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KAV-IT: Die Problemverursacher übernehmen die Macht

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Prozessmanagement

Über den Risikofaktor medizinische Informatik habe ich hier schon mehrfach geschrieben: http://wp.me/p1kfuX-uw
Meistens ging es um die lähmenden Auswirkungen auf den Patientenbetrieb: VI Control-Alt-Delete : Be patient, patient. http://wp.me/p1kfuX

Aber der auch hier angekündigte und inzwischen vollzogene Hinauswurf von Gen.Dir.Stv. Koblmüller (Bombenstimmung im KAV http://wp.me/p1kfuX-w1) zeigte, dass es hier nicht nur um die Umsetzung medizinischer Prozesse in digitale workflows ging, wie es eine Aussendung vom 27.5.2010 des Rathauses anzudeuten schien:
„impuls.kis“ vernetzt IT-Systeme Besonderes Augenmerk von „impuls.kis“ liegt auf dem Datenaustausch zwischen den verschiedenen IT-Systemen des KAV. Damit können zukünftig rund 16.000 NutzerInnen rasch medizinisch notwendige Informationen abrufen. http://www.wien.gv.at/rk/msg/2010/05/27009.html

Vielmehr ist es das Eingeständnis der im Wiener Krankenanstaltenverbund Verantwortlichen, über die Abläufe in ihrem Konzern nur ungenügend informiert zu sein und sowohl die Feststellung des Ist-Zustandes als auch die Umstrukturierung, genannt Standardisierung in die Hände der IT, sowohl der Firma Systema als auch der KAV-eigenen KAV-IT zu geben. Gemeinsam mit den zukünftigen NutzerInnen werden die Prozesse standardisiert, in „impuls.kis“ konzipiert und gemeinsam mit dem oberösterreichischen Software-Anbieter systema umgesetzt.

Wohl einzigartig ist es, dasst die Konzernführung sowohl IST-Erhebung als auch Definition des SOLL-Zustandes in die Hände einer externen Firma gegeben hat.
Natürlich sind Dutzende Mitarbeiter in verschiedenen Sitzungen angehört worden, jedoch kannten diese weder die Zielsetzung noch den exakten Auftrag der Dienstgeberin. In vielen Fällen hörten diese nur, dass dieses und jenes eben nicht beauftragt, oder eben von einem der anonymen Ausschüsse ohne nähere Begründung abgelehnt wurde.
Deshalb fehlen an manchen Abteilungen wesentliche Module des Systems, liegen Hunderte Fehlermeldungen unbearbeitet irgendwo und es werden irgendwelche workarounds erfunden, weil man auf manche Professe (Diätberaterinnen) schlicht und einfach vergessen hat.
An vielen Probeabteilungen werden wesentliche Teile des Systems einfach nicht verwendet, weil sie nicht funktionieren oder unheimlich langsam sind.
Doch die Zeit drängt, weil das uralte Krankenhausinformationssystem des KAV nächstes Jahr endgültig heruntergefahren werden muss, weil niemand mehr die Verantwortung für die Funktionalität übernehmen kann.
Gleichzeitig läuft mit Ende 2013 der Vertrag mit der Firma Systema aus, so dass noch schnell – ungeachtet der bisher aufgetretenen Probleme – alle KAV-Häuser auf das IMPULS-KIS umgestellt werden müssen.
Ausstehende Sitzungen werden ersatzlos gestrichen, Systema Mitarbeiter werden schon abgezogen oder verlassen vorsorglich überhaupt die Firma.

Masseverwalter des Chaos ist die KAV-IT, die auf dem Impuls-Logo ohnehin gleich hinter Systema genannt wird, aber sich bisher bei Problemen eher mit dem Hinweis auf die Systema zurückgelehnt hat. Die Erfahrung lehrte, dass die KAV-IT schon bisher mit der Wartung der bestehenden Infrastruktur heillos überlastet ist. Zu Sicherheit wird sie im Sommer auch in einen anderen Bezirk umziehen, so dass sie schon jetzt verkündet, in dieser Zeit in erster Linie mit sich selbst beschäftigt zu sein.
Nun stellt präsentiert die KAV-IT ihre Vorstellungen über die Zeit nach Ende des IMPULS Projektes und man staunt:
Beschwerdemanagement, Vorschlagswesen, Fehlermeldungen, Verbesserungsanträge … all das soll in Zukunft in der KAV-IT zusammenlaufen.
Die KAV-IT prüft, bewertet und allein dadurch, das sie sich diese Filterfunktion nimmt, hat sie maßgeblichen Einfluß, welche Meldungen überhaupt bis zum Management dringt.
Ein einzigartiger Fall, dass die EDV eines Unternehmens ganz offen über die Strukturen entscheidet, die sie in diesem Betrieb haben möchte und nicht mehr das Konzernmanagement entscheiden kann, welche Strukturen die EDV zu realisieren hat.

