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Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 5: Persönliches zum Personal)

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Nun, nachdem die Zukunft des Wiener Krankenanstaltenverbundes zumindest in groben Zügen festgelegt wurde (KAV wird Anstalt öffentlichen Rechts ab 1.1.2019) könnte es ja wirklich bald was werden, mit der Nachbesetzung der Generaldirektion. In der Vergangenheit habe ich schon viermal ein paar Wünsche ausformuliert, die auch schon vergangene Generaldirektoren, rein theoretisch, erfüllen hätten können.

Das „Neue“ am KAV als Anstalt öffentlichen Rechts sollte nun nach den Beteuerungen der Verkünder ja sein, dass zukünftig Personalpläne und -angelegenheiten im Konzern, also ohne dauernde Rückfrage bei der MA2, festgelegt werden kann.
Auch wenn ich bis heute noch nicht verstanden habe, was die Stadt Wien mit dem verliehenen Personal tun wird, das ein zukünftiger KAV GD dankend wieder zurückschickt, bzw. mit Personal, dass dieser nach Bedarf selbst rekrutiert, wenn dieses auch zukünftig Personal der Stadt sein soll, aber glauben wir einmal, dass dafür schon fertige Lösungen in den knarrenden Schubladen der Stadt liegen, über die man in der nächsten Pressekonferenz Auskunft geben wird. Bis 31.12.2018 ist ja noch genügend Zeit.

Was ich mir aber vom neuen KAV Generaldirektor wünsche ist, dass er sich gegen die bisherigen Kräfte durchsetzten möge, die bewirkten, dass

gute Mitarbeiter, die nach dem Erreichen des Pensionsalters noch ein, zwei Jahre länger aktiv bleiben wollen
(Ja, sowas gibt es nicht nur unter den Primarii sondern auch unter dem Reinigungspersonal!) nicht zwangspensioniert werden,

und gute Mitarbeiter jenseits der erratischen Remunerationsspiele des Magistrats (ggf. auch nur durch nicht-monitäte Benefits) belohnt werden können.

Andererseits muss es zwischen dem Hire-and-Fire, das die Stadt in ausgelagerten Bereichen oft schlimmer betreibt als viele Private, und den jahrelangen Minderleistungen, nur durch Amtsarzt und Kuraufenthalte unterbrochene Dauerkrankenstände, eine Möglichkeit zur begründeten Kündigung gibt, gegen die die Personalvertretung nicht Sturm läuft.

Eine Personalbeurteilung, deren Note mindestens ein gut sein muss, um nicht den automatischen Einspruch der Personalvertretung zu triggern, ist schade um den Regenwald, der für das Papier geschreddert wurde.
Elektronische Bögen sind noch nicht im System angekommen, der Umstieg auf eine Word-Vorlage, die dann ausgedruckt und händisch ausgefüllt werden muss, war bislang das Ende der Fahnenstange.

Es ist verlogen internationale Maßstäbe für die Personalplanung anzuwenden und triumphierend Posten zu streichen, wenn andere Regeln der Personalrekrutierung außer Kraft gesetzt werden.
Dort wo Leistungswille anerkannt wird, wie zum Beispiel Mehrleistungen während der Urlaubszeit, wird dies nicht monitär sondern durch zusätzliche Freizeit belohnt, was implizit die anderen Mitarbeiter in diesem Bereich zu Mehrleistung führt.
Starre Arbeitszeitschemata erlauben Führungskräften nicht einmal in Zeiten der Flaute, sich beim Personal mit einem „15 Minuten früheren Arbeitsschluss“ zu bedanken.
Starre Linien von der Kollegialen Führung hinunter auf die Abteilungsebene lassen effizientes Arbeiten nur dort zu, wo alle Beteiligten nicht wegen sondern trotz dieser Strukturen zusammenarbeiten.
Ich kenne viel zu viele Beispiele, wo eine auf Abteilungsebene mit guter Begründung getroffene Entscheidung (z.B. Urlaubsansuchen) von übergeordneter Stelle ohne Rücksprache „overruled“ wurde, weil Personalvertretungswahlen anstanden.

