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Der Liebe Gott macht einen wieder gesund. Warum macht er einen dann überhaupt krankt?

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Brain cross health

Dies ist hier weder der Ort noch das Format um die komplexen Wechselwirkungen zwischen religiösem Glauben und Krankheit erschöpfend zu analysieren. Ich bin aber über eine Jubelmeldung der kathpress über einen österr. Psychiater und Opus Dei Mitglied mit eigenem Wikipedia Eintrag (http://de.wikipedia.org/wiki/Raphael_M._Bonelli) gestolpert, die ich hier zumindest „verewigt“ wissen wollte.


Religion schützt die seelische Gesundheit und kann auch von der Medizin als wichtige Ressource des Menschen angesehen werden. Das hat der Wiener Gehirnforscher Raphael M. Bonelli mit Kollegen der Duke University in einem gross angelegten Studienvergleich dargelegt, der demnächst im „Journal of Religious Health“ publiziert wird.
http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=241805

Auch wenn die Meldung vom 1. April stammt, handelt es sich dabei offenbar um keinen Scherz.

Bonelli zeigte sich „überwältigt“ von dem für wissenschaftliche Verhältnisse „sehr eindeutigen Ergebnis“: Je nach Krankheitsgruppen seien die Hinweise auf eine Schutzfunktion durch Religiosität teils äusserst stark, allen voran bei Sucht, Depression und Suizid, doch auch bei Demenz waren die Resultate vielversprechend. Religion sei somit durchaus ein mit Alter oder Geschlecht vergleichbarer psychiatrischer Parameter, so der Wiener Forscher: „Wäre Religion ein Medikament, kann man sagen, es wäre mit Sicherheit zugelassen.“

Natürlich könnte man nun mit Leichtigkeit all die Fälle religiösen Wahns anführen, die zu Selbstverstümmelung, Selbstmord und Massenmord führten, nur um mit einiger Berechtigung den Vorwurf zu ernten, dass all dies auch von explizit a-religiösen Menschen begangen wurde, oder dass es sich hierbei eben nicht „um den wahren Glauben“ gehandelt hätte.

Wie sehr der Glaube an sich, auch ohne religiösen Hintergrund, eine Placebowirkung (http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo) auslöst, ja selbst die enttäuschte Hoffnung eine Nocebowirkung (http://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt) zeitigt, hat aber zuerst die Naturwissenschaft gezeigt, nicht etwa religiöse Propheten ….

 

Wenn nun ultraorthodoxe Kreise ihren – per definitionem nicht widerlegbaren und somit nicht naturwissenschaftlichen Glauben – ein naturwissenschaftliches Mäntelchen überziehen, dann ist dieses Intelligent Design (http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design) mehr als durchsichtig.

Trotz meiner ausgesprochen agnostischen Grundposition, maße ich mir als naturwissenschaftlich denkender Mensch in Ermangelung einer aussagekräftigen Versuchsanordnung nicht an, die positiven und negativen Folgen des Glaubens an einen „persönlichen Gott“ buchhalterisch  abzuschätzen (meiner persönlichen Empfindung behalte ich ausnahmsweise mal für mich), aber in gewisser Weise ist Herr Kollege Bonellis Wunschtraum einer Religion als Medikament ohnehin schon Wirklichkeit.

Die verfassungsmäßige Privilegien ihrer Gewinnspannen haben die Verteilerorganisation von Medikamenten, also die Apotheken (http://diepresse.com/home/gesundheit/1270753/Gesundheit_VfGH-kippt-Apothekenregelung), ebenso wie die Verteilerorganisationen staatlich anerkannter Religionen, auch wenn nur gegen letztere aktuell unterschreiben kann (http://www.kirchen-privilegien.at/unterschreiben/).

Eine weitere Parallele ist die überzufällig häufige Verwendung verschiedener christlicher Heiliger im Apothekennamen, obwohl andere Berufe (z.B. Bäcker oder Bergleute mehr Schutzheilige aufweisen können als die Pillendreher (http://www.heiligenlexikon.de/Patronate/Patronate-Berufe.htm). Trotzdem wäre für eine allfällige Apothekenpflicht für die christliche Religion namentlich schon vorgebaut.

