Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Posts Tagged ‘Peter Hacker

Aus NEOS werden ALTOS, lassen die jetzt schon beim Kickl arbeiten?

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Niemand kann mir vorwerfen, dass hier auf diesem Blog nicht sehr viel und aus meiner Sicht sehr berechtigte Kritik am Wiener Krankenanstaltenverbund KAV geübt wird. Aber die Bildmontage der Neos in ihrem gestrigen Tweet über den KAV bzw. den Gesundheitsstadtrat Hacker hätte FPÖ Kickl zu allen Ehren gereicht.

Muss das sein? Schaut so die immer beschworene konstruktive aber faire Kritik aus? Graphisch verständlich, aber irgendwie ist die Umfärbung des neos Schriftzuges von pink auf schwarz in diesem Zusammenhang schon auch programatisch.

Written by medicus58

21. November 2019 at 12:57

Veröffentlicht in Psychopathologie der Medizin

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Der KAV ist tot, welchen Namen er trägt ist nebensächlich

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Der Wiener Krankenastaltenverbund, der seit etwas über 17 Jahren als „Unternehmung der Stadt Wien“ das Dach aller verbliebenen städtischen Krankenhäuser, Pflegeheime und Ausbildungsstandorte für Pflegepersonal und der nicht-ärztlichen Strukturen des Allgemeinen Krankenhauses (exklusive Meduni Wien) bildet, ist kaputt gemacht worden. Wie er und seine einzelnen Standorte dann im Nachruf genannt werden ist einerlei; das sei denen ins Stammbuch vermerkt, die jetzt dazu aufrufen einen Krieg mit Gesundheitsstadtrat Hacker über dessen Umbenennungpläne vom Zaun zu brechen, weil sie lieber im Wili als in der Klinik Ottakring arbeiten wollen (Klinik unter Psalmen).

Das ist ein Nebenschauplatz und wenn die PR Maschine des Rathauses die KH Nord Geschichten durch Umbenennung aus dem kollektiven Gedächtnis streichen wollen, sei ihr dieses Scheitern vergönnt.

Worüber wir diskutieren sollten wäre, wie ein zwar behäbiger und nicht ganz billiger Betrieb durch permanente politische Interventionitis an Kopf und Gliedern systematisch kaputt gemacht wurde. Beginnen wir mit den Köpfen in der Generaldirektion:

Univ.-Prof. Dkfm. Dr. Eugen Hauke (1997-28.2.2005) , ein universitärer Theoretiker schien durch seine Ausbildung als Krankenhausökonom und Tätigkeit im Kontrollamt der Stadt Wien zumindest fachlich prädestiniert den „Konzern“ zu managen. Überdies hat er seit 1997 den Übergang von einer Magistratsabteilung zu einer Unternehmung verantwortet. Mit einer Übergangszeit von 3 Monaten durfte er ab Dezember 2004 noch bleiben, aber nun glaubten Bürgermeister Brauner und Gesundheitsstadträtin Brauner, dass der Konzern besser durch den Gynäkologen, Gewerkschafter und ehemaligen Ärztlichen Direktor der Rudolfstiftung
Dr. Wilhelm Marhold (1.3.2005-31.5.2014) geführt werden sollte. Ob die in seiner Ära getroffenen Entscheidungen zum KH Nord nun gut oder schlecht waren, bemühen sich viele Kontrollamts/Stadtrechnungshofberichte und ein U-Ausschuss zu klären, doch darum geht es nicht. Hier geht es um den drastischen Führungswechsel von einem gelernten Wirtschafter zu einem gut vernetzten Arzt.

Wie Marhold zuerst als Teildirektor installiert wurde, kam der nächste Kurswechsel mit dem auf diesem Blog hinlänglich besprochenen multi Prof. Gynäkologie, Gerontologie, Betriebswirt, Wirtschaftsjurist, Arbeits- und Organisationspsychologe Dr. Udo Janßen (1.11.2014 -20.3.2017) (Mann, ist der Mann gut, der nun im KAV aufräumt …. ), in gleicher Weise. Die Politik setzte den Nachfolger dem amtierenden Generaldirektor als Teildirektor in den Nacken, um eine politisch gewollte Radikalwende (Spitalskonzept 2030 und die „wehsentliche“ Wandlungen seiner Produktdeklaration) durchzuboxen.