Wenn wir uns an unseren letzten GD erinnern, dessen Erfahrung in der Personalverantwortung sich auf eine zweistellige Anzahl an Institutsmitarbeitern beschränkte, ehe er zur Leitung eines 30.000 Mitarbeiter Konzerns berufen wurde, der aus macht-politischen Gründen absichtlich keine Entscheidungshoheit über das Personal hat, das zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil die potentielle Wählerschaft der nächsten Bundes- und Landeswahlen darstellt, wird einiges klar, woran der KAV zuletzt gescheitert ist.

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Written by medicus58

14. Juli 2017 at 15:01

Warum die Kosten der Medizin immer der Inflationsrate vorauslaufen werden

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Aktuell wieder aufgeflammt, aber prinzipiell seit Jahren einfach verschlampt, erreicht der Arbeitszeitkonflikt in Wiens Spitälern erneut die Medien:

KURIER: Spitalsärzte sollen keine Überstunden mehr machen
http://kurier.at/chronik/wien/spitalsaerzte-sollen-keine-ueberstunden-mehr-machen/190.220.890

KAV Dementi

PRESSE: Überstundenverbot für Ärzte
http://diepresse.com/home/leben/gesundheit/4969427/Ueberstundenverbot-fur-Aerzte

KAV Drohung an ÄK Präsident Szekeres

KAV-Überstundenverbot: Vorwurf der Lüge für Szekeres „vollkommen haltlos“
Schriftliche Beweise liegen vor – Ärztekammer erwägt rechtliche Schritte gegen KAV
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160418_OTS0179/kav-ueberstundenverbot-vorwurf-der-luege-fuer-szekeres-vollkommen-haltlos

 

Stadträtin Wehsely und GD Janßen wollen den Eindruck erwecken, dass es hier ausschließlich um einen Konflikt mit den angestellten Ärzten bzw. dem Njet-Sagern in der Ärztekammer geht, dabei rüstet die Gewerkschaft (Younion) aber gerade mit Dienststellenversammlungen und Demo-Drohungen zum globalen Kampf und da geht’s – wie in der Vergangenheit – gar nicht um die Ärzte, sondern um alle anderen im KAV Beschäftigten:

Auf zeitgleich stattfindenden Versammlungen in allen Dienststellen des Wiener Krankenanstaltenverbundes haben die örtlichen Gewerkschafts- und Personalvertretungen über den aktuellen Stand der Verhandlungen zu Gehalt und Rahmenbedingungen mit der Unternehmensführung des Krankenanstaltenverbundes informiert – und einen „heißen Frühling in Wien“ angekündigt.
„Wir lassen uns nicht spalten. Wir sind das Team Gesundheit und stehen hier für bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Entlohnung unserer Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Wolfgang Hofer, Vorsitzender der Personalvertretung und des Gewerkschaftsausschusses im AKH. Auf den zentral in allen Dienststellen zeitgleich stattfindenden Dienststellenversammlungen kommen Mitglieder aus dem gesamten Team Gesundheit zusammen – die Beschäftigten aus dem Wiener KAV.
Anlass sind die aktuell ins Stocken geratenen Verhandlungen der younion Hauptgruppe II mit dem KAV-Management.
„Am 31. März 2016 ist die Frist abgelaufen, die wir dem Management gesetzt hatten, um auf unseren Forderungskatalog zu reagieren.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160414_OTS0092/younion-team-gesundheit-schafft-klarheit

Also nix nur Ärzte, im KAV kocht es an allen Fronten. Natürlich ist absehbar, wie man seitens der Politik, der Gesundheitsökonomie und der Generaldirektion reagieren wird:
Die Medizin wird immer teurer und das können wir uns nicht leisten!

Nur was heißt „immer teurer“?

Immer teurer heißt eigentlich, dass die Kosten im Gesundheitssystem schneller wachsen als das Bruttosozialprodukt.

Anders ausgedrückt lautet der Vorwurf an die im Gesundheitssystem Tätigen, dass sie ihre Effizienz weniger gesteigert haben, als andere Branchen.

