Sprechstunde

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Den Sommerlöchern von heute fehlt der Sommer

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Sommerloch

Erinnern Sie sich noch an die Sommerlöcher (engl. silly season) meiner Jugend?

Nessi das Monster aus Schottland,
Mann biss Hund oder
Problembär Bruno

verkürzten die Zeit bis zum wohlverdienten Urlaubsantritt oder zauberten noch ein leinmal das unbeschwerte Lächeln der vergangenen Urlaubserlebnisse herbei.

Ist es altersbedingt selektives Vergessen und nostalgische Verklärung der Zeit, in der man seine Zeit eher im Freibad als auf Twitter verbracht hat, aber der hormonverklärte Sonnenuntergang am Meer wurde schon längst vom waffeninduzierten Weltuntergang in Scheibchenform abgelöst.

Mussten sich die urlaubsbedingt ausgedünnten Nachrichtenagenturen ihre Schlagzeilen damals noch aus dem Gurkenglas fischen (Sauregurkenzeit), verdrängt der ächste militärische Gegenschlag, das nächste abgesoffene Flüchtlingsboot und der unerwartete Kollateralschaden, den scheinbar unüberbietbaren Horror der vorangegangenen Stunde.

Druck wird erhöhtRache wird geübtDemos werden abgehalten und allenthalben sterben Menschen,
dazwischen gedenken wir noch ein bißchen der Mondlandung am 20. Juli 1969.

Da hilft – wie so oft ein Blick in das, was fleissige Geister in derWikipedia zusammengetragen haben: Unter der Fülle an Ereignissen, die alle am 20. Juli stattgefunden haben (http://de.wikipedia.org/wiki/20._Juli) finden sich durchaus Beispiele dafür, dass auch früher im Sommerloch gestorben und gemordet wurde:

1546: Kaiser Karl V. verhängt über Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen und Landgraf Philipp I. von Hessen die Reichsacht. Damit wird der Schmalkaldische Krieg mit der protestantischen Seite ausgelöst.

1552: Nach der Eroberung von Temesvar wird das Banat Bestandteil des Osmanischen Reiches. Die Osmanen verbreiten den Islam.

1630: Der schwedische König Gustav II. Adolf zieht nach seinem Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg in Stettin ein.

1632: Vor Wiesloch kommt es zu ersten Kämpfen zwischen schwedischen Einheiten unter Gustav II. Adolf und kaiserlich-bayerischer Reiterei, die die Schweden für sich entscheiden.

1728: Eine französische Flotte beginnt mit der Bombardierung von Tripolis, in dem sechstägigen Beschuss wird die nordafrikanische Korsarenstadt fast völlig zerstört.

1866: Die Österreichische Marine unter Admiral Wilhelm von Tegetthoffbesiegt die überlegene italienische Marine in der Seeschlacht von Lissa.

1881: Der Sioux-Häuptling Sitting Bull kapituliert mit seinen Gefährten in Fort Buford (Norddakota) gegenüber der United States Army.

1905: In Deutsch-Ostafrika beginnt der Maji-Maji-Aufstand.

1920: Die deutsche Regierung erlässt im Hinblick auf den Polnisch-Sowjetischen Krieg ein Waffenembargo und unterstreicht damit ihre Neutralitätserklärung für diesen Konflikt.

1944: Operation Walküre: Claus Graf Schenk von Stauffenberg verübt ein Attentat auf Adolf Hitler, das jedoch scheitert.

1949: Syrien schließt als letzter Kriegsgegner im Palästinakrieg ein Waffenstillstandsabkommen mit Israel.

1951: König Abdallah I. von Jordanien wird auf dem Tempelberg in Jerusalem ermordet.

1974: Zypern-Konflikt: Die Türkei besetzt als Folge des Militärputsches vom 15. Juli unter Berufung auf den Londoner Garantievertrag 1959 den Nordteil Zyperns.

1977: Libysche Artillerieeinheiten beschießen die ägyptische Grenzstadt as Sallum und den Halfaya-Pass, nachdem ein Protestmarsch gegen die Annäherung Ägyptens an Israel von ägyptischen Soldaten gestoppt worden ist. Damit beginnt der fünftägige Libysch-Ägyptische Grenzkrieg.

1985: Rassenunruhen veranlassen die südafrikanische Apartheid-Regierung für 36 Bezirke im Land den Ausnahmezustand zu verkünden.

