Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Fall David cont.

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Ich habe im August 2018 über einen Vorfall in Salzburg unter dem Titel:
Es ist richtig dass über Zwischenfälle im Gesundheitsbereich diskutiert wird über die Berichterstattung sollte man aber auch diskutieren berichtet und versprochen über neu Ergebnisse zu berichten. Aktuell hat die Krone den Fall erneut aufgenommen:

29.1.2019 Krone Tod nach Routine-OP Fall David: Verzweifelter Kampf um Gerechtigkeit

30.1.2019 Krone „Sehr nachlässig“ Keiner will Schuld an Davids Tod auf sich nehmen

30.1.2019 Heute 17 Monate alter Bub nach Muttermal-OP gestorben

31.1.2019 Krone Fall David Narkose bei vollem Magen: Ärzte in Erklärungsnot

Bemerkenswert haben keine anderen Print-Medien die Geschichte so konsequent versorgt, nur die Tiroler Nachrichten berichtet über eine Stellungnahme 17 Monate altes Kind 2 – Stellungnahme des LKH Salzburg

Salzburg (APA) – Das Salzburger Landesspital nahm gegenüber der APA am Mittwochabend noch einmal zu den Medienberichten über den Tod des 17 Monate alten David Stellung, der nach einer kleinen Operation gestorben war, weil er bei der Entfernung eines kleinen blutenden Muttermals in der Narkose Erbrochenes eingeatmet hatte und erstickte. Das Kind sei damals zwar tatsächlich als Sonderklasse-Patient eingewesen worden, allerdings sei dieser „Status“ zwei Tage später auf Wunsch der Eltern zurückgestuft worden, sagte eine Sprecherin der Klinik.

Geht man so mit einer schwerwiegenden Anschuldigung vor?

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Written by medicus58

6. Februar 2019 at 17:28

Krone vs. Ärzte und die PK von Wehsely und Häupl, jetzt wirds brutal ..

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Vielleicht ist es paranoid, aber wer von Berufs wegen zu Assoziationen neigt, glaubt nicht an den reinen Zufall:

Vor einer Woche feuert Wiens Gesundheitsstadträtin eine Breitseite gegen die ÄrztekammerÄrzte machen Patienten Angst http://derstandard.at/1350260839480/Wehsely-Kein-Verstaendnis-fuer-Aerztekammer

Vor 2 Tagen
berichtete die Kronen Zeitung über angedrohte Kampfmaßnahmen der Ärztekammer gegen die (von Wehsely mitverhandelte)Gesundheitsreform des roten Gesundheitsministers: Ärztekammer geht gegen Reform auf die Barrikaden http://www.krone.at/Oesterreich/Aerztekammer_geht_gegen_Reform_auf_die_Barrikaden-Mein_Arzt_ist_weg-Story-340589 In diesem Artikel wird auch Stadträtin Wesehly mit einem „Jetzt reicht’s“ zitiert.

Heute
schlägt die KZ gleich doppelt zu: Auf der linken Seite regt sie sich über die Spesenvergütung auf die die Ärztekammer an ihre Funktionäre auszahlt, auf der rechten Seite stimmt sie in Wehselys Jubel über den Totalabriss und Neubau des Wilhelminenspitals auf. http://www.aekwien.at/aekmedia/121114_KronenZeitung.pdf

Sich über die Spesenabgeltung der Ärztekammer aufzuregen, käme wohl den Ärzten zu, da sich diese mit ihren (leider sehr üppigen) Zwangsbeiträgen ihre Kammer selbst zahlen.

Dass das Wilhelminenspital abgerissen wird ehe das Krankenhaus Nord fertig ist und sich der gesamte Wiener Krankenanstaltenverbund inzwischen mehr als Bauherr als als Krankenhausträger generiert, wurde hier schon seit Monaten thematisiert: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=67609
Ebenso, dass Frau Bürgermeister (die ärztl. Direktorin des Wilhelminenspitals ist ja zufällig Frau Häupl) zwar Stationen eröffnet, aber sie durch Personalmangel nicht betreiben kann, ist auf diesem Blog auch schon besprochen worden: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=80809 Davon schreibt die Krone nichts, das überläßt sie ihrem Gratisblatt: Heute.

