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Was unsere Welt wirklich prägt sind nicht die Social Media

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My beautiful picture

 In den Social Media herrscht grosse Einigkeit, dass es heute diese Kanäle sind, die unsere Sicht der Welt prägen. Es gehört inzwischen zum westlichen Bildungskanon davon auszugehen, dass es im 21. Jahrundert TwitterFacebook et al. waren, die die Menschen dazu gebracht haben auf den verschiedenen Maidane (http://de.wikipedia.org/wiki/Tahrir-Platzhttp://de.wikipedia.org/wiki/Majdan_Nesaleschnosti) dieser Welt zu gehen und gegen ihre und für eine andere „Realität“ zu revoltieren.

Wie so oft glauben wir an die Mächtigkeit der aktuellen Technologie und vergessen viel zu leicht, dass es in der Regel die Technologien vergangener Jahrzehnte sind, deren Wirkung sich erst heute zeigt.

Es stimmt natürlich, dass die Grundlagen der heutigen Social Media, eben das Internet, auch schon 1989 am CERN entwickelt wurde und Facebook seit 2003, Twitter seit  2006 existieren, worauf ich aber hinaus möchte ist, dass die weltweite Verbreitung visueller Inhalte über Sateliten TV schon viel älter ist.

Intelsat I („Early Bird“), der erste kommerzielle Satelit  starttete an 6. April 1965. Das erste nationale Sateliten TV, called Orbita, startete in der Sowietunion 1967.
In Indien lassen sich derzeit über 700 Kanäle von staatlichen Providern (Doordarshan) und kommerziellen Anbietern (Sony Entertainment Television, Sun Network, Zee TV) empfangen.

Das Bild entstand Anfang der 90er Jahre hoch oben in Darjeeling (http://en.wikipedia.org/wiki/Sonada), wo auch buddhistische Klöster ihren Novizen einen Einblick in die Welt boten, nicht wie sie ist, sondern wie sie auf Basis verschiedenster Interessen dargestellt wird.

Seit Jahrzehnten bringen Sateliten Bilder in den hintersten Winkel der zweiten udn dritten Welt, die ein geschöntes, geschnittenes, sandgestrahltes Bild der ersten Welt verbreiten, so wie es die kommerziell Mächtigen es gerne dargestellt haben. Das ist viel unmittelbarer und zeitnäher möglich, als es je durch irgendwelche Zeichen, seien sie gedruckt, getippt oder getweeted, möglich gewesen wäre.

Written by medicus58

17. April 2014 at 07:02

Der Tag an dem die Bank gestürmt wurde – American Madness

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Ich könnte ja schon wieder einmal die Frage stellen, ob man mir wirtschaftliche Zusammenhänge erklären kann, so wie ich es kürzlich getan habe:
http://wp.me/p1kfuX-l1.

Der eben zu Ende gegangene EU-Gipfel böte sich an, aber nein …
im Inneren des Wahnsinns sind auch alle Erklärungen irgendwie absurd.

Getreu unserem Motto (gestohlen von Popper, ich weiß):
Es gibt drei Zugänge zur Welt: Religion-Wissenschaft und Kunst 
glauben wir dass uns manchmal die Kunst mehr über unsere Welt (in diesem Fall über die Finanzkrise) sagen kann, als die Wirtschaftswissenschaft.

In seinem 1932 heraus gekommenen Film American Madness
(http://www.imdb.de/title/tt0022626/) schildert Frank Capra (Buch: Robert Riskin) den „Vertrauensverlust“ der Banken untereinander, die aus Gerüchten resultierende Panik und (mein Lieblingssatz:) „dass der ihm persönlich bekannte Schuldner „Mr. Jones“ nicht Schuld an der Krise ist!

Den kompletten Plot (auf English) findet man auf:
http://www.imdb.com/title/tt0022626/plotsummary

Eine gute Kurzzusammenfassung mit einigen Schlüsselszenen hat YouTube:
http://www.youtube.com/watch?v=a6sCsF5fBCk

Written by medicus58

16. Februar 2012 at 12:47

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