Sprechstunde

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Kam der Totale Lockdown zu früh? oder „Z’weng und z’vü is Dene Narr’n earna Zü“

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Der Spruch stammt von meiner Großmutter, der Verdacht gründet sich auf Erich Neuwirths Zahlen, hier der ganze Tweet:

Am Freitag den 13. verlangte ich hier unter dem Eindruck steigender Neumeldungen positiver Testergebnisse eine kritische Auseinandersetzung mit den Prämissen der bisher gesetzten Maßnahmen ( Wenn die nächtliche Ausgangskontrolle nicht funktioniert hat, was sagt uns das?).

Als noch am Samstag Vormittag das Land vor der nächsten ZIB Spezial mit Pressekonferenz und Worthülsen-Angriff zitterte, weil der Totale Lockdown alternativlos schien, twittert Neuwirth (siehe oben), dass die Zahl der neu eingemeldeten positiven Teste im Vergleich zum Vortag (ca. 10.000 inkl. Nachmeldungen) gefallen waren.

Selbstverständlich wies Neuwirth darauf hin, dass man angesichts des Datenchaos (Nachmeldungen, unterschiedliche Zahlen zwischen den Ministerien, nur positiv Meldungen bei AG Schnelltests) aus dem einen Wert nicht zu viel ableiten sollte.

Heute Sonntag setzt sich der Trend aber sehr deutlich fort:

Bei allen berechtigten Einwänden gegen vorzeitigen Jubel (Zeitverschiebung zwischen Maximum der Neumeldungen und Spitals- und Intensivbelegung) und erwartbar punktuell schwierigen Situationen, wenn der Bundesmaturant in der gerade abgelaufenen Pressestunde von noch mehr Verschärfungen spricht, fällt mir wieder meine Großmutter ein (Hochdeutsch: Zuwenig und zuviel is der Narren Ziel) .

Gerade wenn man die zeitliche Verschiebung zwischen Ansteckung und Hospitalisierungspflicht im Hinterkopf hat, muss es doch klar sein, dass HEUTE jede weiter Verschärfung zu spät käme, wenn man befürchtet, dass die Maßnahmen vor 2 Wochen zu gelinde waren.

Ich behaupte mal auf Basis der jetzt vorliegenden (statistisch nicht signifikanten) Trends zwei Dinge und lasse mich in den nächsten Wochen gerne dafür prügeln.

Wenn man sich seitens der Verantwortlichen seit dem Sommer sicher war (medial wurde es so getrommelt), dass es die nächtlichen Umtriebe der Bevölkerung waren, die das Infektionsgeschehen befeuerten, dann hätten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen mindestens eine Woche früher kommen müssen, um ihre Wirkung besser abschätzen zu können.

Es spricht einiges dafür, dass der erneute totale Lockdown, der Bildung, Wirtschaft und die Psyche der Gesellschaft erneut an die Wand fährt, eine Überreaktion der tückisch-grünen Regierung ist, die sich aus ihrem selbst gewählten Wolkenkuckucksheim aus PR-Beratern, handverlesene Experten und willfährigen Medien weder befreien will noch kann und damit mehr menschliches Leid zu verantworten hat, als es das Virus jeh geschafft hätte.

Written by medicus58

15. November 2020 at 12:28

Warum spricht die Pressestunde nicht über den wirklichen Skandal in Kärnten?

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Pressestunde

 

Am Sonntag wurde in der Pressestunde der Kärnter Landeshauptman Peter Kaiser u.a. zu seiner Mitverantwortung (er saß stimmberechtigt im Landtag) zu den dort beschlossenen Landeshaftungen für die Hypo-Alpe-Adria Bank befragt.

Ab Minute 18:50 (http://tvthek.orf.at/program/Pressestunde/1273) sagte er Folgendes:

„Ich möchte auch, dass die Zuseherinnen und Zuseher wissen, in welchem Klima damals in Kärnten Politik gemacht wurde. Als wir .. immer wieder gegen gewisse Aspekte der Hypo …. aufgetreten sind, wurden wir teilweise mit Klagen eingedeckt. .. Gabes im U-Auschuss … die skurile Situation, dass zwar ein Datenraum eigerichtet wurde um die Vorgänge prüfen zu können, aber wenn du diesen Datenraum betrittst und jemals in deinem Leben ein paar Aussagen machst, die darauf rückschließen lassen, dass man das aus internen Informationen hat, wirst Du mit Klagen bedroht bis zu 20 Mill € persönlich ….“


Thomas Langpaul (ORF) konterte mit „Sagen Sie uns jetzt Sie haben keine Fehler gemacht …“ und ließ die meiner Meinung nach wesentlichste Aussage einfach im Raum stehen,

dass in unserem Land frei gewählte Abgeordnete durch finanzielle Drohungen so eingeschüchtert wurde, dass ihnen die politische Kontrolle unmöglich gemacht wurde. 

Warum wurde bei dieser Aussage nicht nachgehakt, wo sie doch das gesamte politische System Österreichs in Frage stellt?
Entweder weil man am Wahrheitsgehalt keinen Zweifel hegte oder
weil man die Legitimität eines Landeshauptmannes, der seriöser als seine Vorgänger wirkt, nicht anpatzen wollte.
Beides wäre ein Skandal.

Ein bißchen Herumgegoogle zeigt, dass die Feststellung, dass es mitten in Europa möglich ist, politische Mandatare durch Einschüchterung zu neutralisieren, keinem anderen Kommentator auzufallen schien:

PRESSE: Kaiser warnt vor „Auslöschung“ Kärntens
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1566268/Hypo_Kaiser-warnt-vor-Ausloschung-Kaerntens

Tiroler Tageszeitung:
http://www.tt.com/wirtschaft/7976029-91/kaiser-warnt-vor-ruin-k%C3%A4rntens.csp

HEUTE: Statement des Landesvaters „Kärnten nicht wegen der Hypo auslöschen“
http://www.heute.at/news/politik/art23660,987625

Salzburg24:
http://www.salzburg24.at/hypo-kaernten-laut-lh-kaiser-verhandlungsbereit/apa-s24_1417163184


FACEBOOK: 
Sensationelle pressestunde heute! So stell ich mir einen landeshauptmann vor!

Österreich ist Mitglied der EU, die augenblicklich vorgibt die Demokratie in die Ukraine zu tragen.
Solange wir Abgeordnete haben, die sich Ihrer politischen Verantwortung (ich fürchte zu Recht) dadurch entschlagen können, dass sie sich existenzvernichtender Repressalien beugen mussten, hätten wir vor dem Export durchaus noch an unserem eigenen Modell zu feilen.

Written by medicus58

24. Februar 2014 at 06:39

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