Aber was mich hier abstößt ist die Kombination, dass man pflichtschuldig die Pressekonferenz von Wehsely und Häupl prominent ins Blatt rückt, und gleichzeitig in Wehselys Horn stösst, dass die Ärztekammer ein Klüngel hochbezahlter Funktionäre ist und nur gegen Stögers Gesundheitsreform und sein Lieblingsprojekt ELGA ist, weil sie um ihre Pfründe fürchten.

Dass hier Wiener Ärztekammer und Österreichische Ärztekammer in einen Topf geworfen werden,
dass SPÖVP die Kammern in der Vergangenheit sogar in die Verfassung geschrieben haben, weil die Zwangsmitgliedschaft so gut in ihr Staatsbild passt,
dass es zwar uns Ärzte aber nicht die Krone und nicht die Wiener Stadträtin etwas angeht, wie hoch die Funktionsentschädigungen der Ärztekammer sind, das alles wäre kaum einen Blogeintrag wert!

Wenn man aber 2008 im Zuge der damaligen Ärzteproteste von den Ärztekammerfunktionären hinter vorgehaltener Hand erfahren hat, dass die benevolente Berichterstattung der Kronenzeitung einen Preis hatte …

Seids krank? Nicht nur die Ärzte richten an die Regierung die Frage „Seids krank?“, sondern auch viele Menschen in diesem Land. Da wird eine Gesundheitsreform in Angriff genommen, ohne den wichtigsten Faktor -die Spitäler – einzubeziehen. Kronen Zeitung Gesamtausgabe 04.06.08/S 3
zitiert (und die Tippfehler verbessert) aus Pressespiegel des Hauptverbandes http://www.hauptverband.at/mediaDB/MMDB133022_Pressespiegel%20vom%204.%20Juni%202008%20Nr.%20128.pdf

dann hinterfrägt man die Koinzidenz der beiden Artikel in der heutigen Krone.
Übrigens darf ich darauf hinweisen, dass ich KEIN Ärztekammerfunktionär bin … 😉

Written by medicus58

14. November 2012 at 20:09

Das Neue Europa

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Surft man die „Kinderecke“ der Europäischen Union an,
ja sowas gibt’s wirklich (http://europa.eu/kids-corner/countries/flash/index_de.htm), lesen wir:

Die EU: Worum geht es da eigentlich?
Als der Zweite Weltkrieg im letzten Jahrhundert zu Ende ging, beschlossen die Politiker in Europa zusammenzuarbeiten, um ihre Probleme zu lösen. Sie wolltem dem Krieg ein für allemal ein Ende bereiten, damit die Menschen ihr Leben wieder aufbauen konnten …
Eine Möglichkeit, dies zu tun, so dachten sich die Politiker, bestand darin zu kontrollieren, wie viel Kohle und Stahl jedes Land bekommen würde…
Die Politiker hofften aber auch, dass Länder die so viel miteinander zu tun haben, keinen Grund mehr haben würden, sich zu bekriegen, eben weil die Wirtschaft in der ganzen Region stärker sein würde und die Menschen gute Arbeitsplätze, Nahrung und Sicherheit hätten.
Und weißt Du was? Sie hatten Recht. …
Um in Frieden zu zusammenzuleben, muss jeder den anderen so akzeptieren, wie er ist. Jedes Land lebt nach seinen eigenen Traditionen, seiner Sprache und seiner Kultur.
Dies ist im Motto der EU „In Vielfalt geeint“ ganz treffend zusammengefasst.

