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BMW Fahrer in Palermo

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Noch so ein Fundstück aus meinem Reisealbum. Diesmal aus Palermo, Sizilien.
Ich habe keine Ahnung, wie der BMW-Fahrer in diese Lage gekommen ist (ich hoffe im Rückwärtsgang) und ich weiß auch nicht, wie er da wieder heraus gekommen ist, denn er blieb in dieser Lage länger als ich warten wollte.
Eigentlich wollte ich die Altstadt der Stadt besichtigen.
Jedesmal wenn ich dieses Foto sehe denke ich, dass man hier die Evolution des Menschen hautnah miterleben durfte!

 

Written by medicus58

10. Juni 2018 at 19:30

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Wo die Serviette Pause macht und Seepocken und Würstel hinuntergespült werden

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In der Regel verbindet man mit nachhaltig beeindruckender Küche ein gehobenes Restaurant, das irgendwer mit Sternen und Hauben überschüttet hat. Dem klassischen Backpacker sind derartige Tempel meist verschlossen, da es die dafür notwendige Bekleidung nicht in den Rucksack schafft bzw. sie dort kaum in einer akzeptablen Form wieder herauskommen würde. In Südamerika, insbesondere in Metropolen wie Buenos Aires kann man da schon in Zwangslagen kommen, aber einige der besten Gerichte, die ich im Cono sur zu mir nehmen durfte, stellten weder an die Geldbörse noch an mein Out fit größere Ansprüche. Über meine Spinnen am Ende der Welt können sie hier lesen http://wp.me/p1kfuX-t0 . in diesem Beitrag möchte ich Curanto, eine typische Spezialität der Fischer um Puerto Mont (Chile) preisen.
My beautiful picture

Die Fischer von Angelmo bereiten den Eintopf aus (man höre und staune) verschiedenen Muscheln, Kartoffeln, Würsten, Seepocken, Hühnchen und Gemüse in kleinen Hütten gleich neben dem Strand zu und kredenzen dazu Weißwein aus riesigen, mit Stroh umflochtenen Flaschen.

My beautiful picture

Der Stil der Etablissements ist herzlich und unkompliziert, nachdem sich die Verwunderung gelegt hat, dass auch Nicht-Einheimische an den großen Gemeinschaftstischen Platz genommen haben. Nachgefüllt wird Eintopf und Wein nach Belieben und Überschüssiges an den Lippen wischt man mit der Hand weg, denn die Damastserviette des Gedecks war augenblicklich in der Reinigung.

My beautiful picture

Das Unglaubliche an diesem Erlebnis war, wie harmonisch dieser Eintopf schmeckte und wie grandios dieser Wein dazu mundete. Selbstverständlich habe ich in Chile aus önologischer Sicht „edlere Weine“ trinken dürfen, doch hier in dieser einfachen Hütte, mit diesen Menschen, machte dieser Tropfen mindestens so viel Freude wie deutlich hochpreisigere Gewächse. Was wiederum beweist, wie im besten Sinne relativ die wahren Genüsse sind.

Written by medicus58

30. Juni 2014 at 19:52

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Raping India – Tradition oder Ökonomie?

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Bombay Airport

Die Häufung ähnlicher Meldungen gehört zur Logik des Medienzeitalters. Es überrascht also kaum, dass wir nach den rezenten Berichten über die schreckliche Massenvergewaltigung und Ermordung eienr indischen Medizinstudentin nun mit immer neuen Berichten über ähnliche Taten versorgt werden:
Erneut Massenvergewaltigung in Bus in Indien
http://derstandard.at/1356427539859/Erneut-Massenvergewaltigung-in-Bus-in-Indien 

Wie schon in meiner letzten Reflexion zum Themenkomplex Indien-Gewalt-Frauen (Indien und die Frauen – persönliche Erlebnisse http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=85053) kann ich mehr Trauer und Unverständnis als überzeugende Erklärung für das Phänomen finden, sehe aber in den aktuell kolportierten Begründungen auch mehr Vor- als qualifizierte Urteile.

Einige Eckpunkte, so banal sie sind, dürfen nie vergessen werden:

Die Indische Bevölkerung ist sehr groß, das Nachrichtenwesen und somit der Informationsfluss hervorragend, so dass quantitative Aussagen („every 54 minutes a woman was raped“  http://books.google.at/books?id=PCPvnwpFUbAC&pg=PA87&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false ) fairerweise auch daran gemessen werden müssen.

