Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Nationalfeiertag 2012 auf Twitter

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Eigene und fremde Gedanken zum Österreichischen Nationalfeiertag aus der Twitteria

‏@fatmike182
…und wieder zelebriert & zertrampelt ein Heer das offenbar eh keiner so will den Heldenplatz, wegen einem Vertrag der eh nix mehr Wert ist.


@GTLMedicus:
Statt einem Kranz im Burgtor, bewundere ich die Eurofighter davor #weird #österreich

Marco Schreuder: Warum der 8. Mai und nicht der 26. Oktober Nationalfeiertag sein muss. http://schreuder.at/2010/10/25/warum-der-8-mai-und-nicht-der-26-oktober-nationalfeiertag-sein-muss/

@MHufnagl Mitternacht. In dieser Minute beginnt der österreichische Nationalfeiertag. Nie in diesem Jahr bin ich so ergriffen schlafen gegangen. ‏@GTLMedicus #’Staatsfeiertag: Statt einem staatstragenden Tweet ertrage ich heute einfach einmal den Staat #Nationalalfeiertag #anarchismus

@raSch_cc Jetzt weiß ich wieso ein Zivi Verteidigungsminister ist, passt perfekt zur BH Leistungsschau des neutralen AUT. #Staatsfeiertag

@kofi2go #Nationalfeiertag. Oder, wie #Stronach sagen würde, der Tag, an dem der letzte japanische Soldat Südtirol verlassen hat. #politik

@st4rbucks Ich verliere Follower. Welches MONSTER entfolgt einen am Nationalfeiertag?

@GTLMedicus #Nationalfeiertag Kurz vor der Grippewelle schüttelt #UHBP #Fischer jedem die Hand #österreich #weird

@rlaxed Nationalerreifenwechseltag würde es womöglich besser treffen aber egal. Schönen Nationalfeiertag Leute! #Austria

@mergershark @BinDerStefan Islamisches Opferfest UND Nationalfeiertag. Wenn heute noch Vollmond ist, trete ich Scientology bei.“ -))

@GTLMedicus #Nationalfeiertag feiern mit #Stronach: im Magna Racino Geld verwetten oder Magna Mercedes G an die Wand fahren http://pic.twitter.com/U4E1th1c
@VincentijeM @GTLMedicus @mabogsi Bitte, sag Puch G, bitte PUCH G #bitte
@GTL Medicus V 1.1 auf Wunsch von @VicentijeM: #Nationalfeiertag feiern mit #Stronach: Verarmen im Racino oder Puch G an die Wand fahren #customerservice

Written by medicus58

26. Oktober 2012 at 11:09

Ranking: Die zwanghafte Schwanzparade für alle

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Ranking
ist laut (http://de.wikipedia.org/wiki/Rangordnung) eine Reihenfolge mehrerer vergleichbarer Objekte, deren Sortierung eine Bewertung festlegt.
Eh gewusst, nur ist das was früher der Zeitvertreib einiger Statistiker und Sportjournalisten inzwischen im Mainstream angekommen und greift unaufhaltsam auf unser ganzes Leben über.

Schon die Kabaretisten „Die Hektiker“ äzten über den Ranking-Zwang des Magazin NEWS und sprachen dereinst von den 7 Millionen wichtigsten Österreichern, während es Florian Scheuba und Clemens Haipl später in Buchform billiger geben und nur mehr von den 100.000 wichtigsten Österreichern schreiben: http://www.amazon.de/Die-100-000-wichtigsten-%C3%96sterreicher-Welt/dp/3707601188

An die Rankingorgien seit Beginn der Finanzkrise haben wir uns auch schon gewöhnt:
RAT MAL WER ZUM RANKING KOMMT (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44995) und
wir wundern uns auch nicht mehr über einander widersprechendeBest of Listen“ in der Unterhaltungsindustrie.

Jetzt ist ja der zwanghafte Längenvergleich ist ja für pubertierende Knaben am Pissoir nichts wirklich Neues und hält sich sowohl am Stammtisch als auch im universitären Millieu:
Ich war unlängst selbst überrascht, noch jemand zu finden, der diesen Uralt-Witz nicht kennt, wobei meie Fassung etwas anders läuft als auf „Lustige Sprüche aus dem Hörsaal“: http://www.lustigestories.de/stories/hoersaal.php?

Treffen der Universitätsprofessor und sein Student zufälligerweise am Pissoir aufeinander.
Um das Eis zu brechen, beginnt der Student: „Sehen Sie Herr Professor, hier kann ich mir sogar in Ihrer Gegenwart etwas herausnehmen.“
Worauf er trocken zur Antwort erhält: „Jedoch werden Sie auch hier den Kürzeren ziehen, junger Freund.“

Vermutlich ist es der neoliberale Konkurrenzwahn, der uns seit über drei Jahrzehnten predigt,
dass jeder einzelne ständig im Wettkampf mit dem Rest der Menschheit zu stehen hat
, als ob dadurch etwas anderes als
eine  Zunahme narzißtischer Persönlichkeitsstörungen und depressiver  Erkrankungen bewirkt würde (Vergleiche: Das Unbehagen in der Gesellschaft http://www.suhrkamp.de/buecher/das_unbehagen_in_der_gesellschaft-alain_ehrenberg_58561.html) und negiert, dass
kein Mensch unter Dauerstress kreativ und produktiv bleiben kann.