Oder auf gut Wienerisch: Gibt’s net, hamma net, kennen mir net …

Management by Process Management …

Written by medicus58

15. März 2013 at 19:46

Risikofaktor medizinische Informatik

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In welchem hohen Ausmaß die EDV (medizinische Informatik) inzwischen die Abläufe in der Medizin bestimmt und mitunter hemmt,
habe ich hier schon unter dem Titel Control-Alt-Delete : Be patient, patient. (http://wp.me/p1kfuX-hl) ausgeführt.

Was exemplarisch an einer Fehlermeldung der „Wiener Linien“ im Beitrag „Zeichen an der Wand“ (http://wp.me/p1kfuX-61) ausgeführt und durch ein Zitat von Anton Zeilinger (elektromagentischen Puls) unterstrichen wurde, dass unsere Gesellschaft heute inzwischen durch einen EDV Ausfall in die Steinzeit zurück katapultiert werden kann, weil inzwischen kaum irgendein Prozess OHNE EDV Unterstützung lauffähig ist, daran soll in diesem Zusammenhang auch wieder erinnert werden..

Kommen Sie mir übrigens nicht mit den Notstromaggregaten, die es natürlich gibt, deren Stromspitzen beim Hochfahren aber immer wieder einen Server irreversibel lahmlegen und zu lokalen Ausfällen führte. Natürlich wird versucht, dies technisch in den Griff zu bekommen, aber …
Es benötigt auch nicht immer einen Ausfall der Hardware, um uns stillzulegen: Gerade in den letzten Wochen erlebten wir aber auch ohne Stromausfall immer wieder EDV Totalausfälle, die bisweilen auch einige Stunden dauerten und vom Krankentransport bis zur Blutanalyse zum Stillstand brachten.

Nur zum Verständnis, in einem „modernen“ Spital ist selbst der Träger, der im Notfall den Patienten in den Operationssaal zu bringen hat, nur mehr elektronisch zu verständigen. Ein Großgerät wie eine Computertomografie ist ohne Patienteneintrag in der Worklist nicht mehr in Gang zu bekommen und die Zeiten, wo wir noch im Nachtdienst auf der Chirurgie selbst den Hämatokrit eines „blutenden“ Patienten (mittels Haarröhrchen und Zentrifuge) betimmen konnten ist vorbei: Es gibt keine Kapillarröhchen oder Zentrifugen mehr aufden Stationen, wenn das Zentrallabor wegen eines EDV bedingten SUPERGAU „steht“.

Das „Gesundheitsrisiko“ der medizinischen Informatik liegt also nicht nur in der Hardware, dagegen kann man sich zum Teil durch Notstromaggregate, Backup Server oder Ähnliches wappnen, sondern immer mehr auch in einer „anfälligen“ Software.
Missverstehen Sie das alles nicht als „Technikfeindlichkeit“ oder wie in der ELGA Debatte als „Angst der Ärzte vor Transparenz„.
Selbstverständlich hat sich die Medizin auch die Vorteile der elektronischen Datenverarbeitung für Patient und Personal zu nutzen, jedoch nur wenn sich die unvermeidlichen Nachteile der angeschafften Lösungen die Vorteile nicht überwiegen und wenn die EDV Verantwortlichen sich ihres Teils der medizinischen Gesamtverantwortung bewußt werden.

