Sprechstunde

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Die verflixten 100 Prozent

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt auf Twitter

dass 1/3 aller Todesfälle an Lungenkrebs, Schlaganfall und Herzerkrankungen die Folge von Luftverschmutzung sind.

Jetzt soll hier nicht polemisiert werden, dass keiner der genannten Prozentsätze 33%, also dem genannten Drittel entspricht, aber egal, da müsste man vielleicht die verwendeten Zahlen näher analysieren und ein Drittel klingt einfach griffiger.

Zählen wir nun die ca. 10% an Lungenkrebs dazu, der nur durch Radon verursacht wird und addieren noch das Passivrauchen (zu Schlaganfälle, Herzerkrankungen und Lungenkrebs) bzw. andere von uns nicht direkte Einflussfaktoren zu unserem Sterberisiko, dann bleibt nicht mehr viel, mit dem wir unsere Patienten dazu bringen können, ihren aktiven Beitrag zum vorzeitigen Ableben zu minimieren, wenn sogar das Übergewicht inzwischen zur Quantité négligible wird.

Je nach beabsichtigter Zielrichtung werden Einzelfaktoren aus multifaktoriellen Prozessen aufgebläht und führen letztendlich zu Resignation. Dabei ist z. B. aktuell in Indischen Großstädten das Risiko an der Luft zu sterben wirklich höher als zu verhungern.

Written by medicus58

3. November 2019 at 14:36

Das Lachen am Weltenrand über Fukushima in fünf Bänden über den ersten offiziellen Toten

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Gerade beschäftigen sich die Kulturnachrichten ausführlich mit dem ersten großen Roman des Wiener Schriftstellers Philipp Weiss:
Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen
Nach eigener Aussage war der Auslöser für seine Beschäftigung mit der zentralen gestaltenden Kraft des Menschen zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert, die Nuklearkatastrophe von Fukushima aus dem Jahre 2011.
Ich habe die rund 1000 Seiten der fünf Bände nicht gelesen und werde das vermutlich auch nicht tun, jedoch juckt es mich zu all den anderen hier schon erschienen Beiträgen noch einen aktuellen Nachschlag abzuliefern,
der wohl weniger literarische als sehr praktische und jedenfalls erschreckende Einblicke erlaubt und
wenn Sie wollen können Sie vom Weltenrand darüber lachen..

Am 5. September 2018 verbreitete die Nachrichtenagentur Reuters: Japan acknowledges first radiation death among Fukushima workers 
Konkret hat gerade das japanische Ministerium für Arbeits-, Gesundheits- und Sozialministerium beschlossen der Familie eines ehemaligen AKW Mitarbeiters eine Kompensation zu zahlen, der inzwischen an seinem im Februar 2016 diagnostizierten Lungenkarzinom verstorben ist. Die Lebenszeitdosis, die er bei seiner Arbeit in Fukushima und anderen AKWs erhalten hat wird mit 195 mSv angegeben.
Um für die Größenordnung einen Begriff zu geben: Das entspricht etwas der Lebenszeitdosis eines alten Waldviertlers durch die natürliche Strahlung  in seiner Heimat bzw. in der Annahme einer linearen Beziehung zwischen Exposition und Krebsrisko (100 mSv = 0,5% zusätzliches Krebsrisiko) einem Zuwachs des etwa 20%-igen Krebsrisikos der japanischen Allgemeinbevölkerung auf ca. 11%.

Jedenfalls wurde die behördlich in Japan festgesetzte Expositionsgrenze für beruflich strahlenexponierte Personen im Rahmen einer „radiologischen Notfallsituation“ in seinem Fall nicht überschritten.
Egal, er ist verstorben und seine Angehörigen bekommen eine finanzielle Entschädigung, zwar nicht vom Betreiber des AKW Fukushima Daiichi sondern offenbar vom japanischen Staat, aber davon später.

Aktuell verlangten laut einem von der NYT zitierten Bericht der japanischen Zeitung Asahi Shimbun 17 ehemalige Arbeiter des AKWs eine Kompensation.
5 Fälle wurden zurückgewiesen und 2 haben ihren Antrag zurückgezogen.
In insgesamt in vier Fällen wurde ein Zusammenhang zwischen den Arbeitsplatzbedingungen in dem 2011 havarierten AKW und der malignen Erkrankung (zumindest in 3 Fällen Leukämie) anerkannt, ein direkter Zusammenhang mit der Strahlenexposition jedoch offen gelassen.
2017 übersetzte das die BBC so:
„While the causal link between his exposure to radiation and his illness is unclear, we certified him from the standpoint of worker compensation. „

Der Artikel der Nachrichtenagentur Reuters schloss dann mit der Erwähnung der über 160.000 Personen, die nach dem AKW Unfall evakuiert wurden und den daraus folgenden, vor allem psychischen Traumata, die bislang nicht von der Regierung als „Strahlenfolgen“ aber in einigen Fällen vor Gericht als entschädigungspflichtig anerkannt wurden (2017: TEPCO ordered to pay evacuees of Fukushima nuclear disaster). Schätzungen sprechen allein von über 2.000 Menschen, die an den Folgen der Evakuierungsmaßnahmen nach der Naturkatastrophe (unabhängig vom AKW Unfall) durch Stress, Infektionserkrankungen und eingeschränkte Versorgung verursacht wurden. Selbstverständlich sind die beiden Größen vernünftigerweise nicht in Relation zu setzen, jedoch müssen sie mitbedacht werden, zumal vergleichbare Entschädigungen für diese Gruppe in jedem Fall ein Vielfaches der Summe ausmachen würden, die an Krebs erkrankte AKW Mitarbeiter bezahlt werden.

Die New York Times übernahm am selben Tag das Thema des „anerkannten Krebstoten“ und ergänzte, dass der betreffende Mann seit über 28 Jahren, also schon vor dem Unfall, in Fukushima Daiichi gearbeitet hat. Bereits 2015 hat die japanische Regierung zusätzliche Gesundheitskosten eines Mannes übernommen, der zwischen 10/12 und 12/13 an den Aufräumungsarbeiten beteiligt war und an Leukämie erkrankt ist.

Der Unterschied zu dem rezenten Fall besteht aber darin, dass damals mit der Kompensation der Zusammenhang mit der Strahlenbelastung nicht ausdrücklich anerkannt wurde, das aber nun – wider besseres naturwissenschaftliches Wissen – ein Prejudiz geschaffen wurde.
Schon 2015 hat die NYT auf das prinzipielle Problem solcher Entscheidungen hingewiesen, weil ein Zusammenhang zwischen Strahlenexposition und Folgeerkrankungen immer nur auf Basis von Wahrscheinlichkeiten gezogen werden kann, aber in der Regel im Einzelfall nicht zwischen einem durch Strahlung oder durch andere (genetische, Verhaltens- oder Umweltfaktoren) differenziert werden kann. Es gibt zwar erste wissenschaftliche Erkenntnisse, dass sich die Genetik von strahleniduzierten Schilddrüsenkarzinomen nach Tschernobyl und spontanen papillären Schilddrüsenkarzinomen nicht nur im klinischen Verlauf sondern evtl. auch genetisch differenzieren lassen. Ganz abgesichert ist dies mW jedoch noch nicht.