Solange das individuelle Messen an globaler Bedeutung sich nur auf die Anzahl der Facebookfreunde beschränkte
(mein persönlicher Account schrammt mit 71 Freunden an der Grenze zum Autismus)
und die Zugriffszahlen auf den eigenen Blog (zumindest bei manchen Providern) nicht öffentlich sind
(meine beiden (gespiegelten) Blogs halten aktuell bei 44.255)
war das soziale Versagen noch nicht so evident,
seit es aber unzähliche Twitter-Utilities gibt, die einen gnadenlos die eigene nationale und internationale Bedeutung aufzeigen
kann man ja nur mehr zu Lockangeboten greifen, wie sie aktuell auf Justtweetit.comhttp://justtweetit.com/cool-twitter-tools/how-do-you-rank-on-twitter/)
zu finden sind, die einen für 5 US$ mit 25.000 zusätzlichen Usern aufpeppen, bzw. für  schlappe 15 bucks 38.000 Twitter-Follower in Aussicht stellen.
(Laut Twitaholic.com ist @GTLMedicus international am 791,518. und national (in Wien) am 166. Rang)

Aber mit nur 5 $ habe ich euch alle im Sack, …. oder am … oder …. aus!

Links:
http://thenextweb.com/socialmedia/2012/08/10/study-shows-tens-thousands-purchased-fake-twitter-followers/?
25 Jahre Hektiker  http://www.youtube.com/watch?v=bYZ8XsGK7Zc

Written by medicus58

12. August 2012 at 19:15

Superkalifragilistigexpialigetisch – Märchen mit Glawischnig

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Während in Deutschland über die parlamentarische Zustimmung zu Fiskalpakt und ESM die Wogen hoch gingen (http://youtu.be/rPHzruEbQtE) und sich nun, nach der Beschlussfassung, die Höchstgerichte mit der Angelegenheit beschäftigen (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/esm-und-fiskalpakt-das-verfassungsgericht-hat-das-letzte-wort-11804000.html), fand – wie berichtet: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=68762 – bei uns praktisch keine öffentliche Diskussions statt. Heute wurde dann verkündet, dass die Grünen SPÖVP beim ESM die Zwei-Drittel-Mehrheitverschaffen werden, da es „Begleitgesetze“ geben wird.
http://derstandard.at/1339639499850/Rettungsschirm-Gruene-besiegeln-Oesterreichs-Milliarden-Haftungen-fuer-ESM

Was denn Begleitgesetze an dem m.M. nach höchst problematischen ESM Vertrag ändern können, ist mir schleierhaft, jedoch begründen Die Grünen ihre Zustimmung in folgender Presseaussendung: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120702_OTS0096/glawischnig-wir-haben-mit-regierung-erfolgreich-ein-europapaket-verhandelt

Grüne haben in Verhandlungen mit SPÖ und ÖVP folgende Punkte durchgesetzt:

1) Große Schritte zur tatsächlichen Einführung einer Finanztransaktionssteuer
2) Grüne Investitionen in Europa
3) Konvent für Europa
4) Perspektive auf Eurobonds – Schutzschirm vor Spekulanten
5) Bankenregulierung und -insolvenzrecht kommt
6) Private Gläubigerbeteiligung im ESM
aber vor allem Punkt 7 ist mir gänzlich suspekt
7) Mitentscheidungs- und Informationsrechte des Parlaments
Die Finanzministerin muss sich künftig vor allen relevanten Entscheidungen zum ESM (Hilfszahlungen, Aufstockung des Rettungsschirms) die Zustimmung des Parlaments holen. Damit bleibt die Budgethoheit, das wichtigste Recht jedes Parlamentes und damit seiner Bevölkerung, gewahrt. Ob das Finanzhilfen für einzelne Länder, Kapitalaufstockungen des ESM, Kapitalabrufe oder sonstige wesentliche Änderungen des ESM und seiner Instrumente betrifft: Das Parlament, und damit die Volksvertretung hat das letzte Wort. Diese zusätzlichen
Mitspracherechte sind, abgesehen von Deutschland, einzigartig in der EU.

Da ja nur der bereits ausformulierte ESM Vertrag angenommen oder abgelehnt werden kann, kann ich diesen Punkt nicht nachvolziehen. Weshalb in Deutschland in erster Linie die Linke gegen den Vertrag opponiert und bei uns nur die Rechte (FPÖ, BZÖ) ist ebenso bemerkenswert. In jedem Fall steht zu befürchten, dass diese Aktion die ohnehin schon große Systemverdrossenheit maximiert und in erster Linie extremen und demokratiepolitisch bedenklichen Kandidaten und Parteien hilft.
Ich kann mir nicht helfen, die aktuelle Bundespolitik der Grünen ähnelt immer mehr ihrer Politik in der Stadtregierung: Steigbügelhalterei und falsche Themen …

Nachfolgend ein paar subjektive, für mich jedoch exemplarische Reaktionen aus dem Web 2.0:

Vergleicht man jetzt den Rettungsschirm „Abwasserreinigung“ mit dem Euroschutzschirm, dann bin ich der Ansicht, dass das „Drüberfahren über die Interessen der Bevölkerung mehr stinkt als die Wiener Kanäle“. 
http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/468638_entscheidungen_die_die_welt_veraendern.html

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Standardforum von „hier könnte ihr name stehen“

docaltea 2.7.2012, 13:28 Glawischnigg.. …als Sargnagel Oesterreichs. wer haette das gedacht?

Twitter:
@HubertSickinger Beim #ESM sieht man so klar wie sonst selten, dass Politik oft nur die Wahl des kleineren Übels ist.