Alle Feiertage für alle, eh kloar

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moschee

Wie immer, wenn in Deutschland was diskutiert wird, augenblicklich diemuslimische Forderung ihre religiösen Festtage zu staatlichen Feiertagen zu machen (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/zentralrat-der-muslime-fordert-gesetzliche-islamische-feiertage-a-891385.html ), hecheln wir in Österreich nach und IGGiÖ-Präsident Sanac, der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft will das auch.
Im Standard argumentiert man gewohnt liberal Pro (http://derstandard.at/1363706509969/Pro-Arbeitsfreie-Feiertage-Vier-Tage-die-allen-guttun ) und Contra (http://derstandard.at/1363706510423/Kontra-arbeitsfreie-Feiertage-Freier-Tag-statt-Feiertag ), in der Presse, gewohnt wirtschaftstreu dagegen:

Eigene Feiertage für Muslime, Juden? Gute Idee – aber nicht machbar
http://diepresse.com/home/meinung/marginalien/1382546/Eigene-Feiertage-fuer-Muslime-Juden-Gute-Idee-aber-nicht-machbar

Warum eigentlich? Ich, als Agnostiker hätte einen anderen Vorschlag:

In allen Staaten, in denen mehrere Religionen nebeneinander leben (z.B. Israel) spielt sich das (vor allem) bürokratische Leben nur von Mo – Do ab. Am Freitag versammeln sich die Muslime in ihren Moscheen,
den Sabath verbringen gläubige Juden mit dem Gebet, wenn sie nicht gerade diejenigen anpöbeln, die an diesem Tag ihr Geschäft öffnen, und
der Sonntag ist in dieser Welt ohnehin immer Ruhetag, für Christen und den Rest …

Wenn wir also neben dem 1. Jänner auch noch den (allerdings wechselnden) Neujahrstag der Russisch-OrthodoxenChinesen,Kurden und was weiß ich noch feiern und mit der gleichen Logik auch alle anderen ReformationstageRevolutionstageFastenzeiten, und alle anderen Ramasuris feiern, kommt das Leben völlig zum erliegen,
Krankenhäuser sperren aus Personalmangel, die Feuerwehr lässt es einfach brennen und der motorisierte öffentliche Verkehr bekommt eine vorbildliche CO2-Bilanz und Frau Vassilakou triumphiert.

Spaß beiseite: Ich bin für eine,
dem Status quo entsprechende Anzahl an Feiertagen
für alle Ungläubigen und Gläubigen, wobei die einzelnen Gruppen diese Anzahl beliebig auf ihre HeiligenRevolutionäre und Jahrestageaufteilen können, aber eben an den Feiertagen der anderen brav zur Arbeit schreiten
müssen.

Dann hätte eine pluralistische Gesellschaft endlich einen greifbaren Vorteil ihrer Pluralität und alle Schichten der Gesellschaft würden erfahren, was für einige Berufsgruppen Alltag ist: Arbeiten, wenn ie anderen feiern.

Written by medicus58

29. März 2013 at 22:40

Wie praktisch ist doch so ein Prophet … Verdammt weshalb habe ich keinen

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Irgenwie dumm, dass ich keinen Propheten habe.
Sonst könnte ich, wenn IRGENDWER ihn verhöhnt, IRGENDWEN ANDEREN erschlagen….

Diesmal waren es keine Karikaturen (http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed-Karikaturen) in einem, dem Rest der Welt weitgehend unbekannten kleinen europäischen Land sondern ein dümmliches, offenbar zur gezielten Provokation auf Youtube gestellter Trailer, der „empört„.
Wie bestellt brüllen Menschen (meist Männer) in willfährig herbeigeholte Kameras und Mikros, dass sie nicht zulassen, dass man ihr Allerheiligstes  verunglimpft und ziehen brandschatzend durch ihre nächste Umgebung. Die Kollateralschäden, also die bei solchen Unruhen getöteten Menschen feuern die Aufregung weiter an und sorgen dafür, dass die ursprünglichen Fragen völlig aus den Augen verloren werden:

Das Grund- und Menschenrecht der Religionsfreiheit wird immer nur in seiner POSITIVEN Definition, also dem Recht eine Religion haben und ausüben zu dürfen eingefordert. Der Verzicht auf seine NEGATIVE Definition, also auch ein Recht darauf zu haben, persönlich KEINER Religion nachzulaufen, wird von „den Religiösen“ jedwelcher Art nur allzu gerne verleugnet. Von „Offenheit“ ist da bald nichts mehr zu spüren (vergl.: http://wp.me/p1kfuX-jv).

Wie wir erst kürzlich von der Kopftuch- bis zur Vorhautdebatte erlebt haben (https://medicus58.wordpress.com/2012/07/01/zuerst-das-kopftuch-und-jetzt-die-vorhaut-fur-eine-sakulare-diskussion/), wird das Primat der positiven Religionsfreiheit über jedwelche andere Erkenntnis der europäischen Geistensentwicklung seit der Aufklärung eingefordert und, das ist für mich der Punkt:
von den Abrahamitischen Religionen wird kein Gedanke darauf verwendet, wie sehr ihr Postulat, dass jeder, der sich nicht hrem Denken beugt:
missioniert und gebenenfalls erschlagen gehört,
den zweiten Teil der allen Menschen zustehenden „Religionsfreiheit“ aushöhlt.

Selbst in den Ländern, wo diese nicht mehr so einfach geduldet wird, besteht seltene Einigkeit zwischen all den „Auserwählten„, „Erleuchteten“ und „Gläubigen„, dass alle anderen
„eben noch nicht erleuchtet“ aber so sicher wie das Amen in ihren Gebeten: „Verdammt wären.