Liest man aber aktuelle Wortmeldungen die von Grexit bis zur Ablösung der gesamten PIIGS (http://de.wikipedia.org/wiki/PIIGS) Staaten ( Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien),
verfolgte man die gestrige Diskussion Im Zentrum (http://tvthek.orf.at/programs/1279-Im-Zentrum) in der auch die Mutmaßungen des Kronen Zeitung Kolumnisten Kurt Seinitz als Diskussionsbeitrag galten, der mutmaßte, dass die Demokratie für die griechische Gesellschaft vielleicht gar keine adäquate Regierungsform mehr wäre *) bzw. dem Exkurs der Journalistin Alkyone Karamanolis lauschte, die die griechische Geschichte seit dem oströmischen Reich als Beweis für eine persitierende Orientalisierung und politische Rückständigkeit interpretierte, dann,

ja dann kommen einem schon Zweifel, über die moralischen Grundlagen dieses Neuen Europas.

Blicken wir auf die Karte dieses Europas MINUS PIIGS und lesen wir nochmals in der Kinderecke, was denn das ganze eigentlich soll, dann

ja dann kommen einem Zweifel, oder besser,

dann verzweifelt man.

Dieser Eintrag ist die Fortsetzung zum gestrigen Blog: http://wp.me/p1kfuX-il

*) Der Text ist nicht online zu finden, lautete aber so: „Immer öfter stellt sich die Frage, ob die Demokratie wirklich die geeignete Staatsform für das militant-anarchische Volk dieses pseudoeuropäischen Staates ist“( „Kronenzeitung, 18.05.2012, „Klartext“ Kurt Seinitz )

Written by medicus58

21. Mai 2012 at 08:17

Klassenkampf in den Ordinationen

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Wir hatten das Logo von MEDICLASS schon einmal hier im Blog, nur ging es damals um ganz etwas anderes (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53958) und ich gebe es zu,
ich klicke nicht auf alles, was mir unter die Maus kommt.

Als ich nun in der gestrigen Ausgabe von HEUTE über einen (nicht als Werbung gekennzeichneten) Artikel von www.mediclass.com stolperte, war ich zwar auch noch mehr von
Onkel Frank’s gedrucktem Schwachsinn
EINE REVOLUTION FÜR ÖSTERREICH
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=57408
fasziniert und musste zuerst meinem Tagtraum einer Symbiose von
Frank Stronach und Captain Jack Sparrow
zu ihrem digitalen Leben verhelfen.

Heute kam ich erstmals dazu den Artikel (nochmals keine Werbung) zu lesen:

Private Fachärzte für jeden leistbar!
Längst ist die Zweiklassenmedizin in Österreich Realität. Erstklassige und schnelle Behandlung gibt es nur bei privater (und teuerer) Vorsorge.
Doch das muss nicht so sein. Ein neues Konzept bietet jetzt exklusive Top-Medizin – leistbar, persönlich und zeitsparend.
Der mediclass-Gesundheitsclub mit Sitz in der Wiener Vorgartenstrasse 206C hat die patientenfreundliche Idee umgesetzt: hochwertige ambulante Privatmedizin mit einfachem und leistbarem Zugang.
Ab 24,90 Euro im Monat stehen in einem einzigen Haus (mediclass-Zentrum) selbstständige private Fachärzte aller Richtungen zur Verfügung ….

Na endlich, kann man da nur sagen und surft die Seite an und liest Vertrauenserweckendes:

Offizieller Gesundheits-Partner der Österreichischen Fußball-Bundesliga
Ausgezeichnet von der Kronen-Zeitung
Offizieller Gesundheits-Partner des Alpenverein Edelweiss

Unter Presse erfährt man dann, dass die Pläne der Betreiber hoch fliegen:

Investiert wurde eine Summe von rund 2,5 Millionen Euro.

Im nächsten Jahr soll ein weiteres Zentrum, im darauffolgenden Jahr zwei bis drei mediclass Zentren entstehen. „Bis zum Jahr 2021 sollen 21 Zentren eröffnet sein, davon zehn bis 15 in Österreich, der Rest im umliegenden Ausland.