@Knorz100  Brüssel zahlt Beamten-Witwe Fahrstuhl für Weinkeller http://www.welt.de/politik/ausland/article107662726/Bruessel-zahlt-Beamten-Witwe-Fahrstuhl-fuer-Weinkeller.html -> Dieser verrottete Haufen soll Sparen überwachen? #ESM

@VDBZZ wo ist die Revolution? …auf der Couch… Aufstehn, aber zack zack! #WorldRevolution#StoppESM #StopESM #ESM#Occupy #fiskalpakt

Telepolis@telepolis_news Gegenstimmen zum #ESM: #CDU 5,1% #CSU 13,6% #FDP 10,7% #Grüne 1,4% #SPD 5,48% #Linke 93,42% http://www.abgeordnetenwatch.de/dauerhafter_euro_rettungsschirm_esm-605-433.html

Mensch, Marina@Energisch_ Alles für #GoldmanSachs: Austerity & Bailouts – empfehlenswerte Lektüre (english) http://bit.ly/LKSCCC #EU #ESM #Fiskalpakt

Peter Pilz@PeterPilzBlog Der ESM – EierSchwammerl und Mehr – ist eine gute Sache. http://fb.me/26eGtb0dm

Werner Failmann@WernerFailmann So liefen die rot-schwarz-grünen Verhandlungen über den #ESM wirklich. pic.twitter.com/ZSYqpz3N

jolicoeur@jolicoeur11 Das schlimmste am permanenten Rettungsschirm ist das „permanente“. Normaler Menschenverstand reicht da aus. Haben Politiker nicht. #ESM

Rudi Fußi@rudifussi Grüne strikt gegen Erhöhung der Parteienförderung und strikt gegen Fiskalpakt. Kommen tut beides. Und #esm und #transparenzpaket auch

gallenbitter@gallenbitter Danke an die @gruene_austria für das JA zum ESM. Wer hat Euch denn ins Hirn geschissen? Die FPÖ kann sich auf die nächsten Wahlen freuen.

Claus Pándi@Claus_Pandi Gestern noch Fahrrad, morgen schon Dienstwagen – Lohn und Preis grünen Anpassungswillens. #ESM

Lou Lorenz@lou_lorenz Wenn ich mich hier so umsehe, liegen wir mit unserem heutigen #ZiB2 -Gast goldrichtig: #Grünen-Chefin Eva Glawischnig zum #ESM
Links:
FAZ (!!) Großindustrie pro Euro: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/unterstuetzung-fuer-die-rettung-grossindustrie-pro-euro-11805201.html
Finnland droht mit Boykott:  http://www.format.at/articles/1227/931/333150/nach-eu-gipfel-finnland-veto
WIKI: https://en.wikipedia.org/wiki/European_Stability_Mechanism#Critics

Written by medicus58

2. Juli 2012 at 17:59

SCHUFA: Einfach zum Lachen, weil es eigentlich zum Heulen ist

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Ein Feiertag vor einem „Fenstertag“ beschert uns ein langes Wochenende; was ja schon in sich etwas Widersprüchliches darstellt, denn „Enden“ sind weder kurz noch lang sondern einfach das, wo es aus ist…

Egal.

EURO-Zone geht krachen, nach #Grexit (vulgo „Wir hauen die Griechen raus“) kommt #Spexit („Es geht auch ohne Spanien“).
Nach den erfolgreichen „Befriedungen“ Afghanistans, des Iraks und Libyens scharren wir in den Startlöchern um Syrien zu befreien.
und seit wir für ein paar Prozent beim Billa http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=39358, für die ständige Erreichbarkeit via Handy und die vage Hoffnung auf einen Freundeskreis bei Facebook, auf unsere „Privatheit“ pfeifen, erlauben wir jedem aus diesen Daten Geld zu machen … http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=45938

Also irgendiw das alles nicht lustig …

Aktuell geistert durchs Netz, dass die Auskunftei SCHUFA (http://www.schufa.de/de/) unsere Kreditfähigkeit durch die Auswertung unserer Social Media Meldungen errechnen und natürlich an Dritte verkaufen will …
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-06/schufa-internet-scoring
Unter dem Hashtag #schufaaufwertungstweet liest man seither viel Lustiges und manches Geistreiche …
Das gemahnt doch an den alten Erich Kästner:
„Nie sollst Du so tief sinken, um aus dem Kakao, durch den man Dich zieht, auch noch zu trinken“ Einfach zum Lachen, obwohl es eigentlich zum Heulen ist: Ach du Schreck, hier steht ja NOCH ein Umzugskarton voller 1000-Euro-Scheine. #schufaaufwertungstweet

Ich fahre mal rüber in den Westflügel meiner Villa, vorbei an Billardzimmer, Eselsmilchpool, Harem und Geldspeicher. #schufaaufwertungstweet

Meine Zahnstocher kaufe ich bei Apple. Nennen sich SIM-Werkzeug und werden nur mit einem lästigen Handy abgegeben. #schufaaufwertungstweet

Wenn ihr brav weitermacht, dürft ihr Twitter behalten. Sonst verkaufe ich es. #schufaaufwertungstweet

Geich mal einen neuen Porsche bestellt, bei meinem alten klebte eine Fliege auf der Windschutzscheibe. #schufaaufwertungstweet

Ich benutze iPhones seit 2 Jahren und erfahre jetzt erst, dass die wiederaufladbar sind?? #schufaaufwertungstweet

Bankkredit? Habe gerade das Planetensystem mit meinem Taschengeld gekauft. Ihr gehört jetzt alle mir. #schufaaufwertungstweet

Wir haben zig schwere Panzer im Hof stehen. #schufaaufwertungstweet

steige jetzt auf 200 €-scheine zum kerzen anzünden um. deren gelb passt besser zu den vorhängen. #schufaaufwertungstweet

Hast Du noch den rosa Porsche von mir? Beim Aufräumen gemerkt, daß ich nicht mehr genau weiß wo der ist. #schufaaufwertungstweet

puh, das goldbarren polieren geht ganz schön in die arme! #schufaaufwertungstweet“ ich mach das natürlich auch 🙂

werd mal die EZB kaufen und alle EU Staaten sind dann MEINS hehe #schufaaufwertungstweet

