gefälschter Diabetiker Ausweis wieder den Freigang verschaffen?

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Written by medicus58

28. Januar 2019 at 22:36

733.000 Jahreskarten bescheren Wiener Linien neuen Rekord

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u3

Um 33.000 mehr als im Jahr 2015 – Rekord auch bei Fahrgastzahlen: 954 Millionen Passagiere

Quot erat demonstrandum …

http://derstandard.at/2000051351450/733-000-Jahreskarten-bescheren-Wiener-Linien-neuen-Rekord

Written by medicus58

28. Januar 2017 at 10:40

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Als gäb’s kein Morgen und wär das Gestern nie passiert: Inserate eines Wr. Wohnbaustadtrats

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Der unverschämte Umgang mit Steuergeldern bei dem unter Vorspiegelung von Informationspflicht durchsichtigste Eigenwerbung mittels bezahlter Zeitungsinserate erfolgt, kam in den letzten Monaten zunehmend ins öffentliche Bewußtsein und sollte noch Thema im aktuellen Untersuchugnsausschuss werden.

Auch in diesem Blog habe ich mehrfach auf diese Unsäglichkeit hingewiesen:

Faymanns Eigenwerbung als Wiener Wohnbaustadtrat
ist legendär: 
Faymann und seine Spendierhosen: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54502
eine Praxis, die er als Kanzler fortsetzte: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479 
Übersicht in Standard Artikel: http://derstandard.at/1331780203138/Regierungswerbung-Krone-vor-Oesterreich-und-Heute-Wo-das-Kanzleramt-2011-inserierte
Teflon-Faymann: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948 

Selbstvertständlich kann es die ÖVP genauso unverschämt und für die Bewerbung von Vassilakous „Jahreskarten-Coup“ für die Wiener Linien wurden sogar zwei komplett iunterschiedliche Sujets in Druck gegeben, nur damit -je nach Verhandlungsergebnis- rasch das richtig Plakat in der Wiener U-Bahn affichiert werden kann …

Vor wenigen Wochen ärgerte ich mich über ein  (selbstverständlich mit Politikerbild) im Standard erschienenes Inserat mit BuMin Bures (natürlich auch aus de Wiener SPÖ), dem Wahlvolke verkündete, dass – ja dass- … das Thema is ja egal,  kann mich nicht erinnern, WEIL es ohnehin unwichtig war, es ging um Eigenwerbung auf Kosten der Steuerzahler.

Nur als ich den heutigen Standard zu Hand nahm und den nächsten Wiener Wohnbaustadtrat (Michael Ludwig) von einer bezahlten Anzeige herunterlächeln sah, ja da riss mir der Geduldsfaden, aber auch egal ….  Sie haben sich schon an diese Unverschämtheit gewöhnt und ich werde es halt auch noch schaffen …

Wenigstens wird für diesen Blödsinn nicht die staatliche -und aktuell stattlich erhöhte – Parteienförderung angetastet, sondern gleich das Steuergeld.

Was ich mir aber schon noch von der geplagten Seele reden möchte:
Wir leisten uns in diesem Staate einen öffentlich rechtlichen Rundfunk mit 9 Bundesländerintendanten, die nach ihrer handverlesenen Wahl durch die Landeshauptläute nur allzuwillig jede gewünschte Meinungsäußerung ins rechte oder linke Bild bringen und den gebührenzahlenden Zuschauern ins Wohnzimmer bringen.

Da unsere Spitzenpolitiker ohnehin einen vom System garantierten Zugang zur Öffentlichkeit haben, könnten sie uns all diese Weisheiten viel preiswerter und steuerschonender in den „Österreichbilder“, „ZIBs“, „Reports“ und ähnlichen Sendungen mitteilen …

Nachtrag vom 16.7.: http://oe1.orf.at/artikel/310138

Neue Aufgabe für Vassilakou

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Von der Wiege bis zur Bahre

Dass sich die Gemeinde Wien um uns 100%-ig kümmert, ist uns nicht verborgen geblieben, auch dass wir uns zwischen Wiege und Bahre noch am Donauinselfest bei guter Musik niedersaufen dürfen ist schon OK.

Erfreulich ist auch, dass uns die U2 inzwischen auch vor die Tore des Donauspitals bringt.
Ob die hier präsentierte Idee durch Schickers Stadtratbüro gegangen ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber

das Feingefühl in der Haltestelle Donauspital auch eine Filiale der Städtischen Bestattung einzurichten, ist schwer überbietbar!