Na dagegen wirkt ja das Geschäftsmodell von DrEd, wir haben kürzlich berichtet (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=56206), echt mickrig.

Aber wie rechnet sich das?
Allein, um die Investitionen herein zu bringen müssen über 100.000 Monatsbeiträge eintrudeln.

Und bei den üblichen Privathonoraren der „Professorenmedizin“ von 100-200 € pro Ordination müssen da schon ganz viele Leute einzahlen, ohne im Zentrum aufzutauchen, damit Sie den „Herr Univ.Prof.“ sprechen können.

Und wieso „macht’s Ihr Arzt plötzlich persönlich UND billiger“,
etwas was Ihnen nichteinmal Ihr Tischler verspricht?

Da aber die Homepage jedem Clubmitglied einmal pro Jahr einen Gesundheitscheck im Wert von 400 € verspricht, der nichteinmal durch den Jahresbeitrag von 298,80€ (=12*24,90) abgedeckt wird, haben wir es offenkundig mit einem Club von echten Menschenfreunden zu tun…

Also, da Zyniker wie meinereins an so ein Geschäftsmodell nicht glauben können: WAS STECKT DAHINTER?

Lesen wir das Kleingedruckte:

Die Mitgliedschaft bietet eine optimale privatmedizinische Versorgung im Zentrum mit bis zu 80 % Rabatt auf die Privatpreise der Ärzte
(Beispiel: Patientin in Wien, WGKK versichert, Erstordination beim Internisten inkl. EKG: Privatpreis € 120,-, mediclass Mitglied zahlt nur € 35,-.
Ihre Ersparnis beträgt € 85,-).

„WGKK versichert“ will wohl heissen, dass man sich zusätzlich der Refundierung des Wahlarzttarifes (=80% des Kassentarifes) bedient.
Hat der Versicherte aber bereits einen Facharzt in diesem Quartal aufgesucht, dann wird die Gebietskrankenkasse KEINEN WAHLARZTTARIF refundieren; vermutlich auch für Folgebesuche…

Außerdem bietet mediclass regelmäßige kostenlose Informationsveranstaltungen und Informationen zum Thema Gesundheit an.

Also offenkundig kann sich das Geschäftsmodell nur rechnen, indem man ZUSÄTZLICHE LEISTUNGEN anbietet, für die dann keine Teilrefundierung durch die Krankenkasse angeboten wird …. erinnert uns das an die bekannten Busreisen mit reissendem Wärmedecken-Absatz?

Also die Hoffnung, dass man nun für den Gegenwert einer besseren Flasche Wein ein Doc-Hopping und -Shopping betreiben kann, muss wohl wieder einmal begraben werden.

Aber woher kommt den das alles?
Weshalb schalten immer mehr Patienten das Hirn aus und glauben, das Staubsaugervertreter Gewäsch: (wir zitieren wir aus dem Artikel von HEUTE)

Erstklassige und schnelle Behandlung gibt es nur bei privater Vorsorge.

Jahrzehntelange Berichterstattung über

massive PR für sogenannte alternative Methoden,
Bittere Pillen,
Versagende Gesundheitsreformen,
Spitalskandale,
pleitegeredete Krankenkassen, … etc.

haben es geschafft, dass das Vertrauen der Bürger in das öffentl. Gesundheitssystem absichtlich zu untergraben, um sie in den Privatsektor zu lenken.
Die gefühlte Diskrepanz zwischen überzogenen Versprechungen der Politik und die Konfrontation mit einer durch Einsparungen immer unzugänglicheren öffentlichen Medizin in den Ordinationen und Spitälern hat viele Menschen verunsichert.