Hat sich schon irgendwer einmal Gedanken gemacht,
dass diese Vorverurteilung, halt ein bißchen zurück geblieben zu sein,
sich dem jeweiligen Gott als minderwertig erwiesen zu haben,
jedenfalls aber für das Jenseits die „Arschkarte“ gezogen zu haben,
einer durchaus den Karikaturen und Videos vergleichbare Beleidigung darstellt?

Natürlich könnte man antworten, dass man sich als „Ungläubiger“ doch nicht beleidigt fühlen kann, wenn einem der Eintritt ins „Paradies“ verweigert wird, an das man ohnehin nicht glaubt,
aber genauso könnte man doch antworten, dass sich der, der sich „der allumfassenden Größe seines Gottes sicher ist“, durch ein blödes Amateurvideo nicht aus der Ruhe bringen liesse, oder?

Written by medicus58

16. September 2012 at 16:06

SEOUL – INWANGSAN

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In unserem Bewußtsein steht Südkorea für SAMSUNG, HYUNDAI, LG, DAEWOO und Dutzende andere  High Tec-Unternehmen. Schon vor Jahren blieb dort das heimische Handy stumm, da es kein UMTS beherrschte und scheinbar jeder zweite U-Bahnbenutzer in Seoul verfolgte eines der TV-Programme oder den neuesten Holywood Blockbuster auf seinem Telefon, Laptop oder Pad.
Mit einem Wort ist für uns Südkorea der Inbegriff von Modernität.
Da verwundert es schon sehr, wenn man mitten im Gebrodel der 10 Millionen-Metropole Seoul den winkeligen Pfad auf den Inwangsan, den „Berg des freigiebigen Königs“ hinauf steigt. Oft findet man auch die Bezeichnung des „Berges des Weißen Tigers“, jedoch leben Tiger schon längst keine mehr in diesem Gelände.
Weit muss man sich nicht über die Stadt erheben, der Berg ist gerade einmal 338 Meter hoch. Das pitoreske Panorama der sogenannten Zen rocks hat seit je her koreanische Künstler inspiriert, jedoch ist das nicht der einzige Grund, weshalb so viele Koreaner den Berg besteigen, sie suchen den Rat der Shamaninnen (Mudangs). Ja, die Angelegenheit ist weitgehend in weiblicher Hand.
Auf dem Inwangsan befindet sich der Guksadang, das Original wurde 1925 von den Japanern zerstört und hier wieder aufgebaut.
Shamaninnen vollführen hier eine Reihe magischer und ritueller Praktiken, um die „Geister“ herbei zu rufen, um Krankheiten zu kurieren, Glück zu bringen, die Zukunft voraus zu sagen oder die Geister der Verstorbenen zu besänftigen. Dazu werden den „Geistern“ Reiskuchen, Obst und selbst Schweineköpfe geopfert, da man fest davon überzeigt ist, dass derartiges auch in „der anderen Welt“ dringend benötigt wird.
Bei Befragungen erklären sich aktuell 31 % der Südkoreaner als religionslos, 23,7 % nennen sich Buddhisten, 31 % Christen (23,8 % evangelisch) und 7 % folgen verschiedenen Stammesreligionen. Der Koreanische Schamanismus, der seine Wurzeln in Sibirien wähnt, war schon längst etabliert als der Buddhismus über Indien und China das Land im 4. Jahrhundert erreichte. Auch als er 528 in Silla, einem der drei Reiche das alten Koreas, zur Staatsreligion wurde, hat der Buddhismus den im Volk fest verwurzelten Geisterglauben nicht verdrängen können, ebensowenig wie der Konfuzianismus , die christlichen Religionen oder heute das Smartphone.

Fotos der Mudangs sind nicht gerne gesehen, das Tele hier habe ich versucht möglichst unbemerkt und diskret zu „schießen“.
Als „Langnase“ fühlt man sich überhaupt etwas deplaziert und wird eher verschämt übersehen. Mag sein, dass auch Videos wie das unten verlinkte, zu dieser, für Südkorea eher ungewöhnlichen Hostilität der Einheimischen führten, egal.
Wenn man allein kommt und sich diskret in eine Ecke setzt, dann kann man unbehelligt den Praktiken folgen, die von Jung und Alt mit höchster Ernsthaftigkeit ausgeführt werden. Von denselben Menschen, die man kurz vorher und kurz nachher wie selbstverständlich mit all den elektronischen Gadgets der Neuzeit hantieren gesehen hat.