Der Rest (Skandale, Beraterkosten, Abgang Janßen, Abgang Wehsely, Ausslagerungsdiskussion, Abgang Frauenberger) darf dem Kurzzeitgedächtnis als bekannt vorausgesetzt werden. Irgendwann hat man nach einem Führungsvakuum dann die jetzige Direktion auf Abruf berufen und alle warten, wie und durch wen eine noch unbekannte ausgelagerte Struktur zukünftig geführt werden soll, und das auch schon seit fast zwei Jahren.

Natürlich können und müssen sich Führungsstrategien in einem Großkonzern an geänderte Rahmenbedingungen anpassen, aber nicht um 180° alle vier Jahre und nicht um den parteipolitischen Wünschen, sondern den medizinischen Bedürfnissen zu folgen.

Mein und Ihr Zeitbudget (sollten Sie nach einem unvorsichtigen Mausklick bis hier her weitergelesen haben) verbietet es auf noch mehr Details einzugehen, aber kein Betrieb mit rund 30.000 Mitarbeitern, die übrigens nach wie vor und auch in Zukunft von der MA 2 verwaltet werden, können dieses Hü und Hott unbeschadet überleben.

Darüber müsste man mit dem Gesundheitsstadtrat streiten, dass er endlich klar stellt, welche Struktur der KAV haben wird, wer in der Generaldirektion das Sagen hat, damit die Horden sündteurer externer Berater uns im Kernprozess nicht mehr von der Arbeit abhalten.

Den Namen auf dem Totenschein füllt ohnehin ein Turnusarzt aus, verdammt, die gibt es ja auch nicht mehr ….

Sollten Sie weiterlesen wollen:

Die stillste Zeit im KAV: revisited
KAV, und wer wird’s?

KAV wird Anstalt öffentlichen Rechts ab 1.1.2019

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 1: Kafkaeskes Prozessmanagement )

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 2: Hilfe gegen den Helpdesk)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 3: Drinnen und draußen)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 4: Primaten raus)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 5: Persönliches zum Personal)

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 6: Der Dank)

Written by medicus58

24. März 2019 at 14:28

Hacker spricht

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Aus ist es mit der medienscheuen Verteilung eines Milliardenbudgets im FSW,
Peter Hacker sprach diese Woche flächendeckend mit den Medien.
Noch im Jänner des Vorjahres (Wenn DIE Hackn nicht einmal der Hacker will !?!) tat sich dieser Blog äußerst schwer zitierbare Fakten über das „Urgestein des Wiener Sozialsystems“ zu finden und auch als ihn die Hackordnung in der Wiener SPÖ an die Spitze des Gesundheits- Sozial- und Sportresorts drängte war da nicht mehr zu lesen als die Klarstellung des neuen Bürgermeisters (So geht Neuanfang? Geht so Neuanfang?) im Falle von Meinungsverschiedenheiten das letzte Wort zu haben (haben zu wollen).

Nun gab es aber eine offenbar koordinierte Medienkooperation und Heute (Gerda Mackerle, Claus Kramsl), Kurier (Josef Gebhard)Krone (Michael Pommer), Presse (Ulrike Weiser, Martin Stuhlpfarrer), Wiener Zeitung (Christian Rösner), Falter (Florian Klenk, Josef Redl), schauTV. und Wien heute (ORF 2 Paul Tesarek) verbreiteten Hackers erste Wortspenden.
Auch wenn da nicht alle, sehr wohl aber die auflagenstärksten Medien (Heute, Krone, Kurier) die selbe Wuchtel (ab sofort gibt  es nur einen Energetiker und der bin ich) in die Headline hieven, spürt man in allen Interviews, dass sich da nicht jemand erst daran gewöhnen muss Schlagzeilen-fägige Aussagen zu machen:

Ich habe ein bisschen eine Ahnung davon, was gutes Management ist und weiß, was die Verantwortung eines Managers ist.
(Botschaft = ich bin was Neues (nach Jahrzehnte im Roten Wien), ich bin kein Politiker sondern Technokrat (das zieht seit den 80ern)

Ich finde Wien geil, ich bin ein geborener Wiener. Wien ist die geilste Stadt der Welt.
(Botschaft = Ich bin einer von Euch und rede noch so, wie wir redeten als wir jung waren (in den 80ern))