Bereits der erste Beitrag dieses Blogs beschäftigte sich mit diesem Problem:
Österreicher haben Angst vor Kürzungen im Gesundheitswesen

http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=56206

Es wäre auch hoch an der Zeit, dass auch die Gesundheitspolitik das Vertauen in die öffentliche Gesundheitsversorgung wieder herstellt und sich nicht insgeheim freut, dass die verunsicherten Patienten von derartigen Versprechungen, wie wir es auf mediclass.com lesen können, in den privaten Sektor gelockt werden.
Wenn wenn sie dann wirklich krank sind,
dann kommen sie ohnehin wieder sehr schnell in das öffentliche System zurück,
dann wird der freundliche Herr Professor darauf verweisen, dass halt nur die Erstordination zu so guten Tarifen möglich war, die jetzige Begutachtung aber etwas teurer kommen wird …

Oder glaubt irgendwer, dass Ärzte in solchen Geschäftsmodellen arbeiten würden,
wenn sie nicht dort mehr verdienen würden, als im hergebrachten System, eben.

Pirat Stronach

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Piratenparteien sind „in“. 

Derzeit geistern Umfragen durch die Medien, dass
Sechs Prozent der Österreicher dzt. Piraten“ wählen würden.
http://futurezone.at/netzpolitik/8816-umfrage-sechs-prozent-wuerden-piraten-waehlen.php 
Profil Herausgeber Rainer zitiert einer eigene Umfrage, wonach sogar 
25 Prozent sich vorstellen könnten, die Paraten zu wählen
:
http://www.profil.at/articles/1217/568/326261/christian-rainer-piraten-piraten

Onkel Frank bekehrt uns wieder und hat an der Stelle, an der er seine 200m große Weltkugel (http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Stronachdamals NICHT aufgestellt hat und wo ihm seither die Pferde mit dem Geld durchgehen, ein Institut für
„SOZIALÖKONOMISCHE GERECHTIGKEIT“ gegründet.

http://www.stronachinstitut.at/ .

In den Medien wird schon seit Monaten spekuliert, dass Stronach bei einer Partei einsteigen will und vieles spricht dafür, dass er sich die 
Orangen, das BZÖ ausgesucht hat.. http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/art385,877774
Nachdem er ohnehin praktisch Politikern jedwelchen Colours irgendwan einmal auf seiner Payroll hatte, geht er offenbar jetzt den direkten Weg.

Nun hat er seine Thesen in Form eines Broschüre den österreichischen Leitmedien Kronen Zeitung und Heute beigelegt. http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/753836/Stronach-mit-einem-politischen-Wegweiser-fuer-Oesterreich?

Meine Broschüre und die Informationen auf der Website des Stronach Instituts für sozialökonomische Gerechtigkeit sollen ein Wegweiser sein, wie man die Dinge in Österreich zum Positiven wenden könnte.

UND JETZT DER PAUKENSCHLAG! 

Dass das BZÖ bereits jetzt die Parteifarbe der (deutschen) Piratenpartei belegt, hat dieser Blog schon aufgedeckt: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=56811 

ONKEL STRONACH WIRD DIESMAL AUF DAS RICHTIGE PFERD SETZEN UND SICH AN DIE SPITZE DER PIRATENPARTEI STELLEN, UM ÖSTERREICH WIEDER AUF 
DEN   R-E-C-H-T-E-N   WEG   ZU F-Ü-H-R-E-N.

Unser Bild zeigt exklusiv das neue Testimonial dieser Partei,
was mit Pepi Bucher wird ist noch unklar ….

Wer Aufklärung sagt, der muss auch C sagen

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und damit hatte ich nun einige Tage Probleme.

Die für den flüchtigen Leser scheinbar logische Fortsetzung dieses Alphabets der Linken, Ché Guevara, passt ja gar nicht.

Trotz bestimmter Parallelen (zur Erinnerung er war auch Arzt 😉
http://de.wikipedia.org/wiki/Che_Guevara)
und einer durchaus bei mir vorhandenen Affinität zu manchen seiner Aussagen, war sein Denken letztendlich der maoistischen Richtung des Kommunismus zuzurechnen und hatte nur sehr wenig von dem hier abgefeierten anarchistischen Denken
Also Ché kommt vielleicht irgendwann ins Herrgottswinkerl aber hat hier keinen Platz.