Der Gegensatz zwischen der Geschäftigkeit in Seouls Straßen und der Stille hier oben war beeindruckend.
Nicht dass ich das Gefühl hatte, dass mich die „Mudangs“ mit meinen „eigenen guten und bösen Geistern“  zu versöhnen imstande wären, aber die verschiedenen Aspekte eines Volkes so scharf nebeneinander zu erleben, wird mir unvergesslich bleiben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schamanismus_in_Korea
http://www.youtube.com/watch?v=Guoku_6NHLM (eher peinliches Amateurvideo)
http://youtu.be/9c12CsnjURA (eines der seltenen Videos einer Zeremonie)
http://en.wikipedia.org/wiki/Inwangsan
http://www.visitkorea.or.kr/enu/SI/SI_EN_3_6.jsp?cid=260583

Written by medicus58

6. September 2012 at 18:45

Veröffentlicht in Reisen

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Haben Sie die Revolution verpasst? Die lautlose Diktatur des globalisierten und deregulierten Kapitals

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Spätestens seit den Zeiten der Französischen Revolution (1789 bis 1799) wird mit dem Begriff einer “Revolution” eine radikale, für alle augenfällige Änderung eines bestehenden Systems innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes verstanden. Hier wird jedoch übersehen, dass sich Revolutionen auch über einen längeren Zeitraum erstrecken konnten, wie zum Beispiel die Industrielle Revolution von ca. 1750 bis 1850. Jedoch verlief auch diese Revolution “nicht unbemerkt”, ihre Protagonisten konnten und wollten ihrer Absichten nicht verheimlichen, die breite Masse erkannte den revolutionären Charakter nicht nur an ihren Spätfolgen, sondern bereits während der „Umwälzung“.

In den letzten Jahrzehnten (!) ist jedoch eine, in ihrer Radikalität völlig unterschätzte Revolution abgelaufen, die erst jetzt durch einige ihrer Folgen und noch immer nicht in ihrer Radikalität und Totalität ins öffentliche Bewusstsein gelangte:
Eine Revolution, in der das Kapital die Herrschaft über alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens errungen hat. Nennen wir sie, vorbehaltlich einer besseren Bezeichnung:

Die lautlose Diktatur des globalisierten und deregulierten Kapitals.

Viele sprechen von einer neoliberalen Revolution, was aber den Kern verfehlt, da neoliberales Gedankengut zwar das Vokabular vorgab, die letztendliche Entmachtung der staatlicher Autorität aber den Neolibs ihres staatlichen Regulators beraubte und somit auch diese Theorie nur zum Steigbügelhalter einer übergeordneten Bewegung degradierte (Lenin hätte von “nützliche Idioten” gesprochen).

Die Zutaten dieser Revolution sind:
Kapitalismus,
Globalisierung,
Neoliberalismus,
Deregulierung/Privatisierung/Freihandel und
Religiöser Fundamentalismus
.

in gewisser Weise also eine Gegenrevolution zur „klassischen Aufklärung“.
Deshalb steht dieser Artikel auch in diesem Bereich des Blogs.

Unter Kapitalismus wird hier eine quasireligiöse Denkweise verstanden, in der Kapital nicht nur als dritter Produktionsfaktor neben Arbeit und Boden gesehen wird, sondern als ein sich ohne persönliche Arbeitsleistung (durch Zins, Spekulation, …etc. jedenfalls) selbst vermehrender Wert. Dass damit der Energieerhaltungssatz der Naturwissenschaften missachtet wird, stört den Ökonomen nicht, jedoch davon später. Der Kapitalismus bedingt auch eine Produktionsweise, die nicht auf Bedürfnisbefriedigung ausgelegt ist, sondern nur durch Überproduktion und stetes Wachstum lebensfähig bleiben könnte, was wieder, siehe oben, innerhalb eines geschlossenen Systems unmöglich ist. Da letztendlich alles kaufbar gemacht wird, bestimmt der Besitzer des Kapitals die sozialen, politischen, rechtlichen und kulturellen Verhältnisse der Gesellschaft, er kauft sie also. Wesentliche Güter, für die kein Markt existiert oder aufgebaut wurden, werden negiert und allfällige (ökologische, soziale, …) Kollateralschäden der Allgemeinheit überlassen.

Unter Globalisierung wird hier keine Internationalisierung der Welt verstanden -wie sie Teilen der Linken angestrebt- sondern eine einseitig durch die Macht des Kapitals erzwungene und durch neue Technologien begünstigte weltweiten Öffnung von nationaler Wirtschaft, Politik, Kultur und Kommunikation gesehen. Eine Internationalisierung würde hingegen alle auftretenden gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Probleme zur gemeinsamen Sache machen. In der globalisierten Welt der Kapitalismus werden Gewinne privatisiert, alle anderen Probleme jedoch nationalisiert, das ist der wesentliche Unterschied zum Internationalismus der Linken.
Triebfeder der Globalisierung war der, dem Kapitalismus innewohnende Zwang zu kontinuierlichem Wachstum und zur Profitsteigerung: beides ließ sich innerhalb der “ersten Welt” nicht mehr gewährleisten. Durch Globalisierung konnte die Produktion von Verbrauchsgütern in Billig-Lohn-Länder (mit weniger scharfen Umwelt- und Sozialgesetzen) verschoben werden, während die Verkaufgewinne weiterhin in Hoch-Preis-Ländern anfallen. Zusätzlich ermöglichte die Ausweitung der Märkte, die Überschussproduktion kapitalistischer Marktwirtschaft nicht einstampfen zu müssen, sondern in den erschlossenen Märkten (mit geringeren Spannen) ebenfalls zu Geld machen zu können. Die schrankenlose Verbringung des Kapitals erleichterte es zusätzlich, Steuern und Abgaben entweder überhaupt “off shore” oder zumindest in jenen Staaten anfallen zu lassen, wo die Abgabenquote geringer war als dort, wo die Gewinne eingefahren wurden.