Nun an den schönen Kassentarifen kann es wohl nicht liegen:
rektale Untersuchung 2,75 €
Juni 2012: Der typische Arzt ist ein Hausarzt mit Kassenverträgen und reich
https://medicus58.wordpress.com/2012/06/10/der-typische-arzt-ist-ein-hausarzt-mit-kassenvertragen-und-reich/

Natürlich steigen die Spitalskosten, aber: DIE OECD irrt, unsere Spitäler sind billig und werden jetzt ohnehin geschlossen
https://medicus58.wordpress.com/2015/11/05/die-oecd-irrt-unsere-spitaeler-sind-billig-und-werden-jetzt-ohnehin-geschlossen/

Was wir im Gesundheitssystem Tätigen (oder besser diejenigen, die behaupten unsere Interessen zu vertreten) aber immer wieder klar stellen sollten,
hat Meister Rembrand schon 1632 in seinem Gemälde Die Anatomie des Dr. Tulp erkannt.

Noch klarer kommt das bei dem 1875 von Thomas Eakins geschaffenen Gemälde Die Klinik Gross (The Gross Clinic) zum Ausdruck:

The_agnew_clinic_thomas_eakins

MEDIZIN IST EINE PERSONALINTENSIVE  DIENSTLEISTUNG

Ich habe dies hier schon vor vier Jahren unter dem Titel
Fordismus im Spital: Das Geld liegt auf der Strasse?
https://medicus58.wordpress.com/2012/04/27/fordismus-im-spital-das-geld-liegt-auf-der-strasse/
abgehandelt:
Die Effizienzsteigerungen der Fertigungsindustrie basieren auf Automation, Personalreduktion und Preisoptimierung für den Rohstoff,
die von großen Teilen des Dienstleistungssektors darauf, dass ein Teil der Arbeit an den Kunden auslagert wurde (Stichwort: Online-Banken, -Flugtickets, -Service, …).

In der Medizin kann ich zwar den Patienten einen Fragebogen geben und damit versuchen das Anamnesegespräch zu ersetzen (habe ich in meinem Bereich immer wieder versucht), nach diesen Ergebnissen, konnte aber niemand eine Diagnose stellen.

Ich kann gehfähigen Patienten zwar ein schönes SB-Buffet anbieten, für das löffelweise Füttern benötige ich Pflegepersonal.

Kurz: in den Gesundheitsberufen ist die persönliche diagnostische, therapeutische und pflegerische Tätigkeit am Patienten das Kernstück des Ganzen und das muss ich auch in der Ausbildung weitergeben. Deshalb standen bereirs im 17. Jhdt um einem Patienten schon so viele andere Personen herum, dabei gab’s damals noch nicht einmal Tumorboards und ausführliche Dokumentationsvorschriften.
Im 21. Jhdt ist die Medizin sicher nicht einfacher geworden…

Alle Bereiche, in denen ich mit den drei ökonomischen Feuchtträumen (Automation, Personalreduktion, billige Rohstoffpreise) nicht operieren kann, müssen in Relation zu den übrigen Bereichen „teuerer“ und/oder „weniger effizient“ scheinen.

Und genau darum geht es bei dem aktuellen Dienstzeitkonflikt:
Eine trotz neoliberalem Sprech und Tun ökonomisch ungebildete Politik, vertraute auf unsachliche Berater, die ihr weismachten, dass man in der Medizin in erster Linie am Personal sparen könnte, weil das schließlich der größte Kostenfaktor wäre. Mit dem eingesparten Geld könnte man EDV, Großgeräte, ELGAs bis hin zu Big Data basierten Algorithmen finanzieren, die die Medizin genauso effizient machen könnten wie die Fließbänder der Fertigungsindustrien oder die großen Handelsriesen vom Schlage Amazon oder Zalando.
Im Unterschied zur Medizin wird in diesen Branchen immer wieder der gleiche Prozess abgespult. In der Medizin haben wir es letztendlich immer mit einer „Einzelanfertigung“ in einem hoch komplexen und interdependenten Prozess zu tun und den beherrscht ebem nur qualifiziertes Personal. Seine Reduktion steigert nicht die Effizienz sondern vermindert die Qualität.

