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Zum Unterschied zwischen SarsCov2 Vakzin und Mon Chéri

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Mon Chéri ist eine mit Branntwein gefüllte Praline des italienischen Herstellers Ferrero. Das Produkt wird fast weltweit vertrieben. Die äußere Hülle besteht aus Zartbitterschokolade. Diese ist mit Likör (etwa 0,66 g) und einer vorgeblichen „Piemont-Kirsche“ gefüllt. Jährlich werden ungefähr 130 Millionen Kilogramm weltweit verzehrt.

Ferrero nutzt die Produktionsunterbrechung bei Mon Chéri zu Werbezwecken. Laut Hersteller dient die Sommerpause der Qualitätssicherung, da hohe Temperaturen der Qualität des Produktes abträglich seien. Dies bezweifelt allerdings ein Wirtschaftsredakteur des SWR, er verweist u. a. auf die bekannte Tatsache, dass andere Schokoladenhersteller ihre Produkte ganzjährig in den Handel bringen. Eine Zeit lang warb eine fiktive Claudia Bertani als „Qualitätsprüferin“ nach der jeweiligen Sommerpause für die Piemont-Kirsche.

Das erinnert an die logistischen Probleme, die Pfizer Biontech mit ihrem Impfstoff haben, nur will ich garnicht darauf raus.

Die in vielen Ländern hochbrausende Debatte, die von Fauci bis zur Tante Fanny von nebenan geführt wird, weshalb nicht schon viel mehr geimpft wird, um Tote zu vermeiden, demaskiert ein veritables Marketingproblem in der Pandemie.

Standen sie schon jemals im August vor dem Supermarktregal und suchten verzweifelt eine Packung Mon Chérie? Wohl kaum, weil Ferrero rechtzeitig seine Werbekampagne dafür eingestellt hat und uns eben andere seiner Goodies ans Herz legt.

Wenn aber die (politische) Werbung durch vorgezogene Einzelimpfungen den Wunsch weit über die aktuelle Produktionskapazität steigert, dann führt das zu Frust, der langfristig den Bedarf drücken wird, so dass ohne Zwang keine austeichenden Immunität erreicht werden kann.

Sollten die PR Stäbe hinter unserer aber auch anderer Regierungen, diese in immer mehr Diktatur nach chinesischem Vorbild führen wollen, machen sie das ganz gut. Ferrero zeigt uns aber seit vielen Jahren weltweit, dass es auch anders geht.

Written by medicus58

1. Januar 2021 at 16:14

Neues Motto, neuer Name – als gäbe es kein Gestern

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In den letzten Tagen flatterten den Mitarbeitern des KAV (Wiener Krankenanstaltenverbundes) Briefe auf den Schreibtisch, in denen sie aufgefordert werden sich einen neuen Namen für ihren Konzern zu überlegen. Schließlich wird man im kommenden Jahr zur „öffentlichen Anstalt“!
Mein Vorschlag KAFF wird wahrscheinlich nicht durchgehen, auch wenn man damit an den ehemaligen ersten Chef der Wiener Rettung Dr. Alfred Kaff  erinnert könnte selbstverständlich abwertend an einen provinziellen Ort denkt.

Würde ich wetten, würde ich ja auf eine so geniale Wortschöpfung wie Wien Gesundheit (in Analogie zu Wien Energie, Wiener Linien, Wiener Wohnen… etc.) setzen. Aber schau’n mir mal.

Worum es wirklich geht ist der Sand, der einem nicht nur in der Landespolitik in die Augen gestreut werden soll, wenn neue Namen, neue Organigramme und neue Logos überdecken sollen, dass sich ohnehin nichts Nennenswertes ändern darf.
Aus der sogenannten freien Wirtschaft kennen wird das Raider-Twix-Spielchen der Firma Mars.
 „Raider heißt jetzt Twix, … sonst ändert sich nix“
PR statt Inhalte. Hauptsache man redet drüber.

Auch in der Bundespolitik finden sich vergleichbares Branding, das den P.T. Publikum Neues und Veränderungen vorgaukelt und durch Mitmachen ein positives Image erreichen möchte.

Das K & K Ackerbauministerium wurde in der Ersten Republik zum Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft und folgerichtig spricht man bis den dortigen Minister auch als Landwirtschaftsminister an, auch wenn seine anderen Agenden wechselten und man. Auch nach der blau-schwarzen Jahrtausendwende sprachen noch alle vom Landwirtschaftsminister obwohl der Neusprech das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) nun als Lebensministerium angesprochen haben wollte und wieder einmal Logos und Drucksorten eingestampft werden mussten.
Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass Molterer, Pröll oder Berlakovich jemals Lebensminister genannt wurden!
Vielleicht setzte Minister Rupprechter 2013 erneut Reißwolf und Druckerpresse in Betrieb und ersann mit Hilfe wohl bezahlter PR Berater den nächsten Streich und schenkte Österreich zwar keine klimawirksamen Handlungen, aber ein Ministerium für ein lebenswertes Österreich. Zumindest die alte URL hat man beibehalten: https://www.bmlfuw.gv.at/
Medien zufolge steht auch unter Elisabeth Köstinger eine Neubenennung ins Haus, da erneut Agenden (Energie, Tourismus) ins Haus wandern und wir werden uns an Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gewöhnen dürfen. Als Frau Nachhaltigkeitsministerin hat die Kärntner Bauertochter aber bisher auch noch niemand angesprochen.

Was bleibt sind teure Worthülsen und Konjunkturbelebung, zumindest in der Berater- und Werbebranche.

Written by medicus58

30. Dezember 2017 at 14:14

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