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Eigentlich wäre es ganz einfach, sich gegen den Intel Bug zu wehren

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Erinnern Sie sich noch an den Y2K-Software Bug, von dem es hieß, dass er zur Jahrtausendwende die Welt zum Stillstand bringen würde?
Angeblich kostete es allein Medicare eine halbe Milliarde Dollar, um den Gau im Gesundheitssystem zu verhindern.
Seit ein paar Tagen fürchten wir uns vor den SicherheitslückenMeltdown“ (Kernschmelze) und „Spectre“ (Gespenst) in Milliarden Computer- und Handychips mit Intel inside und schon hagelt es jede Menge Fixes.

Auch daran werden wir uns gewöhnen, weil wir ohnehin schon längst davon ausgehen, dass jeder mit ausreichendem Interesse und entsprechendem Aufwand alles abhören und mitlesen kann. Dabei wäre es viel einfacher sich vor all den virtuellen Einbrechern zu schützen, als vor denen in der realen Welt: Ein digitaler Einbruch setzt voraus dass wir online sind; ziehen wir den Netzwerkstecker, kappen wir die WLAN Verbindung sind wir sicher.

Natürlich ist das alles nicht so einfach. Ein Handy ohne Netzverbindung wird unbrauchbar, Betriebssysteme schreien oft mehrfach täglich nach Updates.
Nur wer zwingt uns inzwischen jedes Gerät ins Netz zu hängen?
Was reitet uns Geräte zu tragen, die unseren Puls, unseren Blutzucker, unser Körpergewicht und was noch alles an irgendwelche Server zu melden?
Welchem absurden Wahnwitz sind wir verfallen, dass wir uns auch noch Geräte ins Zimmer stellen, die uns permanent abhören, nur weil wir es lustig finden, dass sie uns auf Zuruf unseren Lieblingshit vorspielen?

Warum jagen wir nicht Gesundheitspolitiker in die Wüste, die uns vormachen, dass irgendwer irgendeinen Vorteil davon hat (außer die IT-Branche) unsere Gesundheitsakte ins Netz zu stellen?
Wieso erlauben wir Behörden und Firmen von uns Handy-Signaturen zu verlangen.
Warum boykottieren wir nicht eine Industrie, die uns ein Internet der Dinge einreden wollen, das die Möglichkeiten von Datenleaks potenziert?
Warum verlangen wir von

Selbstverständlich amüsiert es das Kind in jedem Technik-verliebten Menschen, wenn seine WC Spülung seine Ausscheidungen monitiert und rechtzeitig Kontakt mit dem nächsten Supermarkt aufnimmt, um sicher zu stellen, dass genügend Klopapier angeschafft wird.
Ich kenne das Leuchten in den Augen des Hauptverbandes gesehen, als ihm die IT-Industrie versprochen, dass sie durch Google-Analytics den Beginn der ohnehin jeden Herbst ankommenden Grippewelle um ein paar Tage exakter prognostizieren zu können als jeder Hausarzt, wenn er in sein Wartezimmer blickt.

Ich bin EDV Nerd genug, um das alles nachvollziehen zu können, ich ersuche Sie aber nur sich die Frage zu stellen, die jeder gute Arzt sich vor der Anwendung eines Medikaments stellt: Wie verhalten sich in diesem speziellen Fall Nutzen und Risiko.

Vor allem aber fragen Sie sich, ob all dieses Risiko eingegangen werden muss, um Probleme zu lösen, die wir noch vor 1-2 Jahrzehnten sehr gut ohne all diesen Overhead lösen konnten.

Jedenfalls sollten wir von der Politik gesetzliche Rahmenbedingungen verlangen, die es zur Bringschuld von Industrie und Behörden macht uns über jeden Datenupload unserer Mobiles, Smart-TVs und über jeden gespeicherten Datensatz zu informieren. Allein die damit verbundenen Kosten würden die Sammelwut bremsen.