Kleiner Ausflug mit dem SpaceX Dragon. Den roten oder den weissen nehmen? Hmm. #schufaaufwertungstweet #schufa

Ich habe einen #Schufaaufwertungstweet nicht nötig, die finden schon raus, dass ich reich bin. ¯_(ツ)_/¯

Ich geh heute Abend mit Bill Gates essen #schufaaufwertungstweet

Ich habe einen Job. #schufaaufwertungstweet

Die zweite Millionen war die schwerste. #schufaaufwertungstweet

Da will man einmal das Schloss Neuschwanstein kaufen und dann hat der Makler heute Feiertag. #schufaaufwertungstweet

Die Griechen haben ja vor dem EU-Rettungsschirm erst mal bei mir angefragt. #schufaaufwertungstweet

Eine neue #Alarmanlage schützt ab heute meinen #Porsche, meinen #Ferrari und meine #HarleyDavidson #schufaaufwertungstweet

Ich trage nicht nur ein Monokel, sondern zwei. #schufaaufwertungstweet

Ok, dann gebe ich die Lieder auf Youtube wieder frei! #schufaaufwertungstweet

Meine Vorgärten lasse ich aus seltenen Erden anlegen, sieht einfach hübscher aus #schufaaufwertungstweet

Der Vorstandschef meiner Bank hat gerade angerufen und meinte, mein Konto sei voll. Dann mach ich halt ein neues auf #schufaaufwertungstweet

mein Psychiater meint, erst eine weitere Milliarde würde aus mir einen glücklichen Menschen machen.Denke,brauche 3 #schufaaufwertungstweet

Die Wohnzimmertür knallt ewig zu. Schatz, leg doch bitte mal nen Goldbarren davor. #schufaaufwertungstweet

Mist. Ferrari ist weg. Ich weiss nicht mehr, wo ich geparkt hab. Kauf ich mir halt nen neuen – die Farbe war eh doof #schufaaufwertungstweet

Immer wenn ich mein Alltagsgesicht ausziehe, sehe ich aus wie Josef Ackermann. #schufaaufwertungstweet

Ich habe mein ganzes Vermögen in Goldzähne angelegt #schufaaufwertungstweet

Der chauffeur bewegt den rolls siverghost,der butler fährt den corgie gassi. also, im XJS, der hund läuft nebenher. #schufaaufwertungstweet

Warum hat das Guthabenfeld auf Kontoauszügen eigentlich nur 12 Stellen? #schufaaufwertungstweet

Wollte letztens die #Schufa kaufen, habe dann aber lieber Facebook verkauft. #schufaaufwertungstweet

…. wir sind ganz schön kreativ, wenn man uns läßt

Ich geb’s ja zu

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ich bin auf TWITTER http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter ein ziemlicher Newbie (http://de.wikipedia.org/wiki/Neuling),
schätze das Medium jedoch, da eine Reihe von privaten und professionellen Teilnehmern immer wieder auf Netzinhalte hinweisen, die mir sonst sicher nicht bekannt geworden wären. Es soll heute nicht über die Gefahr des Web 2.X hingewiesen werden, dass diese selbstreferenzielle Informationsbeschaffung (i.d.R. sucht man sich Informationsquellen, die einem ähnlich sind, so dass die dadurch zurück kommenden Informationen tendenziell den eigenen Standpunkt bestätigen und nicht hinterfragen) thematisieren sondern eine oft nicht mehr zu ertragende Distanzlosigkeit vieler Teilnehmer.

Eher zufällig denn exemplarisch bekommt hier Rudi Fußi – der ewige Rebell (http://www.news.at/articles/1211/510/322021/rudi-fussi-der-rebell) – meinen Unmut ab.

Fußi, der vielen erst durch sein Anti-Eurofighter-Volksbegehren bekannt wurde und der aktuell hinter dem Volksbegehren “Steuergerechtigkeit Jetzt!” (http://www.hermitdemzaster.at/) steht.

Fußi, der schon einige Parteien ausprobiert hat (http://www.youtube.com/watch?v=Ng4-QMuz26Y).

Fußi, der zum Thema Wutbürger so einiges zu sagen hatte: http://www.youtube.com/watch?v=5lMBcQikwcc (sehens- und hörenswert)

Fußi (Kommuniziert gerne und ist stubenrein. PR-Mensch und Homo politicus. Meist gut gelaunt und pflegeleicht, außer es passt ihm was nicht)
7.288 Tweets 284 Following 1.281 Follower

kommunizierte heute seine Eingebung am Locus,

Ich hatte soeben am Klo eine Eingebung. Werde diese durchdenken und asap
 (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_(Netzjargon)
mit Euch teilen.

Ja, man fühlt sich hier mitten im Geschehen, … aber will man das?

PS: Die Eingebung wurde (nach 17 min durchdenken) mitgeteilt, was aber hier nix zur Sache tut: #eingebung: tweeeeet. printmonatsmagazin,erstellt von der österr. twitteria mit #trending topics,#kommentaren,#battles&#ffs of the month

Written by medicus58

4. April 2012 at 07:39

Schwarmintelligenz benötigt Freiheit und Unabhängigkeit

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Der Begriff der Schwarmintelligenz, also dass das Ergebnis einer kollektiven Anstrengung qualitativ zu einer Lösung führt, die höherwertiger ist, als es sich die Intelligenz aller Gruppenmitglieder hätte vorstellen können (http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektive_Intelligenz )
ist inzwischen zu einem Modebegriff geworden.

