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Reisen bildet

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Ist gar nicht so einfach unter all den Online-Übersetzern einen zu finden, der einem mitteilt,
was uns der „Fleischlaberl-Brater“ mit dem schottischen Namen in seiner Niederlassung auf http://www.schiphol.nl/ da sagen will. ..

„Verfrisser“
wird auf http://denl.dict.cc/ gar nicht
auf http://translate.google.de wenig ergiebig
als „Fresheners“
und schliesslich auf http://www.cengolio.com/uebersetzung-niederlaendisch-deutsch und
http://de.pons.eu/textuebersetzung/
als Lufterfrischer

bzw. zusätzlich auf http://www.uitmuntend.de/ auch
als Luftverbesserer übersetzt.

Na angesichts der fettriefenden Rinderbuletten (für allfällig norddeutsche Leser, denen das Wiener Fleischlaberl fremd ist),
die man in diesen „Family Restaurants“ erstehen konnte,
erschien mir meine eigene, spontan assoziierte Übersetzung in die deutsche Sprache treffenden ….  VIELFRESSER

egal, ich versuchte mich ohnehin nur mit etwas Koffein auf einer ca. 30-stündigen Heimreise von Santa Cruz (Galapagos) wach zu halten
… und dort, dort gibts noch keinen McDonalds,
…. noch …

Written by medicus58

26. August 2012 at 13:39

Apfeltasche mit Melange

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Ist Ihnen sicher auch schon aufgefallen:

Äußert man bei irgendwelchen internationalen Fast Food Ketten (McDonalds, BurgerKing, KFC, …. und so) seinen Kaufwunsch („einen Tripple Cheese Burger mit Grukerl und Mayo“), dann sind die Mitarbeiter offenkundig strengstens dazu angehalten, Ihren Einkauf zu maximieren.

Dabei geht es nicht, wie bei dem sprichwörtlichen „Darf’s a bisserl mehr sein“ des kleinen Fleischhauers, der ihnen so 14 statt der verlangten 10 dag „Extra“ anhängen will, um ein „Mehr des Verlangten“, sondern um das Wecken eines zusätzlichen Kaufwunsches:

Vielleicht eine Apfeltasche dazu?

 OK, US-amerikanischer Konsumzwang, wisssen wir eh.

Szenenwechsel: Seit Jahren wieder im Cafe Landtmann (http://de.wikipedia.org/wiki/Caf%C3%A9_Landtmann), einem der elegantesten und größten Café-Localitäten Wiens

Zugereisten oder Noch-nie-da-gewesenen sei erklärt, dass es zum artabhebenden Merkmal des Wiener Kaffehauses gehörte, dass man sich dort bei einem kleinen Braunen, der selbstverständlich mit einem Achterl Leitungswasser serviert wurde, stundenlang durch die ganze Weltpresse lesen konnte. Also war das Wiener Kaffehaus praktisch die Antithese zum US-amerikanischen Ketten-Konsumismus.

Gestern also, vernahm ich in genannter Weihestätte der Wiener Kaffeehauskultur folgendes Gespräch:

Gast: Eine Melange, bitte.

Ober: Darfs ein Mineral(Wasser) dazu sein?

Gast: Nein, danke, nur Leitungswasser!

Ober: Das is sowieso dabei.

Gemischte Gefühle bei mir.

Einerseits erfüllt mich die freude, dass hier noch die Tradition beibehalten wurde, dem Gast zu seinem Bohnengetränk ein Gläschen unseres hochgelobten Wiener Hochquellwassers zu zapfen,
andererseits scheint der Zwang zur Umsatzmaximierung auch hier der Kellneria bereits eingetrichtert worden zu sein. Jetzt haben das frühere Kellnergenerationen etwas eleganter durch das zusätzliche Angebots eines Butterkipferls vielleicht auch betrieben, aber ein Mineralwasser, vielleicht noch dazu ein stilles, on top des Wiener Hochquellwassers anzubieten, hat eine deratrige Überflüssigkeit, dass es auf gut Wienerisch schon einer Chuzpe (http://de.wikipedia.org/wiki/Chuzpe) gleichkommt.

Is ja eh klar und die müssen halt auch auf ihr Einkommen schauen, aber wo wäre denn der Platz, sich über sowas aufzuregen, wenn nicht in dieser Spalte des Blogs.

Written by medicus58

24. April 2012 at 07:31

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