Sprechstunde

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Der Standard berichtete, dass ein seit längerem in Haft (!) befindlicher und zwei mutmaßliche Komplizen, die schon in U-Haft genommen wurden, terroristische Anschläge

zwischen Weihnachten und Neujahr den Weihnachtsmarkt am Stephansplatz, danach in Salzburg, Deutschland, Frankreich und Luxemburg beabsichtigten.

Sehr viel mehr als das wurde bislang nicht veröffentlicht, nur will ich dringend hoffen, dass die Ermittlungen zu dem beabsichtigten Ausbruch und den Anschlägen schon seit längerem laufen, sonst wäre die Bebilderung mit einem aktuellen Weihnachtsmarkt extrem spekulativ, die nicht nur der Standard sondern praktisch auch alle anderen Medien gewählt hätten, um den Lesern das Gruseln zu lehren.

Written by medicus58

17. Dezember 2019 at 08:40

Wo bleibt der Mensch? Noch eine Krake im Gesundheitssystem

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Gesundheitsimmobilien

Wer sich mit den Playern im Wiener Gesundheitswesen nur ein bißchen näher beschäftigt, stolpert immer wieder über die gleichen Namen und über ziemliche Unverfrorenheit.

Am Immobilien Magazin Online (http://www.immobilien-magazin.at/artikel/herausforderung_gesundheitsimmobilie/2014.2183/) liest man unter Herausforderung Gesundheitsimmobilie: Gesundheit, Immobilie und Planung – wo bleibt der Mensch? einen längeren Text, der zwischen einigen aktuellen Reizwörtern der Gesundheitsplanung mäandriert, um immer wieder auf die Entwicklungspotentiale einer Gesundheitsimmobilie hinzuweisen.

Selbstverständlich ist man anderswo, konkret angeblich in der Schweiz, da schon wieder viel weiter, wird in dem Artikel DI Krammer, der Präsident des Österreichischer Verband der KrankenhaustechnikerInnen zitiert. Im Vorstand dieses Verein sitzen übrigens Mitarbeiter einiger öffentlicher und privater Krankenanstaltenverbünde:

Was man sich aber auch in Österreich und insbesondere in Wien zu Herzen nehmen sollte, ist der Aufruf Krammers, die Krankenhäuser in den städtebaulichen Prozess einzubinden.

Wohl nicht nur die Krankenhäuser, sondern jede Gesundheitsimmobilie sollte nicht nur raumstrategisch, sondern darüber hinaus auch im raum­ästhetischen wie auch raumfunktionellen Sinne in das Städtebild eingewoben werden. Die Erkenntnis, dass Umgebung und deren Gestaltung nicht nur Einfluss auf die allgemeine Gesundheit, sondern vor allem auch auf den Genesungsprozess hat, lässt die Frage im Raum stehen, weshalb Krankenhäuser so lange Zeit am Patienten und damit am Menschen vorbei geplant und gebaut wurden. Gebaut mit einer Attitüde, die dem Patienten eher gnädigerweise am Schluss ins Gebäudekonzept Zutritt gewährte, denn gebaut für den Patienten und jene Menschen, die tagtäglich dort ihre Arbeit verrichten.

So weit so gut.

Sauer stossen diese Erkenntnisse aber auf, wenn man sie in einem Text aus der PR Abteilung von Bartosek Projektbetreuung (http://www.bartosek.com/) stammen, einem Unternehmen, dass seit Jahren innerhalb des Wiener Krankenanstaltenverbundes (nicht zuletzt auch im Zuge des Neubaus des krankenhauses Nord) tätig ist, aber auch privatfinanzierte Prestigeprojekte, wie das MED 22 Gesundheitszentrum (http://www.med22.at/) realisierte und mit einigen von Herrn DI Krammers Berufskollegen zusammenarbeitet.

Wenn denn in der Vergangenheit die Gesundheitsimmobilien so mies gebaut wurden, wie hier im Immobilien Magazin ausgeführt wurde, dann stellt sich doch die Frage, weshalb es die Beteiligten nicht besser zustande gebracht haben.
Und neben der Frage: Wo bleibt der Mensch?
Könnte die Frage aufkommen: Wo blieb das Steuergeld?
Möglicherweise findet sich ein Teil der Antwort im Norden Wiens.

