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Blaumilchkanal oder Schildbürger auf der Mahü

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Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass ich am 15.8.2013 unter 

Maria, hilf: Ein Augenschein auf der Mahü http://wp.me/p1kfuX-FB
u.a. darüber meuterte, dass “G’scheit” und sicher von langer Hand “geplant” die Markierungen für die Schrägparker Schottenfeldgasse/Mariahilferstrasse an Stellen angebracht wurden, wo vor gar nicht langer Zeit eigentlich Fahrradständer in den Asphalt versenkt wurden.

Schrägparker_Radständer

Am 14.10.2013 habe ich dann unter
MaHü: Learning by doing http://wp.me/p1kfuX-Hz berichtet, dass im mindestens dritten Anlauf zwei Radständer aus der PKW Zone entfernt und vor den anderen Radständern in den Asphalt gebohrt wurden.

Nach der Mahü-Befragung habe ich mir eigentlich vorgenommen, dieses Thema nicht mehr anzusprechen, aber die aktuellen Ereignisse ließen mich meinen Vorsatz brechen:
Wie auf dem Foto deutlich zu erkennen ist, wurden nun sowohl Fahrradständer als auch die mehrfach umgepinselten Bodenmarkierungen weggefräst. 

Mahü Foot Locker small

So wie schon angesichts des verwirrenden Schilderwalds (Schilder in Schilda: Neues von der Mahü http://wp.me/p1kfuX-G6) angemerkt, denkt man bei diesen Maßnahmen unweigerlich an die Bürger von Schilda, auch wenn die augenblicklichen Grabungsarbeiten eher anEphraim Kishons Blaumilchkanal (http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Blaumilchkanal) erinnern.

Jedenfalls wird langsam klar, weshalb sich die Kosten des Projekts auf geplante 25 Millionen Euro belaufen (http://www.dialog-mariahilferstrasse.at/faq/).
Aber einen Teil der Kosten bekommt der Bezirk ja wieder dadurch herein, dass in diesem Abschnitt der Schottenfeldgasse kürzlich drei(DREI!!) Schanigärten aufgestellt wurden (Hurra, die Schanigärten werden aufgestellt http://wp.me/p1kfuX-Nn), von denen nun die Gäste ganz entspannt dem schweren Gerät zusehen können, das eben Aufgestelltes wieder platt macht.

Written by medicus58

20. Mai 2014 at 17:56

Schilder in Schilda: Neues von der Mahü

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Auch wenn uns Stadträtin und Bezirksvorsteher, beide in grün, seit einer woche über alle Kanäle ausrichten, dass ein NEIN zu Ihrem Jahrhundertprojekt (Fuzo Mahü) einem ökologischen Hochverrat gleichkommt, wird dadurch nur eine Nebelwand errichtet, um der Kernfrage auszuweichen:
 
Wenn die Fußgängerzone Mariahilferstraße schon so ein wichtiges Projekt ist, dass jeder Einwand als „Raunzertum„, „Autofetischismus„, „Veränderungsanst“ oder überhaupt als „Unwissenheit“ abgetan wird, weshalb ist das Projekt so fahrlässig schlampig angegangen worden und was sagt das über die politische Kompetenz der Wiener Grünen in anderen Projekten, deren Langzeiteffekte noch nicht absehbar sind?

Konkret habe ich schon vor einer Woche unter Maria, hilf: Ein Augenschein auf der Mahü (http://wp.me/p1kfuX-FB) auf Einiges hingewiesen. Im laufenden Betrieb stellt sich nun heraus, dass an der Ecke Mahü/Schottenfeldgasse ein besonders gefährlicher Schildbürgerstreich geglückt ist, der sich gegen die Zielgruppe Vassilakous richtet: Die Radfahrer

MaHü
Das Teilstück der Mariahilferstraße zwischen Schottenfeld- und Zieglergasse ist für Autos nur stadteinwärts befahrbar (siehe Bilder im Album), Radfahrer dürfen es in beiden Richtungen befahren.
Die Schottenfeldgasse ist wie vor der Umstellung eine Einbahn Richtung Mariahilferstrasse, im Gegensatz zu früher, wo sowohl eine Durchfahr auf die Webgasse als auch ein beidseitiges Abbiegen in die Mahü erlaubt war, gebieten nun ein Gebotspfeil stadteinwärts in die Mahü zu fahren.

Jetzt kommts: Radfahrer, die stadtauswärts die Mahü heraufkommen, DÜRFEN gegen die Fahrtrichtung in die Schottenfeldgasse einbiegen und finden dort einen vor einer Woche neu aufgepinselten Radweg vor. Dass sie dabei entweder durch die Begegnungszone vor dem C&A fahren müssen oder mit den zwangsweise linksabbiegenden Autofahrern aus der Schottenfeldgasse kollidieren ist nicht das wahre Problem.

Schaut gut aus, is es aber nicht

Das sieht der Radfahrer, der statauswärts die Mahü fahrend nach rechts in die Schottenfeldgasse einbiegt: Einfahrtsverbot ausgenommen Radfahrer und ein frisch gestrichener Radweg. Das dicke Ende kommt nach wenigen Metern!

Schottenfeld Mahü

Alt und Neu

Das Foto zeigt deutlich die alten Parkraummrkierungenund die neue weiße Linie des vor einer Woche „geschaffenen“ Radwegs, auch wenn er nur wenige Meter lang ist …

Schottenfeld alt und neu
Schon nach ca. 40m hört der frisch gepinselte Radweg abrupt vor einer Ausfahrt auf und die Radler stehen plötzlich MITTEN AUF EINER EINBAHNSTRASSE GEGEN DIE FAHRTRICHTUNG. 

Schottenfeld Ende Radweg
Es kommt noch schlimmer. Etwa an dieser Stelle verengt sich die Fahrbahn durch eine Baustelle (links) und Betonschwellen (rechts). An dieser Stelle ist kein Platz für Auto UND Rad insbesondere wenn sie sich aufeinander zubewegen.
Die meisten Radler weichen nun illegalerweise auf den Gehsteig aus, der dort durch die Betonschwellen ebenfals eng ist und kreuzen die Ausgänge von drei Geschäftslokalen.

Fassen wir zusammen: Das geniale Verkehrskonzept lockt Radfahrer legal gegen die Einbahn , nur um sie dann mitten auf der Straße gegen die Fahrrichtung „verhungern“ zu lassen. 
Wenn es nicht eine stillschweigende Trendwende in der grünen Verkehrspolitik ist, dann ist es reine Fahrlässigkeit.

Written by medicus58

26. August 2013 at 07:37

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