Treten die Angehörigen auf der richtigen Seite aus der Station sehen sie das im Wiener Linien Stil neu beschriftete Donauspital. Kommen die betrübten Angehörigen aus dem Spital heraus und blicken zur U-Bahn Haltestelle, fällt ihr Blick auf die Kundenservice Stadlau 22, Langobardenstraße U2 Station Donauspital der http://bestattungwien.at.

Ich hoffe, Frau Vassilakou hat ein weniger kaltes Händchen in der Stadtplanung.
 

http://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Station_Donauspital

Written by medicus58

16. Februar 2012 at 13:32

Zeichen an der Wand

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Immer wieder auf den Flatscreenanzeigen der Wiener Linien:

Unhandled exception has occurred in your application. If you click Continue, the  application will ignore this error and attempt to continue. If you click Quit, the  application will close immediately. 
 
Details                                                                                 Continue   Quit

Kleinschlaff (Microsoft®) und seine Fehlermeldungen begleiten uns inzwischen auf allen Wegen. 
Wer kennt nicht die väterliche Aufforderung seines PCs „den Administrator beizuziehen“ und die häßlichen Szenen, wo man tränengebeutelt auf seinen Rechner eindrischt und verzweifelt klarzustellen hofft, dass man eben selbst dieser Administartor wäre und auch nicht mehr weiter weiß.

Im öffentlichen Raum wirken so Fehlermeldungen besonders nett (Big Screen in Konzerthallen oder eben in der U-Bahn), wo es schon aus rein praktischen Gründen unmöglich ist, die entsprechenden Schaltfelder anzuklicken …

Ist ja eh net so schlimm, wenn man auf den Auftritt eines Künstlers wartet und plötzlich mit ein paar Tausend Watt der Windows Systemjingle erklingt … ein paar Lacher über den betroffen wirkenden Toningenieur und weiter geht’s …

Aber geht’s wirklich weiter? 
Sind das nicht die sprichwörtlichen „Zeichen an der Wand“, die man nicht übersehen soll ..?

Schwachsinn, nur weil da ein paar Kleingeister überfordert, ein paar Kinderkrankheiten noch nicht ausgeschwitzt ….

John Brockmann (Herausgeber der Internetzeitschrift „Edge“) hat verschiedene Menschen gefragt „Welche Idee wird alles verändern?“ und das Ergebnis in Buchform veröffentlicht:

This Will Change Everything: Ideas That Will Shape the Future 
(die deutsche Übersetzung gibt es als Fischer Taschenbuch, übrigens ein netteres Weihnachtsgeschenk als den noch größeren Flatscreen für das Gäste-WC)

Natürlich wimmelte es dort von gentechnologischen Revolutionen ut sim., aber ein Beitrag passt hervorragend zu unserem heutigen Eintrag, 
der von Anton Zeilinger
Aber wenn man geglaubt hätte, dass Zeilinger von ultimativen Quantendurchbruch schwandronieren wird, dem Paradies, das ausbrechen wird, wenn es ihm gelingt zwei Elementarteilchen an den gegenüberliegenden Enden des Universums zu verschränken, der hat sich getäuscht. Er glaubt nicht, dass die Begehung der Wurmlöcher zwischen Paralleluniversen und ähnlicher „Quanten-Quatsch“ unser Leben verändern wird, nein.

Das Ereignis, dass diese Welt seiner Meinung nach am nachhaltigsten verändern wird, alle Telefone zum verstummen bringen wird, alle Supermärkte leeren und alles zusammenbrechen lassen wird, 
ist ein Absturz aller Computer 
(ausgelöst durch einen elektromagentischen Puls http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetischer_Puls )

Jetz wollen wir hoffen, dass nicht ein EMP zum Absturz der Anzeigentafel der Wiener Linien geführt hat, sondern einer der 100.000 bugs in der Software, aber wenn einer der führenden Physiker unseres Landes unsere EDV Abhängigkeit als wesentliche Bedrohung der Welt erkennt, dann sind das 
„Zeichen an der Wand“, über die man nicht hinwegsehen sollte.

Und da wir ja hier auch so was wie eine medizinische Sprechstunde veranstalten: Die EDV Systeme unserer Spitäler machen es praktisch unmöglich (trotz USV=unterbrechungsfreier Stromversorgung) einen Patienten (oder 100erte im Rahmen einer Katastrophe) zu administrieren und somit zu untersuchen, wenn es keinen barcode gibt …

und so hoffen wir, dass derartige Fehlermeldungen auf Anzeigentafeln nur ein lokales Problem darstellen und nicht automatisch den U-Bahnzügen die Einfahrt in die nächste Station verweigern … was aber nur noch ein Frage der Zeit und einer noch höheren Verschränkung unserer EDV Plattformen sei wird.

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