Mein Fokus liegt auf der Zukunft, nicht in der Vergangenheit.
(Botschaft = Schwamm drüber, ich kann damit nicht angepatzt werden, weil ich doch im FSW gar nix mit Gangbetten zu tun hatte …)

Gangbetten sind aber eine Frage des Managements vor Ort.
(Botschaft = habe ich vom Ex-KAV GD Marhold gelernt und weil ich doch im FSW gar nix mit Gangbetten zu tun hatte …)

Da spürt man, dass da jemand weiß wie das medial geht, insbesondere wenn er zu den Mindestsicherungsplänen der türkis-blauen Bundesregierung anerkennend urteilt:
PR-mäßig machen die Burschen echt einen guten Job.

Im Detail wird es dann aber wie gewohnt etwas indifferent.

Für den KAV wünscht sich Hacker (wer nicht) klare Führung und eine klare Verantwortungsteilung innerhalb des Managements und er werde sich „noch diese Woche mit der Materie beschäftigen„, ob er den schon in Begutachtung befindlichen Gesetzesentwurf zur „Ausgliederung“ des KAV nicht noch zurückpfeifen und umschreiben werde, damit „wieder ein gutes Gefühl in die Krankenhäuser einzieht„. Zwar ein gutes Signal für die fast 30.000 KAV Mitarbeiter, aber hinterfragbar, was der Gesundheitsmanager innerhalb einer Woche noch eruieren kann, was er nicht schon bisher oder spätestens bei seiner Zusage an Ludwig „die Hackn zu machen“ wissen hätte müssen!

Irgendwie spießen sich die medial vermittelten Rollen eines erfahrenen Gesundheitsmanagers im Auftrag der Stadt Wien mit dem Manager, der sich das nun mal anschauen muss.
Oder anders ausgedrückt:
Ich bin neu, habe das aber (ohne einschlägige Ausbildung) durch Erfahrung gelernt.
Ich bin kein Politiker, verbrachte aber mein gesamtes Leben im Dienste der Politik.

Das wirkt alles ebenso inkongruent wie die 3 Wochen Zeit, die er der KAV Führung geben wird, um ihm eine Risikoanalyse zum KH Nord vorzulegen;
wenn diese nach all den internen und externen Analysen jetzt der GD noch immer nicht klar ist, werden’s das auch in weiteren drei Wochen nicht da’heben.
Die Stadt Wien hat den AKH-Direktor Wetzlinger schließlich gerade wegen seiner Erfahrung auch in die KAV GD geschickt und er selbst ist stolz , dass er als einer von wenigen Spitalsmanager innerhalb eines Berufslebens gleich zwei Großspitäler eröffnen wird (Klinikum Klagenfurt, KH Nord).

Auch wenn sich einiges im äußeren Erscheinungsbild Peter Hackers geändert hat, im Ggs. zu unserem Titelbild ist der Bart nun ab, sein etwas hedonistischer Zugang zu seinem Job scheint über all die Jahre gleich geblieben zu sein. Vor über einem Jahr fand ich nur eine mediale Wortmeldung, der diesen sehr persönlichen Zugang zu seinem Job charakterisierte:

Der Flüchtlingskoordinator leistet sich „als wirklich einzigen Luxus in meinem Leben einen teuren Audi, für den ich hart gearbeitet habe“. Das Modell wird verschwiegen, aber: „Mein Audi kann all das, wovon die Generation K.I.T.T., aus der ich komme, immer geträumt hat.“
http://derstandard.at/2000036468282/Was-mich-bewegt-Peter-Hacker-Fluechtlingskoordinator

Förderte die aktuelle Medienoffensive doch etwas mehr zu Tage (Zitat Falter):
Ich habe nach der Matura und nach dem Bundesheer einen Job gesucht, der es mir ermöglicht, so viel Geld zu verdienen, um mir das zu leisten, was mir zum damaligen
Zeitpunkt wichtig war: Musik zu machen.

In mehreren der oben genannten Interviews weist er darauf hin, dass er als Stadtrat weniger verdienen wird, als als FSW Manager.

