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Natürlich ist die Erde eine Scheibe

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Natürlich ist die Erde eine Scheibe, das kann Ihnen jede Ameise bestätigen.

Es gibt kluge Abhandlungen, die der Frage nach gehen, ab wann der Menschheit das Gegenteil bewusst wurde, jedenfall lange vor Magellan.

Für den Großteil der Menscheit ist es aber in ihrem Alltag egal, ob sie das anerkennen, Hauptsache ihr GPS kennt sich aus. Überschätzen wir nicht welche Fehleinschätzungen im Alltag einfach weggemittelt werden und folgenlos bleiben.

Wir sind von zahllosen, völlig schwachköpfigen Meinungen und Überzeugungen umgeben, mit denen viele sehr gut im Alltag zurecht kommen und niemand regt das auf.

Weshalb entbrennt dann gerade zum Thema Covid und Impfung ein Glaubenskrieg und die Rufe nach Schauprozessen werden unüberhörbar?

Jeder Kopffüßer, der noch vor zwei Jahren bei jedem viralen Infekt wahlweise Antibiotika oder Homöopathika in sich hineinstopfte, ahndet Zweifel an Drostens Nebensätzen mit dem Ruf nach Impfzwang, als wäre es die Leugnung der jungfräulichen Empfängnis.

Es beschleicht einen das beklemmende Gefühl, dass die heftigsten Prediger der Wahrheit nur so laut brüllen, um ihre eigenen Zweifel zu überdröhnen.

So gesehen haben wir uns wieder einige Jahrhunderte zurückbewegt, wo mittelalterliche Propheten und Selbstgeissler durch die Straßen zogen und unbarmherzig anderen ihre Wahrheit aufzwingen wollten.

Etwas mehr Gelassenheit täte gut, weil uns die Geschichte lehrt, dass es immer zu allem und jedem einen unausrottbaren Bodensatz an Unbelehrbaren gab, denen man weder durch Scheiterhaufen noch durch Gulags Herr werden konnte.

Natürlich kann mancher Unbelehrbarer die eigene Gesundheit gefährden, aber das ist nicht auf Covid beschränkt. Wenn Sie geimpft und unter 60 sind, ist für sie ein Impfverweigerer ein geringeres Risiko als ein betrunkener Autofahrer.

Wenn Menschen SarsCov2 jetzt als normale Grippe bezeichnen, sind sie nur ihrer Zeit etwas voraus, denn so wird es wohl enden.

Wenn Sie aber weiterhin schrill jeden beschimpfen, der nur einen Millimeter von ihrer Meinung abweicht, dann sollten Sie sich einmal fragen, wie sicher Sie sich Ihrer eigenen (?) Meinung eigentlich sind.

Written by medicus58

25. Juli 2021 at 09:58

Anonymität im Netz: Cui bono?

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Sicherheit
dagegen läßt sich nichts sagen, 
sicherlich.

Jede Einschränkung, jeder Strip am Flughafen, der x-te Sicherheitscode auf unseren Kreditkarten dient doch nur zu unserer Sicherheit.

Mit dem Verweis unsere scheinbare Unsichheit zu vermindern, vermehren die Mächtigen stets nur unsere Ohnmacht!

Viele Argumenten für das Recht auf eine Anonymität im Netz, wurden in den besseren Feuilletons unserer Presse bereits vorgebracht:

Das Internet ist das unanonymste Medium der Menschheit. Jede kleinste Aktion wird, technisch bedingt, irgendwo mitgespeichert, jeder Nutzer wird gleich von mehreren Stellen im Netzwerk erkannt, jeder Aufenthaltsort ist nachvollziehbar. Dennoch kommen seitens der Politik immer wieder Forderungen auf, den „rechtsfreien Raum Internet“ noch stärker zu überwachen und Anonymität unmöglich zu machen – obwohl man längst nur noch gegenüber dem Durchschnittsnutzer anonym ist, nicht aber gegenüber dem Staat oder dem Internetprovider.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/anonymitaet-im-netz-keine-angst-vor-der-freiheit-11861210.html 

Die 37 Millionen Mails, die der Bundesnachrichtendienst im Jahr 2010 ohne nennenswerten Ermittlungserfolg durchschnüffelte, die wahllose Handy-Ortung bei den Dresdner Anti-NS-Demonstrationen im vergangenen Jahr, sind wenig Anlass, dem staatlichen Vordringen in die vom Fernmeldegeheimnis offenbar schwach geschützte Privatsphäre gelassen zuzusehen.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/anonymitaet-im-netz-die-macht-der-namenlosen-11728841.html

Ein Argument fehlt jedoch:

Wie schon in meinem Beitrag Warum pfeifen die Spatzen nicht oder pfeifen sie schon drauf? (http://wp.me/p1kfuX-jg) ausgeführt, verbieten verschiedene gesetzliche Regelungen, dass die subjektive Wahrheit gesagt werden kann.

Das in dem Beitrag angesprochene Beamtenrecht verbietet eine namentliche Meinungsäußerung zu vielen gesellschaftlichen Themenkreisen, so dass dem parteipolitischen Standpunkt der Machthaber keine Korrektur entgegengestellt werden kann.
Verstehen Sie mich richtig, natürlich muss die subjektiv empfundene Wahrheit nicht näher an der Realität sein, als der Pressedienst öffentlicher Stellen, jedoch funktioniert die öffentliche Meinungsbildung nur dann, wenn möglichst alle Argumente, richtige wie falsche, bekannt sind.

Auch die ansonsten interessante Recherche des Falter über Netzanonymität(http://www.falter.at/falter/2012/11/06/die-tater-hinter-der-tastatur/) negiert diesen Aspekt.

Stöbert man die besseren Online-Foren unserer Medien durch, dann finden sich unter den üblichen Trolligkeiten auch immer wieder Beiträge, die ganz offenkundig von „Insidern“ verfasst werden. Auch in der Privatindustrie können sich viele Mitarbeiter namentlich kaum ohne Verletzung ihrer Arbeitsverträge zu Vorgängen in ihren Betrieben äußern. 

Selbst der Vorstand börsennotierter Firmen läuft in Gefahr von seinen Aktionären geklagt zu werden, wenn seine Stellungnahmen – auch wenn sie faktisch richtig sind, den Aktienkurs gefährden …

Verbieten wir die anonyme Meinungsäußerung im öffentlichen (und virtuellen) Raum, dann führt dies zu einem Informationsverlust zu Gunsten derer, die bereits jetzt die Kontrolle über die Meinungsbildung innehaben.

Die individuelle Prüfung, ob es sich bei einer Behauptung um einen persönlich als wahr empfundenen Inhalt handelt, bleibt uns ohnehin nicht erspart. 
Da ist es gleichgültig ob die Äußerung mit einem Kürzel, dem Namen einer Person oder einer Zeitungsredaktion gekennzeichnet ist. Wie wir gesehen haben, kann sich im letzten Fall auch Copy and Paste Schwachsinn verbergen (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35333),

Vielfalt kann gefährlich sein, 
Kontrolle durch die Mächtigen ist es immer!

Links:

Sicherheit im Netz:
Das Internet ermöglicht unterschiedlich weitgehende Formen der Anonymität. Eingeschränkt wird diese beispielsweise dadurch, dass bei jeder Kommunikation im Internet eine IP-Adresse mitübertragen wird.
http://de.wikipedia.org/wiki/Anonymit%C3%A4t_im_Internet

Written by medicus58

12. November 2012 at 07:18

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