Unter Neoliberalismus wird hier der angelsächsische Neoliberalismus der Mont Pelerin Society verstanden, der mit religiösem Eifer jeden staatliche Einfluss auf das Wirtschaftsleben und den Ausgleich mit gewachsene Interessensvertretungen (Gewerkschaften) zu zerstören sucht und auf die heilsbringende Macht des freien Markt setzte, der durch eine marktgerechte Regelordnung des Staates vor Monopolbildungen geschützt wird. Damit reagiert er zwar auf ein Grundproblem des Kapitalismus, dass der erfolgreichste Spieler zwingend zum Monopolist wird, ist aber in seinem Glauben unfassbar infantil, indem er dieses unvermeidbare Endziel des “Besseren” kurz vor seiner Erfüllung durch “Väterchen Staat”, den er vorher massiv beschnitten hat, unterbunden sehen will. Irgendwie erinnert das an herumtobende Kinder, die sich darauf verlassen wollen, dass es im Zweifelsfall der „Papa schon richten wird“. Dass dies prinzipiell nicht funktioniert, hat u.a. die “Zerschlagung” von AT&T gezeigt (http://de.wikipedia.org/wiki/AT%26T ), die sehr bald wieder aus den zerschlagenen Töchtern zusammengewachsen ist.

Wenn
Alexander Rüstow, der „Erfinder“ des Begriffes „Neoliberalismus“ im deutschen Sprachraum postuliert:„Der neue Liberalismus … fordert einen starken Staat, einen Staat oberhalb der Wirtschaft, oberhalb der Interessenten, da, wo er hingehört.” entlarvt er den Neoliberalismus als quasireligiöse Ideologie, die an die “Gottheiten” Markt und Staat glaubt, die plötzlich „als einzige objektiv und frei von persönlichen Interessen“ handeln. Dies ist umso bemerkenswerter, als unter dem Vorwand seiner Effizienzsteigerung der Staat systematisch seiner ökonomischen („Mehr Privat weniger Staat“) und personeller Ressourcen („Beamtenabbau“) beraubt wurde.
Dass die
Körperschaftssteuern, also eigentlich die Steuern, die die Wirtschaft an den Staat für Dienstleistungen, die sie von ihm will, abliefern sollte, in den letzten Jahrzehnten immer mehr gesunken sind, schien unsere Neolibs auch nicht aufzufallen.
Die
Privatisierung strukturell wesentlicher Systeme (Bahn, Post, Telekom, Gesundheitssystem, …) lief nicht nur in Österreich über korrupte Kanäle und nahm „dem Staat“ auch noch die Möglichkeit zur Strukturpolitik.
Die
Umstellung der Gesundheits- und Pensionssystemevom Umlageverfahren auf ein Kapitaldeckungsverfahren und die Privatisierung dieser Bereiche eröffnet dem Kapital einen riesigen Markt und bot ihm dadurch ungeahnte Spekulationsmöglichkeiten, nachdem (vor allem in den USA und UK) viele andere, traditionell staatliche Bereiche privatisiert wurden (Strafvollzug, Polizei, Kriegsführung, …) bleibt nur noch der Sozialstaat als Hoffnungsmarkt.

Die Deregulierung, also der zunehmende Abbau aller Schranken des Kapital-, Waren- und Dienstleistungsverkehres, wurde mit sendungsbewusstem Eifer verfolgt. Während es innerhalb der Europäischen Union noch als Teil einer notwendigen Harmonisierung aufgefasst werden kann und durch das hohle Versprechen von Reisefreizügigkeit (die aber wie aktuell auch sehr schnell zurückgenommen wird) und Verbilligung von Verbrauchgütern (Made in China) verkauft wurde, war es gegenüber der Dritten Welt reiner Neokolonialismus. Die Beseitigung von Handelshemmnissen wird fälschlicherweise als Wirtschaftsmotor angepriesen, wobei seit den 50er Jahren (!) das derart erzeugte Wachstum überwiegend nicht die Produktion, sondern nur die Ausweitung des Handels betraf, oder in anderen Worten wächst seit den 50er Jahren der Handel schneller als die Produktion.