Aus diesem Dilemma hilft uns aber Claus – 

Claus Pandi, 
seit 2009 der Leiter des Innenpolitik-Ressorts von Österreichs größtem Kleinformat und „Aushängeschild des Blattes“.

Musterbeispiel der Österreichischen Verhaberung, Überheblichkeit und intellektueller Flachwurzelei:

„Den Bundeskanzler (Faymann) kenne ich schon seit zwanzig Jahren“

„In der Politik sind heutzutage solche Flaschen unterwegs, dass wir als Journalisten einfach wichtiger geworden sind.“

Interviewer: Faymann ist also Ihr Freund. Und dann gibt es noch Ihre Ehefrau Angelika Feigl, die seine Pressesprecherin ist. Wie ist das, gibt’s Ehekrach, wenn Sie nicht gut berichten?
http://www.dasbiber.at/content/claus-pandi%3A-%2526quot%3Bden-bundeskanzler-kenne-ich-schon-seit-zwanzig-jahren%2526quot%3B

Wie ein Abflussrohr: offen nach beiden Seiten, 
begleitete Pandi auch HC Strache auf dessen umstrittener Israelreise und machte gleich ein Filmchen für seinen Videoblog daraus.
http://medienkritikwien.wordpress.com/tag/claus-pandi/

Julia Ortner fasste das sehr gut zusammen:
 Kleiner Mann, ganz groß, Der Krone-Redakteur Claus Pándi führt die Politiker des Landes vor – weil sie seine Macht genauso überschätzen wie er selbst
http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1325

In diesem Geiste twittert der Innenpolitische Experte des österreichsichen Leitmediums auch.

Gestern fasste er die aus seinem Blickwinkel innenpolitisch bedeutsamen Inhalte des Tages wie folgt zusammen (Bild):

Amon endlich berühmt. Karl schimpft Kopf. Kopf gibt Kampusch die Schuld. Pilz altersdüster. Langsam mag ich den #U-Ausschuss

Quot erat demonstrandum …

Jetzt ist mir schon klar, dass man mit den schnell mal dahin getwitterten Wortfetzen nicht eine Enzyklopädie publiziert, aber
schenkelklopfender Schmäh, gepaart mit inhaltlichem Desinteresse,
oberflächlich Kritisches im Verein mit einlullender Belanglosigkeit,
 
ist so sehr das Markenzeichen unserer verbreitungsstärksten Zeitung, dass sie als warnendes Gegenbeispiel für all das steht, wofür hier geworben werden soll:

Eine aufgeklärte Öffentlichkeit

Written by medicus58

14. März 2012 at 09:09

Wir sind alle reich – die nächste Blase – die nächste Krise

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Nein, kein Beitrag über die Reichensteuer, aber schon irgendwie etwas zum Thema „Blasen“, „Irrwege“, „Finanzkrisen“ und so.

Vielleicht geht es Ihnen wie mir, während ich mir früher eine Zeitung gekauft habe und sie dann auf dem Heimweg, in der U-Bahn oder (sonntags) nach dem Mittagessen geruhsam durchgeschmöckert habe, werfe ich jetzt eher den Blechtrottel an (in der U-Bahn das „Schmarnphone“) und lese die News online.
Meist den Online-Standard, aber mitunter auch Online-Auftritte anderer Medien. Jene, die so komplett online gehen, kaufe ich immer seltener und erspar mir die 2€.

Ja, werden Sie jetzt sagen, aber die Herausgeber kriegen das Geld ja ohnehin über die Online-Werbung wieder herein.

Wenn Google in diesem Geschäft Milliarden macht, dann muss das doch ein gutes Geschäft für die Herausgeber sein.

Schau’n mer mal, wie man bei uns sagen würde:

Bei der abendlichen Lektüre des Online-Standards (ca. 1 Stunde), habe ich erstmals mitgezählt und kam auf 24 eingeblendete Werbebotschaften. Da ich mitgezählt habe, werde ich heute diesen ungefragten „Hirnwürmern“ mehr Aufmerksamkeit gewidmet haben als üblich und -ja, ich weiß es gibt noch die subliminale Wirkung, die länger andauert als der Augenblick, den die Augen auf der Botschaft verweilen- aber länger als 0,5 Sekunden pro Werbung, werde ich mich nicht damit beschäftigt haben, also insgesamt heute 12 Sekunden.

Gegencheck: an was kann ich mich erinnern?
Werbung für A1″, „Orange“, — aäh, weiß nicht, eine Automarke? keine Ahnung …
Psychologie hin oder her, viel scheint nicht hängen gebliebe sein.

UND JETZT LASSEN SIE UNS MAL RECHNEN:
und jeder Wirtschaftsprofi möge mir verzeihen, dass ich das bewußt vereinfache, weil beim Online-Standard fallen dem Herausgeber keine Papier und Zustellkosten an, jedoch sind Serverfarmen und deren EDV -Knechte auch nicht so billig, andererseits hat die Printausgabe auch Werbung drinnen (und nicht zu knapp)…. und dann gibts noch Lohnnebenkosten, Mittagspausen … egal …

Ich habe mir die 2 Euro Zeitungspreis erspart, weil ich mich in einer Stunde
2 Sekunden „bewerben“ habe lassen.

Da komme ich auf einen Brutto-Lohn von

         2 € für 12 sec 
       10 € für   1 min
     600 € für   1 h
24.000 € für   1 Arbeitswoche

D.h. pro Monat würde man zu diesen Konditionen schon in Treichl ’sche Spähren http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=45167 kommen,
nämlich über 100.0000 €. 
Das sind im Jahr (pfeifen wir auf das 13. und 14. Monatsgehalt) über
1,2 Millionen Euro!

Was lernen wir daraus?
Einerseits welchen Sekundenlohn Spitzenbanker haben, aber das war jetzt nicht das Thema.
Andererseits, was der Werbewirtschaft unsere flüchtige Aufmerksamkeit wert sein dürfte.

Das ist die nächste überhitze Blase, die uns auf den Kopf fallen wird (Dot-Com-Krise 2.0 sozusagen. Wer die Version 1.0 nimmer im Kopf hat: http://de.wikipedia.org/wiki/Dotcom-Blase ).

Den gewaltigen Summen, die in die Werbewirtschaft gehen und von denen Google, Facebook, GMX, Online-Medien…. leben, werden keine Einkünfte in entsprechender Höhe gegenüberstehen … nur dann wird es auch keine Druckerein mehr geben, keine Zeitungsausträger, …. 

Aber vermutlich auch keinen Gratiszeitungen wie heute und Österreich

Heute gilt als Konkurrenzprodukt der Tageszeitung Österreich, die in einer abgespeckten Variante ebenfalls gratis verteilt wird. Seit 2010 ist Österreich laut ÖAK ebenfalls eine Gratiszeitung, da Großteile der Auflage nun ebenfalls gratis verteilt werden

Die ausschließlich von Werbeanzeigen finanzierte Zeitung erreichte nach nur 15 Monaten die Gewinnschwelle. Laut der Herausgeberin wird derzeit der gesamte Cash-Flow in Auflagensteigerungen und örtliche Expansion investiert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Heute_(%C3%B6sterreichische_Zeitung)

Siehe auch: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44552

So wie all die absurden Derivate und Finanzvehikel, wird die Werbewirtschaft auch einmal die Realität einholen und wieder werden wir vor Trümmern stehen … und ohne Qualitätspresse.

„Heute“ hat in Wien derzeit eine größere Reichweite als die „Kronen Zeitung“,

Written by medicus58

15. Februar 2012 at 09:40

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