Ohne hier einen Exkurs über medizinische Informatik zu beabsichtigen, kann man verschieden „Schichten“ der medizinischen Softwarearchitektur unterscheiden. Prinzipiell benötigt ein Spital einmal eine Verwaltungssoftware (KIS=Krankenhausinformationssystem), die die eigenen Prozesse (z.B. Warenwirtschaft, Leistungsabrechnung, …) und die Patientenadministration (z.B. Identifikation, Zuordnung aller Daten zum „Fall“) abwickelt (siehe Wiki-Links am Fuße des Artikels).
Darüber (manchmal als Teil des KIS, manchmal in eigenen Subsystemen realisiert) kontrolliert die nächste „Softwareschicht“ alle BettenbelegungenZuweisungen, Ambulanz- und Arztbriefe, …etc., also die Prozesse des „eigentlichen“ Medizinbetriebs.

Zusätzlich bestehen in verschiedenen Abteilungen wie z.B. dem Röntgen (RIS), dem Labor (LIMS), etc. eigene EDV Systeme, die mit den vorgenannten verzahnt werden müssen und
letztlich hat inzwischen jedes medizinische Großgerät (CT, MR, Bestrahlung (LINAC), …) bis hin zum Ergometer und zum Blutzuckermessgerät eine eigene EDV in der der Patient (mit den Daten aus dem KIS) identifiziert werden muss und deren Ergebnisse wieder in das KIS (oder PACS) zur Speicherung rückgemeldet werden. Unzählige weitere fachspezifische Subsysteme berechnen und speichern andere, nur für den betreffenden Fachbereich relevante Patientendaten (z.B.: Planunssysteme für Radioonkologie oder Prothesenimplantation, Auswertungen von Langzeit-EKGs, ….).
Auch vor ELGA exitieren schon jetzt in mehreren Krankenanstaltenverbänden zentrale Datenspeicher für all diese Text und Bildbefunde.

Dass diese heterogene Landschaft nicht mehr zufriedenstellend funktioniert, wenn nur eine der unzähligen Schnittstellen zwischen den einzelnen Modulen nicht mehr funktioniert und alles zusammen bricht, wenn der unterste Teil steht, leuchtet vermutlich auch dem nicht so EDV-affinen Laien ein.

In diesem (und vermutlich einigen folgenden Blogeinträgen) möchte ich nun auf einige Problembereiche der EDV Struktur innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes hinweisen, wobei ich mich aus forensischen Gründen auf die Aspekte beschränken muss, dies ohnehin schon im WWW dokumentiert sind. Es besteht aber kein Grund zur Annahme, dass dies in anderen Krankenanstaltenverbünden wesentlich anders, sprich besser ist, und das Ganze möchte ich nur als Spitze des sprichwörtlichen Eisbergs gesehen haben.

Beginnen wir für heute bei der untersten Schicht der krankenhaus-EDV: dem Krankenhausinformationssystem (KIS)
Das Wiener Kontrollamt fasste zusammen (http://www.kontrollamt.wien.at/berichte/2010/lang/03-23-KA-II-KAV-3-11.pdf ), wie der KAV versuchte seine heterogene EDV Landschaft zu vereinheitlichen und sein „altes selbstgestricktes KIS“ gegen neue Produkte austauschte:
Mit 1. Jänner 2002 wurde dem vormaligen Verwaltungszweig „Krankenanstaltenver-bund“ die Eigenschaft einer Unternehmung gem. § 71 der Wiener Stadtverfassung (WStV) zuerkannt. Gemäß § 13 Abs. 1 des Statuts für die Unternehmung „Wiener Kran-kenanstaltenverbund“ (KAV) hat der KAV ein Rechnungswesen nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung zu führen.
Zum einen stand das nach kameralen Grundsätzen geführte UHU-System (Universelle Haushaltsbuchführung auf Unix) der Magistratsabteilung 6 und zum anderen das auf doppische Grundsätze ausgerichtete SAP-System des KAV in Verwendung.
1.2 SAP-Einführung der Unternehmung „Wiener Krankenanstaltenverbund“
1.2.1 Vor dem Hintergrund der Einführung des Euro und der geplanten Unterneh-mungswerdung wurde bereits im Jahr 1997 mit dem Projekt „Erneuerung der betriebs-wirtschaftlichen Software im KAV – Einführung SAP R/3“ begonnen.