Indien ist eine Wirtschafts- und Atommacht und gleichzeitig Dritte Welt. 
Wie in den USA existieren in Indien nicht nur die Pendents der Washingtoner Thinktanks sondern auch diese der Slums von Chicago bis LA. Das Verhalten des Individuums einer bestimmten sozialen Schicht in einer Gesellschaft darf nicht mit dem „durchschnittlichen“ Verhalten aller Schichten in eineer ökonomisch reicheren Gesellschaft verglichen werden. Die Sicherheit einer Burenfrau in einem Nobelbezirk von Capstadt unterscheidet sich auch deutlich von der einer schwarzen Frau in den Slums von Johannesburg oder in vielen Staaten der Subsahara.
 
Der Indische Staat hat eine freie Presse und eine aktive Bürgerrechtsbewegung. Trotz überbordender Korruption, Vetternwirtschaft, immer wieder extrem autoritärer Phasen, ist Indien unter ungleich schwierigeren Bedingungen in dem Maße eine Demokratie, wie es die meisten Staaten westlichen Industriestaaten sind. Das bedingt zum Glück, dass hier viele Verbrechen vor Gericht landen, die andernorts völlig verschwiegen werden.

Die indische Gesellschaft mit ihren unterschiedlichen Ethnien, Religionen und (für die Hindu: Kasten) ist komplexer als vermutlich alle anderen Staaten dieser Welt. Nahezu alle Gesellschaften waren stets partriachalisch, so dass die Stellung der Frau – ungeachtet allfällig anderslautender Klischees (Mao: die Frau ist die andere Hälfte des Himmels,  Lakshmi = Göttin des Glücks, …) gesellschaftlich und ökonomisch stets benachteiligt ist.

Der Ökonomische Aspekt  wird meines Erachtens viel zu wenig hervorgehoben. Eine lobenswerte Ausnahme ist hier Marcus Lanz Dokumentation Indiens ungewollte Töchter (http://pagewizz.com/frauen-und-maedchen-in-indien-das-schicksal-der-unerwuenschten-toechter-in-indien/) , wo erschreckend offen über die bevorzugte Abtreibung oder Tötung von Mädchen berichtet wird, da die traditionell exorbitant hohe Mitgift jede Kaste/Schicht spätestens nach der 2.Tochter ökonomisch überfordern; dass diese Praxis die Hemmschwelle gegen Frauen Gewalt anzuwenden herabsetzt, soll aber keinesfalls bestritten werden.
Die traditionelle Witwenverbrennung (http://de.wikipedia.org/wiki/Witwenverbrennung) hat letztlich ihre Begründung in der fehlenden ökonomischen Absicherung der Frau nach dem Tod ihres Gatten.

Ein weiterer Aspekt, der hinter dem medial offenkundig „g’schmackigeren“ Thema Sex, oft unhinterfragt bleibt, ist die Frage nach der Gewalt in der indischen Gesellschaft im allgemeinen.
Diese steht in scharfem Gegensatz zum friedliebenden Äußeren von liebevoll gewaschenen Kühen (meist Wassebüffel) und den Jasminblüten begränzten Götterstatuen. Bereits bei der Staatswerdung entlud sich hier ein enormes Gewaltpotential mit Genocid-artigem Massenmord. Diese Vorfälle wieerholten sich seiterh mit erschreckender Regelmäßigkeit, so dass man von einem enormen, bisher unterdrückten, jedenfalls leicht auszulösenden Gewaltpotential ausgehen muss.

Dazu kommen gewaltigen ökonomische und gesellschaftlichen Veränderungen, wie die Durchdringung Indiens mit z.B. Sat-TV und Internet und all den unsäglichen Trash-Filmen die (siehe mein letzter Beitrag) inzwischen auch von Bollywood produziert werden. Während früher Sexualität aus der täglichen Wahrnehmung verdrängt war, kommt sie jetzt in Form von indischen Pornoseiten und Gewaltfilmen im Sat-TV auch in die Slums.
Auf den in den letzten Jahrzehnten massiv gestiegenen Zugänglichkeit von Alkohol habe ich schon zuletzt verwiesen.
In welchem Ausmaß die Fundamentalisierung der Religionen Indiens, zuerst der Sikh (Amritsar), dann der Muslima aber auch (vom Ausland unbemerkt) der Hindu hier einen Beitrag liefert, kann ich selbst nicht abschätzen.
http://www.amazon.com/Clash-Within-Democracy-Religious-Violence/dp/0674030591 

Wie gesagt, ich kann für die aktuellen Vorgänge in Indien auch keine endgültige Erklärung abgeben, jedoch warne ich vor einer Verkürzung in der Art, die sind halt so, diese Inder …
Auf der schon längst numerischen aber langsam auch ökonomisch immer mehr im Rückzug befindlichen US-amerikanisch/europäischen Insel müssen wir uns mit den Veränderungen der bis vor kurzem einfach als Dritte-Welt abgetanenen Gesellschaft Indiens und Chinas auseinandersetzten:

Wenn in US-amerikanisch/europäischen Gesellschaften jeder 100.000ste der Bevölkerung durchdreht, dann erleben wir die sattsam Bekannten Gewaltausbrüche von Einzeltätern mit Amokläufen in US-amerikanischen Schulen oder Bombenanschlägen zwischen Österreich und Norwegen. In Gesellschaften die weit über eine Milliarde Teilnehmer haben, reicht dieser Prozentsatz für eine Massenbewegung.

Schon aus diesem Grunde empfiehlt sich eine fundamentale Auseinandersetzung mit diesen Vorgängen auch für diejenigen, denen Indien nicht so wie mir persönlich ans Herz gewachsen ist. Und ein Letztes zum Thema.

Während im Mittelalter bei uns Frauen als Hexen auf den Scheiterhaufen brannten, u.a. weil man sich vor ihren sexuellen Verführungskünsten fürchtete, wurden in den Tempeln von Khajuraho die sexuelle Vereinigung als ultimative Aufhebung der Gegensätze von Mann und Frau gefeiert.(http://de.wikipedia.org/wiki/Khajuraho,  http://de.wikipedia.org/wiki/Kandariya-Mahadeva-Tempel)

„In der hinduistischen Mythologie beruht die göttliche Vollkommenheit auf der Einheit. Der natürliche Gegensatz zwischen Mann und Frau lässt sie nach Vereinigung und damit nach den Göttern gleicher Vollkommenheit streben. Im Geschlechtsakt, der als Zeugungsakt der Weltschöpfung der Götter verwandt ist, verschmelzen Mann und Frau zu einer Einheit…  


Links: 
http://en.wikipedia.org/wiki/Rape_culture
http://en.wikipedia.org/wiki/Rape_in_India  
http://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_India

Written by medicus58

14. Januar 2013 at 07:13

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SOHO: Never judge a book by its cover

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Es war in den späten 70er Jahren in SOHO:
Nein, nicht in Manhattans Viertel „South Of HOuston Street (http://de.wikipedia.org/wiki/SoHo_(Manhattan), davon später, sondern in Londons SOHO, das damals noch nicht eines der angesagtesten Schwulenviertel der Stadt war, das begann erst in den 90ern, sondern das SOHO, das damals noch seiner früheren Geschichte als Prostituiertenviertel und zwielichtige Amüsiermeile voll gerecht wurde.
Es war die Zeit, in der der Punk (http://de.wikipedia.org/wiki/Punk) nicht zuletzt von dort aus begann die Welt zu erobern. Während heute die Überreste des Marktgetriebes rasch beseitigt werden, stapfte man damals noch die ganze Nacht durch die fauligen Salatblätter und wurmstichigen Äpfel, die Händler und Kundschaft tagsüber kurzerhand auf die Straße gewischt haben. Mit einem Wort, als gut behüteter Schüler glaubte man sich dort mitten drinn in der „Dreigroschenoper“ und wähnte sich an Rande verbotener Abenteuer.

Ich saß damals in einer der unzähligen herabgekommenen Sandwichbuden und knabberte mich durch ein Erdnußbutter-Sandwich, als plötzlich die Türe aufsprang und ein Typ in das Lokal wankte: Schwarzes Leder, Nieten und Ketten überall, es klirrte; das Dutzend Sicherheitsnadeln, das er sich durch die sichtbaren Teile seines Körpers gerammt hatte, ließ unschwer darauf schliessen, dass er ähnliches auch mit seinen unsichtbaren Körperpartien veranstaltet hat. Eine Narbe, die sich quer durch sein Gesicht furchte, schien noch relativ frisch, so bläulich-rot hob sie sich von der ungesunden, punkertypischen Blässe seiner Gesichtshaut ab, umrahmt von zottigen, kohlrabenschwarz gefärbtem Haar. 
Seine Lederstiefeln knarrten, die zwei Dutzend Schnallen darauf schepperten, als er sich zu einem freien Tisch begab.
Die Gespräche der wenigen Anwesenden verstummten in der Sekunde … es war klar, die eben eingetretene Veränderung bedeutete „trouble“ ….

Der Besitzer des Ladens, so schien es mir zumindest, eilte verschüchtert und devot auf seinen ungebetenen Gast zu und brachte ihm den Kartondeckel, auf dem die wenigen Spezialitäten des Etabissements handschriftlich verzeichnet waren; Vermutlich prüfte er im Geiste noch schnell,ob sein Laden auch die nun sicher eingeforderte Menge an Bier auch vorrätig hätte, wenn, ja wennn der Gast nicht überhaupt nach schärferem verlangen würde, nach Hochprozentigem, für das sein Laden keine Lizenz hatte und das dann willkommener Anlass für den offenbar unmittelbar bevorstehenden Aggressionsabbau sein würde:

Trouble

Mir war auch etwas flau in der Magengegend, denn so amüsant eine Lokalschlägerei auf der Leinwand sein kann, dabei Beteiligter – noch dazu in einem fremden Land – war keine gute Option, obwohl damals das britische Gesundheitssystem noch seinen guten Ruf hatte, den es in den nachfolgenden Reformen unter Thatcher zu Recht eingebüßt hat.

Der Gast verweigerte die Annahme der Speisekarte und bestellte, ohne Rückfrage nach dem Lagerstand des Lokals, mit leiser Stimme: Ein Glas Wasser.

Er trank es, zahlte und verließ „klirrend“ das Lokal.

Es war in den frühen 80er Jahren in SOHO:
Früher Abend, ein Theaterbesuch irgendwo in der Shaftsbury Ave stand bevor und der Magen war leer. Ein kleiner „nordafrikanische“ Take away Laden bot gebratene Lammkeule mit Okra an und ich konnte nicht widerstehen an einem der drei Tische Platz zu nehmen. Es wurde die beste Lammkeule meines Lebens, zartes Fleisch, gute Würzung, … aber das ist nicht die Geschichte. Der Laden, wie viele in der Gegend, verstand sich ganz offenkundig primär als Versorger der Umgebung und nicht als Speiselokal. Dauernd läutete das Telefon und kurz darauf setzte sich einer der jungen Männer in Trab und brachte die in Pappkartons abgefüllten Köstlichkeiten in die Wohnungen der Umgebung. Die drei Eßplätze des Lokals waren mit billigen Gartenmöbeln ausgestattet und sollten offenbar nur das „Extra-Pfund“ machen, sollte sich doch ein zufälliger Gast in das Lokal verirren.
Sehr einladend war es ja nicht, billige Leuchtstoffröhren tauchten alles in ein bläulich weißes Licht, mich, die Papierservietten, das billige Alubesteck und die drei oder vier Damen am anderen Tisch.
Nachdem mein erster Heißhunger gesättigt war und ich meiner Umgebung mehr Aufmerksamkeit schenken konnte, viel mir auf, dass nicht jeder Anruf von einer nachfolgenden Auslieferung begleitet war. Mitunter erhob sich eine der anwesenden Damen, ging vor das Lokal, rief in den ersten Stock hinauf und kehrte wieder zu ihrer Limo zurück. Ab und an verließ auch eine der Damen mit kurzem Gruß das Lokal, jedoch schien die Geamtanzahl konstant, weil kurz danach wieder eine andere zu dem „Damenkränzchen“ stieß.
Als ich dem treiben einige Zeit folgte – und als ich mich darauf konzentrierte, die herüberfliegenden Gesprächsfetzen zu verstehen, war mir klar, weshalb die anwesenden Grazien vor ihrem Abmarsch noch schnell den Lidstrich erneuerten oder das Lippenrot auffrischten:
Dieses Lokal hatte neben Lammlenden auch noch andere fleischliche Genüsse zu bieten und war die Drehscheibe eines florierenden Call Service der käuflichen Liebe. Zu diesem Zeitpunkt schritt die Polizei bereits scharf gegen den Straßenstrich in SOHO ein, so dass es offenbar sicherer war, sein Gewerbe auf Abruf in einem Take-away Lokal auszuüben.
Allfällige Vorstellungen über das olfaktorische Erlebnis der Kunden überlasse ich ihnen gerne, aber -wie gesagt- die Lammkeule war vorzüglich.