Bilder Copyright:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AThe_Anatomy_Lesson.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Klinik_Gross

Written by medicus58

18. April 2016 at 23:32

Lohn der Genossen: ÄK Chef Szekeres zum Abschuss freigegeben

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wehs

ORF Landesstudiochef Tesarek nennt gleich bei der Anmoderation den Schuldigen für die massive Ablehnung (http://derstandard.at/2000012705075/Klare-Abfuhr-fuer-neuen-Dienstvertrag) der von Gewerkschaft, Personalvertretung und Ärztekammer mit der Stadt Wien ausverhandelte Rahmenvereinbarung durch die KAV Ärzte:

Ärztekammerpräsident Szekeres hat unterschrieben und sich nicht durchgesetzt, drum muss er gehen.

Auch wenn hier die rhetorische Frage nach der unbedingten Wahrheitsliebe des Kollegen Szekeres schon vor Tagen gestellt (Lügt der Präsident? http://wp.me/p1kfuX-Ub ) und vom Angesprochenen sogar kommentiert wurde, ist dieser Spin nur absurd, weil er die Rolle der (SP-geführten) Personalvertreter- und GewerkschafterInnen an der jetzigen Zwickmühle (offensichtlich absichtlich) unter den Verhandlungstisch fallen lässt.

Im nachfolgenden Interview wirkte Testarek dann gegenüber Wehsely etwas angriffiger, wenn er die zentrale Frage (allerdings unbeantwortet) aufgreift, wieso denn die Stadt Wien mit weniger Ärzten auskommen kann, wenn die Ärztearbeitszeit (von der EU) beschränkt wurde und nachsetzt, dass der Steuerzahler offenbar seit Jahrzehnten zu viele Ärzte im KAV bezahlt hat, wenn man jetzt durch kurzes Nachrechnen von externen Beratern feststellen konnte, dass man sich ohne Leistungseinbuße von 382 der 3200 angestellten Ärzte trennen kann, aber mein Eindruck bleibt, dass sich das Landesstudio Wien einspannen hat lassen, um Szekeres „zu opfern“.

In der nachfolgenden ZIB bleibt der ORF dieser Linie treu und lässt Gewerkschafter Meidlinger bedauern, dass die Ärztekammer das Ergebnis nicht „gut verkauft“ hat. Seinen Part scheint er nicht kritisch reflektieren zu wollen. Beispielsweise soll hier nur daran erinnert werden, dass die Gewerkschaft kein Problem damit hatte, dass den Ärzten im KAV über viele Jahre gesetzlich zustehende Ruhezeiten vorenthalten wurden (30 Jahre braucht der KAV um ein Gesetz zu lesen – muss nun der Generaldirektor gehen? http://wp.me/p1kfuX-Ac).

Mein Mitleid mit dem Ärztekammerpräsidenten ist mehr als enden wollend, dafür haben mich seine taktischen Spielchen (auch in direkten Gesprächen) schon zu oft geärgert, nur sollten sich die Mitverhandler der Personalvertretung und der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten vielleicht überlegen, ob sie in ihrer Karriereplanung gut beraten sind, sich bei der Vorstandssitzung der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten am kommenden Donnerstag wieder gegen diejenigen zu stellen, die sie eigentlich zu vertreten hätten, denn auf Dank aus dem Rathaus ist wenig Verlass, wenn das Rathaus Schuldige braucht.

Nicht nur Szekeres hat Wochen mit den brisanten Details des Paktes (Postenreduktionen, Dienstradstreichungen, Unterstützung der Dienstgeberin um Mitarbeiter zum Opt out zu bewegen, „wenn es sich nicht ausgeht“, Berechnungsänderungen der zugesagten Ruhezeiten…) hinter dem Berg gehalten und nur das zugegeben, was Schritt für Schritt durch gezielte Indiskretionen bekannt wurde; ich denke jeder KAV Mitarbeiter hat seit Jahresbeginn genügend Halbwahrheiten und Missverständlichkeiten durch die Personalvertreter und Gewerkschafter erlebt. (Wehsely Leak: Ist die Mauschelei am Ende? http://wp.me/p1kfuX-TO).