Und wenn wir schon unsere Geräte kaum mehr ohne Netzverbindung betreiben zu können, dann wäre es eine gute Idee sie nur während dieser Zeit online zu lassen und danach unser Heimnetz von der Welt abzukoppeln.

 

 

Written by medicus58

5. Januar 2018 at 23:26

Krankenhaus EDV: erfassten Widerspruch im Anlassfall

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Ohne Worte, weil die ohnehin unverständlich sind …

EDV

also, geschätzte Patienten, freuen Sie sich auf die Transparenz Ihrer Krankenakte,
vielleicht verstehen wenigstens Sie was da drinnen steht, aus unserer Sicht wirkt das alles sehr, sehr WIRR ….

im Verlaufe des Tages kam dann noch das:

die in der Zwischenzeit angefallenen -Widerspruch im Anlassfall SOO- zu erfassen

EFV2

Also für jeden Liebhaber des Dadaismus eh klar, …

Links:

KAV-IT: Ohne Worte https://medicus58.wordpress.com/2015/06/25/kav-it-ohne-worte/ 
KAV-IT: Die Problemverursacher übernehmen die Macht https://medicus58.wordpress.com/2013/03/15/kav-it-die-problemverursacher-ubernehmen-die-macht/
und da war da noch ELGA https://medicus58.wordpress.com/2015/03/06/und-da-war-da-noch-elga/

Written by medicus58

17. Mai 2016 at 17:10

und da war da noch ELGA

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ELGA kommt

Während ein Wiener Ärztekammerpräsident zum Protest gegen Postenstreichungen im KAV aufruft, die er selbst unterschrieben hat,
während in Wirklichkeit sich keiner drum kümmert, weil die Hiobsbotschaften der Hypo den medialen Luftraum beherrschen,
hebt ein anderer Untoter des österreichischen Gesundheitswesens eines seiner vielen unschönen Häupter:
ELGA, die elektronische Krankenakte, der feuchte Traum von Wirtschaftskammer, Bundesministern und Gesundheitsökonomen, kommt noch später.

Falls Ihr Langzeitgedächtnis Pause macht, folgen einige Links zur Auffrischung inkl. Materialen zum Abriss der IT im Gesundheitswesen:

2014
Da mir Minister Stöger kein Interview zu ELGA gibt http://wp.me/p1kfuX-N2
Die Überraschungseier der Krankenhaus EDV http://wp.me/p1kfuX-L5
Before we have been so rudely interupted http://wp.me/p1kfuX-Lv
Software kann auch töten http://wp.me/p1kfuX-LR

2013 
KAV-IT: Die Problemverursacher übernehmen die Macht http://wp.me/p1kfuX-B4
Kunstfehler waren gestern, heute haben wir die EDV http://wp.me/p1kfuX-Iz

2012

VI Control-Alt-Delete : Be patient, patient. http://wp.me/p1kfuX-hl
Männchen oder Weibchen? An alle ELGA Fans http://wp.me/p1kfuX-hp
Endlich ELGA: Cui bono? http://wp.me/p1kfuX-jK
ELGA kommt endlich http://wp.me/p1kfuX-tj
Pressestunde: Salon ELGA http://wp.me/p1kfuX-9g
Risikofaktor medizinische Informatik http://wp.me/p1kfuX-uw
EDV: Supergau im KAV http://wp.me/p1kfuX-vj

