Sprechstunde

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Wer glaubte, Ärzte wären nur wehleidig, möge sich Demokratieverständnis der Wiener SPÖ im Gemeinderat ansehen

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Rathausmann

Wer bei den Problemen, die die Ärzte des Wiener Krankenanstaltenverbundes mit der rücksichtslosen Verhandlungsführung von Gesundheitsstadrätin Wehsely aufzeigten,

Krone vs. Ärzte und die PK von Wehsely und Häupl, jetzt wirds brutal ..
 http://wp.me/p1kfuX-vC
Wehsely Leak: Ist die Mauschelei am Ende? http://wp.me/p1kfuX-TO
Ärztekammer wehrt sich gegen Vorwürfe der Politik http://derstandard.at/2000013474842/Aerztekammer-wehrt-sich-gegen-Vorwuerfe-der-Politik?

glaubte, es handle sich hier um die Wehleidigkeit einer verwöhnten Elite, dem wurde heute gezeigt, zu welcher Rücksichtslosigkeit die Wiener SPÖ bereit ist, um ihre Macht zu sichern:
Koste es an demokratischem Grundkonsens, was auch immer es wolle!

Kritik aus den Reihen der angestellten Ärzte wird mit einem Maulkorberlass unterdrückt: http://wien.orf.at/news/stories/2698827/

Droht man das Spiel um die Beibehaltung eines mehrheitbegünstigenden Wahlrecht kurz vor den Wahlen zu verlieren, findet man wie weiland Uncle Fränk, rasch einen oppositionellen Politiker, dem man eine Legislaturperiode mehr am Trog verspricht, um eine drohende Abstimmungsniederlage zu verhindern:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150327_OTS0004/wiener-landtag-und-gemeinderat-gruener-abgeordneter-senol-akkilic-wechselt-zur-spoe

Die Kollateralschäden an den Resten eines demokratischen Grundvertrauen werden billigend in Kauf genommen. Oder wie man hier im Archiv lesen kann:

Im Rückblick-SPIEGEL: Sind es nicht die Demokraten, die die Demokratie gefährden? http://wp.me/p1kfuX-qg

Schwarz-Geld für I.S.T. Austria: wenigstens zahlen die Väter Alimente

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Unter einer Eliteuniversität versteht man entweder eine Universität zur Ausbildung einer Funktionselite oder eine Universität, zu der nur eine bestimmte Elite einer Gesellschaft Zugang hat, oder aber eine Elite innerhalb der Kategorie der Universitäten
Auf Initiative des Wiener Experimentalphysikers Anton Zeilinger wurde das Konzept des Institute of Science and Technology Austria (I.S.T. Austria) entworfen … Im Februar 2006 entschied sich die damalige Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer, entgegen dem Wunsch der von ihr eingesetzten Expertenkommission, für den Standort Maria Gugging bei Klosterneuburg. Daraufhin legte Zeilinger seine Mitarbeit an dem Projekt zurück, ebenso wie der Physiker Arnold Schmidt und der Chemiker Peter Schuster. http://de.wikipedia.org/wiki/Eliteuniversit%C3%A4t

Welcher Kategorie das I.S.T. A nun zuzurechnen ist, darüber liesse sich treflich streiten. 

Während die „alten Universitäten“ finanziell „krachen“,
an den Medizinuniversitäten weiterhin ein Aufnahmestopp besteht (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=51616),
sich immer mehr Bürger ihre (Aus-)Bildung in F(ast)H(ochsschulen selbst bezahlen müssen (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33179), 
die Gelder der staatlichen Wissenschaftsförderung herunter gefahren werden und die Akademie der Wissenschaften Alarm schlägt,

haben jetzt der „schwarze“ Landeshauptmann Pröll, der das Renomierprojekt ins Land geholt hat, der am „schwarzen“ Ticket segelnde Wissenschaftsminister Töchterle und die „schwarze“ Finanzministerin Fekter unter den Schweinwerfern der herbeigepfiffenen TV-Kameras eine Finanzzusage für das I.S.T. A von 1,4 Milliarden Euro von 2017 bis 2026 unterfertigt. Zementiert wird das in zukünftigen 15a Vereinbarungen.
http://derstandard.at/1329870055045/Irritationen-ueber-Hoehe-und-Laufzeit-von-IST-Austria-Finanzierungszusage

Die Proteste anderer Bildungseinrichtungen und Vertretungen
http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/733615/Eine-Milliarde-fuer-ISTA-Aufregung-in-Forschungsszene?_vl_backlink=/home/bildung/universitaet/index.do
http://www.studium.at/163527-oeh-eine-hochschule-eine-milliarde  
werden vom personifizierten Diminutiv (aka Minister Töcherterle)  kleingeredet.

Was mich darüber hinaus ärgert, ist die immer stärker um sich greifende Unsitte der aktuellen Politik, finanzielle Zusagen weit über ihre eigene Legislaturperiode einzuzementieren (15a Vereinbarung), also auf die Nachfolger auszulagern. Während man sich selbst im Blitzgewitter sonnt, tragen die anderen die Kosten dafür. 

Darf man das schon Korruption nennen, oder gilt dafür noch die Unschuldsvermutung.

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