Persönlich ist mir solche Offenheit ja eigentlich sympatischer als der oft nur vorgegebene Altuismus anderer in der Politik, nur erinnert Hackers Lebensweg doch irgendwie an das Berufsmodell unseres Bundeskanzler Kurz: Nach der Matura ohne weitere Ausbildung in die Politik aber trotzdem als Experte für einen Neuanfang verkaufbar …

OK, da ist schon ein Altersunterschied zwischen Hacker (Baujahr: 1963) und Basti Kurz (Baujahr: 1986):
Hacker nabelte sich gerade von der Wohnungskommission der Stadt Wien ab und kam in Zilk’s Vorzimmer als Basti von seiner Mutter abgenabelt wurde, nur nimmt es schon irgendwie Wunder, wie man sich heute medial als politischer Neuanfang inszenieren kann …

Welche Weichenstellung ein Bundeskanzler Kurz wirklich geschafft hätte
Die kurze Begegnung mit dem Kurz-Wähler
Kurz rockt

Wenn DIE Hackn nicht einmal der Hacker will !?!

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hacker

Die Bassena wusste es schon seit Wochen und die Presse greift es seit November immer wieder auf: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5150529/Michael-Haeupls-Drahtseilakt :

Peter Hacker. Der Chef des Fonds Soziales Wien (FSW) soll Wehsely als Gesundheitsstadtrat nachfolgen – oder den Wiener Krankenanstaltenverbund übernehmen.

Grund sich einmal mit nach Originalton einiger SP-Granden „einem der besten Manager des Landes“ näher zu befassen, auch wenn dieser bislang abstritt, einen der angesprochenen Schritte ins politische Rampenlicht überhaupt zu beabsichtigen.

Googelt man sich durch das Netz fällt auf, dass es kaum Fakten über den Mann gibt, der als FSW- Chef im Auftrag der Stadt Wien einen Milliardenumsatz koordiniert.
Keiner spricht übrigens auch davon, dass das chronische Gangbettenproblem des KAV u.a. auch auf die schleppende Übernahme der Pflegefälle durch den 2003 gegründeten FSW (Fond Soziales Wien) verursacht wird.
(Indische Betten: Die Betten am Ende des Ganges (Director’s Cut) https://medicus58.wordpress.com/2017/01/11/indische-betten-die-betten-am-ende-des-ganges-directors-cut/)

Aus den, für einen Spitzenmanager beachtlich dürftigen Informationen lässt sich sagen:

Hacker trat 1982 in den Dienst der Stadt Wien und wurde
1985 von Bürgermeister Zilk als persönlichen Berater installiert.
Dann Drogenkoordinator (1992-2003),
ab 2001 FSW Chef und
seit 2015 Wiener Flüchtlingskoordinator,
waren die weiteren Karriereschritte, so dass Hacker inzwischen der Dreh- und Angelpunkt einer ausgelagerten Sozialpolitik und Flüchtlingspolitik des Roten Wien ist, die im Bewusstsein der meisten Wiener als noch „im Rathaus“ angesiedelt empfunden wird.

Deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass er kaum digitale Fußabdrücke hinterließ. Bei einer anderen der „grauen Wiener Eminenzen„, dem aktuellen Magistratsdirektor (Dr. Erich Hechtner) ist z.B. Googel viel gebefreudiger ….

Das was jetzt mit dem KAV geplant ist, eine Auslagerung insbesondere der Mitarbeiter, ist mit dem FSW schon längst abgeschlossen, so gesehen wäre Hacker aus Sicht der Wiener SPÖ sicher der ideale Macher.

Dem Zehnjahres-Jubiläums-Folder entnimmt man, dass allein 2004 der FSW 70 auf 700 MitarbeiterInnen gewachsen ist, Tochterfirmen gründet, obwohl in vielen Fällen eigentlich nur Aufträge an Dritte verteilt, also gar nicht selbst Leistungserbringer ist (http://zeitreise.fsw.at/)

Natürlich ist Hacker auch beim jüngsten Geniestreich der Gesundheitsreform dabei, dem Wiener Pilotversuch des Teweb, der medizinischen Kummernummer, die Patienten vor Selbstzuweisungen abhalten soll:
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/842863_Eine-Nummer-fuer-alle-Faelle.html 

(Vergleiche auch: Drücken Sie die 1 wenn Sie krank sind oder die 0 wenn sie tot sind https://medicus58.wordpress.com/2014/07/02/drucken-sie-die-1-wenn-sie-krank-sind-oder-die-0-wenn-sie-tot-sind )

Auch hier geht es um nicht wenig Steuergeld ….