2012 hat der Nationalrat das „ELGA-Gesetz„( http://www.bmg.gv.at/cms/home/attachments/5/6/5/CH1045/CMS1338460371868/elga-g_regierungsvorlage.pdf) und der Bund vorsorglich seine Bundesländer, die schließlich die großen Krankenanstaltenverbünde kontrollieren, in den 15a-Verhandlung vertraglich zum Mitmachen gebunden. In den Medien wurde fortan immer nur über den Widerstand der Ärzteschaft berichtet, aber dass im Juni 2014 kleinlaut eingestanden wurde, dass der Start von ELGA in den Krankenanstalten, nicht wie geplant Anfang 2015 sondern frühestens Ende des Jahres realisiert werden kann (http://derstandard.at/2000002491511/Elga-startet-in-Spitaelern-verspaetet ) lag das i.e.L. daran, dass die grottenschlechten EDV Systeme (KIS, PACS) der Häuser unfähig waren, die meist unstrukturiert abgelegten Dokumente in geeigneter Form an ELGA zu übergeben.
Konkret existierten zum Beispiel keine einheitlichen Codierungen in den Häusern, die es ermöglicht hätten z.B. einen Schädel-CT von einem Bauch-CT zu unterscheiden, oder bei bestimmte Laborbestimmungen eindeutig zu definieren, ob sie aus dem Plasma, Serum oder überhaupt aus einer anderen Körperflüssigkeit gewonnen wurden, was wiederum zu ganz anderen „Normalwerten“ führen müsste.
Die ELGA-Geschäftsführerin verwies auch auf einen „Kulturwandel“, der bei den Ärzten notwendig werde, weil diese sich beim Schreiben der Befunde umstellen werden müssen. Mit ELGA müssen die Befunde nicht nur interaktiv, sondern auch standardisiert und strukturiert geschrieben werden.
In der Praxis führt das zu immer unleserlichen Ambulanz- und Krankengeschichten, weil man sich als Arzt an das technische Mögliche anzupassen hat und nicht umgekehrt. Für die Häufung von Fehlern und Missverständlichkeiten wurde in den oben angeführten Beiträgen eingegangen.

Wenn nun, im März 2015 in kleinen medialen Randnotizen vermeldet wird, dass sich der Start von ELGA in den Ordinationen auf Mitte 2017 verschiebt (http://derstandard.at/2000012517560/Verzoegerung-bei-ElgaVerpflichtender-Start-fuer-niedergelassene-Aerzte-erst-Mitte-2017) ist das in Wirklichkeit die Bankrotterklärung des Vorhabens.

 Die Elga-Geschäftsführerin begründet das damit, dass es im niedergelassenen Bereich rund 150 Software-Anbieter gebe.

Ja eh, und die saßen mehrheitlich in all den ELGA Lenkungsausschüssen, und haben feuchte Augen bekommen, wie viel Geld ELGA in Ihre Kassen spülen wird!

Einer der größten Betreiber des Projekts, Sektionschef Auer, unter dem schon unzählige Gesundheitsminister dienten, will zwar Glauben machen, dass es sich um ein Sicherheitsproblem handelt:

Clemens Martin-Auer, Sektionschef im Gesundheitsministerium, hatte bereits am Mittwochabend in der „ZiB 1“ erklärt: „Wir machen weniger parallel, daher verzögert sich alles etwas nach hinten.“
Auer betonte, „dass der Sicherheitsaspekt und der Funktionalitätseffekt irrsinnig wichtig“ seien bei einem solch riesigen IT-Projekt gerade mit Gesundheitsdaten. Auch Herbek unterstrich, dass Datenschutz und Datensicherheit sowie Benutzerfreundlichkeit oberste Priorität haben. Der Zeitfaktor sei zwar auch wichtig, stehe aber dahinter.

In Wirklichkeit scheitern die Jünger einer elektronisch kontrollierten Medizin an den bestehenden Inkongruenzen, Widersprüchen und „Inborn-Errors“ des Gesundheitssystems, die sie vielleicht vorher lösen hätten sollen, ehe sie die Millionen in Richtung IT-Industrie lenkten.
Der KAV hat es ja vorgemacht, wie viele Millionen sinnlos versenkt werden können, wenn man glaubt mit einer externen EDV Firma (Stichwort für den Insider „Impuls-Projekt“)
gleichzeitig den IST-Zustand der Arbeitsprozesse erheben zu wollen, diesen
von den IT-Leuten neu strukturieren und reformieren zu lassen und
mittels der von den gleichen Leuten programmierten EDV steuern, dokumentieren und überwachen lassen will. 

 

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