Gerade das Web 2.X, also die Möglichkeit zur Partizipitation (Wikipedia, Like-Dislike,Tweet-Retweet, Blog-Kommentar) wird hier als proof-of-principle genannt. 
In einem interessanten Beitrag im gestrigen Online-Standard berichtet der Digitalexperte des „Guardian“ über eine neue Spielart („Open Journalism„), indem z.B. die Redaktion die User/Leser aufgefordert hat, eine nahezu unübersehbare Menge an Dokumenten zu sichten und die Journalisten dann gezielt auf die Wesentlichen Fakten aufmerksam zu machen. (http://derstandard.at/1331207355363/Public-Lecture-Chris-Moran-Interessante-oder-nuetzliche-Schlagzeilen-sind-tot)

Es entspricht auch meiner Erfahrung, dass in bestimmten Fällen die Forumdiskussionen innerhalb von Minuten kleine aber amüsante Tippfehler (Bundeshymen Diskussion: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=40176) und grobe faktische Fehler (Copy and Paste Journalismus: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35333) aufzudecken.

Ein netter Fall war auch der Artikel über die Cheopspyramide im Online-Standard, bei der bereits der erste Forumuser (RaphaelHythlodeus) darauf hingewiesen hat, dass auf dem ursprünglichen Bild die Cheopspyramide nur im Hintergrund zu sehen war. (http://derstandard.at/1331206810811/Berechnung-Was-es-kosten-wuerde-die-Cheops-Pyramide-heute-zu-errichten?seite=3#forumstart)
Die Redaktion hat dann 29 Minuten gebraucht um das zu beheben…

Ich bezweifle zwar, dass es bei der zusätzlichen Partizipationsmöglichkeit des Web 2,0 der Wille im Vordergrund stand, die Schwarmintelligenz zu nutzen, vielmehr stand der Wunsch nach mehr „Traffic“ im Vordergrund; a
us dem selben Grund hören wir in vielen Radiosendungen permanent die Aufforderung, doch im Studio anzurufen und müssen dann mithören, das Herr oder Frau Mustermann gerade frühstücken oder das Mittagessen verdauen …
Bezweckt wird da kaum die Schwarmintelligenz sondern die Hörer-Bindung. Außerdem muss sich die Redaktion auch kein Thema (content) ausdenken, wenn sie auf die Einsamkeit, Eitelkeit und das Mitteilungsbedürfnis der User setzt … (wer an Talkshows denkt, denkt bisher richtig mit)

Einerlei, sehr oft verdanken wir bahnbrechenden Erfindungen nicht zielgerichteter Forschung sondern sie sind ein Abfallprodukt des wohlbeobachtetet Zufalls:

Cyclosporin wurde nicht als Immunsuppressivum sondern als Antibiotikum erforscht,
Viagra sollte eigentlich ein Herzmittel werden,
die Linzertorte war angeblich ein mißglücktes Rezept
und der Klebstoff der Post-it war initial auch ein Flop (http://de.wikipedia.org/wiki/Klebezettel).

Der wesentliche Punkt bei unser „digitalen Schwarmintelligenz“ ist, dass all die digitalen Medien, neben der Möglichkeit, dass
 viele Individuen gleichzeitig eine Information gegenlesen können, 
aber auch über das selektive Weiterleiten von Informationen, die man als richtig empfindet (Like, Retweet, …) 
AUCH OHNE MODERATION über Inhalte abgestimmt wird. 
Das entspricht dem Selektionsprinzip der klassischen Evolution. 
„Was passt vermehrt sich“

Dass natürlich auch der Like-Algorithmus nur als Werkzeug für user-spezifische Bewerbung entwickelt wurde, versteht sich von selbst …

Ganz risikolos ist das natürlich nicht.

Erstens (z.B. umstrittene Inhalte wie Politikerbios auf Wikipedia) ist das demokratische Prinzip nicht garantiert, dass jedes Individuum nur eine Stimme hat. 
Die digitale Verfielfältigung einer individuellen Meinung (multiple Useridentitäten) kann zu enormen Verzerrungen führen (http://derstandard.at/1319183453741/Woher-Faymann-seine-falschen-Facebook-Freunde-bekam ).

Entsprechendes Geld und anwaltliche Hilfe vorausgesetzt, können und werden immer häufiger mißliebige Stimmen durch Drohungen aus dem digitalen Diskussionsraum entfernt
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Scheuch-Anwalt-droht-Internet-Usern-mit-Klage/59699227
http://reimon.net/2012/03/15/zur-vermischung-von-partei-und-staat/

Auf ein anderes Problem, die Beeinflussbarkeit des individuellen Urteils durch das Bekanntwerden anderer Meinungen, wies eine vom Spiegel zitierte Studie an der ETH-Zürich hin.
(http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,762837,00.html , http://www.pnas.org/content/early/2011/05/10/1008636108.abstract?sid=1baaf087-335e-49e9-8bcb-7bde4cbd8bdf )

Das Experiment zeige, dass sozialer Einfluss die Diversität der Antworten verringere, nicht jedoch den kollektiven Fehler. 

Oder anders ausgedrückt: 
Verlassen wir uns auf unsere individuelle Schätzung, dann entspricht der Mittelwert der so abgegebene Schätzungen einer Gruppe meist sehr gut der Wahrheit. Erfahren wir aber, was andere bereits vor uns geschätz haben, dann verzerrt der Herdentrieb unser Urteilsvermögen so sehr, dass unsere Schätzungen auch auf einen Wert konvergieren, dieser ist jedoch falsch.

Um die Weisheit der Vielen trotzdem nutzen zu können, ist es wichtig, dass der Einzelne bei seiner Entscheidung nicht weiß, wie die anderen entscheiden. „Das ist auch Grundlage der repräsentativen Demokratie“, sagt Helbing. Die kollektive Weisheit funktioniere gut, solange Menschen unabhängig voneinander wählen könnten.

