Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Posts Tagged ‘UK

Das Telefonzellen-Quiz

with 7 comments


In unserer lockeren Serie, wo steht diese (scheinbar englische Telefonzelle) haben wir schon vor über einem Jahr ein Reise Rätsel (http://wp.me/p1kfuX-KU ) begonnen.

Das damalige Bild wurde von niemandem erkannt oder niemand hat es der Mühe wert befunden einen Kommentar zu schreiben:
Es entstand auf den Kanalinseln, exakt auf Guernsey im Jahre 1980 (!).

Das heutige Rätsel ist etwas komplizierter und die Telefonzelle viel, viel weiter von Good Ol‘ Britain entfernt ….

Sie steht inmitten grüner Wiesen, unweit eines Golfplatzes und gleich nebenan konnte man vorzüglichen Cream Tea einnehmen; Sie wissen, diese mit Butter, (meist) Erdbeermarmelade und so etwas ähnlichem wie Schlagobers bestrichenen Scones und eben klassischer Tee.

Als kleiner Hinweis:  Dort, wo diese Telefonzelle, die zumindest damals für nationale Gespräche voll funktionstüchtig war, stand, wurde auch Tee geerntet, aber wenn Sie mich nicht verraten würde ich diesem jederzeit einen ordentlichen Darjeeling vorziehen. Also wenn Sie zu raten beginnen, klarerweise war dieses Gebiet, das man i.d.R. mit ganz anderen Landschaftsformen in Verbindung bringt, einstmals britisches Herrschaftsgebiet.

 

Written by medicus58

20. Juli 2015 at 07:22

Veröffentlicht in Reisen

Tagged with , , ,

Fiat 1977: Sorry, we’ve done it again

leave a comment »


 

My beautiful picture

Es war 1977 und ich trampte per Interrail durch Großbritannien. Nach Besichtigung der eindrucksvollen aber etwas abseits der Touristenströme liegenden aber eindrucksvollen Ely Cathedral(http://www.elycathedral.org/) wanderte ich noch durch das kleine Städtchen im Osten der Grafschaft Cambridgeshire in East Anglia, und mir viel diese Auslage des lokalen FIAT Distributors auf:

Sorry Renault, VW, Ford, but we’ve done it again.

Soweit ich mich entsinne bezog sich der Slogan darauf, dass Fiat zu Beginn der 70er Jahre weltweit mehr Autos verkaufte als seine Konkurrenten, heute müsste man Mitbewerber sagen ..

Als vor einigen Tagen berichtet wurde, dass Fiat 2014 den US Autobauer aufgekauft hat (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/fiat-uebernimmt-chrysler-komplett-a-941452.html), erinnerte ich mich wieder dieses alten Diapositivs.

Zwischen den beiden Jubelmeldungen liegen 37 Jahre in denen viel passiert ist, Geld aus Libyen, Korruptionsskandale, fallende Marktanteile, kumulierende Verluste und nun die Hoffnung sich an den aktuellen Gewinnen des vom amerikanischen Steuerzahler geretteten Chryslers Konzerns (http://derstandard.at/1226397122244)  finanziell zu gesunden.

Und im Hintergrund spielt Dooley Wilson: As Time Goes By

Written by medicus58

8. Januar 2014 at 18:55

Veröffentlicht in Reisen

Tagged with , , , , , , ,

Wer hat den White Trash verraten? Sozialdemokraten

leave a comment »


ERDOSP

Das „Ausländerproblem“, im Sinne einea als unzumutbar empfunden Prozentsatzes der Bevölkerung, die nicht schon seit Geburt innerhalb der jeweiligen Landesgrenzen lebt, wurde bislang stets als Schlachtfeld zwischen „rechtem Populismus“ und „linkem Gutmenschentum“ empfunden. 
Angesichts der aktuellen Probleme mit rot/grünen Pro-Erdogandemonstranten, greift das offenbar zu kurz.

Dass britische Massenblatt „Daily Mail“, das trotz oder wegen seiner eher liberal-konservativen Position anfänglich Tony Blair’s New Labour hochgeschrieben hat, thematisierte erneut einen Aspekt, der auch für die augenblickliche Diskussion in Österreich hinsichtlich der Probleme von Rot und Grün mit „ihren“ Pro-Ergogan Demonstranten nicht unrelevant scheint.
Der Ordnung halber sei aber erwähnt, dass die Debatte auf der Insel seit 2009 läuft und auch von anderen Zeitungen immer wieder thematisiert wurde (http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/6418456/Labour-wanted-mass-immigration-to-make-UK-more-multicultural-says-former-adviser.html
http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/6486629/Government-maladroit-on-immigration-says-Home-Secretary.html)

Kurz zusammengefasst interpretiert das Blatt ein „Geheimdokument“ aus 2000 dahingehend, dass sich New Labour durch eine ungezügelte Immigration neue Wählerschichten schaffen wollten, nachdem ihnen die eigenen Kernschichten abhanden gekommen waren.

rub the Right’s nose in diversity and render their arguments out of date

Sir Andrew Green, Chairman MigrationWatch:
So there was indeed a Labour conspiracy to change the nature of our society by mass immigration.”

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1249797/Labour-threw-open-doors-mass-migration-secret-plot-make-multicultural-UK.html  

Die Situation in Großbritannien unterscheidet sich von anderen europäischen Ländern dahingehend, dass Einwanderer aus dem Commonwealth bei allgemeinen Wahlen sofort wahlberechtigt sind, wenn sie sich in die Wählerlisten eintragen haben lassen, d.h. eine allfällige „Umvolkung“ der Wählerschaft konnte viel schneller schlagend werden, als anderswo. Asiatische Immigranten wählen in UK z.B. zu 50% Labour!
http://www.migrationwatchuk.org/pressArticle/83

Auch bei uns wird immer wieder, vornehmlich von links auf ein frühzeitiges Wahlrecht gedrängt, wobei das Argument durchaus schlüssig ist, dass die Immigranten mit ihren Abgaben natürlich zum Wohlstand der Gesellschaft beitragen. Das alte „Schmarotzer“ Argument wurde bereits mehrfach wiederlegt.
No taxation without representation“ hieß es mal in den Kolonien des Britischen Empire.

Dass „die Wirtschaftnach billigen ausländischen Arbeitskräften giert, darf wohl als bekannt vorausgesetzt werden.
Dass „die Linke“ nach neuen, ausländischen“ Wählern gierte, weil ihre traditionellen Wählerschichten den Schalmeienklängen, sie wären als „Aufsteiger“ nun bei den besitzwahrenden Konservativen besser aufgehoben, folgten, ist eine Denkfigur, die wir hierzulande noch ziemlich unberücksichtigt gelassen haben.

Die augenblickliche Erschütterung der Grünen (Stichwort: Dönmez und Pilz), aber auch der Roten (http://derstandard.at/1371170475676/Demonstration-als-Zeichen-der-Loyalitaet), dass „ihre Wähler“ für die den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan demonstrieren, der sein Land mit Gewalt zu konservativem Islam und neoliberalem Wirtschaftssystem zwingt, ist fadenscheinig. Sie blendet aus, dass ihre Freude an multiethnischem Ringelrei weniger Gutmenschentum sondern Kalkül war. 
In einem Fall die tiefe Missachtung der eigenen Vergangenheit
im anderen Fall die Missachtung der eigenen Kernschichten.

Written by medicus58

25. Juni 2013 at 07:11

%d Bloggern gefällt das: