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Bei Vassilakou gingen die letzten Lichter aus

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Gedenkstätte

Als ich als langjähriger Grünwähler begonnen habe meiner Enttäuschung Luft zu machen, wie geschmeidig sich die Wiener Grünen an das politische Selbstverständnis der Wiener SPÖ angepasst haben, zeigte ich in meinem Beitrag (Nov/2012) Vassilakou untergräbt Glaubwürdigkeit der Grünen (http://wp.me/p1kfuX-vN) einen eigenartigen Werbeauftritt der Vizebürgermeisterin in der Passage der U2/U3 Station Volkstheater, wo die Verkehrsstadträtin in einem multimedialen “Plakat” mit zwei Flachbildschirmen und 24h Endlosvideo den Vorbeieilenden mitteilt, dass 2011 der größte Teil des innerstädtischen Verkehrs in Wien auf die Öffis entfiel, auch wenn eigentlich für das Radfahren geworben werden sollte.

Vor einigen Monaten war der eine Schirm bereits ausgefallen und die Bilder der fröhlichen Radfahrer entfielen ersatzlos, was offensichtlich die Betreiber kalt ließ, so wichtig war ihnen diese Berieselungskapelle.

Nun ist auch seit einigen Wochen der zweite, verbliebenen Bildschirm ausgefallen, was nicht einmal den Radfahrbeauftragten Martin Blum (http://derstandard.at/1381371977232/Wiener-Radbeauftragter-praesentierte-falsche-Zahlen) mehr zu interessieren scheint.

Gewiss, eine Marginalie, aber für mich ein trauriges Beispiel für den geistlosen Aktivismus der Wiener Grünen, die die einzigartige Chance verpasst haben, den roten Rathausfilz etwas zu konterkarieren.

Written by medicus58

30. September 2015 at 18:47

Veröffentlicht in Satanswinkel SKANDALTRACKER

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MaHü: Learning by doing

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Da sag noch einer, dass das Rathaus ratlos wäre und nicht nachbessert.

Vor 2 Monaten haben ich neben vielen anderen Unzulänglichkeiten, blankem Irrwitz und grober Fahrlässigkeiten auch darauf hingewiesen, dass die neuen Fahrbahnmarkierungen für Schrägparker am Ende der Schottenfeldgasse sich mit den kurze Zeit davor installierten Radständern irgendwie nicht vertragen. Wenn man hier nicht an die Tandembesitzer gedacht hat, wurde sinnloserweise ein Stück Fahrbahn vernichtet. 
(https://medicus58.wordpress.com/2013/08/15/maria-hilf-ein-augenschein-auf-der-mahu/)

Schrägparker_Radständer

Jetzt glaube ich ja nicht, dass irgendwer der rot-grünen Rat-los-hausmännchen meinen Blog hier verfolgt, aber es ist wieder was passiert, würde man in den Kellergassen des Weinviertels sagen:

Zwei Radständer wurden aus der PKW Zone entfernt und vor den anderen Radständern in den Asphalt gebohrt. Schlechte Nachricht für Tandembesitzer aber eine gute für den geplagten PKWisten. Warum man zwei Monate benötigt um das zu reparieren, weshalb bei diesem Millionenprojekt sowas überhaupt passsiert, bleibt schleierhaft.

Radständer
Der Radweg ins Nirgendwo, der hier am 26.August beschrieben wird, besteht übrigens weiterhin. 
(https://medicus58.wordpress.com/2013/08/26/schilder-in-schilda-neues-von-der-mahu/)

Schottenfeld Ende Radweg

Written by medicus58

14. Oktober 2013 at 07:07

Veröffentlicht in Allgemein

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Die Rache der Indonesier an den Radfahrern

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Dass es den Holländern in Ermangelung steiler Paßstraßen schon früh eingefallen ist zu allem und jedem, das nicht per Schiff erreichbar ist mit dem Drahtesel zu kommen, gilt seit Jahrzehnten als artabhebendes Merkmal des Landes.
Dass das ach so liberale Völkchen bei seinem kolonialen Aktivitäten in den Gegenden, die noch nicht spanisch, portugiesisch oder britisch waren, die besondere Rücksichtslosigkeit der vermeintlich Zukurz-Gekommen an den Tag lehnten, ist in Europa weniger präsent.
Kehren wir zu den Radfahrern zurück,  die mit ihren Rostlauben die Gehsteige vermüllen, wird dem Mahü-geschädigtem Wiener rasch klar, weshalb sich hier die Gegner (Fußgänger, Radler, Autofahrer) in den Gassen begegnen, während in Wien die Gegnerschaft die Begegnungszone dominiert: SIeht man die alten, oft verwarlosten Drahtesel und vergleicht sie mit den Hightech-Mangan-Gestellen in die ein mittleres Primararztgehalt investiert wurde, damit man damit triumphierend gegen die Einbahn dröhnen kann, oft in hautenger Funktionskleidung, die ebenfalls ein durchschnittliches Telekombestechungsgeld verschlungen hat, dann wird der Unterschied klar:

Bei uns wird das Mittel zum Zweck und für die holländischen Radfahrer ist das Verkehrsmittel nur ein Werkzeug um ans Ziel zu kommen.

Und was hat das mit den Indonesiern zu tun die sich, wenn sie es sich leisten können heute am liebsten von chinesischen Rikschafahrern ans Ziel bringen lassen?
Ganz einfach, sie stellen seit dem Ende der holländischen Kollonialherrschaft und der Abfolge eigener Militärdiktaturen eine große Einwanderergruppe der Niederlande dar. Und was machen Einwanderer traditionell?  -ein ethnisches Lokal auf!
Und während ich es bislang genossen habe, hier auch ohne Langstreckenflug zu ordentlichen Lumpia, einem würzigen Soto Ayam und erdnussigem Sate zu kommen,  muss ich nun feststellen, dass die Indonesier späte Rache an ihren ehemaligen Kolonialherren nehmen!
Ein Blatt Salzgurke zum Bamigoreng, Bruchreis in der Reistafel, die Hummerchips von gestern …
Nicht dass es den Einheimischen auffällt,  der Unterschied zu den Standards der holländischen Küche ist marginal, aber wie komme ich dazu, der sich in keinem kolonialen Folterlager etwas zu schulden kommen ließ?

Written by medicus58

10. September 2013 at 08:59

Veröffentlicht in Reisen

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