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Eine Impfung und dann? Ein paar Gedanken zu den aktuellen Lieferschwierigkeiten:

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Ob es jetzt die Verschlagenheit der Pharmaindustrie, unvorhersehbare oder vorhersehbare (Wer hat die österreichische Impfstrategie eigentlich verbockt?) Probleme waren, es muss davon ausgegangen werden, dass sich für die rund 160.000 bereits mit Comirnaty (Pfizer-Biontech) geimpft sind, die zweite (Booster) Impfung verzögert.

Da stellt sich dann die Frage, ob die Kröte (mögliche akute Nebenwirkungen) umsonst (ohne Impfschutz) verspeist wurde, oder doch ein gewisser Schutz auch durch eine einzelne Impfung erworben wurde.
Das muss natürlich für alle Impfstoffe gesondert überlegt werden, da aber aktuell bei uns ohnehin nur Comirnaty verwendet wurde, können wir uns vorerst darauf beschränken.
(Anything goes bei den SarsCov2 Impfstoffen, aber gehen Sie weiter, da gibt’s nichts zu sehen)

Klar ist, dass in den ersten Tagen nach der Impfung praktisch kein Unterschied zu Placebo/Nicht-Geimpften zu erwarten ist. In den Unterlagen des britischen Public Health Greenbook 14a wird der Beginn der Schutzwirkung erst ab 10. Tag nach der ersten Impfung erwartet.
Die Firmendaten waren optimistisch und versprachen bei 52% der Einmal-Geimpften einen Schutz, aktuelle Zahlen aus Israel sind weniger euphorisch und sprechen aber ab Tag 14 nur von 33%-igem Schutz .
Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Das britische Vaccination Committee gibt für die Tage 15-21 nach der ersten Impfung eine Wirksamkeit von 89% Prozent an, was ja bereits die Sinnhaftigkeit eines Boosters hinterfragen ließe. Nur ist halt das 95% Confidence Interval mit 52% – 97% ziemlich groß. Also wie gesagt, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Eine weitere Erklärung für den doch ziemlichen Unsicherheitsbereich liegt in der jeweils herangezogenen Definition von Schutz. Es macht natürlich einen Unterschied, ob man (wie in der Zulassungsstudie) Krankheitssymptome oder Virusnachweis heranzieht, bzw. ob man eine Beobachtung oder eine radomisierte Studie heranzieht.

Die Zahlenspiele bekamen auch dadurch eine gewisse Brisanz, dass sich (am 30.12. zuerst die britische) Gesundheitsbehörde für eine Verlängerung der Impfintervalle (12 Wochen statt 3-4) aussprach, um die zur Verfügung stehenden Dosen auf einen größeren Anteil der Bevölkerung „zu strecken“. Während bei uns gerade das Showimpfen los ging, sprach man dort bereits ganz offen von Lieferschwierigkeiten (nicht nur bei Comirnaty) bis zum Ende der Wintersaison.
Für Comirnaty liegen offenbar keine Testergebnisse für ein anderes als das vorgeschriebenen Impfintervall vor, AstraZeneca hat verschiedene Intervalle untersucht und sah einen besseren Response nach 2-3 Monaten, IMHO weil die Immunreaktion gegen das Transfervirus abgeflaut ist, die statistische Power ist aber auch hier (btw, wie bei den älteren Semestern) für diesen Impfstoff gering.

Bemerkenswert ist auch, dass die Europäische Zulassungsbehörde EMA jede Verlängerung des Impfintervalls über 6 Wochen hinaus als „off label use“ sieht.

Da sich Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff seit längerem abzeichnete, stellt sich doch die Frage, ob es für unser Herr Impfkoordinator Auer alternativlos war, die erste Dosis zu verimpfen, wenn die zweite unsicher war. Ob das insgesamt das Impfgeschehen bremsen kann, wenn nur ein Bruchteil der Bevölkerung halb geschützt ist, mag bezweifelt werden, ebenso ob es den Betroffenen geholfen hat. Ja, und Stimmen mehren sich, dass die „Produktion von Halbimmunisierten“ durchaus auch große Gefahren in sich birgt:
Paul Bieniasz, ein Virologe der Rockefeller University faste es so zusammen: “My concern, as a virologist, is that if you wanted to make a vaccine-resistant strain, what you would do is to build a cohort of partially immunized individuals in the teeth of a highly prevalent viral infection.“

Wieder rächt es sich, dass (nicht nur unsere tückisch-grüne) Regierung dem Druck der Medien und eigenen Propaganda (Kanzler greift durch: Impfstart wird vorgezogen!) folgt und dabei ganze Länder in riesige Versuchslabore verwandelt. Im Falle unseres Politikwissenschaftlers als Obersten Impfkoordinator ohne jede fachliche Qualifikation, wie sich über Seiten in seinem Bewerbungsschreiben bei der WHO nachlesen lässt (Link).

Written by medicus58

28. Januar 2021 at 18:19

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