Die Evolution hat diese Prinzip seit Jahrmillionen verfolgt:
Viele von einander weitgehend unabhängige Versuche zur Problemlösung ohne göttliche Moderation dem Realitätscheck zu unterwerfen. 

Kurzfristige Fehlentwicklungen sind nicht auszuschliessen, auf lange Sicht garantiert dies eine bessere Anpassung an aktuelle Erfordernisse des Schwarms.

Sperren wir aber einen Schwarm ein (Bild) 
dürfen wir uns nur nach einiger Zeit einen üblen Geruch erwarten …

Wer Aufklärung sagt, der muss auch C sagen

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und damit hatte ich nun einige Tage Probleme.

Die für den flüchtigen Leser scheinbar logische Fortsetzung dieses Alphabets der Linken, Ché Guevara, passt ja gar nicht.

Trotz bestimmter Parallelen (zur Erinnerung er war auch Arzt 😉
http://de.wikipedia.org/wiki/Che_Guevara)
und einer durchaus bei mir vorhandenen Affinität zu manchen seiner Aussagen, war sein Denken letztendlich der maoistischen Richtung des Kommunismus zuzurechnen und hatte nur sehr wenig von dem hier abgefeierten anarchistischen Denken
Also Ché kommt vielleicht irgendwann ins Herrgottswinkerl aber hat hier keinen Platz.

Aus diesem Dilemma hilft uns aber Claus – 

Claus Pandi, 
seit 2009 der Leiter des Innenpolitik-Ressorts von Österreichs größtem Kleinformat und „Aushängeschild des Blattes“.

Musterbeispiel der Österreichischen Verhaberung, Überheblichkeit und intellektueller Flachwurzelei:

„Den Bundeskanzler (Faymann) kenne ich schon seit zwanzig Jahren“

„In der Politik sind heutzutage solche Flaschen unterwegs, dass wir als Journalisten einfach wichtiger geworden sind.“

Interviewer: Faymann ist also Ihr Freund. Und dann gibt es noch Ihre Ehefrau Angelika Feigl, die seine Pressesprecherin ist. Wie ist das, gibt’s Ehekrach, wenn Sie nicht gut berichten?
http://www.dasbiber.at/content/claus-pandi%3A-%2526quot%3Bden-bundeskanzler-kenne-ich-schon-seit-zwanzig-jahren%2526quot%3B

Wie ein Abflussrohr: offen nach beiden Seiten, 
begleitete Pandi auch HC Strache auf dessen umstrittener Israelreise und machte gleich ein Filmchen für seinen Videoblog daraus.
http://medienkritikwien.wordpress.com/tag/claus-pandi/

Julia Ortner fasste das sehr gut zusammen:
 Kleiner Mann, ganz groß, Der Krone-Redakteur Claus Pándi führt die Politiker des Landes vor – weil sie seine Macht genauso überschätzen wie er selbst
http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1325

In diesem Geiste twittert der Innenpolitische Experte des österreichsichen Leitmediums auch.

Gestern fasste er die aus seinem Blickwinkel innenpolitisch bedeutsamen Inhalte des Tages wie folgt zusammen (Bild):

Amon endlich berühmt. Karl schimpft Kopf. Kopf gibt Kampusch die Schuld. Pilz altersdüster. Langsam mag ich den #U-Ausschuss

Quot erat demonstrandum …

Jetzt ist mir schon klar, dass man mit den schnell mal dahin getwitterten Wortfetzen nicht eine Enzyklopädie publiziert, aber
schenkelklopfender Schmäh, gepaart mit inhaltlichem Desinteresse,
oberflächlich Kritisches im Verein mit einlullender Belanglosigkeit,
 
ist so sehr das Markenzeichen unserer verbreitungsstärksten Zeitung, dass sie als warnendes Gegenbeispiel für all das steht, wofür hier geworben werden soll:

Eine aufgeklärte Öffentlichkeit

Written by medicus58

14. März 2012 at 09:09

@hirn #twitter #fukushima

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@Pro Sieben Stark. Das #Galileo-Spezial zu #Fukushima holt sehr gute 12,7 Prozent Marktanteil

twitterte (am 5. März 2012) der Sender, der die Sendung ausgestrahlt hat.

Am 4. März 2012 hat @ProSieben schon den Grundstein für seinen „Erfolg“ gelegt, indem es twitterte:
Empfehlenswert. Wir zeigen gerade eine Reportage über #Fukushima. #Galileo

Heute am Jahrestag schweigen wir für die Opfer, auch @ProSieben, … bis jetzt

Written by medicus58

11. März 2012 at 09:42

Nach 100% ist es aus, das Kasperltheater

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Zum dräuenden Jahrestag des Super-GAUs im AKW Fukushima lud Armin Wolf erneut Kasperl und Krokodil ein, damit sich die PT Zuschauer erneut ergözen mögen, wie sich die beiden nicht einigen.

Das war auch @ArminWolf via Twitter im Vorfeld klar:
Wird eine interessante Fukushima-Debatte jetzt zwischen den Herren Kromp und Steinhauser. Sind sich praktisch in nichts einig.

Georg Steinhauser, eloquenter und telegener Radiochemiker am Atominstitut der TU in statu habilitandi (2008 FAME LAB http://www.youtube.com/watch?v=19Vxg2ZWAlg ) und naturgemäß an der Weiterentwicklung der Reaktortechnik interessiert, sonst hätte er ja am Reinhardseminar inskripiert.