Auch in dem dem Fall mit Leukämie eines AKW Arbeiters hatte dieser sogar eine geringere Strahlenexposition erhalten hat als andere, nicht erkrankte Mitarbeiter (15.7 millisieverts of radiation during his 14 months), was die Schwierigkeiten eines Kausalzusammenhanges in diesen Fällen deutlich macht.

In diese Kerbe schlug auch Dr. James Conca auf Forbes eine Tag später:
Why The Cancer Death Of A Fukushima Worker Was Likely Not Due To Fukushima 

Obwohl auch seine Argumentation Widerspruch hervorruft:

Lungenkrebs ist kein “typischer” Organkrebs für eine Exposition, die während des Unfalls auftraten
; was mE so nicht ganz haltbar ist, weil jede Exposition gegenüber ionisierender Strahlung prinzipiell das allgemeine Risiko der Krebsentstehung erhöht.
Nur ganz wenige Expositionen, i.d. Regel dort, wo das „strahlende Material“ ganz spezifisch in bestimmten Geweben angereichert wird (z.B. Jod > Schilddrüse) lässt sich darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen Exposition und bestimmtem Organ-Karzinomen annehmen.

Es benötigte Jahre, bis in den Überlebenden der A-Bomben-Abwürfe im II. WK die ersten Lungenkarzinome auftraten.
Das ist so nach den neuesten Auswertungen der Life-Span-Study (Lit 1, Lit2) ebenfalls nicht richtig.
Es stimmt zwar, dass es 5 Jahre dauerte, bis statistisch gesichert mehr Organkrebse (i, Ggs. zu Leukämien, „sogenanntem Blutkrebs“) erkennbar waren, als es dem Erwartungswert in dieser Bevölkerung entsprochen hätte (Excess Cases/Death). Für Leukämien war das bereits deutlich früher nach der Exposition der Fall war, nur heißt das nicht, dass keines der früher aufgetretenen Karzinome nicht doch strahleninduziert war, man konnte dies mit statistischen Methoden eben nicht von den „anderen“ Karzinomen unterscheiden, die spontan oder auf Grund anderer Risikofaktoren entstanden sind.

Die Geschichte verbreitete sich dann durch viele Kanäle und kam bei uns verkürzt so an:
Krebserkrankungen durch Fukushima-GAU: Erster offizieller Todesfall
Todesfall bestätigt Nach Fukushima-GAU: Arbeiter erlag Lungenkrebs
Offiziell erster Strahlentoter nach Fukushima-Havarie

Keine Ahnung, welche Schlüsse Herr Weiss auf 1000 Seiten zum Lachen brachten, es darf jedoch aus seinen Interviews und dem pointierten Titel geschlossen werden, dass ihm das Lachen ebenso im Halse stecken bleibt wie mir, wenn man sich mit der offensichtlichen Unfähigkeit von Politik, Justiz, Medien und Gesellschaft beschäftigt, mit einer Katastrophe wie in Japan 2011 umzugehen.
Ohne zu große Parallelen zur Nuklearkatastrophe von Tschernobly ziehen zu wollen, Ursache und Verlauf der beiden Ereignisse unterscheiden sich doch sehr, reichten die über 32 Jahre offenbar nicht aus, um zu erkennen,
dass es hier (medizinisch) nicht nur um die Strahlenwirkung geht,
dass (wie im Finanzwesen und (vermutlich) der privatisierten italienischen Autobahn) die privaten Betreiber zwar die Gewinne einstreifen, aber für die Gesamthaftung nicht gerade stehen, um
letztendlich im Hinblick auf Haftung und Entschädigungen zu einem ausgewogeneren Bild zu kommen.

Natürlich ist aber sonst Herrn Dr. Conca zuzustimmen, dass niemand gegen die Entschädigung für Menschen ist, die Leid erlitten haben, aber es vergeht einem das Lachen, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse offenbar negiert werden, wenn der entschädigt wird, der mit einem Dosimeter einen „spontanen oder strahleninduzierten Krebs“ bekam und der nicht, dessen Gesundheitsgefährdung im Rahmen der Evakuierungsmaßnahmen nicht im mSv ausgedrückt werden kann, vielleicht weil das so billiger kommt und der Boulevard dann zur nächsten Headline hastet.

Written by medicus58

11. September 2018 at 17:00

Auf’s Timing kommt es an, auch beim Operieren

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Ich möchte Sie ja nicht verunsichern, wenn Sie endlich den Operateur Ihres Vertrauens gefunden haben oder dem Versprechen einer renommierten Krankenanstalt – eines Best-Point-of-Care Zentrums eben – Glauben schenken, dass dort erstklassig gearbeitet wird.
Sie sollten sich zusätzlich den Zeitpunkt genau überlegen, zu dem Sie sich unter das Messer legen. 

Auf einer Literatursuche über ein ganz anderes Thema stolperte ich wieder über eine bereits im November des Vorjahres im International Journal of Cancer erschienenen Studie einer schwedischen Arbeitsgruppe, die an Hand von 228.927 Krankengeschichten zwischen 1997-2014, ja dort funktioniert die elektronische Krankenakte, Erstaunliches zu Tage förderte:

Wer sich während der Urlaubszeit in einem von 16 Krebszentren operieren ließ hatte eine signifikant schlechtere Prognose als zu anderen Zeiten.

Signifikant war das für Operationen an der Brustdrüse, Leber, Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse. Ein ähnlicher Trend fand sich auch für kolorektale Karzinome, Kopf-Hals-, Prostata-, Nieren-, Blasen- und Schilddrüsenkrebs.

Andererseits macht es sich in den USA bezahlt seinen Herzinfarkt dann zu bekommen, wenn die Experten gerade bei nationalen Meetings weilen (JAHA 2018).

Und jetzt erinnern wir uns an das gesundheitspolitische Gelaber vom Best-Point-of-Care, Schwerpunkt- und Zentrumsbildung, ut sim:

Die medizinische Versorgung ist ein hoch komplexes System an den Schnittpunkten von Wissenschaft, Praxis und gesellschaftspolitischen Phänomenen dessen Ergebnisqualität der monokausalen Lösungsvorschläge Außenstehender entzieht …

Written by medicus58

26. Mai 2018 at 17:43

Anmerkungen zur hektischen Debatte um die Strahlentherapie

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radonk

Augenblicklich überbietet sich ja die Gesundheitspolitik Ostösterreichs mit der Ankündigung immer neuer Bestrahlungseinrichtungen (http://derstandard.at/2000051304733/Strahlentherapie-KAV-verspricht-13-Geraete-bis-Jahresende) und man kann sich nur wundern wie Einrichtungen, deren Planung, Aufstellung und Bewilligung bekanntlich einige Zeit benötigt.
Auslöser der Debatte schien ein RH-Bericht zu sein, der die Unterversorgung anprangerte. In einem Radiointerview verteidigte sich GD Janßen wenig empathisch (http://www.krone.at/nachrichten/wien-kav-boss-reagiert-mit-zynismus-auf-kritik-ist-schicksalhaft-story-550279):
„Das ist sicherlich schicksalhaft und eigentlich nicht zu vertreten, aber wir können die Versäumnisse der letzten Jahre nur Zug um Zug bereinigen. In den letzten zehn Jahren hätten entsprechende Entscheidungen getroffen werden müssen.“

Ja, und das mag die Leser dieses Blog überraschen, da gebe ich ihm Recht, dass es sich hier um Versäumnisse seiner Vorgänger handelt, nur hat er sich wieder einmal nicht wirklich informiert. Das Problem liegt viel länger als nur ein Jahrzehnt zurück.