1999: Mit einer Verhaftungswelle beginnt in der Volksrepublik China die systematische Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden.

1999: Ernst Volker Staub und Daniela Klette, Mitglieder der seit April 1998 offiziell aufgelösten RAF, überfallen in Duisburg einen Geldtransporter mit einer Panzerfaust.

2001: Der Italienische Aktivist Carlo Giuliani wird während einer Demonstration zum G8-Gipfel in Genua von einem Polizistenerschossen.

Ok, diese Einträge umspannen – im Gegensatz zu meinem Kurzzeitgedächtnis – fast 500 Jahre, aber scheinen das Konstrukt der ruhigen Sommerzeit doch etwas löchrig zu schiessen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es früher sinnvoller schien, den Menschen ein friedliches Umfeld vorzugaukeln, um sie nicht am Konsumieren der Wirtschaftswundertüte zu hindern und jetzt einfach mehr unsere Kooperation am propagandistischen Endkampf eingefordert wird.

NYT :15th July 2014 In Call, Obama and Merkel Discuss ‘Cooperation’ on Intelligence http://www.nytimes.com/2014/07/16/world/europe/in-call-obama-and-merkel-discuss-cooperation-on-intelligence.html?

Warum kaufen wir Bananen für den Apfelstrudel?

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Vordergründig ausgelöst durch die Analysen der ersten „Presidential Debate“ zwischen Obama und Romney (http://youtu.be/aYKKsRxhcro), jedoch einen Befund beschreibend, der mich seit Jahren immer mehr beschäftigt:

Wir wählen Führungskräfte nicht mehr nach den Eigenschaften aus, die sie benötigen, um ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, sondern nach ihrer Herzeigbarkeit und ihres oberflächlichen Unterhaltungswert.

Natürlich läuft es nicht immer so plakativ ab, wie auf dieser köstlichen Animation (http://www.youtube.com/watch?v=iNhUI8ktHuw), aber das Jahrmarkthafte unserer politischen Debatten, aber auch vieler Hearings und Assessment-Center Spielchen, die ich selbst erlebt habe, wird hier schön eingefangen.
Als Konsequenz verbringen wir immer mehr Zeit mit dem Training für diese Auftritte was notgedrungen auf Kosten der fachlichen Ausbildung oder zumindest der persönlichen Freizeit geht. 

Natürlich schafft der Trend Arbeitsplätze für ansonsten schwer vermittelbaren Absolventen diverser Orchideenstudien, die sich früher nur durch den Verkauf von Küchengeräten auf lokalen Märkten über Wasser halten hätten können oder an ihrer Türschwelle mit einem Staubsauger aufgetaucht wären. Sie machen uns auf Defizite aufmerksam, die sie selbst „erfunden“ haben und „verkaufen“ uns auch sogleich die Lösung.

Performance ist trainierbar
http://youtu.be/7NW7sHtnGdQ
„Menschen werden eingestellt wegen ihres Wissens und entlassen wegen ihres Verhaltens“
„Bleiben Sie wie sie sind, das kann Ihnen keiner nehmen“
http://youtu.be/3rD77iYWafo 
 
Wenn, wie in dem folgenden Video Studenten, also Personen, die sich gerade damit beschäftigen die neuesten Erkenntnisse in ihrem Fachgebiet zu lernen, bereits ins Assessment Center Training drängen, weil sie sonst glauben, „am freien Markt“ keine Chance zu haben (http://youtu.be/7vTydr-fhW0), dann zeigt das für mich die völlig falsche Allokation der Ressourcen, die wir uns aufzwingen lassen.

Das Sein ist ungenügend ohne den antrainierten Schein.
 
In einem sehr sehenswerten Video, lässt Sam Tanenhaus einige der bemerkenswertesten Momente in den TV Debatten amerikanischer Präsidentschaftswahlkämpfe an uns vorüberziehen, um dann den Schluss zu ziehen, dass dieses Format eben das „wahre Ich“ der Kandidaten enthüllt hätten (http://youtu.be/LY1GvXXWdHA).

Ich bezweifle die Gültigkeit dieses Schlusses. 