Die Deregulierung des Finanzmarktes führte überdies dazu, dass ein immer größerer Anteil der Finanzbewegungen sich nur mehr kurzfristiger (inner- und außerbörsliche) Spekulation widmet und (auch vor der letzten Krise) nicht mehr der “Realwirtschaft” dient. Die Werkzeuge der Deregulierung wurden im Zuge der Konferenz von Bretton-Woods 1944 zum Zwecke des Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg geschaffen, aber schon nach weniger als 2 Jahrzehnte (in erster Linie von den USA) als Werkzeug für eine Revolution des globalisierten Kapitalismus zweckentfremdet:
IWF/IMF (Internationaler Währungsfond) Weltbank US Dollar als Leitwährung/Goldbindung
Der
IWF sollten den 187 Mitgliedsstaaten als “lender of last resort” helfen, wobei  später auf Initiative der USA, die auch eine Sperrminorität im IWF haben, die Konditionalität eingeführt wurde und dadurch die Gewährung von Hilfskrediten kein automatisches Rechtsondern an Bedingungen gebunden werden konnte. Die verordneten wirtschaftspolitischen Maßnahmen (Kürzung der Staatsausgaben, Abwertung, Abbau von Handelsbeschränkungen und Handelskontrollen, Abschaffung von Preissubventionen für Grundbedarfsartikel, Haushaltskürzungen, Privatisierung öffentlicher Unternehmen und Einrichtungen, Beamtenabbau, Abbau von Subventionen) werden als Washington Consensus (http://de.wikipedia.org/wiki/Washington_Consensushttp://de.wikipedia.org/wiki/Washington_Consensus) zusamengefasst und ermöglichten somit unter Umgehung demokratischer Prozesse einen direkten Eingriff des Kapitals auf die Staatsführung. Allende’s Chile ist nur ein Beispiel, wie unter Zuhilfenahme der CIA ein Staat wirtschaftlich und militärisch zerschlagen wurde, um nach Installierung eines genehmen Regiemes (in diesem Fall die Militärdiktatur Pinochets) sich durch gezielte Wirtschaftshilfe auch den Zugang zur Rohstoffausbeutung zu sichern.
Die
Weltbank (http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbank) steht nur IWF Mitgliedern offen und bezeichnet eine in Washington angesiedelte, durch einen gemeinsamen Präsidenten verbundene Bankengruppe (IBRD, IFC, MIGA, ICSID), die ursprünglich wie der IWF den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg finanzieren sollte. Heute ist das wesentliche Ziel der Weltbank die Förderung der Privatisierung. Auch nach einer Änderung der Stimmrechte im Jahre 2010 haben die USA weiterhin den größten Stimmenanteil und somit das Sagen.

In Bretton Woods wurde auch im „White Plan
der
US $ als Referenzwährung festgelegt, zu der alle anderen Währungen (innerhalb gewisser Grenzen) ein fixes Wechselverhältnis hatten. Weiters wurde ein fixes Tauschverhältnis zwischen US$ und Gold festgelegt. Für die entstandene Gleichstellung zwischen Dollar und Unze hatte sich die US-Zentralbank, freiwillig verpflichtet, den Dollar zu dem Kurs (35 Dollar je Unze) zu kaufen oder zu verkaufen. Diese „Golddeckung“ wurde aber unter Nixon aufgehoben, als offenkundig wurde, dass dieses Versprechen mangels Goldreserven nicht eingelöst werden konnte.

Das ebenfalls 1947 beschlossen Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (englisch General Agreement on Tariffs and Trade; GATT) sollte in gegenseitigem Abtausch Zölle und Handelsschranken abzubauen (http://de.wikipedia.org/wiki/GATT). Im Gegensatz zu den vorgenannten Strukturen handelte es sich um keine Internationale Organisation sondern um einen vökerrechtlicher Vertrag. Die unterschiedliche ökonomische Stärke der beteiligten Ökonomien ermöglichte es auch hier, ökonomisch schwächere Märkte unter Druck zu setzen und für essentielle Strukturen (z.B. Wasserrechte) einen Markt zu eröffnen.

Weitere Meilensteine der Entwicklung waren in den USA 1999 die Aufhebung der im  Glass-Steagall Act (http://de.wikipedia.org/wiki/Gnass-Steagall_Act) festgelegten institutielle Trennung zwischen Kommerzbanken (Einlagen- und Kreditgeschäft) und Investmentbanken durch den Gramm-Leach-Bliley Act (http://en.wikipedia.org/wiki/Gramm–Leach–Bliley_Act) der es ermöglichte, dass nun das klassische Bankgeschäft, Investmentbanking und Versicherungsgeschäfte in einem Institut ablaufen konnte. Dieser Schritt wird von vielen als wesentlich für das Entstehen der 2007 Subprime Krise gesehen.