Wir schreiben den 1. Oktober 1998 als Prof. Werner Dobrowsky die Leitung der Strahlentherapie im KH Lainz (nun Hietzing) von seinem Vorgänger Alth übernimmt, der dem Institut seit 1971 vor stand. Kurz darauf werden Gerüchte laut, dass die Stadt Wien die Abteilung schließen will, kein wirkliches Einstandsgeschenk für den frisch ernannten Primarius und er mobilisierte gemeinsam mit seinem Team gegen diese Pläne. Begründet wurde die beabsichtigte Schließung mit der seit 1996 zur Verfügung stehenden, neu gebauten und erweiterten Strahlentherapie im KFJ und überdies wurde 1996 auch die Strahlentherapie im Donauspital eröffnet. Diese hatte aber nur einen einzigen Beschleuniger, für mehr war auch kein Platz, denn die Abteilung wurde erst nachträglich in den Neubau „hinein gezwängt“.
Als der frisch in Lainz (Hietzing) installierte Primar Dobrowsky während seiner „Probezeit“ eine Pressekonferenz abhielt, um auf den zunehmenden Bedarf für sein Fach hinzuweisen und eine Standortgarantie für seine Abteilung verlangte, gefiel das der Stadt Wien so wenig, dass man sich bereits im September 2000 von dem aufmüpfigen Abteilungsleiter trennte, der seither in Newcastle, einem der größten Spitäler des NHS als „Consultant Clinical Oncologist“ arbeitet.
Auch unter seinem Nachfolger verstummten die Gerüchte nicht und zwischenzeitlich plante man überhaupt den gesamten Spitalsstandort zu schließen.
Jetzt brüstet man sich mit den zu Jahresende 2017 den Betrieb aufnehmenden Beschleunigern in Hietzing, verschweigt aber geflissentlich, dass diese Eröffnung nur deshalb erforderlich wurde, weil die seit Jahren immer wieder umgeplante Erweiterung des Standortes im Donauspital nicht in die Gänge kam. Unter den unzähligen Versionen des Wiener Spitalskonzeptes 2030 finden sich schließlich auch einige, die den Standort Hietzing schließen wollten, sobald die Erweiterung im Donauspital in Betrieb gegangen war. Schließlich sah das KH Hietzing keinen onkologischen Schwerpunkt mehr vor ….. aber all das ist ohnehin Makulatur, jetzt werden beide Standorte mit neuen Geräten ausgestattet, onkologisches Zentrum hin, Schwerpunktbildung her.
Errichten lässt man sich das alles ohnehin als PPP (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlich-private_Partnerschaft), weil Geld und Kreditwürdigkeit hat man schon längst verspielt.

Aber eines kann man nicht behaupten, dass seit dem Abgang von Kollegen Dobrowsky niemand mehr von der Unterversorgung von Strahlentherapiepatienten im Osten Osterreichs gewarnt hätte:

2001 Wiener Grüne fordern Ankauf eines neuen „Linearbeschleunigers“
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20010711_OTS0055/gruene-pilz-akuter-handlungsbedarf-fuer-strahlentherapie-in-wien

2002 Fragestunde Wiener Gemeinderat
Im Bereich der Strahlentherapie merkte sie (Pittermann) an, dass voraussichtlich im Jahr 2005 in Krems eine eigene Strahlentherapiestation eröffnet werden wird, somit auch gewisse Entlastungen in diesem Bereich zu erwarten seien. Abschließend betonte sie, dass sie mit der ausweichenden Haltung Niederösterreichs in den Finanzbelangen ebenfalls unzufrieden sei.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20020626_OTS0089/wiener-gemeinderat-1

2013 Strahlentherapie: Ärztekammer warnt vor Unterversorgung
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130629_OTS0002/strahlentherapie-aerztekammer-warnt-vor-unterversorgung

2015 Strahlentherapie: Österreichs Krebspatienten unterversorgt http://derstandard.at/2000027967233/Strahlentherapie-Oesterreichs-Krebspatienten-unterversorgt

2017 Kurt Wagner (SPÖ): Alle Jahre wieder: Unsachliche Oppositionskritik zu Stadtrechnungshofberichten
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170118_OTS0133/kurt-wagner-spoe-alle-jahre-wieder-unsachliche-oppositionskritik-zu-stadtrechnungshofberichten

Und um den Kommentatoren zuvor zu kommen: Was sollen diese Erinnerungen an einen ehemaligen Kollegen?

Sie zeigen uns, dass die Probleme der Gesundheitsversorgung wirklich nicht allein durch den Abgang Wehselys und Janßens behoben oder die nun angekündigte Kuscheltour der aktuellen Stadträtin gelöst werden können, auch nicht durch das „Rauswerfen aufmüpfiger Primarärzte“ sondern nur durch einen radikalen Systemwechsel.
Erst wenn die Verantwortlichen endlich erkennen, dass man die von motivierten Ärzten aufgezeigten Probleme nicht ewig mit irgendwelchem Polit- und Propagandatheater verdrängen, wird diese Stadt wieder ihrer sozialen Tradition gerecht.

Es mag bezweifelt werden, dass dieses Wendemanöver von den augenblicklich an der Macht befindlichen Akteuren noch geschafft wird.

Written by medicus58

26. Januar 2017 at 18:31

Wann kommt endlich die Argumentationswende der AKW Gegner?

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radioaktiv2

 

Heute vor drei Jahren ereignete sich der AKW Unfall von Fukushima und die mediale Auseinandersetzung über die gesundheitlichen Folgen geht in die nächste Runde.
Kernthema ist hier das Schilddrüsenkarzinom, da es sich hier um den einzigen Organkrebs handelt, für den -zumindest für Kinder und Jugendliche, eine von keiner Seite zu bezweifelnde Zunahme nach dem AKW Unfall von Chernobyl bewiesen werden konnte.