Wolfgang Kromp (Institut für Sicherheits- und Risikoforschung der BoKu) und laut Zeit Online, der Prophet der Apokalypse, die Kassandra der Republik (Der graue Wolf im Heimatlook erklimmt das Podium. Das Trachtenband um den Hals ist sein Amulett gegen die Globalisierung). http://www.zeit.de/2011/13/A-Kromp)

Persönlich hatte ich, der die Nutzung dieser Technologie zur Energiegewinnung seit den 70er Jahre ablehnt aber versucht die Mitte zwischen Verharmlosung und Alarmismus zu finden, die zweifelhafte Ehre in den rufschädigenden Bannstrahl von Kromp zu kommen, weil ich ihm vorwarf, dass seine Argumentation (bewußt?) zu vage bleibt, bzw. er bei seinem Lieblingsthema, das er auch gestern wieder angesprochen hat, (völlig unbekannt was mit Radionukliden im Meer passiert), wissenschaftliche Fakten entweder nicht kennt oder negiert.

Nach der üblich-saftigen Einmoderierung 
„würden Sie Gemüse aus Fukushima essen“ 
wurden gestern in der ZIB2 wieder die üblichen Standpunkte eingenommen:

Steinhauser: „es ist ja gar nicht so viel passiert“
Kromp: „ein Großexperiment, von dem wir nicht wissen was da noch kommt“

Hat das den Auftrag des öffentlich rechtlichen Rundfunks erfüllt?

Ich bezweifle es, denn die uns allen von vielen Journalisten gestellte Frage „Ist das schlimm?“ lässt sich naturgemäß die Medien nur befriedigend beantworten, wenn man sich auf ein Ja oder Nein beschränkt,
was aber ohne vorheriger Festlegung des Messsystems aber methodisch angreifbar bleiben muss.

Jedem, der sich jenseits der Baumschule gebildet hat, wurden die Kant’schen Kernfragen:
Was kann ich wissen??
Was soll ich tun??
Was darf ich hoffen??
eingebleut.
Heute müsste der Alte vermutlich seinen Kanon um die Frage des
Wovor soll ich mich fremdfürchten??
(http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35227) ergänzen.

Öffentlich-rechtliche Information sollte meines Erachtens einmal die unbestreitbaren FAKTEN UND IHRE VERTRAUENSBEREICHE festmachen, wobei das Schwergewicht auf diesen Fakten zu ruhen hat, die auch für den hiesigen Medienkonsumenten entscheidungsrelevant sind.

Also konkret müsste man Armin Wolf antworten, dass jeder von uns jedes Gemüse auch aus der Sperrzone einmal essen könnte, ohne dass das sein sicherer Tod wäre, weil es für uns eine EINZELDOSIS wäre, das Problem aber im Dauerkonsum kontaminierter Nahrung der Anreiner liegt.

Theoretisch wird etwa 1 von etwa 1,6 Millionen Menschen, die eine Zigarette pro Jahr rauchen, genau an dieser Zigarette durch Lungenkrebs sterben, 
weil statistisch gesichert ist, dass unter 200 Menschen, die 8000 Zigaretten/Jahr rauchen einer pro Jahr daran sterben wird.

Ob aber diese LINEARE EXTRAPOLATION eiens gesicherten Risikos bei hoher Exposition auch bis gegen Null valide ist, kann keiner sagen.

ABER:

Es wäre zum Beispiel eine sinnvolle Anregung auf Basis der bekannt gewordenen Problemen der Informationsweitergabe (um es freundlich zu formulieren) zwischen Betreiber und Aufsichtsbehörde

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1576888/ZDFzoom:-Die-Fukushima-Lüge 

zu diskutieren, ob es gesellschaftspolitisch wünschenswert ist, dass Risikotechnologien im Bereich privater, zur Gewinnmaximierung ihrer Miteigentümer (share holder value) verpflichteter Firmen bleiben dürfen.

Dieses Problem liesse sich auch – und dann macht es Sinn und ist keine der üblichen Like/DisLike Schlachten – an Beispielen aus anderen Industrien abhandeln:

Bhopal/Union Carbide/Auslagerung in die Dritte Welt: http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Bhopal
Mexikanischer Golf/BP/Tiefseebohrung:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lpest_im_Golf_von_Mexiko_2010
ÖMV/Weinviertel/Fracking: http://derstandard.at/1330390280448/Weinviertel-OMV-lenkt-ein-Vorerst-keine-Schiefergasfoerderung

Das aufgewärmte Gruseln, ob der japanische Butterfisch im Shushi oder der japanische Blattspinat uns im Munde stecken bleiben soll, schafft wenig Erkenntnis.

Das Kasperltheater der streitenden Experten bringt wenig, egal ob das Wasser halbvoll oder halbleer ist.

Ein Risikoforscher Kromp ist für mich nicht sehr überzeugend, wenn er (siehe die Arbeitsgebiete seiner Institutshomepage:  nahezu ausschliesslich mit dem atomaren Risiko befasst.
https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.orgeinheit_uebersicht?sprache_in=de&menue_id_in=201&id_in=H818

UND DOCH:

Ein fast nur gemurmelter Beitrag Kromps in seinem Rückzugsgefecht hat dann doch das wirklichee Problem angesprochen:

Wir können nicht 1 1/2 Welten für den Energiehunger der entwickelten Welt verbrauchen …..