Wehsely wäre gut beraten, nicht noch mehr verbrannte Erde zu hinterlassen, wenn sie – wie man von verschiedenen Seiten – hört das Rathaus verlassen möchte, denn das dicke Ende kommt schon in wenigen Monaten, nicht erst vor der Wahl im Oktober.

Mit den unzähligen Beraterhorden (EHC, Deloitte, Lohfert & Lohfert, …. http://www.stadtrechnungshof.wien.at/berichte/2014/01/01-12-KA-II-KAV-5-13.pdf),
einem nach baldiger Privatisierung riechenden „Aufsichtsrat“ (Nach dem Köck auch den Bock zum Gärtner … http://wp.me/p1kfuX-cy , I had a Dream: KAV for Sale http://wp.me/p1kfuX-L1) und
einem mit seinen Mitarbeitern kommunikationsunwilligen und -fähigen Generaldirektor (Mann, ist der Mann gut, der nun im KAV aufräumt …. http://wp.me/p1kfuX-Kd)

hat sie es die Stadträtin geschafft, jegliches Vertrauensverhältnis zu verspielen und die gesetzlich oktroyierten Vertreter der Ärzteschaft (ÄK, PV) zu demaskieren.
Den Ärztekammerpräsident nun zu schlachten und auf die Parteigenossen in der Gewerkschaft zu vertrauen, wird ihr nichts bringen, denn wenn Herr Meidlinger weiterhin den Büttel der Dienstgeberin abgibt,
werden ihm die Austritte aus dem ÖGB, der ohnehin nur einen immer geringeren Teil der Ärzte als Mitglieder führen kann (genaue Zahlen werden verschwiegen), und die Eintritte bei der neuen Ärztegewerkschaft Asklepios die Legitimation für weitere Verhandlungen schneller entziehen, als er „Freundschaft“ murmeln kann. Und es schaut nicht danach aus, dass sich Asklepios farblich an der Rathaus-Mehrheit orientieren wird.

Für Schadenfreude ist aber kein Anlass, die Zeit drängt!

Schon werden Abteilungen teilweise gesperrt, weil die ärztliche Besetzung durch vorenthaltene Nachbesetzungen seitens der Generaldirektion nicht mehr gewährleistet ist,
wer sich in Wahlarztordinationen oder in andere (Bundes-)länder absetzen kann, tut das,
die Verbliebene in vielen Abteilungen haben jetzt schon so viele Urlaubstage, Überstunden, Ausgleichstage, ..etc. angehäuft, dass sich schon bald (ohne Opt out) kein Dienst mehr aufrecht erhalten lassen wird, auch wenn ab Juli eine neue Betriebsvereinbarung gilt.
Ebner-Hohenauer-Consult haben nicht einmal ansatzweise genügend Personal, um den von Wehsely heute erneut im TV Studio versprochenen Dialog mit den Abteilungen zu führen, und der Versuch in den laufenden Workshops die Primarärzte durch Druck zu Unterschriften unter die neuen Strukturen zu zwingen, muss als gescheitert betrachtet werden.

Zehn nach Zwölf wird es Nachverhandlungen geben müssen, in denen sich die Dienstgeberin
endlich auch mit Ärzten und Pflege über die unerträglichen Rahmenbedingung (Einsparungen, Administration, EDV, undurchsichtige Stellenpläne, einander blockierende Hierarchien, Reinvestitionsstau….) auseinandersetzen muss und
endlich auch den Patienten/Wählern reinen Wein über die tatsächliche Aufgabe der Krankenhäuser in der Gesundheitsversorgung einschenken muss.

Mit der bisherigen Strategie kommt sie bestenfalls noch über ein paar TV Auftritte, aber dann ist Schluss.

 

Inzwischen gibt es Wien heute auf der ORFThek: http://tvthek.orf.at/program/Wien-heute/70018/Wien-heute/9367944/Nein-zu-KAV-Einigung/9370915

Written by medicus58

9. März 2015 at 21:59

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