Im Gegensatz zu Chernobly 1986, wo spät mit systematischen Untersuchungen begonnen wurde, haben die japanischen Behörden unmittelbar nach dem Unfall mit einen Ultraschall Screeningprogramm begonnen, das insgesamt 360.000 Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr einschliessen sollte. Als erstes Ergebnis fanden sich bei einem hohen Prozentsatz kleine Zysten und Knoten, wobei einer später nachgeholte Vergleichsstudie aus einem weiter entfernten Gebiet eine ebenso große Anzahl an morphologischen Veränderungen fand, so dass sich die Frage stellte, ob man nicht einfach durch die exaktere Untersuchugn heute mehr Veränderungen findet, als früher. Wesentlich für das Verständnis ist aber, dass es bislang keinen Beweis gibt, das diese Veränderungen Vorboten von bösartigen Geschwülsten sind. Aus den veröffentlichten Dosisberechnungen ist es auch schwer vorstellbar, dass eine so große Anzahl an Kindern und Jugendlichen eine so große Menge Radiojod aufgenommen haben, dass sich eine allfällige Zunahme von Schilddrüsenkrebs statistisch nachweisen ließe. Weiters wird darauf verwiesen, dass es nach Chernobyl 3-4 Jahre gedauert hat, bis eine statistisch nachweisbare Zunahme erkennbar war.

Pünktlich zum Jahrestag kommen nun von offizieller Seite beruhigende Aussendungen, die von AKW-Gegner sofort in ihrer Glaubhaftigkeit angezweifelt werden. In jedem Fall ein gefundenes Fressen für die Medien und was folgt ist das gegenseitige Aufrechnen, der bislang „gefundenen“ kindlichen Schilddrüsenkarzinomen:

Mit Stand 20.8.2013 wurden bereits
216.809 Kinder und Jugendliche untersucht und nach einer Zweitbegutachtung und 203 Punktionen bei
44 Personen ein Malignom oder ein hoher Verdacht auf ein Malignom ausgesprochen, von den
19 operiert wurden.
18 von diesen hatten ein papilläres SD Karzinom und in
1 Fall war das Endergebnis eine gutartige Veränderung

Aktuell (http://www.aerztezeitung.de/panorama/k_specials/japan/article/856710/fukushima-streitpunkt-schilddruesenkrebs.html)
ist die Zahl der  „gefundenen“ Schilddrüsenkarzinomen
74 von 333.4003 Untersuchten = 0,02%

Die weltweite Inzidenz des SD-CA im Kindesalter ohne Radiojodexposition wird zwischen weniger als 1 und 4:1.000.000 und Jahr angegeben.
In Weissrussland erhielten tausende Kinder > 2 Gy Exposition und die Inzidenz des SD-CA stieg (1990-1994) auf 90:1.000.000/ Jahr.
In Japan ist laut WHO Bericht 2013 selbst in den am höchsten betroffenen Gebieten in der Prefektur eine so hohe Exposition -wenn überhaupt – nur bei einigen ganz wenigen Individuen zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund lassen sich nun trefflich hochrechnen und streiten.

Was ich nur nicht verstehe, weshalb sich die AKW Gegner so sehr auf die Fälle einiger Schilddrüsenkarzinome stürzen, deren kausaler Zusammenhang zum Supergau in Folge der kleinen Fallzahl mit größter Wahrscheinlichkeit nicht zweifelsfrei herzustellen sein wird, statt dass sie die zwar „benignen“ aber in ihrer Kausalität unmittelbar einsehbaren und hinsichtlich der Anzahl der Betroffenen statistisch viel eindeutigeren Folgen thematisieren.
Im Gegensatz zum Spiegel („Krebsangst frisst Seele auf
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/fukushima-krebsangst-frisst-seele-auf-a-812992.html) ist es eben nicht nur die Krebsangst ist, die nach einer derartigen Katastrophe negative Auswirkungen auf das somatische, psychische und soziale Befinden einer großen Gruppe von Menschen hat.

Dabei meine ich nicht das „Fremdängstigen“, das hierzulande bei jedem Besuch in der Sushi Bar wird, sondern die konkreten Auswirkungen für die lokale Bevölkerung, die seit drei Jahren mit Kontrollen, Grenzwerten und extrem widersprüchlichen Informationen konfrontiert wird.

Written by medicus58

11. März 2014 at 07:15

Krebs oder die Chronische Heilung

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CT Krebs

 

Durch jahrzehntelange Gehirnwäsche scheinen uns bestimmte Slogans irgendwann als über jede Diskussion erhaben.

Im Gesundheitssystem sind ohne Leistungseinschränkung Milliarden einzusparen. Erklären uns die dafür bezahlten Experten derartig flächendeckend, dass jedes Hinterfragen erlahmt, obwohl die gefühlten Defizite in den Wartesälen der Ordinationen, in den Spitalsambulanzen und in den Gangbetten eine ganz andere Sprache sprechen.

Krebs ist heilbar! Verspricht die Onkologie und verschlingt seither nahezu unhinterfragt alleine ein Prozent des Bruttosozialprodukts unseres Staates. Das aber ist nur die Spitze des Eisbergs, da eine rezente Studie zeigte (Economic burden of cancer across the European Union: a population-based cost analysis http://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(13)70442-X/fulltext) dass 3/5 der Gesamtkosten ohnehin von den Patienten selbst und ihren Familien getragen bzw. Leistungen im entsprechenden Gegenwert erbracht werden.

Sehen wir uns aber die Ergebnisse der meisten „Krebserkrankungen“ an, dann ist das Heilungsversprechen mit einigen Ausnahmen nicht einzuhalten.
Insbesonders neuere Therapieansätze (targeted therapies) führen zwar nicht zu einer Heilung, aber immer häufiger zu einer Chronifizierung des Krebsleidens.

Dies ist überhaupt ein Phänomen der modernen Medizin – mit hohem Aufwand wird die Krankheit zwar nicht geheilt aber stabilisiert – das in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Am ehesten denke ich, dass dies am Beispiel der HIV-Infektion ins öffentliche Bewusstsein eingedrungen ist. Während im ersten Jahrzehnt nach Entdeckung der Erkrankung nahezu alle, bei denen das Vollbild von AIDS ausgebrochen ist, auch verstarben, erlauben die danach entwickelten Therapiekombinationen einnebenwirkungsbehaftetes Langzeitüberleben.

Verstehen Sie mich bitte richtig, ich erachte dies durchaus als Leistung der Medizin, nur bin ich mir nicht sicher, ob das auch von allen unseren „Kunden“ so gesehen wird.

Zurück zur Onkologie reden wir von Medikamenten, deren Monatskosten im Bereich mehrerer Tausend Euro, was ich erst kürzlich hier kritisch in Relation zum erzielbaren Monatseinkommen des Normalbürgers gesetzt habe (Was sagt uns Diskrepanz zwischen erzielbarem Einkommen und Therapiekosten? http://wp.me/p1kfuX-IZ ).

Jetzt macht es naturgemäß ein Unterschied, wie man die Sinnhaftigkeit onkologischer Therapie misst, an der Kosteneffizienz (CE), an der Lebensverlängerung oder an den quality-adjusted life-years (QALYs).(Cancer Drugs in the United States: Justum Pretium—The Just Price http://jco.ascopubs.org/content/31/28/3600.full), letztendlich bleiben aber die eingangs erwähnten Widersprüchlichkeiten:

Wieviel Geld wollen wir für die Onkologie ausgeben, wenn wir begreifen, dass ihr Ergebnis sehr häufig nicht in Heilung sondern wenige Wochen Lebensverlängerung sein wird.
(In Parenthese: Wieviel Nebenwirkungen (Risken) wollen Patienten auf sich nehmen, wenn sie dadurch nicht geheilt werden?)