Die Kosten für die Errichtung und den laufenden Betrieb in der Probephase in den drei Bundesländern werden vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger mit drei Millionen Euro beziffert, wobei 2,5 Millionen Euro durch die Sozialversicherung erbracht und die restlichen 500.000 Euro zwischen den Partnern Bund, Pilotländer und Sozialversicherung gedrittelt werden.
http://oesterreich.orf.at/stories/2792712/

Hacker steht also in Wien immer mehr im Zentrum einer zwar ausgelagerten aber unter dem Deckmantel der Stadt Wien fungierenden Sozialpolitik und prädestinierte sich schon bei seiner Installierung als FSW Chef Schönredner solcher Auslagerungen. Die damaligen Wortspenden kommen einem doch bekannt vor, nicht?

„Es war klar, dass wir aus den traditionellen Organisationsformen ausbrechen müssen, um völlig neue Wege zu gehen.“ Peter Hacker, FSW-Geschäftsführer

„Es war die grundlegendste Veränderung, die das Gesundheits- und Sozialwesen im letzten Jahrzehnt erfahren hat. Ich war absolut überzeugt, dass es in der Person Peter Hacker liegt, dass diese Idee zum Erfolg geführt wird. Heute sehe ich, dass ich Recht behalten habe.“
Elisabeth Pittermann, ehemalige Stadträtin für Gesundheit und Spitalswesen

„Zum einen ging es damals darum, die auf mehrere Ressorts verteilten Zuständigkeiten zu bündeln. Außerdem wollten wir trennen zwischen der Finanzierung der Leistungen und der Aufsicht und Überprüfung.“
Sepp Rieder, ehemaliger Vizebürgermeister

Er scheint auch ein eiserner sparer, was all die Einrichtungen, die am Trop der Förderungen hängen bestätigen:

„Wir haben erst lernen müssen, alles zu berechnen und vorzulegen. Unsere Verhandlungsbasis war immer gut, gekämpft haben wir trotzdem.“
Schwester Josefa, ehemalige Generalökonomin Barmherzige Schwestern

Insgesamt verwaltet und verteilt Hacker laut Medienberichten ein Jahresbudget von fast 1,5 Milliarden €.

„Mit diesem Modell gelingt es dem FSW, die Steuergelder noch besser und wirtschaftlicher einzusetzen.“
Alexandra Nuster, Leiterin Controlling

2012 sah es Grünen-Schattenchef Ellensohn aber noch kritischer:

Klubobmann David Ellensohn kritisiert im Heute-Gespräch vor allem die massiven Kostensteigerungen in den Führungsetagen und den offenbar nur sehr dezent ausgeprägten Sparwillen: „Die Kosten für den Bereich Geschäftsführung und Stabsstellen haben sich von 2009 auf 2010 um rund zehn Millionen Euro exorbitant erhöht“, so der Grünen-Klubchef.
Betrugen die Aufwendungen im Jahr 2009 „nur“ 19,4 Millionen Euro, waren es im Jahr darauf bereits 29,5 Millionen Euro. Schwarz auf weiß dokumentiert im Rechnungsabschluss. Interessantes Detail rund um die „Grundversorgung“: Sie wurde vom FSW an die Caritas ausgelagert. http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/Harte-Kritik-der-Gruenen-an-Fonds-Soziales-Wien;art23652,655110

Medial taucht Hacker aber nur sehr selten auf.
Im Auto-Standard z.B., um sich als kompromissloser Audi-Nutzer zu outen, dem die Grüne Verkehrspolitik am Auspuff vorbei geht ….

Der Flüchtlingskoordinator leistet sich „als wirklich einzigen Luxus in meinem Leben einen teuren Audi, für den ich hart gearbeitet habe“. Das Modell wird verschwiegen, aber: „Mein Audi kann all das, wovon die Generation K.I.T.T., aus der ich komme, immer geträumt hat.“
http://derstandard.at/2000036468282/Was-mich-bewegt-Peter-Hacker-Fluechtlingskoordinator

 

Written by medicus58

12. Januar 2017 at 21:21

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