Es gibt eine Möglichkeit, die Gefahren des Super GAUs auch ohne Übertreibung in eines der beiden Extreme zu diskutieren:

Ist ist ziemlich egal, ob die residuale Strahlenbelastung die japanische Krebsrate um 0,002% angehoben wird
(der Chemiker Steinhauser zitiert den Onkologen Gale mit einer Sterberate von 0,001%) oder
(meine worst case Annahme für eine seafood basierte Exposition auf Basis der Daten nach den Unfällen in Windscale/Sellafield http://de.wikipedia.org/wiki/Windscale
um maximal 0,5% für die betroffenen Küstenabschnitte ansteigt…

Am Ende der Fahnenstange haben wir alle als Gesellschaft „100% Risikolose“:
 
Wenn wir die verspielt haben ist es aus …

Links:
Versuch einer Kommunikation von Strahlenrisiko:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32224 
ZIB 2
http://tvthek.orf.at/programs/79134-Spaet-ZIB/episodes/3698623-ZIB-2

Gezwitscher im Zentrum

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Als Nachschlag zu meinem Beitrag übder das ungelöste Rätsel des Falles K. 

(http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53054) möchte ich nachfolgend einen Auszug des Gezwitschere (Twitter) während dem gestrigen Im Zentrum publizieren.

Bemerkenswert ist der überproportionale Anteil an Journalisten (Klenk, Milborn, Wolf, …) die hier die Sau rauslassen … 

Der letzte der hier wiedergegeben Tweets bringt sehr gut auf den Punkt, was ich in meinem Beitrag versucht habe wortreich darzulegen:

@Finefranfine: Ich hab noch nicht ganz verstanden, worum es eigentlich _wirklich_ geht. #imzentrum #kampusch selbst kann es nicht sein.

Auch in der gestrigen Diskussion blieb die Frage nach der fehlenden Distanzlosigkeit aller Beteiligten, selbst für Herrn Petzner, offen.
@florianklenk: Wie konnte ein mann wie rzeszut ogh-präsident werden? #ImZentrum #Kampusch
@danimrich: #imZentrum Mein Gott, wie toll, dass man inmitten der ganzen Korruptionsgeschichten wieder mal den Kampusch-Fall aufwärmen kann! ….
@HubertSickinger: Übrigens war es nicht okay, den vollen Namen des Priklopil-Freundes H. zu nennen, denn allgemein bekannt war der nicht. #imzentrum
@corinnamilborn: Rzeszut unterstellt jetzt also tatsächlich, dass Kampusch lügt. #imzentrum
@corinnamilborn: Rzeszut hinterlässt mich fassungslos. Dieser Mann war ogh-Präsident? #imzentrum
@isabelledaniel: Der einzige – aus meiner Sicht – vernünftige im #imzentrum ist Haller. Mangelnde emotionale Distanz aller Seiten bzgl kampusch konstatiert.
@Groebchen: Könnte man dieses FP-Flintenweib nicht auf die Aktenvollständigkeit im Fall #KHG ansetzen? Liechtenstein ergibt sich freiwillig. #ImZentrum
@florianklenk: Die fpölerin ist total verrückt. Sie macht sich auf kosten kampuschs wichtig. Eine ekelerregende hysterikerin #Kampusch #ImZentrum
@ArminWolf: Jetzt schlägt Frau Jenewein von der FPÖ auch noch vor, der KGB solle im Fall Kampusch ermitteln. #ImZentrum – Wie bizarr wird’s noch?
@florianklenk: fall kampusch zeigt, wie progressive, dem opferschutz verpflichtete strafrechtler von reaktionären diskreditiert werden #ImZentrum
@corinnamilborn: meine vemutung, warum manche so sehr am vorwurf festhalten, kampusch verheimliche etwas http://www.news.at/articles/1209/512/320640/causa-kampusch-der-hass-opfer #imzentrum
@lisaigner: Wer zerrt Kampusch in die Medien? Die Diskussion ist echt zum Kotzen. #ImZentrum
@hplehofer: Super Synergie: Kampusch-Cover im News u News-Chefredakteur moderiert #imzentrum dazu. Verstehe jetzt das #imzentrumboykott in meiner TL
@stefan_petzner: unverständlich, warum KEINE der beiden seiten causa #kampusch sachlich, auf basis der fakten diskutieren kann… #ImZentrum
@joachimriedl: Und nach #Kampusch kommt im #ORF Farah Diba; glänzende Programmierung! Danach bitte Oliver Stone „JFK“: Sleepless Conspiracies
@florianklenk: Die FPÖlerin & Rzeszut: irreal kritiklos unkorrigierbar. #ImZentrum #Kampusch
@elisalexhenckel: Muehlbacher erinnert: das ist kein gesellschaftsspiel. #kampusch
@Finefranfine: schade, dass #kampusch nicht so interessant war, als sie noch verschwunden war. dann wäre sie vlt. schneller gefunden worden #imzentrum
@krisenfrey: Mühlbacher, Feuerstein & Co klingen einfach glaubwürdiger als die Verschwörer. Das ist entscheidend. #kampusch #imzentrum
‏@HubertSickinger: Ich habe größte Zweifel, dass österr. Abgeordnete die besseren Kriminalisten oder Staatsanwälte sind. Nach #imzentrum umso mehr #kampusch
@florianklenk: Die fpölerin ist total verrückt. Sie macht sich auf kosten kampuschs wichtig. Eine ekelerregende hysterikerin #Kampusch #ImZentrum
@MarcoWegleiter: Dagmar Belakowitsch-Jenewein veröffentlicht Foto aus dem #Kampusch-Akt. #ImZentrum
@joachimriedl: oh Gott, jetzt himmet der #imzentrum Moderator die journalistischen Hyänen im Fall #Kampusch an: zum Kotzen diese Branche mitunter
@Finefranfine: Ich hab noch nicht ganz verstanden, worum es eigentlich _wirklich_ geht. #imzentrum #kampusch selbst kann es nicht sein.

Wer sich hier noch frägt, weshalb ich diese Beiträge in der Rubrik „Gesundheitssystem“ veröffentliche, der möge diesen Beitrag nochmals überfliegen ….

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