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Grüne Schizophrenie, die dritte

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Wenn es eine Partei gibt, die politische Korrektheit (PC) wie eine Monstranz vor sich her trägt, dann sind es die Grünen, aber primär bei den anderen, oder wie Bundespräsident VdB sagen würde
„WIR sind nicht SO!
Außer er versitzt sich nach der Sperrstunde, nachdem er die Bevölkerung mehrmals via TV zum Ernstnehmen der Regierungsverordnungen eingemahnt hat.

Da hat er ja mit seiner Nachfolgerin als Parteisprecherin (Superkalifragilistigexpialigetisch – Märchen mit Glawischnig) würdige Nachfolgerin gefunden, die rasch bei Novomatic untergekommen ist, während die Parteifreunde den Glückspielkonzern mit Klagen eingedeckt haben und der beim aktuellen Ibiza-Ausschuss auch keine geringe Rolle spielt.
Woher wissen wir, wer die Guten sind? 

Die Grünen haben es inzwischen zu einer ganzen Reihe gut verdienender Polit-Apparatschiks gebracht (Sigrid Pilz: Von Traumjobs kann man nie genug kriegen), deren Kritik an anderen akut verstummt, wenn die gerade erklommenen Pfründe in Gefahr sind:
In Wien verstummte die Kritik an der seit Jahren angeprangerten Inseraten-Querfinanzierung des Boulevard der Rathaus-Roten (Inserate: Unter Rot Grün wird alles anders?) ebenso schnell wie die Kritik am türkisen Koalitionspartner in Tirol, wenn Dritte als widerwärtiges Luder beschimpft werden, man bleibt und fordert scheinheilig eine Debatte.

Links:
Grüne Schizophrenie, die erste
Grüne Schizophrenie, die zweite


Nicht nur ich seh‘ ROT für die Grünen
Vassilakou untergräbt Glaubwürdigkeit der Grünen
Ich sehe ROT für die GRÜNEN

Written by medicus58

18. Juni 2020 at 07:22

Ärzte: Masochismus ist nicht verpflichtend, aber hilft offenbar

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Burn-out von Ärzten ist seit Jahren ein solcher Dauerbrenner, dass er es immer seltener in die Schlagzeilen schafft.

Ein „Ja, eh“ ist kaum ein Clickbait für professionelle Medien, so dass es nur mehr die Standesvertretungen sind, die weitgehend überhört bisweilen missverständliche Warnungen über den Fernschreiber, äh die APA, schicken: Burnout: ÖÄK-Mayer begrüßt WHO-Entscheidung

Bei der Reputation, die sich unsere Standesvertretung redlich erarbeitet hat, nimmt es wenig wunder, dass das keinen mehr interessiert und jedes Jahr 10x mehr Personen antreten, um den Aufnahmetest zum Medizinstudium zu probieren, als ihnen Studienplätze winken.

So wird es auch einer aktuellen Aussendung der deutschen (!) Ärztevertretung gehen:

Jeder dritte Klinikarzt steht kurz vor dem Burn-out
Etwa ein Drittel der Ärzte im Krankenhaus steht nach den Ergebnissen einer Umfrage kurz vor einem Burn-out. Vor allem der allgegenwärtige Zeitdruck sowie die Arbeitsverdichtung und Bürokratie setzen den Kollegen zu, von denen viele „nur noch raus aus dem Beruf wollen.

Mit vielen Prozentsätzen wird hier das uns allen Bekannte erneut festgehalten, nur fällt bei genauer Durchsicht der Daten ein bemerkenswertes Detail auf, dass mit erklärt, weshalb wir uns in diese Situation treiben haben lassen:

Etwa ein Drittel (35%) der Befragten gab an, oft bis sehr oft Gefühle des Ausgebranntseins zu erleben. Assistenzärzt*innen weisen im Vergleich zu Fach- und Oberärzt*innen die höchsten Burnoutwerte auf.

Etwa 14% der haben einige Male in der Woche oder jeden Tag
Kündigungsintentionen
.

Werden wir aber nach der allgemeinen Arbeitszufriedenheit befragt geben 43% der Befragten an, (sehr) zufrieden mit ihrer Arbeit zu sein. Das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit sind bei der Oberärzt*innen am höchsten ausgeprägt.

Ob wir uns den Widerspruch nun mit einem
gegen jede Erfahrung immunes Helfersyndrom,
einem Traumjob unter immer mieseren Rahmenbedingungen
oder durch einen ohnehin ungerechtfertigten Hang zum Jammern erklären, der üblicherweise anderen Berufsgruppen nachgesagt wird („Warum Wirt-Sein trotz Stress und Überstunden schön ist„) mag jeder Betroffene für sich beantworten.

Meiner Wahrnehmung nach unterliegen selbst diejenigen, die es geschafft haben innerhalb dieses Systems eine ökologische Nische zu beziehen, einem gefährlichen Selbstbetrug und den Druck traditionell nach unten weitergeben aber noch nicht begriffen haben, dass „die Jungen“ darauf anders reagieren als unsereins ehedem.
Andererseits bleibt vielen sehr speziell Ausgebildeten ja auch kaum eine Berufsalternative und hinter dem Kündigungswunsch steht eher die Spekulation auf den Privatbereich als jene auf einen kompletten Neuanfang.

Written by medicus58

11. Januar 2020 at 16:18

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