Die unzähligen Coaches, Ratgeber und Trainer bereiten uns zwar darauf vor,
nicht in die üblichen Fettnäpfchen unserer Vorstellungsgespräche, Hearings und TV Debatten zu tappen und trainieren uns darauf für Standardfragen Standardantworten zu haben:

Frage: „Was war den ihre größte Niederlage
Antwort: „Nicht vorhergesehen zu haben, dass ich mit meiner Meinung völlig richtig lag.“

Frage: „Sie überzeugen mich aber nicht.“
Antwort: „ Das liegt am Ihrer hohen Kritikfähigkeit und an meiner großen Bescheidenheit.“
Nun zu glauben, dass sich aus diesen Dialogen „die wahre Persönlichkeit“ erschließen lässt, wäre so intelligent, wie sich als Wiener Juwelier Bruce Willis als Wächter vor das geschäft zu stellen, nur weil er in unzähligen „Die Hard“ Filmen brillierte.

Schlagfertigkeit lässt keinen Schluss zu, wie sich ein Kandidat bei der Lösung eines Sachproblems anstellen wird. 

Wie weit diese Schwerpunktverschiebung bereits vollzogen ist, musste ich selbst in einer Hearingsituation (die ich letztendlich „gewonnen“ habe, also keine sauren Trauben) erleben, als verkündet wurde, dass man ohnehin davon ausgeht, dass alle Kandidaten im Hinblick auf ihren bisherigen Berufsweg fachlich qualifiziert wären, so dass man sich damit gar nicht mehr beschäftigen wird.

Nun könnte man oberflächlich zu Recht einwenden, dass es halt neben der Sachebene auch immer einer Persönlichkeitsebene gibt und sich kaum jemand durchsetzen wird, wenn er als Person auf völlig Ablehnung bei seinen Mitarbeitern, Käufern oder Wählern trifft, jedoch geht es hier um die bereits eingetretene Verschiebung der Gewichtung:

So unterhaltsam die „Super Mario Bros“ auch sind, ihren tropfenden Wasserhahn werden sie nie und nimmer reparieren können.

So schon und reif können Bananen gar nicht sein, dass sie in einem Apfelstrudel reüssieren werden.

Natürlich wären wir auf der sicheren Seite für jede Position eine „Eierlegende Woll-Milch-Sau“ zur Verfügung zu haben, nur spielt es das halt nicht.

Der Tag hat 24 Stunden und der Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten verlangt von uns immer mehr Zeit. 

Je mehr wir uns von all den Typen, die weit weg vom produktiven Kernprozess ihr Geld verdienen, einreden lassen, dass wir ein immer größeres Stück unserer Zeit im Schminkraum und beim Coaching verbringen müssen und je weniger das Kunden und Wähler begreifen, desto mehr werden wir von Führern umgeben sein, die uns überzeugend in den Abgrund führen.

Verwandte Links:
Stop working start counselling:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=56907
Nachlese zur ersten TV Debatte Obama Romney
http://t.co/GrIlj73r

Written by medicus58

5. Oktober 2012 at 16:21

Heute: Dummheit zum Anfassen

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Das schon öfters hier zitierte Gratisblättchen HEUTE aus dem Hause Dichand,
bewirbt sich auf seinen Ständern, die zu einer konstanten Verschmutzung der Wiener U-Bahn verleiten, mit den Worten:

GRATIS ABER NICHT UMSONST

Da ja bekanntlich jedes Beispiel zu irgendetwas gut ist und sei es nur als abschreckendes Beispiel, wollen wir diesen Slogan auch gar nicht hinterfragen, zumal mir in der heutigen Ausgabe (nach einem anstrengenden Arbeitstag bei der „öffentlichen“ Heimreise zur Hand genommen) eine wahre Perle des österreichischen Journalismus in die Augen stach.

Obama würde von den Europäern zum Präsidenten gewählt werden, da jeder Dritte für ihn stimmen würde.

So anstrengend kann ein Arbeitstag gar nich gewesen sein, dass einem da nicht sofort Fragen peinigen:

Weiß HEUTE, dass die USA bei den Präsidentschaftswahlen plötzlich das Wahlsystem geändert hat?

Hat man sich verlesen und steht dort eigentlich die Negation (übrigens völlig unmöglich für eine Schlagzeile): Jeder Dritte Europäer würde Obama NICHT wählen und deshalb würde er in den USA Präsident, ….

Wenn jeder Dritte einen wählt, dann hat man 33% der Wählerstimmen und nicht 75%, wie es weiter im Text heißt.
ErGoggelt man die Sache ein bißchen, kommt man drauf, dass schon vor Tagen nach der „Transatlantic Trends“ Umfrage gemeldet wurde, dass die Europäer Obama wählen würden wenn auch die erhobene Zahlen nicht ganz den im Heute kolportierten 75% entsprechen:http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5j9NwiAPMiGW6dadCR47VKpuocIVA?docId=CNG.dba1457e25dcd69993828012efeb188b.801 http://derstandard.at/1345166955572/Europaeer-wuerden-Obama-waehlen http://www.bernerzeitung.ch/ausland/amerika/Mehrheit-der-Europaeer-wuerde-Obama-waehlen/story/21657639

Egal, wir lernen hier:
Erstens sind unsere PISA-Ergebnisse in Mathematik nachvollziehbar und
Zweitens sind Redakteure, die Druckwerke kritisch überfliegen, ehe die Druckpresse angeworfen wird,
HEUTE dem Sparstift zum Opfer gefallen.

Written by medicus58

18. September 2012 at 18:16

Obama Care -oder wie sich eine Schicht verleugnet

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Jetzt ist das US-amerikanische Gesundheitssystem in vielen Aspekten nicht mit dem europäischen vergleichbar und beim Kampf um 
Obamas Gesundheitsreform (Obama Care) 
geht es (wie immer in ökonomischen und/oder politischen Diskussionen im Gesundheitssytem) mehr um prinzipielle gesellschaftliche Probleme als um die Medizin.

Trotzdem möchte ich -ohne den Versuch einer detailierteren Auseinandersetzung (siehe Links)- mit dem Problem kurz darüber reflektieren:

Prinzipiell geht es um die Frage, ob eine Gesellschaft ihre Mitglieder (per Strafe) verpflichten kann, sich solidarisch an der Gesundheitsversorgung aller zu beteiligen.

Es besteht kein Zweifel, dass Solidarität kurzfristig denen was bringt, die wenig haben und denen was kostet die mehr haben.

Da in praktisch allen Gesellschaften Kapitals (gerechter oder ungerechter Weise sei nun einmal dahin gestellt) sehr asymmetrisch verteilt ist und sich bei etwa 10% der Bürger konzentriert (USA: oberne 10% haben 60%), ergibt sich zwangsweise, dass durch solidarische Maßnahmen immer die Mehrheit der Bevölkerung profitiert.

Individualistische Ansätze, die eine Versicherungspflicht/Pflichtversicherung im Gesundheitswesen  als Bevormundung sehen, haben offenbar keine Probleme, dass sie zu einer KFZ Haftpflicht verdonnert sind, um Schäden, die sie anderen verursachen, abzudecken, also warum das Geschrei im Gesundheitswesen?

An dem Problem, weshalb also die Mehrheit der Wähler in demokratischen Ländern (aus der ökonomischen Unter- und Mittelschicht) gegen ihre offenkundigen Interessen mobilisierbar ist, haben sich schon viele den Kopf zerbrochen.

Ein rezenter und sehr popolärwissenschaftlicher, d.h. von vielem soziologischen Kauderwelsch befreiter Versuch ist Ulrike Herrmanns Buch: Hurra, wir dürfen zahlen: Der Selbstbetrug der Mittelschicht
(http://www.amazon.de/Hurra-wir-d%C3%BCrfen-zahlen-Mittelschicht/dp/393806045X) in dem sie zum Schluß kommt, dass 

einerseits in unseren Gesellschaften die wahre Verteilung des Kapitals so geschickt steckt wurde, dass sich (auch in Umfragen) viele des Mittelstandes nur einen kleinen Schritt von der Oberschicht entfernt wähnen und sich somit eher nach oben als nach unten solidarisieren und

andererseits in Krisenzeiten
die Angst des Mittelstandes aus seiner Position in die Unterschicht abzurutschen, so groß ist, 

dass er sich immer aggressiver von den 
illegalen Einwanderern, 
Immigranten,
Arbeitslosen,
Hilfsarbeitern,
alleinerziehenden Müttern,
Praktikanten und
projektfinanzierten Ich-AGs 
distanziert, um sich genen seinen eigenen Fall zu immunisieren
(„Die sind ja selber Schuld, mir kann das nicht passieren„). 

Bedenkt man aber die langfristigen Konsequenzen einer entsolidarisierten Gesellschaft (steigende Kosten durch zu späte Therapiemaßnahmen, steigende Ausgaben gegen individualkriminalität, steigende Kosten für Propagande, wenn Sein und Schein weiter auseinander driftet ,…), 
kommt Solidarität der gesamten Gesellschaft billiger.

Dazu passend, eine rezent veröffentlichte Studie zur  „sozioökonomische Struktur der PKV-Versicherten“ in Deutschland (http://www.wip-pkv.de/veroeffentlichungen/studien-details/studien-ansicht/detail/studien-uid/135.html) die zeigte, dass es nicht die „Reichen“ sind, die in Deutschland eine Privatversicherung haben: 
Nur 20 % aller PKV-Versicherten hatten im Jahr 2008 Einnahmen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze (4.012,50 Euro/Monat). Damit kann widerlegt werden, dass in der PKV hauptsächlich Personen mit hohen Einkommen versichert sind.

Diese Analyse wurde vom Wissenschaftlichen Institut der PKV erstellt, so dass die Autoren selbstverständlich zu einer anderen Schlußfolgerung kommen, als Sie hier lesen können:

Wer wirklich reich ist, pfeift auf eine private (Zusatz-)versicherung, der zahlt das alles ganz locker in bar, Solidarität kommt den anderen zugute. 

Solange die Mehrheit unserer (aber natürlich auch der US-amerikanischen) Gesellschaft nicht begreift, dass sie gegen ihre Interessen instrumentalisiert und manipuliert  wird, wird sie für die Kollateralschäden der Entsolidarisierung aufkommen müssen.

Links
http://de.wikipedia.org/wiki/Obamacare#Gesundheitsreform_2010 
http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=9846&thema=Armut_und_Reichtum_in_den_USA 

Republikanische Sicht: 
Through legislative mandates, ObamaCare requires private citizens to purchase health insurance, involuntarily fund abortions, and pay for sex offenders to use Viagra under the threat of legal sanctions if they do not

If a mandate was the solution, we can try that to solve homelessness by mandating everybody to buy a house.“

http://www.conservapedia.com/ObamaCare

Es war einmal

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Vor vielen Jahren, da saß ein Milliardär nicht am Pool einer saudiarabischen Villa sondern irgendwo im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan vor dem Fernseher und beobachtete, wie die brennenden Twin Towers rauchend in sich zusammen fielen. Dies geschah im Lande seines ehemaligen Verbündeten im Kampf gegen die sowjetischen Besatzers Afghanistans.

Vor wenigen Tagen, da saß ein Farbiger nicht in einem Blueslokal und trank Miller light sondern im Weißen Haus vor dem Fernseher und beobachtete, wie ein Militärkommando auf seinen Befehl hin den unbewaffneten saudiarabischer Milliardär exekutierte. Dies geschah in einem befreundeten Land, in das zwar Unsummen an Militärhilfe flossen, das aber nicht von der Aktion informiert wurde.

Schon 2009 beschloss das norwegische Nobel-Kommitee dem Farbigen für seine außergewöhnlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und zur Zusammenarbeit zwischen den Völkern den Friedensnobelpreis zu verleihen. 
Als US-Präsident hat Obama ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen. Multilaterale Diplomatie ist wieder ins Zentrum gerückt, ein Schwerpunkt ist dabei die Rolle, die die Vereinten Nationen und andere internationale Institutionen übernehmen können. Dialog und Verhandlungen werden als vorrangiges Mittel angesehen, um selbst die kompliziertesten internationalen Konflikte zu lösen.

Es kommt nur sehr selten vor, dass eine einzelne Person es in dem Maße wie Obama schafft, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich zu ziehen und den Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben. Sein Verständnis von Diplomatie gründet sich auf der Überzeugung, dass diejenigen, die in der Welt den Ton angeben, dies auf der Grundlage von Werten und Maßstäben tun, die der Großteil der Erdbevölkerung teilt.

Seit 108 Jahren bemüht sich das norwegische Nobel-Komitee darum, eben diese Art der internationalen Politik und diese Maßstäbe zu fördern, für die Obama nun als weltweit größter Fürsprecher steht. Das Komitee macht sich Obamas Aufruf zu eigen, dass ’nun die Zeit für uns alle gekommen ist, unseren Teil der Verantwortung zu übernehmen, um eine globale Antwort auf globale Herausforderungen zu finden’.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,654188,00.html

 

Written by medicus58

7. Mai 2011 at 08:02

Veröffentlicht in Allgemein

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