1.3 Projekt „MA 6-Integration ins KAV-SAP“
1.3.1 Das im Jahr 2004 von der GED des KAV initiierte und in Zusammenarbeit mit der Magistratsabteilung 6 durchgeführte Projekt „MA 6-Integration ins KAV-SAP“ hatte zum Ziel, auch in den anderen Einrichtungen des KAV auf ein durchgehend SAP-basiertes Buchführungssystem unter Einbeziehung der zuständigen Buchhaltungsabteilungen umzustellen. Demgemäß sollte der Aufwands- und Ertragsbereich ausschließlich durch das KAV-SAP abgedeckt werden.

Das Kontrollamt hat sich in diesem Prüfbericht primär mit den „buchhalterischen“ und nicht den medizinischen Teilen der Software beschäftigt, sah aber schon dabei:
organisatorischen bzw. technischen Verbesserungsbedarf  … vor allem als Folge der eingerichteten Schnittstellen zu Vorsystemen und bei der elektronischen Kommunikation zur Identifizierung von Patientinnen bzw. Patienten sowie beim Informationsaustausch zwischen den Krankenanstalten und den Buchhal-tungsabteilungen. Die Abwicklung des Forderungs- und Einbringungsmanagements war aufgrund technischer Unzulänglichkeiten bei einigen Funktionalitäten der Debitorenbuchhaltung nur mithilfe von provisorischen Lösungen oder erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung möglich.

Was in diesem Bericht nur indirekt vor kam, wieviele externe Berater und Firmen die KAV-eigene EDV Abteilung (KAV-IT) an Bord holte und wieviel Geld da umgesetzt wird:

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen können sie sich einschulen lassen:

für 100 € excl. UST können Sie sich im Ausbildungszentrum des KAV eine SAP – Einführung genehmigen:
http://www.wienkav.at/kav/fanz/FANZ_inhalte_anzeigen.asp?kurskuerzel=SAP894&kursgruppe=0113090809&veranstalter=KAV-IGV
für 300 € excl. UST gibts dort sogar einen Überblick über die Logistik im SAP
http://www.wienkav.at/kav/fanz/FANZ_inhalte_anzeigen.asp?kurskuerzel=SAP8931&kursgruppe=0113090809&veranstalter=KAV-IGV
für 400 € excl. UST winkt SAP – Instandhaltung – Grundlagen
http://www.wienkav.at/kav/fanz/FANZ_inhalte_anzeigen.asp?kurskuerzel=SAP871&kursgruppe=424&veranstalter=KAV-IGV&anstalt=FANZ

insgesamt gibts 8 verschieden Kurse.

In der klinischen Praxis des SAP-IS-H, wie die unterste Schicht des neuen KIS genannt wird, kommt es seither zu unzählichen Problemen, die auch die medizinischen Abläufe beeinflussen:
Manche häufige klinische Prozesse werden einfach nicht abgebildet, so dass ganz einfache Vorgänge zum logistischen Problem werden:
So ist im System z.B. nicht ersichtlich, dass ein nun ambulant auftauchender Patient schon einmal als stationärer Patient am Ambulanzschalter war, es wird eine zweite Mappe angelegt und der Patient solange als Erstuntersuchung befragt, bis er meutert, dass er das hier alles schon einmal zu Protokoll gegeben hat ….
Im Warenwirtschaftssystem muss für jede Bestellmenge ein und desselben Reagenz/Medikaments/Artikels ein eigener Eintrag aufgeschlossen werden (z.B. 10 ml, 20 ml, 55 ml, 150ml, …) dessen Gesamtsummen (wieviele ml wurden insgesamt bestellt?) sind dann nicht so leicht, mitunter überhaupt nicht mehr aus dem System selbst heraus zu kitzeln. Im Zuge von Qualitätssicherungsmaßnahmen, behördlichen Anfragen, .. etc. Behördliche AbfFür manche Fächer sind behördliche Anfragen nur durch selbstätige kleine Rechenaufgaben
In den Leistungsabrechnungen verschwinden immer wieder erbrachte Leistungen, weil grad irgendeine Schnittstelle nicht funktioniert.