Woher nehmen die Experten die Überzeugung, dass man im Gesundheitssystem zu Einsparungen kommen kann, wenn der politisch lenkbare Bereich weniger als die Hälfte der Gesamtkosten erbringt und die Chronifizierung der Erkrankungen absehbar noch höhere Kosten verursacht?

Oder einmal ganz trivial: Wenn der Raucher (Alkoholiker, …) sein Leben lang die entsprechenden Steuern zahlt und dann nach Auftreten der Erkrankung rasch absalutieren würde, dann wären unsere Laster ja beinahe staatsbürgerliche Pflichten.

Selbstverständlich ist es indiskutabel, derartige Abwägungen mit den betroffenen Individuen von der Kante ihres Krankenbettes zu diskutieren, es wäre aber höchste Zeit, die Diskussion über die Allokation der Mittel im Gesundheitssystem öffentlich zu führen. Nicht um einzusparen, sondern um die unangenehme Diskusion zu beginnen, wie wir die Relation zwischen Rehab nach Schlaganfall und kurzer Lebensverlängerung mit Karzinom werten.

Oder nochmals ganz trivial: Es wird über die Medien über die Notwendigkeit diagnostischer Maßnahmen (aktuelle Berichterstattung über Kassenverträge für CT/MR ) diskutiert und hier gewaltiges Einsparungspotential ausgelotet, jedoch bleiben die Entwicklungen im Bereich der Onkologie, die schließlich die stärkste Nachfrage an „Diagnostik“ jeder Art generiert, medial unhinterfragt.

Offenbar nach dem Grundsatz:
Wer verspricht den Krebs zu heilen, hat immer recht.

Zu glauben, dass dieses Problem in seiner Brisanz nicht weiter zunimmt, wäre fatal:
Krebsfälle steigen weltweit, vor allem in den Entwicklungsländern.
http://www.iarc.fr/en/media-centre/pr/2013/pdfs/pr223_E.pdf

Written by medicus58

13. Dezember 2013 at 07:24

Die toten Seelen in der Computertomografie

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Pediatric CT
In JAMA Pediatrics wurde aktuell folgender Artikel publiziert:
The Use of Computed Tomography in Pediatrics and the Associated Radiation Exposure and Estimated Cancer Risk

Darin wird, wie schon in Dutzenden früheren Artikeln auf die rasante Zunahme der CT-Untersuchungen in den USA hingewiesen und die Verdoppelung bei Kindern < 15 Jahren zwischen 1996-2010 näher analysiert. Ein vergleichbarer Trend ist übrigens in allen Gesundheitssystemen zu beobachten!

In dieser (retrospektiven) Studie wurde aus der abgeschätzten Strahlenexposition (0,03 -69,2 mSv/CT; eine Messung im Einzelfall ist praktisch unmöglich) von 744 CT Untersuchungen an Kindern und dem von anderer Seite ebenfalls nur kalkulierten und nicht mittels RCT (randomisiert kontrollierten Studie) nachgewiesenen Risiko der Krebsentstehung durch eine bestimmte Strahlenexposition, das durch die Untersuchung erhöhte Erkrankungsrisiko der Gruppe errechnet.
Für die in den USA jährlich an Kindern durchgeführten 4 Millionen Kopf-, Bauch/Becken-, Oberkörper- und Wirbelsäulen-CTs kommt man dann auf 4870 zusätzlich ausgelöste Krebsfälle.

In der medialen Aufarbeitung liest sich das in ansteigender Plakativität so:

Computertomografien (CT) sind bei Medizinern sehr beliebt, doch Patienten werden dabei einer hohen Strahlendosis ausgesetzt, die besonders bei Kindern zu Krebs führen kann.
http://healthnewsnet.de/ct-untersuchungen-konnen-bei-kindern-krebs-verursachen-4225  

Dass eine CT-Untersuchung aus Belieben sondern wegen einer bestimmten diagnostischen Frage (z.B. Kind hat schon Krebs und man möchte wissen, ob es Lebermetastasen hat) angefordert wird, kommt da kaum durch.

Die drohende Gefahr ist auf für Die Welt publizistisch immer griffiger, wenn man Experten zitieren kann:

CT-Untersuchung bei Kindern führt häufig zu Krebs: Experten befürchten Tausende Krebserkrankungen.
http://www.welt.de/gesundheit/article116996139/CT-Untersuchung-bei-Kindern-fuehrt-haeufig-zu-Krebs.html

Dass es vielleicht die selben Experten (Kinderärzte, Kinderradiologen) waren, die trotzdem eine Indikation für die CT-Untersuchungen gesehen haben, bleibt unerwähnt.

Noch saftiger bei n-tv:
Studie aus den USA alarmiert CT löst bei Tausenden Kindern Krebs aus
http://www.n-tv.de/wissen/CT-loest-bei-Tausenden-Kindern-Krebs-aus-article10795546.html  

Nochmals, hier wurden Risken berechnet und nicht Grabsteine gezählt und die Kalkulationen beziehen sich auf ein Risiko das (nach bestem wissenschaftlichem Wissen) für die folgenden Jahrzehnte kalkuliert wurden und somit auch erst im Erwachsenenalter schlagend werden könnte.

Und schließlich leakte die ganze Wahrheit auf Antizensur.de:
Tausende Kinder an Krebs durch CT-Untersuchung erkrankt
http://www.antizensur.de/tausende-kinder-an-krebs-durch-ct-untersuchung-erkrankt/

Wir haben uns mit der Problematik, damals im Zusammenhang mit einer Publikation, die das durch Screeninguntersuchungen in der Radiologie und Nuklearmedizin erhöhten Brustkrebsrisiko thematisierten: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=82833  

Aus medizinischer Sicht ist das alles ja relativ trivial:

Wird eine Gruppe von Menschen einmalig einer ionisierenden Strahlung ausgesetzt, dann ist ab einer gewissen Stärke (> 50-70 ausgedrückt als Effektivdosis in mSv) gesichert, dass in dieser Gruppe mehr Individuen eine bösartige Erkrankung („Krebs“) entwickeln werden als in einer Vergleichsgruppe, die diese Effektivdosis nicht erhalten haben.

Zweitens ist gesichert, dass die „Strahlenempfindlichkeit“ (also die Wahrscheinlichkeit, dass ionisierende Strahlen ein bösartige Erkrankung auslösen) aber auch (das ist was anderes!) dass dies vom Betroffenen noch erlebt wird) bei Kindern überproportional höher ist.

Drittens hat sich die Mehrzahl der Wissenschafter auf Basis von seit Jahrzehnten diskutierten Gründen, die weit in verschiedene Fachgebiete (Physik, Biologie, Medizin, Epidemiologie, Risikoforschung Statistik,…) reichen, geeinigt, dass man
1. auch für geringere Effektivdosen (0 – 50-70 mSv) und
2. für kumulierte Dosen (also keine Einzelexposition sondern eine länger andauernde Exposition)
eine lineare Extrapolation des Risikos nach unten vornimmt, d.h. dass auch eine Exposition von z.B. 0,00001 mSv noch ein höheres Risiko bedeutet, als 0; obwohl sich dies niemals in einem praktischen Versuch beweisen lässt.

Letztlich besteht bei medizinischer Anwendung ionisierender Strahlen eine Rechtfertigungspflicht (für den Zuweiser und Durchführer), dass das eingegangene Risiko (wie groß oder wie klein auch immer) durch den erwarteten Nutzen aufgewogen wird.

Während gegen die vorgestellte Studie natürlich nichts einzuwenden ist, da sie einfach die bekannten Tatsachen in Erinnerung ruft und zu einer qualifizierten Indikationsstellung an Stelle einer leichtfertigen Überweisung aufruft, zeigt die trivialisierte Aufarbeitung in den Medien, dass sich am Ende niemand mehr darum schert, dass es sich hier um Risikoabschätzungen für Gruppen und nicht um bewiesene einzelne Krankheitsfälle handelt.

Weiters halte ich es immer wieder für überraschend, dass man Expertenwissen heranzieht, um diese Horrorszenarien zu malen, andererseits aber davon ausgeht, dass keinerlei Expertenwissen angewandt wurde, um die Untersuchungen anzuordnen („Computertomografien (CT) sind bei Medizinern sehr beliebt“). Es scheint völlig unvorstellbar, dass sich ein Arzt diagnostische Gewissheit verschaffen muss eher er eine Behandlung beginnt oder unterlässt.

Natürlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass Untersuchungen wie therapeutische Handlungen, selbst Operationen häufiger angewandt werden, wenn sie dem Anwender Geld bringen, da ist das Gesundheitssystem nicht anders als jedes andere Geschäft; Mediziner haben sich die Form ihrer Bezahlung nicht aussuchen können, dass sich ärztliche Tätigkeit nicht nur durch die Anzahl der durchgeführten Tätigkeiten messen lässt, sondern immer häufiger durch die argumentierte Verweigerung unsinniger Tätigkeiten auszeichnet, habe ich erst kürzlich dargelegt: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=82833

Das Spiel mit den „Toten Seelen“, die nur am Papier existieren ist einfach nur ärgerlich.

Ergänzung: Der Begriff wurde einem meiner Lieblingsromane entliehen, Gogols „Die Tote Seelen“. Hier wird mit dem Verkauf und der Verpfändung bereits verstorbener Leibeigenen, die bis zur nächsten Revision nicht aus den Steuerlisten gestrichen waren und als Besitz galten, ein rechtlich beglaubigter Handel betrieben.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Die_toten_Seelen)

Written by medicus58

13. Juni 2013 at 19:21

Google macht Kunstfehler

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Während heute die Salzburger Nachrichten davon berichten, dass immer mehr Patienten bei Dr. Google Rat suchen (http://www.salzburg.com/nachrichten/gesundheit/sn/artikel/zu-risiken-und-krankheiten-fragen-sie-drgoogle-54899/)

und das Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/digitale-revolution-der-wirtschaft/medizin-apps-zu-risiken-und-krankheiten-fragen-sie-dr-google/8065660.html) und CIO (http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/2912374/) zum Teil wortident ins selbe mediale Horn stossen,
offenbart Dr. Google selbst einige Lücken.

Kunstfehler Dr Google

Wie unser Screenshot zeigt, wird auf der Gesundheitsseite auch ein Link zur Rhein-Neckar-Zeitung geboten, der so gar nichts mit Gesundheit zu tun hat,

unter dem Titel Im vierten Jahr gemächlich durch das Krebsbachtal
(http://www.rnz.de/HP_Kraichgau/00_20130415052033_103619114_Im_vierten_Jahr_gemaechlich_durch_das_Krebsbac.php) wird dort die Werbetrommel für eine Touristenbahn getrommelt. Mit Gesundheitsthemen hat das alles nix zu tun.
Es liegt also der Verdacht nahe, dass der Google Alogrithmus den Begriff „Krebs“ gelesen hat und den Links flugs in die falsche Kategorie gestellt hat, also einen klassischen Kunstfehler begangen hat.

Der gesundheitliche Schaden für den Internetuser wird sich in diesem Fall wohl in Grenzen halten, tief blicken in die Logik unsere Online-Gurus lässt der Fall jedoch allemal.

Nach 100% ist es aus, das Kasperltheater

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Zum dräuenden Jahrestag des Super-GAUs im AKW Fukushima lud Armin Wolf erneut Kasperl und Krokodil ein, damit sich die PT Zuschauer erneut ergözen mögen, wie sich die beiden nicht einigen.

Das war auch @ArminWolf via Twitter im Vorfeld klar:
Wird eine interessante Fukushima-Debatte jetzt zwischen den Herren Kromp und Steinhauser. Sind sich praktisch in nichts einig.

Georg Steinhauser, eloquenter und telegener Radiochemiker am Atominstitut der TU in statu habilitandi (2008 FAME LAB http://www.youtube.com/watch?v=19Vxg2ZWAlg ) und naturgemäß an der Weiterentwicklung der Reaktortechnik interessiert, sonst hätte er ja am Reinhardseminar inskripiert.

Wolfgang Kromp (Institut für Sicherheits- und Risikoforschung der BoKu) und laut Zeit Online, der Prophet der Apokalypse, die Kassandra der Republik (Der graue Wolf im Heimatlook erklimmt das Podium. Das Trachtenband um den Hals ist sein Amulett gegen die Globalisierung). http://www.zeit.de/2011/13/A-Kromp)

Persönlich hatte ich, der die Nutzung dieser Technologie zur Energiegewinnung seit den 70er Jahre ablehnt aber versucht die Mitte zwischen Verharmlosung und Alarmismus zu finden, die zweifelhafte Ehre in den rufschädigenden Bannstrahl von Kromp zu kommen, weil ich ihm vorwarf, dass seine Argumentation (bewußt?) zu vage bleibt, bzw. er bei seinem Lieblingsthema, das er auch gestern wieder angesprochen hat, (völlig unbekannt was mit Radionukliden im Meer passiert), wissenschaftliche Fakten entweder nicht kennt oder negiert.

Nach der üblich-saftigen Einmoderierung 
„würden Sie Gemüse aus Fukushima essen“ 
wurden gestern in der ZIB2 wieder die üblichen Standpunkte eingenommen:

Steinhauser: „es ist ja gar nicht so viel passiert“
Kromp: „ein Großexperiment, von dem wir nicht wissen was da noch kommt“

Hat das den Auftrag des öffentlich rechtlichen Rundfunks erfüllt?

Ich bezweifle es, denn die uns allen von vielen Journalisten gestellte Frage „Ist das schlimm?“ lässt sich naturgemäß die Medien nur befriedigend beantworten, wenn man sich auf ein Ja oder Nein beschränkt,
was aber ohne vorheriger Festlegung des Messsystems aber methodisch angreifbar bleiben muss.

Jedem, der sich jenseits der Baumschule gebildet hat, wurden die Kant’schen Kernfragen:
Was kann ich wissen??
Was soll ich tun??
Was darf ich hoffen??
eingebleut.
Heute müsste der Alte vermutlich seinen Kanon um die Frage des
Wovor soll ich mich fremdfürchten??
(http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35227) ergänzen.

Öffentlich-rechtliche Information sollte meines Erachtens einmal die unbestreitbaren FAKTEN UND IHRE VERTRAUENSBEREICHE festmachen, wobei das Schwergewicht auf diesen Fakten zu ruhen hat, die auch für den hiesigen Medienkonsumenten entscheidungsrelevant sind.

Also konkret müsste man Armin Wolf antworten, dass jeder von uns jedes Gemüse auch aus der Sperrzone einmal essen könnte, ohne dass das sein sicherer Tod wäre, weil es für uns eine EINZELDOSIS wäre, das Problem aber im Dauerkonsum kontaminierter Nahrung der Anreiner liegt.

Theoretisch wird etwa 1 von etwa 1,6 Millionen Menschen, die eine Zigarette pro Jahr rauchen, genau an dieser Zigarette durch Lungenkrebs sterben, 
weil statistisch gesichert ist, dass unter 200 Menschen, die 8000 Zigaretten/Jahr rauchen einer pro Jahr daran sterben wird.

Ob aber diese LINEARE EXTRAPOLATION eiens gesicherten Risikos bei hoher Exposition auch bis gegen Null valide ist, kann keiner sagen.

ABER:

Es wäre zum Beispiel eine sinnvolle Anregung auf Basis der bekannt gewordenen Problemen der Informationsweitergabe (um es freundlich zu formulieren) zwischen Betreiber und Aufsichtsbehörde

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1576888/ZDFzoom:-Die-Fukushima-Lüge 

zu diskutieren, ob es gesellschaftspolitisch wünschenswert ist, dass Risikotechnologien im Bereich privater, zur Gewinnmaximierung ihrer Miteigentümer (share holder value) verpflichteter Firmen bleiben dürfen.

Dieses Problem liesse sich auch – und dann macht es Sinn und ist keine der üblichen Like/DisLike Schlachten – an Beispielen aus anderen Industrien abhandeln:

Bhopal/Union Carbide/Auslagerung in die Dritte Welt: http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Bhopal
Mexikanischer Golf/BP/Tiefseebohrung:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96lpest_im_Golf_von_Mexiko_2010
ÖMV/Weinviertel/Fracking: http://derstandard.at/1330390280448/Weinviertel-OMV-lenkt-ein-Vorerst-keine-Schiefergasfoerderung

Das aufgewärmte Gruseln, ob der japanische Butterfisch im Shushi oder der japanische Blattspinat uns im Munde stecken bleiben soll, schafft wenig Erkenntnis.

Das Kasperltheater der streitenden Experten bringt wenig, egal ob das Wasser halbvoll oder halbleer ist.

Ein Risikoforscher Kromp ist für mich nicht sehr überzeugend, wenn er (siehe die Arbeitsgebiete seiner Institutshomepage:  nahezu ausschliesslich mit dem atomaren Risiko befasst.
https://forschung.boku.ac.at/fis/suchen.orgeinheit_uebersicht?sprache_in=de&menue_id_in=201&id_in=H818

UND DOCH:

Ein fast nur gemurmelter Beitrag Kromps in seinem Rückzugsgefecht hat dann doch das wirklichee Problem angesprochen:

Wir können nicht 1 1/2 Welten für den Energiehunger der entwickelten Welt verbrauchen …..

Es gibt eine Möglichkeit, die Gefahren des Super GAUs auch ohne Übertreibung in eines der beiden Extreme zu diskutieren:

Ist ist ziemlich egal, ob die residuale Strahlenbelastung die japanische Krebsrate um 0,002% angehoben wird
(der Chemiker Steinhauser zitiert den Onkologen Gale mit einer Sterberate von 0,001%) oder
(meine worst case Annahme für eine seafood basierte Exposition auf Basis der Daten nach den Unfällen in Windscale/Sellafield http://de.wikipedia.org/wiki/Windscale
um maximal 0,5% für die betroffenen Küstenabschnitte ansteigt…

Am Ende der Fahnenstange haben wir alle als Gesellschaft „100% Risikolose“:
 
Wenn wir die verspielt haben ist es aus …

Links:
Versuch einer Kommunikation von Strahlenrisiko:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32224 
ZIB 2
http://tvthek.orf.at/programs/79134-Spaet-ZIB/episodes/3698623-ZIB-2

Bittere Pillen, Saure Trauben oder Katharsis?

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Kurt Langbein, 
Journalist und 1983 Co-Autor eines der erfolgreichsten Sachbücher (Bittere Pillen) des deutschsprachigen Raumes 
erklärt uns seit Jahrzehnten die Medizin, 
seit 1992 über die Multimedia-Agentur Langbein & Partner Media http://www.langbein-partner.com und 
seit 2001 auf www.surfMED.de, einem nach Selbstdefinition
 „unabhängigen und expertengeprüften Lexikon für Ihre Gesundheit“ mit jedoch explizit alternativmedizinischer Tendenz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Langbein

In seinem Buch Das Medizin Kartell liest sich seine 
Kritik an der Schulmedizin so:

DAS MEDIZINKARTELL – EIN TÖDLICHES GEFLECHT AUS PROFITSUCHT
UND GRÖSSENWAHN?
In diesem Buch zeigen Kurt Langbein und Bert Ehgartner, warum. 
Ihre harte Diagnose der Todsünden der Gesundheitsindustrie ist eine umfassende Innenansicht des Medizinkartells, die am Bild der selbstlosen Heiler erhebliche Kratzer hinterläßt … 
http://www.steuerembargo.co.de/attachments/article/7/Das%20Medizinkartell.pdf  

2009 erkrankte er, der nach eigenen Angaben schon Darm- und Hautkrebs hatte, an Prostatakarzinom und beschrieb seine bisherigen Erfahrungen in einem eben erschienene Buch „Radieschen von oben„, das er nun durch eine Reihe von Medienauftritte an den Mann (und vermutlich an die Frau) zu bringen sucht. 

An seinen öffentlichen Äußerungen lassen sich die Hauptprobleme seiner bisherigen journalistischen Arbeit gut nachvollziehen. 
Gerade weil sich auch dieser Blog hier gefährlich nahe an dieser Grenze bewegt, wollte ich an diesem Thema nicht vorbeigehen.

Die selbstgerechte Überzeugung vom eigenen Standpunkt wächst mit der Entfernung zum Problem.

Ich war überrascht über die Wucht der Emotionen, obwohl ich selber viele Krebspatienten interviewt und mit der Filmkamera begleitet habe. 
http://derstandard.at/1330389858448/Journalist–Betroffener-Im-Konflikt-mit-dem-Krebs 
 
Ich habe davor ja Filme gedreht über das Leben mit Krebs, Langzeitbegleitungen. Das Überraschende war die Intensität der Empfindungen, die weit über alles hinausgehen, was man davor gedacht hat zu verstehen.
http://diepresse.com/home/gesundheit/735099/Kurt-Langbein_Ich-kaempfe-darum-am-Leben-zu-bleiben 

Kritik ohne Selbstkritik: Statt sich nach der Erkenntnis, dass der journalistischen Zugang die „wahre Situation“ des Patienten nicht erkannt hat, auch zu fragen, ob er nicht auch die „wahre Situation“ des Arztes fehlinterpretiert hat, kommt nicht in Frage. Er kennt zwar ohnehin ein paar gute (alternative) Ärzte, aber dem Rest sei gesagt:
.
Ich glaube aber auch, dass Ärzte den Umgang mit den Emotionen eines Krebspatienten besser kennenlernen sollten. http://derstandard.at/1330389858448/Journalist–Betroffener-Im-Konflikt-mit-dem-Krebs

Es ist ein großer Unterschied, ob man sich seine Meinung durch das Lesen, Recherchieren und Lästern oder durch die tägliche Arbeit in einem Beruf gebildet hat, den man auch erlernt hat
Der unerschütterliche Glaube an das eigene Weltbild, ist konstitutiv für viele selbsternannte Gurus aber sie sollten sich dann nicht auf wissenschaftliche Evidenz berufen.

Wissenschaftsjournalismus tut gut daran, sich der Methoden der evidenzbasierten Medizin zu bedienen. Es sollten eigentlich nur Therapien empfohlen werden, die bewiesen haben, dass sie mehr nützen als schaden. Es ist aber etwas grundlegend anderes, sich als Einzelperson die für einen selbst passende Therapie zu suchen.

Gegen meine Entzündungsneigung nehme ich erfolgreich indischen Weihrauch. Ich spritze mir, mit Pausen, Mistelextrakt. … Das tut mir gut.

Gut, aber keine „Evidence Based Medicine“ auf die sich Langbein doch immer beruft, um ärztliche Anordnungen als unnötig und zu teuer abzulehenen. Dass möglicherweise mit Weihrauch und Mistel schon mehr Geld verdient wird (man bedenke nur wie wenig die Mittel im Gegensatz zu Pharmaka kosten) als mit der Schulmedizin.

Der Journalist beschreibt die verschiedenen Therapiemöglichkeiten und zieht den Schluss, dass jene Mediziner, die bei Krebsbehandlungen ganzheitliche Ansätze verfolgen – also einen klugen Mix aus moderner Schulmedizin, Psychologie und alternativen Methoden praktizieren – überdurchschnittlich erfolgreich sind. http://oe1.orf.at/artikel/298721  

Das ist Meinung ohne Evidenz. Während Langbein süffisant Archie Cochrane einen der Ahnväter der Evidence Based Medicine zitiert: »Ärzte sind überflüssig« hält er sich selbst nicht an deren System zur Wissensanalyse, wenn es ihm nicht ins Konzept passt:
http://www.steuerembargo.co.de/attachments/article/7/Das%20Medizinkartell.pdf

Ich hatte bis zu dieser Erkrankung das Gefühl, dass ich mit meinem Körper ganz guten Kontakt habe. Ich habe relativ viel Sport gemacht, bin ganz gut mit ihm umgegangen, und er mit mir. Mit der Erkrankung habe ich meinem Körper gegenüber ein tiefes Misstrauen entwickelt und habe lange über die Zeit hinaus, in der ich Beschwerden hatte, Mühe gehabt, einen positiven und vertrauensvollen Kontakt mit ihm wiederherzustellen. Und ein Rest Skepsis bleibt. http://www.nachrichten.at/ratgeber/gesundheit/art114,822688  

Das eigene Vorurteil bedingt gerade bei den selbsternannten Aufklärern und Aufdeckern sehr häufig das abschliessende Urteil, wird aber als absolut und objektiv verkauft. Was als Selbsttherapie beginnt, wird als objektive Wahrheit verkauft.

Während des Schreibens bin ich draufgekommen, wie gut mir das getan hat, weil es mir gelungen ist, Empfindungen zu formulieren und zu präzisieren, die ich nie ausgesprochen hätte.
http://diepresse.com/home/gesundheit/735099/Kurt-Langbein_Ich-kaempfe-darum-am-Leben-zu-bleiben

Es war gar nicht leicht, die für mich passende Therapie zu finden, weil in Österreich die Meinung vorherrscht, dass Prostatakrebs operiert gehört, allenfalls noch eine Hormontherapie sinnvoll sei. 
Diese Aussage ist falsch, da für jede dieser Therapien andere Indikationen vorliegen, die jeder Laie auch nachlesen kann: 
http://www.kup.at/journals/inhalt/1205.html 
 
Viele Kritiker der Schulmedizin thematisieren immer nur die unbestreitbaren Nachteile bestimmter Therapien, verschweigen aber – so sie nicht selbst betroffen sind – dass diese oft ohne echte Alternative sind. Sind sie selbst betroffen, liest sich das so:


Ich habe mich gegen beide Varianten entschieden und mich einer kombinierten Strahlentherapie unterzogen. Dazu habe ich versucht, meine Lebenskraft durch eine onkologische Psychotherapie und Medikamente wie Mistelextrakt möglichst hoch zu halten. 
Ich habe die Begrenztheit der Chemotherapie und Strahlentherapie beschrieben und die großen Zerstörungen, die im ganzen Körper angerichtet werden.
Es ist nur scheinbar ein Widerspruch, wenn man sich dann als Betroffener einer solchen Therapie unterzieht – es gibt leider bis heute keine Therapie gegen Krebs die ohne ein solches Zerstörungswerk auskommt.

Es ist allerdings eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ein Journalist, der vor dem PSA-Screening warnt, zu den wenigen Menschen gehört, die durch die PSA-Untersuchung rechtzeitig diagnostiziert wurden, und daher Fragen im Standard-Chat beantworten kann.
http://derstandard.at/1330389858448/Journalist–Betroffener-Im-Konflikt-mit-dem-Krebs 

Vielleicht sollte ich mich für die kaum unterdrückbare Häme schämen, aber für mich hat das Bild des selbstlosen Journalisten Langbein nicht nur einige Kratzer abbekommen, …
es erscheint mir mehr denn je als ein Paradebeispiel dafür, dass man aus der Tatsache, dass ein Kritiker bestimmte Dinge zu Recht kritisiert, nicht schliessen soll, dass er auch Recht hat.
Häufig stehen dahinter oft nur Eitelkeit, Profitsucht und Halbwissen …

aber das ist „Eminence Based“, nicht „Evidence Based“, 
ich gebe es ja zu,
Langbein würde es auch öfters gut tun, es zuzugeben.

Links:
http://derstandard.at/1329703080711/Das-aktuelle-Medizinbuch-Kurt-Langbein-Ein-Aufdecker-betroffen

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