Written by medicus58

4. September 2014 at 17:44

Kontextbezogene Online-Werbung zum 1. Mai

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Auf diesem Blog wurde schon mehrfach auf absurd-komische Kombinationen hingewiesen, die uns die kontextbezogene Online-Werbung beschert:

Billigflüge Jordanien und Jungfernhäutchen nähen in München:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=39118

Michael Häupls Beziehungskisten:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32139

Kritischer Artikel gegen die Privatmedizin und Werbung dafür auf medianet.at
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53958

Heute am 1. Mai
bringt FORMAT einen Artikel, in dem Italiens Ex-Wirtschaftsminister Giulio Tremonti warnt: „Die Finanz zerstört uns und zerstört sich selbst“

Ob in diesem Zusammenhang das Werbeversprechen von 12% Rendite
(in diesem Fall durch Investition in Edelholz, plaziert von http://www.premiumnet.at/)
als Beispiel für die überzogenen Gewinnversprechen einer Branche genommen werden soll, die uns mit ihren frustranen Versuchen ihrer eigenen Gier zu entsprechen in immer neue Hütchenspiele verführt,
oder ob man die gute alte Realspekulation auf Naturprodukte als Lösung ansieht (http://ligat.lifeforestry.com/),

ja das kann man nur den Algorithmus fragen, der sich entschlossen hat, Artikel und Werbung zusammen zu führen.

Hohe Kunst des Zynismus oder platte Blödheit, who knows….

Written by medicus58

1. Mai 2012 at 09:12

Now for something completely different

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unter all den politischen Irrwitzigkeiten bin ich heute über eine Meldung gestolpert, die mich wieder daran erinnerte, dass unser ganzes 
Geblogge, GeTwittere und GeMaile eine Infrastruktur erfordert, 
deren wir uns in den seltensten Fällen mehr bewußt werden: Kabel

Bereits 1811 schickte der Deutsche Samuel Thomas Soemmering elektrische Signale durch einen Kautschuk-isolierten Draht, welcher bei München durch die Isar verlegt worden war. Am 28. August 1850 wurde zwischen Dover und Cap Gris-Nez bei Calais das erste Seekabel verlegt. Die ersten Transatlantiuschen Kabel lagen in den 1860-ern, die ersten transpazifischen Kabel wurden zu Beginn des 20.Jahrhunderts gelegt …. alles lange vor dem „Internet“. (http://de.wikipedia.org/wiki/Seekabel)

Inzwischen ist eine Flotte von Spezialschiffen damit beschäftigt, diese Unterwasserkabel in Stand zu halten, wenn sie wieder durch einen Wal oder etwas anderes unterbrochen wurden.
http://www.extremetech.com/computing/96827-the-secret-world-of-submarine-cables

Nun werden die ersten Transarktischen Kabel 
(ARCTICFIBRE http://www.arcticfibre.com/who-we-are.html
ARCTIC LINK http://www.arcticlink.com/  und 
ROTACS
gelegt, die die Verbindung zwischen 
London und Tokyo um 60Millisekunden beschleunigen werden. 
Die Kostenschätzungen liegen pro Kabel zwischen 
0,6 und 1,5 Milliarden US$.

Und wenn Sie nun glauben, dass all diese Investitionen gemacht werden, damit Sie meinen Blog schneller lesen können, muss ich Sie leider enttäuschen.

Worum es hier geht ist die 
Reaktionsschnelligkeit des Algorithmen-basierten Börsenhandels 
mittels Hochleistungsrechnern zu erhöhen. 
Das rasche Reagieren (mit enormen Mengen an Buchgeld) auf minimale Kursschwankungen scheint das investierte Geld wieder herein zu bringen. Bei diesen Kabelbetreiber handelt es sich schliesslich um Privatfirmen und die haben bekanntlich 

Nix zu Verschenken ®Niki Nationale

Wir sehen, unsere Welt hat nicht nur politische Irrwitzigkeiten zu bieten ….

http://www.extremetech.com/extreme/122989-1-5-billion-the-cost-of-cutting-london-toyko-latency-by-60ms

Written by medicus58

21. März 2012 at 10:44

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