Bei religiösem Fundamentalismus denkt man heute nur an Kopftuchzwang und Taliban. Die infantile Glaube der letzten Jahrzehnte an interesselos agierenden Göttern, wie sich selbst regelnden Märkte oder abgehalfterte und trotzdem objektiv agierenden Staat, die protestantischen Ethik anglikanischer Prägung, die im wirtschaftlichen Erfolg ein göttliches Zeichen der Auserwähltheit sehen wollte, der bedingungslose Glauben an die menschenunabhängigen Gesetze der neuen Ökonomie mit all ihren Fetischen und die inzwischen allgemein akzeptierte Alternativlosigkeit dieses Weges, der auch Weite Teile der Sozialdemokratie verfallen sind (Blair, Schröder, Dritter Weg, …) hat Züge eines religösen Fundamentalismus. Die scheinbare Unantastbarkeit zentraler Axiome und katapultierte uns hinter die zentralen Erkenntnisse der Aufklärung.

Zusammenfassend hat die
lautlose Diktatur des globalisierten und deregulierten Kapitals

den demokratischen Prozess umgangenKapitalismus braucht keine Demokratie” (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=55365),

die klassischen Verhandlungspartner (Gewerkschaften, Kammern, NGOs, Zivilgesellschaft…) marginalisiert,

eine gigantischen Umverteilung der Arbeitsleistung in der Welt bewirkt
(hochwertige Dienstleistung und Technologie in der Ersten Welt,
niederwertige Dienstleistungen und Massenproduktion in Schwellenländer),

Politiker
zu Gehilfen scheinbar alternativloser ökonomischer Sachzwänge degradiert bzw. Schlüsselstellen der Politik durch Repräsentanten der Finanzwirtschaft infiltriert
(http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=68494)
,

unbemerkt von der Masse der Wähler
den europäischen Sozialstaat zur Wettbewerbsgesellschaft umgebaut,

zu einer massiven Expansion der Finanzmärkte,
einer Deregulierung des Arbeitsmarkts mit sinkenden Lohn- und steigenden Kapitaleinkommen geführt und

die Gesundheits-, Bildungs- und Altersvorsorgesysteme zu Märkten gemacht, die durch den Übergang zum Kapitaldeckungssystem zusätzliche Summen auf die Finanzmärkte schwemmte
(http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=55113 http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54648).


Und warum funktioniert das so gut?

Auf einen Aspekt (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=58262) wurde hier schon hingewiesen:
Eine der Falscheinschätzungen des Kommunistischen Manifests war offenkundig, dass einerseits die Steigerung der Produktivität so groß werden konnte, dass die Befriedigung der primären Bedürfnisse der „breiten Masse“, also Nahrung und Bekleidung so billig wurde, dass nahezu jeder sie mit seinem Lohn befriedigen konnte und andererseits der Kapitalismus von der großindustriellen Produktion für anderer Großindustrien auf die Produktion von Konsumgüter umstellte, die wiederum auch die sekundären Bedürfnisse, wie Mode, Unterhaltungsindustrie, …  für breite Teile der westlichen Gesellschaften erschwinglich wurden.

Auf den gut funktionierenden Selbstbetrug der Mittelschicht hat z.B. Ulrike Herrman in ihrem Buch „Hurra,wir dürfen zahlen“ sehr plakativ hingewiesen: Reichtum in unser Gesellschaft ist (nicht mehr) anstößig, er darf nur nicht die eigenen Illusion bedrohen, selbst im Aufzug nach oben zu sitzen.
Auch die Soziologie wandte sich von den ökonomisch definierten Klassen ab und erforschte Sinus-Milieus die sich nicht mehr durch ähnliche ökonomische Möglichkeiten sondern durch ähnliches Konsumverhalten definierten.
Berthold Vogel
wies in Das Problem der Exklusion (Hamburger Edition 2006) darauf hin, dass heute nicht mehr thematisiert wird, dass es Herrscher und Beherrschte, Ausbeuter und Ausgebeutete gibt sondern gerade in der Krise der Mittelstand dazu tendiert sich selbst zur Elite zu zählen, da sie sich bereits als herausgehoben zählen, nur weil sie nicht zu den Ausgestoßenen (Arbeitslosen) zählen. 


Dass diese Revolution so glatt über die Bühne gehen konnte ist selbstverständlich auch ein Versagen der tonangebenden Kräfte links der jeweiligen politischen Mitte, von Tony Blairs „New Labour“ bis zu Clinton’s Demokraten, die zum Teil kräftiger an der Umsetzung der genannten Schritte gearbeitet haben als Reagan und Thatcher.
Wenn nicht persönliche Unredlichkeit und Gier auf lukrative Positionen für die Zeit nach der politischen Funktion die wahre Begründung für dieses zur eigenen Weltanschauung eigentlich kontradiktorische Verhalten war, dann kann es nur an der
fehlenden intellektuellen Weiterentwicklung linker Ideologie gelegen haben, weshalb der für jeden Demokraten erfreuliche
Zerfall der kommunistischen Diktatur in Russland die Linke völlig blauäugig der nächsten Heilslehre in die Arme getrieben hat.


