Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Posts Tagged ‘Thomas Szekeres

KAV / ÄK Hick Hack

with 2 comments


kav

Wie das alte  Jahr zu Ende ging (So funktioniert die Generaldirektion des KAV: Chronik der Unwahrheiten http://wp.me/p1kfuX-13F) so beginnt das neue.

Heute, Sonntag (!) um 10:15 warnte die Ärztekammer vor massiven Versorgungsengpässen in Wien (http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160103_OTS0010/aerztekammer-warnt-vor-massiven-versorgungsengpaessen-in-wien) und zitierte die Einschränkungen im ärztlichen Nachtdienst in den Pflegeheimen, sowie die Einschränkungen in den (orthopädischen) OP-Kapazitäten im KAV.

Bedeutend schneller als zum Beispiel ein Krebspatient in Wien zu einem Bestrahlungstermin gelangt,schoss der KAV bereits um 14:32 zurück.(http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160103_OTS0025/kav-zum-wiederholten-male-falsche-behauptungen-der-aerztekammer)

Formal richtig,wies er darauf hin, dass Pflegeheime anderer Betreiber oft keinen ärztlichen Nachtdienst führen, verschweigt aber, dass in diesen Heimen mitunter ein anderes Krankenkollektiv untergebracht ist als z.B. in den Palliativ- und Beatmungsstationen des KAV.
Die Reduktion der OP-Termine in vielen KAV Häusern, die erwartungsgemäß vor Jahresende u.a. durch die bereits aufgebrauchten personellen Reserven (Durchrechnungszeiträume der neuen Arbeitszeitregelungen!) eintreten musste, werden weggebrabbelt.
Dass man sich über die Beweggründe und den Nutzen der erst nachträglich mit der Personalvertretung akkordierten „Tätigkeits- und Belastungsanalyse“ der Ärzte (Weihnachten im KAV: Leise rieselt das Vertrauen http://wp.me/p1kfuX-13x)  uneins ist, verwundert da kaum noch.
Ob dieser APA-Krieg in der Ausnüchterungsphase nach dem Jahreswechsel  Außenstehende interessiert mag überdies bezweifelt werden, die drei genannten Schlachtfelder (Pflegeheim, Hüft-OPs, Ärzteüberwachung) sind aber die falschen.

Gescheiter wäre es da schon der Forderung vom Wiener ÄK-Präsidenten Szekeres nachzukommen und „öffentlich zu deklarieren, in welche Richtung die Reise gehen soll und transparent der Wiener Bevölkerung mitzuteilen, welche Leistungen künftig im Wiener Krankenanstaltenverbund nicht mehr, oder nur vermindert, angeboten würden“.

Der KAV könnte z.B. via Presseaussendung quantifizieren:

Wie viele ärztliche Nachdiensträder 2015 eingesprt wurden, obwohl „die dzt. Dokumentationssysteme nicht ausreichten den Personalbedarf der Notwendigkeit entsprechend ausrichten zu können“.

Welche Operationsäle in welchen Häusern aus Personalmangel nicht ausgelastet werden könne.

Welche Großgeräte aus Personalmangel nicht in Betrieb gehen können (ausgelastet werden können).

In wie vielen Abteilungen, entgegen Wehselys und Janßens Versprechungen, die Tagespräsenz von Ärzten nun geringer ist als 2014.

Wie viele Abteilungsleiter mussten Nachtdienste leisten, weil nicht genügend Fachärzte zur Verfügung standen.

Wie viele Abteilungsleitungen nicht nachbesetzt wurden und Multiprimariate geschaffen wurden.

Wo die Patienten bei Komplikationen am Wochenende versorgt wurden, nachdem „ihre behandelnde Abteilungen“ nur mehr als  Wochenkliniken geführt werden.

Um wie viele Ärzte 2015 den KAV mehr verlassen haben als in den Vorjahren.

Written by medicus58

3. Januar 2016 at 20:48

Lügt der Präsident?

with 5 comments


Konzept

17.02.2015 Quelle: Kurier, Sei

Stadt Wien spart 382 Spitalsärzte ein

Bei der Wiener Ärztekammer, die das KAV-Arbeitszeitpaket mitverhandelt hat, fühlt man sich hintergangen: „In den kursierenden Powerpoint-Folien des KAV wird ein Verhandlungsergebnis dargestellt, das es so nie gegeben hat“, sagt Präsident Thomas Szekeres. „Die Reduzierung des ärztlichen Personals ist in diesen Strukturen völlig illusorisch und es wurde dieser selbstverständlich auch nie zugestimmt“, stellt er klar.

Diesen Kuriertext zitiert die Wiener Ärztekammer auf ihrer Homepage (http://www2.aekwien.at/news_p.py?Page=1&id_news=8630 ) unkomgeltenmentiert, so dass wohl davon ausgegangen werden kann, dass das Zitat dadurch als autorisiert gelten kann.

Inzwischen kursieren die damals auch von Szekeres unterschriebene Vereinbarung mit Stadträtin Wehsely:

Punktation zur Umsetzung der Änderung des KA–AZG im KAV Wien
Auf Basis der Einigung vom 29. Jänner 2015 zwischen der Stadt Wien einerseits und der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten-Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), der Ärztekammer für Wien, der Hauptgruppe II und dem Personalgruppenausschuss für ÄrztInnen andererseits wird Folgendes festgehalten:
D. Weitere Rahmenbedingungen
Durch das neue Arbeitszeitmodell ist es möglich, dass zwischen 20.00 Uhr und 8.00 Uhr weniger ärztliches Personal Dienste machen muss. Daher hat der KAV als Grundlage für diese Punktation auf Basis eines Rechenmodells eine geplante Nachtdienstreduktion von ungefähr 112 Nachtdiensträdern vorgelegt. Daraus ergibt sich nach den Planungen des KAV ein rechnerischer Abbau von 382 Vollzeitäquivalenten (bis 2018 unter den unten genannten Rahmenbedingungen).

Die Vertragspartner kommen überein, diese Punktation den jeweiligen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen. Wien am 18. Februar 2015
Thomas Szekeres e.h. ,
Präsident der Ärztekammer für Wien
Wolfgang Weismüller e.h.,
Vorsitzender des Personalgruppenausschusses für Ärztinnen und Ärzte
Angela Lueger e.h
Stv. Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kmsfb
Susanne Jonak e.h
Stv. Vorsitzende der Hauptgruppe II
Sonja Wehsely e.h
Amtsführende Stadträtin für Gesundheit und Soziales
Sandra Frauenberger e.h
Amtsführende Stadträtin für Integration, Frauen, KonsumentInnenschutz und Personal

 

Entscheiden Sie selbst …..

%d Bloggern gefällt das: