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Ä-Kammerwahlen 2017: Wer wird Österreichs Präsident?

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Die Tiroler haben es schon getan
(Wechselberger verteidigt Absolute bei Ärztekammer-Wahl),
die Oberösterreicher werden es offenbar tun
(Ärztekammer-Wahl: Freie Bahn für Niedermoser),
also den amtierenden Präsidenten der Landesärztekammer wieder wählen,
beide Links nicht ganz zufällig aus den OÖ Nachrichten.

Aus diesem Grunde hat dieser Blog auch die Homepages dieser beiden Kandidaten analysiert:

Bischt a Tiroler Arzt …
O-ho, Pro Medico

Auch der amtierende NÖ ÄK Präsident Reisner scheint gute Chancen zu haben wiedergewählt zu werden,
und hat auch gleich noch als Turbo ein von ihm initiiertes Volksbegehren gestartet
(Volksbegehren „SOS Medizin“: Erste Hürde geschafft, 8.3.2017, 9:45 Uhr).
Seinen Webauftritt für NÖ (ja in Wien kandidiert er auch noch) findet sich hier: Doppelt gemoppelt: Engagiert Reisner  

Von allen dreien ist bekannt, dass sie sich um die Präsidentenwürde in der Österreichischen Ärztekammer bemühen.
Dazu kommen noch aus Wien Steinhart, der ewige Zweite hinter dem ehemaligen ÖÄK Präsidenten Dorner und jetzige Vorsitzende der Vereinigung, Szekeres, der aktuelle Präsident der WÄK, der nun statt als Kandidat der sozialdemokratischen Ärzte auf einer eigenen Liste antritt. Beide, vor allem jedoch Steinhart haben, sollten sie in Wien gewählt werden, auch Phantasien für die ÖÄK.

Gestern war ist Weltfrauentag und die Presse hat schon früher die Vorsitzende der erstmals antretenden Liste Asklepios Union, Anna Kreil als mögliche Kammerpräsidentin Wiens vorgestellt, aber im Gegensatz zu den beiden Vorgenannten hat diese noch nicht den Anspruch auf die ÖÄK gestellt.
Durchaus Chancen auf eine Landespräsidentschaft hat, die ebenfalls in der Ärztegewerkschaft Asklepios aktive Petra Preiss (Ärzteverband), nachdem der amtierende Kärntner ÄK Präsident das Handtuch warf, obwohl er erst bei der letzten Wahl seinen Vorgänger Haas vom Thron gestoßen hatte. Die ÄK in Kärnten ist augenblicklich noch vor Wien die wohl zerstrittendste.
Weltfrauentag hin oder her, da wird wohl eher eine Frau Trainerin des Fußballnationalteams als ÖÄK Präsidentin, vorerst jedenfalls.

Der neue Präsident der Österreichischen Ärztekammer wird nach den Landeswahlen in den Ländern am 23. Juni in der konstituierenden Vollversammlung in Bad Hofgastein aus dem Kreis der neun Landes-Präsidenten gewählt.
Wie schon öfters hier bemerkt, scheint das aber die Wähler in den Ländern niemanden zu interessieren,
obwohl für eine Reihe von essentiellen Gesundheitsthemen:
15a-Vereinbarungen über PVC (PrimärVersorgungsCentren, der neue Überbegriff alle Organisationsformen des PHC)
ÖSG, Österreichischer Strukturplan Gesundheit
prä- und postpromotionelle Ärzteausbildung, …. etc.
die Österreichische Ärztekammer – wenn überhaupt – der wesentliche Ansprechpartner auf Bundesebene ist.

Hat irgendjemand in der Vergangenheit bemerkt, dass sich die örtlichen Landwirtschafts-, Wirtschafts- oder Apothekerkämmerer wesentlich in eine bundesweite Debatte eingemischt hätten?

Begreift irgendwer unter den Ärzten endlich, dass unsere föderale Zersplitterung vielleicht auch einen Grund dafür darstellt, dass in Österreich viele gesundheitspolitische Entscheidungen ohne echte Mitsprache von uns Ärzten fallen und dann aus den Landeskammern nur mehr ein – meist vergebliches –  „Njet“ zur Schadensbegrenzung kommen kann.

Ich wünsche mir schon bei den Wahlen zu den Landesärztekammern ein etwas größeres Interesse an dem, was in der ÖÄK so abläuft, denn das ist mit großer Wahrscheinlichkeit bedeutsamer, als das was im regionalen Referat zur Kurmedizin so ausgedealt wird.  

O-ho – Pro Medico

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promedico

Peter Niedermoser, seit 2005 Kammerpräsident der OÖ ÄK, mal mit mal gegen seinen Landeshauptmann, nun sicher ohne ihn, also den alten …
Offenbar ungefährdet im eigenen Land (
Ärztekammer-Wahl: Freie Bahn für Niedermoser), in der ÖÄK bereits fest verdrahtet hat er große Ambitionen auf den Sessel des ÖÄK Präsidenten. Zwar mir unverständlich, wenn man sich in Erinnerung ruft, was er in der Vergangenheit so von sich gegeben hat (Niedermoser: Who’s side are you on), sich in Erinnerung ruft, dass er maßgeblich die aktuelle (modulare) Ärzteausbildungsordnung mit dem Bundesministerium verhandelt hat und zu welchem Kraken sich die von ihm geleitete Arztakademie entwickelt.
Grund genug aber hier seinen Wahlauftritt zu analysieren. In OÖ wird am 3. April gewählt, die Wahlkarten gehen in wenigen Tagen zur Post.

EIN BEWÄHRTES TEAM FÜR IHRE ANLIEGEN
WIR KANDIDIEREN WIEDER!
seit Jahren kampferprobt
Wir wissen fast alles, was Sie beruflich benötigen.
Sie wissen, was wir geleistet haben.
Sehr viel ist gelungen, manches braucht noch seine Zeit.
Wir sind ein Team – kurienübergreifend!

Ich stehe für: Nicht raunzen, sondern verändern!

Spitalsärztepaket: deutliche Verbesserung der Grundgehälter und der Nachtdienstzuschläge

Vorbildliche Umsetzung KAAZG: gute Erfolge unseres Verhandlungsteams beim Bund und rasche vorbildhafte Umsetzung in OÖ

Solidarpool: solidarischer Ausgleich ungleicher Sondergebühren auch für Ausbildungsärzte

Gleichstellung TÄ in Ausbildung zum AA: kein Unterschied in der Bezahlung

Ausbildungszertifikat und Turnusevaluierung: Idee und Umsetzung der Evaluierung, Ausbildungszertifikat als Ausweis einer guten Ausbildung

Fixierung Lehrpraxisfinanzierung: OÖ ist jenes Bundesland wo die Finanzierung gesichert ist

Reduktion der Diensthäufigkeiten bei gleichzeitiger Anhebung Honorierung 

Erfolgreiche Umsetzung der BSC mit der OÖ GKK mit österreichweiten höchsten Honorarabschlüssen. Rund 20% Honorarsteigerung bei knapp 11% Inflation

Start der Überarbeitung des Honorarkatalogs: Reduktion der sechs Nachkommastellen durch Aufrundung auf zwei, einzelne Neuerungen bei Leistungen

Verhinderung der Umsetzung der 15a und VUG Beschlüsse durch Abkommen mit der OÖGKK

Erfolgreiche Abwehr der Gesundheitsreform 2012/13 mit wirksamen Streik am 16.1.2013 mit österreichweitem Erfolg

Dammbruch bei Limit und Rabattbestimmungen – Anhebung des 33% Limits von (Wert 2014)
€ 49.690 auf € 55.450.- (also auf durchschnittliche FA-Praxis)

Erfolgreiche Streik und Kündigungsandrohung. OÖ Vereinbarung mit der OÖ GKK zum VUG und damit wieder ein Verhandlungsniveau auf Augenhöhe mit der Gebietskrankenkasse

Abschaffung des Gruppenpraxislimits

WAS WIR IN DEN LETZTEN JAHREN ERREICHT HABEN
Eine starke geeinte Ärzteschaft
Ausbau des ärztlichen Einkommens – deutlich über der Inflationsrate gelegen Abschlüsse bei allen Ärztegruppen und auch den Sondergebühren
Gesundheitspolitische Kompetenz
Sparsame Kammerverwaltung trotz zusätzliche Beratungsleistungen
Optimale Umsetzung des Krankenanstaltenarbeitszeitgesetzes
Konzepte für neue Zusammenarbeitsformen
Stabile und sichere Pensionen

WAS WIR FÜR DIE NÄCHSTEN JAHRE FORDERN
Für mehr Respekt und Anerkennung der ärztlichen Leistungen.
Mehr Geld für das Gesundheitssystem
Absicherung und Ausbau der ärztlichen Einkommen
Arbeitsplatzsicherheit
Neue innovative Formen der Vernetzung auf allen Ebenen
Vernünftige Integration der Privatmedizin
Ausbau familiengerechter Arbeitsbedingungen
Konzepte für Möglichkeiten einer längeren beruflichen Tätigkeit

Link: http://www.pro-medico.at/
Vereinigung Österreichischer Ärzte – Landegruppe Oberösterreich
Sperlstraße 9 4040 Linz

Design: ? offenbar professionelle Agentur, ebenso wie die gleichnamige Zeitschrift Pro Medico, die vom Verein der „Freunde der Vereinigung österreichischer Ärzte, Landesgruppe Oberösterreich“herausgegeben wird und dessen Obmann ebenfalls Niedermoser ist

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Written by medicus58

8. März 2017 at 07:00

Veröffentlicht in Ärztekammerwahl 2017, Gesundheitssystem

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Niedermoser: Who’s side are you on

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niedermoser_peter kopie

Peter Niedermoser (http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Niedermoser) war schon mehrfach Gast dieses Blogs, so dass wir uns einmal etwas systematischer mit dem OÖ Ärztekammerpräsident und den verschiedenen Facetten seiner Aktivitäten in Sachen Ärzteausbildungbeschäftigen wollen. Nicht so sehr, weil er wundersamerweise bei seinen oö Kollegen so beliebt ist, dass sie ihn schon als Turnusärztevertreter und bereits mehrfach als Kammerpräsident wiedergewählt haben, sondern weil er sich – meiner persönlichen Meinung nach – zu einer höchst problematischen Schlüsselfigur der Ärzteausbildung entwickelt hat.

Natürlich wäre es einfach mit einem Scherzchen zu beginnen, dass sich sein Verhalten mit seinem klinischen Fach, der Pathologie, schlüssig erklären ließe, jedoch lohnt es sich, sich ernsthafter mit seiner Rolle zu beschäftigen.

Bis zu seiner Promotion 1989 konnte sich der 1962 Geborene offenbar soausgiebig mit der universitären Ausbildung beschäftigen, dass sich der jetzige Oberarzt an der Pathologie der Barmherzigen Schwestern in Linz als Experte für ärztliche Aus- und Weiterbildung wähnt und es ihn in den Bildungsausschuss der Österreichischen Ärztekammer(aktuell Stv. Vorsitzender) und seit 2013 als Präsident des wissenschaftlichen Beirats in die Akademie der Ärzte zog.

Für die Uneingeweihten: Bei der Akademie der Ärzte(http://www.arztakademie.at/home/wir-ueber-uns/mission-paper/) handelt es sich NICHT, wie weiland in der DDR (http://de.wikipedia.org/wiki/Akademie_f%C3%BCr_%C3%84rztliche_Fortbildung_der_DDR) um eine „dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellte Einrichtung für die die Weiterbildung im Gesundheits- und Sozialwesen“ sondern um das „Bildungsforum der Österreichischen Ärztekammer und eine Expertenplattform für DFP, Arztprüfungen und ärztliche Fort- und Weiterbildung!„, die aber unter Kontrolle des Bundesministeriums steht. Standespolitisch wollte die ÖÄK gewissen Freiheiten „im übertragenen Wirkungsbereich“ nicht aufgeben und verhindern, dass das Bundesministerium direkt auf diese Agenden Zugriff hat.
Diese (aktuell) als „gemeinnützige GmbH“ geführte Ausgliederung der Österreichischen Ärztekammer vermag sich trotz saftiger Prüfungs- und Akkreditierungsgebühren trotz initial anderslautender Versicherungen nicht selbst finanzieren sondern erhält sich überwiegend durch Kammerbeiträge und sonstige Zahlungen der österr. Ärzteschaft.
Letztendlich hat das Bundesministerium als Behörde weiterhin das Recht Aus- und Weiterbildungsagenden vorzuschreiben, aber daneben erlaubt diese Struktur der ÖÄK Spezialdiplome für „KOMPLEMENTÄRE MEDIZIN DIAGNOSTIK UND THERAPIE NACH DR. F.X. MAYR“ oder für „HOMÖOPATHIE“ (für 44-88€ pro Diplom) unter die Kollegenschaft zu bringen.

Das jetzt kräftig medial bejubelte, interhalb der einzelnen Fachdisziplinen jedoch zum Teil sehr heftig abgelehntepostpromotionelle Ausbildungscurriculum hat Niedermoser in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Bundesministerium ausgebrühtet und (auch wenn nach den letzten Wahlen er vom Vorsitz im Bildungsausschuss in die Arztakademie wechseln musste) inzwischen durch alle Gremien der ÖÄK gebracht.
Nur ein Schelm glaubt, dass die in dem Entwurf an allen Ecken und Enden ein- und angeführten „Spezialisierungen“ irgendwetwas mit seiner Zätigkeit in der Österr. Akademie der Ärzte zu tun hat, die langsam zur Gelddruckmaschine „Ärztefortbildung“ nach US-amerikanischem Vorbild(https://medicus58.wordpress.com/2013/04/26/gelddruckmaschine-arztliche-fortbildung/erweitert wird:
Ärzteprüfungen (405 € für den Allgemeinmediziner),
DFP-Fortbildungsprogramme,
ÖÄK Spezialdiplome,
ÖÄK Zertifikate,
ÖÄK-CPD für Gesundheitsökonomie oder Qualitätsmanagement,
e-Learning …

Einen Übeblick finden Sie auf der HP www.arztakademie.at, wo sie auch gleich über ein liebevoll Adventorial genannte Einschaltung der Erste Bank finden, die wiederum gerne ihre Versammlungsräume für verschiedene Sitzungen der Arztakademie zur Verfügung stellt …

Aber zurück zur Person Niedermosers, der neben seinen bisherigenTätigkeiten in der OÖ ÄK noch Zeit findet
Leiter folgender ÖÄK-Referate
Grundlagenarbeit und gesundheitspolitische Analysen
Lehrpraxis
Kurmedizin und Wellness
Qualitätssicherung und Management
zu sein und
„Mitglied in div. Gremien und Arbeitskreisen im Ministerium“ ist (http://www.aekooe.or.at/cms/fileadmin/AErztekammer/Lebenlaeufe_Funktionaere/Lebenslauf.pdf)

Für seine Medienkontakte ist seine Verbindung mit einer Journalistin des Volksblatts sicher auch nicht hinderlich, die wiederum 2009 von der Oberösterreichischen (!) Apothekerkammer für besondere journalistische Leistungen im Gesundheitsbereich ausgezeichnet wurde (http://derstandard.at/1246541277616/Valentin-Ladenbauer-Journalistenpreis-2009-fuer-derStandardat-Gesundheit).

Niedermosers Engagement für die ärztliche Fortbildung brachte ihn natürlich auch an die Linzer Meduni:

Selbstverständlich unterzeichnete er beim Verein „Förderer der Meduni Linz OÖ“ (http://www.meduni-linzooe.at/home/) verlinkte dessen HP auf der offiziellen HP Der OÖ Ärztekammer. Bereits im Vorfeld trommelte er in seiner Eigenschaft als Präsident in der Arztakademie in Interviews für die Notwendigkeit“ einer Linzer Meduni
(http://medmed-dev36-1.aura-software.com/2013/niedermoser-interview/) und ist Mitglied im

Praktisch, dass auch das Volksblatt (http://www.meduni-linzooe.at/_data/container/container_21/Pdf.52/Volksblatt_5.3.2014_001.jpg) darauf hinweisen kann, dass die GESPAG, der Spitalsträger des Landes OÖ (wie schon das Burgenland) 94 € der Teilnahmegebühr für die Paukerkurse vor den Medizin-Aufnahmetests fördert, natürlich nur für Oberösterreicher.

Niedermoser hat sicher kein Problem damit, dass man Maturanten ein bißchen zur Kasse bittet, wenn er schon Medizin studieren will, denn in dem oben verlinkten interview hat er ja auch zugegeben, dass er nicht mehr zu seiner früheren Meinung steht, dass man für die Arztprüfungen nicht extra lernen muss, wenn man gut ausgebildet ist, sondern ruhig was dazulernen soll: Bei Kammerveranstaltungen verteidigte er gerne sein modulares Ärzteausbildungssystem, weil „wir uns ja alle selbst belogen haben, wenn wir glaubten einen Facharzt in allem ausbilden zu können“ und schloss mehrfach mit den Worten, dass „sich der fertige Facharzt halt dann die Qualifikationen (Module) zukaufen (sic) muss“, die er im Rahmen der Fachausbildung jetzt nicht hat [weil er auf Wunsch der Landespolitiker halt in einem kleinen Spital ausgebildet wurde das das nicht anbieten kann!].

Niedermoser hat also ein lückenhaftes, pardon modulares Ausbildungssystem für Ärzte durchgeboxt, das in Zukunft den Bedarf nach den von „seiner“ Arztakademie angebotenen „Zertifikaten und Diplomen“ steigern wird und war eine wesentliche Triebfeder dafür, dass durch das regionale Prestigeprojekt Meduni Linz genügend „studierte Mediziner“ produziert werden, denen wenig „Prügel in den Weg gelegt werden sollen, damit sie nach dem Facharztabschluss rasch ins EU Ausland emigrieren können“.

Da drängt sich mir schon die alte Frage Matt Biancos auf:
Who’s side are you on?
Weitere Links zum Thema:

Niedermoser: „Wir passen die österr. Ausbildungsordnung an die deutsche an, damit für die migrationswilligen österreichischen Kollegen keine Schwierigkeiten entstehen.“
Bei uns im Gesundheitswesen ist täglich Fasching
http://wp.me/p1kfuX-Ls

Niedermoser lädt vor drei Jahren im Zuge der tschechischen Ärztestreiks die dortigen Kollegen ein in Österreich freie Arztstellen einzunehmen: So sparen im Gesundheitssystem
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33516

Ärzteausbildung revisited oder leckt’s mich am 15a
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=103603

Die Uni brennt und im Spital raucht’s auch http://wp.me/p1kfuX-fK

Written by medicus58

13. März 2014 at 16:00

Bei uns im Gesundheitswesen ist täglich Fasching

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Fasching

 

Wenn heute 3.2.2014) der KURIER in einem kurzen Artikel
Rezepte gegen Flucht der Ärzte fordert:
http://kurier.at/meinung/kommentare/innenpolitik/rezepte-gegen-flucht-der-aerzte-gefordert/54.013.746

und ein Leserkommentar forsch fordert

ich gehe soweit, dass ärzte, die nicht am land arbeiten wollen, überhaupt die approbation entzogen werden sollte, denn denen gehts eben NICHT um für die patienten da zu sein, das ist ja ortsunabhängig, sondern um alles andere.

Während letzte Woche bei einer Veranstaltung der Österr. ÄrztekammerPräsident Niedermoser die neue Ärzteausbildung damit verteidigt, dass

wir sie an die deutsche angepasst haben, damit den migrationswilligen österreichischen Kollegen keine Schwierigkeiten entstehen.

Ja, das ist dieser Ärztekammervertreter, der bereits vor drei Jahren im Zuge der tschechischen Ärztestreiks die dortigen Kollegen eingeladen hat in Österreich freie Arztstellen (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33516) einzunehmen!

Wenn man dann von deutschen Strategien gegen den Ärztemangel folgendes Lösungsszenario aus der IT-Ecke liest:

So könnte es bald deutschlandweit funktionieren: Zuhause haben Patienten mit Herzschwäche eine Waage, sowie ein EKG- und ein Blutdruckmessgerät. Täglich messen sie ihre Werte und leiten die Daten von ihrem Wohnort auf dem Land in Brandenburg an die Berliner Charité weiter. Von dort können Ärzte und Pfleger telefonisch eingreifen, in Absprache mit Ärzten vor Ort etwas an der Medikation ändern oder einen Notarzt losschicken.

http://www.news.de/gesundheit/855507166/strategien-gegen-aerztemangel-auf-dem-pruefstand/1/
Dann wissen wir, im Gesundheitssystem ist der Fasching am kommenden Aschermittwoch sicher nicht vorbei. Setzen wir uns unsere Pappnasen auf, trinken wir uns in Stimmung und hofen auf eine lange Gesundheit und ein akutes Ableben dann, wenn es am Schönsten ist.

Link: Ärzteausbildung revisited oder leckt’s mich am 15a http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=103603

Written by medicus58

3. März 2014 at 07:15

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