Und warum wird das alles nicht auf Dauer funktionieren?

Aus naturwissenschaftlicher Sicht, weil das für unser derzeitiges System unabdingbare schrankenlose Wachstum dem Energieerhaltungssatz geschlossener Systeme widerspricht (http://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz) und mit der weitgehend Öffnung aller Bereiche für den kapitalistischen Markt die Grenzen des Systems erreicht sind.

Aus humanistischer Sicht, weil selbst monetäre Gewinne und Macht offenbar keine dauerhafte Befriedigung verschaffen, sonst würden Menschen, die sie erreicht haben, nicht zwanghaft und und unstillbar nach deren Vermehrung streben.

Aus ökologischer und kybernetischer Sicht
, weil alle bisherigen Versuche gemeinschaftlich genutzte Ressourcen im Markt einzupreisen (Emissionsrechtehandel: http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Zertifikate) gescheitert sind und hoch komplexe gesellschaftliche und ökologische Systeme sich nicht soweit dekonstruieren lassen, dass alle Parameter marktgerecht ausgepreist werden können. Aus diesem Grunde müssen systemkritische Bereiche (natürliches Trinkwasser, saubere Atemluft, Saatgut, Bildung, Gesundheits- und Altersversorgung, öffentlicher Transport, … etc.) vor spekulativen Zugriffen bewahrt werden.

Aus sprachkritischer Sicht, weil Finanzprodukte keine Produkte sind,
hier nichts hergestellt wird, sondern nur Umschichtungen zwischen Gewinnern (und Verlierern) institutionalisiert werden.

Heute sind die Kirchen offen, sind es aber auch die Protagonisten?

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Heute ist wieder einmal die „Lange Nacht der offenen Kirchen„.
Mag es auch die regelmäßigen Leser dieses Blogs wundern,
dass ich das hier thematisiere, so sei angemekrt,
dass man seine geistigen Wurzeln kennen muss,
um auch ihre Fehlentwicklungen erkennen zu können.
http://www.langenachtderkirchen.at/

Schönborn und Küng drohen der „Pfarrerinitiative„.
http://derstandard.at/1336698058803/Kirchenreform-Schoenborn-Baldige-Entscheidung-zu-Pfarrerinitiative
http://derstandard.at/1336697742201/Jahr-des-Glaubens-Bischof-Kueng-warnt-Pfarrerinitiative-vor-Regelverstoessen

„Wenn Paulus dem Petrus „Heuchelei“ und ein „Abweichen von
der Wahrheit des Evangeliums“ vorwerfen musste (Gal. 2, 13 f.), kann Ähnliches auch heute geboten sein.“
aus einem Brief von emer.o.Univ.Prof. (Völkerrecht und Europarecht) Dr.Dr.h.c. Köck an Kardinal Schönborn:
http://www.pfarrer-initiative.at/koeck.pdf

Die israelitische Kultusgemeinde lud bereits am 20. Mai zum „Tag der offen Tür in ihren Stadttempel http://www.ikg-wien.at/?p=14759 und wird am 3. Juni zu einem Straßenfest auf den Judenplatz laden.

Verteidigungsminister Darabos hat, wie auch viele Linke in Israel, den israelischen Außenminister Avigdor Lieberman (http://de.wikipedia.org/wiki/Avigdor_Lieberman)  „unerträglich“ genannt.

Shimon Samuels vom Simon-Wiesenthal-Zentrum bezichtigte daraufhin Darabos in der “Jerusalem Post” des “modernen Antisemitismus”. Der vorsitzende der Israelischen Kultusgemeinde in Wien forderte Kanzler und Vizekanzler auf, “den Verteidigungsminister zur Vernunft zu bringen” und mutmaßte, er hätte „offenbar Probleme mit lebenden Juden” und betriebe  “unqualifiziertes Israel-Bashing” und “Verharmlosung der iranischen Atomgefahr”. http://www.ikg-wien.at/?p=14804

und ersparen Sie mir nun bitte etwas über die dritte der drei großen Abrahamitischen Religionen (http://de.wikipedia.org/wiki/Abrahamitische_Religionen),
den Islam,
zu sagen, obwohl die für den Sommer einen Tag der offenen Türe planen (http://194.232.15.121/%c3%9cberblick/Politik/4571478-6/offene-t%c3%bcr-zu-200-moscheen.csp)  ….

Manchmal würde man sich doch wünschen,
dass nicht nur die Türen,
sondern auch die Hirne aufgesperrt werden ….

SONST BLEIBT ES DOCH NUR BEI EINER

„LANGEN – SEHR, SEHR DUNKLEN – NACHT“

der Kirchen.

http://www.konfessionsfrei.at/

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