Es war in den frühen 90er Jahren in SOHO:
Wieder stand ein Theaterbesuch bevor und Stärkung tat not. Da es um eine Nachmittagsmatinee handelte verschlug es meine Freundin und mich in eine kleine Bäckerei zum Cream Tea (http://de.wikipedia.org/wiki/Cream_tea), jene britische Tradition, bei der Unmengen von „Clotted Cream“, Marmelade und Süßgebäck verzehrt wird. Wir fielen eher zufällig in den Laden hinein, weil er in unmittelbarer Nähe des Theaters lag, fühlten uns aber sofort wohl. Der „Hausbrauch“ war offenbar, dass sich jeder Gast von den überall herumstehenden Köstlichkeiten nehmen durfte, was er wollte, da man darauf vertraute, dass er dem Kassier beim Eingang dann auch wahrheitsgemäß Art und Anzahl der Scones and Cakes gestand.
Der Laden war gesteckt voll, jedoch öffnete sich sofort nach unserem Eintreten eine Lücke an einem der Tische und wir wurden von den anderen Gästen mit offenen Armen in ihren Kreis aufgenommen. Wenn es nunmehr auch bei uns Mode wurde, irgendwelches Backwerk mit zentimeterhohen Aufbauten einr fetten Creme zu verzieren und die Cupcakes inzwischen die bodenständigen Kalorienbomben aubgelöst haben ( http://www.cupcakeberlin.de/), dann scheint es im Retrospekulum, dass wir damals bei der Geburt dieser Modeerscheinung dabei waren. Was da an pinen und lilafarbenen Cremes auf kleine Küchlein dressiert wurde, mit welchen quietsch-rote Kirschen oder in Zuckerlösung erstarrten Veilchenblätter das alles verziert wurde, das hatte schon etwas. Die fröhlichen Gäste priesen uns die Vorzüge immer neuer Kreationen an udn nötigten uns auch diese zu probieren, so dass wir letztendlich nur knapp am diabetischen Koma vorbei schrammten. Mitten in der Unterhaltung fielen meiner Begleitung und mir auf, dass meine Freundin das einzige weibliche Wesen in diesem Lokal war. Das hinderte andere Anwesende nicht, ihre gegenseitige Zuneigung diskret, aber auf den zweiten Blick eindeutig, zu Schau  zu stellen. Nun wurde uns auch die etwas buntere Kleidung, das etwas gepflegtere Aussehen der Herren und die etwas überdrehtere Stimmung des Lokals bewußt, die man damals mit seinem Schulenglisch, noch ohne Konnotation nur mit einem einzigen Vokabel beschreiben konnte: „gay“
In den späten 90er jahren hätte das niemand mehr überrascht, aber damals hatte SOHO noch ein anderes Image. Egal, wir wurden herzlich aufgenommen und sogar auf das eine oder andere Küchlein eingeladen. Wir beide, meine Freundin und ich ….

Written by medicus58

6. September 2012 at 06:25

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Das können wir uns Schengen

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Das können wir uns alles Schengen (77 Besucher)

Was der Bürger von der totalen Freizügigkeit von Kapital und Dienstleistung, dem Mantra der Europäischen Union, haben soll,
war mir stets weniger klar, als die Vorteile, die dies für die Besitzer und Anbieter von Kapital und Dienstleistung.

Die Reisefreiheit innerhalb des Schengenraumes der EU (als ob es früher so schwierig war von Ö nach D zu reisen!) war der Köder, um auch dem Borniertesten klar zu machen, was der Einzelne davon hat.

Wenn nun – aus innenpolitischem Kalkül – immer mehr Staaten (F, DK, ..) selbst dieses Recht einschränken wollen …

http://derstandard.at/1304551792427/Schengen-EU-Innenminister-Grenzkontrolle-in-nationaler-Hand

dann fällt es schwer

NICHT von einer fallenden Maske zu sprechen!

Siehe auch: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32500

Written by medicus58

19. Mai 2011 at 06:54

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