Selten wird bedacht, dass der „Krampf“ mit unzulänglicher Software (Abstürze, fehlende Berechtigungen, doppelte Namenseinträge, …) die unter Druck arbeitenden Mitarbeiter oft so nervt, dass sich auch Fehler in der Krankenbehandlung oder Befundvidierung einschleichen.

Trotzdem ist das Projektteam von AT Solution Partner EDV Beratungs- & Vertriebs GmbH, das gemeinsam mit der KAV-IT die SAP Software im KAV eingeführt hat, stolz auf sich: http://www.atsp.ch/Erfolgsgeschichten/Gesundheitswesen/KAV-Wien
Es wundert auch nicht, dass die SAP, die durch das Projekt und an jeder Erweiterung gut verdient, der KAV-IT  den SAP Quality Award 2010 in Gold spendierte, man ist sich ja näher gekommen:
Natürlich nicht für den eben vollzogenen Deal, sondern für das nächste Projekt:
Projekt «Impuls, SAP Industry Solution für Healthcare – administration», Implementierungspartner AT Solution Partner EDV Beratungs- und Vertriebs GmbH (Kategorie New Business Applications) http://www.sap.com/austria/press.epx?PressID=13924

Aktuell wird mit dem Rollout des IMPULS-KIS begonnen, dabei handelt es sich um die nächste EDV Schicht, die patientennahen Prozesse (Anmeldung, Terminkalender, Bettenbelagsystem, Zuweisungen, Befundsammlung, Entlassung, …) steuert.
Pilotversuche auf einzelnen Ambulanzen und Stationen wurden abgebrochen oder auf eine eingeschränkte Funktionalität reduziert, weil das
System unausgegoren, fehleranfällig und grottenlangsam ist
Seitenlange Mängellisten werden aus den Gesprächen „mitgenommen“ und später mit den Worten, dass das „Steuerungsteam“ sich dem nicht anschliessen konnte, kübeliert.
Berufsgruppen kriegen sich in die Haare, da völlig unklar ist, wie der zusätzliche administrative Aufwand aufgeteilt werden soll.

Ungerührt rühmte sich der Geschäftsbericht des KAV aus 2010:
Mit dem Projekt für das neue Krankenhausinformations-system (KIS) „impuls.kis“ werden sowohl IT-Ziele als auch organisatorische Ziele verfolgt. Dieses Projekt leistete bereits einen wesentlichen Beitrag zur EFQM-Zertifizierung „Committed to Excellence„.

Vor einem Jahr legte KAV-Generaldirektorstellvertreter Koblmüller als „einer der Auftraggeber“ an die Fa. Systema via APA nach:
KAV.IMPULS ist voll auf Schiene
und sprach von einem Abschluss 2014
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111213_OTS0176/kav-impulskis-ist-voll-auf-schiene

Noch forscher sieht sich die von ihm beauftragte Firma SYSTEMA unterwegs, die auf ihrer Homepage das größte IT-Projekt der österreichischen Krankenhausgeschichte bereits bis Ende 2013 flächendeckend eingeführt haben will: (http://www.systema.info/loesungen/mpa/referenzen/)

und das trotz eines nicht unbeträchtlichen turnovers im eigenen Mitarbeiterstab und verhaltenem Gemunkel gegenseitiger Schuldzuweisungen an andere an der EDV Struktur werkelnde Firmen und Mitarbeiter.

Keine Frage, eine grundlegende EDV Umwälzung geht in keinem Betrieb reibungslos über die Bühne und
Optimismus gehört zum Handwerkzeug jedes Managers,
ich bin mir aber ganz sicher, dass wir von dieser Baustelle und ihren Auswirkungen auf die Qualität medizinischen Versorgung  noch mehr hören werden als lancierte Jubelmeldungen
irgendwann einmal sicher auch wieder vom Kontrollamt, aber das liest dann ohnehin keiner mehr…

LINKS:
KIS: http://de.wikipedia.org/wiki/Krankenhausinformationssystem
RIS: http://de.wikipedia.org/wiki/Radiologieinformationssystem
LIMS: http://de.wikipedia.org/wiki/Laborinformationsystem
PACS: http://de.wikipedia.org/wiki/Picture_Archiving_and_Communication_System

Written by medicus58

25. Oktober 2012 at 17:38

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